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Jägerboom in der Kritik: Wo sollen all die jungen Jäger nur hin? Kommentar des Vorsitzenden des Jagdverein Lehrprinz e.V.

von Stefan Fügner
Der Vorsitzende des Jagdverein Lehrprinz e.V., Stefan Fügner, nimmt Stellung zum Artikel von Klaus Dammann-Tamke "Jägerboom in der Kritik: Wo sollen all die jungen Jäger nur hin?"
Zunächst einmal sollten alle Jäger froh sein, dass ein Jagdfunktionär das Thema Jungjägerschwemme und -ausbildung überhaupt anspricht. Dieses Thema der praktischen Jungjägerausbildung nach der Jägerprüfung rückt erst jetzt durch die sprunghaft angestiegenen Jungjägerzahlen in den Mittelpunkt der Diskussion, obwohl die Problematik fehlender praktischer Ausbildung schon seit vielen Jahren existiert und von den Verbänden in der Regel vollständig ignoriert wird.

Als Vorsitzender des Jagdverein Lehrprinz e.V., der nun seit 15 Jahren Jungjäger in der praktischen Jagd ausbildet, möchte ich zu dem Artikel des Herrn Klaus Dammann-Tamke und zu den Kommentaren zu diesem Artikel in den verschiedenen sozialen Medien Stellung nehmen.

Das soziale Milieu der Jungjäger heute

Die genauere Untersuchung der Herkunft der Jungjäger, die den Boom der letzten Jahre auslösen zeigt, dass fast alle Jungjäger, die den Zuwachs ausmachen, häufig keinerlei familiären Hintergrund zur Jagd haben. Nur wenige Jungjäger können auf eine Verwandtschaft mit Jagdmöglichkeit zurückgreifen, was die Problematik der fehlenden praktischen Ausbildung massiv verstärkt. Das Problem ist also nicht neu, es wird nur durch den Zuwachs massiv verschärft. (weiterlesen)

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Jägerboom in der Kritik: Wo sollen all die jungen Jäger nur hin?

Von Jakob Brandt
29.12.2023

„Ist das noch meine Jagd?“ Diese Frage stellt sich Klaus Dammann-Tamke aus Ohrensen immer öfter. Einige Entwicklungen im Jagdwesen bereiten dem 68-Jährigen große Sorge.

Kritik an Jägerboom

Der ehemalige Tierarzt und leidenschaftliche Jäger beklagt vor allem die zunehmende Kommerzialisierung der Jagd. „Wir laufen Gefahr, dass das jagdliche Handwerk dabei auf der Strecke bleibt“, so seine Befürchtung.

Jagen ist hip. 400.000 Jäger soll es hierzulande bereits geben. Und die Zahl steigt weiter. Klaus Dammann-Tamke spricht von einem Jägerboom. Davon profitiere eine ganze Industrie, angefangen von privaten Jagdschulen und Jagdausrüstern über die Modebranche, Jagdmedien und die Automobilindustrie bis zu Jagdhundezüchtern, Vermittlern von Revieren und Anbietern von Jagdreisen.

Jagdfläche könnte nicht ausreichen

„Ich sehe diese Entwicklung sehr kritisch“, sagt Dammann-Tamke. „Bei einer immer kleiner werdenden Jagdfläche: Wo sollen sich all die Jungjäger entfalten und die nötige Erfahrung und Praxis sammeln?“ „Es bedarf keiner Hellseherei, um zu prophezeien, dass ein erheblicher Teil der Jungjäger vermutlich nie einen dauerhaften Bezug zur praktischen Jagd finden und sich mittelfristig anderen Interessenfeldern zuwenden wird,“ sagt Dammann-Tamke. „Viele Jungjäger werden nach einigen Jahren frustriert aufgeben, andere sich nur an Drückjagden beteiligen oder einen Jagdurlaub im Ausland buchen.“ (weiterlesen)

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Regierung gängelt Bauern und Förster, nur der Wolf behält seine Freiheit

Von Gunnar Schupelius

Immer mehr Vorschriften erzürnen die Bauern und Förster, die sich zunehmend gegen die Regierung wenden. Das ist verständlich, denn nie war die Entfremdung zwischen Politik und Landwirtschaft größer als heute, meint Gunnar Schupelius.

Das Jahr endet mit einer breiten Front auf dem Lande: Noch nie waren die Bauern so wütend auf eine Bundesregierung wie jetzt. Sie sehen sich gegängelt durch immer neue Umweltauflagen. Ein simpler Schweinestall ist heute ein fast unbezahlbares Technologie-Projekt.

Alles wird ihnen vorgeschrieben, obwohl sie selbst die beste Erfahrung haben. Grüne Beamte aus dem Landwirtschaftsministerium in Berlin wollen es besser wissen. Und als dann die Herren Scholz, Habeck und Lindner kurz vor Weihnachten die Steuer auf Agrardiesel anhoben, da platzte den Bauern der Kragen und sie fuhren in langen Kolonnen bis zum Kanzleramt.

Sie werden wiederkommen und unterdessen haben auch die Förster die Nase voll. Denn Landwirtschaftsminister Özdemir (Grüne) will ihnen ans Leder. Das Bundeswaldgesetz soll so geändert werden, dass dem Waldbesitzer eine Gefängnisstrafe droht, wenn er die Vorschriften missachtet. Wer den Wald zum Beispiel „kahlschlägt“, soll bestraft werden. (weiterlesen)

 

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Neue Standards für die Aufbewahrung von Waffenschrank-Schlüsseln nach OVG-Urteil

22.12.2023

In einem richtungweisenden Urteil, an dem Rechtsanwältin Dr. Susanne Selter maßgeblich beteiligt war, hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (AZ 20 A 2384/20 vom 30. August 2023) neue Maßstäbe für die Aufbewahrung von Waffenschrank-Schlüsseln gesetzt.

Kernpunkte des Urteils:

Ein Jäger, vertreten durch Dr. Selter, wurde nach dem Diebstahl seiner Waffen von der Waffenbehörde als unzuverlässig eingestuft, da er die Schlüssel in einem nicht zertifizierten Tresor aufbewahrte.
Das Gericht bestätigte zwar einen objektiven Verstoß, sah aber von einer subjektiven Schuld ab.
Die Entscheidung unterstreicht, dass die sichere Aufbewahrung von Waffenschrank-Schlüsseln ebenso wichtig ist wie die sichere Lagerung der Waffen selbst.

Wichtige Empfehlungen:

Waffenbesitzer sollten ihre Aufbewahrungsmethoden überprüfen und sicherstellen, dass Schlüssel gemäß den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen gelagert werden.
Es könnte eine Übergangsfrist von bis zu sechs Monaten geben, um die neuen Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Zusammenfassung:

Dieses Urteil, an dem Dr. Selter maßgeblich mitgewirkt hat, zeigt die Wichtigkeit einer adäquaten Aufbewahrung von Waffenschrank-Schlüsseln auf und betont die Verantwortung der Waffenbesitzer, den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen.

Das Gericht hat mit diesem Urteil klargestellt, dass die Anforderungen an die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition auch auf die dazugehörigen Schlüssel ausgedehnt werden müssen, was weitreichende Konsequenzen für die Praxis der Waffenaufbewahrung hat.

Bei Fragen zur Umsetzung der neuen Vorgaben stehen wir Ihnen in unserer Kanzlei gerne zur Verfügung.  (weiterlesen)

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Mystische Zeit der Rauhnächte: Keine Jagd an Heiligabend

An Heiligabend dürfen Jäger kein Wild schießen, denn sonst suchen sie Spukgestalten heim.
Nacherzählt von Karl-Heinz Reimeier
22.12.2023
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, eine besondere Zeit beginnt, die der Rauhnächte. Unerklärliches und Rätselhaftes soll sich gerade in dieser mystischen Zeit ereignen. Eine Weihrazgeschichte aus dem Bayerischen Wald.

Weihnachten war’s, Heilig Abend, Nachmittag. Mein Großvater ging aus dem Haus, ohne ein Wort zu sagen. Das war seltsam, weil es heimlich geschah, was überhaupt nicht zu ihm passte. Er ging aus dem Haus, fort, mit dem Gewehr unter dem Arm. Auch das noch! Und er murmelte vor sich hin, hörbar nur für ihn selbst: „Ich muss einen Hasen schießen! Ich muss einen Hasen schießen!“ Das war damals in der Zeit kurz nach dem Krieg und, nebenbei bemerkt, die Leute waren furchtbar arm und noch dazu tummelten sich viele kleine Kinder im Haus. Und – heute kann man es ja sagen, ein kleiner Wildschütz steckte schon immer ein wenig in ihm. (weiterlesen)

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Wenn Jagdpächter zu Vollstreckungsgehilfen der Forstlobby degradiert werden

19.12.2023

In der Broschüre „Zu viel Wild im Wald? Merkblatt zum Jagdmanagement in PEFC-zertifizierten Wäldern“ werden Tipps zur Waldbewirtschaftung gegeben: Welche Auswüchse diese Empfehlungen haben können, zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Gemeinde Simmerath in der Nordeifel

Ein Beitrag von Volker Seifert vom Forum lebendige Jagdkultur e.V.

„Symposium Wald und Wild“ lautete eine Veranstaltung des LJV Nordrhein-Westfalen und des Waldbauernverbandes NRW, die am 10.10.2023 in Werl stattgefunden hat. Jagdwissenschaftler, Wildbiologen und Waldbauern tauschten sich zu den Themen Waldumbau, Wiederbewaldung und Lebensraumgestaltung aus. In mehreren Vorträgen wurde auch auf die PEFC-Zertifizierung eingegangen.

Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC, deutsch ein Programm für die Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen) ist ein internationales Waldzertifizierungssystem. Nach eigenen Angaben ist es die weltweit größte unabhängige Organisation zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, die ökologische, soziale und ökonomische Standards gewährleisten soll. In 53 Ländern gibt es Vergabestandards und Zertifizierungsorganisationen. Diesen übergeordnet ist der Verein PEFC Council (PEFC International) mit Sitz in Genf. Nach dem Beitritt nicht-europäischer Mitglieder im Jahre 2002 wurde der ursprüngliche Name Pan European Forest Certification auf der siebten Generalversammlung des PEFC im Oktober 2003 in der heutigen Form geändert.

In Deutschland sind mit 8,7 Mio. ha etwa 79 % des heimischen Waldes nach PEFC zertifiziert. In Österreich sind es mit rund 2,7 Mio. ha zwei Drittel der gesamten Waldfläche.  (weiterlesen)

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Martin Rütter und das Thema "Jagd & Jagdhund"- Jagdhundeprofi Dennis Panthen reagiert

Martin Rütter und das Thema "Jagd & Jagdhund" immer wieder fällt der Comedian durch seine ausfallenden Aussagen auf gegenüber der "wenig gebildeten Jäger". Die Arbeit der Jagdhunde und deren Hobbyjäger halt er für dummes Zeug. Doch ist es nicht eigentlich die wirklich artgerechte Haltung? Oder doch lieber der Border Collie auf der Couch? Verdrehte Wahrheiten und viel Mutmaßungen werden hier munter rausgefeuert im Podcast Format "Tierisch-menschlich" mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adick. In der Folge 143 mit "Schwanz-Spezialistin" und Jagdscheininhaberin Dr. Kirsten Tönnies läuft das Trio mit losem Mundwerk zur Höchstform auf.

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Neue Entwicklung im Waffenskandal - "Die Behörden erzählen uns nicht die Wahrheit!"

Von  Carsten Janz
16.12.2023

Nachdem mindestens 120 von den Behörden eingezogene Waffen nicht mehr auffindbar sind, wird bei einer Prüfung klar: Die Polizei hortet angeblich vernichtete Waffen.

Das Landeskriminalamt in Schleswig-Holstein hat ein Problem. Denn es sind Waffen weggekommen, für die das LKA die Verantwortung trägt. Diese Waffen stammen von einem Waffensammler aus Schwesing im Norden von Schleswig-Holstein. Mehr als 800 Gewehre hatte er in seiner Sammlung, bis die lokale Waffenbehörde ihm seine waffenrechtliche Erlaubnis 2018 entzog.

Die Waffen wurden im Frühjahr 2021 von der Waffenbehörde und dem Landeskriminalamt abgeholt. Eingelagert wurden sie dann teilweise im schlecht gesicherten Katastrophenschutzraum des Kreises und beim LKA. t-online-Recherchen belegen jetzt: Waffen, die eigentlich beim LKA lagern sollten, sind verschwunden.   (weiterlesen)

 

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Studie zum Imagewandel - Wie aus dem bösen Wolf eine Wildnis-Ikone wurde

Der Schweizer Historiker Jon Mathieu zeigt in einer aktuellen Studie auf, dass unser Bild vom Wolf aus den USA importiert ist und wenig mit europäischen Realitäten zu tun hat.
Alexandra Bröhm
12.12.2023

Einsam, vom Menschen unberührt und primitiv, so soll die Wildnis (»Wilderness«) sein, die nordamerikanische Umweltschützer seit den 1960er-Jahren als neues Ideal entdeckten. «Wilderness entwickelte sich damals zum positiven Kernbegriff», schreibt der Schweizer Historiker Jon Mathieu in seinem aktuellen Aufsatz «Warum gilt der Wolf als Verkörperung der Wildnis?» in der «Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte». Die Wildnis definierte man ab diesem Zeitpunkt in den USA nicht mehr als Bedrohung, sondern als Verheissung. «Born to be Wild» sang die US-Band Steppenwolf im Film «Easy Rider» im Jahr 1969.

Diese positive Umdeutung der Wildnis schwappte wie so vieles Kulturelles in der Folge nach Europa über, und es kam zu einer «Amerikanisierung des Naturschutzes».» Vor allem das pathetische, religiöse Element war neu in Europa», sagt Mathieu. Wildnis sei im deutschsprachigen Raum lange einfach das Gegenstück zu bebautem Land gewesen und «in der Regel negativ besetzt». Die Umweltschutzbewegung habe ursprünglich eher den Begriff «Natur» verwendet, der aus der Wissenschaft stammt. Noch heute spricht man von Naturschutz.   (weiterlesen)

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36 Schafe und Ziegen tot - Wolfs-Massaker mitten in Deutschland

Von: Janek Könau
06.12.2023
Gotha (Thüringen) – Es sind verstörende Bilder, die bereits Ende November an einer Weide im Landkreis Gotha aufgenommen wurden: Blutüberströmte Ziegen und Schafe liegen übereinander, einige sind bis zur Unkenntlichkeit zerrissen.

Es ist das größte Massaker, dass der Wolf in Thüringen bisher angerichtet hat: 25 Tiere wurden Opfer des nächtlichen Blutbads, darunter offenbar auch trächtige Tiere. Elf weitere verenden durch den verursachten Stress in der Herde.

Jetzt macht der Thüringer Bauernverband (TBV) auf den grausigen Riss aufmerksam, an dem ein ganzes Rudel beteiligt gewesen sein muss: „Eine solche Attacke hatten wir noch nie!“ (weiterlesen)

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