Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

24.10.2021 ASP-Suchhunde: „Wir hoffen, wir kommen nie zum Einsatz“

Bernhard Winalke und seine Hündinnen Eika und Bonnee sind ein ganz besonderes Suchhunde-Gespann. Sie spüren Wildschweinkadaver auf, die mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sind.

Einen Einsatz hatten sie zum Glück noch nicht, aber sie sind bestens dafür gerüstet und stehen bereit: Acht jagdlich geführte Hunde im Landkreis Diepholz sind gemeinsam mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern im Frühjahr nach dem Konzept der Diplom-Biologin Uta Kielau aus Schleswig-Holstein im Aufspüren von Wildschweinkadavern ausgebildet worden. Alle acht haben die Prüfung bestanden.

Zum Hintergrund: Nach einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen ist schnelles Handeln unerlässlich. Das Auffinden und Entfernen von Kadavern von Wildschweinen, sogenanntem Fallwild, ist eine der wichtigsten Ausbruchsbekämpfungsmaßnahmen, da das Virus der ASP in diesen Kadavern bis zu eineinhalb Jahre lang infektiös bleiben kann. Sofern sie nicht entfernt werden, stellen die Kadaver daher über einen längeren Zeitraum eine permanente und unerkannte Infektionsquelle dar. Hinzu kommt: Schwer erkrankte Wildschweine verstecken sich unter anderem im dichten Unterholz wie beispielsweise im Brombeergestrüpp, wo sie von Menschen mit ihren begrenzten Sinnesleistungen oft nicht gefunden werden. (weiterlesen)

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Mondscheinjagd auf Sauen – Von Passion und Können

Kim Trautmann  22.10.2021
Eine Mondscheinjagd auf Sauen hat ihre Besonderheiten. Welche dies sind, verrät Revierpächter Frank Heil. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die nächtliche Ausrüstung – welche Ansprüche sie erfüllen sollte und welche Utensilien dem Ansitz- und Pirschjäger zu mehr Jagderfolg verhelfen.

Der Mond ist für den in der Nacht aktiven Jäger Mittel zum Zweck. Das nächtliche Waidwerk stellt hohe Ansprüche an das Können und die Ausrüstung des Jägers. Bei Dunkelheit ist das Ansprechen deutlich schwieriger als tagsüber. Wildartspezifische Unterscheidungsmerkmale lassen sich kaum klar erkennen. Stücke sicher anzusprechen, ist meist nur unter 50 Meter möglich. Gewaff, Striche, Klötze oder Schwartenfärbung geben am Tag Aufschluss. Nachts erkennt man außer in sehr hellen Mondnächten nur die Silhouetten. Wildbretgewichte können lediglich bei Rotten durch den Vergleich miteinander eingeschätzt werden. Da es beim Schwarzwild auch eine Sommerrausche gibt, können Keiler bei der Rotte stehen. Trifft das zu, ist die Leitbache nicht mehr das stärkste Stück und die Gefahr besteht, sie im Dunkeln als Überläufer anzusprechen. Einzelne Stücke lassen sich sowieso nur grob einschätzen. Und das auch nur, wenn die konkrete Entfernung zum Stück feststeht. Entfernungs-Schätzfehler von über zehn Meter verwischen die Unterschiede. Körperschatten werden durch das monokulare Zielfernrohr meist nicht als solche erkannt. Die geometrische Mitte des Wildkörpers verschiebt sich scheinbar nach unten. Die Folge: Tiefschuss.

Waffe und Optik bei der Mondscheinjagd  (weiterlesen)

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Jagdhundehaltung - Jagdhundeausbildung: So viel kostet die Ausbildung eines Hundes

Thomas Fuchs
22.10.2021 

Was kostet ein Jagdhund und wieviel Geld und Zeit muss ich in die Grundausbildung eines Jagdhundes investieren?

Ohne Jagdhund geht es nicht bei der Jagd: Beispielsweise im Bundesland Niedersachsen ist jeder Jagdausübungsberechtigte verpflichtet, dass ihm für seinen Jagdbezirk ein brauchbarer Jagdhund – der geprüft ist – zur Verfügung steht. Bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd sowie jeder Jagd auf Federwild muss ein hierfür brauchbarer, geprüfter Jagdhund mitgeführt werden. Zudem muss bei jeder Nachsuche auf krankes Wild ein hierfür brauchbarer, das heißt geprüfter Jagdhund eingesetzt werden.

Jagdhund: Hundesteuer variiert von Kommune zu Kommune
Prüfungen, die Vorbereitung darauf, die tägliche Versorgung, die Gesunderhaltung und medizinische Prävention kosten Geld. Über die Jahre kommt da ein ordentlicher Betrag zusammen, den der Jäger für seinen Jagdhund aufbringen muss. Pauschal beziffern lassen sich die Kosten für einen Jagdhund nicht. Zu unterschiedlich sind die Anschaffungspreise von Hunden verschiedener Rassen und Züchter. Dasselbe gilt für Preise für Impfungen, medizinische Betreuung, Nenngelder, Ausbildungs- und sonstige Kosten. Preise für Trockenfutter zum Beispiel differieren zwischen circa zwei und acht Euro pro Kilogramm. Die nachfolgend genannten Werte sind daher lediglich als Anhaltspunkte zu verstehen. Gleichwohl stellen sie eine ungefähre Tendenz der zu erwartenden Kosten für einen einzeln gehaltenen Jagdhund dar.
Ist ein passender Welpe gefunden, hat sein neues Heim bezogen und die Grundausstattung wie Körbchen, Napfund Leine angeschafft, muss dieser steuerlich erfasst werden und sein Halter Hundesteuer zahlen. Sie ist eine Gemeindesteuer, deren Sätze stark differieren. Belaufen sich die Kosten in einigen Kommunen auf unter 50 Euro, fallen woanders über 100 Euro für die Hundesteuer an. Oftmals ist ein zweiter Hund nochmal teurer. (weiterlesen)

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Nächtlicher Angriff auf Mutterkühe - Attacke: Wölfe greifen eine Kuhherde an

Ein Video aus der Schweiz zeigt, wie ein Wolfsrudel eine Kuhherde angreift. Die Raubtiere schrecken auch vor den Mutterkühen zunächst nicht zurück und lassen sich erst mit geballter Herdenkraft vertreiben.

Ein Video aus dem Jahr 2020 zeigt, wie ein Rudel Wölfe im Waadtländer Jura in der Schweiz eine Rinderherde angreift. Abgespielt hat sich die Attacke auf die Mutterkühe mit ihren Kälbern in der Dunkelheit. Doch dank eines Nachtsichtgeräts kann man das Vorgehen der Raubtiere deutlich erkennen.

Zu sehen sind die Aufnahmen auf dem youtube.com Kanal des Institut IPRA - Jean-Marc Landry - FJML, einem Schweizer Wolfsspezialisten.

Zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben

Im Kanton Waadt häufen sich die Wolfsangriffe. Im Sommer 2020 wurden erste Meldungen von Attacken auf Viehherden bekannt, wie das Magazin Schweizer Bauer berichtet. Damals wurde auf einer Alp ein totes Kalb entdeckt. Die Untersuchungen deuteten auf einen Wolf hin.  (weiterlesen)

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Noch unproblematisch: Wildtierbiologe warnt vor Gewöhnung der Wölfe an den Menschen

Wolfforscher Prof. Schröder sieht aktuell noch keine Gefährdung durch den Wolf. Er sagt aber eine deutliche Populationszunahme voraus, die dann viel mehr Konflikte mit Mensch und Tier mit sich bringt.

21.10.2021

Konflikte zwischen Wolf und Mensch kann Prof. Dr. Wolfgang Schröder für die Zukunft nicht mehr ausschließen. Der Fachmann und erfahrene Gebirgsjäger hat an der TU München jahrelang zum Thema Wolf geforscht. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er, dass aktuell über tausend Wölfe in Deutschland praktisch ohne Zwischenfälle leben. Der Wolf sei nicht gefährlich und scheue den Menschen. Aber man müsse aufpassen.

„Die Wölfe werden immer dreister. Sie kommen immer näher an die Siedlungen. Sie kommen immer näher an die Häuser. Und das darf man nicht ignorieren. Man muss aufpassen und den Wolf weiterhin scheu halten“, warnte Schröder. Besonders in der anfälligen Weidehaltung im Alpenraum werde der Wolf über kurz oder lang häufiger werden. Hier sei ein Herdenschutz flächendeckend aber nicht möglich. Mit dem Erlegen einzelner Tiere sei das Problem dann aber auch nicht gelöst, so der Professor weiter. Er erinnert an Entnahmeversuche in Norddeutschland, die über Monate gingen und Hunderttausende von Euro gekostet hätten, ohne dass man die freigegebenen Einzeltiere erwischt hätte. (weiterlesen)

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Fangstation für die Forschung - Hessenweites Pilotprojekt: Universität Gießen untersucht Wildschweinjagd mit Fallen

19.10.2021 In einem bundesweiten Pilotprojekt untersucht die Uni Gießen im Auftrag des Landes, wie Wildschweine tiergerecht erlegt werden können – auch im Bundesforst des Truppenübungsplatzes in Schwarzenborn.

Schwarzenborn / Oberaula. Während es den Wildschweinen dank ausreichender Nahrung in Flur und Furche besser geht denn je, steigt die Gefahr, die Tiere könnten die in Brandenburg und Sachsen grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Hessen übertragen. In einem bundesweiten Pilotprojekt untersucht die Uni Gießen im Auftrag der Landesregierung, wie Wildschweine tiergerecht erlegt werden können – auch im Bundesforstgebiet des Truppenübungsplatzes Schwarzenborn.

Hier im abgeriegelten militärischen Gebiet standen bis vor wenigen Tagen zwei von acht großen Wildschwein-Fallen im Wald. Um das Forschungsprojekt nicht zu stören, sollte der genaue Standort der acht Mal acht großen Fallen geheim bleiben, so Christoph Göbel, Leiter des Bundesforstbetriebs Oberaula. Die Fangstationen waren mit Wildkameras und hoch technisierten Kameras bestückt. Die mit Futter in die Falle gelockten Wildschweine wurden so lange rund um die Uhr beobachtet, bis eine ganze Rotte in die Falle gegangen war – „dies dauerte oft über Wochen“, sagt Johannes Mies. Er ist einer von sechs Mitarbeitern des Bundesforsts in Oberaula, den die Universität Gießen geschult hat, um die Tiere in der Falle zielsicher zu erlegen.   (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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NOTSTAND: Hundert Bürgermeister sind plötzlich Jagdvorstand

Dass in der Coronazeit keine Versammlungen durchgeführt werden konnten, bekommen viele Bürgermeister hautnah zu spüren. Sie erhalten eine zusätzliche Aufgabe.

STAVENHAGEN ·
Viele Bürgermeister in den Landkreisen Seenplatte und Rostock haben in der Coronazeit ganz plötzlich eine ungewohnte Aufgabe dazubekommen. Ganz ungefragt sind sie per Gesetz zu Notvorständen der Jagdgenossenschaften geworden. Der Zetteminer Bürgermeisterin Kerstin Ahrndt flatterte Ende 2020 ein Brief auf den Tisch. Plötzlich sollte sich die Bürgermeisterin um die Verpachtung von Jagdflächen, um die Begleichung von Wildschäden und dergleichen kümmern. „Das ist eine Aufgabe, von der ich eigentlich nichts weiß“, sagte sie. Auch eine Neuwahl sollte sie in die Wege leiten. Dabei habe sie mit ihrem Job und ihrem Ehrenamt als Gemeindebürgermeisterin schon alle Hände voll zu tun.

Genauso erging und ergeht es rund 100 Bürgermeistern in den Landkreisen Seenplatte und Rostock. In der Seenplatte standen 73 Jagdgenossenschaften ohne gewählten Vorstand da. Bis Ende Dezember könnten etwa 24 weitere Jagdgenossenschaften dazukommen, teilte die Kreisverwaltung mit. (weiterlesen)

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Waldrappweibchen abgeschossen

Artenschützer fordern Bekämpfung der kriminellen Vogeljagd in Italien

20.10.2021 Jedes Jahr werden Zugvögel auf dem Weg in ihre Winterquartiere illegal abgeschossen. Jetzt wurde bekannt, dass ein junges Waldrappweibchen diesem Verbrechen während seines ersten Fluges zum Opfer gefallen ist. Illegale Jagd ist eine substanzielle Bedrohung für die Artenvielfalt.

Das junge Waldrappweibchen „Dieks“, das im Rahmen eines europäischen Wiederansiedlungsprojektes aufgezogen wurde, ist auf seinem ersten Flug ins Wintergebiet in Italien illegal abgeschossen worden. „Für die Population des vom Aussterben bedrohten Waldrapps ist das ein schmerzlicher Rückschlag“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Das einjährige Waldrappweibchen ist in Kärnten aufgewachsen und war jetzt erstmals ihren Artgenossen ins Überwinterungsgebiet in der Toskana gefolgt. „Dieks sollte zur Gründerin einer neuen Brutkolonie werden“, sagt der Projektleiter Johannes Fritz. „Mit dem Abschuss werden so viele Hoffnungen zunichtegemacht.“  (weiterlesen)

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Wölfe bedrohen Viehzüchter in Spanien

Wölfe dürfen in Spanien nicht mehr abgeschossen werden. Ein Problem für Jäger und Viehzüchter. Immer wieder töten Wölfe Schafe, Kühe oder Ziegen.

Tausende Wölfe leben im Nordwesten der iberischen Halbinsel: so viele wie in kaum einer anderen Region in Europa. Nach einer kritischen Phase, in der der Wolf durch Jagd und Futtermangel fast ausgerottet war, ist der Bestand jetzt wieder stabil. Trotzdem hat die spanische Regierung beschlossen, den Abschuss von Wölfen landesweit zu verbieten.

Jäger und Viehzüchter laufen Sturm gegen das Verbot. Viele Bauern halten Kühe, Ziegen oder Schafe noch auf der Weide. Wolfsattacken reißen immer wieder empfindliche Löcher in die Herden. „Wer sich so ein Abschussverbot ausdenkt, hat keine Ahnung von unseren Dörfern, unserem Leben, unserer Kultur“ sagt Bäuerin Marta García. Der Streit um den Wolf hat sich zum Konflikt zwischen Stadt und Land ausgewachsen.

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291.000 Euro für erlegte Wildschweine ausgezahlt

19.10.2021
In Sachsen-Anhalt wurden für den Zeitraum von Januar bis März 2021 rund 291.000 Euro an Abschussprämien für 4475 Wildschweine ausgezahlt. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor. Um die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, hatte der Landtag vergangenes Jahr beschlossen, Jägern für den Abschuss von Wildschweinen eine Prämie zu zahlen.
In Sachsen-Anhalt wurden für den Zeitraum von Januar bis März 2021 rund 291.000 Euro an Abschussprämien für 4475 Wildschweine ausgezahlt. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor. Um die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, hatte der Landtag vergangenes Jahr beschlossen, Jägern für den Abschuss von Wildschweinen eine Prämie zu zahlen.  (weiterlesen)

  Foto: Wikipedia

 

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