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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Im Einsatz verletzt: Diensthunde sind beamtenrechtlich keine „Sachen“

Von Oliver Bock
13.09.2022-12:19

Ein Förster hat Anspruch auf Begleichung der Tierarztkosten durch das Land Hessen, wenn sein Jagdhund bei einem Kontrollgang verletzt wird. Das hat nun ein Gericht festgestellt.

Ein Förster hat auch dann Anspruch auf Begleichung der Tierarztkosten durch das Land Hessen, wenn sein Diensthund nicht bei der Jagdausübung, sondern bei einem Kontrollgang verletzt wird. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden rechtskräftig entschieden.

Der Forstbeamte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis war mit seinem Hund auf einem Kontrollgang, als sich dieser von der Leine losriss und an den nahen Bahngleisen von einem Zug gestreift wurde. Dabei erlitt der Hund Verletzungen am Schwanz, deren Behandlung Kosten in Höhe von rund 2000 Euro zur Folge hatte.

Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch

Der Förster wollte das Geld von seinem Dienstherren erstattet bekommen und zog schließlich vor das Verwaltungsgericht. Dessen dritte Kammer gab der Klage statt, weil die Voraussetzungen für einen beamtenrechtlichen Schadensersatzanspruch erfüllt seien. Tiere seien zwar rechtlich keine „Sachen“, doch seien die für Gegenstände geltenden Vorschriften durchaus anwendbar. (weiterlesen)

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Bizarre Amoktour - Treckerfahrer soll Jagd auf Wildschweine gemacht haben

Gleich acht Wildschweine soll ein 22-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Traktor getötet haben. Einem Zeugen zufolge lauerte der Verdächtige den Tieren am Rande eines Maisfelds regelrecht auf.

13.09.2022

Ein Traktorfahrer soll auf einem Maisfeld bei Hagenow absichtlich mehrere Wildschweine totgefahren haben, nun ermittelt die Polizei im Landkreis Ludwigslust-Parchim gegen den 22-Jährigen. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, hat ein Jäger am Montag Strafanzeige gegen den Mann erstattet. Der 22-Jährige soll – nach Angaben des Waidmannes – anscheinend gezielt hinter Schwarzwild hergefahren sein und mehrere Tiere überrollt haben. Nach Angaben des Jägers sollen am Montag acht Wildschweine dabei verendet sein. Die Hagenower Polizei habe die Angaben noch nicht genau prüfen können.   (weiterlesen)

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Wolfgang Sehnert neuer Bundesmeister aller Klassen

13.9.2022

Mannschaftstitel geht erneut nach Rheinland-Pfalz.
Im nordrhein-westfälischen Buke trafen sich vom 7. bis 10. September die qualifizierten Schützen zur Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Rund 600 Teilnehmer maßen und verglichen sich in den Disziplinen der Büchse, Flinte und Kurzwaffe. Am Ende des Turniers stand allen voran Wolfgang Sehnert. Der Jäger aus Rheinland-Pfalz wurde an seinem 68. Geburtstag mit 340 Punkten zum Meister aller Klassen ernannt. Neben einem fehlerfreien Lauf zum Bundesmeister an der Flinte sicherte er sich auch den Titel in der großen Kombination durch 524 erzielte Punkte mit Lang- und Kurzwaffen. In der Gesamtwertung gingen Silber an Andreas Thölking (338 Punkte) und Bronze an Bjarne Meinecke (335 Punkte). Bundesmeister an der Büchse wurde Roland Ueckermann aus Brandenburg mit 196 von 200 Ringen, das Kurzwaffenschießen ging an Günter Heinbockel (193 Punkte) aus Niedersachsen.   (weiterlesen)

Zu seinem 68. Geburtstag schenkte sich der Jäger gleich 6 Titel.

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 Zahlt die Versicherung bei Wildschäden im Garten?

Von Lena Hackauf 12. September 2022

Rehe, Wildschweine und Wildkaninchen können im Garten große Schäden verursachen. Doch wer kommt für den Wildschaden im Garten auf? Greift ein Versicherungsschutz?

Auch in Großstädten sieht man Wildtiere immer häufiger in Schrebergärten nach Nahrung suchen. Die Folgen sind kahle Jungbäume, leere Gemüsebeete oder verwüstete Rasenflächen. Jeder Hobbygärtner weiß, dass es kostspielig ist, einen gepflegten Garten zu haben. Wer kommt also für den Wildschaden im Garten auf?

Was fällt alles unter einen Wildschaden im Garten?

Wildtiere gibt es viele in Deutschland: von Wildschwein bis Reh, von Maus bis Maulwurf – sie alle leben in der Wildnis. Unabhängig von der Körpergröße können sie alle für Schaden und Ärger im Garten sorgen. Maulwürfe und ihre Hügel zerstören die emsig gepflegte Rasenfläche – so wie auch Wildschweine auf der Suche nach Nahrung. Rehe knabbern indes die zarte Rinde von jungen Bäumen ab und Wühlmäuse bearbeiten das Gemüsebeet unterirdisch.

Als Wildschaden gelten jedoch nur jene Schäden, die von Wild an landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder privat-gärtnerisch genutzten Flächen entstehen. Wild meint hierzulande jene Tiere, die man jagen kann. Das bedeutet, Schäden etwa durch Wildschweine, Rehe (und anderes Schalenwild), Wildkaninchen und Fasane werden als Wildschaden gewertet. Maulwurf und Mäuse jagt man in den meisten Fällen nicht, sie zählen deshalb nicht dazu.   (weiterlesen)

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Wildschäden: Berechnungen sollten von Experten geprüft werden

Wildschäden sind gerade in einer Zeit, in der landwirtschaftliche Produkte immer teurer werden, besonders ärgerlich. Berechnungen sollten von einem Experten geprüft werden, wie top agrar Österreich Rechtsexperte Dr. Levente B. Nagy erklärt.

07.09.2022  von Roland Pittner Dr. Levente B. Nagy

Kommt es zu Wildschäden, bedeutet es nicht zwingend, dass sich der Landwirt über die entstandenen ­Kosten ärgern muss, denn Jagdausübungsberechtigte haften verschuldensunabhängig für ­Wildschäden (siehe auch Seite 18). Doch trifft dies nicht für jeden Wild­schaden zu und es stellt sich die Frage, ­welcher Schaden nun ersatzfähig ist. Was ist beispielsweise, wenn das Vlies durch über das Feld laufendes Wild ­beschädigt wird?

Eine allgemeine Definition für er­satzfähige Wildschäden sucht man vergeblich, da je nach Bundesland unterschiedliche Definitionen gelten. ­Daraus resultiert, dass durch Wild verursachte Schäden bundesweit sehr ­unterschiedlich ersetzt werden. So sind Wildschäden an Haustieren vom burgenländischen, jedoch nicht vom vorarl­bergischen Landesjagdgesetz umfasst. Trotz unterschiedlicher Auffassungen, sind sich die Landesgesetze be­züglich einer nahezu identen Definition einig: Der Jagdausübungsberechtigte hat die Wildschäden an noch nicht ­eingebrachten Früchten/Erzeugnissen zu ersetzen. Somit können sich Landwirte Wildschäden, die z. B. durch die Schädigung von Maiskulturen entstehen, ersetzen lassen.

Schäden an "Grund und Boden"    (weiterlesen)

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Der Herbst: Die schönste Zeit des Jahres!

Der Herbst ist für mich nicht nur als Jäger, sondern auch als Naturfotograf eine ganz besondere Jahreszeit: Durch den Dunst und Nebel ist das Licht jetzt sehr weich und die Farben wirken sanft und mystisch.

Vor allem morgens und abends, wenn der Rotanteil des Lichtes hoch ist, bieten sich überall in der Natur tolle Fotomotive.

Wenn Ihr die natürliche Stimmung Eurer Fotos erhalten wollt, solltet Ihr unbedingt die Aufnahmefunktion Eurer Kamera, zusätzlich zum Jpeg-Format, auch für das RAW-Aufnahmeformat einstellen. Jpeg ist ein sehr Speicherplatz-schonendes Fotoformat, bei dem die Kamera ein Schönwetter- Idealbild automatisch errechnet und abspeichert. Dabei wird oft der Bildkontrast erhöht und der Dunst im Bild elektronisch herausgefiltert: Die tolle Herbststimmung geht verloren und lässt sich kaum wieder herstellen.  (weitere Herbstfotos)

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Deutsche Waldtage vom 16. - 18. September 2022

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Waldinteressierte,

initiiert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finden vom 16. bis 18. September 2022 die vierten Deutschen Waldtage statt.

Unter dem Motto „Biologische Vielfalt erleben“ laden Forstleute, Waldbesitzende, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger am dritten Septemberwochenende zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und der Dialog über die „Biologische Vielfalt im Ökosystem Wald“ sowie der Schutz der Biodiversität und somit auch der verschiedenen Funktionen und Leistungen des Waldes im Mittelpunkt.

Die Deutschen Waldtage werden vom BMEL gemeinsam mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und dem Deutschen Naturschutzring (DNR), den beteiligten Ländern, Kommunen sowie privaten Waldbesitzern getragen.   (weiterlesen)

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Eisbärenjagd: Tierrechtsorganisation fordert das Ende

Eine Tierrechtsorganisation fordert das Ende der Jagd auf Eisbären. Doch das verletzt die festgesetzten Völkerrechte der Inuit.
Leonie Engels5.9.2022

Wie aus einer Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) Mitte August herausgeht, fordert in Hinblick auf die kommende internationale Artenschutzkonferenz (CITES) in Panama eine Tierrechtsorganisation das Ende der Jagd auf Eisbären.

Koloniale und moralische Vorstellungen schaden indigenen Gemeinschaften

Dr. Victoria Qutuuq Buschman von der Universität Alaska äußerte sich in einem Schreiben an den Internationalen Jagdrat (CIC) wie folgt zu dieser Forderung: „Den Versuch, die Eisbärenjagd zu verbieten, halte ich für fehlgeleitet. Jedes Verbot, das indigenen Völkern die Ausübung ihrer Lebensweise erschwert, verstößt gegen die UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker. Die Jagd auf Eisbären ist stark reguliert und findet hauptsächlich in Teilpopulationen statt, die entweder stabil sind oder wachsen. Schutzmaßnahmen sollten auf soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Wissen der Ureinwohner beruhen, aber nicht auf einer vermeintlichen moralischen Überlegenheit.“ Die Artenschutzorganisation WWF schließt sich dieser Sicht an. (weiterlesen)

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Das musst du bei der Rehjagd im Herbst wissen!

Dieses Video zeigt die Jagdwelt von Wild auf Wald. Mit der Forstwirtschaft ist die Jagd einer meiner größten Leidenschaften. Somit sehe ich Jagd und Forst als untrenbar miteinander verbunden.

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Die neue Lust an der Jagd  37 Grad

Die Kurse der deutschen Jagdschulen sind so voll wie nie. Dabei ist die Jagdausbildung langwierig und sehr schwierig. Was ist der Grund dafür, was fasziniert die Menschen an der Jagd?

Silvia musste lange sparen, um sich ihren Wunsch zu erfüllen, Jägerin zu werden. Die Ausbildung zur Jagdprüfung ist anstrengend. Rund acht Monate lang hat sie zweimal die Woche abends Theorieunterricht und fast jedes Wochenende Praxis. "Ich werde Jägerin, weil ich die Natur liebe und sie schützen möchte", erklärt Silvia. Vorsichtig nimmt sie ein Rehkitz auf, um es vor den tödlichen Klingen des Mähdreschers zu schützen und bringt es an den Waldrand, wo es die Mutter finden wird. Jagd-Ausbilderin Jule erklärt in ihrem praktischen Unterricht, dass die Rehe im Mai ihre frisch geborenen Kitze im hohen Gras verstecken und die Kleinen auch nicht weglaufen – der beste Schutz vor Feinden wie dem Fuchs. Doch eben nicht vor dem Mähdrescher. Die angehende Tierärztin ist selbst begeisterte Jägerin. Fleisch aus der Massentierhaltung will sie nie mehr essen, seitdem sie im Studium ein Pflichtpraktikum im Schlachthaus gemacht hat. "Als Jägerin habe ich Ehrfurcht vor dem Lebewesen, das ich erlege", erklärt Jule. Auch Jäger Hermann ist im vollen Einsatz für eine gesunde Balance zwischen Landwirtschaft, Waldbesitzern und dem Wild. Die Anzahl der Rehe, Füchse, Wildschweine, die in einem Revier geschossen werden, bestimmt der Staat, nicht der Jäger. Er versucht, mit Schutzmaßnahmen für Bäume und Äcker die verpflichtende Abschussquote möglichst gering zu halten. "Nicht alle Jäger sehen das so", sagt Hermann. "Einige glauben immer noch, dass möglichst viel Wild zum Schutz der Bäume geschossen werden muss." Alle drei erklären: Sie sind Jäger oder wollen es werden, weil sie die Jagd als aktiven Naturschutz verstehen und den Lebensbereich des Wildes verbessern wollen. 

 

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