Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Tatort Wald - Holzraub in den Karpaten

3.03.2021 Horea Petrehus und Gabriel Paun engagieren sich seit Jahren gegen die Abholzung in Rumänien. Sie wollen wachrütteln und vor allem das Bewusstsein für diese Naturressource schärfen. Denn es kommt auch auf uns als Verbraucher an.

Der Umweltaktivist Horea Petrehus engagiert sich seit Jahren gegen die Abholzung in Rumänien, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Der Bildhauer und studierte Förster klagt die in seinen Augen zerstörerische Profitgier der ausländischen Holzindustrie an. Um die natürlichen Wald-Ressourcen besser überwachen zu können, gründete Petrehus den Kinegetischen Verband für die Erforschung der Habitate. Die meiste Zeit verbringt Petrehus aber in der Natur.

Dabei weicht ihm Pedro, ein Hirschkalb, nicht von der Seite. Er hat es als verwaistes Kitz gefunden und groß gezogen. Der Mann mit dem roten Bart kennt den Wald wie seine Westentasche und schlägt Alarm: Lebensräume für Bären, Hirsche, Wölfe, Wildschweine, diverse Vogelarten und viele kleine Lebewesen drohen zu verschwinden.

Auch Gabriel Paun von der Umweltorganisation Agent Green hat sich der Rettung des rumänischen Urwalds verschrieben. Er lauert Holztransporten auf, die ihm dubios erscheinen, und versucht zu belegen, dass der Holzschlag dafür in geschützten Revieren stattfindet. Denn oft fehlen die nötigen Papiere, die jeder Holzhändler eigentlich mit sich führen muss.   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

"Neue Ausrottung des Wolfes": Naturschützer kritisieren Kaniber

Die Forderung von Agrarministerin Kaniber, den Wolf in Bayern zu jagen, stößt bei Naturschützern auf Kritik. Kaniber widerspräche ihrem eigenen Ministerium, wiege die Weidetierhalter in falscher Sicherheit und führe das Ausrotten des Wolfes herbei.

Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern reagiert mit Unverständnis auf die Forderung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU), Wölfe künftig leichter töten zu können. In einem Schreiben der Naturschützer heißt es, dauerhaft könnten die Wildtiere nur mit Herdenschutzmaßnahmen wie Elektrozäunen geschützt werden. Die jüngsten Angriffe seien allesamt dort geschehen, wo keine geeigneten Schutzzäune vorhanden waren. Die Anschaffung dieser bekommen Halter von Weidetieren in Revieren von standorttreuen Wölfen zu 100 Prozent gefördert, den Unterhalt allerdings nicht.

BN: "Aktionsplan Wolf" mit Kanibers Ministerium abgestimmt

Aus den erfolgten Rissen eine Notwendigkeit abzuleiten, Wölfe einfacher töten zu müssen, widerspreche zudem den Vorgaben des "Bayerischen Aktionsplans Wolf", so der BN-Landesbeauftragte, Martin Geilhufe.

Der Plan sei seit 2018 Grundlage des bayerischen Wolfsmanagements und in einem langjährigen Abstimmungsprozess unter anderem mit Kanibers eigenem Ministeriums erstellt worden. Darin sei eindeutig geregelt, dass das Töten von Wölfen erst dann möglich sei, wenn andere Maßnahmen zum Herdenschutz nicht mehr griffen. (weiterlesen)

Bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber 

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

„Waldschutzversprechen“ im Superwahljahr 2021 – Leere Worthülsen?

Die Forderung der Bürger nach effektivem Waldschutz im Superwahljahr 2021 - gibt es in der Politik ein echtes Interesse an sinnvollen Maßnahmen oder ist dort "Waldschutz" nur eine leere Versprechung und Beruhigungspille vor den handfesten Lobbyinteressen der Holzwirtschaft? Ein Anlass, kritische und nicht selten verzweifelte Bürgerberichte aus allen Bundesländern zu kommentieren.

von Susanne Ecker

Bundesweit gehen immer mehr Bürger in die Offensive gegen eine stur als "nachhaltig" proklamierte Forstwirtschaft, die den Bürgerwald vorrangig als Wirtschaftsunternehmen wertet und die Bereitstellung holzwirtschaftlicher Erzeugnisse bewusst und ignorant (weil entgegen höchstrichterlicher Klarstellung) vor die Gemeinwohlfunktionen und den Naturschutz stellt. Unzählige Zuschriften, Einträge in Facebookgruppen und kollektives Aufbegehren erholungssuchender Bürger in den Staats- und Kommunalwäldern untermauern die Befürchtungen, die angesichts massiv durchforsteter und ihrer Altbäume weitgehend beraubter Flächen nicht verwundern. Wald ist zum multifunktionalen Sehnsuchtsobjekt wirtschaftlicher Interessen mutiert, die sich groteskerweise allesamt den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben haben. Also selbst die Vermarkter von sinnlosen Papierverpackungen und Wegwerfartikeln, denen ein FSC Siegel genügt, um sich als Vorreiter im Waldschutz zu vermarkten.   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Wolfsabschüsse sollen Akzeptanz erhöhen

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr Wölfe - auch die Übergriffe auf Nutztiere nehmen zu. Die Deutsche Wildtier Stiftung will mit einzelnen Abschüssen gegensteuern.

Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert einzelne Wölfe zu erlegen, um deren Akzeptanz zu steigern. Nachdem es die Raubtiere fast 150 Jahre lang in Deutschland nicht gab, führt ihre Rückkehr vermehrt zu Konflikten - nicht nur mit Nutztierhaltern. "Wir möchten dazu beitragen, dass es hier eine Akzeptanz gibt. Und dafür muss auch die Gesellschaft und die Politik bereit sein, einzelne Wölfe einfach zu entnehmen", so der Vorsitzende der Deutschen Wildtier Stiftung, Klaus Hackländer.

Wölfe sollen Menschen als Bedrohung empfinden (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Stern? – Schnuppe!

von Daniela Brack

Es gibt wohl nur wenige Kochinnen und Köche, die mit gerade einmal 30 Jahren ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern leiten, davor Staatsoberhäupter bekocht haben und zu den Besten ihrer Generation zählen – und denen der kulinarische Ritterschlag ihrer Branche, ein „Michelin-Stern“, dennoch völlig schnuppe ist.

Doch Viktoria Fuchs ist nicht nur in dieser Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Sie ist trotz der beeindruckenden Vita (Ausbildung bei Douce Steiner, danach Stationen bei Ali Güngörmüş und Mario Paecke) völlig bodenständig und unprätentiös, was nicht jedem ihrer Kollegen gegeben und sicher ihrer Heimat, dem romantischen Münstertal im Schwarzwald, zu verdanken ist.

Und sie ist „Fuchs-teufelswild“, was zumindest im ersten Teil ihrem Stammbaum und beim letzten Teil den Jagd-Genen ihres Vaters Karl-Joseph Fuchs zuzuschreiben ist. Ach ja, und derzeit entdeckt das Fernsehen sie; aber auch das ist ihr – genau: schnuppe. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

„Der Gestank der Werteverwesung“

Dieser schonungslose und berührende Brief eines erfahrenen Nachsuchenführers, vermutlich aus NRW, muss gelesen werden. Er wird jedem Jäger und Nicht-Jäger an Herz gehen. Denn während zur Zeit die Diskussionen um Reh- und Rotwild als „Zielscheibe“ der missglückten Jagdgesetznovellierung, dürfen wir nicht vergessen, dass es dadrum geht diesen Arten ein Schicksal zu ersparen, das wir dem Schwarzwild schon lange beschert haben Mit einer neuen technischen Aufrüstung, drohen nun die allerletzten Schranken zu fallen. Dieser Brief wurde auf WhatsApp bereits breit geteilt. Wir veröffentlichen ihn hier, weil der uns unbekannte Autor den Finger in die Wunde legt:

„Für Nachtsichttechnik freudig tausende Euros auszugeben, aber bei der eigenen (Herzens-)Bildung ähnlich großzügig zu geizen, brächte ein schwer zu leugnendes Ausstattungs-Ungleichgewicht hervor. Wenn wir für wildbiologische und ethische Erwägungen ähnlich zugänglich sind, wie für technische Versuchungen, kommen wir dem Ziel wohl näher, wie uns erfolgreiche Schwarzwild-Hegegemeinschaften über Jahrzehnte schlüssig, nachweisbar und somit überzeugend bewiesen haben.“

Und „Schwarzwildjagd ist unser Kompetenz- und Wesenstest.“

Originalbeitrag – Wildschwein

Bitte nehmt Euch die Zeit und lest diese 13 Seiten. Sie sind es wert und sie MÜSSEN etwas in uns bewegen.   (weiterlesen)

 

Notification
Kommentar schreiben (4 Kommentare)

Natur entdecken: Kulturfolger Schwarzwild - Wildschäden - Ursachen-Probleme-Lösungen

Seit Fertigstellung der ersten beiden Dokumentationen "Schwarzwild" und "Gesellschaftsjagd" ist nun wieder etwa ein Jahr ins Land gezogen. Wir waren in dieser Zeit nicht untätig und haben mit diesem neuen Film das Thema Wildschäden noch einmal präzisiert.

Vor allem aber kam es uns darauf an, Strategien und Lösungen anzubieten, wie man mit dem Thema umgehen kann. Wir wollen Denkansätze zu liefern, wie man das Thema weiterdenken kann - wie der Mensch respektvoll mit der Natur umgehen und die Probleme in der Kulturlandschaft nachhaltig lösen kann.

Es geht nicht nur um rein jagdliche Belange - es geht darum, ein tiefgründiges Verständnis für die Zusammenhänge in unseren Ökosystemen zu entwickeln und dieses Wissen mit allen Beiteiligten gemeinsam für eine Lösungsstrategie zu nutzen.

Wieder einmal haben wir über 100 Stunden in der Natur verbracht und gefilmt. Weitere 85 Stunden stecken in Konzeption, Schnitt und den vielen kleinen Dingen, die es für einen solchen Film braucht. Und wieder einmal bin ich stolz darauf, ein solches Projekt als starkes Zwei-Mann-Team gestemmt zu haben. Für all das bin ich sehr dankbar und hoffe, dass unsere Dokumentation "ins Schwarze" trifft und dabei hilft, den Berg von Problemen ein wenig abzubauen. 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

ThüringenForst erinnert an den Begründer der Nachhaltigkeit

Vor 307 Jahren starb Hans Carl von Carlowitz. Der Sachse „erfand“ den Begriff des Nachhaltigkeitsprinzips, der heute in aller Munde ist

Anlässlich des 307. Todestages von Hans Carl von Carlowitz erinnert ThüringenForst an den sächsischen Oberberghauptmann und Forstkameralisten, der am 3. März 1714 in Freiberg verstarb. Carlowitz beschrieb vor über 300 Jahren das Prinzip des „nachhaltenden“ Umgangs mit Ressourcen am Beispiel der Wälder. Anlass war der damalige Zustand der regionalen Forste, die durch rücksichtslosen Raubbau in einem desaströsen Zustand waren.

Sachsen war zur damaligen Zeit die größte Montanregion Europas und benötigte riesige Mengen an Holz zum Bergbau sowie als Energieträger. Er beschrieb seine Idee der „nachhaltenden Nutzung“ in der „Sylvicultura oeconomica“, dem ersten grundlegenden Lehrbuch der deutschen Forstwissenschaft. Es wurde 1713 auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Pressemitteilung - Ministerin Kaniber fordert schnellere Entnahmen des Wolfs – Auf erschreckende Wolfsrisse an Weidetieren reagieren

(04. März 2021) München - Angesichts der zunehmenden Risse von Nutztieren durch Wölfe in Bayern hat Agrarministerin Michaela Kaniber erneut eine Absenkung der Schutzvorgaben für Wölfe gefordert. Entnahmen des Wolfes müssen künftig deutlich leichter möglich sein. Die Ministerin hat sich mit diesen Forderungen sowohl an den EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius wie auch an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber gewandt.

„Die zunehmenden Wolfsrisse und die Bestandszahlen zeigen, dass wir hier dringend handeln müssen. In einem dicht besiedelten und genutzten Land muss die Politik aktiv regelnd einschreiten. Wir dürfen keine Zeit mehr mit Debatten darüber verlieren, wie der Wolf zu schützen ist und wie er sich noch zahlreicher verbreiten kann. Jetzt geht es um den Schutz der Weidetiere, bloße Entschädigung ist nämlich nicht die Lösung. Die Weidetiere leisten wertvolle Landschaftspflege und sind Erwerbsgrundlage für viele Bauernfamilien und Schäfer. Die Wolfsbestände müssen frühzeitig reguliert werden “, so die Ministerin. Die Bundesumweltministerin sei jetzt gefordert, dringend die notwendigen gesetzlichen Änderungen anzugehen. Für den Erhalt einer gesunden und nicht vom Aussterben bedrohten europäischen Wolfspopulation sei es nicht erforderlich, dass Wölfe in allen Teilen Europas in gleicher Dichte vorkommen und jedes denkbare Territorium mit Wölfen besetzt wird.   (weiterlesen)

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Rehkitzrettung aus der Luft

Jedes Frühjahr tritt das gleiche Problem auf: den Landwirten bleibt nur ein geringes Zeitfenster, um ihre Wiesen abzumähen und somit Futter für ihr Vieh bereitzustellen. Dabei kommt es häufig vor, dass ein unentdecktes Rehkitz einer Mähmaschine zum Opfer fällt. Jährlich sind es alleine in Deutschland rund 100.000 getötete Tiere. Dadurch entsteht nicht nur ein finanzieller Schaden für die Landwirte aufgrund eines durch die Tierkadaver verseuchten Viehfutters, dies ist auch eine äußerst unangenehme Angelegenheit für die Führer der Mähwerke. Durch ihren angeborenen Drückinstinkt bleiben die Kitze regungslos auf ihrem Platz im hohen Gras, wodurch sie zwar für Fressfeinde kaum zu finden, jedoch auch für Menschen nahezu unsichtbar sind.

Fliegende Erkennungssysteme in Form ferngesteuerter Multicopter mit Infrarot- und Digitalkameras sind in der Lage Rehkitzrettung noch effizienter zu machen. Hierbei bedarf es jedoch einer abgestimmten Zusammenarbeit der beteiligten Partner und einer guten Kommunikation zwischen Landwirten, Jägern und dem Wildretter. (weiterlesen)

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)