Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Rettung mit der Drohne

Die Methoden der modernen Landwirtschaft sind auf Effizienz und Effektivität ausgerichtet. Für die Wildtiere wird dabei der Freiraum immer kleiner. Rehkitze liegen bevorzugt in den landwirtschaftlichen Flächen, die als erstes im Jahr gemäht werden müssen, um den notwendigen Ertrag zu liefern. Im hohen Gras oder Klee sind die Rehkitze vom Boden aus nur zufällig zu finden. Damit ein Landwirt sicher sein kann, dass er seiner Pflicht ordnungsgemäß nachgekommen und die Fläche frei von Wild ist, greift dieser immer häufiger zum Telefon. Die Kitzrettung aus der Luft ist, wird sie professionell durchgeführt, bisher eine der besten Methoden. Die hier gezeigten Filmsequenzen stammen aus einer kombinierten Kameraeinheit E10T (Wärmebild-/Restlichtkamera) an einer Typhoon Yuneec E520 und wurden im Mai 2021 aufgezeichnet. Sie demonstrieren die sehr hohe Treffergenauigkeit, da die relativ hohe Auflösung des Wärmebildes (320 x 256 px) eine Ortung eines Rehkitzes bereits aus mehr als 25m Höhe erlaubt. Die daraus resultierende Suchgeschwindigkeit rechtfertig den hohen Anschaffungspreis.

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Der grüne Frontalangriff auf das Landleben

Das Vorurteil, die Grünen von heute seien im Grunde nichts anderes mehr als eine wohlständige urbane Elite mit Hang zur Besserwisserei und Volkserziehung und würde sich vorwiegend aus Verwaltung und Campus rekrutieren (also aus staatsabhängiger Beschäftigung und einer akademischen Elite, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nie tätig war), hat mittlerweile einige Mühe, nur als Vorurteil zu gelten. Der Versuch der grünen Spitzenkraft Baerbock, sich mit fragwürdigen akademischen Meriten bei potenziellen Wählern als „eine von uns“ darzustellen, spricht Bände. Die Grünen sind eben in Gänze nicht „Schweine, Hühner, Kühe melken“, sondern definieren sich heute eher „vom Völkerrecht her“, weshalb fast allen grünen Politikfelder im Zusammenwirken nichts anderes als ein Frontalangriff auf den sogenannten „ländlichen Raum“ sind.

Der Programmentwurf der Grünen ist noch im Entwurfsstadium und dies darf noch als Ausrede dafür gelten, dass medial nur wenig Reibung daran stattfindet. Dass der Parteitag vom 11.–13.6. aber die großen Linien ändern wird, darf als ausgeschlossen gelten. (weiterlesen)

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Jägerschaft und Weidetierhalter im Feindbild der Wolfsfreunde

TV – Produktionen wie: “Im Einsatz für den Wolf.” Hannes Jaenicke oder “Jacomo und der Wolf.” Reiterhof Wildenstein, sollten genug Motivationspotential haben, damit Jäger, Weidetierhalter und andere Naturliebhaber endlich einmal den Wolfsfreunden ganz freundlich Paroli bieten.

Der Wolf polarisiert und steht sukzessive fast täglich im Rampenlicht der Medienlandschaft.

Die Vorstellung meines Buches: WAF – Die Wolf Armee Fraktion (Deutsches Jagdportal) verweist auf das Interesse betroffener- und interessierter Menschen. Viele aufmunternde Kommentare gibt es dazu. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen und aus aktuellem Anlaß etwas zum Mainstreaming Wolfschutz aufzuschreiben.
Mir gefällt die geradelinige Berichterstattung und Mut gegen die von Hannes Jaenicke und anderen Experten geradezu herablassende Voreingenommenheit der “grün-gefärbten Wolf-Mainstreamer”zu berichten. Frau Leopold (agrarheute/Wie eine ZDF Serie Weidetierhalter verhöhnt) und Prof. Dr. Pfannenstiel (Jagderleben/Faktencheck zum Wolfsbeitrag von Hannes Jaenicke im ZDF).   (weiterlesen)

 

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Kolumne Jagd-Heute: Einseitig gut!

1.6.2021   In einem Online-Seminar vor Naturschützern hörte ich letzte Woche einen eingesessenen Wildbiologen reden. Es ging - wieder einmal - um die Wald-Wild-Problematik. Alle Vertreter des Waldbaus und der Ökologie waren sich einig, dass eine akute Anpassung der Reh- und Hirschbestände an den Lebensraum erfolgen muss. Es wurden zahlreiche Beispielreviere aus der Praxis aufgeführt, in denen eine Intensivierung der Rehjagd zu erfreulichen Ergebnissen geführt hat: Eine artenreiche (!) Wiederbewaldung, gesunde Rehe und wenig Verkehrsverluste. Einzig der Wildbiologe haderte: Die bloße Forderung nach einer Anpassung der Wildbestände an den Lebensraum – sprich: Reduzierung – sei „zu einseitig“. Dieses (Totschlag-) Argument ist häufig zu hören von Wild- und Jagd- „Experten“, die eher in der Theorie als in der Jagdpraxis zu Hause sind. Die Problematik sei zu komplex, als dass es durch die bloße Erhöhung der Abschüsse funktionieren könne. Selbstredend hatte der Wildbiologe auch die Lösung des Wald-Wild-Problems im Gepäck (die Wildbiologen begründen und erklären den "Hobbyjägern" seit jeher ihr Handwerk). Und wie immer im Werkzeugkasten: Runde Tische, Berücksichtigung aller Interessen, Konzepte, Wildruhezonen, Wildäsungsflächen, Touristenlenkung und Kommunikation! Ganz wichtig! Man müsse der entfremdeten (Stadt-) Bevölkerung den Wald wieder näherbringen. Zum Beispiel – jetzt kommt’s – indem man das Rotwild wieder tagsüber erlebbar macht für die Bevölkerung! Hirsche als umweltpädagogische Leitart für die Rettung des deutschen Waldes! So etwas kann man sich fast nicht besser ausdenken!

Denn in der Tat hat der Wald ein erhebliches Problem mit dem Rotwild. Warum? Weil es gar keine Waldart ist. Hirsche kommen natürlicherweise im Wald gar nicht vor. So wenig wie Steppenantilopen oder Eisbären. Natürliche Offenland-Lebensräume für Rotwild gibt es in Deutschland kaum noch – als geeignete Ersatzlebensräume fungieren allenfalls (ehemalige) Truppenübungsplätze. Die intensiv genutzte Agrarlandschaft fällt als Lebensraum für die großen Rudeltiere per se aus. In unseren Wäldern werden Hirsche gehegt, weil der „König des Waldes“ die größte Sehnsucht der Trophäenjäger ist. (weiterlesen)

Der Blaue Eichenzipfelfalter (Neozephyrus quercus) ist - im Gegensatz zum Rotwild - eine der typischen Arten intakter, alter Eichenwälder.

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Warum ist das Kitz gepunktet?

Uralte Instinkte sichern vielen jungen Tieren das Überleben

Uralte Instinkte sichern vielen jungen Tieren das Überleben: Regungslos, geduckt und noch fast ohne den typischen arteigenen Geruch verharrt der gut getarnte Nachwuchs von Reh und Feldhase die ersten Lebenswochen im hohen Gras und wartet auf die Versorgung und Pflege durch das Muttertier.

Die Rehgeiß säugt die Kitze in den ersten Lebenstagen mit ihrer gehaltvollen Milch alle paar Stunden, auch nachts, innerhalb von wenigen Minuten. Mit zunehmenden Lebenstagen verlängern sich die Abstände der Saugakte. Jedes Säugen kann Feinden die Anwesenheit der Tiere verraten. Wenn die Rehgeiß von ihren Streifzügen zurückkommt, um ihre Kitze, meist sind es Zwillinge und manchmal sogar Drillinge, zu versorgen, werden sie munter. Die gemeinsam verbrachte Zeit ist allerdings jedes Mal sehr kurz. Deshalb dauert es auch einige Wochen, bis sich Muttertier und Jungtiere individuell erkennen.

Allein gelassen im hohen Gras und mucksmäuschenstill geduckt verharren (weiterlesen)

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Träumen Sie von Freiheit und frischer Luft?

In Zeiten von Corona kann einem schnell die Decke auf den Kopf fallen. Es gibt aber eine Region, in der man seine Horizonte und Lebensqualität erweitern und verbessern kann. Deutschland ist dicht besiedelt, hier leben im Durchschnitt auf einem Quadratkilometer 232 Leute. In München sogar über 4.000. In Kainuu drei. Sie kennen Kainuu nicht? Kein Wunder, die Region im Nordosten Finnlands ist eher ein Geheimtipp unter Finnen. Dort gibt es Millionen von Bäumen, tausende Seen, einen Überfluss an Wild und keine Nachbarn.

Kainuu - Outdoorparadies im wilden Norden

Kainuu liegt 600 Kilometer von Helsinki entfernt, im Nord-Osten Finnlands. Seit Jahrhunderten ringen die Einwohner den Wäldern der Region Holz und Teer ab, verkaufen es nach Russland und in den Süden. Warum, wird schnell klar: Sobald Flughafen und Kleinstadt hinter einem liegen, verschluckt ein endloser Wald, unterbrochen von Mooren, das Auto.

Hier gibt es keine schwere Industrie oder große Städte. Nur Bäume, Moore, Seen, Wild und Nordlichter. Finnen fahren und fliegen seit jeher in die Region. Mit Finnair aus Helsinki dauert der Flug nur eine Stunde. Im Sommer sammeln sie Beeren und Pilze. Gehen wandern, versuchen den Seen und Flüssen kapitale Hechte zu entlocken und: Sie gehen jagen.  (weiterlesen)

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Wolf: Faktencheck zum Wolfsbeitrag von Hannes Jaenicke im ZDF

30.05.2021 Hannes Jaenicke hat sich im ZDF dem Thema Wolf angenommen. Unser Wolfs-Experte hat die Vorwürfe einem Faktencheck unterzogen.

Am 25. Mai war Schauspieler Hannes Jaenicke im ZDF wieder im Einsatz, diesmal für den Wolf. Die Auswahl der Schauplätze und der dort zu Wort kommenden Personen war sehr selektiv und ging so klar in eine bestimmte Richtung, dass man den Beitrag höflich ausgedrückt als unausgewogen bezeichnen muss. Pauschale Grundannahme: Jäger und Weidetierhalter wollen keine Wölfe in Deutschland. Belege dafür: keine! Totaler Wolfsschutz in Deutschland ist alternativlos, meinen Jaenicke und die meisten seiner Gesprächspartner. Angeblich reguliert sich die Natur selbst. Das stimmt zwar, aber in unserer Kulturlandschaft wären die Begleitumstände katastrophal. Zwar werden die Eckdaten keineswegs verschwiegen, aber was sie bedeuten, wird ausgeblendet. Bei gegenwärtig ca. 1.600 Wölfen in Deutschland und einem Jahreszuwachs von 30 bis 35 % werden wir in 10 Jahren weit über 12.000 Exemplare haben. Und damit wären die erwähnten 1.400 potenziellen Wolfsterritorien, die das Bundesamt für Naturschutz errechnet hat, noch nicht alle ausgefüllt. Wer angesichts dieser Zahlen weiter von natürlicher Selbstregulierung ohne dramatische Auswirkungen auch für den Menschen träumt, hat jeden Realitätssinn verloren. (weiterlesen)

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Forschungsprojekt untersucht invasiven Parasiten

31.5.2021 Projekt zur „Risikoabschätzung für Wildtiere durch den invasiven Parasiten Großer Amerikanischer Leberegel“ gestartet.
Freising, 28.05.2021 – Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) untersucht in Kooperation mit den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava die Verbreitung des Großen Amerikanischen Leberegels und seinen Einfluss auf Wildtierpopulationen im Böhmerwald-Ökosystem. Betroffen von dem Parasiten sind vor allem Rot-, Reh und Schwarzwild, aber auch Nutztiere können vom Leberegel infiziert werden. Die Projektergebnisse sollen dabei helfen, Managementmaßnahmen gezielt einzusetzen und damit die Verbreitung des Parasiten einzudämmen.

Der Große Amerikanische Leberegel ist ein invasiver Parasit, der im Laufe des frühen 20. Jahrhundert mit dem Import amerikanischer Hirsche nach Europa eigeschleppt wurde. Auf tschechischer Seite des Böhmerwald-Ökosystems ist die Anwesenheit des Parasiten schon länger bekannt.   (weiterlesen)

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Rehkitzrettung 2021

Wenn man an Menschen denkt, die zur Jagd gehen, dann fallen einem sofort die typischen Bilder ein: Personen in grün, die mit Waffen auf Hochsitzen verharren und nach Wild Ausschau halten, um dieses zur Strecke zu bringen. Ich durfte einige Jägerinnen und Jäger zur Rehkitzrettung begleiten. Und dort hat sich wieder gezeigt, dass das typische Bild der Jägerschaft nicht mehr, als ein Ausschnitt des Ganzen ist.

Im Westen geht die Sonne unter, als wir uns am verabredeten Treffpunkt zusammenfinden. Das Licht am Horizont verfärbt sich langsam ins orange. Ein warmes Bild in absoluter Stille. Das Zwitschern der Vögel und der Ruf des Kuckucks reihen sich nahtlos in diese Stille ein. Um uns herum liegen Wiesen und Äcker. An den Rändern der Felder stehen Eichen. Vereinzelt Birken. Unweit vom Treffpunkt fließt ein Fluss. Er trägt sein Wasser der untergehenden Sonne entgegen. Nicht mehr lange und sie berührt den Horizont.

Doch an diesem Abend sind wir nicht wegen des Sonnenuntergangs gekommen. Einige der Wiesen sollen gemäht werden und die Jägerinnen und Jäger, mit denen ich unterwegs war, wurden gefragt, ob sie diese Flächen nach Rehkitzen oder eventuellen Gelegen von Bodenbrütern absuchen könnten. Und das konnten sie.

Rehkitzrettung als Ehrenamt

Die Rehkitzrettung ist für diese Jägerinnen und Jäger ein Ehrenamt. In ihrer Freizeit, früh morgens und bis spät in die Nacht, arbeiten sie eng mit der Landwirtschaft zusammen, um möglichst viele Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Damit dieses gelingt, setzten sie hocheffektive Technik ein.  (weiterlesen)

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Hemingway – Ein Mann mit Stil

Taucht man in die Welt des KRAUTJUNKER-Blogs und seiner Facebook-Gruppe ein, erscheinen immer wieder Fotos mit Hemingway oder Texte und Zitate von ihm. Seine Freude an der Jagd, dem Angeln, seine Lust exzessiv zu feiern und wie er all dies in Worte fasste, machen ihn und sein mit dem Pulitzer- sowie dem Literaturnobelpreis geadeltes Werk unsterblich.

Auf der anderen Seite ist da der unfassbare Großkotz (Verzeihen Sie mein Französisch), der seine Männlichkeit so übertrieben zelebrierte, dass man dahinter ein zerbrechliches Persönchen vermutet. Ein Prahlhans, der seine Kriegsgeschichten und erotischen Eroberungen aufblies und herumtönte, deutsche Kriegsgefangene erschossen zu haben. Als es mit ihm aufgrund seines Alkoholismus gesundheitlich und künstlerisch zu Ende ging, verübte er Selbstmord, obwohl er zuvor seinen Vater hierfür verachtete. Der jüngste Sohn des Macho-Man beging dann Selbstmord als Transvestit in einem Frauengefängnis.

Gute Bücher zu verschmähen, weil man den Charakter des Autors nicht mag, ist engstirnig, an einer näheren Beschäftigung mit Hemingway hatte ich jedoch lange kein Interesse. Vor ein paar Tagen erreichte ich jedoch den Punkt, an dem ich diesen gleichermaßen an- und abstoßenden Hemingway dann doch mehr verstehen wollte. Es gibt ausführlichere und dickere Biographien als Hemingway – Ein Mann mit Stil, aber die humorvoll-flapsige Art von Thomas Fuchs ist gut, um sich einer großen Künstlerpersönlichkeit zu nähern, der es an Humor und Leichtigkeit fehlte. (weiterlesen)

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