Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Kahlwildjagd im August: die tierschutzgerechte Alternative

Am 1. August beginnt in fast allen Bundesländern die Jagd auf weibliches Rotwild. Wurde die Kahlwildjagd im August bis vor einigen Jahren noch mit Verweis auf die Verwertbarkeit von Kälbern vehement abgelehnt, wird sie heute mehr und mehr als tierschutzgerechte Alternative bei der Kahlwildjagd akzeptiert und eingesetzt. Durch die noch immer kurzen Nächte und die enge Bindung zwischen Alttier und Kalb ist zu keiner anderen Jahreszeit die Chance größer, Kalb-Alttier-Doubletten zu erlegen. Damit wird ein hoher Anteil an Zuwachsträgern zur Strecke beigetragen, ohne das Verwaisen von Rotwilkälbern in Kauf zu nehmen. Denn ein hoher Abschuss von Alttieren kann zwar auch durch die Freigabe „einzeln gehender Alttiere“ auf Gesellschaftsjagden erreicht werden – tierschutzgerecht ist diese Jagd allerdings erst, wenn keine verwaisten Kälber zurückbleiben. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass dies keinesfalls sichergestellt ist.

Spätsommerliche Kahlwildjagd als Element von Reduktionsprojekten (weiterlesen)

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DJV-Verbandsbericht erschienen

Tierfund-Kataster, Wolf, Jagdgesetz oder Sophie-Award: Wie vielfältig die Themen des Deutschen Jagdverbandes sind, zeigt der Jahresbericht 2019/20. Er ist jetzt als Print- oder Downloadversion erhältlich.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat jetzt seinen Verbandsbericht für das Jagdjahr 2019/20 (1. April bis 31. März) veröffentlicht. Darin werden Arbeit und Schwerpunktthemen des Dachverbandes der Jäger dokumentiert. Im Fokus des 66-seitigen Berichtes steht etwa der Forst-Jagd-Konflikt: Der Waldumbau erfordert ein Konzept aus verstärkter Bejagung auf Aufforstungsflächen, Ruhezonen und Lebensraumverbesserung - eine wildökologische Raumplanung (Seite 22 ff). Links verweisen auf Forderungs- und Positionspapier des DJV zu Wald und Wild. (weiterlesen)

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Wildtierschutz Deutschland e.V.: Neues Bundesjagdgesetz läuft ins Leere - noch mehr Abschüsse sind keine Lösung

Klöckners seit dieser Woche vorliegender Referentenentwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes beabsichtigt mittels der Jagd die Versäumnisse der Forstpolitik der vergangenen Jahrzehnte wettzumachen. Die Änderungen des Gesetzes zielen im Wesentlichen darauf ab, eine "Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen" zu ermöglichen.

"Das durchaus bestehende Problem der Schädigung von jungen Bäumen durch Rehe und andere Paarhufer des Waldes (sog. Schalenwild) ist durch noch mehr Abschüsse nicht in den Griff zu bekommen", ist Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland e.V., überzeugt. "Beispiel Baden-Württemberg, dort wurden in den vergangenen zehn Jahren die Abschüsse insbesondere in den staatlichen Forsten extrem erhöht. Insgesamt um über 40 Prozent auf zuletzt über 225.000 Rehe. Signifikante Auswirkungen auf Verbiss- oder andere Schäden durch das Schalenwild sind dennoch nicht zu verzeichnen."  (weiterlesen)

 

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Seltene Tierrasse oder Wolf – wenn Tierschutz zur Farce wird

Ich habe vor einigen Jahren über das Brillenschaf berichtet, das im Villnösstal zuhause ist.

Wir haben dort mehrfach Urlaub gemacht. Die Rasse stand kurz vor dem Aussterben, bis einige engagierte Menschen diese Rasse wieder zu neuem Leben erweckten. Doch diese Rasse ist jetzt wieder bedroht. In den letzten Tagen wurden 12 Schafe gerissen. Auch wenn die DNA-Analyse noch nicht vorliegt, so ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf gewesen. Bevor ihr den Link öffnet: Die Bilder und vor allem die Videos sind erschreckend und nichts für schwache Nerven.

Die Gesellschaft ist nun gefragt, ob das Villnösser Brillenschaf überleben darf oder der Wolf. Wenn sich die Gesellschaft für den Wolf und gegen eine aussterbende Rasse entscheidet, ist die logische Konsequenz, dass die Landwirte die Landschaftspflege aufgeben und die offene Weidelandschaft wieder zu Wald wird. Der für Südtirol so wichtige Tourismus wird sich dann auch zurückziehen.  (weiterlesen)

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Bauern und Züchter wissen nicht mehr weiter - Wölfe auf Villnösser Alm im Blutrausch – VIDEO

Villnöss – In Villnöss ist es erneut zu Rissen von Villnösser Brillenschafen gekommen. Vermutet wird, dass es sich bei den Angreifern um Wölfe handelt. Am Montag wurden mehrere leblose Schafe gefunden, am Tag zuvor waren es sieben. Insgesamt sind den Beutegreifern zwölf Schafe zum Opfer gefallen – vier weitere werden vermisst.
Mehrere erschütternde Bilder der gerissenen Tiere kursierten in sozialen Netzwerken. Sie zeigen, wie die Wölfe im Blutrausch regelrecht Stücke aus den vom Aussterben bedrohten Schafen gerissen haben.„Die Tiere gehen elend zu Grund“, erklärt Günther Pernthaler, der Vertreter der Züchter des Villnösser Brillenschafts in einem Video, das auch auf Facebook kursiert, verzweifelt.  (weiterlesen)

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Südeuropäischer Wolf erstmals in Deutschland aufgetaucht

Traunstein - Erstmals ist in Deutschland ein Wolf aus der Population Südosteuropas nachgewiesen worden.

Das ergab der Gentest aus Material, das nach Rissen von Schafen im Landkreis Traunstein genommen worden war, wie eine Sprecherin des Bayerischen Landesamtes für Umwelt am Mittwoch sagte.
Der Wolf aus der sogenannten Dinarischen Population, die unter anderem in Slowenien und Kroatien beheimatet ist, hatte auch in nahen österreichischen Gemeinden Tiere gerissen. Es handele sich um das männliche Tier mit der offiziellen Kennung GW1706m. Bisher seien in Deutschland nur Wölfe der Alpenpopulation oder der zentraleuropäischen Population aufgetaucht.
Binnen mehrerer Wochen waren im Grenzgebiet zwischen Oberbayern und Österreich zehn Schafe tot gefunden worden. Die Behörden hatten bereits vermutet, dass sie vom selben Tier gerissen worden waren. (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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Die Blaser Group mit den Marken Blaser, Mauser, Minox, Rigby und Sauer wird zukünftig durch den Wärmebildspezialisten Liemke verstärkt. Auf diese Weise kann die Unternehmensgruppe ihre Position als einer der weltweit führenden Hersteller weiter ausbauen. Der Bielefelder Spezialist für Wärmebildoptiken ist seit 2008 auf dem Markt tätig und entwickelt seit 2014 eigene Optiken: Qualität, Innovation und Service – made in Germany.

Für die Kunden bietet die Zusammenarbeit einmalige Vorteile, denn „durch die Bündelung des Knowhows in der Gruppe, können wir neue Produkte für den Jagd- und Naturbereich entwickeln, die perfekt auf Waffe und Optik abgestimmt sind,“ sagt Blaser Group CEO, Dr. Jens Uwe Drowatzky. „Das kann kein anderer Hersteller“, ergänzt Gründer Gerd Liemke. Neben neuen Produkten möchte der Liemke-Geschäftsführer die zukünftigen Synergien nutzen, um die Nähe zu seinen Kunden zu erhöhen und die Reaktionszeiten des Service zu verbessern. (weiterlesen)

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Wenn der Bock einfach Bock hat: Liebesrausch im Wald

Und doch wird dabei nicht blind über Wald und Wiesen gehetzt. Auf den ersten Blick scheint es zwar, dass die Böcke die Geißen hetzen, das sogenannte Treiben. Wenn man dieses Treiben jedoch genau beobachtet, dann ist es eigentlich genau umgekehrt – die Geißen „ziehen“ die Böcke. Die Männchen prüfen dabei die Paarungsbereitschaft der Weibchen, da diese nur etwa zwei Tage lang fruchtbar beschlagen, also begattet werden können.

Weite Kreise

Das ganze Ritual der Fortpflanzung beginnt mit dem Suchen und dem Angaloppieren der Geiß durch den Bock, wobei die Geiß flüchtet und der Bock ihr folgt. Dieses erste Treiben führt das Paar oft 500 Meter vom Ausgangspunkt weg bis sie das Schauspiel abbricht und stoppt. Die Geiß fordert den Bock zum Beschlag (Begattung) auf, flüchtet jedoch wieder, wobei sie diesmal in ein fast zeitlupenartiges Tempo verfällt. Das anschließende zweite Treiben dauert zwischen zwei und zehn Minuten und hinterlässt durch wiederholt ausgeführte Kreisbahnen oder Achterschlingen so genannte „Hexenringe“ in Wiesen und Feldern. Der Bock hängt förmlich am Hinterteil der Geiß, wobei diese beim zweiten Treiben regelmäßig Kontaktlaute von sich gibt.

Für passionierte Jäger startet mit der Rehbrunft eine der wohl spannendsten Tage im Jagdkalender. In der zweiten Hälfte, gegen Ende der Brunft, beginnt die eigentliche Blattzeit, die hohe Zeit für passionierte Rehwildjäger.

Vorsicht im Straßenverkehr   (weiterlesen)

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Suche nach Konsens in der Forst-Jagd-Frage

Jäger und Förster haben in Sachsen Jagd bekanntlich sehr unterschiedliche Ansichten. Eine Arbeitsgruppe soll nun eine Lösung finden, wie Wildhege und Waldaufbau/-schutz unter einen Hut passen.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Deutschem Jagdverband (DJV) und Deutschem Forstwirtschaftsrat (DFWR) arbeitet seit einigen Wochen an einem Konsens in der Forst-Jagd-Frage.

Ein interner Entwurf aus der Arbeitsgruppe wurde jetzt vom DFWR ohne Abstimmung offiziell an das Bundeslandwirtschaftsministerium gesendet. DJV-Präsident Dr. Volker Böhning sagte dazu: "Der Entwurf markiert nur einen Zwischenstand. Es war zwischen den Verbandsspitzen vereinbart, dass wir unsere Landesverbände in die Konsensfindung einbinden. Vor Ende August ist mit keinem Ergebnis zu rechnen. Erst die Unterschrift beider Präsidenten macht ein Papier zu einem offiziellen." (weiterlesen)

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Das „Totenklöcknerchen“ läutet für Wild und Jagd

Am 13. Juli hat das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ den „Entwurf eines ersten Gesetzes zur Änderung des Bundesjagdgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes“ vorgelegt (Fundstelle u. a. bei Jawina). Wie der böse Wolf bei Rotkäppchen säuselt diese Arbeit unter anderem: „Das Ziel, eine an den Klimawandel angepasste Waldbewirtschaftung in der Fläche umzusetzen, erfordert eine Anpassung des Bundesjagdgesetzes (BJagdG), um im Interesse eines angemessenen Ausgleiches zwischen Wald und Wild dort handeln zu können, wo zu hohe Wildbestände eine Naturverjüngung behindern.“

Wie lieb!

Wer derartige fachpolitische Verlautbarungen richtig, vor allem zwischen den Zeilen, lesen kann – und von der Materie was versteht – erkennt dann: hier wird nicht nur das Jagdausübungsrecht weiter eingeschränkt, sondern die Axt an die Wurzel der Jagd gelegt!

Wie das?

Bislang sagt das „Grundgesetz unserer Jagd“, § 1 BJagdG (und nahezu gleichlautend alle Landesjagdgesetze), dass die Jagd dazu dient, einen gesunden und artenreichen Wildbestand unter Berücksichtigung der vorrangigen Interessen der Land- und Forstwirtschaft daran, das Wildschäden „möglichst“ vermieden werden sollen, zu hegen. „Möglichst“ heißt dabei: ein gewisser Grad von Wildschaden muss hingenommen werden, wenn ein gesunder und reproduktionsfähiger Wildbestand erhalten werden soll– die Hege dieses Kulturguts ist nämlich „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ (§ 1 LJagdG Bbg).

Jetzt erhält diese Vorschrift eine kleine aber inhaltsschwere Ergänzung:

„Sie (die Jagd) soll insbesondere eine Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen.“ (weiterlesen)

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