Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Mehr als doppelt so viele Schalldämpfer nach Rechtsänderung

24.07.22
Berlin -  Eine noch von der alten Bundesregierung beschlossene Waffenrechtsnovelle hat die Nachfrage nach Schalldämpfern für Jagdwaffen in Deutschland in die Höhe schnellen lassen. Die Zahl der im Nationalen Waffenregister eingetragenen Schalldämpfer hat sich seit dem Inkrafttreten der Reform am 1. September 2020 mehr als verdoppelt, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach waren am 31. August 2020 dort 85.159 Schalldämpfer registriert, am 31. Mai 2022 waren in dem Register schon 197.412 dieser Waffenzubehör-Teile eingetragen.

Seit der Änderung im Jahr 2020 dürfen Jäger in ganz Deutschland und ohne eine Ausnahmegenehmigung Schalldämpfer erwerben - allerdings nur für Langwaffen, die für die Jagd zugelassen sind. Die Vorrichtung, die den Mündungsknall dämpft, darf auch nur während der Jagd oder beim jagdlichen Übungsschießen genutzt werden. Jägerinnen und Jäger müssen den Kauf dieses Zubehörs, genau wie bei der Anschaffung eines Gewehrs, binnen zwei Wochen den Behörden melden, die den Schalldämpfer dann in ihre Waffenbesitzkarte eintragen. Ein Schuss, der aus einer Waffe mit Schalldämpfer abgegeben wird, ist zwar deutlich leiser, aber immer noch deutlich zu hören.   (weiterlesen)

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Trotz Wolfsstudie: Umweltministerium will keine Wölfe schießen

Werden Wölfe künftig in Deutschland bejagt? Nach Ansicht des Bundesumweltministeriums wird das auch in Zukunft nicht der Fall sein.
Kathrin Führes   20.7.2022

Wie viele Wölfe sind genug und welche Grundlage bedarf es, um die Raubtiere zu bejagen? Darüber gibt es aktuell unterschiedliche Ansichten. Eine Studie des Instituts für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ Wien), welche vom niedersächsischen Umweltministeriums in Auftrag gegeben wurde, hatte gezeigt, dass der Mindestbestand in Niedersachsen erreicht sei. Mit 39 Wolfsrudeln und 4 residenten Einzelwölfen sei die biologisch erforderliche Mindestanzahl an Wölfen erreicht. Eine kontrollierte Entnahme würde keine Gefährdung des Bestandes mit sich bringen

BMU sucht nach anderen Lösungen
 
Auf Anfrage der „NOZ“ gab das Bundesumweltministeriums (BMU) bekannt, dass man dennoch keine Grundlage für eine gezielte Bejagung der Raubtiere sehe. (weiterlesen)
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Wildtiere im Klimawandel: Grenzen für Gämse

Bearbeitet von Carolin Föste
19. Juli 2022
Gämse sind bekannt als die Kletterkünstler der Berge. Doch in den Alpen machen sich Veränderungen durch den Klimawandel bemerkbar. Kann Gamswild wirklich jedes Hindernis überwinden?

Der Klimawandel lässt Gletscher schmelzen, Wälder austrocknen und verändert ganze Landschaften binnen – erdgeschichtlich betrachtet – kürzester Zeit. So verändert sich auch der Alpenraum – der Lebensraum von Gämsen. Neue genetische Analysen und Computeranalysen zeigen nun, wo diesen Wildtieren Grenzen gesetzt werden.

Wo Gämse verbreitet sind

Vor 20.000 Jahren besiedelten Gämse den Alpenraum, in dem sie bis heute weiträumig und über Ländergrenzen hinweg verbreitet sind. In der letzten Eiszeit sah der Lebensraum allerdings noch anders aus – Eismassen schränkten die Wege der Tiere ein, sie lebten daher vorwiegend an steilen Hängen, abseits des Eises.

Umweltwissenschaftler Flurin Leugger erforschte in seiner Masterarbeit an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), wie sich der Lebensraum der Gebirgsziege seitdem verändert hat und wo sich Gamsbestände aufhalten. Mit seiner Studie zeichnet er die Verbreitungswege nach und schaut auch in die Zukunft.

Genetik ermöglicht Prognosen für die Zukunft

Mithilfe von Blut- und Fellproben untersuchte Leugger gemeinsam mit Forschenden zweier französischer Universitäten, Grenoble Alpes und Savoie Mont Blanc, den Verwandtschaftsgrad verschiedener Gams-Populationen in den Alpen.  (weiterlesen)

 

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600 mm statt 7x62 - Thomas Löschke, ein Tier- und Jagdfotograf der alten Schule stellt sich vor

Ab sofort wird Thomas als Jagdfotograf hier auf dem Jagdblog des Jagdportals einen Natur- und Tierfoto-Blog starten. Zuvor seine kurze Vorstellung:

Als passionierter Jäger und leidenschaftlicher Koch schieße ich gerne mit der Büchse! Aber die Jagd mit der Kamera und dem langen Teleobjektiv, oder einer Makro-Linse finde ich noch spannender! Es gilt näher an das Wild heran zu pirschen; die Bildgestaltung muss passen und vor allem sollte das Foto knack-scharf sein.
Das Fotografieren mit langen Brennweiten, also Teleobjektiven mit 400 oder 600 mm Brennweite, hat mit dem Knipsen von Familien- oder Urlaubsfotos wenig zu tun.

Meine ersten Versuche waren ziemlich ernüchternd. Wenn man es dann kann, ist das der Hammer: Ein 600er Tele vergrößert 12-fach, ein normales Jagd-Fernglas 8-fach!
Das kreative Handwerk habe ich durch mein Industrie-Design-Studium erlernt. (weiterlesen)

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Prozess um Polizistenmord - Jäger hatten Angst vor angeklagtem Wilderer

14.07.2022
Er würde sich den Weg freischießen, wenn sich ihm jemand in den Weg stellen würde. Mit dieser Aussage macht der 39-jährige Angeklagte in der Vergangenheit auf sich aufmerksam. Das berichtet ein Jäger im Prozess um den Polizistenmord von Kusel. Der Beschuldigte war als Wilderer bekannt.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten nahe Kusel in der Pfalz hatten einige Jäger im Saarland den Hauptangeklagten schnell als mutmaßlichen Täter in Verdacht. Im Mordprozess vor dem Landgericht Kaiserslautern berichtete ein Jäger, er habe nach dem Austausch mit Bekannten die Polizei am Morgen nach der Tat vom 31. Januar gegen 9 Uhr angerufen und gesagt, dass es der angeklagte 39-Jährige gewesen sein könnte.

Von der Tat hätten sie zuvor aus den Nachrichten gehört. "Es war uns bekannt, dass er wildert", sagte der 36-Jährige. Und viele hätten Angst vor ihm gehabt. Denn bei einer Jagd im Herbst 2021 habe er vor anderen gesagt: Er würde sich den Weg freischießen, wenn sich ihm jemand in den Weg stellen würde. Damit habe er Furcht verbreitet, sagte der Zeuge. Ende 2021 habe man seitens der Jäger schon Kontakt mit der Polizei aufnehmen wollen, aber der zuständige Beamte sei krank gewesen. Denn der Verdacht, dass der 39-Jährige saarlandweit bis in die angrenzende Pfalz wilderte, habe sich zuvor erhärtet.  (weiterlesen)

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Wolfsmanagement: Überraschendes aus der Schweiz

Josef Koch   18.07.2022

Umweltorganisationen plädieren für Wolfsentnahme in Graubünden.

Von einem „Paukenschlag“ in Sachen Wolfsmanagement in der Schweiz spricht der Tiroler Bauernbundobmann Josef Geisler. Im Kanton Graubünden kursiere ein Dokument, in dem die Umweltorganisationen Pro Natura, WWF und die Gruppe Wolf Schweiz geschlossen ein „rasches und zielgerichtetes Handeln des Kantons Graubünden beim Abschuss von Problemwölfen“ fordern.

Anlass dieses Schreibens ist das Verhalten eines Wolfsrudels im Steifgebiet um den Piz Beverin, weil es ein Rissverhalten an den Tag legt, von dem bis jetzt angenommen wurde, dass Wolfsrudel so etwas nicht tun würden. So riss das Rudel in den vergangenen Jahren und verstärkt in den letzten Monaten Kälber, einen Esel, näherte sich Menschen und sorgt nun seit einigen Tagen für Aufregung, weil es damit beginnt, Mutterkühe anzugreifen. (weiterlesen)

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Umfrage: Jäger investieren mehr Zeit und Geld

15. Juli 2022
Ausgaben für Naturschutz sind in sechs Jahren um die Hälfte gestiegen, für Schutz vor Wildschäden sogar auf das Dreifache. Insgesamt 1,8 Milliarden Euro investieren Jägerinnen und Jäger jährlich. DJV hat soziodemografische Daten erhoben und mit 2016 verglichen: Die Jagd wird jünger und weiblicher.

1,8 Milliarden Euro geben Jägerinnen und Jäger in Deutschland pro Jahr aus.1,8 Milliarden Euro geben Jägerinnen und Jäger in Deutschland pro Jahr aus. (Quelle: DJV)
Jägerinnen und Jäger investieren deutlich mehr Geld für Biotoppflege und Artenschutz aus eigener Tasche als noch vor sechs Jahren. Der Betrag ist um mehr als die Hälfte gestiegen auf jetzt 130 Millionen Euro pro Jahr. Nahezu verdreifacht, auf knapp 327 Millionen Euro, haben sich die Ausgaben für die Prävention von Wildschäden in Wald und Feld. Insgesamt geben die über 403.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland pro Jahr 1,8 Milliarden Euro aus. Diese repräsentativen Ergebnisse hat das Marktforschungsinstitut GMS Dr. Jung GmbH im Auftrag des Deutschen Jagdverbandes (DJV) im Frühjahr 2022 ermittelt. An der Umfrage teilgenommen haben knapp 1.300 Jägerinnen und Jäger. Es ist die zweite Befragung nach 2016.

Eine Arbeitswoche pro Monat im Revier

Im Schnitt verbringt jede jagende Person über 41 Stunden pro Monat in der Natur, so ein weiteres Ergebnis der DJV-Umfrage. Davon entfallen über 25 Stunden auf die Jagd. Knapp 16 Stunden wenden Jägerinnen und Jäger auf für Arbeiten im Revier. Sie retten beispielsweise Wildtiere vor dem Mähtod, schützen Bäume vor Verbiss oder halten Hochsitze instand.

Schießtraining 3-mal jährlich ist Standard  (weiterlesen)

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Kitzrettung Nordpfälzer Bergland e.V. - Interview

Das Interview wurde für die Jagdgeschichten und Erlebnissen Gruppe erstellt. Ich hoffe euch gefällt es.

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Klare Kante oder fehlende Unschuld?

07.07.2022
Für das Innenministerium in Thüringen sind Jäger mit AfD-Parteibuch unzuverlässig. Ein Zeichen gegen Rechts und die Gleichbehandlung.

Wars das für so manchen Jäger in Thüringen?

Geht es um die AfD, kochen die Emotionen hoch. Auf beiden Seiten, und das macht auch vor Jägerstammtischen, Jäger-Foren und Social Media Plattformen nicht halt. Gestern wieder zu sehen an den heftigen Reaktionen auf die Ankündigung des Landes Thüringen, alle AfD-Mitglieder per se als unzuverlässig ansehen und die waffenrechtliche Erlaubnis entziehen zu wollen. Die Begründung: Verfassungsfeindlichkeit des Landesverbandes. Mit im Verbots-Boot sitzen natürlich auch alle Jägerinnen und Jäger Thüringens mit blauem Parteibuch.

Gerade die AfD Thüringen um ihren Vorsitzenden Björn Höcke ist im Hinblick auf ihre rechts-außen-Einstellung kein unbeschriebenes und auch innerhalb der Bundespartei kein unkritisch gesehenes Blatt. Der ehemalige Parteivorsitzende Jörg Meuthen lässt grüßen. Wenig verwunderlich und daher auch absolut richtig, dass der Verfassungsschutz aktiv wurde und die AfD als „erwiesen rechtsextremistisch“ einstufte. (weiterlesen)

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Autor gesucht zum Thema „Rechtsverbindlichkeit von Beschlüssen von Hochwildhegegemeinschaften“

Wie verbindlich sind für einen Neupächter einer Hochwildjagd freiwillige Hegevereinbarungen und Abschusspläne einer Rot- oder Damwildhegegemeinschaft, zu der sein Revier gehört?

Immer wieder wird obige Frage an das Jagdportal gestellt, wenn wir eine Neuverpachtung oder eine Pachtübernahme ausschreiben und dort auf die Zugehörigkeit zu einer Hochwildhegegemeinschaft hinweisen.

Wie verbindlich sind die Beschlüsse dieser Hegegemeinschaft für den Neupächter?

Welche Konsequenzen hat der Neupächter zu befürchten, wenn er sich nicht an die Hegevereinbarungen hält, weil er z.B. Rotwild erlegt, um Wildschaden zu verhindern, obwohl die Hegegemeinschaft dem Revier kein Rotwildabschuss zubilligt?

Hierzu wünschen wir uns vom Jagdportal eine offene Diskussion in unserer Facebookgruppe "Jagdrevier Verpachtungen". (weiterlesen)

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