Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Am Wisent im Roothaargebirge zeigen sich die Grenzen des Artenschutzes in Deutschland
Es sollte ein Vorzeigeprojekt im deutschen Artenschutz werden: Die Wiederansiedlung der einst in Deutschland ausgestorbenen Wisente (Bison bonasus) im südwestfälischen Bad Berleburg. Nun hat der Trägerverein das Projekt frühzeitig beendet, indem er einen öffentlich-rechtlichen Vertrag unter anderem mit dem Kreis-Siegen-Wittgenstein und dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen gekündigt hat. Damit gipfeln die vor Gericht geführten Auseinandersetzungen des Vereins „Wisent Welt Wittgenstein“ und einiger regionaler Grundbesitzer, die die Wisente nicht auf ihrem Grund und Boden dulden wollen, vorerst in einer juristischen Sackgasse.
Hamburg, 30.9.2022
Offensichtlich ist ein Miteinander von Mensch und Wisent, das bis zum frühen Mittelalter durch die Urwälder Westeuropas zog, heute nicht mehr möglich. Klaus Hackländer, Wildtierbiologe und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, sieht in der Beendigung des Experiments auch einen moralischen Widerspruch: „Wenn wir es nicht schaffen, in Deutschland einen großen Pflanzenfresser auf einer kleinen Fläche zu tolerieren, wie können wir dann von afrikanischen Ländern fordern, Schäden von Elefanten in der Land- und Forstwirtschaft zu dulden?“ Die Deutsche Wildtier Stiftung hatte gemeinsam mit dem Zoo Köln und dem Trägerverein des Projektes erst im Frühjahr 2022 die Zusammenarbeit in einer Wisent-Allianz vereinbart, um das Projektmanagement zu professionalisieren und insbesondere die Bedeutung des Projektes für den Artenschutz hervorzuheben. (weiterlesen)

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Union fordert verschärftes Vorgehen gegen Wölfe
Union fordert neue Wolfspolitik – CDU/CSU haben einen neuen Antrag für einen vereinfachten Umgang mit dem Wolf beschlossen.
Kim Trautmann am 28. September 2022 um 16:27
Unionsfraktion positioniert sich
Die Lage um den Wolf und die von ihm ausgehenden Gefahren spitzt sich insbesondere in Niedersachsen und in Brandenburg weiter zu. In einigen Landesteilen sind Zusammenstöße mit dem Wolf keine Seltenheit mehr, die Tiere haben keinerlei Scheu vor dem Menschen, streifen durch Ortschaften und zeigen auffälliges Verhalten. Hinzu kommt, dass die Zahl der Nutztierrisse stetig steigt. Der Fraktionsvorstand von CDU/CSU hat nun am Montagabend einen Antrag beschlossen, welcher die Wolfsproblematik zum Gegenstand hat. Dabei werden nicht nur schärfere Maßnahmen gefordert, auch von wolfsfreien Zonen ist die Rede. Deren Einrichtung wird an die technische Unmöglichkeit oder unverhältnismäßig hohe Kosten beim Herdenschutz geknüpft. Besonders heben die Unionsparteien in ihrem Antrag, nach Angaben von T-Online, die prekäre Situation „im Bereich beweideter Küsten- und Hochwasserdeiche sowie die Almregionen“ hervor.
Deutkiche Forderungen bei der Union
Die Unionsparteien, CDU und CSU, machen deutlich, dass vor allem eine Möglichkeit zur vereinfachten, rechtssicheren Entnahme geschaffen werden muss. Dies beinhaltet dann auch den Abschuss ohne absolut exakte Identifikation des tatsächlich verhaltensauffälligen oder für den Schaden ursächlichen Tieres und damit eine vereinfachte, praktikable Möglichkeit zur Entnahme. Weiterer wichtiger Bestandteil ist nach Angaben von T-Online, dass „einheitliche Kriterien für die Entnahme von Wölfen gemeinsam mit den Ländern festgelegt, ein populationserhaltender Zielbestand an Wölfen definiert und der administrative Aufwand von Wolfsentnahmen abgesenkt werden.“ Dabei wolle man ein „Wolfsmanagement“ entwickeln, wie dies bereits in Schweden erfolgreich praktiziert wird. (weiterlesen)

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Hartelt bekräftigt Forderung nach Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht
26.9.2022
Berlin - Der Umweltbeauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Eberhard Hartelt, hat die langjährige Forderung des Berufsstands nach einer Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht bekräftigt.
Zugleich wiederholte er das Anliegen, den Wolf im europäischen Naturschutzrecht umzustufen und ein aktives Wolfsmanagement umzusetzen. „Ohne eine Regulierung des Wolfes wird es nicht gehen, insbesondere um die Akzeptanz im ländlichen Raum nicht zu verlieren“, betonte Hartelt am Montag vergangener Woche (19.9.) beim zweiten Feldtag Wolf und Weidetierhaltung in Berlin-Heiligensee.
Der DBV-Umweltbeauftragte stellte fest, dass die ungebremste Ausbreitung des Wolfes den Weidetierhaltern mittlerweile bundesweit Probleme bereite. Der Wolfsbestand wachse jährlich um rund 30 %, und mit dieser Ausbreitung nähmen auch die Sorgen der Weidetierhalter zu, betonte Hartelt. Viele Landwirte hätten bereits Erfahrungen mit Wolfsrissen machen müssen. Sie fühlten sich hingehalten mit Versprechungen von der Politik und Forderungen nach Herdenschutzmaßnahmen.
Gleichwohl hat auch der Herdenschutz nach Hartelts Worten Grenzen und löst nicht alle Probleme. Zäune allein könnten keine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung sichern, stellte der Umweltbeauftragte klar und warb bei der Politik um Berücksichtigung dieser reellen Herausforderung.
Politik steht in der Verantwortung (weiterlesen)
Foto: Wikipedia
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Immer mehr Rudel - Mahnfeuer gegen falsche Wolfpolitik am 30. September
Alle Warnungen von anerkannten Wissenschaftlern aus der Wolfsforschung werden ignoriert. Stattdessen wird an der ungehinderten Ausbreitung der Rudel in eng besiedelter Kulturlandschaft festgehalten.
27.09.2022
Am Abend des 30. September werden Weidetierhalter und Landbewohner in ganz Europa wieder hunderte Mahnfeuer gegen den Wolf entzünden. Die politischen Entscheidungsträger sollen so zur Umkehr bei der Wolfpolitik bewegt werden.
Die Tierhalter fordern, der verhängnisvollen Wolfsentwicklung Einhalt zu gebieten und die nichtregulierte, experimentelle Raubtieransiedlung in einer hochentwickelten Kulturlandschaft zu beenden, zitiert der Bauernverband Niedersachsen Schafhalter Wendelin Schmücker.
„Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden“, erläutert Schmücker, der Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung ist.
Da Wölfe sich nicht nur in Deutschland ausbreiten, würden sie zu einer ernsten Bedrohung für den Fortbestand der artgerechten Weidetierhaltung in ganz Europa, prangert er an. Ein Hauptproblem sei, dass gerade dort, wo Schafherden üblicherweise weiden, etwa auf langgezogenen Deichen, Naturflächen, in Mittelgebirgen oder auf Almen, sich die Tiere nicht effektiv schützen lassen und angreifenden Wolfsrudeln zur Beute fallen, erklärt der Praktiker gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.
Einheitliches Wolfmanagement fehlt (weiterlesen)

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Auslandsjagd: Naturschützer wollen Trophäeneinfuhr verbieten
Mit einem Antrag will der Deutsche Naturschutzring die Trophäeneinfuhr für bestimmte Wildarten verbieten lassen. DJV und CIC wehren sich dagegen.
Kathrin Führes 23.9.2022
Mit einem Antrag an den Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, wollen einige jagdkritische Tierrechtsorganisationen die Trophäenjagd im Ausland für deutsche Jäger erschweren. In dem Antrag, der nun der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden und welcher dann die Bundesregierung zur Handlung auffordern soll, wird gefordert, dass die Einfuhr von Jagdtrophäen von Tierarten, die in den Anhängen der EU-Artenschutzverordnung NR:338/97 enthalten sind, nach Deutschland untersagt wird. Des weiteren will man ein Verbot für die Bewerbung und den Verkauf von Jagdreisen auf bedrohte und geschützte Arten im Internet und Jagdmessen erwirken. Zudem soll sich die Bundesregierung laut des Antrags für die „konsequente Unterstützung globaler Bemühungen zum Schutz bedrohter Arten durch Förderung alternativer, tier- und naturschutzgerechter Einnahmequellen aus nichtkonsumtiver Nutzung für lokale Gemeinschaften“ einsetzen.
Große gesellschaftliche Ablehnung
Trophäenjäger würden in der Regel die größten und stärksten Individuen bejagen, welche für den Fortbestand bedrohter Tierbestände besonders wichtig seien, so die Tierrechtler. Außerdem würde die Trophäenjagd gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstoßen, da der „Erwerb von Trophäen“ keinen „vernünftigen Grund“ zum Töten von Tieren darstellt. Auch würde die Trophäenjagd im Ausland auf große Ablehnung in unserer Gesellschaft stoßen, wird in dem Antrag weiter ausgeführt. (weiterlesen)

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Vogelgrippe-Welle in diesem Jahr stark wie nie
Eine echte Pandemie bei Wildvögeln: Das Infektionsgeschehen hat bei der Vogelgrippe „eine ganz neue Qualität“ erreicht.
Kathrin Führes
23. 9.2022
In diesem grassierte die Vogelgrippe-Welle so schlimm wie noch nie in Deutschland.
Die Vogelgrippe schlägt in diesem Jahr besonders dramatisch zu: Wie Timm Harder, Leiter des Nationalen Referenzlabors für Aviäre Influenza gegenüber der "dpa" berichtet, habe das Infektionsgeschehen „eine ganz neue Qualität“ erreicht. So heftig wie in diesem Jahr habe die Vogelgrippe noch nie im Sommer grassiert. Im gesamten Jahr 2021 lag die Zahl der bestätigten Fälle bei 1300. In diesem Jahr würde es schon 1070 Fälle geben, obwohl der Herbst und Winter bislang noch bevorsteht, wo die Fallzahlen normalerweise am höchsten sind. Hinter jedem Fall können dabei auch mehrere Tiere stehen und speziell Wildvögel können dabei nicht immer vollständig erfasst werden.
Große Pandemiewelle bei Seevögeln
In diesem Sommer habe es besonders an der Nordsee eine große Pandemiewelle die Seevogel-Kolonien erfasst. Die Experten gehen davon aus, dass Zehntausende Vögel, wie etwa Seeschwalben oder Basstölpel, der Vogelgrippe zum Opfer gefallen sind. An der Ostsee würde es sich vor allem um Kormorane und Lachmöwen handeln. (weiterlesen)

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Schnäppchen: Cooles Gadget für Nachteulen: Digitales Nachtsichtgerät bei Aldi im Angebot
15. September 2022
Marinus Martin
Bei Aldi ist ein digitales Nachtsichtgerät im Angebot. Das Gadget fürs Camping, die Jagd oder ein nächtliches Abenteuer im Harten gibt es vorübergehend 150 Euro günstiger.
Bei Aldi im Onlineshop erwarten euch aktuell viele gute Angebote aus dem Outdoor-Bereich. In Kürze gibt es eine praktische Akkuluftpumpe beim Discounter, schon jetzt könnt ihr ein digitales Nachtsichtgerät von Bresser mit einem ordentlichen Rabatt kaufen - ideal zum Campen, Jagen oder für nächtliche Abenteuer in Garten und Natur. (weiterlesen)

Das Bresser Explorer 200RF gibt es aktuell günstig bei Aldi.
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Im Einsatz verletzt: Diensthunde sind beamtenrechtlich keine „Sachen“
Von Oliver Bock
13.09.2022-12:19
Ein Förster hat Anspruch auf Begleichung der Tierarztkosten durch das Land Hessen, wenn sein Jagdhund bei einem Kontrollgang verletzt wird. Das hat nun ein Gericht festgestellt.
Ein Förster hat auch dann Anspruch auf Begleichung der Tierarztkosten durch das Land Hessen, wenn sein Diensthund nicht bei der Jagdausübung, sondern bei einem Kontrollgang verletzt wird. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden rechtskräftig entschieden.
Der Forstbeamte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis war mit seinem Hund auf einem Kontrollgang, als sich dieser von der Leine losriss und an den nahen Bahngleisen von einem Zug gestreift wurde. Dabei erlitt der Hund Verletzungen am Schwanz, deren Behandlung Kosten in Höhe von rund 2000 Euro zur Folge hatte.
Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch
Der Förster wollte das Geld von seinem Dienstherren erstattet bekommen und zog schließlich vor das Verwaltungsgericht. Dessen dritte Kammer gab der Klage statt, weil die Voraussetzungen für einen beamtenrechtlichen Schadensersatzanspruch erfüllt seien. Tiere seien zwar rechtlich keine „Sachen“, doch seien die für Gegenstände geltenden Vorschriften durchaus anwendbar. (weiterlesen)

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Bizarre Amoktour - Treckerfahrer soll Jagd auf Wildschweine gemacht haben
Gleich acht Wildschweine soll ein 22-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Traktor getötet haben. Einem Zeugen zufolge lauerte der Verdächtige den Tieren am Rande eines Maisfelds regelrecht auf.
13.09.2022
Ein Traktorfahrer soll auf einem Maisfeld bei Hagenow absichtlich mehrere Wildschweine totgefahren haben, nun ermittelt die Polizei im Landkreis Ludwigslust-Parchim gegen den 22-Jährigen. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, hat ein Jäger am Montag Strafanzeige gegen den Mann erstattet. Der 22-Jährige soll – nach Angaben des Waidmannes – anscheinend gezielt hinter Schwarzwild hergefahren sein und mehrere Tiere überrollt haben. Nach Angaben des Jägers sollen am Montag acht Wildschweine dabei verendet sein. Die Hagenower Polizei habe die Angaben noch nicht genau prüfen können. (weiterlesen)

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Wolfgang Sehnert neuer Bundesmeister aller Klassen
13.9.2022
Mannschaftstitel geht erneut nach Rheinland-Pfalz.
Im nordrhein-westfälischen Buke trafen sich vom 7. bis 10. September die qualifizierten Schützen zur Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Rund 600 Teilnehmer maßen und verglichen sich in den Disziplinen der Büchse, Flinte und Kurzwaffe. Am Ende des Turniers stand allen voran Wolfgang Sehnert. Der Jäger aus Rheinland-Pfalz wurde an seinem 68. Geburtstag mit 340 Punkten zum Meister aller Klassen ernannt. Neben einem fehlerfreien Lauf zum Bundesmeister an der Flinte sicherte er sich auch den Titel in der großen Kombination durch 524 erzielte Punkte mit Lang- und Kurzwaffen. In der Gesamtwertung gingen Silber an Andreas Thölking (338 Punkte) und Bronze an Bjarne Meinecke (335 Punkte). Bundesmeister an der Büchse wurde Roland Ueckermann aus Brandenburg mit 196 von 200 Ringen, das Kurzwaffenschießen ging an Günter Heinbockel (193 Punkte) aus Niedersachsen. (weiterlesen)

Zu seinem 68. Geburtstag schenkte sich der Jäger gleich 6 Titel.

