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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Rekordbeteiligung bei Abstimmung:  Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026

9.10.2025

Über 184.000 Menschen stimmten ab: Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026. Naturschützer sehen in der Wahl ein Signal für mehr Artenschutz auf dem Land.

Orange-brauner Kopf und graue Brust: Das örtlich vom Aussterben bedrohte Rebhuhn ist zum Vogel des Jahres 2026 gewählt worden. Das etwa 30 Zentimeter lange Tier ist deutlich kleiner als gewöhnliche Haushühner.

Insgesamt habe sich eine Rekordzahl von 184.044 Menschen an der bundesweiten Online-Abstimmung beteiligt, teilten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit.

Hinter dem Rebhuhn kamen die Amsel, die Waldohreule, die Schleiereule und der Zwergtaucher auf die nächsten Plätze.

Bestand in Deutschland stark eingebrochen

"Mit dem Rebhuhn ist ein stark bedrohter Vogel gewählt worden", sagte Martin Rümmler, Vogelschutzexperte beim Nabu. Der Bestand sei in der Zeit um 1990 in Deutschland stark eingebrochen. Heute gibt es nur noch 35.000 bis 61.000 Brutpaare, 1999 waren es noch 56.000 bis 91.000 und in früheren Zeiten noch mal deutlich mehr.x (weiterlesen)

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Wildbret: Wissen, wo es herkommt!

Wildbret ist regional, saisonal und Freilandhaltung. Mehr Öko geht nicht! Und trotzdem gibt es immer noch Berührungsängste mit diesem Lebensmittel. Doch das muss nicht sein.

In vielen Köpfen war Wildbret immer nur ab Herbst oder für manche sogar nur an Heiligabend ein Thema. Man wollte sich und seinen Lieben zum Fest etwas Besonderes gönnen. Allerdings endete die „Vergewaltigung“ dieses hochwertigen Fleischs mit Buttermilch, Rotwein und penetranten Wildgewürzen nicht selten in einer kulinarischen Katastrophe.

Je besser das Fleisch, desto weniger Schischi

 Dabei ist Wildbret hochwertigstes Fleisch und daher sehr einfach in der Zubereitung, eben wie ein edles Rindersteak. Je besser ein Stück Fleisch ist, desto weniger Schischi ist nötig. Rosa angebraten mit etwas Salz und Pfeffer lässt den Wildgeschmack voll zur Geltung kommen; sonst könnte man ja auch gleich Hühnchen essen.

In Ländern mit hoher Jägerdichte wie Skandinavien, Frankreich, Spanien, England, Nordamerika, Kanada, Alaska und Ähnlichen, in denen Wildfleisch immer noch weit oben auf dem Speiseplan rangiert, braucht es keine Überzeugungsarbeit. Da wird gejagt, zerwirkt, veredelt, haltbar gemacht oder sich über die Wintermonate davon ernährt.

Das ist viel mehr ein Thema für Länder, in denen das Naturverständnis in weiten Teilen der Gesellschaft abhanden gekommen ist. Für Menschen, die in den Supermarkt oder Discounter marschieren, um Fleisch zu kaufen, weil „es dort gemacht wird“. Viele haben sich schon sehr weit von den Produktionsprozessen entfernt, sie realisieren gar nicht mehr, dass ein abgepacktes Stück Fleisch auch mal ein Tier aus Fleisch und Blut war. 

Wohlstandsverwahrloste Gesellschaften  (weiterlesen)

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STEC-Bakterien – gefährlich auch für uns!

Fr., 26.09.2025

2024 wurden bei einem bundesweiten Monitoring in über 30 Prozent untersuchter Reh-Proben Shigatoxin-bildende Darm-Bakterien (STEC) nachgewiesen – eine gefährliche Zoonose, die um sich greift.

Bei jagdbarem Wild kommt es häufig zum Nachweis von Krankheitserregern, die Zoonosen hervorrufen können – also auch auf Menschen übertragen werden können. Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem sind dadurch besonders gefährdet.

Nach aktuellen Fällen von EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen wird immer wieder diskutiert, inwieweit Wildbret eine mögliche Eintragsquelle darstellt. STEC sind Escherichia coli (=Darm)-Bakterien, die bestimmte Gifte bilden. Diese sog. Shiga-Toxine (starke Zellgifte) können bei Menschen zu schweren Erkrankungen wie Bauchschmerzen, Erbrechen, blutigem Durchfall bis zum Nierenversagen führen. (weiterlesen)

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Herbert Tretter: Ein Jäger mit Vision für Wild und Natur

1. September 2025

Reuth bei Kastl.

Herbert Tretter setzt sich seit Jahrzehnten für Wildtiere und eine lebendige Kulturlandschaft ein.

Wenn Herbert Tretter von der Jagd spricht, leuchten seine Augen. „Ich war als kleiner Bub schon mit dabei, wenn mein Vater oder Großvater zur Jagd gingen“, erzählt er. Über die Familie sei er ganz selbstverständlich in dieses Leben hineingewachsen. Mit sechzehn Jahren legte er den Jugendjagdschein ab – heute blickt er auf fast vierzig Jahre als Jäger zurück. „Mein Vater, mein Großvater und sogar mein Taufpate haben die Leidenschaft weitergegeben. Für mich war das immer mehr als nur ein Hobby.“

Jagd als Teil der Gesellschaft

Für Tretter ist die Jagd weit mehr als Schießen oder Trophäen. „Jagd bedeutet Verantwortung für die Natur und ihre Geschöpfe. Sie ist Teil unserer Kultur und unserer Gesellschaft. Schon der Mensch der Steinzeit war Jäger und Sammler – bis heute hat sich diese Tradition erhalten und weiterentwickelt.“ Deshalb sei es für ihn selbstverständlich, dass auch die breite Bevölkerung die Jagd als wichtigen Bestandteil anerkennt. Mit Nachdruck betont er: „Es geht darum, die Natur zu verstehen, sie zu pflegen und im Einklang mit ihr zu handeln.“

Ein Herz für das Niederwild     (weiterlesen)

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Auf 350 ha wurden 113 Stück Schalenwild erlegt! - Ungewöhnlicher Weg zur Aufforstung nach Borkenkäfer-Befall

Nach dem massiven Borkenkäferbefall musste Torsten Dörmbach seinen Wald neu aufforsten. Der Landwirt und Forstingenieur aus Wipperfürth setzt dabei auf stabile Mischwälder mit robusten Baumarten, darunter auch die Roteiche - statt auf anfällige Monokulturen. Doch viele junge Pflanzen werden vom Wild verbissen. Um dem entgegenzuwirken, hat Torsten die Jagd in seinem Revier neu organisiert: Er jagt nun selbst und hat gemeinsam mit Kollegen die erste selbstverwaltete Jagdgenossenschaft in NRW gegründet.

Wie diese Form der Jagd bei der traditionellen Jägerschaft ankommt, ob sie sich wirtschaftlich trägt und wie der Wald davon profitiert, seht ihr jetzt in einer neuen Folge WDR Lokalzeit LandSchafft!

 

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Waldumbau: Joachim Käs: Er spricht für die Jagdgenossen - und den Wald

18.08.2025

Joachim Käs spricht für die im BBV organisierten 4.500 Jagdgenossenschaften. Der Jäger will deren vielfältige Aufgaben stärker in der Öffentlichkeit bekannt machen.x Joachim Käs hat einen klaren Standpunkt – und eine undankbare Aufgabe. Seit November steht der 64-Jährige aus Fridolfing an der Spitze der Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bayerischen Bauernverband. Rund 4.500 Genossenschaften vertritt er, also etwa die Hälfte aller in Bayern.

In der aufgeladenen Debatte um das neue Jagdrecht will er nicht polarisieren, sondern vermitteln. Sein Credo: „Die forstlichen Gutachten sind die Basis. Ohne sie gibt es keine sachliche Diskussion.“ Käs kennt beide Seiten: Er arbeitet als Pharmareferent, bewirtschaftet mit seiner Frau einen Hof im Chiemgau und führt seit 15 Jahren seine eigene Jagdgenossenschaft – mit 420 Mitgliedern. Er weiß, wo es knirscht: „Viele Waldbesitzer sehen, wie ihre Wälder unter Borkenkäfer, Dürre und fehlender Naturverjüngung leiden. Da wollen sie, dass Abschusspläne auch umgesetzt werden.“ (weiterlesen)

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Stadtvögel – Nervensägen oder gute Nachbarn?

Die Nilgans-Plage

10.08.2025

Nilgänse sind laut, verdrecken alles und stehen im Verdacht, einheimische Arten zu verdrängen. Städte sind überfordert, Jäger und Naturschützer streiten über wirksame Maßnahmen.

In Parks und an Seen halten sich Nilgänse oft zwischen Spaziergängern und Badegästen auf. Die Reinigung erfordert mehr Gerät und mehr Arbeitskräfte - das kostet.

Einstufung als invasive Art

Seit 2017 ist die Nilgans auf der EU-Liste invasiver Arten geführt. Das bedeutet, dass sie einheimische Ökosysteme, Lebensräume oder Arten beeinträchtigen oder verdrängen kann. In Städten, in denen sich Nilgänse stark vermehrt haben und hohe Reinigungskosten anfallen, wird daher schnell über Bejagung zur Bestandsregulierung diskutiert. Zahlen des Deutschen Jagdverbandes zeigen: Bei einer flächendeckenden Erfassung im Jahr 2023 meldeten 53 Prozent der teilnehmenden Jagdreviere ein Nilgansvorkommen. Im Jahr 2017 waren es laut DJV noch 38 Prozent. Deutschland habe die Verpflichtung, den Bestand einzudämmen Der Deutsche Jagdverband plädiere deswegen für einen einheitlichen Abschuss. (weiterlesen)

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CSU-Minister will Jagdrecht ändern: „Mehr Wölfe als in Russland“

7.08.2025

Von: Lisa Mahnkex

Bundesagrarminister Rainer kündigt Änderungen am Jagdrecht an. Der Wolf steht vor Neubewertung. Naturschützer äußern Bedenken gegen eilige Maßnahmen.

Ruhpolding – Der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat eine neue Wolfsbewertung angekündigt. Dafür will die Bundesregierung bis Herbst eine aktualisierte Bewertung zum Erhaltungszustand des Wolfs an die EU übermitteln. Demnach soll Deutschland künftig insgesamt einen „guten Erhaltungszustand“ der Tierart melden. Zuständig dafür ist das Bundesumweltministerium, das Rainer zufolge bereits eine entsprechende Zusage gegeben hat.

„Wir haben circa 2500 Wölfe in Deutschland“, erklärte Rainer am Rande eines Besuchs im oberbayerischen Ruhpolding. Bezogen auf die Fläche seien das sogar mehr Tiere als in Russland. (weiterlesen)

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Gesetzes-Verschärfung „juckt Kriminelle nicht“: Waffen-Statistik entlarvt Politik-Irrtum

Berlin – Mord, Raub, Körperverletzung: In Deutschland wird wieder häufiger zur Waffe gegriffen. 9460 Fälle, in denen 2024 mit Schusswaffen gedroht oder geschossen wurde – ein neuer Höchstwert seit Jahren. Doch während unsere Politiker reflexartig „Waffenrecht verschärfen“ fordern, zeigen Fakten: Die echte Gefahr kommt von ganz woanders!

Nordrhein-Westfalen zeigte aus Anlass des Bundesjägertags 2025 erstmals in einer Sonderauswertung, wie selten es in Deutschland wirklich zu Morden mit registrierten Waffen kommt Waffenwahn liegt beim Gesetz – nicht bei den Tätern! BILD hat die offiziellen Zahlen der Innenministerien ausgewertet. Sie beweisen: Deutsche Legalwaffenbesitzer stehen zu Unrecht am Pranger. Die Diskussion ist eine Scheindebatte. Das Bundeskriminalamt (BKA) schreibt im Bundeslagebild 2024: „Nach polizeilicher Einschätzung handelt es sich überwiegend um Fälle illegalen Erwerbs, Besitzes, Führens oder Schmuggels.

Waffenwahn liegt beim Gesetz – nicht bei den Tätern!

BILD hat die offiziellen Zahlen der Innenministerien ausgewertet. Sie beweisen: Deutsche Legalwaffenbesitzer stehen zu Unrecht am Pranger. Die Diskussion ist eine Scheindebatte. Das Bundeskriminalamt (BKA) schreibt im Bundeslagebild 2024: „Nach polizeilicher Einschätzung handelt es sich überwiegend um Fälle illegalen Erwerbs, Besitzes, Führens oder Schmuggels.“    (weiterlesen)

 

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Blattzeit im Wendland: 3 Böcke in 26 Stunden

Als ich vor 14 Jahren mit Jungjäger Mathias mein bisher erfolgreichstes Saujagdwochenende erlebte, animierte mich dieses einmalige Jagderlebnis zu einem Artikel mit der Überschrift:

Winterliche Saujagd im Oderbruch, oder: 10 Sauen in 4 Tagen

Mathias mit 4 der 10 Sauen im Dezember 2010

 

Dass ich aber 14 Jahre nach dieser einmaligen Saujagd abermals über eine sehr erfolgreiche Jagd mit Mathias schreiben werde, hätte ich nie gedacht. Unter der Überschrift:

Blattzeit im Wendland: 3 Böcke in 26 Stunden

findet die Jagd mit Mathias als mittlerweile sehr erfahrener Jäger im Wendland ihre Fortsetzung.   (weiterlesen)

 

 

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