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Land der Jäger: Warum die Jagd in Österreich eine so große Rolle spielt

Die Österreicher stehen der Jagd grundsätzlich positiv gegenüber. Die Aufgaben der Jäger werden zugleich immer komplexer. Nicht nur menschliches Fehlverhalten bringt das Wild unter Druck. Auch große Beutegreifer wie der Wolf werden zunehmend zum Problem.

29.01.2024

Einst diente sie den Menschen als zentrale Lebensgrundlage, später entdeckte sie der Adel als durchaus elitäres Freizeitvergnügen für sich – heute trägt sie einen entscheidenden Teil zu einem funktionierenden ökologischen Gleichgewicht bei: Die Jagd ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst, doch selten war sie so umstritten wie heute. Zumindest, wenn man der veröffentlichten Meinung Glauben schenken mag.

Dabei wird die Tätigkeit des Jägers immer wichtiger – und zugleich immer komplexer. Die Regulierung des Wildbestands als zentrale Aufgabe wird durch viele Faktoren erschwert, nicht zuletzt durch den Klimawandel, die zunehmende Verbauung und andere menschliche Einflüsse. Und spätestens, wenn über Wolfsabschüsse diskutiert wird, kochen die Emotionen hoch.

Insgesamt stehen die Österreicher der Jagd deutlich positiver gegenüber, als man auf den ersten Blick vermuten möchte: Der Dachverband »Jagd Österreich« und der europäische Jagdverband FACE haben in einer breit angelegten Umfrage die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der Jagd abgefragt – und Zustimmungsraten von jenseits der 80 Prozent in Österreich erhoben. Im europäischen Vergleich sind das Spitzenwerte, nur in skandinavischen Ländern liegt die Zustimmung noch etwas höher.  (weiterlesen)

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So viele Jäger wie noch nie in Deutschland

29. 1.2024 (DJV) Berlin

435.930 Menschen haben einen Jagdschein, ein Plus von 36 Prozent innerhalb von drei Jahrzehnten. Die meisten leben in Nordrhein-Westfalen. 60 Prozent der Deutschen befürworten Jagd.


435.930 Jägerinnen und Jäger gibt es in Deutschland. Das sind knapp 36 Prozent mehr als vor drei Jahrzehnten. Die meisten Jagdscheininhaber kommen aus Nordrhein-Westfalen, genau 96.863. Danach folgen Bayern (75.000) und Niedersachsen (60.000). Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt Mecklenburg-Vorpommern vorn: Dort gibt es 10 Waidmänner und -frauen pro 1.000 Einwohner. Platz zwei liegt Schleswig-Holstein (8), danach kommt Niedersachsen (7). Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) erhoben und heute veröffentlicht.

Der Aufwärtstrend ist damit ungebrochen und geht einher mit einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung zur Jagd. In einer bisher unveröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des europäischen Dachverbands der Jäger FACE und des DJV haben 60 Prozent der deutschen Teilnehmer angegeben, dass sie Jagd befürworten – unabhängig von ihrer persönlichen Haltung dazu. Weitere 20 Prozent sind unentschlossen und 20 Prozent sind dagegen. Die Zustimmung liegt damit höher als in Italien (45 Prozent) und Polen (52). Spitzenreiter ist Dänemark mit 90 Prozent Zustimmung. Befragt wurden im November und Dezember 2023 über 7.000 Erwachsene in Dänemark, Deutschland, Italien, Polen und Spanien.   (weiterlesen)

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Video: Tiere als Trophäen – Wer rettet Elefant, Löwe & Co.?

29.01.24
Sie jagen Elefanten, Antilopen, Löwen. Auf den ersten Blick scheint bei der Trophäenjagd alles klar: Reiche, weiße Männer töten teilweise vom Aussterben bedrohte Tiere, um sie sich als Trophäe an die Wand zu hängen. Doch ist es wirklich so einfach? Zunächst einmal ist die Trophäenjagd ein großes Geschäft. Deutschland ist weltweit das zweitwichtigste Land für die Trophäenjagd, aus keinem anderen Land Europas machen sich Jahr für Jahr so viele Jägerinnen und Jäger auf den Weg, um im Ausland Tiere zu schießen. Warum ist das erlaubt und wem nutzt das? Ist es nur ein blutiges Hobby oder sogar ein Beitrag zum Artenschutz? (Video ansehen)

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Debatte um die Trophäenjagd: Neue Erkenntnisse durch Umfrage

Die Trophäenjagd im Ausland wird kontrovers diskutiert. Eine Umfrage des Instituts "YouGov" brachte nun Erstaunliches zu Tage.

Johannes Schlereth
26. Januar 2024

Der europäische Jagd-Dachverband, FACE, hat am 24. Januar neue Umfrageergebnisse veröffentlicht. Das Thema: Die Trophäenjagd im Ausland. Die Ergebnisse dürften die Debatte um die Einfuhr von Trophäen möglicherweise beeinflussen.

Umgesetzt wurde die Umfrage vom Institut „YouGov“ im Auftrag von FACE und deren Partnerorganisationen. Das Erstaunliche an den Ergebnissen: Es besteht laut FACE eine signifikante Akzeptanz der Trophäenjagd. Befragte wurden dabei über 7.000 Europäer aus fünf verschiedenen Ländern. 22,7 Prozent der Befragten lehnten es ab, Teile vom Wild als Trophäe zu behalten. 53 Prozent befürworteten dagegen das Importieren und behalten von Jagdtrophäen, 24,3 Prozent standen der Angelegeheit neutral gegenüber. Daraus lässt sich ein interessanter Schluss ziehen. (weiterlesen)

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Jagdmesse in der Kritik - "Blutige" Proteste gegen Trophäenjagdreisen

25.01.2024

Auf der Jagdmesse in Dortmund werden Safaris angeboten, bei denen man sogar bedrohte Arten jagen kann. Tierschützer laufen dagegen Sturm.

Europas größte Jagdmesse wird am kommenden Dienstag in den Westfalenhallen in Dortmund eröffnet. Im Vorfeld gibt es massive Kritik von Tierschutzorganisationen und einigen Parteien: kritisiert wird auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD). Im Fokus stehen dabei Jagdreisen, unter anderem nach Afrika. Die werden auf der "Jagd und Hund" seit Jahren angeboten. Die Dortmunder Grünen sowie mehrere Tier- und Naturschutzorganisationen fordern, das Angebot an den sogenannten "Trophäenjagd-Reisen" zu stoppen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal hatte im Wahljahr 2020 angekündigt, eine Ethik-Kommission einrichten zu wollen, die diese Forderung prüft. "Diese hat ihre Arbeit mittlerweile zwar aufgenommen, aber bis heute keinen Beschluss gefasst", kritisiert Peter Höffken, Referent der Tierschutzorganisation Peta. (weiterlesen)

 

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Mehr als 25.500 Tonnen Wild haben die Deutschen verzehrt

25.1. 2024 (DJV) Berlin

Anlässlich der Grünen Woche veröffentlicht der DJV eine aktuelle Statistik. Spitzenreiter ist das Wildschwein. Auf der Seite wild-auf-wild.de gibt es viele Anbieter und Rezepte.

Das Fleisch von Wild aus der Region ist beliebt: Insgesamt über 25.000 Tonnen Wildbret von Wildschwein, Reh, Rot- und Damhirsch haben die Deutschen im zurückliegenden Jagdjahr (1. April 2022 bis 31. März 2023) gegessen. Mit über 11.700 Tonnen liegt das Wildschwein vor dem Reh (9.500 Tonnen). Weiterhin beliebt sind Wildtauben. Davon wurden 276.000 Tiere in der vergangenen Jagdsaison verwertet. Danach folgen Wildenten (242.000). Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute nach Auswertung der Jagdstatistik anlässlich der Grünen Woche veröffentlicht. Der Dachverband der Jäger bietet in Halle 27 noch bis zum 28. Januar Gerichte aus heimischem Wildbret an.

Die Nachfrage nach Wild aus der Region ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des DJV halten derzeit 84 Prozent der Deutschen Wildbret für ein gesundes, natürliches Lebensmittel.    (weiterlesen)

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TV-Tipp: Raubtiere wie Wolf und Bär - Schützen oder Schießen?

Eva Eckinger

24.2.2024
Am Donnerstag dreht sich eine TV-Sendung um Raubtiere in Europa. Wolf und Bär - Schützen oder Schießen? Zu Wort kommen Landwirte, Jäger - und Umweltschützer.

Auf dem TV-Sender 3sat läuft am Donnerstag, den 25.01.2024 ab 23.45 Uhr eine Sendung zum Thema Raubtier in Europa.

Denn ein Jahrhundert nach seiner Ausrottung ist der Wolf nun wieder da. In den Ländern des Alpenraums steige die Population der Wölfe mittlerweile jährlich um mehr als 30 Prozent, so die Filmemacher. Was für die einen ein Paradebeispiel für erfolgreichen europäischen Artenschutz sei, werde für andere zur existenziellen Krise. Sie stellen sich in der Dokumentation also die Frage: „Wolf und Bär - Schützen oder Schießen?“

Wolf reißt Nutztiere: Landwirte und Umweltschützer im Streit
Der Wolf reißt Schafe, Ziegen und manchmal sogar Kälber. Landwirte fordern deshalb vehement Abschussquoten, um ihre Tiere vor dem Wolfsriss zu bewahren.  (weiterlesen)

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Jagd auf den Wolf: Agrarminister plädieren für niedrigeren Schutzstatus

24.01.2024

Die EU-Agrarminister unterstützen beim Wolf den Vorschlag der Kommission. Auch Lockerungen bei Pflichtbrache und Fruchtfolge war ein Thema.

Die EU-Agrarminister unterstützen mehrheitlich den Vorstoß der Kommission, den Schutzstatus des Wolfes abzusenken. In einer Note forderte Finnland am Dienstag (23.1) beim Agrarrat in Brüssel, auch den Schutzstatus anderer großer Beutegreifer wie dem des Braunbären und des Luchses herabzustufen. Unterstützt wurde die skandinavische Delegation dabei von acht weiteren Mitgliedstaaten, darunter Österreich, Schweden, Italien und Rumänien.
Deutschland lehnt eine Lockerung ab. Agrarstaatssekretärin Silvia Bender stellte klar, dass Deutschland die finnische Note nicht mittragen könnte, da die Standards beim Artenschutz insgesamt „nicht verwässert werden dürfen“. Bender drängte allerdings darauf, die Schutzmaßnahmen für Weidetierhalter auszubauen. (weiterlesen)

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So wie die Jagd erfreut sich auch die Wildküche wachsender Beliebtheit

In Sachen Nachhaltigkeit hat Wildbret die Nase vorn und auch Spitzenköche schwören auf das Fleisch von Reh, Wildschwein, Gams & Co. – Falstaff präsentiert vier Rezepte zum Nachkochen.

22.01.2024

Gefragt nach Wildbret, gerät Koch Max Stiegl ins Schwärmen: Geschmorte Fasan-Haxl. Curry aus Hirsch-Schulter. ­Reh-Chili-Leberkäs: »So was herrliches!«, Wildhasenleber: »Grandios!« Oder die Consommé aus Wildschwein, die man derzeit auf der Karte habe, mit Chili, Sellerie und Zitronengras. »Die hat so einen leicht heißen Touch, sensationell. Ich liebe es!« Warum er so gerne mit Wild arbeitet? Selbsterklärend, meint der 43-Jährige, der in Purbach am Westufer des Neusiedler Sees kocht. »Wild ist bio, regional, naturnah und nicht mit Antibiotika vollgespritzt.«

Und: Es hat einen unverwechselbaren fein-aromatischen Geschmack. Die Tiere ernähren sich von dem, was sie in freier Wildbahn finden – Kräuter, Blätter und Gräser. Da sie sich viel bewegen, ist ihr Fleisch kräftig und zart. Es sowohl fett- als auch cholesterin­arm, dafür reich an Vitaminen, Mineralstoffen und – als Folge der vielsei­tigen Nahrungsauswahl – wertvollen ­Omega-3-Fettsäuren. Rund drei Mal mehr enthält es davon als das Fleisch von Rind, Lamm und Huhn, verglichen mit Schwein ist der Anteil gar zehn Mal so hoch. Das macht Wildbret neben Fisch zu einer der gesündesten Fleischarten.    (weiterlesen)

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Bayerischer Verwaltungsgerichtshof: Keine Null-Promille-Grenze für Jäger! – Jagdrecht und Waffenrecht

20.01.2024

In einem von Rechtsanwalt Simon Bender geführten Eilverfahren zum Widerruf waffenrechtlicher Erlaubnisse wegen vorgeworfenem Alkoholkonsum während der Jagdausübung und damit behauptetem Wegfall der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit hat sich der Bayerische VGH in einem Beschluss unter anderem mit der immer mal wieder aufkommenden Frage befasst, ob auf der Jagd eine Null-Promille-Grenze gilt. Nach den insoweit eindeutigen Ausführungen des Gerichts ist dies nicht der Fall.

Aus dem Beschluss:

„Ob der Antragsteller Alkohol nur in einem solchen Maß konsumiert hat, das seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit für sich genommen noch nicht infrage stellen würde, kann mangels der Feststellung des genauen Grades seiner Alkoholisierung nicht mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden.

[…]

Ob der Antragsteller vorhersehen konnte, dass er durch seinen in der fraglichen Nacht getätigten Alkoholkonsum, der für sich genommen möglicherweise noch nicht für die Annahme der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit ausreichen würde, in einen derart desorientierten Zustand verfallen würde, der waffenrechtlich nicht mehr hinnehmbar ist, ist nach derzeitigem Sachstand offen und bedarf ggf. der weiteren Aufklärung im Hauptsacheverfahren.“

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof stellt außerdem klar, dass es für den Vorwurf einer waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit aufgrund von Alkoholkonsums einer Feststellung des Grades der Alkoholisierung bedarf.

Was allerdings nicht festgestellt wurde ist die Frage, wieviel Alkoholkonsum denn noch zulässig wäre bzw. ab wann eine waffenrechtliche Unzuverlässigkeit durch Alkoholkonsum auf der Jagd anzunehmen sein kann. Ob man sich hier an den Werten für den Straßenverkehr orientieren könnte, erscheint nicht ausgeschlossen, bleibt aber ungeklärt.

Vor diesem Hintergrund kann selbstverständlich weiterhin nur gelten, auf der Jagd jeglichen Alkoholkonsum zu unterlassen. (weiterlesen)

 

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