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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Jäger unter Erfolgsdruck: Wer zu wenig schießt, fliegt raus

Viele Waldbesitzer sind unzufrieden mit ihrem Jäger. Junge Bäume werden vom Rehwild verbissen. Was tun? Ein Jagdpachtvertrag läuft neun Jahre. Es geht aber auch anders: Wenn die Gemeinschaft der Grundbesitzer die Jagd selbst organisiert.
Von Kirsten Zesewitz

Franz Nibler steigt auf seinen Hochsitz. Es hat geschneit, perfektes Jagdwetter. Der Jäger muss heuer noch zwei Rehe schießen, das will er schaffen. Sonst bekommt er Probleme: Franz Nibler hat einen Pirschbezirk bei der Jagdgenossenschaft Utzenhofen, Oberpfalz. Er jagt auf 50 Hektar Fläche. Normale Jagdreviere in Bayern sind 500 bis 700 Hektar groß. Nibler ist aber kein normaler Jagdpächter, er hat nur einen Vertrag für ein Jahr. Er ist Jäger im Auftrag der Utzenhofener Waldbesitzer sozusagen. Ein Dienstleister? "Ich sehe mich als Verbündeter der Waldbauern", sagt Nibler, "ich leiste zwar einen Dienst, indem ich hier jage, aber ich sehe ja auch, dass es was bringt für den Wald."

Waldbesitzer: Kontrolle über die Jagd

Die Utzenhofener Jagdgenossenschaft – das ist die Gemeinschaft der Landwirte und Waldbesitzer – hat seit April 2023 keinen "normalen" Jagdpächter mehr. Sie organisiert die Jagd selbst. "Eigenbewirtschaftung" nennt man das. Konkret: Die Grundbesitzer verpachten ihr Jagdrecht nicht – wie sonst üblich – für neun Jahre an einen Jäger, sondern sie behalten die Verantwortung für die Ausübung der Jagd in ihren Händen. Das macht viel mehr Arbeit als früher, aber es bedeutet auch: Die Grundbesitzer haben die Kontrolle über die Jagd im Wald. Wenn ein Jäger seinen Abschuss nicht erfüllt, fliegt er raus.

Drei Hürden für "Eigenbewirtschaftung"     (weiterlesen)

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Umweltminister einigen sich auf Schnellabschuss problematischer Wölfe

Der Wolf ist das zentrale Thema bei der zweitägigen Konferenz der Umweltminister in Münster. Bundesumweltministerin Lemke hat im Oktober Vorschläge zu einem schnelleren Abschuss einzelner Tiere vorgelegt.

01.12.2023

Problematische Wölfe, die Schutzzäune überwunden und Nutztiere gerissen haben, sollen in Deutschland künftig schneller als bisher getötet werden können. Darauf verständigten sich die Umweltminister von Bund und Ländern bei ihrem zweitägigen Treffen im westfälischen Münster. „Uns ist da ein Durchbruch gelungen“, sagte Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) am Freitag als Vorsitzender der Konferenz zu deren Abschluss.

Die Bundesländer sollen bestimmte Regionen mit vermehrten Wolfsrissen festlegen. Anders als bisher soll dann für einen Abschuss aber nicht erst eine DNA-Analyse abgewartet werden müssen, wenn ein Wolf Schutzvorkehrungen überwunden und Nutztiere gerissen hat. (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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Kommt eine andere Wolfspolitik? Umweltminister beraten

30. November 2023
Vor den Beratungen der Umweltminister von Bund und Ländern hat sich in Brandenburg bislang kein Ende der Kontroverse über den Umgang mit dem Wolf abgezeichnet. Landwirte und Jäger blicken mit Spannung auf die am Donnerstag beginnende Umweltministerkonferenz in Münster. Beraten wird über einen Vorstoß von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) für einen leichteren Abschuss einzelner Wölfe, die Schafe und andere Nutztiere gerissen haben.

Dem Jagdverband in Brandenburg geht der Vorschlag nicht weit genug: Er beharrt darauf, die Wolfszahlen gezielt zu verringern - und fordert eine Obergrenze beim Wolfsbestand. Naturschutzverbände sehen darin keine Lösung, um Weidetier-Risse zu verhindern.

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) befürwortet den Vorschlag Lemkes, die am Freitag (13.00 Uhr) über die Ergebnisse des Bund-Länder-Treffens informieren will. Die meisten Wolfsrudel leben in Brandenburg (52), gefolgt von Niedersachsen (39) und Sachsen (38). (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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Nach Angriffen auf Schafe - Schweiz genehmigt Abschuss von 12 der 32 Wolfsrudel

Rund 300 Wölfe leben derzeit in der Schweiz – bald dürften es deutlich weniger sein. Nach Beschwerden von Landwirten hat die Umweltbehörde zahlreiche Tiere in fünf Kantonen zum Abschuss freigegeben.

28.11.2023

Nach wachsenden Beschwerden von Landwirten über getötete Nutztiere dürfen in der Schweiz sämtliche Wölfe von 12 der insgesamt 32 Rudel im Land abgeschossen werden. Das Bundesamt für Umwelt hat entsprechende Gesuche aus fünf Kantonen bewilligt. Bei sechs weiteren Rudeln dürfen zudem zwei Drittel der Jungwölfe getötet werden. Allein in den Kantonen mit den größten Populationen, Wallis und Graubünden, wurden damit fast 80 Tiere zum Abschuss freigegeben. Die Regelung gilt ab dem 1. Dezember.

Die Regierung will das Wachstum des Wolfsbestandes stark bremsen. Zu dem Zweck wurde die Jagdverordnung angepasst. Seit dem 1. November können Wölfe auch vorbeugend geschossen werden, ohne zuvor Nutztiere gerissen zu haben oder Menschen gefährlich nahe gekommen zu sein. Die Jagdzeit dauert jeweils von  September bis Ende Januar.   (weiterlesen)

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Jagd auf den Wolf ist Auslöser - Angesägte Hochsitze, Nägel im Reifen - Tierschützer stellen Jägern tödliche Fallen

Wenn es in einem Gebiet zu viele Wölfe gibt, werden sie zum Abschuss freigegeben. Doch das ruft Tierschützer auf den Plan. Die greifen mittlerweile zu militanten Mitteln. Ein Jäger berichtet von den perfiden Methoden.

Die steigende Anzahl von Wölfen in Deutschland stellt Jäger vor eine große Herausforderung. Denn Nutztierhalter melden Verluste von ganzen Herden durch Wolfsangriffe. Allein im letzten Jahr waren es mehr als 4000 Tiere, weshalb es bereits „Entnahmegenehmigungen“ für das Raubtier gibt, zum Beispiel in Sachsen im Landkreis Bautzen. Christian Lessina und viele andere Jäger finden jedoch das Schießen auf Wölfe zu riskant und drücken daher nicht mehr ab: "Weil die Jäger natürlich auch bedroht werden. Darum haben die meisten Jäger Angst.“

Züchter verliert in acht Wochen 150 Schafe (weiterlesen)

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Diskussion um den Wolf: Die Landmenschen mit einem hohen Anteil an Wolfsgegnern haben eine andere Einstellung zu Besitz und Eigentum als der Städter

Die unversöhnlichen Positionen zwischen Wolfsbefürwortern und Wolfsgegnern haben ihre Ursachen nicht nur in der Naturentfremdung der Städter. Auf dem Land hat sich eine weitestgehend verantwortungsvolle Einstellung zu Besitz und Eigentum erhalten, die in der Stadt weitestgehend verschwunden ist.

Seit 14 Jahren lebe ich nun auf dem Land und seit einigen Jahren lebe ich in einer Gegend, die einen „Abgeschiedenheitsrekord“ in Deutschland hält: Egal, in welche Richtung ich fahre, es sind deutlich über 60 Kilometer bis zur nächsten Autobahnauffahrt. Mehr Landleben geht nicht!
Und natürlich ist hier der Wolf allgegenwärtig. Wenn der letzte Spaziergang am späten Abend mit den Hunden durchs Dorf gemacht wird, kommen sie an die Leine. Nicht wegen des Wolfes, aber das Damwild verbringt die Nächte am liebten im Dorf, weil es dort (noch) vor den Wolfsrudeln, die es hier gleich mehrfach gibt, sicher ist und hier des Nachts einige Stunden in Ruhe äsen kann.

War ich vor einiger Zeit noch der Meinung, dass es vor allem die Naturentfremdung der Städter ist, die für das Propagieren des uneingeschränkten Schutzes der Wölfe ursächlich verantwortlich ist, bin ich seit einiger Zeit ganz anderer Meinung.   (weiterlesen)

 

 Foto: Wikipedia

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Gesammelte anonyme Erfahrungsberichte vom Wolf

Darf frei verwendet werden! Schickt es an die Stellen, die es angeht, wie Politik und Verwaltung, oder einfach ausdrucken (Anleitung am Anfang!) und als Heft auslegen oder auf Veranstaltungen verteilen!
Danke nochmal an alle, die uns ihre Erfahrungen zugesendet haben! Das soll gleichzeitig nochmal ein Aufruf sein, weiter Berichte zu schicken!

Das PDF wird ständig aktualisiert!

Markus Wipperfürth   (weiterlesen)

 

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Altes Handwerk: Büchsenmacher in Suhl und Zella-Mehlis

17.11.2023

In der Region um Suhl und Zella-Mehlis wird das Büchsenmacher- und Graveurhandwerk seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Nun soll das Handwerk wieder allgemein bekannter werden.   (Video ansehen)

 

 

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Bundesumweltministerium bestätigt Falschaussage von Ministerin Steffi Lemke zum Wolf

Umweltministerin Lemke hatte kürzlich davor gewarnt, eine Herabstufung des Wolfs in der FFH-Richtlinie mit einer Lockerung der Abschussregelung gleichzusetzen. Das fordert nur gar keiner.

Mo., 13. November 2023

Am 12. Oktober 2023 hatte Bundesumweltministerin Steffi Lemke vor der Bundespressekonferenz ihre Vorschläge an die Bundesländer zum Umgang mit Wölfen erläutert. Zur Forderung vieler Weidetierhalter, angesichts der stark angestiegen Zahl an Wölfen in Deutschland, den europäischen Schutzstatus der Wölfe zu lockern, hatte die Bundesministerin folgendes ausgeführt:

“Wenn man den Wolf innerhalb der Schutzverordnung von einem Anhang in einen anderen umstuft, hat das in der Praxis keine Veränderung zur Folge. Der Wolf wäre immer noch eine geschützte Art und es wäre immer noch eine Einzelfallgenehmigung notwendig, kein anlassloses Abschießen einfach möglich. Daran würde sich nichts ändern.”

Der für die Weidetierhaltung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Jürgen Thies fragte daraufhin schriftlich die Bundesregierung, aus welcher Vorschrift des Artenschutzrechtes sich diese Äußerung der Bundesministerin Lemke ableiten lasse (Frage 10/188).    (weiterlesen)

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DJV-Preise für gelungene Online-Auftritte

Der Deutsche Jagdverband (DJV) vergibt im Jahr 2024 einen Preis für herausragende Online-Auftritte von Jägerschaften unter dem Dach der LJV, die im DJV vereint sind. Zudem gibt es den DJV-Sonderpreis "Social Media 2024" für Jägerinnen und Jäger, die einen privaten Kanal auf Facebook, Instagram oder YouTube betreiben.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) vergibt im Jahr 2024 einen Preis für herausragende Online-Auftritte von Jägerschaften unter dem Dach der LJV, die im DJV vereint sind.

Für vorbildliche Online-Auftritte vergibt der DJV Preise.Für vorbildliche Online-Auftritte vergibt der DJV Preise. (Quelle: Hennefarth/DJV)
Insgesamt gibt es ein Preisgeld von 12.500 Euro. Der Preis wurde 2023 auf dem Bundesjägertag in Fulda angekündigt und soll 2024 auf dem Bundesjägertag in Mainz vergeben werden. Der erste Platz wird mit 5.000 Euro prämiert, der zweite mit 3.000 Euro und der dritte Platz mit 1.000 Euro. Platz 4 bis 10 Plätze gibt es ein einheitliches Preisgeld von 500 Euro. (weiterlesen)

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