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Jagd auf schwarzes Rehwild: Die Schwarzen Teufel von Bückeburg
Eine besondere Rarität stellt schwarzes Rehwild dar. Nur wenigen Jägern ist es vergönnt, es in freier Wildbahn erleben zu dürfen.
Wildmeister Matthias Meyer 30. JULI 2023
Schon nach den ersten noch sehr verhaltenen Fieptönen steht wie hingezaubert ein tiefschwarz gefärbtes Reh vor mir. Vom unerwartet schnellen Anblick ergriffen, dauert es ein bisschen, bis ich die Kamera für die ersten Aufnahmen startklar habe. Eine glänzend schwarze Geiß zieht langsam in Richtung meines Blattplatzes, den ich auf einem niedrigen offenen Hochsitz an einem Schneisenkreuz gewählt habe. Von hier aus sind nicht nur die mit Gras bewachsenen Sandwege einsehbar, sondern zum Teil auch die dicht bewachsenen Forstflächen. Hier sollen gleich drei schwarze Rehböcke ihren Einstand haben, versicherte mir mein Kollege, als er mich abgesetzt hatte. Endlich finde ich die Zeit, seiner schon seit vielen Jahren ausgesprochenen Einladung nachzukommen, die schwarzen Rehböcke im Schaumburger Forst bei Bückeburg zu erleben.
In historischer Jagdliteratur finden sich Hinweise, dass genau diese Gegend immer wieder als Wiege des schwarzen Rehwildes Erwähnung findet. Laut Aufzeichnungen gilt um das Jahr 1800 herum schwarzes Rehwild im Ottenser Forst im Kreis Grafschaft Schaumburg und in dem Waldgebiet Lucie im Kreis Lüchow-Dannenberg als nachgewiesen. Erst ab dem Jahr 1900 breitete es sich von dort lückenhaft allmählich über die ganze nordwestdeutsche Tiefebene bis in die angrenzenden östlichen Teile der Niederlande aus. Das Vorkommen ist dabei wohl nicht flächig, sondern nur sporadisch und mit wenigen geringen Anteilen an der gesamten Rehwildpopulation in der Region zu sehen. (weiterlesen)

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Schutzstatus könnte fallen - Von der Leyen zeigt sich offen für Jagd auf Wölfe
25.07.2023
Wölfe sind nach EU-Recht vor dem Abschuss geschützt, da sie als gefährdete Art gelten. Das könnte sich bald ändern. Die EU sammle Daten über die Population der Raubtiere, sagt die Kommissionspräsidentin. Falls es in einzelnen Regionen viele Wölfe gibt, könnten sie künftig gejagt werden.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich grundsätzlich offen für eine Absenkung des strengen Schutzstatus des Wolfes gezeigt. "Es ist richtig, dass die gefährdete Art geschützt werden muss. Aber wenn in bestimmten Regionen die Art nicht mehr gefährdet ist, müssen wir auch anders mit dem Wolf umgehen und ihn zum Beispiel bejagen", sagte sie nach einer gemeinsamen Sitzung mit dem bayerischen Kabinett in München. (weiterlesen)

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Keine Abschaffung der rotwildfreien und rotwildgeduldeten Gebiete
24. Juli 2023
Deutscher Bundestag nicht zuständig: AfD scheitert mit Antrag „Wildökologische Raumplanung beim Rotwild ermöglichen – Rotwildfreie Gebiete abschaffen“
Die Abschaffung der gesetzlich festgelegten rotwildfreien und rotwildgeduldeten Gebiete in den Bundesländern forderte die AfD-Bundestagsfraktion in ihrem Antrag (20/6917), den der Deutsche Bundestag in seiner 106. Sitzung am 25. Mai 2023 an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft zur federführenden Beratung sowie zur Mitberatung an den Haushaltsausschuss, den Verkehrsausschuss, den Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie den Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen überwiesen hatte (wir berichteten).
Mit dem Antrag der Fraktion der AfD sollte die Bundesregierung insbesondere aufgefordert werden,
1. im Rahmen der Novellierung des Bundeswaldgesetzes die wildökologische Raumplanung zu implementieren, um in den Regionalplänen der Bundesländer Landschaftsrahmenpläne wildgerecht anzupassen und im Bereich der Verkehrsplanung die wildökologische Raumplanung besser berücksichtigen zu können;
2. sich gemeinsam mit den Ländern dafür einzusetzen, die gesetzlich normierte Aufteilung der Länder in rotwildfreie und rotwildgeduldete Gebiete abzuschaffen, um einen gesunden Wildbestand zu erhalten und den genetischen Austausch bundesweit wieder zu ermöglichen;
3. gemeinsam mit den Ländern das bundesweite Rotwildmanagement fakten- und wissensbasiert sowie zeitgemäß umzusetzen.
Ergebnis: Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sowie alle mitberatenden Ausschüsse empfehlen, jeweils lediglich gegen die Stimmen der AfD dem Bundestag, den Antrag abzulehnen.
Zur Begründung: (weiterlesen)

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Jagdmöglichkeiten & Jagdreisen in Deutschland (2023)
Jagd liegt immer mehr im Trend: Deutschlandweit steigt die Anzahl an Jägern und insbesondere auch Jägerinnen stetig an, was grundsätzlich natürlich eine positive Entwicklung ist (vgl. Statista). Doch gerade für Jungjäger ist es hier oftmals schwer, nach bestandener Jägerprüfung eine Jagdmöglichkeit zu finden und vielleicht sogar das erste Stück Wild zu erlegen. Aus diesem Grund möchte ich im nachfolgenden Artikel einmal meine persönlichen Erfahrungen über die ersten drei Jagdjahre als Jäger schildern und erklären, welche Wege es hier insbesondere für Jungjäger gibt, eine Jagdgelegenheit zu finden und die Jagd auszuüben.
Wie finde ich eine Jagdmöglichkeit in Deutschland?
Solltest du bereits einen oder sogar mehrere Jäger in Familie und Bekanntenkreis haben und in einer ländlich geprägten Gegend mit viel Natur und Wald leben, wirst du es wahrscheinlich vergleichbar leicht haben, eine Jagdmöglichkeit zu finden. Gerade aber für Jungjäger, die durch Familie und Freunde noch keinen Jäger kennen und in einer Großstadt bzw. einem Ballungsgebiet wie Berlin oder dem Ruhrgebiet mit vielen Menschen sowie Jagdschulen und Hegeringen aber vergleichsweise wenig Wald leben, ist dies nicht immer leicht. Hier gibt es jedoch ebenfalls verschiedene Möglichkeiten an eine Jagdmöglichkeit zu gelangen, die im nachfolgenden Beitrag erklärt werden:
Inhaltsverzeichnis:
1. Jagdmöglichkeiten über Hegeringe
2. Jagdgelegenheiten über Landesforste und Verbände
3. Jagdmöglichkeiten über Jagdreisen und Jagdurlaube
4. Weitere Möglichkeiten
5. Fazit
Kreisjägerschaften und Hegeringe als Jagdmöglichkeit (weiterlesen)

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Erfolgreiche Blattjagd: Auswirkungen des Monds auf die Rehbrunft
Der Mond ist nicht nur verantwortlich für die Gezeiten, er hat zusammen mit Hitze auch Auswirkungen auf die Brunft und Blattjagd.
Christian Schätze
24. JULI 2023
Der Mond beeinflusst auch die Brunft des Rehwilds.
Haben Sie schon einmal vom Palolowurm gehört? Der bis zu 40 Zentimeter lange Ringler lebt zwischen Korallen im westlichen Pazifik und gilt bei den Einheimischen auf Samoa als echter Leckerbissen. Das Besondere an diesem grünlichen Meereswurm ist, dass er sich nur einmal im Jahr paart; und zwar genau ein bis drei Nächte vor Neumond. Wie das genau geschieht, wäre eine eigene Geschichte wert.
Als Mondanbeter gelten hingegen zahlreiche australische Korallen. Im Gegensatz zum Palolowurm kommen die Bewohner des Great Barrier Reefs im Frühjahr nur bei Vollmond richtig auf Touren. Unzählige Korallen schicken dann wie auf ein geheimes Kommando ihre Geschlechtszellen auf Reisen – ein Naturspektakel, das Jahr für Jahr Taucher aus aller Welt anzieht.
Rehböcke treiben bei Neumond auch tagsüber (weiterlesen)

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Drohnenförderung: Doppelt so viel Geld für die Kitzrettung
21. Juli 2023
Mähwerke gefährden im Frühjahr insbesondere junge Wildtiere. Der Bund hat nun die Fördergelder für Drohnen zur Kitzrettung erhöht.
Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Rehkitzrettung“ fördert unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung beim Mähen landwirtschaftlicher Flächen. Aufgrund des großen Interesses an der Fördermaßnahme hat das BMEL die Mittel nun von zwei Millionen auf 4,4 Millionen Euro aufgestockt. Das Förderprogramm richtet sich an jagdliche Vereine sowie Vereine zur Wildtier- beziehungsweise Rehkitzrettung. Diese haben bis zur Antragsfrist Ende Juni 2023 mehr als 1.100 Förderanträge gestellt. Mit der Aufstockung wolle das BMEL sicherstellen, dass alle Berechtigten eine Zuwendung erhalten können. Insgesamt 1.178 Drohnen mit jeweils bis zu 4.000 Euro wurden in den vergangenen zwei Jahren bereits mit Mitteln des Programms angeschafft.
Özdemir dankt allen an der Kitzrettung Beteiligten (weiterlesen)

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Abnormer Bock - Jagd in der Heide - Jägerbiwak
Die Bockjagd ist in vollem Gange und wir sind wieder zurück in der Lüneburger Heide. Immer wieder zieht es mich in diese traumhafte Landschaft. Dem Ansinnen nach die Kühltruhe zu füllen, genießen wir einen herrlichen Ansitz. Plötzlich zieht ein abnormer Bock auf. Ob es diesmal wieder geklappt hat seht ihr in diesem Video.
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Messe Dortmund: Undercover-Video aus Westfalenhallen zeigt verstörende Szenen
13.07.2023
Ein halbes Jahr nach der Messe „Jagd & Hund“ in den Westfalenhallen Dortmund ist ein Undercover-Video aufgetaucht. Stadt und Messe nehmen Stellung.
Dortmund – Eine der umstrittensten Messen in Dortmund kommt nicht zur Ruhe. Selbst ein halbes Jahr nach Ende der „Jagd & Hund“ 2023 gehen Tierschützer in die Offensive und üben Kritik. Italienische Undercover-Reporter haben jetzt ein Video (liegt RUHR24 vor) veröffentlicht, das verstörende Szenen zeigt.
Messe Dortmund: Undercover-Video von der Jagd & Hund in den Westfalenhallen aufgetaucht
Darin prahlen Aussteller der Messe damit, ihre Kinder an Gewehre zu lassen, um damit wild lebende Tiere zu erschießen. In einer Szene des Videos zeigt eine Frau ein Foto ihres achtjährigen Kindes, das einen erlegten Hirsch am Geweih fast, nachdem es das Tier erschossen haben soll. Die Personen kommen nicht aus Deutschland. (weiterlesen)

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Möglichkeiten für Abschuss von Problemwölfen besser nutzen
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, Möglichkeiten für den Abschuss von Problem-Wölfen stärker zu nutzen. Das bezieht sich auf solche Wölfe, die trotz Schutzmaßnahmen mit Zäunen Tiere reißen. Sie dürfen nach wiederholten Übergriffen abgeschossen werden.
Hohenleipisch (dpa/bb). Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, Möglichkeiten für den Abschuss von Problem-Wölfen stärker zu nutzen. Das bezieht sich auf solche Wölfe, die trotz Schutzmaßnahmen mit Zäunen Tiere reißen. Sie dürfen nach wiederholten Übergriffen abgeschossen werden.
In Brandenburg war bislang ein solcher Fall bekannt: Im März dieses Jahres wurde ein Wolf, der mindestens 76 Nutztiere gerissen haben soll, im Kreis Teltow-Fläming erlegt. (weiterlesen)

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Blutiger Almsommer: Wie umgehen mit Wolf und Bär?
Vom Waldviertel bis ins Montafon, vom nördlichen Oberösterreich bis ins südliche Kärnten: Die Angst vor dem Wolf geht um in Österreich. Das Raubtier ist zurück und rückt immer näher an Siedlungen heran. Das sorgt nicht nur für große Verunsicherung bei der Bevölkerung, sondern auch bei Urlaubern, die es im Sommer zum Wandern auf die Alm zieht.
Besonders betroffen sind die heimischen Landwirte: Fast 1.900 Schafe, Ziegen und sogar Rinder sind 2022 dem Wolf und anderen streng geschützten Räubern zum Opfer gefallen. Und die Politik reagiert. Immer mehr Bundesländer ermöglichen per Verordnung den schnellen Abschuss von so genannten „Risiko- und Schadwölfen“. Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn der Verwaltungsgerichtshof räumt in einer aktuellen Entscheidung Umweltschutz-NGOs das Recht ein, gegen solche Verordnungen Beschwerde einzulegen. (Video ansehen)


