Der Treffpunkt Jagd – Für Jäger und Jagdhundefreunde
| Mehr Info |
| Hier treffen sich Jagdfreunde, Jagdscheinanwärter, Jungjäger, Jagdhundeführer, Revierpächter, Vereinsmitglieder…
Gründen Sie Ihre eigene Gruppe, stellen Sie Themen zur Diskussion, veröffentlichen Sie Ihre Veranstaltungen, Nutzen Sie die Möglichkeit Fahrgemeinschaften zu Veranstaltungen zu bilden oder sich zu Events zu verabreden.
Die Administratoren legen großen Wert darauf, dass sich die Beiträge auf ansprechendem Niveau bewegen. Bitte halten Sie sich an die Verhaltensregeln und achten insbesondere bei eingestellten Bildern und Videos darauf, dass der Stil gewahrt bleibt. Vielen DANK!
|
PRESSEMITTEILUNG- 27.10.2026 -
BJV zum toten Wolf von Cham: „Wir fordern eine angemessene
Reaktion des LBV“
Der BJV kritisiert den Umgang des...PRESSEMITTEILUNG- 27.10.2026 -
BJV zum toten Wolf von Cham: „Wir fordern eine angemessene
Reaktion des LBV“
Der BJV kritisiert den Umgang des Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit dem Fall des 2025 gefundenen toten Wolfs aus dem Landkreis Cham scharf. Der dortige LBV- Kreisvorsitzende sieht aktuell einem Gerichtstermin wegen des Verdachts auf Vortäuschen einer
Straftat entgegen. Gleichzeitig versucht der LBV, dessen Fehlverhalten beim Fund der EU-weit geschützten Tierart herunterzuspielen.
FELDKIRCHEN „Die Vorgänge um den getöteten Wolf im Landkreis Cham sind unsäglich. Wir fordern eine baldige gründliche Aufklärung des Falls ohne falsche Rücksichtnahmen und eine angemessene Reaktion von Seiten des Landesbunds für Vogelschutz“, sagt der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Hubert Stärker.
Damit bezieht er sich auf einen Vorfall aus dem Oktober 2025, als nach derzeitigem Ermittlungsstand ein Kreisvorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) einen toten Jungwolf aus dem Ausland auf deutschen Boden gebracht hatte. Anschließend hatte der Mann den „Fund“ als Mitglied des staatlichen Netzwerks Große Beutegreifer gemeldet und über den LBV falsche Gerüchte um eine mögliche illegale Wolfstötung in Umlauf gebracht, die über die Medien in ganz Deutschland verbreitet wurden. Darin hatte der betreffende Kreisvorsitzende gezielt die Empörung über eine vermeintliche illegale Tötung geschürt. Der LBV lobte 5000 Euro als Belohnung für Hinweise zu der „Tötung“ aus – die er nach Bekanntwerden der wahren
Vorgänge allerdings zurückzog.
Denn die „Tötung“ wurde durch Untersuchungen des Kadavers am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) widerlegt, das als Todesursache Bisswunden aus einer innerartlichen Auseinandersetzung feststellte. Auf Anzeige der BJV-Kreisgruppe Bad Kötzting hin und nach Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Kötzting hat die Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, gegen den LBV- Kreisvorsitzenden von Cham Strafbefehl wegen des Vortäuschens einer Straftat beantragt. Dieser hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, ein Verhandlungstermin steht jetzt aus. „Für uns ist absolut nicht nachvollziehbar, dass der LBV das Vorgehen seines Mitglieds jetzt in der Öffentlichkeit als ein Versehen herunterspielen will. Damit erweist er der Akzeptanz der Großen Beutegreifer einen Bärendienst“, so Stärker weiter. „Der LBV ist ein anerkannter Naturschutzverband, wie es auch der BJV ist.
Beim Monitoring der Großen Beutegreifer arbeiten unsere Verbände und unsere Mitglieder Hand in Hand. Dafür brauchen es eine solide Vertrauensbasis, die durch Verhalten wie das des LBV-Kreisvorsitzenden und die unangemessene Reaktion des LBV-Landesverbands in Gefahr gerät.“
Stärker äußerte Anerkennung dafür, dass das Landesamt für Umwelt (LfU) den Mann direkt nach Bekanntwerden der Vorfälle vorübergehend von seinen Aufgaben im Netzwerk Große Beutegreifer´ entbunden hat. Dessen speziell geschulte Mitglieder verpflichten sich nämlich bei Übernahme des Amts zu einem konstruktiven, ausgleichenden und deeskalierenden Auftreten und explizit auch dazu, nicht zu einer weiteren Emotionalisierung, Polarisierung oder gar Polemisierung beizutragen. „Diesen moralischen Anspruch sollte sich auch der LBV auf die Fahnen schreiben“, kommentiert Stärker.
Der Bayerische Jagdverband e. V. (BJV) ist die Vertretung der bayerischen Jägerinnen und Jäger. Er ist der Dachverband für 153 Kreisgruppen und Jägervereine mit rund 50.000 Mitgliedern, für den Bund Bayerischer Berufsjäger, den Bund Bayerischer Jagdaufseher, den Deutschen Falkenorden (DFO)
Landesverband Bayern und der International Hunters Bavaria e. V. Gegründet am 28. November 1946, setzt sich der BJV seitdem für die heimischen Wildtiere und den Natur- und Artenschutz ein. Der BJV ist auch ein anerkannter Naturschutzverband. Zu seinen Aufgaben zählen die Erhaltung des Jagdwesens unter dem Gesichtspunkt der Bindung des Jagdrechts an Grund und Boden, die Erhaltung des Reviersystems, der nachhaltigen Nutzung nachwachsender Ressourcen und des Bestandes der Jagd als Kulturgut. Der BJV veröffentlicht zudem das Jagdmagazin „JAGD in Bayern“ mit Naturschutz- und Jagdthemen.
Mehr anzeigen
