Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Frankreich: Bauern dürfen mit Gummigeschossen auf Braunbären schießen

Französische Landwirte dürften künftig »nicht tödliche Munition« auf Braunbären abfeuern, um ihr Vieh zu schützen. Vorher müssen sie es aber anders versuchen.

21.06.2022

Unter bestimmtem Umständen dürfen Bauern in Frankreich mit Gummigeschossen auf Braunbären schießen, um ihr Vieh zu retten.

Diese Regelung hat das Umweltministerium in Paris erlassen. Wenn es nicht gelingt, Bären mit Schreckschuss- oder Leuchtmunition zu verjagen, darf auf Antrag auch mit »nicht tödlicher Munition« direkt auf die Tiere geschossen werden.

Voraussetzung ist, dass Tierhalter alle vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz ihrer Herden bereits getroffen haben und es wiederholt zu Angriffen auf ihr Vieh gekommen ist. Die neue Regelung war seit 2019 testweise erprobt worden.

Sie leben in den Pyrenäen

Braunbären kommen in Frankreich nur in den Pyrenäen vor. Die Tiere waren 1995 beinahe ausgestorben. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (1 Kommentar)

Polizistenmorde bei Kusel: Paukenschlag zum Prozessbeginn - Angeklagter deutet Notwehr an

21.06.2022

Nach dem Doppelmord an zwei Polizisten bei Kusel Anfang dieses Jahres muss sich der mutmaßliche Tatverdächtige Andreas S. ab Dienstag vor Gericht verantworten.

Update vom 21. Juni 2022: Es ist ein Verbrechen, das weit über die Stadtgrenzen von Kusel für Trauer und Erschütterung gesorgt hat. Wenige Monate nach den Schüssen auf zwei Polizisten hat nun der Prozess vor dem Landgericht Kaiserslautern begonnen. Am Dienstag hat nun der Hauptangeklagte Schüsse eingeräumt, will diese nach eigenen Angaben aber in einer Art Notwehrsituation abgegeben haben. Andreas S. habe damit erreichen wollen, dass auf ihn selbst abgefeuerte Schüsse aufhörten, sagte einer seiner Verteidiger bei der Verlesung einer Einlassung seines Mandanten zum Verfahrensauftakt vor dem Landgericht Kaiserslautern.

In der Einlassung schilderte S. eine für ihn nach eigenem Empfinden völlig unübersichtliche Situation, in der er nicht gewusst habe, wer weshalb auf wen schieße. Sein Mitangeklagter Florian V. habe eine Schrotflinte in der Hand gehalten, hieß es in der von der Verteidigung verlesenen Erklärung. Dieser habe „geistig abwesend“ gewirkt. S. habe ihm die Waffe schließlich entrissen.

Zuvor hatte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft die Anklageschrift verlesen. Demnach soll S. seine beiden Opfer am 31. Januar bei einer zufälligen nächtlichen Verkehrskontrolle auf einer Landstraße getötet haben, um seine Aktivitäten als Wilderer zu verdecken.  (weiterlesen)

 

Notification
Kommentar schreiben (3 Kommentare)

Neuer Einsatz für Drohnen: Wald vor Wild schützen

Carolin Föste
19.6.2022

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert den Einsatz von Drohnen zum Überwachen der Rehwildpopulationen. Die fliegenden Wärmebildkameras könnten damit neben der Rehkitzrettung vor der Mahd in Zukunft eine weitere wichtige Aufgabe erfüllen.

Rehe leben heimlich und oft gut versteckt in hohen Wiesen und im Wald. Neben der Suche nach Kitzen im Frühsommer können mit dem Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras künftig auch Rehwildbestände im Winter gezählt und so der Wald von morgen geschützt werden. Die DBU begleitet das Projekt fachlich und unterstützt die Forschenden mit 125.000 Euro.

Drohnen-Einsatz ist Innovation im Wildtiermanagement
Die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz in Trippstadt hat das Verfahren entwickelt. Denn auch wenn Rehe oftmals beim Fressen ins Freie treten, seien sie unmöglich zu zählen. Das bisherige Wissen über die Populationsgrößen beruhen auf Jagdstrecken, den Schätzungen von Försterinnen und Förstern sowie Statistiken über Verkehrsunfälle, so die DBU.

Wildtierökologe Dr. Jörg Tillmann sagt: „Erfahrungswerte von Forst- und Jagdexperten liefern Hinweise auf die Populationsgröße.“ Er ist Mitglied des Projektbeirats und stellvertretender Leiter der DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Stiftungstochter. Die Dichte an Rehwild im Wald möglichst genau zu kennen, sei aber wichtig. Wild könne einen bewirtschafteten Wald „ziemlich stressen“, so Tillmann. Rehe seien Feinschmecker: „Sie fressen gerne die zarten Knospen junger Bäume“, der sogenannte Verbiss. Damit sind sie ein Einflussfaktor auf die Waldentwicklung.

Natürliche Waldentwicklung: Drohnen als Zaunersatz    (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Raubwildbejagung im Hochwildrevier – ist das nötig?

Unser Revierjäger betreut ein Hochwildrevier in Niedersachsen. Hier kommt auch Raubwild vor, doch muss man dies bejagen? Wir geben Rat!

Till Quante 19.6.2022

Im Hochwildrevier regieren Schwarz- und Rotwild. Andere Wildarten werden kaum genannt. Rückblickend auf die letzten Jahre befinden sich unsere Niederwildbestände in Deutschland immer mehr im Rückgang. Die heutige Landwirtschaft mit ihren großen, monotonen Ackerschlägen, das Verschwinden von Hecken und Altgrasflächen, die im Idealfall eine Vielzahl von verschiedensten Gräsern und Kräutern aufweisen sollten, sind nur eine Ursache für den Rückgang des Niederwildes. Klimaveränderungen sowie die Sichtweisen und Einstellung des einzelnen Jägers tragen ebenso dazu bei. Ich denke, fast alle kennen diese Situation: Man sitzt schon zwei Stunden an der Kirrung, wo die Sauen in den letzten Tagen regelmäßig erschienen sind, und plötzlich taucht Meister Reineke oder ein strammer Waschbär auf der Fläche auf. Was nun? Viele von uns denken jetzt sicher, bloß nicht schießen. Wer weiß, ob die Sauen nicht schon in der Nähe sind und dann hier und heute nicht mehr erscheinen werden.

Auch im Hochwildrevier gibt es Raubwild

Diese Sichtweise ist völlig in Ordnung , dennoch ist der eine oder andere Jäger unter uns, der hier die Chance auf ein Stück Raubwild nutzt und den Ansitz mit einem mitunter reifen Balg beendet. Ich betreue ein reines Hochwildrevier in der Lüneburger Heide, Rotwild, Damwild, Sauen und Rehwild sind hier Standwild. Die jagdliche Zielsetzung ist auf Intervalljagd sowie auf die herbstliche Gesellschaftsjagd ausgerichtet, was grundsätzlich viel Jagdruhe bedeutet. Die Reviersituation hier erfordert dennoch während des Frühjahrs und auch in den Sommermonaten die Bejagung im Feld, um ersatzpflichtige Schäden auf landwirtschaftlichen Kulturen abzuwenden. Je nach Bundesland hat man jedoch auch während der Sommermonate die Möglichkeit, bei den Prädatoren mit Büchse oder Falle auf Jungtiere zu waidwerken. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Swarovski bekommt ersten „externen“ CEO in der Unternehmensgeschichte

Der gebürtige Libanese Alexis Nasard wird neuer Chef des Kristallkonzerns und der erste in der 127-jährigen Firmengeschichte, der nicht aus dem Swarovski-Clan stammt. 30 Mio. Euro sollen in Wattens investiert werden.

15.06.2022

Wattens – Wattens – 127 Jahre lang wurde Swarovski von Mitgliedern des inzwischen weit verzweigten Familienclans geführt. Mit Alexis Nasard wird nun erstmals ein Manager das Ruder des Kristallkonzerns übernehmen, der nicht einer der Gründerfamilien entstammt. Der gebürtige Libanese wird am 4. Juli neuer Geschäftsführer (CEO) von Swarovski, gab das Glitzerunternehmen gestern bekannt. „Mit Alexis Nasard hat Swarovski einen internationalen Top-Manager gewinnen können, der bereits sehr erfolgreich Unternehmen geführt und Transformationsprozesse umgesetzt hat“, so der Konzern. Damit bestreite man den Übergang von einem familiengeführten Unternehmen zu einem Unternehmen im Familienbesitz.

Dass erstmals ein externer Manager den Swarovski-Tanker lenken wird, ist Folge des internen Krachs zwischen den unterschiedlichen Familienstämmen um die Ausrichtung des Konzerns. Vor zwei Jahren hatte sich Robert Buchbauer gegen Markus Langes-Swarovski um die Konzernführung durchgesetzt und sich gleich einmal mit einem Job-Kahlschlag von insgesamt 1800 Beschäftigten am Stammsitz in Wattens vorgestellt. Daraufhin schaukelte sich der Machtkampf in der Glitzerfamilie immer mehr auf, bis Buchbauer vergangenen Dezember seinen Sessel als Konzernchef wieder räumen musste, Michele Molon Finanzchef Frederik Westring sprangen interimistisch ein. Die Swarovski-Familienstämme einigten sich darauf, ihren Verwaltungsrat mit Experten von außerhalb der Familie zu erweitern und sich auf die Suche nach dem ersten externen Konzernchef der Geschichte zu begeben. Ihre Wahl fiel nun auf Alexis Nasard. „Ich freue mich auf die Herausforderung, die Transformation des Unternehmens zu leiten“, erklärte Nasard. Der 52-Jährige war 17 Jahre lang beim US-Konsumgüter-Konzern Procter&Gamble, wechselte dann als COO zu Heineken, wurde später Chef des Bekleidungs- und Modekonzerns Bata, war danach Kurzzeit-Chef beim Marktforschungsunternehmen Kantar und zuletzt beim Unternehmensberater McKinsey. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Jungjägerempfang in Wels - "Waidmann's Heil" für über 600 Berufene

15. Juni 2022

Stolz präsentierte sich die frisch gebackene Jägerin Tina gemeinsam mit Hunderten Jungjägerinnen und Jungjägern beim Empfang in der Welser Stadthalle.44
Bilder

Leder und Loden, Jagdhornbläser und Jagdgesang – so präsentierte sich die Welser Stadthalle am Dienstag, 14. Juni, anlässlich des Jungjägerempfangs 2022. Berufung und Leidenschaft führte Hunderte oberösterreichische Frauen und Männer zur und durch die Jagdprüfung, was nun gefeiert wurde.

WELS. Über 600 Jungjägerinnen und Jungjäger samt Ausbildner aus ganz Oberösterreich folgten der Einladung zum Empfang in der Welser Stadthalle. Sie stellen den Jägernachwuchs aus drei Jahren Ausbildung dar. Hausherr und Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ), seines Zeichens selbst Waidmann eröffnete die Feierlichkeiten mit persönlichen Einblicken durch seine Jagderfahrungen und hieß die frisch gebackenen Jungjägerinnen und Jungjäger in der Messestadt herzlich willkommen. (weiterlesen)

 

 

Notification
Kommentar schreiben (1 Kommentar)

Wald und Wild-Dialoge im Klimawandel stärken

Bearbeitet von Carolin Föste
14.6.2022
Um die Hürden der Waldbewirtschaftung im Klimawandel zu meistern, braucht es Zusammenhalt und einen konstruktiven Austausch zwischen Jägerinnen und Jägern, Forstleuten und Waldbesitzenden. Da ist sich die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) sicher. Ende Mai wurde daher bereits zum dritten Mal an einen Runden Tisch im Ortenaukreis sowie zu einem Waldbegang im Korker Wald eingeladen.

Nach dem erfolgreichen Probelauf sollen Runde Tische zum Thema „Waldumbau und Jagd“ künftig in ganz Baden-Württemberg abgehalten werden. Für den Sommer und Herbst 2022 sind schon jetzt weitere Runde Tische geplant. Neben Wald und Wild stand dieses Mal vor allem die Eiche im Vordergrund.

Wald und Wild: Waldbegang bringt Akteure zusammen

„Die Zukunft wird uns häufiger trocken-heiße Sommer bescheren, aber auch Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge werden wahrscheinlicher. Die Grundbesitzenden, Försterinnen und Förster sowie Jägerinnen und Jäger stehen darum mit der Anpassung der Waldökosysteme im Zuge des Klimawandels vor einer verantwortungsvollen und dringenden Aufgabe. Diese kann nur durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln gelingen“, so Ulrich Schraml, Direktor der FVA. Um diese Zusammenarbeit zu stärken, trafen sich Ende Mai Jägerinnen und Jäger sowie Försterinnen und Förster mit Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Gemeinden aus Baden-Württemberg im Rahmen der Runden Tische zu einem Waldbegang.  (weiterlesen)

Die junge Eiche (rechts) hat ein deutlich tieferes Wurzelwerk ausgebildet als der Bergahorn (links). Markus Gutmann, Revierleiter der Stadt Kehl, zeigt die standortbedingten Unterschiede auf. | Foto: Thom, FVA BW

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Überfüllte Tierheime - Corona-Hunde bereiten Probleme

13.06.2022  Saarbrücken/Trier - Die Tierheime im Saarland und in Rheinland-Pfalz leiden zunehmend unter «Corona-Hunden» - also jenen Tieren, die zu Pandemiezeiten unbedacht angeschafft wurden und von Besitzerinnen und Besitzern nun nicht mehr gewollt sind.

Doch nicht nur die Zahl der abgegebenen Hunde macht den Tierschützern zu schaffen, sondern auch deren Verhaltensweisen. «Die meisten, die in den letzten acht Monaten abgegeben wurden, sind ein Jahr alt und komplett unsozialisiert», sagte Frederick Guldner, Sprecher des Tierschutzvereins 1924 Saarbrücken und des Bertha-Bruch-Tierheims. «Sie kennen keine anderen Tiere, wenig Menschen, keine Autos und äußeren Einflüsse. Und wenn eine Tür zuknallt, erschrecken sie schon.»

Mit 60 Hunden sei das Tierheim in Saarbrücken derzeit voll. Zwar gebe es immer wieder Nachfragen, doch die Vermittlung sei problematisch: «Es sind einfach nicht die sozialsten Hunde, weil mit ihnen nicht gearbeitet wurde. Das macht es schwierig», so Guldner. Und wenn die Hunde beim ersten Probespaziergang andere Artgenossen direkt verbellen, sei es für viele Interessenten «direkt abschreckend». (weiterlesen)

 

 

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Messe Dortmund-Jagd & Hund: „Endlich wieder persönliche Kontakte – das hat gefehlt“

Die Messe Jagd & Hund in den Westfalenhallen ist zu Ende gegangen. Nach einer Woche haben die Veranstalter eine Bilanz gezogen.

12.06.2022   Der persönliche Kontakt war vor allem anderen das, was Besucher, Veranstalter und Aussteller an der Messe „Jagd & Hund“ am meisten lobten

Zufrieden zeigen sich die Veranstalter der Messe „Jagd & Hund“, sie vom 7. bis 12. Juni in den Westfalenhallen über die Bühne ging. Nicole Heitzig, Präsidentin des Landesjagdverbandes NRW sagt: „Ich bin froh, dass wir die Jagd & Hund 2022 ausrichten konnten. In den vielen Gesprächen habe ich gemerkt, wie hungrig Messebesucher und Aussteller auf dieses Event waren.“

Bei den zahlreichen Themen, die präsentiert worden seien, habe reges Interesse bestanden. Wildbret aus NRW, die Landeshegeschau, erstmals auch mit Projekten der Niederwildhege, Kitzrettung mit Drohnen und anderer Technik sowie der große LJV-Servicestand seien sehr gut angenommen worden.

Lob für umfangreiches Bühnenprogramm

Auch Sabine Loos, Geschäftsführerin der Messe Dortmund, zieht eine positive Bilanz: „Endlich wieder Kontakte pflegen, fachsimpeln, Produktangebote live erleben und ausprobieren sowie einen Marktüberblick erhalten.“ Nicht zuletzt das umfangreiche Bühnenprogramm, die große attraktive Outdoor-Fläche und die entspannte Messe-Atmosphäre seien sehr gut angekommen. Das zeige, dass Messen wieder funktionieren und weiterhin ein wichtiges Instrument für den Markt seien. Umso größer sei die Vorfreude auf die nächste Jagd & Hund, die vom 24. bis 29. Januar 2023 in der Messe Dortmund stattfindet. (weiterlesen)

Auch Greifvögel waren bei der Messe Jagd & Hund zu sehen, die am Sonntag (12.6.) in den Westfalenhallen zu Ende ging. © Oliver Schaper

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

WAIDMANNSHEIL - Immer mehr junge Menschen interessieren sich für die Jagd

Für die einen ist die Jagd ein Hobby, die anderen hassen es. Doch seit Jahren bekommt die Jagd immer mehr Zuspruch, auch bei jungen Menschen. Jagd-Influencer teilen dabei gerne ihre Leidenschaft mit der Community; nicht bei jedem kommt das gut an.

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)