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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Sassens Jagdrevier: Ein Ostfriese auf Beutezug

26.12.2022
Nirgends ist die Jagd so schwierig, wie auf dem platten Land. Da es an der Küste kaum Wald gibt, finden Tiere hier selten Deckung und sind ständig auf der Hut. Ohne Sichtschutz können sie Menschen zudem schon kilometerweit sehen und machen sich bei Gefahr frühzeitig aus dem Staub. Die Ostfriesen schleichen sich daher häufig durch ihre Wassergräben an die Beute an. Mehrere Wochen durfte SPIEGEL TV-Autor Markus Grün Jörg Sassen im Jahr 2005 bei der hohen Kunst der Pirsch beobachten. In dieser Zeit versuchte der passionierte Jäger außer Rehen, auch Wildgänse, Steinmarder und ostfriesische Feldhasen auf freier Wildbahn zu überlisten.

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Wildgänse lange gestresst von Silvesternacht

28.12.2022

Konstanz - Feuerwerk sieht zwar schön aus, doch die pfeifenden Raketen und der Feinstaub bedeuten gerade für die Tierwelt Stress.

Forschende des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Konstanz und des Niederländischen Instituts für Ökologie haben sich acht Jahre in Folge angeschaut, wie sich Silvester auf Wildgänse auswirkt. Dafür wurden Vögel mit GPS-Sendern ausgestattet. Die Ergebnisse zeigen: Das Feuerwerk beeinflusst die Tiere länger als nur eine Nacht.

Die Bewegungsdaten von 347 Gänsen in Norddeutschland, Dänemark und den Niederlanden wurden laut der Studie ausgewertet - jeweils im Zeitraum vom 19. Dezember bis zum 12. Januar. Demnach flohen die Gänse in der Silvesternacht pünktlich um Mitternacht von ihren Schlafgewässern und flogen in Gebiete mit weniger Menschen. Die Nachtruhe der Tiere wurde um zwei Stunden verkürzt. Die Feinstaubbelastung über ihren Ruhezonen stieg um bis zu 650 Prozent.

Sie flogen den Forschern zufolge bis zu 16 Kilometer weiter und bis zu 150 Meter höher als üblich. In Einzelfällen wurden auch extreme Distanzen von mehr als 500 Kilometer zurückgelegt. Von den Strapazen erholten sich die Tiere den Auswertungen nach nur langsam.   (weiterlesen)

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Prozess um Fuchsjagd - Umstrittene Hundeausbildung vor dem Aus!

„PETA” erstattete 110 Anzeigen

Von: MARKUS BREKENKAMP
26.12.2022
Lemgo – Dieser Prozess könnte das Aus für eine seit Jahren umstrittene Art der Jagdhundeausbildung in Deutschland bedeuten!

Das Amtsgericht Lemgo hat sich mit dem Betrieb einer sogenannten „Schliefenanlage” in Lemgo-Voßheide beschäftigt. In dem Strafverfahren gegen Betreiber Ralf H. (64) aus Kalletal geht es um Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Zentrale Frage: Werden Füchse bei der Hundeausbildung unnötig in Todesangst versetzt?

Über 100 „Schliefenanlagen” gibt es in Deutschland. Dort werden Jagdhunde (meist Dackel oder Terrier) zur Jagd auf Füchse ausgebildet. Dazu wird ein Fuchs mit Stöcken in ein künstliches Tunnelsystem in einen unterirdischen Käfig getrieben. Danach müssen die Hunde den Fuchs aufspüren und aufscheuchen, bis er aus der Höhle flüchtet und quasi vor die Flinte des Jägers gehetzt wird.

Seit Jahren ist die Ausbildungsart umstritten. Tierschützer der Organisation „PETA” sehen darin einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil die Füchse unnötig in Todesangst versetzt werden und die Hunde unter der Erde unter Stress geraten. Deshalb erstattete „PETA” bundesweit 110 Strafanzeigen.
In Lemgo begann nun der erste Prozess, der richtungsweisend sein könnte. (weiterlesen)

In „Schliefenanlagen” werden Hunde auf die Fuchsjagd trainiert. Ein Gitter verhindert Bisskontakt (Symbolfoto)
Foto: H. Schindl / Rheinisch Westfälischer Jäger
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Weniger Nachwuchs: Klimakrise trifft Schwedens Elche

23.12.2022

Elche gehören zu Schweden wie Zimtschnecken und Abba. Doch die Klimakrise geht nicht spurlos an den Tieren vorbei. In Südschweden könnte es immer weniger von ihnen geben. Und das ist nicht die einzige Folge.

Stockholm - Über den verschneiten Dächern Stockholms ragt das Geweih von Zilke in die Höhe. Älvira liegt zwischen Tannenzweigen im Schnee. Der Elchbulle und die Elchkuh leben im Freilichtmuseum Skansen, von dem man einen umwerfenden Ausblick auf die verschneite schwedische Hauptstadt hat. Bei den frostigen Temperaturen zur Winterzeit fühlen sich die Elche besonders wohl.

Doch die Temperaturen steigen. Der Klimawandel macht auch vor dem tendenziell kühlen Skandinavien nicht Halt. In Schweden ist es nach Angaben der meteorologischen Behörde SMHI seit Ende des 19. Jahrhunderts fast zwei Grad wärmer geworden. Das hat auch Folgen für die Elche, die man in Deutschland mit Schweden verbindet wie Pippi Langstrumpf, Abba und Ikea.

Anders als ihre Artgenossen in freier Wildbahn leben der dreijährige Zilke und die ein Jahr jüngere Älvira in Skansen zwar geschützter, ohne Feinde und Futterneid - doch vor der Klimakrise kann sie keiner so einfach bewahren. „In Schweden haben wir Auswirkungen auf die Elchpopulation gesehen“, sagt ihr Pfleger Victor. Gerade sommerliche Hitzewellen, wie sie vor allem der Süden des Landes in den vergangenen Jahren mehrmals gesehen habe, täten den Tieren nicht gut. (weiterlesen)

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Futterkrise wegen Jagdverbot! Bauer Hero Schulte gewinnt Musterprozess gegen das Land - Dieses Urteil wird GANS teuer

Revoluzzer-Landwirt Hero Schulte (50) wird für seine Futter-Verluste durch Gänse nach langem Ringen vom Land Niedersachsen entschädigt

Von: HANS BEWERSDORF
22.12.2022
Leer – Dieses Urteil ist ein Gans großer Sieg. 75 000 Euro hat sich Landwirt Hero Schulte aus Weener in Ostfriesland vom Land Niedersachsen erstritten. Als Entschädigung, weil Gänse ihm die Weiden kahl gefressen haben – und er sie nicht schießen darf!

Rund um Schultes Hof (100 Milchkühe) im Rheiderland ist das Problem überall sichtbar: Tausende Gänse bevölkern die Weiden.

„Hunderttausende sind es in Ostfriesland“, korrigiert Schulte. „Und es werden jährlich etwa 10 Prozent mehr.“ Grund dafür sei ein striktes Jagdverbot, wie es in anderen Bundesländern nicht existiert.

Seit Langem klagen Bauern und Jäger über massive Verluste beim Futter. Schulte, der auch 2. Vorsitzender des Friesischen Naturschutzverbandes (FVN) ist: „Die Gänse fressen hier jeden Tag zwei Lkw Futter (Gras, d. Red.) im Rheiderland weg. Alle sechs Wochen bekomme ich deshalb 30 Tonnen Mais aus Mecklenburg-Vorpommern zum Nachfüttern.“ Teuer und nicht nachhaltig!  (weiterlesen)

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Nouripour unterstützt Pläne zur Verschärfung des Waffenrechts

19.12.2022

Berlin - Er erinnerte am Montag in Berlin daran, dass unter den Beschuldigten der jüngsten Razzia gegen so genannte «Reichsbürger» auch Waffenhändler waren. Die aus Bad Soden am Taunus stammende Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) treibt nun Pläne für verschärfte gesetzliche Regelungen zum Waffenbesitz voran.

«Das kann nicht sein, dass jemand einen Waffenschein bekommt und dann nach Regelabfrage des Verfassungsschutzes in Anführungsstrichen sauber aussieht», sagte Nouripour. «Drei Jahre später ist die Person möglicherweise in einer terroristischen Organisation, und es ist nichts passiert.» Es brauche eine regelmäßige Überprüfung, ob jemand geeignet sei, Waffen zu tragen, und ob auch weiterhin ein Bedarf dafür bestehe. Zudem müsse die Zusammenarbeit der Ämter für Verfassungsschutz und der lokalen Behörden, die für Genehmigungen zuständig sind, verbessert werden.

«Es geht überhaupt nicht darum, dass wir jetzt an die Sportschützen rangehen», betonte Nouripour. «Es geht darum, dass gerade diejenigen, die diese Republik nicht wollen, nicht auch noch Waffen in die Hand bekommen dürfen, erst recht nicht auf legalem Weg.»  (weiterlesen)

Grünen-Chef Omid Nouripour ist für eine Verschärfung des Waffenrechts.

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Neuzeitliche Betrachtungen der Jagd – Eine Videoreihe

Wir haben im Auftrag es Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und in Zusammenarbeit mit dem Schwarzwildkompetenzzentrum Thüringen, André Kranert und Karsten Schmidt eine Videoreihe zum Thema “Neuzeitliche Betrachtungen der Jagd” erstellt.

 

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Aus dem Revier auf den Teller - Neuzeitliche Betrachtungen zur Jagd

Der Name "Aus dem Revier auf den Teller" verrät eigentlich schon sehr deutlich, worum es geht - Jagd bietet uns die Möglichkeit, ein hochwertiges ökologisches Lebensmittel zu gewinnen und zu etwas ganz Besonderem zu veredeln.

Unsere Gesellschaft ist in Bezug auf die Jagd oftmals gespalten. Die einen schreien "Tiermörder", die anderen stellen konkrete Forderungen auf, was die die Aufgaben der Jagd in unserer Gesellschaft betrifft. Der Jäger wird dabei schnell zum Spielball zwischen den Fronten. Umso wichtiger ist es für die Jagd ein vernünftiges Image aufzubauen und auch zu pflegen.

Der Jäger nimmt mit dem Abschuss eines Tieres ein Leben. Dies sollte stets nur aus vernünftigem Grund geschehen. In diesem Zusammenhang gebietet es der Respekt vor dem Lebewesen, das Leiden des Tieres auf ein Minimum zu beschränken, sauber zu jagen, um im Anschluss eine umfängliche Verwertung zu gewährleisten. Das so gewonnene Wildbret lässt sich zu hochwertigsten Produkten veredeln. Nur so kann Jagd in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz erfahren. In Schießorgien "zerschossene" Tiere, die allenfalls nur noch minderwertige Fleischqualitäten bieten, tragen zu einem positiven Image der Jägerschaft jedoch keinesfalls bei.

Weitere Informationen findet ihr auf www.wasserweidewald.de

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Halbautomaten-Verbot und Reichsbürger-Entwaffnung?!

Bundesinnenministerin Faeser eröffnet offiziell die nächste Runde der Waffenrechtsnovelle

Marburg/Berlin: Seit Wochen steigert sich die mediale Präsenz zum Thema Waffen. Ob Schreckschusswaffen, Report-Mainz, Kleiner Waffenschein, Extremisten - die Taktung stieg kontinuierlich an, bis zum kürzlichen Höhepunkt, dass Bundesinnenministerin nun Reichsbürger, Staatstreich, Beweislastumkehr bei Beamten und Halbautomaten-Verbot zeitgleich jongliert. Einen kleinen Einblick findet man auf Twitter: https://twitter.com/NancyFaeser/status/1603078680674275335.

Dass das Waffenrecht in dieser Legislaturperiode wieder einmal verschärft werden soll, steht ja bereits im Ampel-Koalitionsvertrag auf Seite 108. Die gute Nachricht von dort: "Die weit überwiegende Zahl der Waffenbesitzer... ist rechtstreu." Die schlechten Nachrichten - in Verbindung mit der medialen Berichterstattung:
SRS-Verkauf nur noch mit KWS
Warum es der Sicherheit dienen soll, dass Käufer zukünftig einen KWS beim Erwerb vorzeigen müssen, erschließt sich den Experten nicht. Einzig der Schwarzhandel (also Kauf ohne KWS im Privatbereich) wird explodieren. Straftaten mit solchen Ideen verhindern? Wohl sicher nicht. Wir sind gespannt, was die Regierung über die geschätzten 10 Mio. bis 20 Mio. SRS Waffen denkt, die sich in Privatbesitz so tummeln (ob funktionsfähig oder nicht)? Altbesitzstandsregel? Registrierung? Sicher ist auf jeden Fall: Leiden werden die Waffenbehörden, die bereits heute oftmals ihrem Tagesgeschäft nicht nachkommen, da chronologisch unterbesetzt!

Verbot halbautmatischer Waffen

Ob hier nur Langwaffen oder auch Kurzwaffen gemeint sind? Ob alle Halbautomaten gemeint sind oder nur bestimmte Typen? Wir erinnern uns noch an den uralten ehemaligen Anscheinsparagraphen. Wird es beim Waffenrecht wie in der Mode: Alles kommt irgendwann wieder? Das wäre furchtbar - für Besitzer wie auch Hersteller und Handel. Denn eines wird ein solches - wie auch immer geartetes - Verbot nicht: Straftaten verhindern oder vermeiden.
Abfragen von anderen Behörden (bessere Entwaffnung von Extremisten/Reichsbürgern)  (weiterlesen)

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Was wäre, wenn es keine Jagd mehr gäbe?

In überhitzten Debatten rund um die Jagd kommt die Forderung regelmäßig wie aus der Pistole geschossen:
Das Jagen solle gänzlich verboten werden – zum Wohl der Tiere.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur Wien informiert dieser Beitrag:

Warum gerade die Jagd Tierbestände rettet – und was sie zur Artenvielfalt wirklich beiträgt.

Was wäre wenn…
es die Jagd nicht mehr gäbe?

Eine Welt ohne Jagd, das klingt für manche Menschen wie: eine Welt ohne Krieg, eine Welt ohne Hunger, eine Welt ohne Armut. Kurz: nach dem wiedergewonnenen Paradies, das frei ist von allem menschengemachten Bösem. Einziger Haken: Im Gegensatz zu Krieg, Hunger, Armut und allen anderen Übeln dieser Welt braucht unser Planet die Jagd. Das sagen WissenschafterInnen, ExpertInnen und alle, die sich hauptberuflich mit dieser Thematik beschäftigen.

Warum braucht es die Jagd also?
Und was wäre, wenn es sie nicht gäbe?


Von der Jagd zum Management

Bevor wir zu den Fakten kommen, lohnt es sich, diese Fragen kurz aus einer sprachlichen Perspektive zu betrachten. Das Wort Jagd hat seine etymologische Wurzel im althochdeutschen Verb „jagon“, was so viel bedeutet wie: „schnell verfolgen, hetzen, fangen oder erlegen, suchen, eilen“. Hier handelt es sich also um eine Begriffswelt, die naturgemäß in die Jahre gekommen ist. Natürlich: Vor über tausend Jahren bestand die Jagd notgedrungen mitunter aus „schnell verfolgen, hetzen“ et cetera.

Schließlich standen JägerInnen so gut wie keine technologischen Hilfsmittel zur Verfügung, um bestimmte Tiere so schonend zu erlegen, wie das heute der Fall ist. Es ist nicht zuletzt der Erfindung des Gewehrs zu verdanken, dass JägerInnen Tiere schonend erlegen und damit waidgerecht jagen können. Verfolgt, gehetzt, gefangen und gequält werden die Tiere bei der Jagd also schon längst nicht mehr. Deswegen macht seit einiger Zeit auch ein neues Wort die Runde, das da lautet: „Management“. (weiterlesen)

 

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