Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Pressekonferenz Bayerischer Jagdverband vom 15. November 2022 als Video 

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Natur in Bayern: Jägerpräsident unter Druck

13.11.2022

Die SPD sieht im Fall Weidenbusch einen massiven Interessenkonflikt und einen neuen "CSU-Amigoskandal". Der Haushaltsausschuss des Landtags soll aber vertraulich informiert gewesen sein, inklusive Opposition.

Von Johann Osel und Klaus Ott

Es gehe um eine "Riesensumme" und massive Interessenkonflikte, eine "neue Stufe im CSU-Amigoskandal" sei erreicht: SPD-Fraktionschef Florian von Brunn attackiert seine politischen Gegner wieder mal überaus heftig. Er verlangt Aufklärung vom Ministerpräsidenten höchstpersönlich, beim Plenum an diesem Mittwoch. "Markus Söder muss sich erklären!" Anlass ist der Fall Ernst Weidenbusch.

Der CSU-Landtagsabgeordnete und Söder-Vertraute hat als Anwalt vor Jahren knapp 430 000 Euro mit zwei Mandanten verdient, die mit der Bayerischen Landesbank (BayernLB) zu tun hatten. Bekannt geworden ist das erst jetzt; nach der Antwort der Regierung auf eine Landtagsanfrage der FDP. Die BayernLB gehört dem Freistaat.

Ob diese hohen Honorare für den umtriebigen Anwalt Weidenbusch zum Skandal taugen, wird erst noch zu klären sein. Ebenso wie die Frage, wer wann was genau wusste. Oder nicht. Der Fall ist kompliziert und führt mitten hinein in gleich mehrere Affären der BayernLB und in einen Untersuchungsausschuss des Landtags, der sich mit der Staatsbank und deren einstiger Wohnungsbaugesellschaft GBW beschäftigt hatte. Dem Ausschuss hatte auch Weidenbusch angehört. Klar ist einstweilen nur, dass bislang allenfalls Insider von den 430 000 Euro wussten. Und dass nun nach den Maskenaffären mehrerer CSU-Politiker und zudem so kurz vor der Bundestagswahl die Aufregung groß ist.   (weiterlesen)

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Deutschland hat ein neues Raubtier: Nachwuchs von Goldschakal in zwei Bundesländern

Der wolfsähnliche Goldschakal breitet sich immer weiter in Deutschland aus. Inzwischen gibt es bestätigte Würfe im Norden und Süden des Landes.
Jens Voss, 9.11. 2022

Er ist größer als ein Fuchs, aber kleiner als ein Wolf. Dennoch: Mit seinem rötlich-grauen Fell und der weißlichen Schnauze kann der Goldschakal auf den ersten Blick mit seinen Verwandten verwechselt werden. Dass es künftig häufiger zu Begegnungen mit dem scheuen Raubtier kommt, ist ziemlich sicher. Heimlich, still und leise erweitert Canis aureus sein ursprünglich südliches Verbreitungsgebiet nach Norden.

Zunächst waren es einzelne Sichtungen. Das erste Tier wurde 1997 in Brandenburg beobachtet. Bis 2020 gab es bereits 25 Nachweise aus nahezu allen Bundesländern. Wahrscheinlich handelte es sich um Streuner aus dem südöstlichen Europa. Inzwischen scheint sich der Wolfsverwandte auch in Deutschland pudelwohl zu fühlen. Denn es gibt Nachwuchs.

Goldschakal-Welpen in Niedersachsen und Baden-Württemberg

Nachweislich drei Welpen kamen in diesem Jahr im niedersächsischen Landkreis Uelzen zur Welt. In Baden-Württemberg hat sich der Goldschakal sogar schon etwas länger fest angesiedelt. (weiterlesen)

 

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„Rehe machen glücklich“: Heimatpfleger über artgerechte Jagd – und den Zorn seiner Kollegen

14.11.2022 Von: Dirk Walter

Heimatpfleger Rudolf Neumaier, einst SZ-Journalist, spricht im Interview über eine Tierart, die mancher für eine Plage hält: das Reh.

München – Rudolf Neumaier, 51, war einst Journalist bei der SZ. Vor gut einem Jahr wechselte er als Geschäftsführer zum Landesverein für Heimatpflege. Weniger bekannt ist seine Leidenschaft für eine artgerechte Jagd. In einem neuen Buch wagt er eine Hymne auf das Reh (Das Reh. Über ein sagenhaftes Tier, Hanser Verlag, 24 Euro). Der schmale Band wird, so viel ist sicher, Protest bei Förstern wie Naturschützern auslösen – denn Neumaier hält von hohen Abschussquoten wenig. Wir treffen ihn im Münchner Jagdmuseum.

Das große Museum ist menschenleer. In dem lichtdurchfluteten Gebäude – das Museum ist in einer profanierten Kirche – sind Skelette und Gehörne aller Art, in einem Winkel auch das wuchtige Geweih eines Hirsches, den einst Nazigröße Hermann Göring erlegte. Im Hintergrund läuft in Dauerschleife ein Tierfilm, alle paar Minuten röhrt der Hirsch. Wir sitzen in der Streichelecke – reichlich angegraute Wildtiere wie Reh, Dachs, Hase, Hirsch sind hier ausgestellt.

Heimatpfleger Neumaier geht vier- bis fünfmal die Woche raus
Herr Neumaier, wie oft gehen Sie zur Jagd?

Neumaier: Unterschiedlich. Wenn die Tage lang sind, bin ich bis zu vier, fünf Mal die Woche draußen. Ich bin nicht selber Revierpächter, sondern gehe in einem großen Revier unweit von Töging mit. Manchmal sitze ich nur zum Schauen draußen. Ich führe genau Buch. Mein letzter Abschuss war ein Kitz, das war vor drei Wochen.  (weiterlesen)

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Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz, Landkreis Neuwied:

Der gemeinschaftliche Jagdbogen Brückrachdorf, Stadtteil der Stadt Dierdorf (Kreis Neuwied) ist zum 1.04.2023 für die Dauer von 9 Jahren zu verpachten. Es handelt sich um eine Niederwildjagd.

Die Gesamtgröße des Jagdreviers beträgt ca. 450,00 ha, befriedete Fläche der Ortslage ca. 49,50 ha, bejagbare Fläche ca. 400,50 ha, davon Wald ca. 76,00 ha und Feld ca. 324,50 ha. Der Jagdbogen gehört keinem Bewirtschaftungsbezirk an.  (zur Ausschreibung der Jagdverpachtung)

 

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„Jagd und Hund“ - Umstrittene Dortmunder Messe kehrt 2023 zurück in die Westfalenhalle

12.11.2022

Im Januar 2023 findet Europas größte Jagdmesse wieder in Dortmund statt. Tierschützer kritisierten die Veranstaltung in den letzten Jahren stark wegen angebotener Jagdreisen.

Dortmund - Im Januar wird es in der Westfalenhalle wieder laut. Im Zuge der größten Jagdmesse in Europa kommen die Hirschrufer in die Westfalenhalle zurück. Die Messe Jagd und Hund findet vom 24. bis 29. Januar 2023 in Dortmund statt. In der Vergangenheit sorgte die Veranstaltung für gespaltene Gemüter.

Messe Jagd & Hund findet in der Dortmunder Westfalenhalle statt
Die Jagd und Hund bietet auch 2023 wieder ein volles Programm für alle Jagdinteressierten. Neben den standardmäßigen Angeboten und Verkäufen von Jagdartikeln können die Besucher Tiere wie beispielsweise Greifvögel in Aktion erleben. Nach Angaben der Veranstalter (Messe Dortmund GmbH) werden in etwa 1300 Hunde zu sehen sein, wobei so gut wie alle Jagdhunderassen vertreten sein sollen.   (weiterlesen)

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Sie sind engagiert, haben Spaß am Verkaufen und arbeiten gerne im Team. Gepflegtes Auftreten und sehr gute Sprachkenntnissse in Deutsch werden vorausgesetzt. Gute Englischkenntnisse oder andere Sprachen sind von Vorteil.

Selbstständiges Arbeiten und ein freundliches, offenes sowie höfliches Auftreten sind für uns selbstverständlich. Wenn Sie noch zuverlässig, ehrlich und belastbar sind, dann sind Sie bei uns genau richtig!

Ihre Aufgaben:
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• Reparaturen und Warenannahme
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Wir bieten:
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Tel: +43 – 1 – 406 11 04
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BJV: Schwere Vorwürfe gegen Verbandsspitze

10. November 2022

Keine Ruhe beim Bayerischen Jagdverband in Feldkirchen.
Nach dem öffentlichen Eklat auf der Messe in Grünau, bei dem es zu verbalen Angriffen durch den Jagdpräsidenten Ernst Weidenbusch und Generalsekretär Robert Pollner gegenüber Kreisgruppenvorsitzenden gekommen sein soll, werden die Vorwürfe gegen die Verbandsspitze immer lauter.

Mit dem folgenden, wenn auch anonymen Brief, meldet sich eine Gruppe ehemaliger Mitarbeiter der BJV-Geschäftsstelle an die BJV-Kreisgruppen zu Wort:

Sehr geehrte Damen und Herren …

Anhand der Vorfälle von Grünau ist sichtbar geworden, welchen zwischenmenschlichen Umgang Herr Ernst Weidenbusch und Herr Robert Pollner an den Tag legen und wie sie diesen hinterher in der Öffentlichkeit rechtfertigen.

Diesem Umgang konnten wir Mitarbeiter der BJV-Geschäftsstelle uns als abhängige Beschäftigte nicht entziehen. Dieser aber ist dafür verantwortlich, dass einige von uns ihre festen Anstellungsverhältnisse, die sie teilweise seit Jahrzehnten innehatten, und die sie gerne weitergeführt hätten, aufgegeben haben. Manche Mitarbeiter haben ohne Sicherheit auf eine berufliche Zukunft gekündigt.

Wir sind gedemütigt, enttäuscht und traurig über die Entwicklungen im BJV und in der Wildland-Stiftung, die wir über Jahre und Jahrzehnte engagiert und motiviert begleitet haben und in dessen positiver Fortentwicklung wir unsere Arbeitskraft investiert haben. (weiterlesen)

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Die Gebirgsjagd – Die letzte Freiheit (2/2)

„Jeder, der die Jagd nur mit Trophäen verbindet, wird sowieso nie ein echter Jäger sein“, ist sich Christoph Burgstaller sicher. Mit der Jagd geht eine große Verantwortung einher. Die Erfüllung ausgegebener Abschusspläne ist essenziell für die nachhaltige Erhaltung unseres ökologischen Systems. In Teil 2 der ‚Gebirgsjagd‘ begleitet BERGWELTEN eine Jägerin und fünf Jäger bei ihren fordernden Einsätzen am Berg. Wild, alpin und bewegend…
Erfahrung, Wachsamkeit, Geduld, eine gewisse Portion Feingespür uvm. – die Liste der Attribute ist lange, die Jäger mitbringen müssen, um bei ihren herausfordernden Einsätzen im Gebirge reüssieren zu können. Kaum einer weiß das besser als Jäger & Förster Thomas Tscherne aus Bad Gastein. Ein respektvoller Umgang mit den Wildtieren steht bei ihm an erster Stelle. Nicht umsonst stapft er im Winter fast täglich den beschwerlichen, meist zugeschneiten Weg zu seiner Wildfütterung im Gasteiner Angertal hinauf. Thomas ist hier Jagdpächter und betreut dieses Revier schon seit über 25 Jahren. Anfang Oktober, noch vor dem großen Wintereinbruch, macht er sich mit Rucksack, Gewehr und Fernglas bepackt auf die Jagd nach einem Dreierhirsch. Dreierhirsche sind ein bis vierjährige männliche Tiere. Neben Kahlwild hat Thomas laut Abschussplan in dem Jahr nur einen Dreierhirsch frei. Nach besagtem Kahlwild hält sein Sohn Thomas Tscherne jun. Ausschau. Ein erster Winter-Vorbote ist bereits übers Land gezogen. Die Bedingungen am Berg sind jetzt noch härter und abweisender. Ob Thomas´ Anstrengungen belohnt werden? Eine Bergung des erlegten Tieres talabwärts, in diesem unwegsamen Gelände wäre beschwerlich und nur mit Unterstützung machbar... Seine Frau Rosina ist auf der Jagd nach einem Dreierhirsch. Über ein Hochplateau erreicht sie die Gegend, in dem das Rotwild zurzeit einsteht. Es beginnt ein anstrengender Abstieg mit schwerem Gepäck im steilen Gelände. Am Platz angekommen, richtet sie ihre Position her und es beginnt das Warten, bis das Wild von den Einständen auszieht. Und Christoph Burgstaller ist wie schon im Sommer bei Hannes Schwabl im hinteren Fuschertal auf einen alten Gamsbock eingeladen. Eine vermeintlich kranke Gamsgeiß durchkreuzt jedoch ihren ursprünglichen Plan.  (weiterlesen)

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Hubertus: die Botschaft hinter der Legende

3. November 2022

Jägerinnen und Jäger gedenken am 3. November landesweit ihrem Schutzpatron. Er gilt als Begründer der Waidgerechtigkeit, die heute noch wichtiger Bestandteil der Jagd ist. Dem Tier-, Arten- und Naturschutz ist die Jägerschaft gesetzlich verpflichtet.

Am 3. November feiern Jägerinnen und Jäger den Hubertustag in Gedenken an den Schutzheiligen für Jäger, Hunde, Natur und Umwelt. Hubertus von Lüttich lebte im 7. Jahrhundert und war zunächst kein gutes Vorbild: Nach dem Tod seiner Frau soll er Gott und der Welt entsagt und die Jagd in den Wäldern der Ardennen wild und rücksichtslos ausgeübt haben. Als er an einem Feiertag einen Hirsch in die Enge getrieben hatte, entflammte plötzlich ein Kreuz zwischen dessen Geweihstangen. Hubertus fiel ehrfürchtig auf die Knie und gelobte Besserung. Die Legende mahnt Jägerinnen und Jäger, achtsam und respektvoll mit Wildtieren und Natur umzugehen. Diese Grundhaltung ist eng verknüpft mit dem heutigen Verständnis von Waidgerechtigkeit. Sie umschließt Tier- und Umweltschutz sowie Respekt gegenüber Mitmenschen.
Jägerinnen und Jäger sind verpflichtet, Tieren vermeidbare Schmerzen zu ersparen. Ein nachhaltiger Umgang mit der Natur gehört ebenso zur Waidgerechtigkeit wie ein umsichtiges Verhalten gegenüber anderen Jägern und der Bevölkerung. Für Jäger ist Waidgerechtigkeit oberstes Gebot, das auch in Jagdgesetzen Niederschlag findet. Wer dagegen verstößt, hat den Sinn der Jagd nicht verstanden und muss mit strengen Strafen rechnen. Das kann bis zum Entzug des Jagdscheines führen. Bevor sie diesen überhaupt bekommen, müssen Jägerinnen und Jäger in Deutschland durchschnittlich 150 Stunden büffeln und eine umfangreiche staatliche Prüfung ablegen.  (weiterlesen)

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