Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Kommentar: Die Gehorsamsausbildung der Jagdhunde in der Sackgasse

Ohne die Hintergründe des unfassbaren Beissvorfalls in der Pfalz "Bilanz einer Hunderunde: Ein verprügelter Jäger und 2 tote Hunde" genauer zu untersuchen, wird an dem Vorfall eines offensichtlich: Die Jagdhundeausbildung hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht weiterentwickelt, bzw. verharrt in völlig überholten und nicht mehr zeitgemäßen Ausbildungsschritten.

Die Anforderungen an den Jagdhund damals...

Vor vielen Jahrzehnten, als die Jagd noch weitestgehend ohne Öffentlichkeit stattfand, brauchte man auf der Jagd den raubzeug- und wildscharfen Jagdhund. Durch diese in die Rasse hineingezüchtete bedingungslose Wildschärfe war der Jagdhund ein unersätzlicher Helfer beim Strecken des Wildes. Jäger mit aus heutiger Sicht eher mäßig treffenden Waffen erhöhten den Bedarf an Jagdhunden, die das krankgeschossene Wild nicht nur stellten, sondern es „abtaten“, wie Jäger das Töten durch gezielten Kehlbiss nennen.
Tierschutzauflagen gab es keine, der Tierschutz findet erst seit einigen Jahren bei der Jagd Anwendung. Alleine der völlig dehnbare und für jeden Jäger beliebig auslegbare Begriff der „Waidgerechtigkeit“ fand damals, wenn überhaupt, bei Tötung des Wildes mittels Jagdhund Anwendung. Die damaligen Jagdhunde kannten in der Regel weder Hundebegegnungen  noch Laternenpfähle oder Kinderspielplätze, sondern nur Zwinger, Hof und Jagd. 

Der bedingungslose Tötungswille wird bis heute bei der Jagdhundeausbildung geweckt und ist immer noch in vielen Jagdhunderassen ein wesentliches Zuchtziel.

... und heute   (weiterlesen)

Jagdhundeausbildung beginnt mit der Ausbildung im Gehorsam, Wildkontakt ist in dieser Zeit nicht zielführend und hat  tunlichst zu unterbleiben 
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Waldgebiet des Jahres 2023

Choriner Wald

Der Choriner Wald, rund um das gleichnamige Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert, liegt im Nordosten Brandenburgs etwa 70 Kilometer nordöstlich von Berlin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Das große zusammenhängende Waldgebiet steht größtenteils im Eigentum des Landes Brandenburg und wird durch die Landeswaldoberförsterei Chorin bewirtschaftet, geschützt und entwickelt.

Das Gebiet zeigt exemplarisch die Vielfalt, Schönheit aber auch die Gefährdungen einer typischen nordostdeutschen, eiszeitlich geprägten Landschaft. Landschaftsgeografisch der Uckermark zugehörig, ist das Waldgebiet Teil des Landkreises Barnim, der durch den Choriner Wald und die westlich angrenzende Schorfheide ein Bewaldungsprozent von ca. 46 % aufweist.

Bei den Waldflächen handelt es sich um alten königlich-preußischen Waldbesitz sowie säkularisierten Klosterbesitz. Die seit 1861 bestehende Oberförsterei Chorin umfasst gegenwärtig 19.400 Hektar Landeswald und ist auf 14 Reviere mit einer Durchschnittsgröße von 1.385 Hektar aufgeteilt. Mit dem Landeswald in Gemengelage befinden sich etwa 800 ha Privatwald, der von der Hoheitsoberförsterei Eberswalde betreut wird. Im Süden ist ein Teil des Stadtwaldes Eberswalde Bestandteil des zusammenhängenden Waldgebietes. (weiterlesen)

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Jäger vor Gericht - Prozess nach Erntejagd: Verstoß gegen Tierschutzgesetz oder Wilderei?

Mit der Auffassung des Gerichts sind die Pächter nicht zufrieden.

Johannes Schlereth
19.10.2022

Nach einer Erntejagd schoss ein revierfremder Jäger flüchtige Wildschweine in einem Neubaugebiet. Für das Gericht ein schwerer Spagat: Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz? Wilderei?

Am vergangenen Mittwoch musste sich ein Jäger in Zerbst (Sachsen-Anhalt) vor dem Amtsgericht verantworten. Die Vorwürfe wogen schwer: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Jagdwilderei. Was war geschehen?

Der Angeklagte, ein Jäger, wurde im vergangenen Jahr angerufen, weil eine Rotte Wildschweine durch ein Wohngebiet und die dazugehörigen Gärten zog. „Das waren etwa zehn Tiere“, teilte Frank Straube, der Pressesprecher des Gerichts, mit. „Zum Teil hatten sich die Tiere in Zäunen verfangen und waren teils schon verletzt.“ Straube weiter: „Man konnte den zuständigen Jagdpächter nicht erreichen. Deshalb wurde der Angeklagte kontaktiert.“ Einer der Pächter des Reviers sieht das anders: „Wir saßen 500 Meter entfernt an einem Maisschlag, die Polizei hat unsere Nummern, aber uns hat niemand kontaktiert.“

Jäger erschießt Wildschweine mit Pistole im Wohngebiet

Indes sah sich der Angeklagte die Situation an, überlegte und handelte schließlich – so der Pressesprecher. „Er hat dann mit der Pistole die Tiere im Wohngebiet erlegt.“ Währenddessen war die Erntejagd der Pächter zu Ende, man stand beisammen und erzählte, so der Pächter. „Plötzlich hat man Schüsse aus dem Wohngebiet gehört. Wir konnten das nicht zuordnen und dachten es sind vielleicht Handwerker mit einem Nagelapparat beim Hausbau zugange.“ Die Folge: Die Jäger taten die Schüsse als Baulärm ab.

Pächter wussten nichts vom Abschuss der Wildschweine  (weiterlesen)

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Jagdgenossenschaft Möggers: Unser “Jagderfolg” ist die Naturverjüngung

12.10.2022 Die Jagdgenossenschaft Möggers aus Vorarlberg erhielt kürzlich den Staatspreis für Wald in der Kategorie „Wald-Wild-Management“. Waldaufseher Helmut Gmeiner erläutert, was getan wird, damit Plenterwald und Rehwild miteinander auskommen.

Bei der Verjüngung ist die jagdliche Bewirtschaftung der entscheidende Faktor.“ Das ist laut Waldaufseher Helmut Gmeiner von der Jagdgenossenschaft Möggers im Vorarlberger Laiblachtal einer der wichtigsten Grundsätze für eine erfolgreiche Plenterbewirtschaftung.
Die Jagd müsse als Teil der Waldbewirtschaftung gesehen werden, so Gmeiner.

Über 1.000 Hektar Jagdfläche in Eigenbewirtschaftung

Dieses Grundprinzip war ein wichtiges Motiv für die Gründung der Jagdgenossenschaft im Jahr 1990. Damals entschieden sich die Grundbesitzer in der Region, ihr Jagdrecht selbst auszuüben und die Jagd nicht mehr zu verpachten. Das Ziel der Eigenbewirtschaftung war und ist eine ausreichende Jagdausübung. In der Jägerschaft wurde dieser Schritt kontrovers debattiert, sogar Forderungen nach einem Verbot der Eigenbewirtschaftung wurden schon laut, blieben bisher aber in der Minderheit. (weiterlesen)

Neben den hiebreifen Stämmen drängt bereits der Nachwuchs nach oben – dank erfolgreichem „Wald-Wild-Management“ mit intakten Trieben und Knospen.
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Produktinformation: Jagdparadies Australien - Das gilt es bei der Einreise zu beachten

Ein großer Teil von Australien besteht aus Wildnis. Dadurch bietet das Land viele Möglichkeiten zum Jagen von verschiedenen einheimischen und invasiven Wildtierarten. Vor der Reise müssen einige Bescheinigungen beantragt werden und man sollte auch das verpflichtende Visum für die Australien Einreise nicht vergessen.

Arten und Besonderheiten Australien

Mit einer Bevölkerungsdichtheit von 2,8 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Australien extrem dünn besiedelt. Aufgrund der Trockenheit weiter Teile des Landes sind viele Gegenden von Menschen gänzlich unbewohnt. Das bietet viel Raum für Natur und Wildnis. Das Land hat mehrere Klimazonen, mit tropischen Regenwäldern im Norden, höheren Gebirgsketten im Südosten und wüstenartigen, trockenen und halbtrockenen Gebieten in der Mitte des Landes. Man kann hier einige einheimische Großwildarten, etwa Dingos und Kängurus finden, aber in Australien leben auch viele nicht heimischen Tierarten, wie Wasserbüffel, Hirsche, Wildschweine und Banteng.  (weiterlesen)

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Politikum – Warum wird der Wolf nicht bejagt?

Canis Lupus ist ein heikles Politikum das Stadt und Land spaltete. Doch warum wird er nicht bejagt?

Kim Trautmann, 8.10.2022 


Politikum Canis Lupus
Der Wolf ist nicht kompatibel mit unserer modernen, hoch entwickelten Kulturlandschaft. Eine Erkenntnis, die unsere Vorfahren bereits leidvoll machten – der Kampf mit Canis Lupus kann für viele hundert Jahre als existenzielle Bedrohung der Landbevölkerung bezeichnet werden. Doch in Anbetracht der Bestandsexplosionen und des politischen Unwillens zu handeln, kommt es einem derzeit fast vor, als herrsche in weiten Teilen des Landes eine Wolfsamnesie. Und doch ist der Grauhund in den letzten Jahren zunehmend zum Politikum avanciert. Allerdings weniger weil er Landbevölkerung, Tierhaltern, Jägern und Naturnutzern das Leben schwer macht, sondern weil er Synonym für Natur und Wildnis, zum Sinnbild aller urbanen Sensüchte geworden ist.

Ein Tier wie jedes andere 
Dass das Politikum Wolf auch gegenwärtig wieder den Landtagswahlkampf bestimmt, ändert nichts am verbreiteten politischen Unwillen tatsächlich Maßnahmen zu ergreifen. Während man in Kärnten bereits das Jagdgesetz ändert, um mit Nachtsichttechnik effektiven und sicheren Herdenschutz sowie Bestandsregulierungen vornehmen zu können, schwadroniert man hierzulande noch über die Einhaltung abstrusester Schutzmaßnahmen im Landschaftsschutzgebiet und diversen sensiblen Ökosystemen. Dass Möglichkeiten bestehen Bestände zu regulieren bevor es zu spät ist, zeigen unsere Schwedischen Nachbarn, die derzeit planen den Wolfsbestand auf 200 anstatt wie bisher auf rund 400 Tiere zu begrenzen.   (weiterlesen)

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Jagdverpachtung Bayern, Landkreis Neumark in der Oberpfalz

Die Jagdgenossenschaft Günching verpachtet zum 1.4.2023 ihr Gemeinschaftsjagdrevier im Wege der freihändigen Vergabe auf die Dauer von 9 Jahren.

Das Revier besteht aus 3 Jagdbögen:
Günching Ost 291 ha davon 89 ha Wald
Günching Süd 289 ha davon 43 ha Wald
Günching West 332 ha davon 58 ha Wald (zur Jagdatenbank)

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Jagdverpachtung Nordrhein-Westfalen, Landkreis Lippe

Die Forstverwaltung des Landesverbandes Lippe verpachtet für den Zeitraum 01.04.2023 – 31.03.2032 die Jagdnutzung an fünf Eigenjagdbezirken.

Sämtliche Ausschreibungsunterlagen können beim Landesverband Lippe, Forstmanagement, Herrn Grimmelt (Tel.: 05234/20682-15, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) angefordert oder auf der Homepage des Landesverbandes Lippe unter:

https://www.landesverband-lippe.de/ jagdverpachtungen-zum-01-04-2023/

heruntergeladen werden.

Die Gebotsunterlagen sind bis spätestens 02. November 2022, 10.00 Uhr beim Forstmanagement des Landesverbandes Lippe, Pyrmonter Str. 10 in 32805 Horn-Bad Meinberg abzugeben. (zur Jagddatenbank)

 

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Am Wisent im Roothaargebirge zeigen sich die Grenzen des Artenschutzes in Deutschland

Es sollte ein Vorzeigeprojekt im deutschen Artenschutz werden: Die Wiederansiedlung der einst in Deutschland ausgestorbenen Wisente (Bison bonasus) im südwestfälischen Bad Berleburg. Nun hat der Trägerverein das Projekt frühzeitig beendet, indem er einen öffentlich-rechtlichen Vertrag unter anderem mit dem Kreis-Siegen-Wittgenstein und dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen gekündigt hat. Damit gipfeln die vor Gericht geführten Auseinandersetzungen des Vereins „Wisent Welt Wittgenstein“ und einiger regionaler Grundbesitzer, die die Wisente nicht auf ihrem Grund und Boden dulden wollen, vorerst in einer juristischen Sackgasse.

Hamburg, 30.9.2022

Offensichtlich ist ein Miteinander von Mensch und Wisent, das bis zum frühen Mittelalter durch die Urwälder Westeuropas zog, heute nicht mehr möglich. Klaus Hackländer, Wildtierbiologe und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, sieht in der Beendigung des Experiments auch einen moralischen Widerspruch: „Wenn wir es nicht schaffen, in Deutschland einen großen Pflanzenfresser auf einer kleinen Fläche zu tolerieren, wie können wir dann von afrikanischen Ländern fordern, Schäden von Elefanten in der Land- und Forstwirtschaft zu dulden?“ Die Deutsche Wildtier Stiftung hatte gemeinsam mit dem Zoo Köln und dem Trägerverein des Projektes erst im Frühjahr 2022 die Zusammenarbeit in einer Wisent-Allianz vereinbart, um das Projektmanagement zu professionalisieren und insbesondere die Bedeutung des Projektes für den Artenschutz hervorzuheben.   (weiterlesen)

 

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Union fordert verschärftes Vorgehen gegen Wölfe

Union fordert neue Wolfspolitik – CDU/CSU haben einen neuen Antrag für einen vereinfachten Umgang mit dem Wolf beschlossen.

Kim Trautmann am 28. September 2022 um 16:27

Unionsfraktion positioniert sich

Die Lage um den Wolf und die von ihm ausgehenden Gefahren spitzt sich insbesondere in Niedersachsen und in Brandenburg weiter zu. In einigen Landesteilen sind Zusammenstöße mit dem Wolf keine Seltenheit mehr, die Tiere haben keinerlei Scheu vor dem Menschen, streifen durch Ortschaften und zeigen auffälliges Verhalten. Hinzu kommt, dass die Zahl der Nutztierrisse stetig steigt. Der Fraktionsvorstand von CDU/CSU hat nun am Montagabend einen Antrag beschlossen, welcher die Wolfsproblematik zum Gegenstand hat. Dabei werden nicht nur schärfere Maßnahmen gefordert, auch von wolfsfreien Zonen ist die Rede. Deren Einrichtung wird an die technische Unmöglichkeit oder unverhältnismäßig hohe Kosten beim Herdenschutz geknüpft. Besonders heben die Unionsparteien in ihrem Antrag, nach Angaben von T-Online, die prekäre Situation „im Bereich beweideter Küsten- und Hochwasserdeiche sowie die Almregionen“ hervor.

Deutkiche Forderungen bei der Union

Die Unionsparteien, CDU und CSU, machen deutlich, dass vor allem eine Möglichkeit zur vereinfachten, rechtssicheren Entnahme geschaffen werden muss. Dies beinhaltet dann auch den Abschuss ohne absolut exakte Identifikation des tatsächlich verhaltensauffälligen oder für den Schaden ursächlichen Tieres und damit eine vereinfachte, praktikable Möglichkeit zur Entnahme. Weiterer wichtiger Bestandteil ist nach Angaben von T-Online, dass „einheitliche Kriterien für die Entnahme von Wölfen gemeinsam mit den Ländern festgelegt, ein populationserhaltender Zielbestand an Wölfen definiert und der administrative Aufwand von Wolfsentnahmen abgesenkt werden.“ Dabei wolle man ein „Wolfsmanagement“ entwickeln, wie dies bereits in Schweden erfolgreich praktiziert wird.  (weiterlesen)

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