Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Den Wolf schützen oder schießen - notfalls auch ohne Jagdschein?
BLICKWECHSEL 16.4.2026
Er würde einen Wolf schon dann erschießen, wenn er seine Schafe nur „dumm anschaut“ – notfalls auch ohne Jagdschein. Mit diesen zugespitzten Aussagen hat Max Mayr-Melnhof, Salzburger Landesjägermeister, eine neue Debatte über den Umgang mit dem Wolf entfacht. Tierschützer reagieren empört: Für sie steht der Schutz an oberster Stelle, sie setzen auf Zäune und Herdenschutzhunde zur Abschreckung. Wann endet der Schutz für das Raubtier, wo braucht es Grenzen? Darüber diskutieren Salzburgs Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof und die Präsidentin von Tierschutz Austria Madeleine Petrovic.
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Ermittlungen wegen Beleidigung: „Prunksüchtiger Landrat“ wäscht seine Hände in Unschuld
Teures Hotel, protziger Dienstwagen: Ein Mann reagierte bissig auf die jüngsten Berichte über Landrat Stefan Sternberg. Nun wird gegen ihn wegen angeblicher Beleidigung ermittelt.
Von Karin Koslik
13.04.2026
Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt wegen eines Facebook-Posts gegen den Journalisten und Verleger Lucas von Bothmer. Er hatte dort im Dezember 2025 auf den, wie er schrieb, „prunksüchtigen Landrat“ Stefan Sternberg Bezug genommen, der seinen „teuren Dienstwagen als notwendiges Fluchtfahrzeug bei drohendem Russeneinmarsch“ bezeichnet hätte.
Umfangreiche Ermittlungen bereits im Februar
„Vorgeworfen wird mir die Beleidigung eines Politikers nach § 188 StGB“, bestätigte von Bothmer auf Nachfrage unserer Redaktion. Wie der „Focus“ zuerst berichtet hatte, war der Chefredakteur des Jagdmagazins „Der Überläufer“ und Geschäftsführer der in Schwäbisch Hall ansässigen Waidsicht Media GmbH Anfang Februar angezeigt und seither umfangreich ermittelt worden - selbst in Irland, dem europäischen Firmensitz von Meta, dem Betreiber von Instagram. (weiterlesen)

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11.04.2026
Problem Waschbären: Warum ihre Jagd nicht die Lösung ist
Berlin - Sie haben einen geringelten Schwanz, sind sehr anpassungsfähig und in Berlin immer wieder ein Gesprächsthema: die Waschbären. Sowohl in der Hauptstadt als auch bundesweit steigt ihre Anzahl, sagt Carolin Scholz, Biologin am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) Berlin. «Das Problem ist, dass wir keine konkreten Zahlen haben, weder für Deutschland noch für Berlin», erklärt sie.
Waschbären sind eine invasive Art - also in Deutschland nicht heimisch. 1934 wurden hierzulande erstmals vier Waschbären in Hessen gezielt freigelassen, erzählt die Biologin. «Das haben wir vielleicht damals noch nicht mitberechnet, aber eigentlich ist es ein hausgemachtes Problem», so Scholz. Weitere Tiere entkamen in den 1940er Jahren aus einer Pelzfarm in Wolfshagen bei Strausberg nahe der Berliner Grenze. Seitdem ist ihr Bestand rasant gewachsen.
Mehr Meldungen über Waschbären
«Es gibt ganz grobe Schätzungen, dass wir wohl in Deutschland ein bis zwei Millionen Waschbären mittlerweile haben», so Scholz. «Aber dadurch, dass man kein gezieltes Monitoring und keine wissenschaftliche Begleitung macht, kann man das immer nur von Nebenfaktoren ableiten.» Anhaltspunkte sind etwa Anrufe bei Tierorganisationen oder Behörden. So gab es vor 25 Jahren im Schnitt zwei Anrufe pro Jahr wegen der kleinen Säugetiere, berichtet der Berliner Wildtierexperte Derk Ehlert. Inzwischen rufen schätzungsweise zehn Menschen am Tag an, die sich über die Tiere ärgern. Heutzutage gebe es die Waschbären in der ganzen Stadt. (weiterlesen)

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Jagdpachtvertrag: Jagdpächter kriegt Geld für Wildschäden zurück – Gericht: Der Jagdpachtvertrag war ungültig
Der Kläger ging zum Zeitpunkt der Leistungen jeweils davon aus, aufgrund der vertraglichen Verpflichtung zur Zahlung der Leistung verpflichtet zu sein und wollte diese Schadensersatzpflicht gegenüber dem Beklagten tilgen. Diese Zahlungen erfolgten nach Auffassung des Gerichts ohne Rechtsgrund. Denn: Der zwischen den Parteien geschlossene Jagdpachtvertrag ist nichtig, da er dem Schriftformerfordernis nicht genügt.
Dr. Olaf Zinke, agrarheute
9.04.2026 - 15:00 Uhr
Ein Jagdpächter fordert Zahlungen aus Wildschadensersatz zurück. Die Parteien streiten sich dabei um die Wirksamkeit eines Jagdpachtvertrages für den gemeinschaftlichen Jagdbezirk. Als Anlage zum Vertrag sollte eine Revierkarte aufgelistet sein. Dem Vertragsexemplar lag jedoch keine Revierkarte an. (weiterlesen)
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Massive Winderosion zu Ostern 2026 - warum Heckenpflege für alle Naturnutzer so wichtig ist
Über die Ostertage 2026 kam es im Landkreis Lüchow-Dannenberg zu massiver Winderosion auf den Feldern, weil frisch gedrillte Äcker durch die Sonne ausgetrocknet waren und ohne windabweisende Hecken dem Wind schutzlos ausgeliefert waren.
Dass das Deutsche Jagdportal mit Sitz im niedersächsischen Wendland sich aktiv für die Heckenpflege einsetzt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber es bedarf immer wieder großer Motivation, um am Ziel, großflächig Heckenpflege zu betreiben, festzuhalten, ist doch die Resonanz und die Unterstützung selbst in der Region sehr gering bzw. nicht vorhanden. Jäger, Jagdgenossenschaften Naturschützer und Landwirte sehen zwar den Sinn einer fachlich fundierten Heckenpflege ein und erkennen auch den Mehrfachnutzen, den unsere Umwelt davon hat, aber wenn es um konkrete Unterstützung geht, steht man dann mehr oder weniger alleine da.
Das diesjährige Osterwochenende spielte uns dann doch durch eine Naturkatastrophe in kleinerem Ausmaßes in die Hände. Das sonnige Wetter in der Karwoche trieb die Bauern auf die Felder, um die letzten Äcker zu drillen. Doch der Regen nach dem Drillen blieb aus, stattdessen trocknete sonniges Frühlingswetter über mehrere Tage die Oberfläche der frisch gedrillten Flächen ohne Bewuchs binnen Tagen völlig aus. Über die Osterfeiertage nahm die Katastrophe dann ihren Lauf: Der Wind frischte stark auf und strich über die ungeschützten Felder mit der ausgetrockneten Oberfläche. (weiterlesen)

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Tier aus Alster gezogen - Wolf beißt Frau in Hamburg – erster Angriff auf einen Menschen seit Wiederansiedlung der Tiere
31.3.2026x In Hamburg hat die Polizei von Anrufern Hinweise auf einen Wolf im Stadtgebiet bekommen. Dann greift das Tier eine Frau an und verletzt sie. Es ist der erste Fall seit 1998, bei dem ein Mensch von einem Wolf in freier Wildbahn angegriffen wurde.
Ein Wolf hat im Hamburger Bezirk Altona eine Frau gebissen und verletzt. Polizeibeamte fingen den Wolf noch am späten Abend in der Hamburger Innenstadt ein: Am Anleger an der Binnenalster zogen sie das Tier mit einer Schlinge aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Lagezentrums schilderte.
Behördenangaben zufolge ist das der erste Fall, bei dem ein Mensch von einem Wolf angegriffen wurde, seit sich dieser wieder in Deutschland ausgebreitet hat. „Es gab noch keinen solchen Fall seit der Wiederansiedlung seit 1998“, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz der Deutschen Presse-Agentur. (weiterlesen)

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Warum immer mehr Jäger aufgeben – und wer trotzdem zurück will
Von Bachritter Leonie
30 März 2026
In Frankreich hat eine große Befragung ehemaliger Jäger gezeigt, warum Menschen mit der Jagd brechen – und weshalb ein Teil von ihnen später doch wieder an den Start gehen will. Die Ergebnisse zeichnen ein Bild von einer Freizeitbeschäftigung, die unter Kostendruck, Zeitmangel und gesellschaftlichem Wandel steht, aber längst nicht am Ende ist.x Studie mit fast 10.000 Ex-Jägernx Die Untersuchung basiert auf den Antworten von 9.181 Personen, die früher einen Jagdschein hatten oder mindestens die Prüfung versucht haben. Darunter befanden sich:
7.623 Personen, die die Jagd aktiv betrieben und dann aufgegeben haben
657 Personen, die bei der Jagdscheinprüfung durchgefallen sind
901 Personen, die die Prüfung bestanden, den Schein aber nie gültig gemacht haben
Die Studie sollte klären, welche Motive hinter dem Ausstieg stehen. Dabei durften die Befragten mehrere Gründe angeben – es geht also um eine Rangliste der wichtigsten Auslöser, nicht um eine einzige Ursache pro Person.
Geld, Zeit und ein verändertes Umfeld wiegen für viele schwerer als die Leidenschaft für die Jagd.
Hauptgrund Nummer eins: die Kosten explodieren (weiterlesen)

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Im Bundesrat beschlossen Wolf wird ins Jagdrecht aufgenommen
Die Rückkehr des Wolfes in Deutschland und Europa ist ein Erfolg der Artenschutzpolitik. Mit der zunehmenden Ausbreitung gibt es aber auch Konflikte mit der Weidetierhaltung und Teilen der Bevölkerung. Der Bundesrat hat zugestimmt, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen.
Freitag, 27. März 2026
Nachdem im Jahr 2000 der erste wildlebende Wolf in der Muskauer Heide in Sachsen geboren wurde, leben Wölfe aktuell wieder in ganz Deutschland. Die meisten Wolfsterritorien befinden sich in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Nach den aktuellen Monitoringdaten für 2024/2025 leben in Deutschland circa 219 Rudel, 43 Wolfspaare und 14 Einzeltiere.
Doch das bringt auch Probleme mit sich – insbesondere für Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter. Zudem hat das Konfliktpotenzial mit Teilen der Bevölkerung zugenommen. Bundesrat stimmt der Aufnahme ins Bundesjagdgesetz zu (weiterlesen)

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Ohne gültigen Jagdschein ab April: Was für Waffen & Munition gilt
Für viele Jäger steht derzeit die Verlängerung des Jahresjagdscheines an. Aber: Wie gestaltet sich die Sachlage eigentlich, wenn ich als Jäger vergessen habe, meinen Jagdschein rechtzeitig zu verlängern?
Waffenbesitz: Was bedeuten Jagdschein und Waffenbesitzkarte?
Klar ist für Jäger zuvorderst, dass die Waffen, die in die Waffenbesitzkarte eingetragen sind, sich legal in seinem Besitz befinden. Das gilt für Lang- und Kurzwaffen gleichermaßen. Das ändert sich auch nicht, wenn zum 1. April (noch) kein verlängerter Jagdschein vorliegt.
Denn die Grundlage zum dauerhaften Besitz von Waffen stellt nicht der Jagdschein, sondern die Waffenbesitzkarte dar. Das geht deutlich aus § 10 des Waffengesetzes hervor. Der genaue Passus: „Die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Waffen wird durch eine Waffenbesitzkarte oder durch Eintragung in eine bereits vorhandene Waffenbesitzkarte erteilt.“ (weiterlesen)

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Reviertratsch 1 - Schonzeit, Messen & Muttermilchjäger
22.03.2026
Schon lange haben wir von voll.wild darüber nachgedacht, ein Format zu schaffen, in dem wir einfach einmal frei über Jagd, Revier und das sprechen, was uns gerade beschäftigt. Mitte März war es dann soweit: Martin und Patrick haben sich im Revier im südlichen Waldviertel nahe der Donau zusammengesetzt – mitten in den grünen Hügeln, Wäldern und Feldern des Reviers – und einfach einmal über die Jagd geredet.
In dieser ersten Folge geht es um vieles, was Jägerinnen und Jäger gerade beschäftigt:
die laufende Schonzeit, die Arbeiten im Revier, die bald beginnende Schusszeit auf das Rehwild, geplante Jagdabenteuer für das kommende Jahr, unsere Eindrücke aus der Messezeit – und auch um die Frage, was wir eigentlich von Begriffen wie „Hobbyjäger“ oder „Muttermilchjäger“ halten.
Reviertratsch ist kein klassischer Podcast aus dem Studio – sondern ein Gespräch direkt aus dem Revier, so wie es sich unter Jägern eben ergibt.
Dieses Format wird künftig regelmäßig auf YouTube erscheinen und euch immer wieder einen Einblick geben in unser Revier, unsere Gedanken und unsere Gespräche über Jagd.
Weidmannsheil und viel Freude beim Zuhören!

