Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Rote Resteesser - Füchse mampften schon vor 40 000 Jahren Abfälle

Warum selber jagen, wenn es auch andere für einen tun können? Nach dem Motto haben Füchse wahrscheinlich schon vor rund 40 000 Jahren Fleisch gefressen, das Menschen übrig ließen. Wissenschaftler der Universität Tübingen vermuten, dass einige der Tiere damals ihren Speiseplan an jenen der Menschen anpassten. "Wir gehen davon aus, dass diese Füchse sich nun überwiegend von Fleischabfällen ernährten, die Menschen hinterlassen hatten, oder vielleicht sogar von ihnen gefüttert wurden", sagt Studien-Mitautor Hervé Bocherens.

Nach Erkenntnissen der Forscher verspeisten die Füchse Reste von Rentieren oder Mammuts, die Menschen zuvor erlegt hatten - selbst hätten sie solche Tiere nicht erbeuten könnten. Das Tübinger Team analysierte Fuchsknochen aus Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Demnach gab es damals Füchse, die in der Nähe von Menschen lebten, aber auch solche, die stets selbst auf die Jagd gingen oder etwas von der Beute großer Raubtiere fraßen. (weiterlesen)

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Erntejagd: Sicherheit vor Jagderfolg

Vielerorts werden die ersten Feldfrüchte wie Raps und Getreide geerntet. Dies ist eine gute Gelegenheit für Jäger, um Schwarzwild effektiv zu bejagen. Dabei sollten wichtige Sicherheitskriterien beachtet werden.

In diesen Tagen startet in Deutschland die Erntezeit, die bis in den Oktober andauert. Jetzt können Jäger vor allem Wildschweine effektiv bejagen. Sie nutzen Getreide-, Raps- und Maisfelder als Nahrung und Deckung. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert: Sicherheit geht immer vor Jagderfolg. Er empfiehlt, grundsätzlich nur von erhöhten Einrichtungen - etwa Hochsitzen - zu schießen und auf Hintergrundgefährdung zu achten. Zusätzlich sollte ein Schusswinkel von 30 Grad zum Nachbarschützen nicht unterschritten werden. Jäger sollten aus Sicherheitsgründen signalfarbene Kleidung tragen und Mindestabstände zu Erntefahrzeugen sowie Nachbarschützen einhalten.

Gute Kommunikation    (weterlesen)

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Afrikanische Schweinepest: Polen: Weitere ASP-Fälle im Wildschweinbestand

In der ersten Julihälfte haben die polnischen Behörden wieder zahlreiche Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen registriert.

Die Oberste Veterinärbehörde in Polen hat allein in der vergangenen Woche 29 Funde bei insgesamt 32 Tieren, die nachweislich an ASP verendet seien, bestätigt. Betroffen waren Orte in insgesamt fünf Wojewodschaften, darunter in Lebus in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze. Laut den amtlichen Angaben betraf dies auch zwei Fälle in den Kreisen Nowosolsky und Zielona Góra, wo die Krankheit seit Dezember 2019 immer wieder aufflammt.

Seit Jahresbeginn sind landesweit mehr als 2.800 Fälle der ASP bei Wildschweinen verzeichnet worden. Damit sind in Polen bis zur Jahresmitte schon deutlich mehr Seuchenfälle aufgetreten als im gesamten Jahr 2019. Auf deutscher Seite besteht daher weiterhin große Sorge vor einer Einschleppung der ASP. (weiterlesen)

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Bienen- und Klimaschutz: Wildpflanzen für Biogasanlagen: Neue Kooperation in Paderborn

Der Landkreis Paderborn fördert den Anbau von 50 ha Blühpflanzen über drei Jahre. Deutschlandweit sollen bis 2024 insgesamt 500 ha Blühflächen Energiemais ersetzen.

Das Projekt Bunte Biomasse wächst weiter: Der Landkreis Paderborn stellt jetzt Gelder bereit, damit 50 Hektar mehrjährige, ertragreiche Wildpflanzenmischungen für die Biogasproduktion angebaut werden. Teilnehmende Landwirte aus dem Kreis Paderborn erhalten eine Ausgleichszahlung, um den geringeren Biogas-Ertrag der Wildpflanzen gegenüber Mais zu kompensieren. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.

Schon 2021 könnten es 500 ha sein

Insgesamt wollen Veolia Stiftung, Deutsche Wildtier Stiftung und Deutscher Jagdverband gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern bis 2024 deutschlandweit 500 Hektar Mais ersetzen. (weiterlesen)

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Jagdfieber - Die neue Lust an der Pirsch

"Ich werde Jägerin, weil ich die Natur liebe und sie schützen möchte", so Silvia. Knapp 80 Prozent aller Frauen und Männer, die ihren Jagdschein machen, nennen dieses Motiv.

Die Kurse der deutschen Jagdschulen sind so voll wie noch nie. Dabei ist die Jagdausbildung langwierig und sehr schwierig. Ein Viertel der Schüler ist weiblich, in Großstädten ist es auch mal die Hälfte – das ist neu.

Jäger werden - aus Liebe zur Natur

"Ich hätt' nie gedacht, was alles dazugehört" – vorsichtig nimmt Jagdschülerin Silvia (47) ein Rehkitz auf. Mit Grasbüscheln in den Händen, damit es ihren Geruch nicht annimmt. Silvia rettet das Kitz vor den tödlichen Klingen des Mähdreschers und bringt es an den Waldrand, wo es die Mutter finden wird. Praxisunterricht in Silvias Jagdschule. Lange musste die Krankenschwester Silvia sparen, um sich ihren Wunsch zu erfüllen, Jägerin zu werden.   (weiterlesen)

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Wolfsfreund muss seine Tiere töten

Schwedens Behörden fahren einen harten Kurs gegen die Wolfs(hund)szene.

Gern geleugnet, aber immer wieder Thema: Der internationale Handel mit Wölfen und Wolfsmischlingen ist offenbar Realität. In der schwedischen Provinz Dalarna verlangt aktuell die Naturschutzbehörde, dass ein Wolfsliebhaber seine Tiere tötet.
Besonders spannend: Die Amtsveterinäre haben bei den Tieren Erbgut aus Nordamerika nachgewiesen. Und dafür gibt es wohl keine „natürliche“ Erklärung. Real ist aber die Gefahr, dass sich die Timberwolf-DNA auf dem europäischen Kontinent ausbreitet. Deshalb die Anordnung, die Tiere bis spätestens Ende August zu töten.
Der Besitzer der Tiere hatte behauptet, dass es sich um amerikanische Wolfshunde handelt. Aber auch für deren Haltung wäre eine spezielle Genehmigung nötig, die in diesem Fall nicht vorgelegen hat. Ungeklärt ist zudem die Herkunft der Mischlinge, die ihr Halter anderen Wolfsfreunden als Wölfe präsentierte. (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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Neue Broschüre zum Schwarzwild ist erschienen

Diese Broschüre soll deutlich machen, mit welchen Grundlagen es möglich ist, die aktuell vorherrschenden Schwarzwildbestände zu reduzieren sowie ein regionales Lebensmittel zu gewinnen.

Bestellungen können über den Förderverein Auenland e.V. angefordert werden.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!(weiterlesen)

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Neuseeland keult Tahr-Bestände aus Helikoptern heraus

Die Tahr in Neuseeland stehen im Moment wortwörtlich unter Beschuss. Wir erklären Ihnen die Situation vor Ort und die Hintergründe.

Auf der Südinsel Neuseelands hat die dortige Regierung am 16. Juli damit begonnen, einen Teil der Tahr-Bestände vom Helikopter aus zu erschießen. Vorrangig betrifft es Areale der Nationalparke Aoraki/ Mount Cook und Westland Tai Poutini und angrenzende öffentliche Ländereien. Wie der Homepage des DoC (Departement of Conservation, vergleichbar mit unserem Umweltministerium) zu entnehmen ist, sind 60 „Flugstunden“ in den Nationalparks und 65 Stunden außerhalb der Parks geplant. Ziel sind vor allem männliche Tahr, die offenbar erschossen in den Bergen belassen werden.

Die Aktion beruft sich auf dem sogenannten Himalayan Tahr Control Plan aus dem Jahr 1993. Laut der „New Zealand Tahr Foundation“, die eine Art Lobbygruppierung für die Tahr darstellt, wurde man nach einem entsprechenden Gerichtsurteil eine Woche zuvor über den Zeitplan nur so kurz vorab informiert, dass keine Chance mehr Bestand, Einspruch zu erheben: Das DoC schaffte Fakten. (weiterlesen)

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Neues aus der Wildbiologie: Nicht ausspülen?

Die bakterielle Keimbelastung von Sauenwildbret ist häufig niedriger als die vorgeschriebenen Grenzwerte der EU-Richtlinie für geschlachtete Hausschweine. Dies stellten italienische Wissenschaftler bei einer Untersuchung in zugelassenen Wildbearbeitungsbetrieben fest.

Sie analysierten die Anzahl von Bakterien, die unter Sauerstoffeinfluss wachsen (Aerobe Keimzahl), die Anzahl von Enterobakterien (meist Darmbakterien) und von Salmonellen auf Filets und Keulen bei 37 erlegten Stücken Schwarz­wild vor der Fleischreifung. (weiterlesen)

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Jagdfieber – Die neue Lust an der Pirsch

Di 21.07.2020, 23:00 - 23:30, ZDF

Die Anmeldungen in deutschen Jagdschulen befinden sich auf einem Höchststand. Woher rührt das Interesse am „Grünen Abitur“? „37°“ geht dem Phänomen auf den Grund, begleitet Silvia, Jule und Hermann. Alle drei erklären: Sie sind Jäger oder wollen es werden, weil sie die Jagd als aktiven Naturschutz verstehen.

Mehr zu Jagdfieber – Die neue Lust an der Pirsch  (weiterlesen)

Hier kann man sich die Reportage ansehen

 

 

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