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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Neues Tresorschlüssel-Urteil aus Niedersachsen

18.6.2024

OVG Lüneburg kritisiert OVG Münster – und bestätigt damit den BZL

Wie müssen die Schlüssel von Waffenschränken aufbewahrt werden? Darüber wird seit Monaten diskutiert, jetzt hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg wichtige neue Aspekte dazu geliefert. Diese bestätigen die Haltung und die Kritikpunkte des Bundesverbandes zivile Legalwaffen (BZL), der Interessenvertretung von Sportschützen, Jägern, Sammlern und Herstellern.

Das OVG Lüneburg hatte in einem Berufungsverfahren darüber zu befinden, ob die Einziehung von Jagdschein und waffenrechtlichen Erlaubnissen eines Jägers durch den Landkreis Cloppenburg rechtmäßig war. In ihren Ausführungen äußerten sich die Lüneburger Richter auch zur Aufbewahrung von Tresorschlüsseln und stellten fest: „Der Wortlaut der Vorschriften gibt daher nicht her, dass Schlüssel zu Waffen- und Munitionsschränken in Behältnissen aufbewahrt werden müssen, die ihrerseits den in § 13 Abs. 1 und 2 AWaffV enthaltenen technischen Sicherheitsstandards entsprechen.“

Sie wiesen explizit darauf hin, dass vorherige Argumentationen des OVG Nordrhein-Westfalen, „ein erleichterter Zugriff auf Schlüssel zu deren Behältnissen führe dazu, dass das gesamte Sicherheitsniveau der Verwahrung auf dasjenige sinke, auf dem die Schlüssel (als ‚schwächstes Glied der Kette‘) verwahrt würden“, den Lüneburger Senat „nicht vollständig zu überzeugen“ vermochten. Dies würde nämlich auf ein Verbot von Tresoren mit Schlüsselschloss hinauslaufen, was jedoch aus Sicht des Lüneburger Senats in den Zuständigkeitsbereich des Gesetz- oder Verordnungsgebers fällt.   (weiterlesen)

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Hundetrainerin: »Jagdhunde gehören nicht in die Hände von Normalos!

 18. 6.2024

Hundetrainerin Andrea Stelzig machte in letzter Zeit vor allem in den sozialen Netzwerken von sich reden. So kritisierte sie öffentlich Topmodel Heidi Klum und ihren Mann für die Wahl ihrer Hunderasse. Im Gespräch mit PETBOOK erklärt die Hundetrainerin mit Jagdhundeausbildung, weshalb Jagdhunde eigentlich nur von Jägern gehalten werden sollten.

 Oft suchen sich Menschen die Hunderasse nach der Optik aus. Dabei werden auch Jagdhunde wie Deutsch Drahthaar immer beliebter, da ihr Fell eine ungewöhnliche Optik aufweist und die Statur der Rasse als elegant und sportlich gilt. Aber ist es eine gute Idee, wenn man sich eine Rasse hält, die hoch spezialisiert auf die Jagd ist? Von Hundetrainerin Andrea Stelzig gibt es darauf ein klares „Nein“ als Antwort.

Erst kürzlich sorgte die Wahl-Österreicherin mit einem kontroversen Video für viel Aufsehen. Darin kritisierte sie Heidi Klum für die Wahl zweier Deutsch Kurzhaar-Hunde. Ihrer Meinung nach sollten solche leistungsorientierten Jagdhundrassen ausschließlich von Menschen mit einem Jagdhintergrund gehalten werden. Warum, erklärt sie im Gespräch mit PETBOOK.

Ich beobachte fast täglich, dass sich Hundeliebhaber den falschen Hund für sich und ihr Leben ausgesucht haben    (weiterlesen)

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Gedanken und Fragen zum Wolfsbestand in Deutschland 

17.06.2024

Anlass zu diesem Artikel war der Bericht in der Jagdzeitschrift  Der Überäufer 04/2023 und dort der Artikel: " Das Mehr an Wölfen".

Kernaussage: Es gibt berechnet mehr Wölfe, da die Jagdstrecke an Schalenwild in Brandenburg abnimmt. Der Wolf frisst quasi soviel Wild auf, sodass es der Jäger nicht mehr erlegen kann. Tot ist tot.

Ich fand zunächst das ganze als ein interessantes Zahlenspiel, dem ich auch gedanklich gefolgt bin. Rehwildstrecke 2014/15 ca. 70.000 Tiere; 2022/23 nur noch 48.772 Rehe. Damwild und Rotwild ähnlicher Rückgang.

Für die abnehmende Jagdstrecke an Schalenwild muss es einen Grund geben. Klassische traditionelle Jäger-Logik. Die Strecke nimmt ab, also gibt es weniger Wild. Der Grund: viele Wölfe

Dann habe ich mir die Wildunfallstatistik von Brandenburg angeschaut.

Nach der Wildunfallstatistik könnte man zur Erkenntnis gelangen, dass es mindestens gleich viel, wenn nicht sogar mehr Wild geworden ist. Mehr Wildunfälle bedeutet mehr Wildbestand. Oder treibt der Wolf das Wild vermehrt auf die Straßen?

Die Wildunfälle bei Rehwild in 2022/23 sind auf gleichem Niveau 1450 wie in 2014/15, Damwild ist von 230 auf 400 angestiegen, Rotwild 240 auf 310. (Quelle DJV).

Wie passt dieser Anstieg von Wildunfällen in das Modell der oben beschriebenen klassischen Jägerlogik?

Das Wild ist noch da und es ist sogar mehr geworden! (wenn man annimmt, dass immer prozentual gleich viel Wild vom Bestand einem Verkehrsunfall zum Opfer fallen)

Auch wenn die Streckenmeldung in Brandenburg nach vorherrschender Logik (Zuwachs abschöpfen) einen abnehmenden Wildbestand suggerieren. Sie zeigen lediglich, dass die Jäger weniger Tiere erlegt haben. Unterstellt man weiterhin insgesamt mindestens den Gleichen Zeitaufwand aller Jäger (eher mehr da es mehr Jäger gibt) bedeutet das, dass wesentlich mehr Zeit erforderlich war, um 1 Tier zu erlegen. Es ist viel schwieriger geworden, in Wolfsgebieten Schalenwild zu erlegen. Ist das nicht der Grund für die abnehmende Wildstrecke!?  (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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Seit einigen Jahren sorgen die stark gestiegenen Jungjägerzahlen bei den Funktionären der Jägerschaften für gehörige Unruhe. Über viele Jahre schwankten die jährlichen Neuzugänge stabil zwischen 9.000 bis 11.000 neuen Jagdscheininhabern. Seit einigen Jahren steigen die Zahlen jedoch deutlich an. Scheinbar werden aber viele dieser Jungjäger nicht in einer Kreisjägerschaft aktiv, sie bleiben nach der Prüfung ohne Mitgliedschaft. Dadurch sinkt der Organisationsgrad der Jagdverbände prozentual zur gesamten Jägerschaft  stetig, wodurch auch ihr politischer Einfluss sinkt. Dies sorgt bei den Jagdfunktionären seit Jahren für Unruhe, scheinbar geht der Jungjägerboom an den Verbänden vorbei. Für einen weiterer Höhepunkt in der Diskussion, wie man in den Verbänden mit den vielen neuen Jungjägern umgehen soll, bzw. wie man diese an die Jagdverbände bindet, sorgt das Editorial des Vizepräsidenten des LJV Sachsen, Wilhelm Bernstein.

Ich gebe zu, dass mir weniger als Jagdkundiger aber als Hobbyhistoriker der Atem stockte, als ich das Editorial des Herrn Wilhelm Bernstein las. Da ist von Zwangsmitgliedschaft die Rede und davon, dass sich ein Landesjagdverband in Zukunft als eine Art verlängerter Arm der Waffen- und Jagdbehörden versteht, um den Ansturm der vielen Jungjägerinnen und Jungjäger gerecht zu werden. Man will als Verband kontrollieren, ob die Jungjäger auch ihrer jagdlichen Passion nachgehen, andernfalls droht der Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis auf Empfehlung des Jagdverbandes. Da wurden Erinnerungen an die längst vergangene dunkelsten Zeiten der deutsche Geschichte wach, aber auf die will ich hier gar nicht weiter eingehen, schließlich schreibe ich hier als Jagdkundiger und nicht als Hobbyhistoriker.  (weiterlesen)

 

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Der Vizepräsident des Landesjagdverbandes Sachsen hat eine Pflichtmitgliedschaft im Jagdverband angeregt, da Weiterbildung und Training für Jäger Pflicht sein sollten.

7. Juni 2024

In den sozialen Medien und diversen Foren kursieren aktuell Informationen, dass es eine Pflichtmitgliedschaft im Deutschen Jagdverband (DJV) geben soll. Auslöser war ein Editorial des Vizepräsidenten des Landesjagdverbandes Sachsen (LJVSN), Wilhelm Bernstein, in der aktuellen Verbandszeitschrift Sachsenjäger. Hierbei handelt es sich aber um eine Falschbehauptung!
Das Thema schlägt inzwischen bundesweit Wellen. LJVSN-Präsident Frank Seyring sah sich gezwungen, eine Klarstellung zu veröffentlichen. So habe Bernstein im Vorwort die Mitglieder dazu angeregt, „über eine Pflichtmitgliedschaft im Landesjagdverband zu diskutieren – unter anderem, weil Weiterbildung und Training für Jägerinnen und Jäger in ganz Sachsen Pflicht sein sollten. In diesem Artikel stellt Vizepräsident Wilhelm Bernstein ausschließlich seine eigene Meinung dar“, versucht Seyring die Lage zu beruhigen.  (weiterlesen)

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Rehkitz vermäht und Lohnunternehmer arbeitet weiter - Rechtslage

28.05.2024

Kitzretter berichten von einem tragischen Vorfall während der Mahd im Landkreis Traunstein in Bayern. Was bei der Rehkitzrettung zu beachten ist.

Vor kurzem kam es im Landkreis Traunstein auf tragische Weise zum Tod eines Rehkitzes während der Mahd. Wie die „Passauer Neue Presse“ (PNP) berichtet, hatte ein Landwirt einen Dienstleister beauftragt, seine große Wiese zu mähen. Doch laut der „Kitzrettung Rothanschöring“ wurde diese erst eine halbe Stunde vor der Mahd informiert. Im Gespräch mit der PNP erzählt einer der Verantwortlichen, man habe dann in der Mittagszeit unter schlechten Bedingungen die Wiese abgesucht und auch freigegeben. Bei der Mahd erwischte der Lohnunternehmer aber doch ein Kitz. Es wurde dabei so schwer verletzt, dass ein Jäger das Tier erlösen musste.

Lohnunternehmer arbeitet nach Kitztod weiter

Doch der Lohnunternehmer habe auch nach dem Vorfall weitergemacht. Die Kitzretter erklären im Gespräch mit der PNP, „eigentlich hätte er den Mähvorgang sofort abbrechen müssen, da ja noch andere Junge da sein konnten“. So schnell komme man mit der Drohne schließlich nicht voran, da bei angewärmtem Boden die Wärmebildkamera nicht mehr zuverlässig arbeite.  (weiterlesen)

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Jungjägerschreck lass nach

Über die erfolglose Suche nach einem jagdlichen Mentor

Der erste Jagdschein ist gelöst, die Büchse nebst gutem Messer und Fernglas sicher im Waffenschrank verstaut und voller Hoffnung und Tatendrang stand ich da und bereit mich in die Passion und das Naturerlebniss Jagd zu stürzen. Zwei Jahre später erfolgte dann die große Ernüchterung und die Erkenntnis, wenn du willst, dass etwas getan wird musst du es wohl selbst machen.

Ich bin so etwas wie der Durchschnitt der Corona- Folgegeneration von Jungjägern- und Jägerinnen. Mit Mitte 30 hatte ich mich daran gemacht mir einen Lebenstraum zu erfüllen und endlich das grüne Abitur zu erlangen. Ich entschied mich gegen eines der zahlreichen Angebote kommerzieller Jagdschulen und begann meine Ausbildung bei einer Kreisjägerschaft, auch weil ich als zugezogener ehemaliger Städter hoffte, hier Kontakte und vielleicht auch das ein oder andere freundschaftliche Band zu knüpfen.

Was davon geblieben ist, ist der Jagdschein in der Tasche und mehr Fragen als vor der Jagdausbildung. Nicht weil es mir an theoretischem Wissen mangelt, sondern weil die Praxis und ein Mentor fehlt.

Ich habe das große Glück, regelmäßig in einem Revier zu Gast sein zu dürfen, selbst eine solche Gelegenheit bleibt vielen Jungjägern verwehrt, da Ihnen die regionale Verwurzelung und die Zugehörigkeit zum „Jagd Adel“ fehlt. Viele Jungjäger, denen es ähnlich ergeht wie mir überlegen, die Jagd mangels Gelegenheit wieder an den Nagel zu hängen. (weiterlesen)

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Liebe Freunde des Deutschen Jagdportals, 

mit großer Freude und Stolz möchten wir euch mitteilen, dass das Deutsche Jagdportal im Mai 2024 sein 10-jähriges Bestehen feiert!



Ein Jahrzehnt voller spannender Jagdabenteuer, wertvoller Informationen und unvergesslicher Momente liegt hinter uns. Wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung und das Vertrauen, das ihr uns in den letzten zehn Jahren entgegengebracht habt. Ohne euch, unsere treuen Nutzer und Freunde, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.

In den vergangenen zehn Jahren haben wir viel erreicht:

  • Unzähligen Jägern haben wir helfen können ein Revier zu pachten
  • Unzähligen Jägern haben wir helfen können eine Jagdmöglichkeit zu finden
  • Unzähligen Jagdgenossen konnten wir bei der Verpachtung von Jagden unterstützen
  • Unzählige interessante Artikel und Beiträge haben wir euch bereitgestellt
  • Lebendige Gruppen aufgebaut für den Austausch und die Vernetzung unter Jägern
  • Nützliche Tipps und Ratschläge für Jungjäger und erfahrene Waidmänner und -frauen zusammengetragen
  • ... und vieles mehr!

Wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft und freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren gemeinsam mit euch die Welt der Jagd zu erkunden und zu erleben.

Lasst uns dieses Jubiläum gemeinsam feiern und auf die nächsten erfolgreichen Jahre anstoßen!

Vielen Dank für eure Treue und Unterstützung. Auf die nächsten zehn Jahre!

Euer Team vom Deutschen Jagdportal
Stefan Fügner und Rainer Kern

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«Bei Wölfen ist erlaubt, was sonst illegal ist» – das Wallis nutzte umstrittene Methoden

Die erste Schweizer Wolfsjagd hat für viel Kritik gesorgt. Nun zeigt sich, dass auch die Jagdmethoden sehr umstritten sind. Doch die rechtliche Situation ist kompliziert.

21.05.2024

Die erste Wolfsjagd seit der neuen Jagdverordnung des Bundesrats endete diesen Januar blutig: Über 50 Wölfe wurden schweizweit erlegt. Alleine im Kanton Wallis wurden 27 der Raubtiere «reguliert».

Dass in so kurzer Zeit so viele Tiere abgeschossen wurden, erstaunte nicht wenige. Während die Behörden davon sprachen, dass die Erwartungen übertroffen wurden, kritisierten Umweltverbände wie WWF, Birdlife, Pro Natura und die Gruppe Wolf Schweiz, dass Bund und Kantone die «Verhältnismässigkeit missachteten».

Schnell wurde aber klar, dass sich die Kantone im rechtlichen Graubereich bewegen, wenn es um die Jagdmethoden geht, die bei den Wölfen angewendet wurden. So berichtete der Tagesanzeiger im Januar, dass im Kanton Wallis umstrittene Hütten für die Wolfsjagd genutzt würden, welche bei der üblichen Jagd verboten sind. Doch das war nicht das einzige verwendete Hilfsmittel, welches sonst illegal ist.

Wölfe mit Hundefutter angelockt  (weiterlesen)

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Jagdgegnerin wegen Beleidigung schuldig gesprochen

Jagdinfluencer „Hunting Rollo“ nach der Urteilsverkündung in Frankfurt. Er zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis.

Alexander Losert/Pirsch
17.05.2024

Vor dem Amtsgericht Frankfurt wurde Jagdgegnerin wegen Beleidigung schuldig gesprochen. Wir waren live vor Ort und kennen die Hintergründe
Die Jagdgegnerin erkannte das Urteil noch im Gerichtssaal an. Es beläuft sich auf 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen á 10 Euro, die aber zu einer 2jährigen Bewährung ausgesetzt ist.

Anfang Mai wurde vor dem Amtsgericht in Frankfurt eine Jagdgegnerin wegen der Beleidigung eines Jägers im Internet schuldig gesprochen. Sie erkannte das Urteil an. Somit muss sie nun 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit ableisten. Zudem wurde ihr auf eine 2-jährige Bewährung eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 10 Euro auferlegt. Der Grund für diesen Prozess nahm seinen Ausgang am 2. August 2023, als der Jagdinfluencer „Hunting Rollo“ ein Erlegerbild von drei erlegten Waschbären postete.  (weiterlesen)

 

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