Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Die Zukunft der Streckenvermarktung? Was bringt die digitale Wildmarke?

Die vielfältigen digitalen Möglichkeiten heutzutage halten nach und nach auch Einzug in die Jagd. Die digitale Wildmarke ist ein System, um nicht nur dem Jäger die Arbeit zu erleichtern und bürokratische Vorgänge zu vereinfachen/automatisieren – nein, die diwima bietet auch dem Verbraucher mehr Transparenz. So kann die digitale Wildmarke das Vertrauen in das hochwertige Wildfleisch erhöhen und damit die Vermarktung des Wildbrets erleichtern.

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Neuer Vorstoß für mehr Wolfsschutz

Raubtierfreunde fordern die EU zum Handeln gegen die schwedische Lizenzjagd auf

Wolfsschützer wollen die EU nach dem Abschuss von 27 Tieren zu Schritten gegen die schwedische Wolfspolitik zwingen. Der Schuss könnte nach hinten losgehen – mit Folgen für ganz Europa.

Wahrheit ist: Mit kurzen Pausen reguliert Schweden seinen Wolfsbestand mit einer regulären Lizenzjagd-Periode. So soll der Bestand bei stabil etwa 300 Wölfen gehalten werden. Im Winter 2020/21 wurden dazu ganze Rudel im nördlichen Mittelschweden entnommen, insgesamt 27 Tiere.

Den für solche Regulierungen wichtigen „Günstigen Erhaltungszustand“ hatte der Stockholmer Reichstag einst unter Beteiligung von Experten aus Wissenschaft und Verbänden auf 220 Tiere festgelegt. In der Praxis gilt mittlerweile eine Untergrenze von 300 Wölfen. (weiterlesen)

 

Verbreitung des Wolfes in Europa (Grafik: ec.europa.eu)

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Keine Jagd und Hund in 2021

Europas größte Jagdmesse wird 2021 nicht stattfinden. Gemeinsam mit den Partnerverbänden und ideellen Trägern hat die Messe sich nun schweren Herzens für diesen Schritt entschieden. Die Verlängerung des Lockdowns mit einem faktischen Veranstaltungsverbot und anhaltenden Reisebeschränkungen machen die Planung eines internationalen Großevents wie der JAGD & HUND unmöglich. Um bis zur kommenden Messe stets mit allen wichtigen Trends, Entwicklungen und Produkt-Highlights rund um die Jagd und den geliebten Vierbeiner versorgt zu werden, arbeitet die JAGD & HUND an einer digitalen Plattform für Aussteller und Besucher. 2022 findet das Messetrio JAGD & HUND, FISCH & ANGEL und WILD FOOD FESTIVAL vom 1. bis 6. Februar statt.

Bisheriges Datum JAGD & HUND: 25. - 30. Mai 2021

Neues Datum JAGD & HUND: 01. - 06. Februar 2022

 

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Bundesjagdgesetz im Spannungsfeld zwischen Wildhege und Waldpflege

Die geplante Reform des Bundesjagdgesetzes ist unter Sachverständigen nicht unumstritten. Im Spannungsfeld zwischen Wildhege und Waldpflege gebe es eine Reihe von Interessenkonflikten, die eine „Diskussion über die fällige Novelle des Bundesjagdgesetzes unausweichlich macht“, hat der Ausschussvorsitzende Alois Gerig (CDU/CSU), am Montag, 1. März 2021, in die öffentliche Anhörung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft zur Regierungsvorlage eingeführt.

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NOVELLIERUNG des BUNDESJAGDGESETZES ENDET das TIERWOHL jetzt auch im WALD?

Klöckners Entwurf spaltet, was zusammen gehört: WALD UND WILDTIERE
Nach oben offene Abschussquoten sind keine Lösung!

Wir brauchen unseren Wald MIT unseren heimischen Wildtieren! Helft mit, ein Bundesjagdgesetz (BJagdG) mit echter Balance zwischen Wald, Wild und Tierschutz zu erreichen!

Die berechtigte Angst vor dem Klimawandel wird instrumentalisiert. Sollen unsere heimischen Wildtiere die Fehler der Forstwirtschaft ausbaden?

An die Bundestagsabgeordneten:
Bitte ändern sie den Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes!
Trotz zahlreicher Stellungnahmen und Positionspapieren vieler Verbände zum Gesetzesentwurf ist der an vielen Stellen eingeforderte gesetzlich verankerte Tierschutz bisher im Gesetzesentwurf unberücksichtigt geblieben. NUR EIN WALD MIT GENÜGEND WILD IST EIN GESUNDES ÖKOSYSTEM!  (weiterlesen)

 

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Kitzrettung mit der Drohne - 10 Fehler die du NICHT machen solltest - OÖ JagdTV

Die Kitzrettung u.a. mit der Drohne zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Jägerinnen und Jäger. Sie bergen jedes Jahr hunderte Kitze aus den Feldern und retten sie so, gemeinsam mit den Landwirten, vor dem Tod durch das Mähwerk.
Die Kitzrettung mit der Drohne ist dabei seit einigen Jahren zur modernen Königsdisziplin herangewachsen. Mit kaum einer anderen Methode können Kitze derart schnell und zuverlässig lokalisiert und in Sicherheit gebracht werden. Jetzt im Frühjahr laufen dafür die Vorbereitungen auf Hochtouren. Viele Drohnen werden gerade ausgesucht, gekauft und versichert, der Drohnenführerschein muss noch gemacht werden etc.
Wir haben 10 Fehler zusammengestellt, die man bei der Kitzrettung u.a. mit der Wärmebild-Drohne vermeiden sollte.

Mehr Infos zum Drohnenführschein gibt's hier: https://www.dronespace.at/

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Bundesjagdgesetz nicht zielführend - Experten kritisch bis ablehnend

Inwieweit die Expertise und die damit einhergehende Kritik von Experten zu den geplanten Änderungen des Bundesjagdgesetzes noch in das Gesetz einfließen werden, ist angesichts der schon am Donnerstag im Bundestag anstehenden Entscheidung äußert fraglich.

"In ihren Stellungnahmen sehen die zur Anhörung vor dem Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft zum 1. März geladenen Experten den Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes kritisch bis fachlich nicht tragbar," so Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland. "Der monokausal auf die Reduzierung von Rehen ausgerichtete Entwurf wird seinem Anspruch, Grundlagen für einen klimaresilienten Wald zu schaffen nicht gerecht. Wie einige Experten fordern, ist der Entwicklung des Lebensraums Wald ein ganzheitliches Wildtiermanagement und nicht wie in den vergangen fünf Jahrzehnten eine immer stärkere Intensivierung der Jagd geschuldet."

Während Dr. Jens Jacob, Leiter der Forstabteilung im Umweltministerium Rheinland-Pfalz, wie auch der WWF, vertreten durch Moritz Klause, Programmleiter Wildtiere, nur leise Kritik am vorliegenden Entwurf zur Novelle des Bundesjagdgesetzes äußern, lehnen Wissenschaftler wie Prof. Dr. Dr. Sven Herzog von der TU-Dresden oder Prof. Dr. Klaus Hackländer, Universität für Bodenkultur, Wien, den Entwurf in vielen Punkten ab. Auch für Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, ist der vorliegende Gesetzesentwurf mit dem Ziel des Waldumbaus entbehrlich.

Als wesentliche Punkte der Kritiker werden immer wieder genannt:

- die Reduktion der Hege auf eine jagdliche Dienstleistung für die Forstwirtschaft,
- die Vorstellung, dass hoher Jagddruck dazu beitragen wird, den Wildeinfluss im Wald zu reduzieren sowie
- die Zielsetzung, dass eine Verjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglicht werden soll.

Vielmehr werde die Chance vertan, Voraussetzungen für eine Lebensraumgestaltung der Wildtiere zu schaffen, die das Verhalten, den Biorhythmus, das Äsungsverhalten der Wildtiere berücksichtige. Eine einseitige Fokussierung auf die Reduktion des Rehwildbestandes verursache Stress für die Wildtiere und resultiere in erhöhtem Verbiss.   (weiterlesen)

 

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Einziehung des Jagdscheins wegen Verwendung unbrauchbarer Jagdhunde bei Drückjagd (Urteilsbesprechung durch Dr. jur. Thomas Paul)

Unterlassen fachgerechter Nachsuche mit brauchbaren Jagdhunden - Verstoß gegen die allgemein anerkannten Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit - Einziehung des Jagdscheins und Widerruf waffenrechtlicher Erlaubnisse

von Dr. jur Thomas Paul

Ein bereits im Dezember vergangenen Jahres ergangener Beschluss des Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgerichts (Aktenzeichen 7 B 11/20 vom 22.12.2020) scheint im Netz derzeit für große Unruhe zu sorgen. Worum ging es in dieser Sache?

Ein Jagdleiter hatte in Schleswig-Holstein eine revierübergreifende Ansitzdrückjagd organisiert. Nachdem ihm gegen 17h des Jagdtages mitgeteilt worden war, dass mindestens ein Stück Schwarzwild krankgeschossen worden sei, nahm er wegen der hereinbrechenden Dunkelheit erst am Folgetag die Nachsuche mit seiner Kleinen Münsterländerhündin auf, die leider erfolglos blieb. Die Hündin stammte zwar aus einer leistungsgeprüften Zucht und der Jagdleiter konnte eine Zensurentafel für die Verbandsjugendprüfung vorlegen, nicht aber einen Beleg für die gesetzlich geforderte Brauchbarkeitsprüfung oder eine vergleichbare Prüfung. Der Jagdleiter hatte es auch versäumt, das Überwechseln des krankgeschossenen Wilds den Jagdausübungs-berechtigten des Nachbarreviers unverzüglich anzuzeigen. (weiterlesen)

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Einziehung des Jagdscheins wegen Verwendung unbrauchbarer Jagdhunde bei Drückjagd (Die Entscheidung in voller Länge)

Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht, Beschluss vom 22. Dezember 2020 – 7 B 11/20 –, juris

Anordnung der aufschiebenden Wirkung gegen die Einziehung des Jagdscheins wegen nicht fachgerechter Nachsuche; Entziehung der waffenrechtlichen Erlaubnis

Die Entscheidung in voller Länge (weiterlesen)

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Einziehung des Jagdscheins wegen Verwendung unbrauchbarer Jagdhunde bei Drückjagd

Unmöglichkeit der fachgerechten Nachsuche wegen unbrauchbarer Jagdhunde

Verwendet ein Jagdleiter für eine Drückjagd unbrauchbare Jagdhunde und ist daher eine fachgerechte Nachsuche nicht möglich, rechtfertigt dies die Entziehung des Jagdscheins mit sofortiger Wirkung. Das Bestehen einer Brauch­barkeits­prüfung bzw. einer gleichgestellten Prüfung ist Voraussetzung für die Brauchbarkeit eines Jagdhundes. Dies hat das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein entschieden.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Einem in Schleswig-Holstein wohnhaftem Jäger wurde im November 2020 mit sofortiger Wirkung der Jagdschein entzogen. Die zuständige Behörde warf dem Jäger vor, dass er als Jagdleiter im Rahmen einer Drückjagd keine brauchbaren Jagdhunde verwendet habe. Dies habe zur Folge gehabt, dass ein angeschossenes Tier nicht mehr auffindbar war und ein weiteres angeschossenes Tier erst am Folgetag aufgefunden werden konnte, um die Tiere von ihren Qualen zu erlösen. Die mitgeführten Jagdhunde hatten weder eine Brauchbarkeitsprüfung oder eine gleichgestellte Prüfung bestanden. Der Jäger erhob gegen den Bescheid der Behörde Widerspruch und beantragte beim Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein Eilrechtsschutz.

Rechtmäßigkeit der Entziehung des Jagdscheins

Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein entschied gegen den Jäger. Die Entziehung des Jagdscheins gemäß § 18 in Verbindung mit § 17 des Bundesjagdgesetzes sei voraussichtlich rechtmäßig, so dass kein Anspruch auf Eilrechtsschutz bestehe. (weiterlesen)

Hier kann man die Entscheidung in voller Länge nachlesen

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