Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Wildbret und Naturschutz: Die Deutschen wollen jagen

Die Jagd ist in Deutschland im Kommen. Das hat auch, aber nicht nur mit der Coronavirus-Pandemie zu tun. Rund 397 000 Menschen in Deutschland verfügen über einen Jagdschein, vor 20 Jahren waren es gut 60 000 weniger.

Nahrung selbst schießen
Shanna Reis leitet ein Weingut in Rheinhessen. Lange verzichtete die 28-Jährige völlig auf Fleisch. Das hat sich geändert, jetzt schießt sie einen Teil ihrer Nahrung selbst.

„Covid hat uns definitiv an die Natur zurückgebracht, weil das letztendlich der Ort ist, wo wir noch hingehen konnten“, sagt Reis. „Für mich das ist wichtig, dass ich weiss, woher das Fleisch, das ich esse, kommt, dass ich alle Schritte nachvollziehen kann, dass ich das Tier lebend hier gesehen habe, dass ich bewusst nicht zu viel esse, aber daran halt weiß, wo es herkommt“, so die Jägerin aus Aspisheim. 

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Flintenkaliber

von Norbert Klups

Die Kaliberangabe für Flinten stammt aus England und berechnet sich aus der Anzahl kalibergroßer Rundkugeln, die aus einem englischen Pfund Weichblei (453 Gramm) gegossen werden können. Bei 12 gleichgroßen Kugeln somit das Kaliber 12, bei 16 das Kaliber 16 usw. Geläufig sind die Kaliber 10, 12, 16, 20, 24, 28, 32 und 36, wobei das letzte Kaliber auch .410 genannt wird.

Jagdlich gebräuchlich und sinnvoll sind die Kaliber 12, 16 und 20. Bei den Flinten ist das 12er-Kaliber, heute meist mit 76 Millimeter Hülsenlänge, dominierend, mit Abstand gefolgt vom Kaliber 20, während bei kombinierten Waffen gern 16er-Schrotläufe gewählt werden, um schmalere Kästen zu bauen. Es gibt zwar auch Drillinge und Bockbüchsflinten mit 20er-Schrotläufen, aber das ist nur sinnvoll, wenn auch echte 20er-Kästen gefertigt werden und nicht etwa der 16er-Kasten für das Kaliber 20 eingerichtet wird. Solche Waffen sind dann weder schmaler noch leichter als eine Waffe mit 16er-Schrotlauf. Im Gegenteil: Da in das für 16er-Läufe vorgesehene Hakenstück 20er-Läufe eingeschoben werden, sind diese hinten dickwandiger, was für mehr Gewicht sorgt. (weiterlesen)

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Streitthema Fuchsjagd: ökologisch sinnvoll oder reine Tierquälerei?

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 450.000 Füchse durch Gewehrkugeln oder in Fallen. Tierschützer und NGOs bezweifeln den Sinn der Jagd – und prangern grausame Methoden an

Nicht nur Rehe und Wildschweine sterben in deutschen Wäldern und auf deutschen Äckern zu Hunderttausenden. Weniger bekannt ist, dass Füchse in ähnlichen Größenordnungen getötet werden – obwohl ihr Fleisch gar nicht und ihr Fell nur in sehr geringem Umfang verwertet wird. Mehr als 450.000 der rotbraunen Pelztiere starben in der Jagdsaison 2019/20. Den Spitzenplatz in der Statistik belegt Bayern mit allein mehr als 100.000 getöteten Tieren.

Außerhalb von Jägerkreisen hat die Fuchsjagd nicht viele Freunde in Deutschland. Von einer „sehr ernsten Angelegenheit“ spricht etwa Deutschlands wohl bekanntester Förster, Peter Wohlleben. In einem Unterstützervideo für das Aktionsbündnis Fuchs sagt der Forstwirt: „Zehntausende Füchse werden in Deutschland geschossen und auch in Fallen gefangen. Das ist Tierquälerei.“ Es sei unnötig, weil man die Bestände der Füchse nicht regulieren könne. Und es sei auch nicht notwendig. „Bitte schafft die Jagd auf den Fuchs ab“, appelliert Wohlleben an die politisch Verantwortlichen. (weiterlesen)

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Luchsbestand in Deutschland – Pinselohr noch immer selten

32 Luchsweibchen mit Nachwuchs bestätigt
BfN-Präsidentin Jessel: Erhaltungszustand dennoch weiterhin kritisch

Bonn, 25. Februar 2021: Insgesamt 32 Luchsweibchen mit Jungtieren konnten am Ende des Monitoringjahres 2019/2020 in Deutschland gezählt und bestätigt werden. Das geht aus neuen Erhebungen der Bundesländer hervor. Die 32 Luchsweibchen mit 59 Jungtieren im ersten Lebensjahr konnten in Bayern (13), Hessen (1), Niedersachsen (10), Rheinland-Pfalz (2), Sachsen-Anhalt (5) und Thüringen (1) nachgewiesen werden. Zum Ende des Monitoringjahres gab es insgesamt 125 bis 135 selbstständige Luchse. Im vorherigen Monitoringjahr 2018/2019 konnten 84 bis 88 selbstständige Luchse und 27 Weibchen mit Nachwuchs nachgewiesen werden. Karten zum Vorkommen und zusätzliche bundeslandspezifische Informationen sind ab sofort auf der Webseite des BfN abrufbar.  (weiterlesen)

  Foto: Wikipedia

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Der Wolf, ein fauler Jäger?

25.2.2021 Bei den sieben Geißlein strengt sich der Wolf mächtig an und ersinnt diverse Listen, um an die leckeren Zicklein zu kommen. In der Realität sieht es anders aus, da frisst er das, von dem er am bequemsten satt wird – zeigt eine Forschungsarbeit zu Wölfen in der Mongolei, an der auch das Senckenbergmuseum Görlitz beteiligt war.

Gelegenheit macht Diebe, sagt der Volksmund und das trifft auch ganz gut auf Wölfe zu. "Wölfe sind Opportunisten, die fressen das, was am einfachsten verfügbar ist", verdeutlicht Bioloklimatologin Nina Tiralla von der Uni Göttingen im Gespräch mit MDR WISSEN.

Sie hat zusammen mit Kollegen vom Senckenbergmuseum Görlitz das Fressverhalten von Wölfen in einem Areal von 450 Quadratkilometern im Khonin Nuga Tal in der Mongolei erforscht, etwa 130 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Ulan Bator. Die Region gilt als eine Art Diversitäts-Hotspot, mit großer Pflanzen- und Tiervielfalt, in der sich allein 200 verschiedene Vogel- und 50 Säugetierarten tummeln. Hier sammelte Tiralla Kotproben, zwischen 2008 und 2012 bei Forschungsaufenthalten zu verschiedenen Jahreszeiten. Wolfskot sammeln – da denkt man spontan an die Hundetütchen, mit denen Hundebesitzer spazieren gehen. Riecht das bei Wölfen genauso? "Viel, viel strenger", sagt die Forscherin. Aber es ist der sicherste Weg, die Ernährung des Raubtieres zu erforschen.

"Der Geruch einer Wolfslosung ist sehr speziell. Das hängt aber auch davon ab, wie alt oder frisch die aufgefundene Losung ist." Nina Tiralla, Bioklimatologin    (weiterlesen)

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24.2.2021 Vier von fünf Bäumen geschädigt - Es steht schlecht um den deutschen Wald

"Unsere Wälder sind krank." Das ist das Fazit der Bundesagrarministerin bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts. Die aktuellen Befunde gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebung 1984. Grünen-Fraktionschef Hofreiter wirft Klöckner vor: "Sie lässt unsere Wälder sterben."

Dürre, Stürme und der Befall durch Borkenkäfer haben den deutschen Wäldern im vergangenen Jahr massiv zugesetzt. "Vier von fünf Bäumen haben eine lichte Krone", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der Vorstellung des aktuellen Waldzustandsberichts in Berlin. Entsprechende Probleme fanden die Wissenschaftler demnach bei 79 Prozent der Fichten, jeweils 80 Prozent der Eichen und Kiefern sowie 89 Prozent der Buchen.

"Der Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer - er zeigt an, wie es den Bäumen geht", sagte die CDU-Politikerin. Der Ministerin zufolge waren noch nie so viele für die Erhebung untersuchte Bäume abgestorben wie 2020. Bei knapp 37 Prozent der Bäume wurde festgestellt, dass sie mindestens 26 Prozent ihrer Blätter oder Nadeln vorzeitig verlieren. (weiterlesen)

Bundesagrarministerin Klöckner muss feststellen: Den deutschen Wäldern geht es nach wie vor nicht gut.

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Das Recht im Fluss 

von Florian Asche

Sagen Sie mal, Sie kommen mir so bekannt vor, wo habe ich Sie schon einmal getroffen?“ fragt der Oberförster den Treiber. Der zeigt auf sein Hinterteil: „Hier, Herr Oberförster.“

In meiner Kindheit waren solche Witze genauso beliebt, wie die Geschichte vom Jäger, der die Treiberwitwe heiraten muss, nachdem er ihren Mann erschossen hat. Heutzutage erntet man mit solchen Kalauern noch nicht einmal mehr ein müdes Lächeln. Liegt das nur am veränderten Humor?

Tatsächlich hat sich in den zurückliegenden 100 Jahren nicht nur das Bild der Jagd völlig gewandelt, sondern auch ihre rechtliche Einordnung. Zu Beginn des 20.ten Jahrhunderts war das Empfinden für Menschen mit Waffen noch vollständig anders als heutzutage. Waffen waren allgemein als Teil der Gesellschaft anerkannt. Jeder junge Mann diente seine drei Jahre beim Militär ab, wenn er nicht als Bildungsbürger „Einjähriger“ und Reserveoffizier wurde. Nach dem ersten Weltkrieg hatten Millionen Deutsche Granatwerfer und Kugeln pfeifen gehört und dementsprechend ein ganz anderes Gefahrenbewusstsein im Umgang mit der Jagd. Dementsprechend lässig wurden auch manche Übertretungen gesehen, die heute für einen Beitrag in der Tagespresse sorgen würden. So beschreibt der schlesische Gutsbesitzer-Sprössling Gerhard von Jordan eine Treibjagd seiner Kindheit in den zwanziger Jahren: „Otto Pf. schoss mit seiner Schwarzpulverflinte riesige Rauchwolken in die Landschaft. Als der Dunst sich verzogen hatte lag ein Hase und der Sucker Herrmann hatte fünf Schrote Nummer 1 im Bein. Er war überglücklich, denn er bekam hundert gute Reichsmark als Schmerzens- und Schweigegeld und verkündete, dafür würde er sich noch einmal ins Bein schießen lassen.“    (weiterlesen)

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Hobby-Jägerin posiert mit Herz von erschossener Giraffe

22.02.2021 Manche freuen sich über Blumen vom Liebsten. Für Merelize van der Merwe (32) ist das Herz einer selbst erlegten Giraffe das Größte. Als wäre das nicht abscheulich genug, posiert sie bei Facebook noch stolz mit ihrer Jagdtrophäe.

In einem Post schreibt van der Merwe, die in ihrem Leben etwa 500 Tieren das Leben genommen hat, ihr „wunderbarer“ Ehemann habe sie am Valentinstag zu einem Luxus-Trip in einen Wildpark einzuladen. Vorher habe ich „wie ein Kind“ die Tage gezählt. „Danach wurde ich von Emotionen überflutet.“

„Haben Sie sich jemals gefragt, wie groß das Herz einer Giraffe ist? Ich bin überglücklich mit meinem Valentinsgeschenk!!!“, schrieb die Hobby-Jägerin aus Südafrika zu dem Foto mit dem Herz ihres 17 Jahre alten Opfers. (weiterlesen)

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Interessen versöhnen - Auch Deutsche Wildtier Stiftung für funktionierendes Wolfsmanagement

Ein Ende der Weidetierhaltung wegen zunehmender Wolfsrisse wäre für den Naturschutz fatal, warnt Prof. Dr. Klaus Hackländer und fordert dringend ein funktionierendes Wolfsmanagement.

23.02.2021Sogenannte „Problemwölfe“ richten häufig wahre Massaker auf den Weiden an. „Der Tenor in öffentlichen Diskussionen lautet dann lapidar: Ausgleichszahlungen regeln das Problem schon“, kritisiert Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Wildtier Stiftung und Autor des Buches: „Er ist da – der Wolf kehrt zurück“.

Wie überheblich über gerissene, verstümmelte und verängstigte Haus- und Weidetiere geurteilt wird, hält er zum Teil für unerträglich. Die Fronten zwischen Wolfschützern und Nutztierhaltern seien verhärtet. Der Wolf genieße einen hohen Schutzstatus; doch welches Recht auf Schutz haben Schafe und Rinder?, fragt der Fachmann. (weiterlesen)

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Die Regeln der Natur

1. Teil: Die Regeln der Natur - Die Auswirkungen auf das Seelenleben

Die Natur beantwortet all unsere Fragen - man spricht auch von den Regeln der Natur - ein Hund z.B. intellektualisiert nicht, er gibt sich seiner natürlichen Intelligenz und vor allem seinen Instinkten hin, um bestmöglich zu überleben - viele Mensch hingegen stehen sich auf Grund ihrer Neigung, die Dinge des Lebens zu intellektualisieren oft selbst im Wege.
Familienaufstellungen zeigen, wie selbst nachfolgende Generationen Schaden nehmen, wenn die Regeln nicht beachtet wurden. Der Mensch ist ein soziales Wesen, was sich mit den entsprechenden Regeln verbindet. Wenn diese Regeln der Natur missachtet werden, kann sich daraus u.a. eine ewige Suche entwickeln, die mit den verschiedensten Süchten in Zusammenhang gebracht wird. Man spricht auch von Sucht=Suche

wende
in den sand geschrieben
in das meer getaucht
in den wind gehaucht
mein ganzes sehnen
meine suche beschrieben
meine sucht erkannt
mich im nebel verrannt
mein halbes leben
in den regen geflüstert
in die sonne gelacht
einen bogen entfacht
mit neuen farben (weiterlesen)

 

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