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PRESSEMITTEILUNG
Landeswettbewerb der Jagdhornbläser –
ein Brauch mit Signalwirkung
Rund 700 JagdhornbläserInnen in 49 Gruppen maßen sich beim...PRESSEMITTEILUNG
Landeswettbewerb der Jagdhornbläser –
ein Brauch mit Signalwirkung
Rund 700 JagdhornbläserInnen in 49 Gruppen maßen sich beim Landesbläserwettbewerb in Regensburg – die Landessieger kommen aus Schwandorf, aus der Oberpfalz und vom Untermain.
FELDKIRCHEN, 24. Juni 2026 – Wenn 700 Jagdhörner zusammen erklingen, ist das ein Gänsehautmoment. Den gab es am 20. Juni nachmittags rund um den Haidplatz in der Regensburger Innenstadt, denn dort hatten sich die Teilnehmer des Landesbläserwettbewerbs des Bayerischen Jagdverbands (BJV) versammelt und feierten mit einem gemeinsamen Abschlusskonzert die Lebendigkeit eines uralten Brauchtums.
„Ich gratuliere sehr herzlich den Landessiegern, aber auch allen anderen teilnehmenden Gruppen, denn hier wurden ausnahmslos hervorragende Leistungen gebracht. Ein besonderer Dank gebührt dem Bezirksjagdverband Regensburg e.V., der durch seine hervorragende Organisation und Unterstützung maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrug.“, sagte BJV-Präsident Hubert Stärker anlässlich der Siegerehrung, an der unter anderem auch Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger teilnahm.
49 Gruppen aus ganz Bayern sowie darüber hinaus waren beim Landesbläserwettbewerb in Regensburg angetreten. „Manche sind schon seit der Geburtsstunde dieses zweijährlich stattfindenden Wettbewerbs im Jahr 1969 dabei“, berichtete Dr. Oda-Maria Hoffmann, im BJV-Präsidium verantwortlich für Jagdhornbläserwesen und Brauchtum. Landessieger in der Klasse G wurden die Jagdhornbläser St. Hubertus Schwandorf (774 Pkte.), gefolgt von den Jagdhornbläsern Landshut und den Rupertiwinklern Jagdhornbläsern. In der Klasse Es setzten sich die Oberpfälzer Parforcehornbläser (851 Pkte.) an die Spitze, gefolgt vom Parforcehorncorps Bayerischer Untermain und der oberösterreichischen Gastgruppe Jagdhornverein Ruttenstein. Weiter starteten Gruppen als Quartette sowie in den Klassen B und A.
„Das Horn als Signalinstrument begleitet den jagenden Menschen mindestens seit dem 13. Jahrhundert, und das Jagdhornblasen ist seit 2020 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt“, erläuterte BJV-Präsident Hubert Stärker. „Aber auch seine Bedeutung für die heutige Jagd ist ungebrochen, vielleicht aktueller denn je.“
Seit der Anfangszeit des Jagdhorns, als dieses noch aus Naturmaterialen wie Kuhhörnern gemacht wurde, ging es um eine gute Verständigung der Jäger über weite Distanzen. Bis heute, wo gewundene Messinghörner verwendet werden, stellen Signale wie „Anblasen des Treibens“ (Beginn der Jagd), „Treiber in den Kessel“ (damit darf aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den umzingelten Bereich geschossen werden) und „Hahn in Ruh“ (Ende der Jagd, kein Schuss darf mehr fallen) wichtige Sicherheitsaspekte bei Gesellschaftsjagden dar, weil sie von allen Teilnehmern gleichzeitig vernommen werden und umgesetzt werden können.
„Zusätzlich wird das Jagdhorn eingesetzt, um einen Respekt vor der Kreatur auszudrücken, die man erlegen durfte – beispielsweise mit dem Signal ´Hase tot`“, so Stärker. „Das Jagdhornblasen steht damit auch für Ethik, für Waidgerechtigkeit und für Kultur, also Aspekte, die in Jagd und Gesellschaft heute wieder besonders bedeutsam sind.“
Beim Landesbläserwettbewerb traten die Gruppen in Tracht an. Viele nutzen kleine Fürst Pleß-Hörner, die historisch aus dem militärischen Bereich kommen und eine hervorragende Signalwirkung haben. Eher klangvoll und sogar für konzertante Jagdmusik geeignet sind die großen Parforce-Hörner in der Stimmung Es, die sich aus den berittenen Jagden am französischen Hof entwickelten und aufgrund ihres großen Bogens gut um den Körper tragen lassen.
Der BJV zeigte sich beeindruckt von der Anzahl, dem Engagement und der Leistung der JagdhornbläserInnen und kündigte an, sie als musikalische Botschafter der Jagd auch weiterhin zu unterstützen.
Pressemitteilung: Bayerischer Jagdverband, Abdruck honorarfrei
Kontakt: presse@jagd-bayern.de
Foto: Hans-Christian Wagner
Die Nutzung des Fotos erfordert die schriftliche Zustimmung des Urhebers im Einzelfall (Kontakt: info@hcwagner.com).
Der Bayerische Jagdverband e. V. (BJV) ist die Vertretung der bayerischen Jägerinnen und Jäger. Er ist der Dachverband für 153 Kreisjägervereinigungen mit rund 50.000 Mitgliedern, für den Bund Bayerischer Berufsjäger, den Bund Bayerischer Jagdaufseher, den Deutschen Falkenorden (DFO) Landesverband Bayern und der International Hunters Bavaria e. V. Gegründet am 28. November 1946, setzt sich der BJV seitdem für die heimischen Wildtiere und den Natur- und Artenschutz ein. Der BJV ist auch ein anerkannter Naturschutzverband. Zu seinen Aufgaben zählen die Erhaltung des Jagdwesens unter dem Gesichtspunkt der Bindung des Jagdrechts an Grund und Boden, die Erhaltung des Reviersystems, der nachhaltigen Nutzung nachwachsender Ressourcen und des Bestandes der Jagd als Kulturgut. Der BJV veröffentlicht zudem das Jagdmagazin „JAGD in Bayern“ mit Naturschutz- und Jagdthemen.
Mit freundlichen Grüßen
Constanza Swoboda
Geschäftsführerin
Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV) | Hohenlindner Str. 12 | 85622 Feldkirchen
T +49 89 990234-11 | F +49 89 990234-35 | constanza.swoboda@jagd-bayern.de
VR 5580, AG München | Präsident: Hubert Stärker
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