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Der Fischotter erobert Deutschland zurück – nicht allen passt das
Während sich Naturschützer über die Wiederansiedlung der Fischotter freuen, sorgt sich die bayerische Teichwirtschaft um ihre Fischbestände. Droht die gleiche Debatte wie beim Wolf?
Von Marina Weishaupt 25.11.2022
Ihr warmes Fell ist nur ein Grund, weshalb es dem Fischotter im 19. Jahrhundert systematisch und wortwörtlich an den Kragen ging: Otterpelze waren in Mode. Auch das Fleisch der Tiere war heiß begehrt. So durfte während der Fastenzeit – neben Fisch – auch Otter verspeist werden, der von der Kirche aufgrund seines Lebensraums damals als „Fisch“ deklariert wurde. Gleichzeitig waren die Fischer nicht gut auf den scheinbaren Fischräuber zu sprechen. Die Jagd auf das Tier wurde mit Prämien belohnt – nur wenige Bestände überlebten.
Mittlerweile kann der eurasische Fischotter aber langsam wieder aufatmen. Seit einiger Zeit vermehren sich die hochgradig bedrohten Tiere hierzulande wieder. Die Freunde der begnadeten Schwimmer freuen sich über die Verbreitung. Der Fischerei hingegen sind sie ein Dorn im Auge. Die altbekannte Sorge um die Fischerträge kommt wieder auf. Zu Recht?
Mehr Fischotter: Hoffnungsträger Bayern
Während es in den westlichen Bundesländern nach wie vor eher schlecht um sie steht, scheinen sich die Fischotter vor allem in Bayern zu erholen. Ausgehend von einem kleinen Restbestand im Bayerischen Wald, aber auch über Bestände, die über die Grenzen zu Österreich und Tschechien zu uns gelangen, breiten sie sich seit etwa dreißig Jahren wieder langsam aus. Wenn auch nicht ganz so schnell, wie erhofft. (weiterlesen)

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Mühlheimer Jäger warnt vor wachsender Wolfspopulation: „Ist kein Schmusetier“
25.11.2022
Von Jan Lucas Frenger
Der Mühlheimer Jäger und Buchautor Stephan-Harald Voigt warnt vor der stetig wachsenden Wolfspopulation und fordert Regulierung. Eine Expertin gibt derweil Entwarnung.
Mühlheim/Wiesbaden – Er ist Stoff zahlreicher Legenden und Sagen, als äußerst intelligenter Jäger bekannt und fühlt sich mittlerweile auch in hiesigen Wäldern wieder pudelwohl: der Wolf! Seit sich vor rund zwei Jahren das erste Weibchen in Hessen niedergelassen hat, ist die Population der Raubtiere laut dem Wolfszentrum am Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden kontinuierlich gestiegen.
Während Naturschützer und Umweltverbände diese Entwicklung bejubeln, sorgt das Thema insbesondere bei Haltern von Weidetieren für Zähneknirschen. Sie fürchten, dass bei wachsender Population auch die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere zunimmt. Nicht wenige fordern daher, die Ausbreitung in Form von aktiver Bejagung zu kontrollieren – so auch Stephan-Harald Voigt.
Der 63-jährige gebürtige Offenbacher hat sich als passionierter Jäger und Naturfreund intensiv mit der Rückkehr der Wölfe beschäftigt. 2020 veröffentlichte er mit „Die Wolf Armee Fraktion“ sogar einen Roman, der sich der Thematik widmet. In dem Buch beleuchtet der ehemalige Polizist, der seit 2008 in Mühlheim wohnt, beide Seiten des Artenschutzes – er selbst hält den Wolf für schützenswert, spricht sich jedoch für eine Steuerung der Population aus. (weiterlesen)

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Wann sind Kurzwaffen auf der Jagd sinnvoll? – Das sagt ein Experte
Die Kurzwaffe ist in der Jägerschaft ein viel diskutiertes Thema. Ich habe mit einem Schießausbilder über das Werkzeug gesprochen.
Phil Kahrs
25. NOVEMBER 2022
Für die Kurzwaffe gibt es auf der Jagd verschiedene Einsatzbereiche.
Für die einen ist sie auf der Jagd überflüssig, die anderen wollen sie beim Waidwerken nicht mehr missen: die Kurzwaffe. Wie bei allen Werkzeugen kommt es auch bei der Kurzwaffe auf den Kontext an, in dem sie eingesetzt wird. Schießausbilder und Jäger Christian Bender erklärt im Interview, wo bei der modernen Jagd die Kurzwaffe ihre Berechtigung hat.
PIRSCH: Christian, viele Jäger verteufeln die Kurzwaffe. Was denkst Du über sie im jagdlichen Kontext?
Christian Bender: Die Kurzwaffe ist eine von mehreren Waffen, die dem Jäger zur Ausübung seines Waidwerkes zur Verfügung stehen. Sie ist als unterstützendes Werkzeug zu verstehen, welches zur Problemlösung in Situationen eingesetzt werden kann, wenn der Einsatz der Langwaffe als unserem Primärwerkzeug nicht möglich oder zu gefährlich ist. Somit hat sie sowohl ihre Berechtigung als auch ihre Notwendigkeit im Werkzeugkoffer von uns Jägern. Eine Ausnahme stellt hier die Fallenjagd dar, bei der meist kleinkalibrige Kurzwaffen als Werkzeug zum Einsatz kommen. Die Kurzwaffe reiht sich außerhalb der Fallenjagd also zwischen anderen Werkzeugen wie dem Jagdmesser und der Saufeder ein.
PIRSCH: Wie könnte eine Situation aussehen, in der der Einsatz der Kurzwaffe die beste Wahl wäre?
Christian Bender: In solch einer Situation ist vorher immer etwas schiefgelaufen. Beispielsweise ist es zu einem Wildunfall gekommen oder – im schlimmsten Fall – kommt es zu einer Notwehr- oder Nothilfesituation. (weiterlesen)

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Schutz vor dem Wolf: Der Ball liegt jetzt bei der Kommission
Josef Koch
24.11.2020
Mehrheit im EU-Parlament fordert die EU-Behörde zum besseren Wolfsmanagement auf.
Straßburg Das EU-Parlament erhöht den Druck auf die EU-Kommission, die europäische Wolfsstrategie auf neue Füße zu stellen. Am Donnerstag (24.11.) hat das Parlament dazu eine Resolution verabschiedet. Die Grünen indes sehen dadurch den Schutz gefährdeter Tiere ausgehöhlt.
In dem Entschließungspapier geht es der Mehrheit der Parlamentarier um den Schutz der Nutztiere vor Wölfen und anderen großen Beutegreifern. „Unsere Forderungen lösen das Problem zwar nicht, sie sorgen aber dafür, dass sich die EU-Kommission mit dem Thema befassen muss“, ist der Südtiroler EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann überzeugt. Er hofft nun, dass es endlich zu einem Umdenken komme.
Forderung 1: Neue Wolfsstrategie
In ihrer Resolution geht es vor allem darum, die EU-Organe – allen voran die Kommission – zu einer Neubewertung der EU-Wolfstrategie zu bewegen. Dafür gilt laut Dorfmann aufzuzeigen, dass der Wolf dank der Schutzmaßnahmen der letzten Jahrzehnte nicht mehr vom Aussterben bedroht ist. Dazu fordert das Parlament ein grenzüberschreitendes Monitoring. (weiterlesen)

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"Für mich bleibt das Ganze ein extremer Widerspruch" - „Hundeprofi“ Martin Rütter legt sich mit Hobby-Jäger an
21.11.2022
In der neuen Folge von "Der Hundeprofi unterwegs" zeigte Martin Rütter, wie viel Verständnis er für Jäger hat, die sich tote, präparierte Tiere als Trophäen an die Wand hängen: Null.
Auf seiner besonderen VOX-Mission besucht Martin Rütter Tierpräparatorin Uschi Hänel, die von der Hauskatze über den Papagei bis zu Wild alles für die Ewigkeit präpariert, was ihr die Kunden bringen - so wie der Jäger, der sich von der Expertin einen selbst geschossenen Rehbock hat präparieren lassen. "Das ist mein erstes Stück Wild, was ich erlegen durfte nach Bestehen meines Jagdscheins", präsentiert der Mann stolz und begeistert seine Trophäe: "Wunderschön, super!", sagt er und streichelt über den Rehbockhals.“
Ein Verhalten, für Martin Rütter kein Verständnis hat. "Du gehst jetzt da hin und streichelst den, aber trotzdem schießt du den über den Haufen, das ist doch komisch?", fragt er den Jäger. Der lässt sich nicht irritieren: "Ich stehe mit einer Ehrfurcht vor ihm! Dieses Stück Wild hat sein Leben für mich gegeben." Daraufhin wir er vom Hundeprofi sarkastisch verbessert: "Ja, aktiv gegeben ja nicht. Du hast es genommen!"
HUNDEPROFI RÜTTER LÄSST SICH VON DEN ARGUMENTEN DES JÄGERS NICHT ÜBERZEUGEN
Rütter stellt klar, dass jemand, der Fleisch isst, aus seiner Sicht auch Fleisch schießen kann, doch damit ist die Diskussion für ihn nicht erledigt: "Ich verstehe das für mich nicht", sagt er und wendet sich erneut an den Jäger: "Den Nervenkitzel, den du hast, bezahlt der ja mit dem Leben." (weiterlesen)

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Federspiel mit Drohne: Jungfalken-Jagd-Training im Allgäu
21.11.2022
Die Jungfalken der Falknerehepaars Leix aus Dietmannsried bei Kempten sollen das Jagen lernen. Dafür nutzen sie auch eine ungewöhnliche Methode - eine Drohne. Doch die neue Trainingsmethode ist noch in der Testphase.
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Deutschland: Nutria breitet sich aus
21. November 2022
Der Deutsche Jagdverband hat aktuelle Monitoringdaten zur Nutria veröffentlicht. Demnach breitet sich der kleine Nager in Deutschland unaufhaltsam aus. Aktuellen Monitoringdaten zufolge hat sich der Anteil der Jagdreviere in Deutschland mit Nutriavorkommen im Zeitraum 2015 bis 2021 von 20% auf 44 Prozent vergrößert und damit mehr als verdoppelt!
Besonders weit verbreitet sei die Nutria inzwischen in Nordrhein-Westfalen: „Waren es 2015 ein Drittel Jagdbezirke mit Vorkommen, meldeten 2021 knapp zwei Drittel das südamerikanische Nagetier“, so der Deutsche Jagdverband (DJV) zu den Daten aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD). Grundlage sei die flächendeckende Erfassung, an der sich 2021 fast 22.000 Reviere über die Wildtiererfassungsprogramme der Länder beteiligt hätten. Das entspreche 35 Prozent der Jagdbezirksfläche Deutschlands. Werte aus Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein hätten nicht oder nur teilweise vorgelegen. (weiterlesen)

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Produktinformation: Ein Outdooronlineversand für Angler und Jäger stellt sich vor
Everwald ist ein Familien Projekt und soll unsere Hobbys mit unserem Berufsleben verbinden.
Unser Team besteht aus leidenschaftlichen Jägern, Anglern und Outdoorenthusiasten. Vom Jagen in Afrika, Angeln in Norwegen bis zum Wandern national und international, haben wir alles erlebt. Wir sind bereits seit Jahrzehnten im Handwerk selbständig uns suchen nun eine neue Herausforderung. Wir von Everwald möchten mit unserem Shop Ihr Ansprechpartner und Händler in den Bereichen Outdoor, Jagd und Angeln werden. Gerade Skandinavische Produkte und hochqualitative Produkte sollen zu unserem Aushängeschild werden.
Uns ist wichtig, nur Produkte an unsere Kunden zu vertreiben, hinter denen wir stehen können. Da unser Hobby und Leidenschaft mit Natur & Tier Hand in Hand gehen, sehen wir es als unsere Aufgabe diese zu schützen!
Wir werden mit unserem Shop Teil eines Naturschutzprojektes und setzen auch bei Versand und Verpackung auf Alternativen, die der Natur guttun.
„Wir brauchen die Natur, jetzt mehr denn je“ -Harrison Ford
Amon Dengs
EVERWALD
Ziegeleistr. 24
31249 Hohenhameln
Deutschland
Tel.: 051284094730
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Homepage: https://everwald.de/

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Geschütztes Wildtier: Erwünscht oder lästig? Immer mehr Fischotter in Deutschland
18.11.2022
Lange war der Fischotter in Deutschland fast ausgerottet, jetzt breitet er sich wieder aus. Naturschützer freut's. Doch Teichwirte fürchten um ihre Erträge
In hohen Gummistiefeln stapft Peter Ertl über die aufgeweichte Wiese. Am Rand eines kleinen Teiches geht er in die Knie und biegt mit der Hand die langen Grashalme zur Seite. "Hier ist Otterlosung", sagt er und deutet auf einige Kotkügelchen. Prüfend betrachtet Ertl das Dickicht am Uferrand. An einer Stelle ist es so zu den Seiten geschoben, dass sich eine Röhre bis zum Wasser bildet. Auch das sei typisch für Fischotter.
Ertl ist einer von vier Fischotter-Beratern bei der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Bayern. Ihn rufen Teichwirte, wenn sie vermuten, dass das geschützte Wildtier in ihren Teichen auf Beutefang geht. Ertl sucht dann nach typischen Spuren, berät die Betriebe und hilft bei Anträgen auf Entschädigung, die das Land Bayern betroffenen Betrieben seit 2016 zahlt.
An diesem Herbsttag ist er bei Familie Bollinger in der Oberpfalz zu Besuch. Ihr Hof liegt idyllisch zwischen sanften Hügeln am Waldrand. Auf der saftig grünen Wiese grasen zwischen Karpfenteichen Milchkühe. Zwei Enten fliegen laut schnatternd davon, als sich Ertl, Anita Bollinger und ihr Vater Michael den Teichen nähern. (weiterlesen)
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