Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Nicole Heitzig neue Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen

Hans-Jürgen Thies MdB und Lutz Schorn Vizepräsidenten,  Dr. Peter Bottermann Schatzmeister, Jagdbeitrag ersetzt entfallene Abgabe

Die 48-jährige Volljuristin Nicole Heitzig aus Brilon im Hochsauerlandkreis ist neue Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen. Die Nachfolgerin von Ralph Müller-Schallenberg, der den mit 65.000 Mitgliedern größten Landesjagdverband knapp neun Jahre führte und auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, erhielt 95 Prozent der Stimmen in der am Samstag, den 13. März, online abgehaltenen Mitgliederversammlung, zu der sich mehr als 1.400 Teilnehmer angemeldet hatten.

In das ehrenamtlich tätige Spitzengremium gewählt wurden außerdem die Vizepräsidenten Hans-Jürgen Thies MdB aus Lippetal (Kreis Soest), der dem Gremium bereits angehörte, und erstmals Lutz Schorn aus Bonn. Zum Schatzmeister wiedergewählt wurde Dr. Peter Bottermann aus Gelsenkirchen. Als Repräsentanten der fünf Regierungsbezirke gehören dem LJV-Präsidium durch die Wahl der Mitgliederversammlung ferner an: Jörg Tigges aus Dortmund (Regierungsbezirk Arnsberg), Berthold Antpöhler aus Bad Lippspringe (Detmold), Dr. Christian Kallenberg aus Essen (Düsseldorf), Dr. Heiner Breickmann aus Gangelt (Köln) und Petra Bauernfeind-Beckmann aus Waltrop (Münster). Hauptgeschäftsführer des Landesjagdverbandes an dessen Sitz in Dortmund ist der Volljurist Christof J. Marpmann.  (weiterlesen)

 

 

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Innere Sicherheit

von Florian Asche

„Hy, guys, what are you looking for?“ Der Verkäufer begrüßt uns wie alte Klassenkameraden und rückt auch gleich mit den Kostbarkeiten heraus, die sein Gun-Shop zu bieten hat. Da ist zum Beispiel die neueste Revolverkollektion für die stilbewusste Dame, 38 special, natürlich in pink. Unser neuer Freund vergisst dabei nicht, auf die neue „Ladies Night“ hinzuweisen, ein Programm für betreutes Schießen, nur für Damen, unter sachkundiger Anweisung. Ehemänner und Boyfriends verboten. Keine Machosprüche aus dem Off sollen die Konzentration auf Amerikas liebstes Spielzeug stören, die Schusswaffe. Für das liebe Kindlein bietet man uns ein Gewehrfutteral an, rosa mit schwarzer Aufschrift: „My first Rifle“. Daneben steht ein Sturmgewehr im „Stars and Stripes-Outfit“. Ja, wirklich, wir sind in Amerika. Staunend gehen wir im Laden umher und können es kaum fassen, was uns im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geboten wird.
Kaum ein Staat der zivilisierten Welt hat eine so selbstverständliche Beziehung zum Schießeisen wie die USA. Hierzulande ist der Waffenbesitz als solcher verpönt. Waffen signalisieren, dass ihr Besitzer bereit sein könnte, damit auch zu schießen und das ist per se verwerflich. Bei Soldaten, Polizisten und Jägern wird die Waffe gerade noch hingenommen. Es geht nun mal nicht ohne. Doch Sportschützen und Sammler stehen zunehmend unter Druck. Am liebsten würden unsere Innenpolitiker hier wieder das alte DDR-Prinzip der totalen Kontrolle einführen. Die Freiheit des Bürgers ist für den Sicherheitspolitiker ohnehin überbewertet.
In den USA genießt der Schusswaffenerwerb hingegen den Schutz des zweiten Verfassungszusatzes. An der Supermarktkasse von Walmart kann man deshalb durchaus hören: „Also, das sind 6 Diätcola, zwei Packungen Oreo und eine Remington Gamemaster 30/06. Möchten Sie Munition dazu?“ So radikal wie wir Deutsche in der Ablehnung, so extrem sind die Amerikaner im Zuspruch zur Schusswaffe.  (weiterlesen)

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Natur entdecken: Aus dem Revier auf den Teller - Neuzeitliche Betrachtungen zur Jagd

Heute nun freue ich mich, euch die zweite Dokumentation für dieses Jahr präsentieren zu dürfen. Der Name "Aus dem Revier auf den Teller" verrät eigentlich schon sehr deutlich, worum es geht - Jagd bietet uns die Möglichkeit, ein hochwertiges ökologisches Lebensmittel zu gewinnen und zu etwas ganz Besonderem zu veredeln.

Unsere Gesellschaft ist in Bezug auf die Jagd oftmals gespalten. Die einen schreien "Tiermörder", die anderen stellen konkrete Forderungen auf, was die die Aufgaben der Jagd in unserer Gesellschaft betrifft. Der Jäger wird dabei schnell zum Spielball zwischen den Fronten. Umso wichtiger ist es für die Jagd ein vernünftiges Image aufzubauen und auch zu pflegen.

Der Jäger nimmt mit dem Abschuss eines Tieres ein Leben. Dies sollte stets nur aus vernünftigem Grund geschehen. In diesem Zusammenhang gebietet es der Respekt vor dem Lebewesen, das Leiden des Tieres auf ein Minimum zu beschränken, sauber zu jagen, um im Anschluss eine umfängliche Verwertung zu gewährleisten. Das so gewonnene Wildbret lässt sich zu hochwertigsten Produkten veredeln. Nur so kann Jagd in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz erfahren. In Schießorgien "zerschossene" Tiere, die allenfalls nur noch minderwertige Fleischqualitäten bieten, tragen zu einem positiven Image der Jägerschaft jedoch keinesfalls bei.

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Kitzrettung mit Drohnen: So bekommt man die Fördergelder vom Bund

11.03.2021 Der Bund fördert die Anschaffung von Drohnen zur Kitzrettung mit drei Millionen Euro. Jäger können entsprechende Anträge stellen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) wird künftig den Einsatz von Drohnen zur Jungwildrettung fördern. Wie das BMEL mitteilt, wird das Ministerium für die Anschaffung von Drohnen drei Millionen Euro zur Verfügung stellen. Profitieren davon können u.a. Kreisjägerschaften.

Förderung kurzfristig auf den Weg gebracht

In Deutschland werden Schätzungen zu Folge jedes Jahr rund 100.000 Rehkitze bei der Mahd getötet, erklärt das BMEL. Der Einsatz von Drohnen sei mit Abstand die effektivste Möglichkeit, um Rehkitze zu orten und zu retten. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten würden die Coopter jedoch noch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Daher wurde nun die Förderung kurzfristig auf den Weg gebracht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag hatte sich im vergangenen Jahr maßgeblich dafür eingesetzt, dass dafür ein Posten im Bundeshaushalt 2021 beschlossen wurde. (weiterlesen)

 

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3.500 km über Flüsse und Berge: Luchswanderungen geben Rätsel auf

Die Luchse der Arktis legen gewaltige Entfernungen zurück – obwohl es ihnen an Platz und Nahrung nicht mangelt. Der Grund für diese langen Reisen: unbekannt.

In Alaska, wo das nächste Wildtier nie weit entfernt ist, können die meisten Bewohner eine lange Liste von Tieren aufzählen, die sie selbst schon gesehen haben, von Elchen über Braunbären bis hin zu Füchsen. Aber der Kanadische Luchs ist eine Kategorie für sich. Normalerweise zeigt sich die leise Raubkatze mit den Pinselohren und Schneeschuhpfoten Menschen nur selten.

Doch in Anchorage, der bevölkerungsreichsten Stadt Alaskas, werden die Katzen seit 2020 regelmäßig gesichtet.

„Wenn man sich die Posts in der NextDoor-App und auf Facebook anschaut, sehen die Leute überall Luchse“ in der Stadt, sagt David Saalfeld, ein Wildtierbiologe beim Alaska Department of Fish & Game. Viele Leute seien ihm zufolge überrascht, wie ähnlich die 8 bis 13 Kilogramm schwere Katze ihren eigenen Haustieren ist. Ihr Beutesprung gleich dem einer Hauskatze, und ihr plüschiger Nachwuchs bietet einen entzückenden Anblick.   (weiterlesen)

Ein Kanadischer Luchs ist zwischen den schneebedeckten Weiden im südlichen Yukon Territory in Kanada gut getarnt.

Bild Peter Mather

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Tierschutzaktivisten gegen Entwurf des Jagdgesetzes

11.3.2021 Eine Vielzahl von Jägern haben in den letzten Tagen eine Resolution auf der Petitionswebsite „Change.org“ zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes unterzeichnet.
Die Überschrift der Petition lautet: „Endet das Tierwohl jetzt auch im Wald?“ Die Jägerinnen und Jäger glaubten wohl, dass eine Petition gegen noch höhere Abschüsse von Schalenwild zu unterstützen sei. Kaum jemand hat aber, so scheint es, den länglichen Text zu Ende gelesen. Denn dann wäre aufgefallen, dass sich dort neben durchaus zutreffenden Aussagen eine Vielzahl abstruser Behauptungen findet. Da wird ein totales Artensterben vorausgesagt und behauptet, ein großer Teil der erlegten Rehe werde weggeschmissen und gar nicht verwertet. Unterlassenes und verspätetes Aufbrechen des erlegten Wildes, was Verwerfen als Folge habe, sei auch die Praxis.   (weiterlesen)

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Freiheit von Forschung und Lehre nicht Einzelinteressen opfern

von Rainer Soppa

10. März 2021 Hier Fichtenacker, da Naturwald? Zur Diskussion um einen Studiengang für ökologische Waldwirtschaft haben die mit der forstlichen Ausbildung befassten Hochschulen eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Noch nie hat es einen solchen sichtbaren Schulterschluss aller forstlichen Hochschulen und Universitätsfakultäten gegeben.

Pointierte Marketingkampagne oder hilfreiches Angebot?

Unsere Wälder und die Forstwirtschaft erfahren aktuell eine erfreulich hohe gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit. Die Bilder der weithin sichtbaren Waldschäden infolge des Klimawandels und die entsprechenden Berichte haben sowohl bei politischen Entscheidungsträgern in Deutschland, Europa und der ganzen Welt, als auch in der breiten Öffentlichkeit die ökologische, klimapolitische und bioökonomische Rolle der Wälder deutlich gemacht. (weiterlesen)

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Tatort Wald - Holzraub in den Karpaten

3.03.2021 Horea Petrehus und Gabriel Paun engagieren sich seit Jahren gegen die Abholzung in Rumänien. Sie wollen wachrütteln und vor allem das Bewusstsein für diese Naturressource schärfen. Denn es kommt auch auf uns als Verbraucher an.

Der Umweltaktivist Horea Petrehus engagiert sich seit Jahren gegen die Abholzung in Rumänien, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Der Bildhauer und studierte Förster klagt die in seinen Augen zerstörerische Profitgier der ausländischen Holzindustrie an. Um die natürlichen Wald-Ressourcen besser überwachen zu können, gründete Petrehus den Kinegetischen Verband für die Erforschung der Habitate. Die meiste Zeit verbringt Petrehus aber in der Natur.

Dabei weicht ihm Pedro, ein Hirschkalb, nicht von der Seite. Er hat es als verwaistes Kitz gefunden und groß gezogen. Der Mann mit dem roten Bart kennt den Wald wie seine Westentasche und schlägt Alarm: Lebensräume für Bären, Hirsche, Wölfe, Wildschweine, diverse Vogelarten und viele kleine Lebewesen drohen zu verschwinden.

Auch Gabriel Paun von der Umweltorganisation Agent Green hat sich der Rettung des rumänischen Urwalds verschrieben. Er lauert Holztransporten auf, die ihm dubios erscheinen, und versucht zu belegen, dass der Holzschlag dafür in geschützten Revieren stattfindet. Denn oft fehlen die nötigen Papiere, die jeder Holzhändler eigentlich mit sich führen muss.   (weiterlesen)

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"Neue Ausrottung des Wolfes": Naturschützer kritisieren Kaniber

Die Forderung von Agrarministerin Kaniber, den Wolf in Bayern zu jagen, stößt bei Naturschützern auf Kritik. Kaniber widerspräche ihrem eigenen Ministerium, wiege die Weidetierhalter in falscher Sicherheit und führe das Ausrotten des Wolfes herbei.

Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern reagiert mit Unverständnis auf die Forderung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU), Wölfe künftig leichter töten zu können. In einem Schreiben der Naturschützer heißt es, dauerhaft könnten die Wildtiere nur mit Herdenschutzmaßnahmen wie Elektrozäunen geschützt werden. Die jüngsten Angriffe seien allesamt dort geschehen, wo keine geeigneten Schutzzäune vorhanden waren. Die Anschaffung dieser bekommen Halter von Weidetieren in Revieren von standorttreuen Wölfen zu 100 Prozent gefördert, den Unterhalt allerdings nicht.

BN: "Aktionsplan Wolf" mit Kanibers Ministerium abgestimmt

Aus den erfolgten Rissen eine Notwendigkeit abzuleiten, Wölfe einfacher töten zu müssen, widerspreche zudem den Vorgaben des "Bayerischen Aktionsplans Wolf", so der BN-Landesbeauftragte, Martin Geilhufe.

Der Plan sei seit 2018 Grundlage des bayerischen Wolfsmanagements und in einem langjährigen Abstimmungsprozess unter anderem mit Kanibers eigenem Ministeriums erstellt worden. Darin sei eindeutig geregelt, dass das Töten von Wölfen erst dann möglich sei, wenn andere Maßnahmen zum Herdenschutz nicht mehr griffen. (weiterlesen)

Bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber 

 

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„Waldschutzversprechen“ im Superwahljahr 2021 – Leere Worthülsen?

Die Forderung der Bürger nach effektivem Waldschutz im Superwahljahr 2021 - gibt es in der Politik ein echtes Interesse an sinnvollen Maßnahmen oder ist dort "Waldschutz" nur eine leere Versprechung und Beruhigungspille vor den handfesten Lobbyinteressen der Holzwirtschaft? Ein Anlass, kritische und nicht selten verzweifelte Bürgerberichte aus allen Bundesländern zu kommentieren.

von Susanne Ecker

Bundesweit gehen immer mehr Bürger in die Offensive gegen eine stur als "nachhaltig" proklamierte Forstwirtschaft, die den Bürgerwald vorrangig als Wirtschaftsunternehmen wertet und die Bereitstellung holzwirtschaftlicher Erzeugnisse bewusst und ignorant (weil entgegen höchstrichterlicher Klarstellung) vor die Gemeinwohlfunktionen und den Naturschutz stellt. Unzählige Zuschriften, Einträge in Facebookgruppen und kollektives Aufbegehren erholungssuchender Bürger in den Staats- und Kommunalwäldern untermauern die Befürchtungen, die angesichts massiv durchforsteter und ihrer Altbäume weitgehend beraubter Flächen nicht verwundern. Wald ist zum multifunktionalen Sehnsuchtsobjekt wirtschaftlicher Interessen mutiert, die sich groteskerweise allesamt den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben haben. Also selbst die Vermarkter von sinnlosen Papierverpackungen und Wegwerfartikeln, denen ein FSC Siegel genügt, um sich als Vorreiter im Waldschutz zu vermarkten.   (weiterlesen)

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