Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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"Perfekte Burnout-Prävention "Warum "Bushcraften" so zufrieden macht
Von Maren Mangold 25.08.2024
Bei Stress raus zum Bushcraften: Menschen kann es guttun, in der Natur zu handwerken wie in der Steinzeit. Warum das so ist, erklären zwei Experten aus Wald und Uni.
Raus ins Grüne, um sich vom stressigen Job oder dem anstrengenden Leben in der Stadt zu erholen - bis hierhin nichts Neues. Dass immer mehr Menschen den Spaziergang im Grünen jetzt "Waldbaden" nennen, ist ebenfalls bekannt. Auch von Abenteurern auf Survival-Trip haben viele spätestens seit TV-Shows wie "Alone" schon gehört. Bushcraften will aber noch etwas anderes. Auf der einen Seite will es weniger: kein Überlebenskampf, simple Ausrüstung.
Auf der anderen Seite steht das nicht gerade kleine Ziel "Eins werden mit der Natur". Im Einklang mit ihr und mit den eigenen Händen etwas erschaffen. Bushcrafter ziehen los, um mit archaischen, handwerklichen Methoden im Wald zu überleben, ganz ohne Not. Und auch gegen Stress soll diese Art von Walderleben wirken.
Was macht man beim Bushcraften? (weiterlesen)

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Modernes Jagdmanagement - Teil 1: Der Jungjäger als Jagdhelfer
Dass viele Jungjäger, die wenig oder gar keine Kontakte in die Jägerschaft haben und somit große Probleme bei der Suche einer Jagdmöglichkeit haben, hat sich mittlerweile herumgesprochen.
Als in der letzten Ausgabe des Jagdmagazins „Der Überläufer“ sich ein niederländischer Jagdpächter, der in Deutschland ein Revier gepachtet hat, darüber berichtet, dass es für ihn schier unmöglich ist, trotz vieler Vorgespräche einen Jungjäger zu finden, kam es in der Facebookgruppe „Jagdrevier Verpachtung“ zu einer ungewöhnlich regen Diskussion, hatte bis zu diesem Zeitpunkt doch noch kein Jagdpächter zum Problem der fehlenden Jagdmöglichkeit für Jungjäger in dieser ausführlichen Form Stellung genommen. Bei vielen Kommentaren zum eingestellten Artikel wurde die Verzweiflung vieler Jungjäger deutlich.
Der Autor
Wir vom Deutschen Jagdportal haben uns nun wegen der großen Resonanz auf den Artikel des niederländischen Jagdpächters entschlossen, in loser Folge verschiedene Beiträge unter der Hauptüberschrift „Modernes Jagdmanagement“ im Jagdblog des Deutschen Jagdportals zu veröffentlichen. Als Administrator, Mitinhaber und Mitbegründer des Deutschen Jagdportals werde ich diese Artikel verfassen, weil ich auf eine fast 50 Jahre lange Erfahrung als Jäger, Jagdhundeführer und Jagdleiter zurückblicken kann. Seit 20 Jahren bin ich zudem Gründer und Vorsitzender des Jagdvereins Lehrprinz e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, Jungjägern und Jagdhundeführern den Einstieg in das aktive Jagen zu ermöglichen. Ich habe mittlerweile in meinem bisherigen Jägerleben weit über 50 Jungjäger auf das erste Stück Schalenwild geführt -genau weiß ich es nicht- und unzählige Gespräche mit verzweifelten Jungjägern geführt.
Die Jagd im Wandel der letzten 50 Jahre
Bereits zu meinem 30 -jährigen Jagdscheinjubiläum schrieb ich über die Veränderungen der Jagd einen Artikel, den ich ein Jahr später in meinem „Jagdblog-das etwas andere Jagdtagebuch“ unter dem Titel „Halbzeit-ein Rückblick auf 30 Jahre Jägerleben“ veröffentlichte. Die Veränderungen der Jagd, die ich beschrieb und die sich damals schon abzeichneten, haben sich fortgesetzt und treten nun durch die Verdoppelung der jährlich neuen Jungäger, die auf den Jagdmarkt strömen, offen zu Tage. (weiterlesen)

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Vorbeugen durch Hygiene
16.08.2024
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde nun auch in Baden-Württemberg nachgewiesen, nach dem Eintrag nach Hessen und Rheinland-Pfalz macht diese Dynamik klar – auch in NRW müssen Jäger sehr wachsam sein und dringend alle Hygiene-Maßnahmen einhalten, um eine Einschleppung zu verhindern.
Der Mensch ist in Europa nach wie vor einer der wichtigsten Überträger des ASP-Virus. Daher gilt es, stets die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten. Denn das Verschleppungsrisiko lässt sich bereits durch einfache Maßnahmen wirksam reduzieren:
Außerhalb von NRW
- Auf Jagdreisen in ASP-Gebiete verzichten!
- Auf keinen Fall erlegte Sauen aus ASP-Gebieten in die Heimat mitnehmen!
- Bei der Anfahrt im eigenen Fahrzeug in ASP-Regionen ist der Wagen bereits vor der Rückfahrt gründlich zu reinigen
– eine Unterboden-Wäsche ist dabei Pflicht!
Zwischen Rhein und Weser
- Jedes Stück Fallwild, jede verunfallte Sau sowie auch jede als krank erlegte Sau sollte beprobt werden, um einen Eintrag frühestmöglich zu erkennen !
Je früher ein Ausbruch erkannt wird, desto schneller kann er getilgt werden!
Reduktion der Population zur Vorbeugung
In Sauen-Populationen kann das Krankheitsgeschehen bei einer geringen Dichte durch die begrenzte Kontaktmöglichkeit untereinander abreißen. Daher sollte man generell einen Grundbestand von weniger als einer Sau auf 100 ha anstreben.
- Erlegte Sauen dürfen grundsätzlich nicht auf offenen Trägern, sondern nur in aus- laufsicheren Wildwannen (oder entsprechenden Behältern) transportiert werden.
- Bei Drückjagden Aufbrüche zentral entsorgen!
- Zentrale Aufbruchplätze nach Nutzung soweit möglich desinfizieren!
- An Wildkammern und bei größeren Bewegungsjagden sind ebenfalls (Konfiskat)Aufbruch-Tonnen erforderlich.
- Nach Kontakt mit toten oder erlegten Sauen muss man seine Hände vor Verlassen des Reviers waschen und desinfizieren!
- Besonders in ASP-Gebieten, jedoch auch generell, ist es zusätzlich empfehlenswert die Kleidung zu wechseln und anschließend bei mindestens 60 °C zu waschen.
- Schuhe/Stiefel müssen vor Verlassen des Reviers gewechselt und unverzüglich gereinigt und desinfiziert werden.
Zur Desinfektion von Gerätschaften nach dem Aufbrechen und Versorgen von Wild (Messer, Scheren, Sägen, Bergehilfen u. Ä.) eignet sich etwa Virkon S©. Eine Desinfektion kann aber nur wirken, wenn zuvor eine Reinigung stattgefunden hat (grober Schmutz muss entfernt werden, bevor das Mittel auf der Fläche wirken kann).
- Einwirkzeiten müssen unbedingt eingehalten werden.
- Jagdhunde sind nach der Jagd gründlich zu säubern.
- Selbstverständlich dürfen keine rohen Fleisch- und Wurstwaren aus ASP-betroffenen Gebieten und ihrem Nahfeld mitgebracht und in der Landschaft entsorgt werden
– komplettes Verzehren ist die beste Vorbeugung!
Jeder Jäger ist aufgerufen, durch das Einhalten dieser einfachen Hygieneregeln mit gutem Beispiel voranzugehen, um große Schäden für die Sauen-Population und Hausschweinbestände in der eigenen Region zu verhindern!
Dr. Luisa Fischer, Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung

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Polizeigewerkschaften für Verbot aller Messer
13.08.2024
Polizeigewerkschaften loben die Pläne von Innenministerin Faeser für weitere Messerverbote. Die Reaktionen aus den Ampelparteien sind gemischt: Die Grünen unterstützen den Vorstoß, die FDP sieht ihn kritisch - ebenso wie der Jagdverband.
Polizeigewerkschaften haben die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser vorgeschlagene Verschärfung des Waffenrechts begrüßt. Diese sei ein erster Schritt, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Dirk Peglow, der Bild-Zeitung. "Aber wir sollten weitergehen. In Deutschland muss sich niemand bewaffnen." Es sei Zeit, über ein allgemeines Messerverbot nachzudenken.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, sagte dem Blatt, zu einer Verschärfung könne auch ein generelles Messerführverbot in der Öffentlichkeit gehören. (weiterlesen)

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Jagd auf den Wolf: Die Folgen der Gerichtsurteile
Josef Koch 7.08.2024
Die jüngsten Urteile des Europäischen Gerichtshofes führen vor allem bei Umweltschützern zu falschen Schlüssen. Das sind die Fakten. Die beiden Urteile des Europäischen Gerichtshofes und die gekippte Wolfsverordnung in Bayern erwecken den Eindruck, dass ein Abschuss von Wölfen nicht mehr möglich ist. Zumindest wollen das Natturschützer glaubhaft machen. Doch so ganz stimmt das nicht. Was jetzt die Rechtslage ist.
Ist mit den beiden Urteilen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) der Wolfsabschuss EU-weit gestoppt?
Nein. Der Abschuss von Problemwölfen bleibt weiter in Ausnahmefällen möglich. Allerdings muss er sehr gut begründet werden. Eine generelle Jagd des Wolfes ist wegen des hohen Schutzstatus allerdings wie bisher schon nicht erlaubt. (weiterlesen)

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Jagdhundeschule Anja Schmitz neu in Reifferscheid/Rheinland-Pfalz
Vielleicht kennt der ein oder andere Jagdhundeführer mich noch unter den Namen
Jagdhundeschule Schuster aus Nordrhein-Westfalen, 53343 Wachtberg.
Nach meinem Umzug in die Eifel, Nähe Nürburgring und Heirat betreibe ich nun meine Jagdhundeschule in Reifferscheid direkt bei Adenau.
Mein Schwerpunkt in der Hundeausbildung liegt weiterhin auf Unterordnung. Ja, Unterordnung, das Wort alleine löst bei manch einem Hundeführer Unbehagen aus. Es wird doch schnell mit Drill und Härte in Verbindung gebracht.
Doch hier geht es nicht um veraltete, tierschutzwidrige Unterordnungsübungen, sondern um einen zuverlässigen Gehorsam für den Alltag als Familienhund und für alle weiteren Arbeitsbereiche oder Beschäftigungen des Hundes. Erst Gehorsam, dann Bespaßung! (weiterlesen)

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Wolfsangriffe auf Kinder in den Niederlanden
2.08.2024
2015 waren in den Niederlanden erstmals nach 150 Jahren wieder Wölfe aufgetaucht. Das Heuvelrug-Gebiet ist ein Wald bei Utrecht, der bei Wanderern, Radfahrern und Läufern sehr beliebt ist. Dort kam es in den letzten Wochen zu mehreren Übergriffen auf Menschen und Hunde: Zuvor war es zu mehreren "beunruhigenden" Vorfällen mit einem Wolf gekommen, bei denen auch ein Kind gebissen wurde. Ende Juli hatte demnach ein "großes Tier", bei dem es sich vermutlich um einen Wolf handelte, ein Kind in der Nähe des kleinen Dorfes Austerlitz (ca.16 km östl. von Utrecht) umgestoßen. Das Kind blieb unverletzt. Schon Mitte Juli war dort ein junges Mädchen auf einem Schulausflug gebissen worden. Ein DNA-Test ergab, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelte. Anfang Juli hatte zudem eine Frau berichtet, dass ihr Pudel von einem Wolf getötet worden sei. Die Provinz Utrecht ruft nun "alle Besucher dazu auf, beim Besuch des Heuvelrug-Gebietes äußerst vorsichtig zu sein. Es wird dringend davon abgeraten, diese Wälder mit kleinen Kindern zu besuchen." Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um denselben Wolf handelt, der bereits in die Vorfälle mit dem anderen Mädchen und einem Hund verwickelt war. Wolfsexperten zufolge zeige das Tier ein "atypisches und beunruhigendes Verhalten". (weiterlesen)

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Sicherheit bei der Jagd - Durchführung einer Erntejagd: Das müssen Jäger jetzt wissen
18.07.2024
Die SVLFG hat die UVV Jagd angepasst, um mehr Flexibilität und Sicherheit bei Erntejagden zu gewährleisten.
Die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) Jagd bezüglich der Erntejagden durch die SVLFG wurde angepasst. Die bisherigen Formulierungen wurden teilweise so gelesen, dass bei Erntejagden aus Sicherheitsgründen zwingend erhöhte Stände oder Sitze zur Schussabgabe eingesetzt werden müssten, erklärt das Wirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung dazu. Die SVLFG habe durch die Anpassung der UVV nun klargemacht, dass das nicht der Fall ist.
Erntejagden ohne zwingende Erhöhung: Neue Spielräume für Schützen
In § 3 der UVV Jagd wird gefordert: „Ein Schuss darf erst abgegeben werden, wenn sich der Schütze vergewissert hat, dass niemand gefährdet wird“. Weiter hieß es dort bisher: „Eine Gefährdung ist z. B. dann gegeben, wenn bei Erntejagden die Schussabgabe ohne erhöhte jagdliche Einrichtung und ohne Beschränkung der Schussentfernung erfolgt.“ Da es auch andere Möglichkeiten gibt, dieses Schutzziel zu erreichen, lautet der neu formulierte Hinweis laut SVLFG wie folgt: „Eine Gefährdung ist z. B. dann gegeben, wenn bei Erntejagden keine angemessenen technischen sowie organisatorischen Maßnahmen im Zuge der Jagdvorbereitung und Jagddurchführung erfolgen.“ Durch die neue Formulierung hat der Schütze laut SVLFG einen erweiterten Handlungsspielraum. Der Stellenwert der erhöhten jagdlichen Einrichtung mit Beschränkung der Schussentfernung bei Erntejagden bleibe in seiner Wirkung weiterhin bestehen. (weiterlesen)

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EuGH-Urteil zum Wolf ist ein Weckruf
Nach der jüngsten Entscheidung des höchsten EU-Gerichts zum Beutegreifer ist ein aktives Management, wie es von Österreich und Frankreich praktiziert wurde, nicht mehr möglich
15.7.2024
In Österreich wurden 2022 und 2023 zwölf Problemwölfe von den Behörden abgeschossen. In Frankreich wurden 2023 gezielt 209 Wölfe getötet. Diese Zahl entspricht 19 Prozent des Bestands des Beutegreifers in Frankreich. Österreich und Frankreich praktizieren ein aktives Management der Populationen. Sobald Wölfe, die Nutz- oder Weidetiere gerissen haben, identifiziert sind, werden in den beiden Nachbarländern die Behörden aktiv und „entnehmen“ Problemwölfe. Diese Wolfs-Politik, wie sie in Frankreich und Österreich seit Jahren mit viel Erfolg praktiziert wurde, gerät nun auf die abschüssige Bahn.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat letzte Woche ein Urteil zu einem Schadwolf in Österreich gesprochen, der allein 20 Schafe in Tirol gerissen hatte, bevor er von den Behörden getötet wurde. Das höchste EU-Gericht legt jetzt die Latte für den behördlichen Abschuss noch einmal deutlich höher. Die Behörden dürfen nicht mehr Almen, also Wiesen in den Hochlagen der Alpen, pauschal als nicht schützbar ausweisen. Bevor der Jäger mit Genehmigung der österreichischen Behörden auf einen Schadwolf anlegen darf, muss vielmehr künftig nachgewiesen werden, dass ein Schutz der Weidetiere mit Zäunen oder Hirten nicht möglich sei.
Auf die gesamte EU anwendbar (weiterlesen)
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Auswilderung: Vom Vorzeigeprojekt zum Sorgenkind
Das Gezerre um die zotteligen Schwergewichte der Wisente ist ein Paradebeispiel für die Probleme, die die (Wieder-)Ansiedlung großer Landsäuger schafft
Seit gut zehn Jahren erregen die Wisente am Rothaarsteig die Gemüter und beschäftigen fast ebenso lange die Gerichte. Die jüngste Runde hat nun der nordrhein-westfälische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eingeläutet. Er hat beim Verwaltungsgericht Arnsberg einen Eilantrag auf Erlassung einer Freilassung der Wildrinder per einstweiliger Anordnung gestellt. Dabei hat alles so hoffnungsvoll begonnen. Politiker aller Ebenen vom Bürgermeister über den Landrat und Minister bis hin zum Ministerpräsidenten sonnen sich im Glanz des in Westeuropa einmaligen Auswilderungsprojektes. Für die Kommunalpolitiker vor Ort ist der Artenschutz ein Mittel des Regionalmarketings und der Tourismusförderung. Wisente seien Staatsräson in der Region, stellt die Wochenzeitung „Die Zeit“ fest.
Gut 4.300 Hektar des Sayn-Wittgensteinschen Besitzes sollen als Lebensraum dienen. Die Neuankömmlinge aber halten sich nicht an Grenzen und wechseln immer wieder in den Hochsauerlandkreis. Massiv schälen sie dort in privaten und öffentlichen Wäldern die Rinde von Buchen. Spätestens als unter dem grünen Landesumweltminister Johannes Remmel, der seinen Landtagswahlkreis in Siegen-Wittgenstein hatte, die braunen Kolosse in den Katalog der jagdbaren Arten aufgenommen werden, lässt das Jäger aufhorchen. Sie argwöhnen, die Schädigungen könnten einmal ersatzpflichtiger Wildschaden werden. Derweil klagen die privaten Waldeigentümer durch alle Instanzen, letztlich erfolgreich.
Für den Verein „abgeschlossen“ und „beendet“


