Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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ASP: Seuche lodert immer wieder auf
WARSCHAU Die Kurve bei den Neuinfektionen mit Afrikanischer Schweinepest in Polen flacht nicht ab. Allein in der vergangenen Woche gab es 50 neue Funde.
Entgegen anderslautenden Erwartungen ist die Kurve bei den Neuinfektionen mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen bislang nicht abgeflacht. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte allein in der vergangenen Woche 50 neue Funde von Wildschweinen, die an der Seuche verendet sind. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 2.537 neue Fälle registriert, was deutlich über der betreffenden Zahl im Vorjahreszeitraum liegt. (weiterlesen)

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Wälder der Zukunft im globalen Wandel
Der Wald ist weltweit großen Belastungen ausgesetzt. Klimatische Extreme wie Hitze und Dürre setzen ihm zu. Eine im Fachmagazin Science erschienene Studie mit Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) ist der Frage nachgegangen, wie der globale Wandel Wälder in Zukunft verändern könnte. Die Forscherinnen und Forscher zeigen die mögliche Entwicklung des Waldes auf und liefern damit eine wichtige Grundlage für Waldpolitik und Waldbewirtschaftung.
Die beiden Hitzesommer 2018 und 2019 haben Mitteleuropas Wäldern massiv zugesetzt. Alleine in Deutschland kam es in diesen beiden Jahren zum Absterben von mehr als 200.000 ha Wald, was annähernd der Fläche des Saarlandes entspricht. In Australien gab es in den vergangenen Monaten Waldbrände ungeahnten Ausmaßes und auch im Amazonas standen große Waldflächen in Flammen. Und doch zeugen manche Satellitendaten und Modellrechnungen von einem Ergrünen des Planeten, dem „global greening“. Gleichzeitig zeigen Langzeitbeobachtungen, dass Bäume – nicht zuletzt aufgrund des steigenden CO2-Gehaltes in der Atmosphäre und kürzerer Winter – vor allem auch in Mitteleuropa heute besser wachsen als noch vor einigen Jahrzehnten. Wie wird also der Wald der Zukunft aussehen? (weiterlesen)

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Ein Zwischenruf für Wald und Wild
Drei Professoren warnen die Politik vor dem Allmachtanspruch der Forstwirtschaft
Die Gesellschaft für Jagd- und Wildtierforschung warnt die Bundesregierung in einem offenen Brief: Beim Versuch, den Wald durch die Klima-Krise zu retten, dürfen die Wildtiere nicht auf der Strecke bleiben. Nicht nur Jäger sind gespannt, wie Öko-Förster auf den Zwischenruf namhafter Biologen reagieren.
Gegen so manche Forst-Experten ist der Vatikan ein Musterbeispiel offener Debattenkultur. Wir erleben das bei jedem kritischen Beitrag zum Thema „Wald und Wild“: Immer die gleichen Namen. Immer die gleichen Kraftworte. Aber nur höchst selten Argumente.
Wer es wagt, am Elfenbeinturm der vermeintlich „reinen Lehre“ zu kratzen, hat aus solcher Sicht bestenfalls keine Ahnung. Ganz Schneidige rufen nach dem Staatsanwalt - als gäbe es den Tatbestand forstlicher Majestätsbeleidigung. Oder gar Päpsten gleiche Unfehlbarkeit. (weiterlesen)

Hirsch im Wald (Foto: StockSnap)
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Modell-Projekt zur Ausbreitung der Luchse in Deutschland
Warum breitet sich der Luchs in Deutschland nur sehr langsam aus? Dieser Frage geht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Thüringen seit dem 27. Mai gemeinsam mit den Universitäten Göttingen und Freiburg nach. Im BUND Wildkatzendorf Hütscheroda stellten die Partner dazu ihr neues Projekt zur „Ausbreitung des Luchses in Mitteldeutschland“ vor.
Europas größte Raubkatze war einst großflächig in Deutschland verbreitet. Unterstützt durch Wiederansiedlungsprojekte kehrt sie heute allmählich in ihre Heimat zurück. Dennoch breitet sich der Luchs derzeit nur sehr langsam aus. Mögliche Ursachen dafür wollen die Projektpartner nun gemeinsam erforschen. Dabei arbeiten sie eng mit ThüringenForst sowie privaten Waldbesitzern und Jägern zusammen. Gefördert wird das Modell-Projekt durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.
Dem Luchs auf der Spur (weiterlesen)
Foto: Wikipedia
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Wildnis in Deutschland
Deutschland ist eine der mächtigsten Industrienationen der Erde. Nahezu jeder Quadratmeter des Landes wurde umgegraben oder bebaut. Wie viel Raum bleibt da für Wildnis?
Zwischen Autobahnen, Siedlungen und Agrarflächen ist für ursprüngliche Natur kaum noch Platz. Dennoch hat sich die Bundesregierung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt – bis 2020 soll auf zwei Prozent der Landesfläche wieder Wildnis entstehen. Wie kann das gelingen?
Die häufigste natürliche Vegetationsform Mitteleuropas ist Wald. . Und den gibt es reichlich in Deutschland. Noch immer ist rund ein Drittel des Landes mit Wald bedeckt. Davon sind jedoch nur kleine Bereiche ökologisch wertvoll, denn bei uns überwiegen Wirtschaftswälder zur Holzproduktion. (Video ansehen)

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Renaturierung in Europa
Dass zahlreiche verdrängte Wildtierarten nach Europa zurückkehren, ist seit den 1950er Jahren zu beobachten. Nun haben Wissenschaftler beschlossen, diese Entwicklung noch weiter zu beschleunigen. Das Ziel: die Schaffung neuer wilder Regionen. Die Methode: das »Rewilding«, das im Wesentlichen darauf beruht, Großtiere wie Bisons oder Bären in Europa wieder heimisch werden zu lassen.
Wie auf den anderen Kontinenten macht sich der aktuelle Schwund der Biodiversität auch in Europa bemerkbar. Die Populationen zahlreicher Landtiere, Fische, Amphibien, Insekten und Pflanzen gehen beträchtlich zurück. Doch seit den 1950er Jahren ermöglichen diverse Naturschutzinitiativen die Rückkehr bestimmter Großwildarten. Derzeit leben 17 000 Bären in 22 europäischen Ländern, und in Europa gibt es mittlerweile doppelt so viele Wölfe wie in den Vereinigten Staaten. (Video ansehen)
Rewildinggebiet Photo: https://blog.fuertehoteles.com/de/nachhaltigkeit/ruckkehr-wildnis-rewilding/
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Jagdhundeausbildung im Wandel der Zeit - Nur der Erfolg darf zählen!
Man stelle sich beispielhaft folgende reale Jagdszenen vor:
Hasenjagd: Mein Hund steht bilderbuchmässig vor, ich eile schußbereit herbei, mein Hund zieht nach, der Hase hält dem Druck nicht mehr stand und geht hochflüchtig ab. Mein Hund hetzt sogleich hinterher. Ein Schuss von mir würde nicht nur den Hasen, sondern auch den Hund in Gefahr bringen, unterbleibt also, dafür versuche ich meinen Hund mit einem Trillerpfiff vergeblich zu stoppen. Mein Hund kommt letztlich nach ellenlangen fünf Minuten von seiner Hatz zurück und hat einen Großteil seiner für unsere gemeinsame Jagd nötige Energie verpulvert.
Entenjagd: Eine schwer krank geschossene Ente fällt nicht sichtig für meinen Hund ins gegenüberliegende Schilf. Ich schnalle meinen Hund und freue mich, ihn reizlos übers Wasser zur Nachsuche schicken zu können. Am Schilf angekommen wittert er schnell die Ente und macht seinen triebgesteuerten Job bestens, schwimmt mit der Ente im Fang zurück und steigt aus dem Wasser. Bevor ich sie ihm allerdings abnehmen kann, läßt er sie fallen um sich zu schütteln. So schnell konnten wir beide nicht reagieren, war die schwer gezeichnete Ente wieder ins Wasser entflohen und abgetaucht. Wir haben sie nicht mehr bekommen und mußten sie letztlich ihrem wohl elendigen Schicksal überlassen.
Wer jagt, braucht im ersten Beispiel einen Hund um überhaupt jagbares Wild aufzuspüren. Wer jagt, der muss aber auch immer mit dem Risiko leben, doch mal einen nicht tödlichen Schuss anzubringen und benötigt dann einen Hund, der wie im zweiten Fall die Kohlen aus dem Feuer holen sollte bei der Nachsuche. Zusammengefaßt wird dies gerne mit dem Sprichwort "Jagd ohne Hund ist Schund" ausgedrückt. (weiterlesen)

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Jagdschule in Frauenhand
Cornelia Weiß leitet eine Jagdschule in Osnabrück. Dabei hatte die 28-Jährige, die der Nationalmannschaft im Wurfscheibenschießen angehörte, ein anderes Ziel: Sie wollte Bundestrainerin werden. Doch es kam alles anders.
"Kommen Sie doch mit hinein.“ Cornelia Weiß schließt die Tür des Fachwerkhauses auf. Nachdem wir einen kleinen Flur durchquert haben, sind wir auf der Deele und damit in dem Raum, in dem sie seit dem 1. Juni 2019 bereits knapp 100 Interessierte auf die Jägerprüfung vorbereitet hat. Denn Cornelia Weiß ist Leiterin einer Jagdschule. Bundesweit gibt es zwei bis drei Frauen in dieser Position. Und die 28-Jährige ist womöglich die einzige, die zudem auch die Anwärter unterrichtet.
Aus der „Waffenstadt“ Suhl
Dass es dazu kam, ist dem Zufall geschuldet, erzählt sie. Vielleicht aber doch nicht so ganz, denn gebürtig stammt die schlanke Frau aus der „Waffenstadt“ Suhl im Thüringer Wald, der Stadt der Büchsenmacher. (weiterlesen)

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Bonner Jägertag 2020 abgesagt
Der ursprünglich für den 8. September 2020 geplante 43. Bonner Jägertag ist angesichts der Situation rund um die Covid 19-Pandemie abgesagt worden.
Eine Verschiebung der Veranstaltung noch in diesem Jahr, d. h. eine Verschiebung in die Jagdzeit, kommt für den Bonner Jägertag als Begegnung zwischen Wissenschaft und Praxis nicht in Frage. Geplant ist, den 43. Bonner Jägertag im Jahr 2021 im bewährten Zeitfenster im ersten Septemberdrittel zu veranstalten. Darüber wird frühzeitig auf www.fostpraxis.de informiert. (weiterlesen)

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Die Schalenwildbekämpfer müssen umdenken
Warum die Kampagnen gegen Hirsch, Reh und Gams den Wald nicht retten
Es soll ja noch immer Jäger geben, die den Klimawandel unter Fakenews abtun. Obwohl ihnen die Veränderung im Revier auf Schritt und Tritt begegnet. Und es gibt jede Menge Forstexperten, die ihre offenkundige Ohnmacht gegen Hitze und Trockenheit verbergen wollen, indem sie immer schärferer Bejagung unseres Schalenwilds verlangen. Den Wald, das Klima und das Wild werden beide Gruppen nicht retten.
Noch im vergangenen Jahr lösten Hinweise auf das Buchensterben in nahezu allen deutschen Regionen bei einem Teil der Forstpartie Schnappatmung aus. Auf dem Prüfstand der Realität stand plötzlich auch die Heilsleere, dass höhere Laubholz-Anteile den Wald retten werden.
Heuer wird schon im Frühsommer klar: Ohne ausreichende Niederschläge ist auch die Forstwissenschaft mit ihrem Latein am Ende. Und die lauten Rufe nach milliardenschweren Hilfsprogrammen für den Waldumbau werden längerfristig wohl nicht die Zweifel übertönen, ob forstliche Rezepte genügen, um das globale Drama wenigstens am grünen Holz zu stoppen.(weiterlesen)


