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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Umgang mit Raubtieren: Abschuss statt Artenschutz – Bald brechen für den Wolf gefährliche Zeiten an

Von Matthias Kamann

23.3.2025

Wölfe richten enorme Schäden in der Weidetierhaltung an. Nach Jahren strengsten Schutzes wetteifern Bundesländer jetzt darum, wer die Bestände der Raubtiere am schnellsten und wirksamsten reduziert. Selbst die Grünen schreiben sich das Thema auf die Fahne. Über das Vorgehen herrscht aber Streit.

Schon bald nach Amtsantritt der nächsten Regierung dürfte immerhin ein Aufreger-Thema entschärft werden: der Umgang mit Wölfen. Es ist davon auszugehen, dass noch in der ersten Jahreshälfte 2025 die bisher sehr strengen Vorschriften zum Abschuss dieser Tiere in Deutschland gelockert werden. Offen aber ist, wie stark gelockert wird.

Relativ weit soll es nach dem Willen einiger Bundesländer gehen. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben eine entsprechende Bundesratsinitiative schon für die Länderkammer-Sitzung an diesem Freitag eingebracht. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, nach einer Lockerung des Wolfsschutzes auf europäischer Ebene „die erforderlichen nationalen Rechtsänderungen vorzubereiten“, wie es in dem Text heißt. Damit sollen „dringend die Voraussetzungen für ein verantwortungsbewusstes Management des Wolfes auf nationaler Ebene geschaffen werden“. (weiterlesen)

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18.3.2025

Wichtige Änderungen in den Jagdgruppen des Deutschen Jagdportals zum 1.4.2025

von Stefan Fügner

Das unerlaubte Einstellen von Angeboten unseriöser Anbieter von Dienstleistern und das Einstellen von anonymen Jagdpacht- und Begehungsscheinangeboten hat in den letzten Wochen derart zugenommen, dass wir mit sofortiger Wirkung bei der Vermarktung von Begehungsscheinen und Jagdverpachtungen einige strengere Regeln einführen müssen.

Insbesondere in unseren Facebookgruppen und in den Gruppen der Jagdportalcommunity ändern sich die Regeln bei der Veröffentlichung von Jagdangeboten und -gesuchen. Diese Regelungen zur Veröffentlichung treten sofort mit der Einstellung dieses Artikels in den Gruppen in Kraft. Unsere neuen Preisregelungen gelten ab dem 1.4.2025.

1. Anzeigen in den Facebookgruppen: (Regelung tritt sofort in Kraft!)

Immer wieder schleichen sich unseriöse Vertriebler in unsere Facebookgruppen ein, um ihre Produkte zu verkaufen. Besonders zugenommen haben das Einstellen von Jagdangeboten und Jagdpachtübernahmen, um an die Daten von Mitgliedern zu gelangen. Das ständige Prüfen und Löschen unseriöser Angebote nimmt einen mittlerweile nicht mehr vertretbaren Zeitaufwand in Anspruch. Außerdem schadet das Einstellen dieser unseriöser Angebote unserem Anspruch, solide Informationen rund um das Thema Jagdmöglichkeiten im Internet zu publizieren. (weiterlesen)

 

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Der Wandel der Jagd: Von Lebensaufgabe zu Freizeitvergnügen

Die Jagd verändert sich. Als Symbol für Status und Rückzug wird sie heute zunehmend als Freizeitbeschäftigung betrachtet, bei der man sich lieber gelegentlich einladen, als selbst zu investieren und zu hegen.

14.3.03.2025

Früher standen viele Hobby-Jäger auf Wartelisten, um ein Revier zu erwerben.

Es war nicht nur ein Rückzugsort, sondern auch ein Hobby, das man mit den Enkeln teilen und Freunde zur Jagd einladen konnte. Viele Vorkommnisse und wissenschaftliche Erkenntnisse in den vergangenen Jahren haben den Glanz dieser blutigen Tradition stark getrübt.

Immer mehr junge Menschen sehen in den Revieren nicht mehr das, was ihre Eltern, Großeltern und Generationen davor hatten.

Die Umfrage von Werner Beutelmeyer, Jagdexperte und Vorstand des Marktforschungsinstituts Market in Österreich, zeigt den Wandel deutlich. Während 2011 noch 42 % der heimischen Jägerschaft die Jagd als Lebensaufgabe betrachteten, waren es im Herbst 2024 lediglich 14 %.

Lebensstil und Statussymbol

Heute wird die Jagd hauptsächlich als Freizeitbeschäftigung betrachtet, was zu einem geringeren Engagement der Hobby-Jäger führt. Beutelmeyer spricht von einer „Veroberflächlichung der Jagd“. (weiterlesen)

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Regiejagd setzt auf Wald vor Wild

Christoph Boll

Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April werden die meisten Jagdreviere verpachtet bleiben. Gelegentlich aber fragen sich Grundeigentümer als Inhaber des Jagdrechts, ob es für sie besser ist, die Jagd in eigener Regie zu halten

Grundeigentümer und Waldbesitzer halten die Möglichkeit zur eigenen Ausübung des Jagdrechts offensichtlich zunehmend für besser, um die Jagdausübung in eigener Hand oder Regie zu behalten. Besser meint hier in aller Regel beutereicher. Das zielt dabei in erster Linie auf Reh und Hirsch. Hintergrund solcher Überlegungen zur Eigenbewirtschaftung in einer sogenannten Regiejagd sind fast immer Klagen über einen zu hohen Verbiss junger Bäume. Hinzu kommt der in einigen Regionen massive Anbau nachwachsender Rohstoffe und Energiepflanzen wie Mais. Er erhöht das Risiko von Wildschäden besonders durch Sauen massiv.

Bei Neuverpachtungen drängen deshalb viele Pachtinteressenten darauf, die bisher übliche uneingeschränkte Übernahme der Wildschadensersatzpflicht zu begrenzen. Bei einer solchen „Deckelung des Wildschadens“ trägt der Verpächter einen wesentlichen Teil des Risikos. Sie kann in Extremfällen dazu führen, dass etwa Mitglieder einer Jagdgenossenschaft kein Pachtgeld mehr ausbezahlt bekommen, sondern sich flächenanteilig an Umlagen beteiligen müssen, um den Wildschadensersatz zu bezahlen.

Zwei Jagdmodelle stehen sich konträr gegenüber

Jagdrechtsinhaber wissen in aller Regel, dass es nicht möglich ist, einen minimalen Schalenwildbestand zu erreichen und gleichzeitig eine maximale Jagdpachteinnahme zu erzielen.   (weiterlesen)

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Jagd auf den Wolf: Was jetzt zu tun ist

 Josef Koch

7.03.2025

Der Schutzstatus in der Berner Konvention ist gesenkt. Doch das reicht Weidetierhaltern noch lange nicht.

Ab heute (7.3.) ist der Wolf nicht mehr „streng schützt“, sondern nur noch „geschützt“. Zumindest gilt der rechtliche Status in der Berner Konvention, ein internationales Abkommen zum Erhalt der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume. Bereits Anfang Dezember hatte der Ständige Ausschuss der Berner Konvention für den niedrigeren Schutzstatus gestimmt, die Einspruchsfrist ist nun abgelaufen.

Brüssel ist jetzt am Zug

Einer erster Meilenstein ist erreicht. Doch nun müssen EU und die künftige Regierung zügig handeln, um ein aktives Bestandsmanagement zu ermöglichen. Nach Auffassung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) eröffnet diese Neubewertung den Mitgliedstaaten der Berner Konvention größeren Handlungsspielraum beim Regulieren von Wolfsbeständen. Der BBV fordert drei konkrete Schritte: (weiterlesen)

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Vergeben Revierbeteiligung in 7.000 ha Berufsjägerrevier!

Jagdgemeinschaft im Salzburger Land vergibt Jagdmöglichkeit

Es handelt sich um 3 Reviere im Salzburgerland, die jeweils ca. 2.500 ha haben und rund 20 min. voneinander entfernt liegen. Die Reviere liegen auf verschiedenen Höhenlagen zwischen 700-3000 Metern. Damit haben wir perfekte Möglichkeiten geschaffen, um bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit jagen zu können.

In den Revieren befinden sich 2 Rotwildfütterungen und 10 Jagdhütten die von unseren Berufsjägern professionell betreut werden! Wildvorkommen: Rot-, Gams-, Muffel-, Reh- und Steinwild, sowie das Murmel, der Auer- und Birkhahn. (weiterlesen)

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Die Berufsjägerin

In den steirischen Gößgraben führt eine Schotterstraße im Schatten, eine Gams erschrickt vorm herannahenden Auto und springt ab. Hier liegt das Jagdhaus von Baron Mayr Melnhof-Saurau und damit auch der Mittelpunkt von Martina Ferchls Ausbildungsstätte. Bevor sie im Juni ihre Berufsjägerinnenprüfung ablegen darf, muss sie zwei Jahre lang von einem erfahrenen Berufsjäger lernen – und ihr Lehrherr, der seit Jahrzehnten im Revier von Mayr-Melnhof-Saurau tätig ist, weiß genau, worauf es ankommt.

Aufgaben einer Berufsjägerin „Ich habe natürlich eine Weile gebraucht, um mich hier zurecht zu finden,“ sagt Martina, während sie den Geländewaagen über Forststraßen nach oben lenkt. Kein Wunder, das Revier ist immerhin 2600 ha groß, verfügt über 11 Reh- und zwei Rotwildfütterungen, 45 Wildwiesen, 2 Kirrungen, 164 Salzlecken und unzählige Hochsitze und Pirschwege. All das ist hier unter Obhut des Berufsjägers und seiner Auszubildenden.

Konkret heißt das: Ausschneiden, Bauen, Tragen, Mähen, Füttern, Prüfen und – am allerwenigsten – Jagen. Die 164 Salzlecken sind zu einem Teil nur zu Fuß erreichbar, die Wildwiesen nicht mit dem Traktor befahrbar. Martinas Alltag erfordert also vor allem viel Ausdauer und Kraft.

„Der Mittagsschlaf ist eben Pflicht,“ sagt sie auf die Frage, wie lange ein Mensch so etwas aushält. „Die Tage sind im Sommer lange und man muss auf sich schauen.“ Schließlich beginnt die Jagd vor dem Sonnenaufgang und hört erst danach wieder auf. Doch, so sagt sie, kostet ihr das keine Überwindung: „Es war die beste Entscheidung meines Lebens.“ (weiterlesen)

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Begehungsschein Angebot Bayern, Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Begehungsschein in einem landschaftlich reizvollem Bergrevier (Hochwildrevier) im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu vergeben

 Für unser landschaftlich reizvolles Bergrevier im Landkreis Garmisch-Partenkirchen vergeben wir einen entgeltlichen Begehungsschein mit großzügiger Freigabe an einen engagierten, passionierten und waidgerechten Jäger.

Die Hauptwildarten sind Rot-, Gams- und Rehwild. Rotwilderfahrung ist wünschenswert.

Im Revier stehen eine Hütte sowie ein Zerwirkraum zur Mitbenutzung zur Verfügung.

Es wird darum gebeten, dass sich Bewerber dem körperlichen, finanziellen und zeitlichen Aufwand für die Bewirtschaftung einer Hochwildjagd bewusst sind. Alle weiteren Details werden bei Interesse gerne im persönlichen Austausch besprochen.

Wir freuen Uns auf Ihre Bewerbung! (weiterlesen)

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Landwirt will Waffe zum Schutz vor Wölfen: Gericht will Schafe nicht schützen

Ein Landwirt und Schäfer fordert ein Gewehr zum Schutz seiner Schafe vor Wölfen. Er sagt, er könne seine Schafe ohne eine Schusswaffe nicht effektiv schützen. Die örtlich zuständige Waffenbehörde lehnt den Antrag des Schäfers ab. Die Sache geht vor Gericht. Und vor ein Berufungsgericht. Das kam dabei raus.

Ein Landwirt will die Berechtigung zum Besitz, Führen und Verwenden einer Flinte zum Schutz seiner Schafherde vor Wölfen. Er ist Berufsschäfer und sieht seine Existenzgrundlage durch Wolfsübergriffe auf seine Herde gefährdet.

Der Landwirt begründete den Antrag mit der zunehmenden Gefahr von Wolfsübergriffen auf seine Herde, die er anders als durch den Einsatz einer Schusswaffe nicht effektiv verhindern könne. Er müsse sein Eigentum und die ihm anvertrauten Tiere schützen. Es habe schon mehrere Wolfsübergriffe auf seine Herde, die er als Wanderschäfer an ein bis acht Standorten gleichzeitig weiden lasse, gegeben.  (weiterlesen)

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Pferd und Wolf: Wie reagieren Pferde auf Raubtiere?

22.2.2025

Unsere Pferde sind schon so lange domestiziert und müssen nicht vor Raubtieren flüchten, dass sich polnische Forscher die Frage gestellt haben, ob die heutigen Pferde überhaupt noch reagieren, wenn sie die Laute eines Raubtiers hören.

An der Universität Lublin wurde ein Experiment mit 19 polnischen Halbblutpferden durchgeführt. Ziel war es, das Verhalten von Pferden gegenüber Raubtieren zu untersuchen – insbesondere im Zusammenspiel von Pferd und Wolf.

Den Tieren wurden Aufnahmen des grauen Wolfes und des arabischen Leoparden vorgespielt. Die Pferde reagierten nicht panisch, zeigten jedoch leichte Anzeichen von Angst und erhöhte Wachsamkeit. Das belegten die Herzfrequenzmessungen und die Messung des Stresshormons Cortisol. Noch schlimmer als das Wolfsgeheul fanden sie das Knurren des Leoparden. Allerdings flohen die Pferde bei keinem der Laute.

Keine Koexistenz: Pferd und Wolf (weiterlesen)

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