Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Uelzen: Katastrophaler Wolfsriss

Die Tierhalter sind den Wölfen nicht gewachsen. Trotz verbesserter Schutzmaßnahmen haben sich die Rissereignisse in Niedersachsen im Vergleich zum vergangenen Jahr bereits fast verdoppelt.

Besonders betroffen sind derzeit zwei Schäfer im Raum Uelzen mit zwölf Rissen und mindestens 114 toten Schafen und Ziegen innerhalb von sieben Wochen.

Im Zusammenhang mit einem Riss vom 18. März 2020 berichten die Jäger vor Ort von zwei Rudeln, die immer wieder gesehen werden.

In der folgenden Nacht kam es zu einem weiteren Übergriff. Die Herde der Glockenschäferei von Familie Jahnke in Eimke stand mit 850 Tieren in Arendorf. Die Herde war ausgebrochen und in zwei Gruppen gesplittet. Ein Teil der Herde konnte in Holthusen auf einem Acker gesichert werden.

Im Morgengrauen offenbarte sich die Härte dieses Übergriffs: Bis Wulfsode lagen die Kadaver auf den Äckern, überwiegend durch Kehlbiss getötet. Die Spurenlage ist laut dem Wolfsberater erdrückend: Kehlbisse, Trittsiegel - alles da.

Eine Desaster für den Schäfer  (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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UN-Dekade Biologische Vielfalt: Offenlandmanagement mit wildlebenden Rothirschen als Projekt des Monats gewählt 

Wo Rothirsche die Landschaft pflegen: Offenlandmanagement auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr – für dieses Projekt haben über 3000 Menschen online abgestimmt und es damit zum Sieger im Wettbewerb um das UN-Dekade Projekt des Monats Februar gekürt. Bereits im Oktober 2019 hatte der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, den Partnern des Verbundprojekts die offizielle Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 übergeben. Damit werden Projekte gewürdigt, die sich in besonders vorbildlicher Weise für die Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Wissenschaftler*innen der Abteilungen Graslandwissenschaft und Wildtierwissenschaften der Universität Göttingen sowie der Abteilung Wildökologie und Jagdwirtschaft der Technischen Universität Dresden und dem Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V. sind der Frage nachgegangen, ob wildlebende Rothirsche zur Pflege und Erhaltung naturschutzfachlich wertvoller Offenlandlebensräume beitragen können. Dazu wurde von 2014 bis 2019 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit der Unterstützung des Bundesforstbetriebs der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben eine umfassende Studie durchgeführt. (weiterlesen)

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Afrikanische Schweinepest: Polen stärkt Rechte von Jägern

Polen leidet unter der ASP. Zur Bekämpfung setzt man auf ausländische Hilfe sowie auf die Stärkung der Rechte der Jäger.Im westpolnischen Nowosolski, rund 78 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ist in einem Hausschweine-Bestand die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Dies meldet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). In dem Schweinezuchtbetrieb wurden vorsorglich alle Tiere getötet. Wie agrarheute berichtet, soll es sich dabei um mehr als 23.000 Hausschweine handeln. Das Gebiet in der Woiwodschaft Lebus galt schon vorher als Restriktionsgebiet, da dort bereits bei Wildschweinen ASP nachgewiesen worden war.

Jäger erhalten "polizeiähnliche Rechte" (weiterlesen)

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Woran erkennt man eine gute Hundeschule?

Einen sozialverträglichen, gehorsamen Hund wünscht sich jeder, doch der Weg dorthin ist oft steinig.

Dies ist wohl die häufigste Frage, die sich unbedarfte Hundehalter mit einem verhaltensauffälligen Hund stellen.
Das Ziel, dass der Halter nach dem Besuch der Hundeschule einen sozialverträglichen Hund an der Leine führt, haben alle Hundeschulen, alleine die Wege, die zum gehorsamen Hund führen, sind so zahlreich, wie es Hundeschulen gibt.

Zunächst gilt es einmal zu unterscheiden, mit welcher Absicht ein Halter eine Hundeschule aufsucht.

Benötigt er lediglich den Rat eines Fachmanns, der ihm Hilfestellung beim Einüben der Grundkommandos gibt, unterscheiden sich die Hundeschulen nur wenig. Handelt es sich hingegen um einen Hund, der wenig soziale Verträglichkeit zeigt, bei dem also Korrekturen von Fehlverhalten notwendig sind, gestaltet sich die Suche schon wesentlich schwieriger.

Alleine diesen verhaltensauffälligen Hunden und der Suche eines passenden Trainers, der in der Lage ist, diese Hunde zu korrigieren, widmet sich dieser Artikel, da viele Hundeschulen diese sehr wichtige Unterscheidung oft nicht machen.

Was ist ein verhaltensauffälliger Hund?    (weiterlesen)

Foto:Marion Kuhnt

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Es gibt "kein unabhängiges Wolfs-Monitoring" in Ö

In Österreich kontrollieren nicht unabhängige Experten, was mit streng geschützten Wölfen passiert, sondern die Jäger. "Das ist alles ein Skandal", so Kotrschal.

Wöchentliche Kolumne von Kurt Kotrschal– Wolfsexperte, Verhaltensforscher und Biologe.)

Es gibt kaum Wölfe in Österreich – weil es kein unabhängiges Monitoring gibt.

Letzte Woche war hier davon zu lesen, dass es den Wölfen, Bären, Luchsen und Greifvögel in Österreich schlecht geht, weil sie gewildert werden. Damit hängt auch zusammen, dass es hierzulande – im Gegensatz zu Deutschland – kein Monitoring durch unabhängige und behördliche Fachleute gibt.

Noch gibt es keine unabhängige Organisation zum Schutz der Beutegreifer, die auch draußen Nachschau halten würde, was passiert. Die Behörden beauftragen keine unabhängigen Experten mit dem Monitoring. Das bleibt Aufgabe der Jägerschaft – so wird der Bock zum Gärtner. (weiterlesen)

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Ausbildung und Fährte: Vom Welpen zum Nachsuchenprofi

Buchvorstellung von Tobias Gatzke

Bücher zum Thema „Ausbildung des Schweißhundes“ sind in den letzten Jahrzehnten viele geschrieben worden. Angefangen bei den Klassikern von Rudolf Fries, Walter Frevert, Karl Bergien oder Tisch-Wickhoff, Krewer, Richter bis hin zur „Bibel“ von Borngräber, haben sich viele Hundeführer der gerechten Abführung des Hundes angenommen. Umso mehr war ich auf das Erscheinen des nachfolgenden Buches gespannt, welches von zwei echten Praktikern geschrieben wurde.
Stefan Mayer ist unter anderem Autor von zahlreichen Artikeln in der WILD UND HUND, Joachim Schweizer ist Richter und Ausbildungsbeauftragter im Verein Hirschmann.

Beide Autoren führen seit Jahren Schweißhunde vom Verein Hirschmann respektive KBGS und sind über Ihre Mitgliedschaft in der jeweiligen Nachsuchenstation im dauernden Einsatz.

Eins sei vorweg angemerkt – wer mit der Erwartung an das Buch geht, dass nach Studium desselbigen und der Anschaffung eines entsprechenden Vierbeiners der Weg zum Nachsuchenprofi vorgegeben ist, den möchte ich an dieser Stelle enttäuschen. (weiterlesen)

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Artensterben und Naturzerstörung: Dieses Virus ist auch der Preis unserer Ausbeutung der Natur

Erreger überspringen Artgrenzen, wenn wir natürliche Ressourcen respektlos ausbeuten. Machen wir so weiter, scheitern wir. Ein Gastbeitrag Johannes Vogel

Johannes Vogel ist Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin - Leibniz Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung und Professor für Biodiversität und Wissenschaftsdialog an der Humboldt-Universität zu Berlin

Mit der weltweiten Ausbreitung des neuen Coronavirus sind wir Teil eines Experiments der Natur geworden: Ein Virus hat die Artgrenze übersprungen und verbreitet sich nun wie ein Lauffeuer durch seinen neuen Wirt. Normalerweise bremsen Gebirge, Meere, Schluchten oder andere Landformen solche Ausbrüche. Doch bei Sars-CoV-2 handelt es sich um ein Virus, das sich auf die Körper einer kosmopolitische Art gestürzt hat: eine hochmobile, individuenreiche und supervernetzte globale Art, den Menschen, der alle vormals existierenden Grenzen gesprengt hat.

Illegaler Wildtierhandel führt immer wieder zum Überspringen von Erregern auf den Menschen (weiterlesen)

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ASP in Deutschland: Diese Maßnahmen gelten im Ernstfall

Noch gibt es keinen Nachweis des ASP-Virus in Deutschland. Sollte dies der Fall sein, gelten für die Land- und Forstwirtschaft folgende Maßnahmen.

Bislang ist Deutschland von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschont geblieben. Aber die Ausbrüche in der Wilschweinepopulation in Westpolen und jetzt auch in einem Hausschweinebestand im westpolnischen Nowosolski lassen aufhorchen.

In einer Pressemitteilung gab das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bekannt, dass Deutschland neben umfangreicher Präventions- und Aufklärungsarbeit auch auf den Ernstfall vorbereitet sei. Kontinuierlich würden notwendige Anpassungen im Tiergesundheits- und im Jagdrecht geprüft.

Auch Bundesländer wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben ihre Maßnahmen zur Prävention bereits hoch gefahren, zum Beispiel mit schnellen Eingreiftruppen. Außerdem wurden viele Meter Zäune gegen die ASP angeschafft.

ASP: Starke Ein- und Beschränkungen (weiterlesen)

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Jagdverpachtung Franken (Landkreis Fürth)

Eine Jagdgenossenschaft verpachtet zum 1.4.2022 eine Jagd mit 640 ha mit einem Waldanteil von ca. 40%, einem Bachlauf von ca. 3 km und einigen Fischweihern. (weiterlesen)

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Streit um Elchjagd zur Notzeit

In Schweden sind ganz neue Dimensionen der "Schädlingsbekämpfung" im Gespräch

Wie sich die Forderungen gleichen: Schwedens oberste Naturschutzbehörde prüft eine Ausweitung der Elch-Schusszeit auf die Monate März und April. In weiten Teilen des Landes herrscht da noch absolute Notzeit.

Eben erst beerdigte der staatliche Forstkonzern „Sveaskog“ unter dem Druck der Öffentlichkeit seine Pläne, den Elchen mit Helikoptern, Schneeskootern und Drohnen nachzustellen. Nun kommt der nächste Angriff auf den „Waldschädling“.

Die Vorstellung, dem „König der Wälder“ im Tiefschnee nachzustellen, empört nicht nur die Jäger. Wildtieren zur Not- oder Paarungszeit nachzustellen, widerspricht jagdlichen und gesellschaftlichen Traditionen. Besonders in Skandinavien. Die Bockjagd zur Blattzeit ist dort ebenso verpönt und verboten wie die Jagd auf Birk- und Auerwild zur Hochbalz. (weiterlesen)

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