Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Waldzustandsbericht: Dem Wald geht es schlechter als je zuvor
Patient Wald: Der aktuelle Zustandsbericht hat ergeben, dass Trockenheit, Hitze, Schädlinge und Schadstoffe den Bäumen in Deutschland im Jahr 2019 stärker zugesetzt haben denn je. Demnach zeigen vier von fünf Bäumen Schäden, jeder dritte Baum hat eine deutlich ausgedünnte Krone. Zudem sind so viele Bäume abgestorben wie seit gut 20 Jahren nicht mehr. Insgesamt sei der Kronenzustand noch nie so schlecht gewesen wie jetzt, so der Bericht.
Rund ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt, je nach Region dominieren dabei oft die Nadelbaumarten Fichte und Kiefer, aber auch Buchen und Eichen sind häufig. Wie es dem deutschen Wald geht, wird jedes Jahr im Sommer durch Begehungen bestimmter Testgebiete in ganz Deutschland ermittelt. Die Experten erfassen dabei das Alter und den Zustand der Bäume: Wie stark ist ihre Krone gelichtet? Sind sie noch grün oder schon abgestorben?
Kaum noch Bäume ohne Schäden (weiterlesen)

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Neuer Absatzmarkt für Wildbret
SPAR springt für die Gastronomie ein: Teil des Wildbret-Absatzes gesichert – Angebot und Nachfrage bestimmen Wildbretpreis
Ab 30. April 2020 bieten INTERSPAR-, EUROSPAR- und SPAR-Gourmet-Filialen in Niederösterreich, Wien und dem nördlichen Burgenland für einen Monat lang Wildbret aus den niederösterreichischen Revieren an. Den Anstoß dazu gab der NÖ Jagdverband. Die Belieferung von SPAR erfolgt durch Kriegler Wildspezialitäten. Damit sind künftig Ragout und Steak vom Reh und Rückensteaks vom Wildschwein in den Kühlregalen des Nahversorgers erhältlich.
SPAR übernimmt einen Teil der Gastronomie-Mengen, indem der Nahversorger zusätzlich zum üblichen Wild-Verkauf im Herbst jetzt auch den ganzen Mai niederösterreichisches Wildbret anbietet. Aufgrund dieses neuen Absatzmarktes übernehmen die großen Wildbret-Händler in Niederösterreich seit einigen Tagen wieder Wildbret. Sie holen das Wildfleisch ab, übernehmen die Portionierung, verpacken das Wildfleisch und liefern es an SPAR, wo dann der Verkauf erfolgt. (weiterlesen)

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Wildbret immer beliebter
Aktuelle Umfrage: 84 Prozent der Deutschen schätzen Wild. Corona-Krise erschwert Absatz, da Gastronomiebetriebe geschlossen bleiben. Unnötige Bürokratie verhindert zudem eine bessere Direktvermarktung - trotz Empfehlungen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe.
Wildbret ist als Lebensmittel immer beliebter bei den Deutschen: 84 Prozent halten es für gesund und natürlich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Im Jahr 1999 waren es lediglich 70 Prozent. 55 Prozent der Deutschen gaben jetzt an, mindestens ein Mal jährlich Wild zu essen. Die Corona-Krise erschwert allerdings derzeit den Absatz von heimischem Wildbret, da viele Gastronomiebetriebe geschlossen bleiben müssen. Gleichzeitig sollen Jäger mehr Rehe und Hirsche schießen, damit der Wald wachsen kann. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest sollen Jäger auch mehr Wildschweine erlegen. Der DJV fordert die Politik auf, die Bedingungen der Direktvermarktung zügig zu verbessern und bürokratische Hürden bundesweit abzubauen. (weiterlesen)

Wildbret ist als Lebensmittel immer beliebter bei den Deutschen (Quelle: Kapuhs/DJV)
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Der Jagdterrier, das etwas andere Rasseportrait
von Robert Hoffmann
Stellen Sie sich einmal vor, Sie betreten abends eine Bar. Ihre Laune ist blendend, Sie fühlen sich begehrenswert, attraktiv, charmant, voller Esprit. Sie schauen sich um und dann sehen Sie SIE. Die ultimative Traumfrau. (Leserinnen ersetzen das „Sie“ bitte durch „Ihn“) Sie zaubern Ihr bestes Lächeln ins Gesicht, laden sie zu einem Drink ein und Sekunden später verfallen Sie schlagartig aus Ihrem Hochgefühl in tiefste Depression. Denn Ihnen wird mit schonungsloser Nonchalance klar gemacht, dieses Top – Model mit zwei Doktortiteln spielt in einer ganz anderen Liga als Sie. Jeder Annäherungsversuch kann nur mit einer Katastrophe enden
Sie haben diese Katastrophe nie erlebt? Sie besuchen keine Bar, keine Diskothek? Kein Problem, dann verlieben Sie sich doch einfach in einen Jagdterrier. (weiterlesen)

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NI: Ausnahmeregelungen für Wolf-Abschuss mit europäischem Artenschutzrecht unvereinbar
Der Bundestag hat erweiterte Ausnahmeregelungen zum Abschuss von Wölfen beschlossen. Unter anderem wurde ein neuer Paragraf in das Bundesnaturschutzgesetz eingeführt (Paragraf 45 a BNatSchG), wonach eine Tötung auch dann möglich sei, wenn unklar ist, welcher Wolf genau beispielsweise eine Schafherde angegriffen hat.
Quirnbach. Im neuen IDUR Schnellbrief Nummer 219/2020 wird die Sichtweise der Naturschutzinitiative e.V. (NI) bestätigt. Die Änderungen sind mit dem europäischen Recht nicht vereinbar. Die Naturschutzinitiative wird bei einer Ausnahmegenehmigung Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht einreichen.
Tötung von streng geschützten Arten muss „letztes Mittel“ bleiben! Diese Regelung ist mit dem europäischen Naturschutzrecht nicht vereinbar. Nach Artikel 16 der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie der Europäischen Union darf es keine anderen als dort genannten Lösungen geben. (weiterlesen)
Foto: Wikipedia
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Jagen für die Mülltonne? Abnehmer für Wildbret dringend gesucht
Um die jungen Bäume zu schützen, müssen Rehe und Hirsche sofort geschossen werden. Doch wohin mit dem ganzen Fleisch? Durch die Schließung der Gaststätten ist es immer schwerer, einen Abnehmer für das Wildbret zu finden. Der Jagdverband dringt auf eine Lösung.
Die Jäger stecken in der Klemme: Sie sollen Rehe und Hirsche schießen, damit in den Wäldern die jungen Bäume wachsen können. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest müssen sie Wildschweine erlegen. Doch seitdem wegen der Corona-Pandemie die Gaststätten in Deutschland geschlossen sind, wird nur noch wenig Wildbret verkauft.
"Die Gastronomie ist der Hauptabnehmer in Deutschland", sagt der Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), Volker Böhning. Er ist auch Chef des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Parchim. Die Wildhändler nehmen bundesweit kaum noch etwas ab. Entweder sind ihre Kühlhäuser voll oder ihnen fehlt das Geld, um den Jägern das Wild zu bezahlen. (weiterlesen)

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Corona – und der auswärtige Jagdpächter
Die Pflichten eines außerhalb des Bundeslandes lebenden Jagdpächters werden durch das nur temporär geltende Einreiseverbot nicht oder nur geringfügig berührt.
Mit dieser Begründung hat das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern in dem hier vorliegenden Fall einen Antrag auf Außervollzugsetzung von § 4 Abs. 1 der Verordnung der Landesregierung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV‑2 in Mecklenburg-Vorpommern (SARS-CoV‑2 Bekämpfungsverordnung) abgelehnt. In § 4 Abs. 1 der Verordnung ist festgelegt, dass alle Reisen in das Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern untersagt sind, soweit die folgenden Absätze nichts anderes bestimmen. Der Antragsteller, der seinen Hauptwohnsitz außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern hat, begehrt die Außervollzugsetzung der Vorschrift, da er als Jagdpächter eines in Mecklenburg-Vorpommern gelegenen Jagdpachtbezirks einreisen möchte. (weiterlesen)

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DJV legt Forderungspapier zukunftsfähiger Waldbau vor
Der Entwurf einer Waldstrategie 2050 der Bundesregierung nimmt Form an: Wald vor Wild ist der Tenor. Sieben große Verbände aus Jagd und Wildtierschutz lehnen dies ab. DJV veröffentlicht ein Papier mit Kernforderungen zum Waldumbau.
Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat ein Forderungspapier für einen zukunftsfähigen Waldbau veröffentlicht. Darin positioniert sich der Dachverband der Jäger zum vorliegenden Entwurf eines Maßnahmenplanes "Wald vor Wild" in der Waldstrategie 2050. Dieser sieht eine generelle, radikale Wildreduktion als einzige Lösung vor, um den Waldumbau hin zu klimastabilen Wäldern zu gewährleisten. DJV und sechs weitere Verbände aus Jagd und Wildtierschutz lehnen den Entwurf vehement ab. Das DJV-Papier fordert unter anderem: waldbauliche und wildökologische Planung auf großer Fläche, Wildschäden neu bewerten, Jagdzeiten an Wildbiologie orientieren und mehr Personal in den Forstverwaltungen. Aktuelle Forschungsergebnisse aus Forstwirtschaft und Wildbiologie müssen in der Waldstrategie 2050 berücksichtigt werden. Die Herausforderung Waldumbau bedarf einer ergebnisoffenen Analyse. Ein Waldumbau allein mit dem Gewehr greift viel zu kurz und ist zum Scheitern verurteilt. (weiterlesen)

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Pilotstudie: Tiermediziner brauchen Hilfe von Jägern
Für eine Pilotstudie zum Phosphorgehalt bei Wildwiederkäuern werden Proben gesucht. Die Jägerschaft wird daher um Mithilfe gebeten.
Phosphor spielt bei Wiederkäuern wie Reh-, Rot- und Damwild in der Vormagenverdauung eine wichtige Rolle. Für eine Pilotstudie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) werden nun Jäger in Deutschland aufgerufen, erlegtes Wild zu beproben.
Jäger werden dringend um Unterstützung gebeten
Bei Wiederkäuern gibt es unterschiedliche Typen, die an bestimmte Nahrungsquellen angepasst sind und sich in der funktionellen Anatomie ihres Magen-Darm-Traktes unterscheiden. „Browser“-Spezien, wie z.B. das Rehwild, selektieren ihre Nahrung stärker auf energiereiche und leichter verdauliche Komponenten (z.B. Blätter und junge Triebe), „Grazer“ fressen hingegen hauptsächlich Gras und damit sehr faserreiches Material, welches intensiv wiedergekäut werden muss. Die meisten heimischen Wildwiederkäuer sind „Intermediate feeder“ und bewegen sich damit zwischen Grazer und Browser und können sich auf wechselnde Nahrungsgegebenheiten gut anpassen. (weiterlesen)

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Untersuchungen bestätigen NABU-Verdacht: Bakterium Suttonella ornithocola verursacht Blaumeisensterben
Gleich mehrere Ämter haben die Ursache für das Blaumeisensterben bestätigt: Es handelt sich um eine bakterielle Infektion, die bei Meisen eine Lungenentzündung hervorruft. Für Menschen und Haustiere ist der Erreger dagegen ungefährlich.
Der mysteriöse Krankheitserreger, der das aktuelle Meisensterben verursacht hat, ist identifiziert: Es handelt sich um das Bakterium Suttonella ornithocola, das bei betroffenen Vögeln vor allem eine Lungenentzündung verursacht. Die Identität des Erregers wurde gestern von mehreren Landesuntersuchungsämtern vermeldet. Damit bestätigt sich der Verdacht, den NABU-Expert*innen bereits seit einiger Zeit hegten. Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt und wurde erstmals aus Großbritannien beschrieben. (weiterlesen)


