Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Wildschaden – Landwirt muss regelmäßig Flächen kontrollieren

von RA Georg H. Amian

4.1.2021 Eine der effizientesten Verteidigungsstrategien im Wildschadensprozess ist der Angriff der Wildschadensanmeldung selbst. Grund hierfür ist, dass das Wildschadens im Wesentlichen Case Law ist, d. h., die Anforderungen an den Umfang der Wildschadensanmeldung ergeben sich nicht aus dem Gesetz unmittelbar, sondern vielmehr aus der hierzu ergangenen Rechtsprechung. Will man sich also erfolgreich gegen Wildschäden zur Wehr setzen, ist eine genaue Kenntnis der Rechtsprechung unbedingt erforderlich.

Es reicht zur wirksamen Anmeldung von Wildschäden nämlich nicht aus, das vom Gesetzgeber vorgegebene Formular zur Anmeldung von Wildschäden auszufüllen – vielmehr sind weitere, umfangreiche Ausführungen spätestens dann zu machen, wenn das Wildschadensverfahren vom Feststellungsverfahren ins gerichtliche Verfahren übergeht. Aus der Schadenmeldung hat daher hervorzugehen,

- wann der Schaden konkret entdeckt wurde,
- welche konkreten Teile der Parzelle geschädigt worden sind,
- welche Wildart den Schaden versursacht hat,
- der Zeitraum, in dem der Schaden entstanden ist,
- den ungefähren Schadensumfang,
- wann der Kläger die Flächen vor der Schadensentdeckung zuletzt kontrolliert hat,
- was der Kläger selbst zur Schadensabwehr bzw. Schadensminderung beigetragen hat,
- welche Schäden neu entstanden sind und welche Schäden Altschäden sind.

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Luchs Lias im Oberen Donautal wieder erfolgreich besendert

Am Abend des 8. Dezembers 2020 gelang es Mitarbeitern der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mithilfe der örtlichen Jägerschaft, den männlichen Luchs mit der Bezeichnung B600, genannt Lias, im Oberen Donautal einzufangen und seinen alten Halsbandsender gegen einen neuen auszutauschen.

„Wir sind froh, dass es dem Tier gut geht und es im Vergleich zum ersten Fang sogar noch einmal an Gewicht zugelegt hat. Nachdem der Luchs bereits fast zwei Jahre wertvolle Daten über die Raumnutzung und die von ihm erbeuteten Wildtiere geliefert hat, haben wir jetzt noch einmal ein gutes Jahr Gelegenheit, vertiefenden Fragen nachzugehen“, sagte Baden-Württembergs Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 18. Dezember 2020 in Stuttgart.

Wie reagieren Wildtiere auf den Luchs, wie der Luchs auf den Menschen?   (weiterlesen)

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SOKO Tierschutz e.V.: Schock-Video: Jägerin tötet Hauskatze qualvoll in Falle

Jäger töten pro Jahr hunderttausende Hauskatzen - die Tiere verschwinden spurlos
SOKO Tierschutz fordert Verbot der Fallenjagd

Augsburg (ots)SOKO Tierschutz liegt ein Video vor, das die extrem grausame Tötung einer Hauskatze durch eine Jägerin zeigt. Das Video wurde vermutlich im Dezember im Umland von Augsburg aufgenommen. Die Aufnahme beginnt mit einer verängstigten Katze in einer sogenannten Lebendfalle. Das Tier ist eingesperrt, eine Frau nähert sich mit einer Pistole. Verunsichert fragt sie unter anderem, ob sie ins Gesicht schießen soll. Das Video zeigt Szenen, die bisher noch nie dokumentiert wurden, aber wahrscheinlich für das Schicksal vieler verschwundener Hauskatzen stehen. Die Jägerin verwundet die Katze mit drei Schüssen schwer. Das Tier springt angeschossen von einer Ecke der Falle in die andere. Der Todeskampf des Tieres ist entsetzlich und die Jägerin stellt abgebrüht fest, dass sie nach drei Schüssen aus wenigen Zentimetern Entfernung immer noch lebt. Eine Person der Gruppe weist darauf hin, dass das Herz noch schlägt, aber die Munition knapp wird. In der Szene darauf wird die Katze mit einer schweren Kopfverletzung über eine Wiese und zu einem Weg geschleift. Man sieht, dass die Katze eine Plakette um den Hals trägt. (weiterlesen)

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Dackel: Alles über Wesen, Charakter und Haltung

von Kira Welling

04.01.2021  Das Wesen des Dackels ist keinesfalls das eines niedlichen Schoßhündchens – ganz im Gegenteil. Der Dackel wurde zu einem ganz bestimmten Zweck gezüchtet und diese Eigenschaften haften dem Teckel, wie der kleine Hund auch bezeichnet wird, bis heute an.

Der Wesen des Dackels – so erklärt es sich
Klein vom Wuchs, aber Mut wie ein Tiger – der Dackel gehört zu den Hunden, die Sie nicht unterschätzen sollten. Um den Charakter der Dackel zu verstehen, muss man die Geschichte des kleinen Hundes kennen, die im Mittelalter begann.

Jagdhunde wie der Münsterländer oder Bracken waren zu groß, um unterirdisch in den Höhlen zu jagen. Daraufhin versuchten deutsche Jäger, eine Rasse zu züchten, die klein und wenig, aber auch mutig und selbstbewusst sowie ausdauernd und robust sein sollte.
Eine ordentliche Portion Jagdtrieb durfte zudem nicht fehlen, denn immerhin sollten die kleinen Hunde selbständig in den unterirdischen Höhlen auf Jagd gehen. Dabei sollten die kurzbeinigen Hunde nicht selber die Tiere erlegen, sondern sie lediglich aus ihren Verstecken treiben.
Ursprünglich ging es bei der unterirdischen Jagd vor allem um Dachse, aber auch das Aufstöbern von Kaninchen oder Füchsen kam rasch dazu. Aus der Bezeichnung Dachshund wurde im Verlauf der Zeit dann der Dackel oder auch Teckel.
Bei der Züchtung des Dackels wurden verschiedene Jagdhunde wie Haidbracken, Spaniel, Wachtelhunde und Setter sowie Schnauzer und Terrier wie der Dandie Dinmont Terrier gekreuzt. Heraus kamen dabei letztendlich die Rauhaar-, Kurz- und Langhaardackel.
Es dauerte zwar einige Zeit, aber um das 19. Jahrhundert herum wurde die neue Hunderasse langsam auch im Ausland zur Kenntnis genommen. Der Legende nach soll die Beliebtheit des Dackels international enorm gestiegen sein, als sich die englische Königin Viktoria in die kleinen krummbeinigen Hunde mit dem treuherzigen Blick verliebte. (weiterlesen)

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FOBF 28 - 10. Fakes und Fakten: Schwarzwild und Afrikanische Schweinepest, 1.2021

Afrikanische Schweinepest erreicht Brandenburg, 9.2020 Vortrag der Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft der Technischen Universität Dresden, Außenstelle Tharandt.

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DIY-Wärmebildkamera / Ich baue eine Wärmebildkamera aus einer Flir Tau 320

In diesem Video seht ihr wie ich mit Hilfe eines 3D Druckers, einem Lötkolben und einer Flir Tau 320 eine Wärmebildkamera baue. Aus jagdlicher Sicht kann man eine Wärmebildkamera in vieler Hinsicht gebrauchen. Die handelsüblichen decken auch die meisten Bereiche ab. Ein bestimmter Bereich fehlte mir aber immer wieder. So kam ich auf die Idee eine Flir Tau zu nehmen und diese einerseits zum Spotten auf der Jagd und anderseits zur Kitzsuche unter eine Drohne zu packen. Wenn eine Thermalkamera unter einer Drohne angebracht werden soll spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle und damit vielen Handelsübliche Wärmebildkamers raus. Somit war die Idee geboren eine zu bauen die beides kann. Als Energieeinheit dient ein Akku aus einer ausgemusterten Gopro 3, der mit Hilfe eines Upstep auf USB Spannung also 5v gebracht wird.
Aber seht selbst wie ich die Problematik Spotten/Drohne gelöst habe.
Waidmannsheil

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Viel Plastikmüll im Gewölle von Störchen

Karlsruhe - Ein schimmernder Kringel auf der Erde - ein Regenwurm? Mit einem Happs steckt er im Schnabel des Storches.

Der Vogel schluckt seine Beute direkt oder bringt sie zu seinen Küken, die im Nest auf Futter warten. Hat der Storch Pech, dann hat er allerdings gerade ein Haushaltsgummi vom Boden aufgelesen.

Nach dem Fressen speit ein Storch in großen Klumpen wieder aus, was er nicht verdauen kann. Die Studentin Franziska Fritz hat viele dieser Klumpen - sogenannte Speiballen oder Gewölle - auseinandergenommen, um zu sehen, was die Störche in ihrer Gegend an unverdaulichen Dingen gefressen haben.

«Von weicher Nahrung, etwa Nacktschnecken, bleibt hinterher nichts mehr übrig», erklärt Fritz, die in Karlsruhe Biodiversität und Umweltbildung studiert. In einigen Gewöllen fand sie Skelettreste kleiner Tiere, Panzerteile von Insekten oder Krebsen, Erde und Gras. In anderen jedoch auch Schnüre, Gummis in verschiedenen Formen und Farben und Scherben aus Hartplastik. «Das könnte beim Hochwürgen gefährlich sein», erklärt sie. (weiterlesen)

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Insgesamt jetzt 402 bestätigte Fälle – Afrikanische Schweinepest wirksam bekämpfen

Bundeslandwirtschaftsministerium weist darauf hin, dass die Bekämpfung der Tierseuche im Wildschweinbereich nur erfolgreich sein kann, wenn alle Maßnahmen eingehalten werden

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) – die nicht auf den Menschen übertragbar ist – im Wildschweinbestand der Bundesländer Brandenburg und Sachsen, haben auch in der Adventszeit die Behörden und Helfer bei der Bekämpfung der Tierseuche viel zu tun. Es gilt, die ASP zu bekämpfen, nicht zuletzt, um den Tieren die Leiden der Erkrankung zu ersparen, sondern auch um zu verhindern, dass die Hausschweine in den landwirtschaftlichen Betrieben durch Wildschweine angesteckt werden. Bisher sind die Hausschweinebestände in Deutschland ASP-frei. Hier sind die Landwirte gefordert, die Vorschriften zur Biosicherheit anzuwenden, um einen Eintrag des ASP-Virus in ihren Hausschweinebestand zu verhindern.

Die „weiße Zone“ wird derzeit um das Kerngebiet des Ausbruchsgeschehens eingerichtet. Konkret handelt es sich um einen etwa fünf Kilometer breiten Streifen, der das Kerngebiet wie einen Halbkreis bis an die Grenze zu Polen umschließt. Sie soll mit zwei festen Drahtzaun-Reihen – einem äußeren und einem inneren Zaun – gesichert werden. (weiterlesen)

 

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„Datenbank Begehungsschein 2021“ - das Deutsche Jagdportal startet mit einer Sonderaktion für Begehungsscheinsuchende in das neue Jahr 2021

Wer sich ernsthaft um eine Jagdmöglichkeit bemüht, keine familiäre Kontakte in die Jägerschaft hat und auch in der örtlichen Jägerschaft wenig verwurzelt ist, stößt bei der Suche nach einem Begehungsschein schnell an seine Grenzen.

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass ohne eine langfristige, über mehrere Monate, besser über mehr als ein Jahr angelegte Strategie bleibt es eher Zufall, wenn man den passenden Jagdpächter findet.
Jäger, die auf diesen Zufall nicht setzen wollen, sollten sich überlegen, das neue Datenbankangebot des Jagdportals zu nutzen.

Laufzeit der Suchanzeige:
Wenn jetzt, Anfang Januar die Jagdpachtausschreibungen starten, rückt auch der Termin des Beginns des neuen Jagdjahres näher. Zu diesem Termin sind überall die Jagdpachten fällig und dieser Termin weckt bei vielen Jagdpächtern den Wunsch, sich einen Begeher oder Mitpächter zum kommenden Jagdjahr zu suchen. Die Anzeigen von Jagdpächtern, die einen Begeher suchen, steigt in den ersten 3 Monaten des Jahres immer enorm an.
Viele dieser Jagdpächter durchsuchen in den nächsten Monaten die Datenbank „Begehungsschein Gesuche“ des Deutschen Jagdportals nach passenden Angeboten von Begehungsscheinsuchenden. Kurzum: Die ersten 3 Monate sind die ideale Zeit, um sich als Suchender von Jagdmöglichkeiten zu positionieren.
Deshalb haben wir für unsere neues Angebot für Begehungsscheinsuchende für das Jagdjahr 2021/22 ein sehr langfristiges angelegtes Angebot ausgearbeitet: Der von Dir an uns zugesandte Text wird von uns sofort eingestellt und bleibt bis 31.3.2022 online. Damit läuft die Anzeige einmal über das 1. Quartal 2021 und dann, wenn sich in der Zeit kein Pächter gefunden hat, über das 1.Quartal eines darauffolgenden Jahres.
Der Radius, der für Begehungsscheinsuchende in Frage kommt, ist sehr unterschiedlich. Deshalb schalten wir die Anzeige zweimal. Einmal in der Datenbank Begehungsschein Gesuche und einmal im Kleinanzeigenmarkt unter Jagdgelegenheit Gesuche(weiterlesen)

Schon wenige Tage nach Onlinestellung die erste Anfrage: Eine aussagefähige Begehungsscheinbewerbung mit Bildern

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Videobeitrag- Die zweitbeste Lösung

Wenn Rotwild seine natürlichen Winterlebensräume nicht mehr erreichen kann oder „darf“, dann muss der Mensch helfend eingreifen. Für Rotwild, das in seinen Sommerlebensräumen überwintern muss, ist im Winter zwangsläufig Notzeit – egal wie kalt oder wieviel Schnee! Das Wintergatter als Sonderform von Winterfütterungen sollte immer nur eine Zwischenlösung sein. Bis es uns gelingt, artgerechte Einstände zu sichern. Sichern vor Touristen, Freizeit-Egoisten und Forst-Fanatikern mit Büchse.

Dem so traumatisierenden Herrn Berndl aus dem BR Beitrag, ist ein Berufswechsel dringend zu empfehlen. Er hat sich einerseits die Durchforstung seiner Jungbestände üppig versilbern lassen und das Grundgesetz in seinem Kern nicht verstanden. Eigentum verpflichtet und der gute Herr Waldbauer muss Frösche auf seinen Wiesen, Hasen auf seinen Feldern und eben auch mal Rotwild dulden. Man nennt das Sozialpflichtigkeit des Eigentums – und es wird ausreichend vergütet. (weiterlesen)

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