Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Das perfekte Weihnachtsmenü (2): Hirschmedaillons in Cranberry-Orange-Soße

von Anne Baun

Zu Weihnachten gibt es oft Gans. Oder Würstchen mit Kartoffelsalat. Wie wäre es denn mit Hirschmedaillons in Cranberry-Orangen-Soße. Das Rezept der Fuldaer Kochbuchautorin Anne Baun gibt es hier.

In unserer Kochrezepte-Serie „Natürlich koch‘ ich“ bleibt es weihnachtlich
Im Hauptgang gibt es Hirschmedaillons mit Cranberry-Soße
Unser Rezept-Tipp für die Vorspeise: Süßkartoffelsuppe - Hier gibt es das Rezept:

Fulda - Mein „tierischer Konsum“ beschränkt sich normalerweise auf Huhn und Fisch. Doch bei Wild mache ich - gerade an den Weihnachtsfeiertagen - gerne mal eine Ausnahme. Was vermutlich an meinen Genen liegt, denn ich entstamme einer Jägerfamilie. Tatsächlich esse ich das Fleisch von Reh oder Hirsch mit einem anderen Gewissen als früher Schwein oder Rind. Denn diese Tere haben keinen Viehtransporter von innen sehen müssen. Manche Konsumenten mögen das für Blödsinn halten, doch ich bin mir sicher, dass sich die Angst der Tiere auf das Fleisch überträgt. (weiterlesen)

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Brandenburger Jagdgesetz: Zukunftsfähiger Wald durch zukunftsfähige Jagd

Die Jagd in Brandenburg steht an einem Scheideweg. Für das vom Minister für Landwirtschaft,Umwelt und Klimaschutz angekündigte neue Jagdgesetz soll bis Ende des Jahres 2020 ein Referentenentwurf vorliegen.

Mit dieser Stellungnahme treten die oben genannten Verbände aus Naturschutz, Forstwirtschaft und Jagd dafür ein, die Jagd grundsätzlich an Belangen des Allgemeinwohls (klimastabile Wälder,Biodiversität) und den Zielen der land- und forstwirtschaftlichen Betreibe bzw. Eigentümer auszurichten.
Die Jagd soll nicht länger Selbstzeck sein, sondern Dienstleistung und Handwerk. Ihre Kernaufgabe liegt für absehbarer Zeit in der Reduzierung der flächendeckend überhöhten Schalenwildbestände, die eine natürliche, artenreiche Verjüngung der Wälder verhindern. In der
Landwirtschaft führen die überhöhten Schalenwildbestände zu schwer beherrschbaren wirtschaftlichen Risiken, wie der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest zeigt. Außerdem sollten geschützte Arten aus dem Jagdgesetz rausfallen.
Die vergangenen Extremwetterjahre haben gezeigt, dass der Umbau der Wälder in klimaangepasste Mischwälder dringender denn je und alternativlos ist. Allein durch Pflanzung von jungen Bäumen mit Hilfe von Fördermitteln ist diese Aufgabe in den kommenden Jahrzehnten nicht zu schaffen. Damit dieser Umbau auf ganzer Fläche gelingen kann, muss endlich, 30 Jahre nach der Deutschen Einheit, eine neue  Wildbejagungsstrategie in Brandenburg Einzug halten. Der Wald muss sich überwiegend natürlich verjüngen. Dass dies durch die überhöhten Wildbestände verhindert wird, zeigten die Ergebnisse der 3. Bundeswaldinventur vor allem für Brandenburg leider zu deutlich. Die Wildbestände steigen seit dem Kriegsende kontinuierlich an, besonders stark, nachdem nach der Wende in Brandenburg das Bundesjagd- und das Landesjagdgesetz in Kraft traten.  (weiterlesen)

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In Sachsen-Anhalt steht ein Jagdbogen für 27.000 Euro/Jahr zur Verpachtung an

Eine Jagdpachtausschreibung der Stadt Burg mit einer Mindestpachtpreisvorgabe sorgt zur Zeit für Aufregung unter Jungjägern in den sozialen Medien.

Der Sturm auf die Natur ist ungebrochen. Das spüren auch die Jagdschulen in Deutschland. Von Garmisch bis Kiel spüren die Jagdschulen einen Ansturm auf ihre angebotenen Kurse. Neben der starken Zunahme der weiblichen Jagdscheinanwärter ist es vor allem die Sehnsucht zur Natur durch die Coronakrise, der den Boom auslöst. E-learning und Homeoffice in Zeiten von Lockdown steigern die Nachfrage enorm, erscheint das Erlangen des Jagdscheins von zuhause aus möglich.

Doch dass es sich auch bei der Ausübung der Jagd schon immer um ein Hobby der gehobenen Preiskategorie handelt, wird gerne verschwiegen. Wenn die ersten 1.000 Euro für den Kurs, Munition und Kursnebenkosten ausgegeben sind, geht es an den Kauf von Gewehr, Kleidung, Optik und KFZ. Schnell wird schon im ersten Jahr die Budgetmarke von 10.000 Euro überschritten. Doch was vielen Jungjägern verschwiegen wird - die hitzige Diskussion um die ausgeschrieben Jagd der Stadt Burg in Sachsen-Anhalt beweist dies:
Mit dem Einstieg in das praktische Jagen geht das Geldausgeben erst richtig los. (weiterlesen)

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Bundesjagdgesetz: Weniger Rehe, weniger Blei

Von Stefan Michel

Die Jäger sollen mehr Rehe töten, damit neue Bäume auf den Kahlflächen sprießen können. Und sie sollen mit weniger Blei schießen. Am Freitag hat der Bundesrat darüber beraten.

Rehe knabbern gerne die Triebe junger Bäumchen ab, und Hirsche schälen gerne deren Rinde ab. Auf den 300.000 Hektar Fläche, auf denen Dürre und Borkenkäfer den Wald vernichtet haben, könnten von alleine keine Bäume nachwachsen. Weil es zu viele Rehe und Hirsche gebe.

So sieht das die Bundesregierung in ihrem Gesetzentwurf. Deshalb sollen die Jäger "insbesondere eine Verjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen." Das heißt: ohne die jungen Bäumchen einzuzäunen, was teuer ist. (weiterlesen)

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Eine angehende Jägerin im Interview

„Was gleicht wohl auf Erden dem Jägersvergnügen“, so beginnt der Jägerchor aus der Oper Freischütz von Carl Maria von Weber. Doch bevor es zum Jägervergnügen kommt, muss auch in der Schweiz der Weg zur Jagdprüfung angetreten werden. Das Team der Hauptner Jagd Redaktion konnte mit einer angehenden Jägerin über ihre Motivation und Hintergründe zur Jägerprüfung sprechen.

Warum Jagen?

Anik Z. lebt im Kanton Wallis und hatte von Seiten ihrer Familie keine großen Berührungspunkte mit der Jagd. Erst durch ihren Mann, der Jäger und Nachsuchenführer ist, gewann sie einen tieferen Einblick. Letztendlich reifte in ihr der Entschluss auch das „Abenteuer“ Jägerprüfung in Angriff zu nehmen. Ein Hauptmotivator soll dabei nicht unerwähnt bleiben. Dabei handelt es sich um die gemeinsame Bayerische Gebirgsschweißhündin Bora. Diese legte nicht nur die kantonale Schweißprüfung, sondern auch die übergeordnete Verbandsprüfung des Schweizer Schweißhundeclubs (SSC) ab und steht bereits als Schweißhund im jagdlichen Einsatz. Da die 37-Jährige auch als aktive Schweißhundeführerin tätig sein will, musste sie nachziehen und sich der Schweizer Jägerprüfung stellen. (weiterlesen)

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Jäger*innen – Was wird wohl aus der Waidmannssprache?

von Florian Asche

Mit Schreiben vom 26. Oktober 2020 wendet sich das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an Personen, die mit der Planung von Gesellschaftsjagden befasst sind. Mit typisch deutscher Gründlichkeit werden dort sämtliche Vorsichtsmaßnahmen aufgelistet, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus im „Hotspot Jagd“ verhindert werden soll. Abstandsgebot, Mund-Nasen-Schutz und Datenerfassung sind mittlerweile schon altbekannt und versetzen in diesen verrückten Zeiten niemand mehr in Erstaunen. Schließlich ist ja jedem klar, dass Jagd unter freiem Himmel der absolute Superspreader ist. Arabische Massenhochzeiten sind dagegen so spröde wie eine Steuerberatertagung. Da gilt es mit Entschlossenheit einzuschreiten, ebenso wie beim Waffenbesitz. Wenn der Staat mit den 8 Millionen illegaler Waffen nicht fertig wird, dann schränkt er einfach den Legalwaffenbesitz weiter ein. Den staatstreue Deutschen durchzuquälen macht beinahe so viel Spaß wie Kleinere auf dem Schulhof zu verprügeln. Das wird zur freudigen Routine. Alles wird zum Vergnügen, wenn man es häufig genug tut, schreibt schon Oscar Wilde. (weiterlesen)

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Jagd: Wie ist es mit Ausgangsbeschränkungen und Lockdown?

Der erneute, harte Lockdown sorgt auch für viele Unsicherheiten bei den Jägern. Wie geht es weiter mit der Jagdausübung?

Aufgrund des erneuten, harten Lockdowns, der in Deutschland seit 16. Dezember gilt, wurden auch die Bestimmungen für die Jagd in den einzelnen Bundesländern entsprechend angepasst.

Das Staatsministerium in Baden-Württemberg gibt auf seiner Homepage unter der Rubrik "Fragen-Antworten" zur Jagdausübung bekannt: „Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist sowohl tagsüber wie auch nachts nur bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Zu diesen triftigen Gründen gehören auch Maßnahmen der Tierseuchenprävention und zur Vermeidung von Wildschäden. Weiterhin sind die allgemeinen gesetzlichen Regelungen zur Ausübung der Jagd zu beachten.“

Ausnahmegrund: Tierseuchenbekämpfung (weiterlesen)

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17.12.2020 Schutzwald – volle Wirkung nur mit Bewirtschaftung

Die Landwirtschaftskammer Österreich mahnt, Schutzwälder nicht aus Klimaschutzgründen aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Ohne sie wäre ein Leben im Alpenraum kaum möglich, vor allem dort, wo extreme Schneemassen die Orte bedrohen. Vielmehr müssten solche Schutzwälder forstfachlich und auch jagdlich noch intensiver betreut werden als bisher, um ihre volle Wirkung entfalten zu können.

„Gerade jetzt, wo extreme Schneemengen viele Talschaften und Orte bedrohen, wird eines sichtbar. Ohne Schutzwälder wäre im Alpenraum eine dauerhafte Besiedelung nicht möglich. Der bewirtschaftete Schutzwald ist in Österreich immer noch die kostengünstigste, wirkungsvollste und nachhaltigste Schutzinfrastruktur zur Vorbeugung vor Naturgefahren. Die Überlegung, Schutzwälder aus Gründen des Klimaschutzes und der Biodiversität außer Nutzung zu stellen, ist nicht nur fachlich falsch, sondern kommt einer Hochrisikostrategie gleich. Schutzwälder müssen vielmehr forstfachlich und auch jagdlich noch intensiver betreut werden als bisher. Nur so können sie ihre volle Wirkung bei Naturgefahren entfalten“, erklärte Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich.  (weiterlesen)

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Ausbildung an der Müritz: Neue Suchhunde reagieren auf Schweinepest-Kadaver

Das Land lässt gegen die Schweinepest erstmals Kadaverhunde ausbilden. Sie sollen verendete Wildschweine aufspüren, sodass infektiöse Kadaver schnellstmöglich entsorgt werden können. 13 Hunde-führer trainieren dazu mit ihren Tieren bei Jabel.

Susann Salzmann

Loppin. Das Land wappnet sich gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Dazu werden im Auftrag des Landes in Loppin bei Jabel erstmals sogenannte Kadaverhunde ausgebildet. Laut Claus Tantzen, Pressesprecher des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, wurden genau 13 Jagdhunde mit ihren Hundeführern in den vergangenen Wochen dazu ausgebildet, die Kadaver toter und mit ASP infizierter Wildschweine zu finden. Die begonnene Ausbildung soll 2021 fortgesetzt werden. Loppin soll dabei der zunächst einzige Standort in ganz MV sein, weil dort das Jugendwaldheim mit Unterkunftsmöglichkeiten und die Nähe zum Übungsgebiet gegeben sind, so Tantzen.

Das Land beabsichtigt, allein im Folgejahr sieben weitere Hunde in Loppin zu schulen. Aber: „Eine feste Ausbildungsstätte für Fallwild-Suchhunde wird nicht eingerichtet“, sagte der Pressesprecher.   (weiterlesen)

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NABU: Weidetierhaltung und Wölfe: Verbände begrüßen Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums

Konzeptpapier: Ausgestaltung muss betroffene Gruppen einbeziehen und Raum zum Austausch geben

Ein bundesweites Bündnis mit elf Verbänden aus Landwirtschaft und Nutztierhaltung, Jagd sowie Natur- und Tierschutz - darunter auch der NABU - begrüßt die in 2021 geplante Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums "Weidetierhaltung und Wolf" bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Es ist dringend notwendig, die vielfältigen Erfahrungen mit Herdenschutz in den unterschiedlichen Wolfsregionen Deutschlands auf Bundesebene institutionell zusammenzuführen.

Nach Auffassung des Bündnisses kann fachlich korrekt ausgeführter Herdenschutz Wolfsrisse weitgehend verhindern. Herdenschutz sei jedoch komplex: Da keine Region und keine Weide gleich sei, orientiere sich seine Ausgestaltung immer an den Gegebenheiten vor Ort. Der Erfahrungsaustausch sei in der Praxis dabei unverzichtbar. "Wenn jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht, werden Synergien verspielt. Das kostet Zeit, Geld und am Ende leider auch das Leben von Weidetieren", so Günther Czerkus, Präsident des Bundesverbands Berufsschäfer.   (weiterlesen)

 Foto. Wikipedia

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