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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Waffenbesitzer nicht anzutreffen: Kontrollen sorgen für Unmut

Waffenbesitzer sind häufig bei Kontrollen nicht anzutreffen. Das sorgt bei Politikern einer Partei für Unmut.

Sascha Numßen, Chefredakteur
14. MAI 2023

Jäger und Sportschützen müssen mit staatlichen Kontrollen der Räume rechnen, in denen Waffen und Munition lagern. In der Regel finden die Kontrollen ohne Ankündigung statt. Oft stehen die Kontrollorgane aber vor verschlossener Tür.

Im niedersächsischen Stade musste sich ein Jäger vor Gericht verantworten. Grund war seine Art der Waffenaufbewahrung.

Thüringen: Waffenbesitzer sind nicht zuhause

In Thüringen zum Beispiel habe es zwischen dem 1. April und dem 30. September 2022 rund 1.400 entsprechende Anläufe im Freistaat gegeben, aber in nur etwa 630 Fällen seien die Waffenbesitzer auch angetroffen worden. Ein ähnliches Bild gab es die Monate davor.

Kontrolle muss gestattet werden   (weiterlesen)

 

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Wölfe und Bären in Bayern – wie kann das funktionieren?

12.5.2023
Wölfe und Bären sind wieder da, und es werden mehr. Die neue bayerische Wolfsverordnung soll ein schnelleres Abschießen ermöglichen, die Debatte ist aufgeheizt. Wie gehen Bürger und Bauern in den verschiedenen Wolfsregionen mit dem Thema um?

Von   Anton Rauch

Der Landkreis Donaus-Ries meldet in nur 14 Tagen 27 gerissene Schafe. Für einige davon soll ein Hund verantwortlich sein, für andere gelten Wölfe zumindest als Hauptverdächtige. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Das Gleiche gilt für zwei gerissene Kälber in der Oberpfalz und in Oberbayern.

Zugleich beginnt jetzt die Weidesaison: An diesem Wochenende ist Almauftrieb am Königssee. Die Tierhalter in Bayern sind verunsichert, daran ändert auch die neue bayerische Wolfsverordnung nichts, mit der der Abschuss gefährlicher Wölfe leichter sein soll. Wir haben uns umgehört bei Landwirten und Schäfern in bayerischen Wolfsregionen.

Je näher die Wölfe in Bayern, desto mehr Unruhe
Seit im Landkreis Berchtesgaden und im Landkreis Traunstein Wölfe und auch mindestens ein Bär nachgewiesen worden sind, herrscht dort bei Almbauern Sorge: Wie soll es im Sommer weitergehen? Jungbauer Klaus Noichl aus dem oberbayerischen Grassau sagt, dass er sein Jungvieh "nur mit Bauchweh" auf die Almwiesen treibt. Denn Wölfe und Bären sind scheue, aber sehr mobile Tiere - und Bayern ist von Regionen umgeben, in denen es mehr Wölfe und Bären gibt.    (weiterlesen)

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Wolfsrudel reißt 39 Schafe: Erboste Landwirte fordern Abschuss - „Selbst Ponys getötet“

11.05.2023
Von: Patrick Mayer

In Deutschland nehmen Risse von Schafen und Rindern durch Wölfe offenbar drastisch zu. Landwirte fordern von der Umweltministerkonferenz deshalb eine neue Wolfspolitik.

München/Königswinter – Sie galten als so gut wie ausgestorben: Die Rede ist von Wölfen. Doch laut Europäischem Parlament ist auf dem Gebiet der Europäischen Union (EU) gegenwärtig mit bis zu 19.000 Wölfen zu rechnen.

Wölfe in Deutschland zum Abschuss freigeben? Landwirte aus dem Rheinland protestieren dafür
Polarisierend: Die Risse von Schafen und anderer Nutztiere nehmen in Deutschland seit Monaten wohl deutlich zu. Das sorgt für Zündstoff. An diesem Donnerstag (11. Mai) kommt die Umweltministerkonferenz in Königswinter unweit von Bonn zusammen, um über die Wolfsbestände zu beraten.   (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

 

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Jagdrecht: Urteil zur waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit

8.05.2023

Im Beschluss 1 B 85/23 vom 16.02.2023 befasste sich die 1. Kammer des Verwaltungsgericht Stade mit dem Begriff der Zuverlässigkeit aus § 5 WaffG sowie mit der Frage, wie ein „Umweg“ zu definieren ist, wann dieser im waffenrechtlichen Sinne noch unerheblich ist.

Was war passiert?

Das Gericht hatte über den Antrag eines Jägers auf einstweiligen Rechtsschutz zu entscheiden. Der Antragssteller war Pächter eines Jagdgebiets. Er verfügte unter anderem über einen Jagdschein, einen kleinen Waffenschein, mehrere Waffenbesitzkarten sowie eine Sammelwaffenbesitzkarte.

Eines Morgens im September 2022 führte der Antragssteller eine Fallenkontrolle durch. Dabei führte er einen ungeladenen Revolver mit sich. Nach der Kontrolle entschied der Antragssteller sich, zu seinem Augenarzt zu fahren, um ein Rezept abzuholen, obwohl die Arztpraxis nicht auf direktem Weg vom Jagdgebiet zu seinem Wohnort lag. Da der Augenarzt um diese Uhrzeit noch gar nicht geöffnet hatte, fuhr der Antragssteller noch ein wenig weiter zu einem Bäcker, um dort die Wartezeit von etwa 30 Minuten zu überbrücken. Er verstaute den Revolver in einem Rucksack, legte diesen hinter den Fahrersitz auf den Boden und bedeckte ihn mit einer Decke. Nachdem er ausgestiegen war, verspürte der Antragssteller Schmerzen, die auf einen Schlaganfall hindeuteten. Er begab sich zurück zum Auto und wählte den Notruf. Nachdem dieser angekommen war, machte er einen Sanitäter auf den Revolver aufmerksam und bat ihn, diesen der Polizei zu übergeben. Der Revolver wurde jedoch mit in das Krankenhaus verbracht, wo ihn die Polizei entgegennahm.

Im Dezember 2022 erklärte die zuständige Behörde, nach Anhörung des Antragsstellers, schließlich den Jagdschein für ungültig und ordnete neben der Einziehung des Scheins auch die sofortige Vollziehbarkeit an. Der Antragssteller habe sich als unzuverlässig herausgestellt, nachdem er gegen § 36 WaffG in Verbindung mit § 13 AWaffV verstoßen habe. Er habe die Waffe nicht ausreichend gegen Abhandenkommen oder unbefugte Ansichnahme gesichert. (weiterlesen)

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Wolfsverordnung: So dürfen in Bayern Wölfe geschossen werden

Isegrim geht es in Bayern nach einem Vorstoß von Markus Söder an den Kragen. Allerdings: Die Verordnung ist kein Blankoscheck.

8. MAI 2023

Der Blick aufs Papier macht es deutlich: Die bayerische Staatsregierung hat einen großen Wurf beim Wolfsmanagement gemacht. Seit dem 1. Mai gilt die neue Verordnung, mit der man Wölfen und auch Fischottern im Ernstfall zu Leibe rücken möchte. Der Gesetzestext hat es durchaus in sich.

Wolfsverordnung in Bayern: Wann ist ein Wolf gefährlich?

Im Fokus des Werkes steht nicht das Tier, sondern der Mensch. Das zeigt sich bereits beim ersten Paragraphen: „Schutz des Menschen und der öffentlichen Sicherheit“ liest sich dort. Wölfe dürfen mittlerweile entnommen werden, wenn sie sich Menschen außerhalb von Fahrzeugen näher als 30 Meter kommen. Aber: Das gilt auch umgekehrt: Lässt ein Wolf zu, dass ihm ein Mensch näher als 30 Meter kommt, gilt er als Gefährdung für die öffentliche Sicherheit respektive als Gefahr für den Menschen. Aber: Auch die Bebauung spielt bei der Einstufung eine Rolle.

Wolf und Mensch: Das regelt die Verordnung

Wenn ein Wolf sich über mehrere Tage in einem Umkreis von weniger als 200 Metern von geschlossenen Ortschaften, von Menschen genutzten Gebäuden oder etwa Stallungen aufhält, gilt er ebenfalls als potenziell gefährliches Tier. Entnommen werden darf der Wolf in diesen Fällen nur dann, wenn eine Vergrämung nicht möglich erscheint oder voraussichtlich erfolglos bleiben wird. Aber: Auch in anderen Situationen gelten Wölfe als Gefahr für den Menschen: Beispielsweise, wenn sie Menschen trotz Vetreibungsversuchen folgen, sich Menschen in Ortschaften nähern und nur schwer vertreiben lassen, Hunde reißen oder aggressives Verhalten gegenüber Hund oder Mensch zeigen.   (weiterlesen)

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Kitzrettung: BMEL-Drohnenförderung: Antragsfrist endet am 30. Juni

Mit dem Start in die Grasernte sind auch die Wildtierretter wieder unterwegs. Vereine zur Kitzrettung können sich noch bis Ende Juni für die Förderung neuer Drohnentechnik des BMEL anmelden.

29.04.2023

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert dieses Jahr wieder Drohnen mit geeigneten Wärmebildkameras zur Rettung von Rehkitzen mit einem Volumen von 2 Mio. €.

Die Drohnen müssen über eine Home-Return-Funktion, eine Mindestflugzeit von 20 min und über eine Echtbildkamera mit integrierter oder kompatibler Wärmebildkamera verfügen. Förderungsberechtigt sind Kreisjagdvereine und/oder andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene, die laut Satzung hauptsächlich in der Wildtierrettung, vor allem in der Rehkitzrettung, tätig sind. (weiterlesen)

Förderantrag

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DBV-Wolfsgipfel: Wolf und Weidehaltung: Koexistenz nicht nur auf Kosten der Landwirte

Sabine Leopold   28.04.2023

Am 28. April lud der Deutsche Bauernverband zum Wolfsgipfel. Rund 120 Teilnehmer kamen, weitere 300 waren per Livestream dabei. Nur die Umweltpolitik glänzte durch Abwesenheit.

Die Zahlen, die Landwirt und Wolfsbeauftragter des Landesbauenverbands Brandenburg, Jens Schreinicke, beim Wolfsgipfel für präsentierte, wogen schwer: Rund 894.000 Euro hat das Bundesland im Jahr 2022 für Rissgutachten, Schadensausgleich, genetische Analysen etc. ausgegeben. Noch viel heftiger zu Buche schlagen die 2,9 Mio. Euro für die Förderung von Präventivmaßnahmen wie Zaunbau und Herdenschutzhunde.

Um die 10.000 Euro kostet ein Wolf den Steuerzahler im Jahr

Unterm Strich kostet der brandenburgische Wolfsbestand den Steuerzahler also rund 3,8 Mio. Euro. Pro Wolf – die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geht für Brandenburg von 300 bis 400 Tieren aus – kommen so zwischen 9.500 und 12.500 Euro pro Jahr zusammen, Verwaltungskosten beim Landesamt für Umwelt (LfU) und im Landesministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) nicht eingerechnet.

In anderen wolfsreichen Bundesländern dürfte die Situation ähnlich sein. Dass der Wolf nur ein Problem der Landwirtschaft sei, kann man also getrost verneinen. Weidetierhalter bekommen die Folgen des zunehmenden Beutegreiferbestands nur direkter zu spüren.   (weiterlesen)

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Raubtier breitet sich aus - Wenn Eltern ihre Kinder aus Angst vor dem Wolf nicht mehr nach draußen lassen

28.4.2023

Von Ulrich Exner

Die Zahl der gerissenen Tiere durch Wölfe steigt und steigt. Bei einem Wolfsgipfel in Berlin bricht sich die Wut von Bauern auf Politik und Naturschützer Bahn. Eine Landwirtin schildert, wie beängstigend die Präsenz der Raubtiere inzwischen sei. Bayern macht ab Mai kurzen Prozess.

Janko Schneider will sich gerade an den Frühstückstisch setzen, als ihn die üble Botschaft erreichte. Seine Schafherde, so teilte ein befreundeter Bauer mit, auf dessen Weide Schneiders Tiere über Nacht gegrast haben, sei angegriffen worden. Drei tote Schafe, zwei verletzte. Kein schöner Anblick, aber für den 29-jährigen Landwirt aus dem ostfriesischen Örtchen Arle schon gewohnt.

Es war, so berichtet der Schäfer im Gespräch mit WELT AM SONNTAG, bereits der fünfte Wolfsangriff auf seine Herde innerhalb von fünf Jahren. „Es gibt bei uns hier oben inzwischen fast schon an jedem Tag einen Riss.“

Es war, so berichtet der Schäfer im Gespräch mit WELT AM SONNTAG, bereits der fünfte Wolfsangriff auf seine Herde innerhalb von fünf Jahren. „Es gibt bei uns hier oben inzwischen fast schon an jedem Tag einen Riss.“  (weiterlesen)

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WARNUNG: Hände weg von ZeckeWeg!

In Facebook wird in den letzten Wochen massiv ein Zeckenhalsband unter dem Namen ZeckeWeg beworben. Zahleiche (angebliche?) Käufer schwärmen in den höchsten Tönen von dieser Wunderwaffe gegen Zecken und Flöhe.

Wie heißt es so schön "es steht jeden Tag ein/e Dumme/r auf" und ich oute mich hiermit, ich gehöre auch dazu!

Jaaa, lacht jetzt nur, ich hab´s verdient!

Der Wunsch des Gedankens, es könnte vielleicht doch unter Umständen eventuell etwas Neues geben, etwas ohne chemische Keule brachte mich dazu, auf das Gute in Menschen zu hoffen. Man kann doch nicht so massiv Werbung machen für ein Produkt das überhaupt nichts taugt, oder vielleicht doch?

Ich gebe es zu, ich hatte Zweifel, aber am Ende ließ ich mich dann aber doch durch die vielen positiven Bewertungen und den Infos auf der Webseite zeckeweg-original.de dazu bewegen, das ZeckeWeg Halsband zu bestellen.

So! Jetzt könnt ihr mich gleich noch mehr auslachen, ich war nämlich auch noch sooo blöd, es gleich für alle 4 Hunde zu bestellen, weil es dann günstiger war. Also habe ich rund 80 Euro zum Fenster hinausgeworfen für Kabelbinder ähnlichen Gummibänder mit 0,0 Wirkung. (weiterlesen)

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Freispruch im Wolfsprozess: Alle Fakten

Das Landgericht Potsdam hat am 21. Februar 2023 den Freispruch gegen einen niederländischen Jäger bestätigt, der im Jahre 2019 bei einer Drückjagd einen Wolf geschossen hatte, um seinen Hund zu schützen. Das Verfahren wurde von vielen Jägern und Hundeführern mit Spannung verfolgt. Rechtsanwalt und DJZ-Jurist Dr. Heiko Granzin hat den Angeklagten verteidigt und erläutert im Interview die Hintergründe und die Konsequenzen.

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