Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Woher die tiefe Angst vor dem Wolf kommt

Wölfe können jetzt vorsorglich getötet werden – zum Schutz der Bürger. Dabei gab es bisher keinen Angriff. Woher kommt die Angst?

Berlin. Vanessa Ludwig kennt viele, die die Angst vor dem Wolf umtreibt. Bei ihr in der „Fachstelle Wolf“ in der Lausitz rufen Menschen an, die ihre Kinder nicht mehr im Wald spielen lassen. Manche, die nicht mehr zum Joggen gehen. Wieder andere, die um ihre Schafe fürchten und sich zu Mahnwachen treffen. Gleichzeitig warnt die Initiative „Wolf, nein Danke“ vor dem „Gefressenwerden“.
Die Ängste sind so groß, dass es das Tier bis in die Wahlkämpfe der kommenden Landtagswahlen geschafft hat – und einen monatelangen Streit in der großen Koalition auslöste.
Seitdem ist es einfacher geworden, den Wolf abzuschießen . In Zukunft kann er auch dann getötet werden, wenn unklar ist, welches Exemplar der „Problemwolf“ ist. Die Tiere können damit in einer Gegend so lange geschossen werden, bis kein Schaf mehr angefallen wird – auch wenn dafür ein ganzes Rudel dran glauben muss. (weiterlesen)

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

„Jagen, Sex, Tiere essen“

Vor sechs Jahren schoss Katja Klaetsch aus Brandenburg ihren ersten Bock. Sie ist Jägerin – und, um Geld für Zigaretten zu haben, auch Angestellte

Früher lief sie immer mit, wenn Männer auf die Jagd gingen. Seit sechs Jahren hat Katja ­Klaetsch selbst einen Jagdschein und ist eine von zwei Jägerinnen im brandenburgischen Prützke.

Draußen: Märkischer Sand wurde vom Wind einmal in die Parkbuchten getrieben und ist am Rande der Dorfstraße liegen geblieben. Etwas Rasen dazwischen. Ein Wimpernstylist, die Kneipe „Zur Pferdetränke“, gleich daneben ein Zigarettenautomat. Das Schwarze Brett ist voller Bekanntmachungen. Beim Osterfeuer komme das ganze Dorf zusammen. Sonst herrsche in dem 400-Einwohner-Ort eher „Cliquenbildung“: Rentner, Volleyballer, Jäger. Zu denen gehört Katja Klaetsch. Man muss sich ordentlich strecken, um über ihr Tor in den Vierseitenhof schauen zu können.

Drinnen: Scheunen mit grünen Türen. Schwalben zwitschern. Es riecht nach Grillanzünder. Mitten im Hof steht ein Holzpavillon, wie ein Wohnzimmer für Leute, die lieber draußen sind. Ein Pavillon mit Teppich, Plastikstühlen, Zapfanlage. An einem Geweih, das mal ein 200 Kilogramm schwerer Hirsch trug, hängt ein Besen. Das Handy auf dem Tisch klingelt. „Wie, ein Hirsch ist abgehauen? Alter!“ Katja Klaetsch zieht an ihrer Zigarette, ihre Füße wippen dazu. Alltag.

Katja Klaetsch: Schwarzes Polohemd, getuschte Wimpern und ein Tattoo auf der Wade, ist „Angestellte“, sagt sie und macht mit ihren Fingern in der Luft Anführungszeichen. „Angestellte“, ein komischer Begriff für eine Jägerin. Eine Silberkette mit einem Geweih baumelt um Katja Klaetschs Hals. Auch Sonntag wäre kein Tag, um auszuschlafen, sagt sie. Die 46-Jährige steht um halb sechs auf: „Ich kann hier mit der Waffe einfach loslaufen“, dann stehe sie in ihrem Revier. Sie verschränkt die Arme und deutet mit dem Kopf nach rechts, raus aus dem Hof.   (weiterlesen)

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Wolf und Herdenschutz: Umweltverbände verständigen sich auf gemeinsame Standards

Beim Thema Wolf und Herdenschutz liefern sich verschiedene Bündnisse und Interessengruppen gerade einen Wettstreit um die effektivsten Handlungsempfehlungen; offenbar weil von der Politik wenig kommt

Ein Bündnis aus elf Organisationen, vor allem von Seiten des Natur- und Tierschutzes, hat gemeinsame Empfehlungen für einen bundeseinheitlichen Herdenschutz und Kriterien zur Tötung von auffälligen Wölfen vorgelegt.
Die Vereine bemängeln, dass in dem Bereich oftmals eine praktische wie rechtliche Unsicherheit herrsche. Schuld sei ein unübersichtlicher Flickenteppich aus Empfehlungen zur Umsetzung und Förderung von Herdenschutz in Deutschland. Zudem fehlten klare Regelungen für die rechtlich bereits mögliche Tötung von einzelnen Wölfen, die empfohlenen Herdenschutz überwinden und Nutztiere angreifen.
Dieses "föderale Wirrwarr" gehe sowohl zulasten des Artenschutzes als auch der Tierhalter. Politik und Gesellschaft dürften, so die einhellige Forderung, die ökologisch wertvolle Weidetierhaltung und die ebenfalls ökologisch wertvolle Rückkehr des Wolfes nicht gegeneinander ausspielen und die Lasten allein den Tierhaltern zumuten. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Begehungsschein Angebot Nordrhein-Westfalen (Landkreis Viersen)

Wir haben in unserem Revier im Bereich Schwalmtal Nettetal Brüggen einen Begehungsschein gegen Hegebeitrag zu vergeben. (weiterlesen)

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Begehungsschein Angebot Nordrhein-Westfalen (Landkreis Olpe)

Zum 01.07.2019 wird ein Platz frei für einen kameradschaftlichen Jäger, der neben der Lust auf schöne jagdliche Momente im Revier auch die Zeit für gelegentlich gemeinschaftliche anfallende Revierarbeiten hat. (weiterlesen)

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Begehungsschein Angebot Nordrhein-Westfalen (Landkeis Lippe)

Biete Begehungsschein im Herzen Lippes (weiterlesen)

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Mountainbiken im Wald: So will man Stress für Rehe vermeiden

Mit einem eindeutigen Bild und einem Hashtag, macht ein Moutainbike-Verein auf Ruhezonen für Rehwild in der Brunft aufmerksam.

Zwar ist es bis zur Blattzeit noch eine Weile hin, aber ein Zusammenschluss von Mountainbikern in Baden-Württemberg hat sich trotzdem jetzt schon seine Gedanken dazu gemacht. Rehe bei der Fortpflanzung und der Hashtag #dontfuckthefuckers sollen für Ruhe im Wald sorgen. Durch das Aufstellen von Schildern möchte der Verein auf die Einhaltung von Ruhezonen im Wald aufmerksam machen.
Der Verein „Trailsurfers Baden-Württemberg e.V.“ setzt sich seit 2016 für den Bau von „legalen“ Mountainbikestrecken ein. Doch von einem der offiziellen Trails führt eine Abzweigung, die nicht genommen werden sollte. Ein Jäger wies den Verein darauf hin, dass durch die Störung, gerade zur Blattzeit, das Rehwild unter Stress gesetzt wird und sich dadurch möglicherweise auch der Verbiss erhöht. So entstand die Idee eines Schildes. Doch dem Verein war schnell klar, dass gewöhnliche Schilder nicht zielführend sind. (weiterlesen)

 

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Olaf Niestroj ist neuer DJV-Geschäftsführer

Auf dem Bundesjägertag hat Andreas Leppmann das Amt des DJV-Geschäftsführers an Olaf Niestroj übergeben. Leppmann wird jetzt hauptverantwortlich den Vertrieb der Fellwechsel GmbH ausbauen: Über 20.000 Tiere haben Jäger vergangene Saison abgegeben. Die DJV-Service GmbH setzt ihren positiven Trend fort, der Gesamtumsatz steigt.

Olaf Niestroj ist neuer Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Er hat die Aufgaben auf dem zurückliegenden Bundesjägertag von Andreas Leppmann übernommen, der sich künftig als hauptamtlicher Geschäftsführer verstärkt auf die Belange der DJV-Tochter Fellwechsel GmbH konzentrieren wird. Andreas Leppmann startete 2006 beim DJV als Referent der Geschäftsführung und wurde 2009 zum Geschäftsführer berufen. Niestroj war seit 2014 Assistent der DJV-Geschäftsführung und seit Januar 2018 stellvertretender Geschäftsführer. (weiterlesen)

 

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Aktives Wolfsmanagement gefordert

Die Initiative „Wolf bleibt Wolf“ fordert ein praxisorientiertes Wolfsmanagement und lehnt aktuelle Verbändeempfehlung zum Herdenschutz als realitätsfern ab.

Heute haben elf Verbände aus Natur-, Tierschutz, Jägerschaft und Weidetierhaltung in Berlin das Papier „Weidetierhaltung & Wolf in Deutschland – Eckpunkte für ein konfliktarmes Miteinander“ veröffentlicht. „Betroffene Weidetierhalter und Nutzerverbände waren wohlweislich nicht eingeladen, sich zu beteiligen. Die Fakten zur Entwicklung des Wolfes in Deutschland sprechen eine eindeutige Sprache. Wir Praktiker fordern ein aktives Wolfsmanagement“, erklärt der Vorsitzende des Aktionsbündnis Forum Natur Max von Elverfeldt.
Hierzu haben die Verbände im Aktionsbündnis Forum Natur mit der gemeinsamen Initiative „Wolf bleibt Wolf“ einen Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes Wolfsmanagement in der Kulturlandschaft Deutschlands vorgelegt. Hierbei sind folgende drei Punkte essenziell: (weiterlesen)

 

Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Christine Seidemann erhält DJV-Journalistenpreis

Auf dem Bundesjägertag am 7. Juni siegte Christine Seidemann in der Kategorie TV: Sie erstellte den NDR-Beitrag „Wildchweine – Außer Kontrolle“. WuH sprach mit ihr.

WuH: Sie haben sich in ihrem Beitrag für den NDR intensiv mit Wildschweinen und auch Jägern beschäftigt. Wie hat sich ihr Blick auf die Jagd verändert?

Chr. S.: Zunächst habe ich gesehen, dass es DEN Jäger nicht gibt. Das ist keine uniforme Masse. Mich haben die vielen Aspekte überrascht, die Jäger mit Wildschweinen verbinden und wie die Jäger mit Herzblut bei der Sache sind.

WuH: Warum überrascht?

Chr. S.: Ich konnte mir nicht vorstellen, wie viel Verantwortung Jäger tragen und auch fühlen. Keinen, den ich traf nahm das auf die leichte Schulter. (weiterlesen)

Kommentar schreiben (0 Kommentare)