Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Kitzrettung: Jetzt den Termin für den Drohneneinsatz vereinbaren! - 135 Copterpiloten in der Jagddatenbank

Wenn jetzt überall das Rehwild durch das erste frische Grün Ende März/ Anfang April auf die Wiesen gelockt wird, wissen wir Jäger, dass das Frühjahr nicht mehr weit ist. Die Eiruhe ist beendet und die ersten Ricken zeigen ihre ersten Rundungen. Früher beschlich uns Jäger immer dieses mulmige Gefühl: Die erste Mahd im Mai wird wieder ihre Opfer fordern. Doch diese Gedanken gehören seit es Wärmebildkameras und Drohnen gibt der Vergangenheit an.

War es früher die Aufgabe für uns Jäger, die Ricken auf den einschlägigen Kitzwiesen zu vergrämen und dann unmittelbar vor dem Mähen die Wiesen abzusuchen, ist es heute die Wärmebildtechnik, die uns diese mühsame und ungenaue Vorarbeit nun abnimmt.

In wenigen Minuten kann heute eine Wärmebildkamera auf eine Drohe montiert, viele 100 Hektar Wiesen absuchen. Kein sich noch so gut duckendes Kitz entgeht der Kamera! Kein Vergrämen mehr mittels Düngertüten und auch das personalintensive Absuchen ist nicht mehr nötig. (weiterlesen)

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Der Bund fördert die Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung

Eingetragene Vereine können jetzt Förderung beantragen!

Jedes Jahr werden Rehkitze im Frühjahr bei Mäharbeiten verletzt oder getötet, da sie von den Ricken in Wiesen und Futteranbauflächen abgelegt werden und sich bei Gefahr des anrückenden Mähwerks instinktiv ducken. Damit fallen die Rehkitze den Mäharbeiten zum Opfer, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden.

Ab dem 19. März 2021 können eingetragene Vereine, zu deren satzungsgemäßen Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens sowie des Tier-, Natur- und Landschaftsschutzes oder die Rettung von Wildtieren gehören, Fördermittel für die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras bei der BLE beantragen.

Insgesamt stellt das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) drei Millionen Euro zur Verfügung, um die Anschaffung von geeigneten Drohnen zu unterstützen, mit denen zeitsparend und effektiv Grünland- und Ackerfutterflächen vor der Mahd insbesondere nach Rehkitzen abgesucht werden können, um sie vor dem Mähtod zu retten und so zum Tierschutz beizutragen.

Näheres beschreibt und regelt die Richtlinie des BMEL zur Förderung der Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Rehkitzrettung vom 2. März 2021.

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USA: Jäger in Wisconsin erlegen 216 Wölfe in 60 Stunden

18. März 2021 Der amerikanische Bundesstaat Wisconsin legte für die einwöchige Jagd auf Wölfe im Februar eine Quote von 200 Tieren fest.
Grundlage dieser nachhaltigen Quote waren Bestandserhebungen, wissenschaftliche Populationsberechnungen und praktische Erfahrungen.

Davon gingen 119 Lizenzen an den Staat und wurden für die Jägerschaft bereitgestellt. Allerdings werden im amerikanischen Lizenzsystem mehr Jagdlizenzen als tatsächlich genehmigte Abschüsse verkauft, da die Erfolgsquote der Freizeitjäger in der Regel gering ist. Jeder Jäger muss seinen Abschuss melden und sobald die Quote erreicht ist, wird die Jagd eingestellt. 81 Lizenzen gingen an die Stämme der Ojibwe auf der Grundlage bestehender Verträge des Staates mit den Ureinwohnern.  (weiterlesen)

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Schlimmste Trockenperiode der letzten zwei Jahrtausende

Bearbeitet von Jörg Fischer
17. März 2021
Ergebnisse von Baumringanalysen zeigen eine historisch außergewöhnliche Sommertrockenheit in den letzten Jahren. Die Ursache ist wahrscheinlich der vom Menschen verursachte Klimawandel.

Die Trockenheit der vergangenen Sommer war in Europa schlimmer als je zuvor in den letzten 2.100 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die ein internationales Forschungsteam erstellt hat. Das Team untersuchte den chemischen Fingerabdruck von europäischen Eichen, um das Sommerklima während 2.110 Jahren zu rekonstruieren. Demnach bestand ein langfristiger Trend zur Trockenheit, aber seit 2015 hat sich die Dürresituation plötzlich verschärft – weit heftiger als in den 2.000 Jahren zuvor. Diese Abweichung ist vermutlich das Ergebnis des vom Menschen verursachten Klimawandels und den damit verbundenen Veränderungen des Jetstreams in der Atmosphäre. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachjournal Nature Geoscience veröffentlicht.   (weiterlesen)

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Bundesregierung: Weitere Muffelwildpopulationen werden erlöschen

18. März 2021 Die Bundesregierung hat eine Anfrage der Fraktion der AfD im Bundestag zum Muffelwild beantwortet.

Das Wichtigste: Nach wissenschaftlichen Erhebungen (Meißner et al., unveröffentlicht) sind in den letzten Jahren 26 Vorkommen erloschen, davon neun in Brandenburg, sechs in Sachsen-Anhalt und fünf in Niedersachsen. Die noch vorhandenen Restpopulationen des Muffelwildes in Brandenburg und Sachsen-Anhalt werden in den nächsten fünf Jahren erlöschen. Einige Populationen in Niedersachsen, Nordhessen und im nördlichen Nordrhein-Westfalen dürften folgen. Vielleicht werden sich kleinere südliche Populationen, z.B. in Rheinland-Pfalz, weiter halten. Die Bundesregierung folgt in ihren Einschätzungen dem Thünen-Institut. (weiterlesen)

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Aufwärtstrend beim Feldhasen hält an

18. März 2021  Mehr als 14 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese leben in Deutschland. Besonders viele gibt es im Nord- und Südwesten. Drei trockenwarme Frühjahre in Folge sorgen für positive Entwicklung.

Etwas mehr als 14 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenland haben im Frühjahr 2020 durchschnittlich in Deutschland gelebt - zwei mehr als 2019. Damit hält der leichte Aufwärtstrend seit vier Jahren an. Begünstigt wurde der ursprüngliche Steppenbewohner durch warmes, sonniges Wetter: Im Herbst zählten Jägerinnen und Jäger 25 Prozent mehr Tiere als im Frühjahr. Das sind die vorläufigen Ergebnisse des Monitorings in bundesweit 460 Referenzgebieten, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht hat. Wegen der Einschränkungen durch Corona sank die Beteiligung gegenüber 2019 um ein Fünftel. (weiterlesen)

Der Feldhase profitiert von warmen Frühjahren. (Quelle: Seifert/DJV)

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Europäische Naturbilanz: Artensterben in der Agrarlandschaft

Dabei wäre eine erfolgreiche Naturschutzarbeit möglich

Alle sechs Jahre nehmen Bund und Länder eine Bewertung des Zustands der Natur in Deutschland vor. Gut sieht es dabei nicht aus, manche Einschätzungen sind sogar niederschmetternd. Vor allem der drastisch schwindende Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Wildtiere ist ein Problem. Dabei wäre eine erfolgreiche Naturschutzarbeit schon mit wenigen Maßnahmen möglich, sagt Professor Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Er fordert die „Magische 7“ für eine Trendwende.

„Wenn sich Europas Biodiversität erholen soll, muss gehandelt werden“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, angesichts des aktuellen EU-Berichtes über den Zustand der Natur in Europa. „Der Druck, dem viele Arten ausgesetzt sind, ist immens – die Folgen dramatisch.“ Der Rückgang der Arten hängt zwar auch mit dem Klimawandel zusammen, ist aber vor allem auf die anhaltende Intensivierung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen zurückzuführen. Das führt schließlich zu drastischen Eingriffen in die Lebensräume von Wildtieren. „Dabei sind Erfolge im Naturschutz schon mit wenigen Maßnahmen möglich. „Wenn wir sieben Prozent der genutzten Fläche als unproduktive Fläche einfach der Natur überlassen, bedeutet das für die Artenvielfalt eine überaus positive Trendwende“, betont Prof. Dr. Hackländer. Die „Magische 7“ ist ein wissenschaftlich belegter Weg, um dem fortschreitenden Artensterben die Dynamik zu nehmen. (weiterlesen)

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Die bundesweiten Jagdstrecken für das Jagdjahr 2019/20

Nachdem uns die letzte Streckenmeldung erreicht hat, können wir Ihnen die bundesweiten Strecken der einzelnen Wildarten für das Jagdjahr 2019/20 präsentieren. Insgesamt betrachtet war 2019/20 ein eher besseres Jagdjahr.

So gibt’s sieben Wildarten, bei denen ein Rekordergebnis erlegt wurde. Und auch bei den Sorgenkindern Hase, Fasan und Ente gibt es gegenüber den Vorjahren eine leichte Aufwärtsentwicklung. Einzig die Ringeltaube setzt ihren Abwärtstrend fort.

RAUBWILD
Dachs:
Mit einer Rekordstrecke von 88.896 setzt dieses Raubwild seinen schon Jahr zehnte andauernden positiven Trend fort. Insbesondere im Süden der Republik lebt Grimbart gefährlich. Überhaupt scheinen sich Dachse hier, wo es etwas wärmer ist, wohler zu fühlen. Vielleicht ist er der große Profiteur der Erderwärmung. (weiterlesen)

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Statement Parlamentarischer Staatssekretär Uwe Feiler zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest durch die Bundesländer

Zu dem Krisenmanagement bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen erklärt der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Uwe Feiler:

"Unser vorrangiges Ziel ist, die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest umfassend voranzutreiben. Wir wollen dafür sorgen, dass Deutschland so schnell wie möglich frei von ASP wird. Hier ist an erster Stelle Brandenburg zu nennen, das von der Tierseuche besonders betroffen ist. Denn: Die Tierseuchenbekämpfung liegt in der Verantwortung der Länder.

Und gerade, da sie und ihre zuständigen Behörden dem Seuchendruck aus Richtung Polen ausgesetzt sind, müssen sie konsequent handeln: Dazu gehört zum einen die verstärkte Bejagung der Wildschweine. Zum anderen müssen die Lücken in den Zäunen geschlossen und bestehende Zaunabschnitte regelmäßig gewartet werden. Außerdem müssen Zaun-Durchlässe, die für Fußgänger und Fahrzeuge eingerichtet wurden, so geschützt werden, dass keine Wildschweine passieren können. Wir haben die Erwartung, dass alle Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP an diesen Stellen optimiert werden.  (weiterlesen)

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Jagd im Baltikum

Buchvorstellung von Hartwig H. Witter

»Der eigentlich repräsentative Balte war der Landwirt und Jäger«. Mit diesem Satz verdeutlicht der Herausgeber Edgar Baron Kruedener gleich zu Beginn das Selbstverständnis der Balten (hier immer in seiner eigentlichen Bedeutung für die „Deutschbalten“ verwendet). Damit ist der hohe Stellenwert der Jagd klar definiert und der Leser wird in 21 Geschichten mitgenommen auf das Anspringen von Auerhähnen, auf Elchdrücken im Schnee, auf die Wasserjagd oder die Hetzjagd mit Barsois, den eleganten russischen Windhunden.

Der Leser lernt den jagdlichen Jahreslauf des Jägers und Gutsbesitzers der Zeit zwischen 1890 bis 1939 kennen: Von Ende März bis Anfang Mai wurde auf den großen und den kleinen Hahn (also den Auerhahn und den Birkhahn) gejagt, außerdem auf das Haselhuhn, und man ging auf den Schnepfenstrich. Ab Juni begann dann die Jagd auf den Rehbock, gefolgt von der im Juli aufgehenden Jagd auf Enten- und anderes Wasserwild. Daran schloss sich nahtlos die Blattzeit an, die wiederum ab Mitte August von der Jagd auf Rebhuhn und Elch abgelöst wurde. Im beginnenden Herbst fanden Parforcejagden und dann, ab Ende Oktober bis in den Januar hinein, Treibjagden auf Niederwild statt. Parallel dazu wurde, wenn Neuschnee lag, noch auf Elch gejagt. Die Zeit nach den Treibjagden bis zu Beginn der Auerhahnjagd im März wurde dann noch mit verschärfter Raubwildjagd verbracht. Bei diesem Jahreslauf mit gegenseitigen Einladungen zu den unterschiedlichen Jagden war es nicht immer einfach, die Termine unter einen Hut zu bekommen. Und das in einer Zeit, in der man nicht eben mal samstags früh 200 km zu einer Drückjagd fahren konnte.
Der Herausgeber beschreibt dies wie folgt:

»Die Zentren der Jagdausübung waren die Güter. Auf ihnen wurde eine ausgedehnte Geselligkeit gepflegt; obwohl die Lebensverhältnisse verhältnismäßig einfach waren und übertriebener Luxus abgelehnt wurde, so wurde breiteste Gastfreundschaft geübt, welche die Nachbarn zu harmonischem Beisammensein vereinte; häufig war es die Jagd, welche die Weidmänner auf den Gütern zusammenführt.« (weiterlesen)

Abb.: Troika von Constantin Stoiloff

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