Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
- Details
Murmeltiere im Visier - Beulenpest: Innere Mongolei warnt vor Epidemie
Im Norden Chinas geht die Angst vor einer neuen gefährlichen Epidemie um. Nach einer Pest-Infektion haben die Behörden der Inneren Mongolei eine Warnung herausgegeben. Weitere Verdachtsfälle sowie Fieber mit unklarer Ursache müssen unverzüglich gemeldet werden.
Ein Hirte aus der Stadt Bayan Nur befindet sich wegen der Ansteckung mit der Beulenpest seit dem Wochenende in Quarantäne. Sein Zustand soll aber stabil sein. Auch in der benachbarten Mongolei wurde am Montag ein Pest-Verdachtsfall gemeldet. Ein 15-Jähriger bekam Fieber, nachdem er ein Murmeltier verspeist hatte, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Bereits vergangene Woche waren laut Xinhua in der mongolischen Provinz Khovd zwei Infektionen aufgetreten. (weiterlesen)

- Details
ASP: Die Länder wollen den Bau von Wildzäunen zur ASP-Prävention erleichtern
Die Bundesländer sind dafür, das Tiergesundheitsgesetz zu ändern, um leichter Wildzäune an der Grenze zu Polen aufstellen zu können. Die Sorge vor der Einschleppung der ASP durch Wildschweine ist groß
Der Bundesrat drängt auf eine bessere Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) und hat dazu einen Gesetzesentwurf in den Bundestag eingebracht. Ein entsprechender Antrag von Rheinland-Pfalz und Sachsen wurde am vergangenen Freitag mit sofortiger Sachentscheidung beschlossen.
Der Entwurf zielt auf eine Änderung des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG), mit der die Errichtung von Wildzäunen wesentlich erleichtert werden soll. Hierdurch soll die Gefahr einer Einschleppung der ASP oder anderer Tierseuchen verringert werden. (weiterlesen)

- Details
Wo die wilden Wölfe wohnen
In Rumänien leben zehn Millionen Schafe und 3000 Wölfe
Was kann Baden-Württemberg vom Umgang mit den dort lebenden Tieren lernen
Stuttgart. Niku Tarchira steht im rumänischen Bergland und schaut sorgenvoll zu den Wolken. "Dieses Wetter ist am gefährlichsten", murmelt er unter tief in die Stirn gezogener Mütze. "Immer bei schlechtem Wetter, da kommen sie. Da muss man aufpassen." Wölfe gehören für Tarchira zum Alltag. Die Tiere, die viele Westeuropäer nur noch aus Märchen kennen, kosten den Hirten mehrere Schafe im Jahr. Von dem 1,20 Meter hohen Zaun, der seine Herde umgibt, hält er nicht viel: "Die springen da drüber", erklärt er den Zuhörern auf seiner Weide. "Die einzige Lösung wäre, wenn die Regierung uns erlaubt, die Wölfe zu jagen."
Die 2000-Seelen-Gemeinde Fîrliug im Banat hat hohen Besuch: Erstmals in der Geschichte des Dorfs ist eine ausländische Delegation zu Gast. Die Straßen sind schlecht; die Gruppe bleibt im Schlamm stecken. Aussteigen, schieben. Der Agrarausschuss des baden-württembergischen Landtags will wissen, wie das Zusammenleben von Mensch, Schaf und Wolf funktioniert. Hier, wo es nie unterbrochen war. (weiterlesen)

- Details
Kostprobe: Schwarzbär
Halb resigniert, halb belustigt, konstatierte der Philosoph Peter Sloterdijk: Wir leben in einer Erregungsgesellschaft. Wer sich spontan darüber empört, dass Bären verspeist werden, möge zuerst in Luisas Blog https://lukonblog.wordpress.com/ reinlesen. Schnell wird einem Mitteleuropäer klar, dass Schwarzbären in Kanada nahezu vergleichbar sind mit Schwarzwild in Deutschland. Es gibt eine große Population, die nicht gefährdet ist. Regelmäßig dringen die Tiere auf Grundstücke oder sogar in Häuser ein und müssen erlegt werden, um Gefahren abzuwenden. Sollte man ihr Fleisch dann wegschmeißen?
Dieser Beitrag ist Luisa aus Wolfenbüttel und ihrem abenteuerlichen Leben in Kanada gewidmet. Weitere Links befinden sich in den Anmerkungen.
von Steven Rinella
Da isst man einen Schwarzbären, und er schmeckt so übel wie halb verfaulter Fisch, aber dann isst man einen anderen, und er schmeckt so lecker wie Blaubeeren. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Der Geschmack eines Bären hängt weitgehend davon ab, was das Tier gegessen hat, und was das Tier gegessen hat, hängt weitgehend von den Umständen und vom puren Zufall ab. Ein Bekannter von mir, der in der Nähe der Hütte wohnt, die meine Brüder und ich auf der Prince-of-Wales-Insel im Südosten Alaskas besitzen, erzählte mir einmal von einem Schwarzbären, der in eine Werkstatt eingebrochen war und sich zehn Liter Motoröl einverleibt hatte. (weiterlesen)

- Details
Pressemitteilung des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V.: Die Flinte nicht ins Korn werfen
Angepasste Rehwildbestände sind möglich - Bundesjagdgesetznovellierung muss waldfreundliche Bejagung stärken
Am 29.06.2020 ist in der Online-Ausgabe der Passauer Neuen Presse (pnp) ein Artikel mit dem Titel „Wald vor Wild: Mit der Büchse allein nicht zu schaffen“ erschienen. Im Artikel werden vom Regierungsjagdberater zahlreiche richtige Aussagen gemacht:
Bei den Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest brauchen wir möglichst niedrige Schwarzwildbestände und
auch wenn es um gesunde, stabile zukunftsfähige Wälder geht, brauchen wir angepasste Schalenwildbestände.
Was die Jagd angeht brauchen gerade die vom Sturm und Borkenkäfer be-sonders gebeutelten Wälder in Niederbayern ein konsequentes, gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten. Mit der Aussage, die Jagd allein könne diese Aufgabe nicht bewältigen, wirft er aber buchstäblich die Flinte ins Korn. (weiterlesen)

- Details
Bleimunition: Landwirtschaftsministerium sieht Klärungsbedarf
Weil Deutschland sich wegen internen Diskrepanzen zum Thema bleihaltiger Schrotmunition enthalten hat, kocht das Thema weiter auf.
Vergangene Woche sollte die EU-Kommission über den Vorschlag der ECHA abstimmen, ob nun ein EU-weites Verbot von bleihaltiger Schrotmunition in „Feuchtgebieten“ kommt. Jedoch kam es zu keiner eindeutigen Mehrheit, weshalb die Entscheidung vertagt wurde. Unter anderem Deutschland enthielt sich bei der Abstimmung, was zu kontroversen Meinungen führte. Der Staatssekretär des Bundesumweltministerium, Jochen Flassbarth, bedauerte auf seiner Twitterseite die Geschehnisse: „Wir mussten heute Enthaltung für die schriftliche Abstimmung ankündigen. So sind die Regeln, wenn es keine Einigkeit in der Bundesregierung gibt.“ Schuld an der Enthaltung sei das Bundeslandwirtschaftsministerium. (weiterlesen)

- Details
Wisent und Rothirsch- zumeist friedliche Kollegen
In freier Wildbahn finden wir dieses Doppelpack in etlichen Regionen Polens und Osteuropas und in Deutschland seit wenigen Jahren auch im Rothaargebirge in NRW: Wisente und Rothirsche.
Von Burkhard Stöcker (Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern)
Bis zu den großen Rodungsperioden des Mittelalters war auch der Wisent in Europa ein häufiges Wildtier. So verwundert es auch nicht, dass normalerweise beiden Arten freundlich und friedlich nebeneinander herleben, wie wir das von den meisten unserer heimischen Großsäuger auch kennen.
Dass es jedoch in Ausnahmesituationen auch zu geradezu brüderlichen Banden kommen kann, beobachtete ich vor einiger Zeit in einem Wildpark. Wisente und Rothirsche wurden in einem viele Hektar großen Freigehege gehalten. Im Verlaufe des Winters schoben sich dort gelegentlich ein junger Kronensechser und ein Wisentjährling in spielerischem Kampf hin und her. Dabei schien der junge Rothirsch immer die treibende Kraft zu sein: er animierte den Wisent immer wieder regelrecht zum Stirnkampf. (weiterlesen)

- Details
Elefantensterben in Botsuana: „Die Elefanten laufen vor ihrem Tod einfach im Kreis“
Tierschützer in Afrika stehen vor einem Rätsel: Mehr als 360 Elefanten in Botsuana sind auf mysteriöse Weise gestorben. Helfen kann den Tieren bisher niemand.
Die neuesten Zahlen sind schockierend: 275 tote Elefanten haben Wildschützer im berühmten Okavanga-Delta in Botsuana schon gefunden. In einem Bericht sei aber von mehr als 360 toten Elefanten die Rede, sagte Cyril Taolo, der Leiter der für Wildtiere und Nationalparks zuständigen Behörde.
Woran die Tiere gestorben sind, sei aber völlig unklar. „Wir haben Wilderei und Vergiftung ausgeschlossen, da die Kadaver mit intakten Stoßzähnen gefunden wurden“, sagte der regionale Wildlife-Koordinator Dimakatso Ntshebe.
Mehr als 360 tote Elefanten im Okavango-Delta
Verschiedene Medien haben einen Bericht der Tierschutzorganisation Elephants Without Borders (EWB) zugespielt bekommen. In dem steht, dass seit 11. Mai 2020 schon 365 tote Elefanten gefunden worden seien. (weiterlesen)

- Details
Video eines Jägers ohne seine Einwilligung im Internet – Prozess gegen Tierschützerin
Traunstein – Eine Tierrechtsaktivistin aus Passau muss Sequenzen aus einem bei Youtube veröffentlichten Video entfernen, auf denen ein Forstmitarbeiter und Jäger kurz vor einer Drückjagd am 28. Dezember 2019 im Revier Kastl zu sehen ist. Ansonsten droht ihr ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten. Das Landgericht Traunstein bestätigte mit dem Urteil eine Einstweilige Verfügung von Ende Januar auf Unterlassung. Die Beklagte muss die Prozesskosten tragen. (weiterlesen)

- Details
Bewusster Fleischkonsum: Vom Vegetarier zum Jäger: „Ich esse nur Tiere, die ich selbst getötet habe“
Fabian Grimm verzichtete 7 Jahre lang auf Fleisch, aus ethischen Gründen. Dann stolperte er über die Lehrbücher seiner Frau, die als Forstwissenschaftlerin gerade für den Jagdschein lernte. Fabian sah die Chance für eine Veränderung: Kein vegetarisches Leben führen zu müssen, ohne seine moralischen Skrupel beim Fleischkauf über Bord werfen zu müssen. (Video ansehen)


