Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Mehr Tierschutz auf Straßen per App
Tag der Verkehrssicherheit: DJV ruft Autofahrer auf, über das Tierfund-Kataster Wildunfälle zu melden. Erstmals werden Kollisionen systematisch erfasst. Wissenschaftler werten die Daten aus. Mehr als 69.000 Tierfunde sind bereits erfasst.
Alle zweieinhalb Minuten passiert in Deutschland ein Wildunfall. Der Ort des Geschehens? Bisher oft unbekannt. Das Tierfund-Kataster ermöglicht erstmals eine bundesweit einheitliche und standortsgenaue Erfassung von Wildunfällen und anderen Totfunden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit (20. Juni), Tierfunde an Straßen von unterwegs mit der App des Tierfund-Katasters zu melden. Verkehrswege können so sicherer für Mensch und Tier gestaltet werden. (weiterlesen)

Das Tierfund-Kataster hilft, Wildunschwerpunkte zu ermitteln und diese zu entschärfen. (Quelle: Kapuhs/DJV)
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Repetierer: Verschluss-Systeme
von Norbert Klups
Herzstück jeder Repetierbüchse ist das System. Daher ist es kein Wunder, dass hier technisch die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen zu finden sind. Grundsätzlich sind diese Systeme in 3 große Gruppen einzuteilen, die sich aus der Handhabung ergeben:
- Kammerverschluss-Repetierer,einschließlich Geradezug-Repetierer
- Unterhebel-Repetierer
- Vorderschaft-Repetierer
Kammerverschluss-Repetierer
Bei dieser Bauart wird der Verschluss über einen Kammerstengel bedient, der sich an der rechten Seite des Verschlusses befindet und mit dem der Verschluss-Zylinder nach hinten gezogen wird. Für Linkshänder gibt es auch Links-Systeme, bei denen sich der Kammerstengel dann an der linken Seite befindet und die nach rechts auswerfen. Der Verschluss-Zylinder nimmt die Verriegelungselemente, den Schlagbolzen, die Schlagbolzenfeder, den Auszieher sowie bei manchen Konstruktionen auch den Ausstoßer auf. An seinem hinteren Ende ist das Schlösschen angesetzt. Die Verriegelung erfolgt entweder in der vorderen oder hinteren Hülsenbrücke oder direkt im Lauf. Verriegelt wird meist über Verriegelungswarzen, aber es gibt auch Verschlüsse, die über Stutzklappen verriegeln (Sauer 80 und 90), über Kugellagerkugeln wie die Heym SR 30 oder über Spreizkrallen wie der Radialbund-Verschluss von Blaser R 93 und R 8. Bei herkömmlicher Bauart muss der Kammerstengel zunächst angehoben werden, um die Verriegelung aufzuheben, bevor die Kammer sich nach hinten bewegen lässt. Bei den Systemen mit Geradezug-Verschluss ist das nicht notwendig, sie können direkt zurückgezogen werden. (weiterlesen)

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ZDF-Doku "Großwildjagd im Ausland": Jagdverbände äußern Kritik
CIC und DJV reagieren mit einem Faktencheck auf eine Dokumentation der Frontal21-Redaktion über Jagdreisen von deutschen Jägern nach Afrika.
Ein ZDF-Beitrag des Investigativ-Formats "Frontal21" berichtet über deutsche Jäger auf Großwildjagd in Afrika. Um beim Zuschauer für Aufmerksamkeit zu sorgen, nutzt das Format fragwürdige Jagdszenen aus dem Internet. Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) stellen fest: Der Beitrag zeichnet ein verzerrtes Bild der Auslandsjagd und ihres Beitrages zum weltweiten Artenschutz.
Die ZDF-Richtlinien sehen unter anderem den „vorbehaltlosen Willen zur Wahrhaftigkeit und zur Sachlichkeit“ vor: Der Beitrag "Deutsche auf Trophäenjagd“ von „Frontal21“ nutzt allerdings Jagdszenen und sogenannte "Erlegerfotos" US-amerikanischer Kunden in Südafrika. (weiterlesen)

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Illegale Waffengeschäfte - Behörden sichern Millionen bei Sig Sauer
Eckernförde - Durchsuchung bei Sig Sauer: Der Waffenhersteller in Eckernförde hat am Dienstag Besuch von Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll bekommen. Die Behörden stellten Vermögenswerte in Höhe von 7,4 Millionen Euro sicher.
Hintergrund der Maßnahme ist die Ankündigung des Unternehmens, den deutschen Produktionsstandort zum Jahresende zu schließen. Dabei ist Sig Sauer dem deutschen Staat noch einiges schuldig.
Illegale Waffengeschäfte: Drei Manager verurteilt (weiterlesen)

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Bienenstrom: Blumen statt Mais
Einige Energieversorger fördern den Anbau insektenfreundlicher Pflanzen wie Klee, Kornblume oder Koriander. Ist das mehr als ein Marketinggag?
Maisfelder zu Wildpflanzen - das ist die Idee verschiedener Projekte, die etwas für Bienen und andere bedrohte Insekten tun wollen. Unter dem Namen "Bunte Biomasse" fördern die Deutsche Wildtier Stiftung, der Deutsche Jagdverband und die Veolia Stiftung seit 2019 den Anbau von Wildpflanzen, die nach der Ernte in Biogasanlagen zu Biogas verarbeitet werden. Pro Hektar erhalten Landwirte 250 Euro für die Umstellung weg vom Mais - ein finanzieller Ausgleich dafür, dass der Energieertrag von Wildpflanzen nur bei etwa 65 Prozent des Ertrages von Mais liegt. "In sehr trockenen Sommern erreicht man mit Wildpflanzen unter dem Strich fast die Gasausbeute wie bei Mais, da sie mit dem Klimawandel besser zurechtkommen und ihre Ernte besser ausfällt", sagt Christian Kemnade, Leiter des Kooperationsprojektes Bunte Biomasse bei der Deutschen Wildtier Stiftung. (weiterlesen)
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Zum Abschuss frei: Wolf im Großarltal darf getötet werden
"Problem-Tier" soll 24 Schafe gerissen haben
Jener Wolf, der im Vorjahr im Pongau 24 Schafe gerissen haben soll, darf abgeschossen werden. Das geht aus einem Bescheid der Bezirkshauptmannschaft St. Johann hervor.
Großarl: Vor fast genau einem Jahr hat die Agrargemeinschaft Tofernalm in Großarl (Pongau) den Antrag auf Entnahme eines Wolfes gestellt (wir haben berichtet). Im Zeitraum zwischen 24. Juni und 15. Juli 2019 wurden insgesamt 24 Schafe getötet, zudem wurden vier verletzte und elf vermisste Schafe auf der Alm festgestellt. Nun hat die Bezirkshauptmannschaft St. Johann die jagdrechtliche Bewilligung zur Entnahme erteilt. Das Tier wird demnach zum Abschuss freigegeben. Die Jagd beginnt allerdings noch nicht. Der Bescheid kann innerhalb einer Frist von vier Wochen beeinsprucht werden.
Herdenschutzmaßnahmen "nicht durchführbar" (weiterlesen)

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Afrikanische Schweinepest: ASP-Ausbruch in Hinterhofhaltung in Westpolen
In der Schweinehochburg Großpolen wurde der ASP-Erreger jetzt in einer Hinterhofhaltung mit 17 Schweinen nachgewiesen.
Polen meldet einen neuen ASP-Ausbruch bei Hausschweinen in Westpolen. Betroffen ist eine Hinterhofhaltung mit 17 Schweinen in der Gemeinde Ratowice in der Nähe von Lipno in der Provinz Großpolen. Das Dorf liegt 21 km östlich von den nächstgelegenen ASP-Funden bei Wildschweinen und etwa 125 km Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt, meldet das Onlineportal Pig Progress. Alle Tiere des Betriebes wurden auf behördliche Anordnung gekeult.
Vierter ASP-Fund bei Hausschweinen in diesem Jahr
Insgesamt handelt es sich um den vierten ASP-Fund bei Hausschweinen in Polen in diesem Jahr. Anfang 2020 wurde das Virus bereits in zwei kommerziellen Schweinehaltungen in Westpolen und in einem kleineren Betrieb im Osten Polens an der Grenze zu Weißrussland nachgewiesen. (weiterlesen)

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Mehr Fachkräfte für mehr Artenvielfalt
Neues Projekt "Kennart" bildet Expertinnen und Experten für die Artenvielfalt aus
Mai- oder Junikäfer? Großer oder Kleiner Fuchs? Nicht nur die biologische Vielfalt schwindet, auch die Zahl derjenigen, die Artengenau bestimmen können, nimmt seit Jahren ab. Das ist problematisch – auch für wichtige Naturschutzaufgaben. Das neue Projekt „KennArt – Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkenner*innen“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll dazu beitragen, dass zukünftig wieder mehr Fachleute in Sachen Artenkenntnis für den Naturschutz unterwegs sind. Das gemeinsame Projekt der Naturschutzstation Münsterland und der Westfälischen Wilhelms-Universität wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert. (weiterlesen)

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Antijagdtraining“ versus „Gehorsam am Wild“
Beim Einarbeiten des Rückrufs bei Anblick von flüchtendem Wild stoßen auch erfahrene Hundetrainer an ihre Grenzen
Der Begriff "Anti-Jagd-Training" wird dem Jagdhund nicht gerecht
Immer wieder kommt die Diskussion beim Jagdhundetraining -vor allem bei Nichtjägern- auf das Thema "Anti-Jagd-Training". Für mich ist die Begrifflichkeit „Anti-Jagd-Training“ falsch, weil man dem Hund das Jagen nicht abtrainieren kann, dem Hund aber sehr wohl Gehorsam am Wild beibringen kann, weshalb das Training richtigerweise "Gehorsam am Wild" heißen muss.
Der Grundgehorsam
Zunächst muss man wissen, dass man jagdtriebigen Hunden beim dem "Gehorsam am Wild" vorgeschalteten Rückruftraining nur einen sehr kurzen Aktionsradius einräumen darf. Hier werden die ersten Fehler begangen bzw. schleichen sich Nachlässigkieten ein, die sich später bitter rächen. Weiß ich um die Jagdtriebigkeit des Hundes, so sollte die „grüne Zone“, in der sich der Hund bewegen darf, anfangs 5 Meter nicht überschreiten, damit ich jederzeit beim Anblick von Wild auf den Hund einwirken kann. Der Brackengrundsatz „halte Deine Bracke kurz, weit wird sie von alleine“ habe ich mittlerweile auf alle Jagdhunde ausgedehnt und beherzige ihn beim Aufbau des Rückrufes bei allen Hunden, um beim Training "Gehorsam am Wild" nicht wieder von vorne anzufangen.
Der (Pawlowsche) Reflex, der die Hetze auslöst
Beim Einarbeiten des Gehorsams am Wild muss man wissen, dass es nicht das Wild ist, das den Jagdtrieb aktiviert, sondern der Fluchtreflex Desselbigen. Der russische Psychologe und Nobelpreisträger Iwan Pawlow läßt grüßen, denn nur durch die genaue Analyse des Reflexes ist eine Umkonditionierung überhaupt erst erfolgreich möglich. (weiterlesen)

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Afrikanische Schweinepest: Nigeria schwer getroffen, 6.285 Fälle in Europa
In Nigeria ist eine große Schweinefarm von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen, Europa meldet im 1. Halbjahr 2020 bald mehr ASP-Fälle als im gesamten Jahr 2019.
300.000 Schweine in Nigeria getötet
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt nicht zur Ruhe, in Lagos (Nigeria) sind rund 300.000 Hausschweine betroffen!
Der Betrieb in Lagos gehört zu einer der größten Genossenschaften im Land, dieser stellt für 3.000 Landwirte die Lebensgrundlage dar.
Zuletzt brach die tödliche Tierseuche 2008 aus
Ayo Omirin, Landwirt der Oke Aro-Farm, berichtet den iternationalen Medien, dass bereits gut 300.000 Schweine gekeult werden mussten.
Zuletzt brach die tödliche Tierseuche 2008 in dem Betrieb aus.
Europa meldet bald mehr ASP-Fälle als in 2019
Aber auch in Europa schreitet die ASP immer weiter vorran und es ist erst knapp die Hälfte des Jahres vorbei. (weiterlesen)



