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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Von Wolf bis Wald - braucht es ein neues Jagdgesetz?

17. Juni 2025

Es geht um den klimagestressten Wald, den Umgang mit Wildtieren - auch mit dem Wolf - und um die Rolle der Jäger. Kaum ein politisches Vorhaben wird in Rheinland-Pfalz so kontrovers diskutiert.

Mainz (dpa/lrs) - Eine ganze Reihe an Bundesländern bastelt an der Jagdgesetzgebung. Überall zeigt sich, dass das viel Gegenwind bringt. In Bayern etwa rumort es deswegen in der dortigen Koalition, in Brandenburg scheiterte eine Novelle nach langen Querelen. In Rheinland-Pfalz möchte das grün geführte Umweltministerium mit einem solchen Vorhaben bald ins Ziel kommen, zumindest was die Verabschiedung eines neuen Gesetzes angeht. In Kraft treten wird es frühestens zum Beginn des Jagdjahres 2027.

Worum geht es genau?

Der Gesetzentwurf für Rheinland-Pfalz, an dem seit mittlerweile rund vier Jahren gearbeitet wird und der mehrfach überarbeitet wurde, hat den Schutz des unter dem Klimawandel leidenden Waldes als Ziel. Das Umweltministerium umschreibt es so: „Er soll den Baumnachwuchs und die Artenvielfalt des Waldes sichern und damit gute Bedingungen für Wald und Wild schaffen.“  (weiterlesen)

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Streitthema Wolfsabschuss: Eine Frage der Abwägung

EuGH, Urteil vom 12.06.2025

Redaktion beck-aktuell, Britta Weichlein, 12. Juni 2025.

Immer wie­der rei­ßen Wölfe Wei­de­tie­re, gleich­zei­tig ste­hen sie in Eu­ro­pa unter Schutz. Frag­lich ist, wie die wi­der­strei­ten­den In­ter­es­sen zum Aus­gleich zu brin­gen sind. In einem Fall aus Est­land hat sich jetzt der EuGH damit be­schäf­tigt.

Der Wolf stand bisher in der EU unter strengem Schutz. Doch dieses Jahr wurde sein Schutzstatus gesenkt, er ist nach der Habitatrichtlinie nun nur noch "geschützt". Damit soll den Mitgliedstaaten ein flexibleres Management der Wolfspopulationen ermöglicht werden. Will heißen, es soll einfacher sein, Wölfe abzuschießen.

Für die estnische Wolfspopulation galt auch zuvor bereits ein geringerer Schutz, "Entnahmen" waren gemäß Art. 14 der Habitatrichtlinie unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wobei auf einen günstigen Erhaltungszustand der Tierart zu achten war, Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie.

Nachdem das estnische Umweltamt für die Jagdsaison 2020/2021 den ersten Teil der Wolfsjagdquote auf 140 Exemplare festgelegt hatte, stellte eine estnische Umweltschutzvereinigung genau das aber infrage: der Erhaltungszustand des Wolfs in Estland sei gerade nicht "günstig".

Wann ist ein Erhaltungszustand "günstig"?

Aber wann ist der Erhaltungszustand einer Art als günstig zu bewerten? Dies knüpft Art. 1 Buchst. i Abs. 2 der Habitatrichtlinie an drei Voraussetzungen, die kumulativ vorliegen müssen. Erstens muss aufgrund der Daten über die Populationsdynamik der Art anzunehmen sein, dass diese ein lebensfähiges Element des natürlichen Lebensraums, dem sie angehört, bildet und langfristig weiterhin bilden wird. Zweitens darf das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Art weder abnehmen noch in absehbarer Zeit vermutlich abnehmen. Drittens muss ein genügend großer Lebensraum vorhanden sein und wahrscheinlich weiterhin vorhanden sein, um langfristig ein Überleben der Populationen der betreffenden Art zu sichern. (weiterlesen)

 

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Hier ist die AfD sterblich

Von Florian Asche

7.06.2025

Seit zwei Jahren entziehen immer mehr Behörden AfD-Mitgliedern Jagdscheine und Waffenbesitzkarten – allein aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit. Das lege die Axt an die Meinungsfreiheit, beklagt Rechtsanwalt Florian Asche, der einige dieser AfDler vertritt, in einem Gastbeitrag.

Nicht allein der Verfassungsschutz ist dafür zuständig, die Umfragewerte der AfD zu senken.“ Das Zitat von Thomas Haldenwang ist bekannt. Der ehemalige Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz machte damit deutlich, um was es ihm bei der AfD ging: Umfragewerte senken, politischen Einfluss schmälern, das Öffentlichkeitsbild der Partei schwärzen. Doch das ist mühsame Arbeit. Zu renitent ist der Wähler, der sich einbildet, selbst am besten zu wissen, was gut oder schlecht ist für ihn und das Land.

Lohnender ist es, die Partei nicht nur als rechtsextremistisch zu bezeichnen, sondern ihren Mitgliedern handfeste Nachteile zuzufügen. Das Rezept ist einfach: Man nehme dem Bürger seine Freizeitbeschäftigung, dann wird er schnell spüren, welchen Parteien seine politische Loyalität zu gelten hat. (weiterlesen)

 

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Wald retten, Förster entlasten? Was die Deutschen wirklich wollen

Josef Koch, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt

6.6.2025 Die Mehrheit der Deutschen sieht die Forstwirtschaft als Schlüssel zur Klimaanpassung – und verlangt weniger Hürden für diejenigen, die den Wald aktiv bewirtschaften.

Bundesforstminister Alois Rainer (CSU) wird er sich klar zur Waldförderung und aktiver Waldbewirtschaftung bekennen müssen. Denn das fordert eine große Mehrheit in der Bevölkerung in Deutschland.

So befürworten 80 % der Befragten einen aktiven Waldumbau, der klimaresilientere, robuste Wälder schafft. Noch mehr, nämlich 86 % sind überzeugt, dass der Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung maßgeblich zum Schutz des Klimas und zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung (78%) sind dafür, bürokratische Vorgaben in Bezug auf die nachhaltige Waldbewirtschaftung zu reduzieren und bestehende Regelungen zu vereinfachen. Weniger als jeder Fünfte hat zum Bürokratieabbau keine Meinung, und nur 3 % halten die Forderung nach Bürokratieabbau für falsch.

Weniger Vorschriften, mehr Förderung (weiterlesen)

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Der Wolf ist zurück – und mit ihm ein tiefer gesellschaftlicher Konflikt.

58 Wolfsrudel leben inzwischen in Brandenburg – ein Erfolg für den Artenschutz, aber eine Belastung für viele Weidetierhalter. Schäfer Jens Kath steht zwischen den Fronten. Die Reportage begleitet ihn im Alltag, bei Diskussionen mit Wissenschaftlern und Politikern – und bei der vergeblichen Jagd auf einen sogenannten Problemwolf. Die rbb-Reporter Riccardo Wittig und Fred Pilarski erzählen von Ängsten, Tierverlusten und der Suche nach tragfähigen Lösungen. Eine dokumentarische Reise durch ein aufgeheiztes Thema – differenziert, emotional und nah dran.

Film von Riccardo Wittig und Fred Pilarski | Erstausstrahlung: 03.06.2025 / rbb (Video ansehen)

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Wie schießt man einen Wolf?

Von Pia Heinemann

1. Juni 2025

Künftig könnte das Raubtier in der EU leichter gejagt werden. Auch die neue Bundesregierung spricht sich dafür aus. Nun tobt eine Debatte, wie das gehen soll.

Viele Menschen sind beunruhigt, sogar traumatisiert. Weil sich der Wolf in ihrer Region ausbreitet und Aufnahmen der Raubtiere kursieren, auf denen sie durch Dörfer streifen. Oder weil die Wölfe blutige Überreste von Schafen, Ziegen oder Kälbchen auf Weiden hinterlassen.

Der Wolf und die Angst gehören wieder zu Deutschland. Seit die Mauer gefallen ist und sich im Jahr 2000 das erste Wolfsrudel in der Lausitz angesiedelt hat, hat die Art hierzulande ein beeindruckendes Revival erlebt. In Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und vereinzelt in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen lebt Isegrim wieder. Mehr als 3300 Wölfe gibt es mittlerweile hierzulande, Artenschützer feiern dies als Erfolg. Doch da der Wolf ein großes Raubtier ist, und Deutschland eine dicht besiedelte, von Straßen und Schienen zerschnittene Kulturlandschaft voller Weiden und Felder ist, bleiben Konflikte nicht aus. In vielen anderen Ländern Europas sieht das nicht anders aus. Das EU-Parlament hat deshalb Anfang Mai den Schutzstatus des Raubtieres von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgestuft. Noch ist der Weg zu einem leichteren Abschuss nicht frei – aber die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag bereits verkündet, „unverzüglich“ das nationale Recht anzupassen. Das Bundesnaturschutzgesetz soll verändert, der Wolf in das Bundesjagdgesetz überführt werden. Die Politik hat erkannt, dass der Wolf polarisiert, und will ihm nun an den Pelz. Doch wie das genau gehen soll, welches Konzept die Konflikte am effektivsten reduziert, darüber herrscht zwischen Landwirten, Politikern, Jägern, Naturschützern und Wissenschaft kein Konsens. (weiterlesen)

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Professionelle Jagd heißt heute: Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe

23.5.2025

Wenn man fast ein halbes Jahrhundert schon zur Jagd geht, hat man einen guten Überblick über die Veränderung der Jagd in den letzten Jahrzehnten. Als ehemaliger Projektsteuerer kann ich es auch im Alter und bei der Jagd nicht lassen, Daten zu sammeln und diese dann zur Auswertung gegenüber zu stellen.

Nicht nur die Erfassung aller Abschüsse, die den Hochsitzen zugeordnet werden, um nach einigen Jahren eine Rangliste der ertragreichsten Ansitze und der vom Wild bevorzugten Revierteile zu ermitteln, gehört zum professionellen Jagdmanagement. Auch die Zuordnung der Abschüsse nach Erlegungsdaten ist elementar wichtig. Wer einmal weit über 100 Gehörne eines erfolgreichen Rehjägers erfasst hat, weiß, dass der erfolgreiche Jäger über 90 % seiner Rehböcke in seinem Leben in nur wenigen Wochen in der fast sechsmonatigen Jagdzeit des Jahres erlegt hat.

Doch im Zentrum eines modernen Jagdmanagements neben der Erfassung von Erlegungsdaten gehört die Berücksichtigung der Ruhe im Revier. Diese strenge Jagdruhe wird insbesondere dort wichtig, wo große Reviere in den letzten Jahrzehnten immer weiter geteilt wurden und somit viele Reviere kaum größer als 200 ha sind.  (weiterlesen)

 

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Umweltminister wollen Jagd auf den Wolf eröffnen

16.05.2025

Der Wolf soll ins Bundesjagdrecht aufgenommen werden, dafür haben sich einstimmig alle Umweltminister der Bundesländer ausgesprochen.

Der Wolf soll ins Bundesjagdrecht aufgenommen werden, dafür haben sich einstimmig alle Umweltminister der Bundesländer auf der Umweltministerkonferenz in saarländischen Orscholz ausgesprochen, die heute nach drei Tagen zu Ende gegangen ist.

Der Wolf soll in Bundesjagdrecht

Die Abstimmung der Umweltminister zum Wolf fand nun statt, weil kürzlich auf EU-Ebene über den Schutzstatus des Wolfes neu debattiert wurde: Das EU-Parlament hatte am 8. Mai für die Absenkung des Schutzstatus von Wölfen in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gestimmt. Damit könnten Wölfe in der EU bald nur noch als „geschützt“ gelten und nicht mehr als „streng geschützt“, sobald auch der Rat zugestimmt hat. Dies gilt als Formsache. (weiterlesen)

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Rettung von Rehkitzen: Bund stockt Zuschüsse auf

Wegen der großen Nachfrage stellt der Bund mehr Geld für die Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung zur Verfügung.

Norbert Lehmann 12.05.2025

Das Bundeslandwirtschaftsministerium stockt die Mittel für den Kauf von Drohnen zur Rehkitzrettung auf. Wegen der hohen Nachfrage erhöht das Ministerium den Etat für die Anschaffung von Drohnen von 1,5 Millionen auf 2,5 Millionen Euro. Das teilte das Ressort von Agrarminister Alois Rainer (CSU) heute mit. Nach Angaben des Ministeriums wurden bereits mehr als 350 Förderanträge gestellt. Die Aufstockung soll sicherstellen, dass alle Berechtigten gefördert werden können.

Drohnen retten Rehkitze

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Rainer sagte: „Jedes Jahr fallen Rehkitze und andere Wildtiere der Mahd zum Opfer – doch das muss nicht sein. Mit unserer Drohnenförderung ermöglichen wir effektive Hilfe.“ Rainer zeigte sich erfreut, dass das Förderprogramm so gut angenommen wird. (weiterlesen)

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Coburger Jäger kritisiert: Sind Hegeschauen esoterische Messen aus der Nazizeit?

Bastian Sünkel 08.05.2025x Sind die Jagdtreffen noch zeitgemäß? Nein, sagt Hubertus Habel, Jäger und Kulturwissenschaftler. Er spricht von pseudowissenschafltichen Knochenolympiaden. Der Jagdverband kontert.

Sind die Jäger in Bayern seit Jahrzehnten dazu verpflichtet, unter dem Deckmantel vermeintlicher Wissenschaft Hegeschauen abzuhalten? Ein archaisches Stück Knochenschau jährlich zu wiederholen? Diese Ansicht vertritt, knapp zusammengefasst, Hubertus Habel, Jäger, Kulturwissenschaftler und ehemaliger Heimatpfleger der Stadt Coburg.

Sein direkter Widersprecher ist der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Ernst Weidenbusch, der in München sitzt und, ebenso kurz gefasst, Kritiker wie Habel als Teil einer Splittergruppe bezeichnet. Seiner Meinung nach gibt es nur einen Grund gegen Hegeschauen vorzugehen: Die kritischen Jäger wollten ihre schlechten Abschusszahlen vertuschen. (weiterlesen)

 

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