Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Handlungsbedarf beim Schutz von exotischen Wildtieren

Auch deutscher Heimtermarkt gefährdet seltene Reptilien und Amphibien.

er Handel mit exotischen Wildtieren wie Reptilien und Amphibien trägt mit zum Artensterben bei. Das ist ein Ergebnis einer neuen Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), die Pro Wildlife e.V. erstellt hat. Nötig ist daher die Reduzierung der Nachfrage nach wilden Reptilien, Amphibien und kleine Säugetieren, die dann als Heimtiere gehalten werden – auch in Deutschland.

Nach dem Bericht des Weltbiodiversitätsrates ist die direkte Ausbeutung von Tier- und Pflanzenarten durch den Menschen der zweitwichtigste Treiber des weltweiten Artensterbens. Hierzu trägt die auch in Deutschland steigende Nachfrage nach „exotischen“ Arten für den Heimtiermarkt bei. Insbesondere Reptilien, Amphibien und „exotische“ Säugetiere werden in Deutschland und der EU immer häufiger gehandelt, obwohl sie oft in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gefährdet sind. (weiterlesen)

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Das Bärenreservat von Zărneşti

Am Stadtrand von Zărneşti im Landkreis Braşov liegt das größte Bärenreservat der Welt, offiziell im Jahr 2008 vom Verein "Millionen von Freunden" und dem Weltverband für Tierschutz eingeweiht.

Jeder Bär hat seine eigene Geschichte. Einige wurden aus erstickenden Käfigen gerettet; sie dienten für Restaurants, Hotels, Fabriken, Tankstellen, Zirkusse oder sogar Klöster nur als Unterhaltung. Andere wurden aus rumänischen Zoos gebracht, die ihnen keine normalen Lebensbedingungen anboten oder wurden illegalen Besitzern weggenommen. Auf 70 Hektar Wald und Weide, profitieren Bären hier, in Zărneşti von Wasserbecken, Kletterbäumen, Futterplätzen und individuellen Schutzräumen. Das Reservat entstand aufgrund einer schmerzhaften Erfahrung: Cristina Lapis, Präsidentin des Vereins "Millionen von Freunden", gründete es nachdem die von ihr gerettete Bärin Maya starb, die in Gefangenschaft zur Unterhaltung von Touristen gehalten wurde: (weiterlesen)

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ASP: So arbeiten Forscher weltweit an der Bekämpfung

Die ASP hält Schweinehalter weltweit in Atem. Was Forscher bisher bei der Bekämpfung des Virus erreicht haben, lesen Sie hier.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) beschäftigt die Schweinebranche weltweit. Immer wieder gibt es Meldungen von neuen Fällen. Um das Virus nachhaltig zu bekämpfen, arbeiten Wissenschaftler auf Hochtouren – und das mit Erfolg. Zuletzt gelang es einem isländischen Forscherteam einen Gentest zu entwickeln, der in der Lage ist das Virus der Afrikanischen Schweinepest in infizierten Schweinen und Schweinefleischprodukten nachzuweisen.

Das US-Heimatschutzministerium gab nun bekannt, dass die US-amerikanische US-amerikanische Wissenschaft- und Technikdirektion und das Unternehmen MatMaCorp eine erfolgreiche Bewertung des Gentests abgeschlossen haben. (weiterlesen)

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Corona-Krise: Auswirkungen auf den Wildbrethandel

Der größte Wildverarbeitungsbetrieb sieht enorme Probleme beim Wildbret-Absatz und plädiert für das Aussetzen der Schusszeit.

Für viele Jäger stellt sich derzeit die Frage, wie sie ihr Wildbret, das über den eigenen Bedarf bzw. die Lagekapazitäten hinausgeht, vermarkten können. Schließlich haben Gastronomien, ausgenommen Betriebe mit Liefer- bzw. Abholservice, derzeit aufgrund des Coronavirus und den damit einhergehenden Beschränkungen geschlossen. Wie lange dieser Zustand noch bestehen bleibt, lässt sich bisher nicht abschätzen. Eine Lockerung der Einschränkungen stellte Gesundheitsminister Jens Spahn frühestens für die Zeit nach Ostern in Aussicht. Ob diese dann auch für Gastronomien gilt, lässt sich momentan genauso wenig vorhersagen, wie der weitere Verlauf der Corona-Krise. Außerdem muss damit gerechnet werden, dass trotz Soforthilfemaßnahmen der Bundesregierung einige dieser Betriebe auf der Strecke bleiben. (weiterlesen)

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Brandenburg: Über 300 Wölfe in Brandenburg

Brandenburg hat mit mehr als 300 Wölfen bundesweit die meisten, und seit November 2019 einen neuen Wolfsmanagementplan. Fragt sich allerdings, wer gemanagt werden muss: der Mensch oder der Wolf?

Eine der letzten Veranstaltungen vor Corona am Vormittag des 6. März: Gut 30 Wolfsinteressierte haben sich unterm Dach des LBV-Hauses in Teltow zur Winterschulung versammelt. Auf dem Programm: der Wolf. Jens Schreinecke, Wolfsbeauftragter des Landesbauernverbandes (LBV) führt ins Thema ein: deutlich mehr als 300 Wölfe, so viele wie in Schweden bei deutlich weniger Fläche. Das hat Folgen: 91.695 € Ausgleichszahlungen für 409 nachweislich vom Wolf gerissene ­Nutztiere allein 2018/19. Und die Risszahlen steigen trotz immer höherer Ausgaben für den Herdenschutz. Allein 2019 zahlte das Land Brandenburg für präventive Maßnahmen 1,2 Mio. €. Dabei würden Schadensausgleich und Auszahlung der Präventionsleistungen meist korrekt laufen, so Schreinicke. (weiterlesen)

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Hommage an (m)eine Wachtel

Der Deutsche Wachtelhund - mehr als nur ein Stöberhund

Mein erster Kontakt

Seit meinen Kindertagen bin ich mit der Jagd eng verbunden. Schon vor der bestandenen Jägerprüfung mit dem 16. Lebensjahr kümmerte ich mich zu Hause um die Hunde. Da ich jagdlich in Niederwildrevieren groß wurde, war mir anfangs der Wachtelhund weitestgehend unbekannt. Erst meine jagdlichen Kontakte zu waldreichen Hochwildrevieren während meines Studiums brachte mir den Wachtelhund näher. Nach dem Studium musste wieder ein Hund her, denn die hundelose Zeit war für mich nicht länger hinnehmbar. Auch ich war als passionierter Jäger und natürlich auch als Hundeliebhaber von der unbändigen Passion dieser Rasse fasziniert. Doch beim Einholen von Erfahrungen anderer Jäger über diese Rasse kamen mir Zweifel.
Da ich großen Wert auf Führigkeit und Gehorsam lege, rieten mir die meisten Jäger ab. Aussagen wie: “Die hören nicht, die jagen nur“ oder scherzhaft: Frage an einen Wachtelhundbesitzer: „Wo ist denn Ihr Wachtel?“ Antwort: „Entweder noch im Wald oder schon zu Hause“.  (weiterlesen)

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Afrikanische Schweinepest: Neuer ASP-Fall in Polen 10 km vor Deutschland

Die ASP ist nun bis 10 km an die deutsche Grenze herangerückt. Dort haben die Behörden ein infiziertes Wildschwein entdeckt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) teilt mit, dass in Polen nur 10 km von der deutschen Grenze entfernt erneut ein ASP-infiziertes Wildschwein gefunden wurde. Der Fundort liegt laut des EU-Tierseuchenmeldesystems ADNS in der Woiwodschaft Lebus.

Die ISN appelliert noch einmal an alle Schweinehalter, die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu zählen unter anderem die Abschottung der Betriebe für Betriebsfremde Personen. (weiterlesen)

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Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung vom 27.3.2020: Ein Minister auf dem Irrweg-Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert die Verlängerung der Jagdzeiten in Mecklenburg-Vorpommern

Hamburg, 27.03.2020. Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April wird Mecklenburg-Vorpommern mit die längsten Jagdzeiten in Deutschland haben. Ob die Verlängerung der Jagdzeiten das richtige Mittel ist, um überhöhte Wildbestände abzubauen, stellt die Deutsche Wildtier Stiftung in Frage, so der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, Hilmar Freiherr von Münchhausen.

Mit der neuen Verordnung beginnt die Jagdzeit auf Jährlinge beim Rot-, Dam- und Rehwild bereits am 16. April und soll bis zum 31. Januar andauern. „Die Deutsche Wildtier Stiftung begrüßt einen früheren Beginn der Jagdzeit auf einjähriges Rot- und Damwild, jedoch erst ab dem 1. Mai. (weiterlesen)

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Minister Backhaus macht Grenzen dicht für Jäger

LJV und DJV stellen klar: Jagd ist kein Tourismus. Jäger sollten trotz Corona-Krise von Beschränkungen ausgenommen werden. Sie verhindern Wildschäden auf Feldern. Verstärkte Wildschweinjagd ist notwendig wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest.

Auch in Zeiten der Corona-Krise ist die Einzeljagd problemlos durchzuführen, die behördlichen Kontaktbeschränkungen werden eingehaltenAuch in Zeiten der Corona-Krise ist die Einzeljagd problemlos durchzuführen, die behördlichen Kontaktbeschränkungen werden eingehalten (Quelle: Kauer/DJV)
Mecklenburg-Vorpommern plant ein komplettes Einreiseverbot für Jäger, die ihren ersten Wohnsitz nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat bereits entsprechend gehandelt: Jagdreisen seien unzulässig. Der Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern und der Deutsche Jagdverband protestieren gegen dieses Vorhaben. In einem Brief an Landwirtschaftsminister Till Backhaus stellte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning klar: Jagdpächter, bestätigte Jagdaufseher und Erlaubnisscheininhaber werden gerade im Frühjahr dringend gebraucht - auch wenn sie nicht dauerhaft in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. (weiterlesen)

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Uelzen: Katastrophaler Wolfsriss

Die Tierhalter sind den Wölfen nicht gewachsen. Trotz verbesserter Schutzmaßnahmen haben sich die Rissereignisse in Niedersachsen im Vergleich zum vergangenen Jahr bereits fast verdoppelt.

Besonders betroffen sind derzeit zwei Schäfer im Raum Uelzen mit zwölf Rissen und mindestens 114 toten Schafen und Ziegen innerhalb von sieben Wochen.

Im Zusammenhang mit einem Riss vom 18. März 2020 berichten die Jäger vor Ort von zwei Rudeln, die immer wieder gesehen werden.

In der folgenden Nacht kam es zu einem weiteren Übergriff. Die Herde der Glockenschäferei von Familie Jahnke in Eimke stand mit 850 Tieren in Arendorf. Die Herde war ausgebrochen und in zwei Gruppen gesplittet. Ein Teil der Herde konnte in Holthusen auf einem Acker gesichert werden.

Im Morgengrauen offenbarte sich die Härte dieses Übergriffs: Bis Wulfsode lagen die Kadaver auf den Äckern, überwiegend durch Kehlbiss getötet. Die Spurenlage ist laut dem Wolfsberater erdrückend: Kehlbisse, Trittsiegel - alles da.

Eine Desaster für den Schäfer  (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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