Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Wir Jagen - März/April Ausgabe 2021 - Das erste Online-Jagdmagazin für den deutschsprachigen Raum

Liebe Leserinnen und Leser,
nun ist auch die Raubwildzeit vorbei und es geht für zwei Monate teilweise komplette Ruhe in das Revier ein - sofern Sie keine oder nur wenige Wildschweine bei sich haben. Die ideale Zeit also um Revierarbeiten, Müllsammelaktionen und Projekte für das neue Jagdjahr anzugehen. In knapp zwei Wochen startet das neue Jagdjahr, wie sieht die Planung für Ihres aus? Schreiben Sie uns gerne, was Sie vorhaben.

In der aktuellen Ausgabe warten unter anderem diese Artikel auf Sie:

Praxistest: Zeiss Wärmebildkamera DTI 3/35
Pilotprojekt: elektronische Wildwarnanlage
Rechtslage Nachtzieloptik: Was ist eigentlich erlaubt?
Wildrezept: Nepalesische Wildschweinmomos
Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

Herzliche Grüße,

Ihre Alena Steinbach­  (weiterlesen)


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Streit um Trophäenjagd

Deutsche Großwildjäger erlegen Eisbären, Löwen oder Giraffen, bringen die Felle, Zähne und andere Teile als Trophäe nach Hause.

München/Berlin (dpa) l Jäger aus Deutschland haben im vergangenen Jahr Hunderte im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistete Tiere als Trophäen mit nach Hause gebracht. Aus Afrika, Kanada, Argentinien, den USA, Namibia, Tansania, Tadschikistan, Russland und der Mongolei führten sie 543 Jagdtrophäen ein, wie aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervorgeht.

"Es ist völlig absurd, während mehr und mehr Tierarten vor dem Aussterben stehen, werden weiterhin Teile geschützter Tiere als Jagdtrophäen nach Deutschland gebracht – ganz legal", sagte Lemke, die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen ist. "Die Zerstörung ihres Lebensraums, die Klimakrise, illegaler und auch legaler Handel bringen ganze Tier-Populationen unter Druck."

Unter den Trophäen: 164 Zebras, 109 Paviane, acht Elefanten, 14 Löwen, drei Breitmaulnashörner, ein Eisbär – und 40 gerade erst im Washingtoner Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten freilebenden Tieren und Pflanzen (Cites) unter Schutz gestellte Giraffen. Auch laut Cites bedrohte Tiere werden also gejagt. 2020 etwa wurden ein Breitmaulnashorn aus Namibia, vier Säbelantilopen, elf Leoparden und drei Geparden nach Deutschland eingeführt. (weiterlesen)

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Gerichtsurteil - Wer nicht waidgerecht jagt….

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein hat klar gestellt: Die Öffentlichkeit hat ein Interesse daran, dass nur Jäger aktiv sind, die sich an die anerkannten Regeln der Weidgerechtigkeit und damit an den Tierschutz halten. Der Beschluss der 7. Kammer ist in dem Beitrag erläutert: Originalbeitrag – “Wichtiges Gerichtsurteil – wer nicht weidgerecht jagt, darf keine Waffen führen”

Zum Urteil: Maßstab Waidgerechtigkeit – Für einen ehemaligen Vizepräsidenten eines Landesjagdverbandes war das ein tiefer Fall! Der erfahrene Jäger und Gutsherr Hans-Werner B. aus Ostholstein hatte das getan, was er nach eigenen Aussagen immer schon so getan hat – und verlor dadurch Jagdschein und Waffenbesitzkarte. Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Schleswig-Holstein hatte den Widerspruch von Jäger B. nun zurückgewiesen und in der Begründung dieser Entscheidung (Az 7 B 11/20) Maßstäbe gesetzt, die auch für andere Verfahren und Vergehen rund um die Jagd von weitreichender Bedeutung sein werden.
Im Kern des Streitfalls stand eine revierübergreifende Ansitz-Drückjagd bei der Hans-Werner B. Jagdleiter war. Nach deren Ende wurde bekannt, dass zwei Stück Schwarzwild krankgeschossen worden waren. Statt unverzüglich eine fachgerechte Nachsuche zu organisieren, passierte erst mal – nichts. Am nächsten Tag versuchte sich der altgediente Jäger an einer Nachsuche mit seiner KIM-Hündin. Diese „Nachsuche“ blieb aus einer Reihe von Gründen erfolglos, nicht nur hatte die junge Hündin gar keine erforderlichen Prüfungen um als „brauchbarer Jagdhund“ nach den Bestimmungen des Landesjagdgesetzes zu gelten. Das kranke Stück war auch in das Nachbarrevier gewechselt, mit dem Jagdleiter B. keine Wildfolge vereinbart hatte und deren Revierinhaber auch nicht von notwendigem Nachsuchen informiert worden war. Eine der krankgeschossenen Sauen konnte somit nicht von ihren Leiden erlöst werden. Die andere, laufkranke Sau wurde erst nach Tagen gefunden und erlegt. (weiterlesen)

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Nicole Heitzig neue Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen

Hans-Jürgen Thies MdB und Lutz Schorn Vizepräsidenten,  Dr. Peter Bottermann Schatzmeister, Jagdbeitrag ersetzt entfallene Abgabe

Die 48-jährige Volljuristin Nicole Heitzig aus Brilon im Hochsauerlandkreis ist neue Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen. Die Nachfolgerin von Ralph Müller-Schallenberg, der den mit 65.000 Mitgliedern größten Landesjagdverband knapp neun Jahre führte und auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, erhielt 95 Prozent der Stimmen in der am Samstag, den 13. März, online abgehaltenen Mitgliederversammlung, zu der sich mehr als 1.400 Teilnehmer angemeldet hatten.

In das ehrenamtlich tätige Spitzengremium gewählt wurden außerdem die Vizepräsidenten Hans-Jürgen Thies MdB aus Lippetal (Kreis Soest), der dem Gremium bereits angehörte, und erstmals Lutz Schorn aus Bonn. Zum Schatzmeister wiedergewählt wurde Dr. Peter Bottermann aus Gelsenkirchen. Als Repräsentanten der fünf Regierungsbezirke gehören dem LJV-Präsidium durch die Wahl der Mitgliederversammlung ferner an: Jörg Tigges aus Dortmund (Regierungsbezirk Arnsberg), Berthold Antpöhler aus Bad Lippspringe (Detmold), Dr. Christian Kallenberg aus Essen (Düsseldorf), Dr. Heiner Breickmann aus Gangelt (Köln) und Petra Bauernfeind-Beckmann aus Waltrop (Münster). Hauptgeschäftsführer des Landesjagdverbandes an dessen Sitz in Dortmund ist der Volljurist Christof J. Marpmann.  (weiterlesen)

 

 

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Innere Sicherheit

von Florian Asche

„Hy, guys, what are you looking for?“ Der Verkäufer begrüßt uns wie alte Klassenkameraden und rückt auch gleich mit den Kostbarkeiten heraus, die sein Gun-Shop zu bieten hat. Da ist zum Beispiel die neueste Revolverkollektion für die stilbewusste Dame, 38 special, natürlich in pink. Unser neuer Freund vergisst dabei nicht, auf die neue „Ladies Night“ hinzuweisen, ein Programm für betreutes Schießen, nur für Damen, unter sachkundiger Anweisung. Ehemänner und Boyfriends verboten. Keine Machosprüche aus dem Off sollen die Konzentration auf Amerikas liebstes Spielzeug stören, die Schusswaffe. Für das liebe Kindlein bietet man uns ein Gewehrfutteral an, rosa mit schwarzer Aufschrift: „My first Rifle“. Daneben steht ein Sturmgewehr im „Stars and Stripes-Outfit“. Ja, wirklich, wir sind in Amerika. Staunend gehen wir im Laden umher und können es kaum fassen, was uns im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geboten wird.
Kaum ein Staat der zivilisierten Welt hat eine so selbstverständliche Beziehung zum Schießeisen wie die USA. Hierzulande ist der Waffenbesitz als solcher verpönt. Waffen signalisieren, dass ihr Besitzer bereit sein könnte, damit auch zu schießen und das ist per se verwerflich. Bei Soldaten, Polizisten und Jägern wird die Waffe gerade noch hingenommen. Es geht nun mal nicht ohne. Doch Sportschützen und Sammler stehen zunehmend unter Druck. Am liebsten würden unsere Innenpolitiker hier wieder das alte DDR-Prinzip der totalen Kontrolle einführen. Die Freiheit des Bürgers ist für den Sicherheitspolitiker ohnehin überbewertet.
In den USA genießt der Schusswaffenerwerb hingegen den Schutz des zweiten Verfassungszusatzes. An der Supermarktkasse von Walmart kann man deshalb durchaus hören: „Also, das sind 6 Diätcola, zwei Packungen Oreo und eine Remington Gamemaster 30/06. Möchten Sie Munition dazu?“ So radikal wie wir Deutsche in der Ablehnung, so extrem sind die Amerikaner im Zuspruch zur Schusswaffe.  (weiterlesen)

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Natur entdecken: Aus dem Revier auf den Teller - Neuzeitliche Betrachtungen zur Jagd

Heute nun freue ich mich, euch die zweite Dokumentation für dieses Jahr präsentieren zu dürfen. Der Name "Aus dem Revier auf den Teller" verrät eigentlich schon sehr deutlich, worum es geht - Jagd bietet uns die Möglichkeit, ein hochwertiges ökologisches Lebensmittel zu gewinnen und zu etwas ganz Besonderem zu veredeln.

Unsere Gesellschaft ist in Bezug auf die Jagd oftmals gespalten. Die einen schreien "Tiermörder", die anderen stellen konkrete Forderungen auf, was die die Aufgaben der Jagd in unserer Gesellschaft betrifft. Der Jäger wird dabei schnell zum Spielball zwischen den Fronten. Umso wichtiger ist es für die Jagd ein vernünftiges Image aufzubauen und auch zu pflegen.

Der Jäger nimmt mit dem Abschuss eines Tieres ein Leben. Dies sollte stets nur aus vernünftigem Grund geschehen. In diesem Zusammenhang gebietet es der Respekt vor dem Lebewesen, das Leiden des Tieres auf ein Minimum zu beschränken, sauber zu jagen, um im Anschluss eine umfängliche Verwertung zu gewährleisten. Das so gewonnene Wildbret lässt sich zu hochwertigsten Produkten veredeln. Nur so kann Jagd in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz erfahren. In Schießorgien "zerschossene" Tiere, die allenfalls nur noch minderwertige Fleischqualitäten bieten, tragen zu einem positiven Image der Jägerschaft jedoch keinesfalls bei.

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Kitzrettung mit Drohnen: So bekommt man die Fördergelder vom Bund

11.03.2021 Der Bund fördert die Anschaffung von Drohnen zur Kitzrettung mit drei Millionen Euro. Jäger können entsprechende Anträge stellen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) wird künftig den Einsatz von Drohnen zur Jungwildrettung fördern. Wie das BMEL mitteilt, wird das Ministerium für die Anschaffung von Drohnen drei Millionen Euro zur Verfügung stellen. Profitieren davon können u.a. Kreisjägerschaften.

Förderung kurzfristig auf den Weg gebracht

In Deutschland werden Schätzungen zu Folge jedes Jahr rund 100.000 Rehkitze bei der Mahd getötet, erklärt das BMEL. Der Einsatz von Drohnen sei mit Abstand die effektivste Möglichkeit, um Rehkitze zu orten und zu retten. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten würden die Coopter jedoch noch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Daher wurde nun die Förderung kurzfristig auf den Weg gebracht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag hatte sich im vergangenen Jahr maßgeblich dafür eingesetzt, dass dafür ein Posten im Bundeshaushalt 2021 beschlossen wurde. (weiterlesen)

 

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3.500 km über Flüsse und Berge: Luchswanderungen geben Rätsel auf

Die Luchse der Arktis legen gewaltige Entfernungen zurück – obwohl es ihnen an Platz und Nahrung nicht mangelt. Der Grund für diese langen Reisen: unbekannt.

In Alaska, wo das nächste Wildtier nie weit entfernt ist, können die meisten Bewohner eine lange Liste von Tieren aufzählen, die sie selbst schon gesehen haben, von Elchen über Braunbären bis hin zu Füchsen. Aber der Kanadische Luchs ist eine Kategorie für sich. Normalerweise zeigt sich die leise Raubkatze mit den Pinselohren und Schneeschuhpfoten Menschen nur selten.

Doch in Anchorage, der bevölkerungsreichsten Stadt Alaskas, werden die Katzen seit 2020 regelmäßig gesichtet.

„Wenn man sich die Posts in der NextDoor-App und auf Facebook anschaut, sehen die Leute überall Luchse“ in der Stadt, sagt David Saalfeld, ein Wildtierbiologe beim Alaska Department of Fish & Game. Viele Leute seien ihm zufolge überrascht, wie ähnlich die 8 bis 13 Kilogramm schwere Katze ihren eigenen Haustieren ist. Ihr Beutesprung gleich dem einer Hauskatze, und ihr plüschiger Nachwuchs bietet einen entzückenden Anblick.   (weiterlesen)

Ein Kanadischer Luchs ist zwischen den schneebedeckten Weiden im südlichen Yukon Territory in Kanada gut getarnt.

Bild Peter Mather

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Tierschutzaktivisten gegen Entwurf des Jagdgesetzes

11.3.2021 Eine Vielzahl von Jägern haben in den letzten Tagen eine Resolution auf der Petitionswebsite „Change.org“ zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes unterzeichnet.
Die Überschrift der Petition lautet: „Endet das Tierwohl jetzt auch im Wald?“ Die Jägerinnen und Jäger glaubten wohl, dass eine Petition gegen noch höhere Abschüsse von Schalenwild zu unterstützen sei. Kaum jemand hat aber, so scheint es, den länglichen Text zu Ende gelesen. Denn dann wäre aufgefallen, dass sich dort neben durchaus zutreffenden Aussagen eine Vielzahl abstruser Behauptungen findet. Da wird ein totales Artensterben vorausgesagt und behauptet, ein großer Teil der erlegten Rehe werde weggeschmissen und gar nicht verwertet. Unterlassenes und verspätetes Aufbrechen des erlegten Wildes, was Verwerfen als Folge habe, sei auch die Praxis.   (weiterlesen)

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Freiheit von Forschung und Lehre nicht Einzelinteressen opfern

von Rainer Soppa

10. März 2021 Hier Fichtenacker, da Naturwald? Zur Diskussion um einen Studiengang für ökologische Waldwirtschaft haben die mit der forstlichen Ausbildung befassten Hochschulen eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Noch nie hat es einen solchen sichtbaren Schulterschluss aller forstlichen Hochschulen und Universitätsfakultäten gegeben.

Pointierte Marketingkampagne oder hilfreiches Angebot?

Unsere Wälder und die Forstwirtschaft erfahren aktuell eine erfreulich hohe gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit. Die Bilder der weithin sichtbaren Waldschäden infolge des Klimawandels und die entsprechenden Berichte haben sowohl bei politischen Entscheidungsträgern in Deutschland, Europa und der ganzen Welt, als auch in der breiten Öffentlichkeit die ökologische, klimapolitische und bioökonomische Rolle der Wälder deutlich gemacht. (weiterlesen)

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