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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Rolle der Jagd - Wie Deutschlands Wäldern zu helfen wäre

Der Staat nimmt viel Geld in die Hand, damit Deutschland wieder mehr klimastabile Mischwälder bekommt. Allerdings lässt eine große Zahl Rehe und Hirsche die jungen Bäume vielerorts nicht weit genug kommen, dass sie robuste Wald-Ökosysteme bilden. Helfen könnte eine veränderte Bejagung.

Nur kniehoch ist die Vegetation, zerzauste Bäumchen und Sträucher säumen den schmalen Trampelpfad. Holger Weinauge erklimmt bei brütender Hitze mit seinen Försterkollegen einen Hang im Gemeindewald von Klocksin, mitten in Mecklenburg. Das Gelände ist nach Westen geneigt, kaum eine Baumkrone kann die schon recht tief stehende Nachmittagssonne abschirmen, sie scheint fast ungehindert auf den Waldboden:

„Wenn ich nach unten gucke, dann wird der Blick eines Försters sehr traurig, weil ich eigentlich nur verbissene Bäume sehe. Ich sehe hier keinen mehrjährigen Baum, der nicht extrem verbissen ist. Und das über viele Jahre immer wieder; die Vegetation ist gerade mal kniehoch, höher wird sie nicht, weil jeder Baum immer wieder den neuen Verbiss ertragen muss, und die vielen Sämlinge, die ich im Frühjahr sehe, sind im Herbst und im Winter oder im kommenden Frühjahr nicht mehr vorhanden, die werden komplett abgefressen, also sind dann auch nicht mehr sichtbar.“ (weiterlesen)

 

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BMEL-Einspruch: Schrotmunition-Diskussion: Tierschutz darf nicht zurückstehen

Die EU-Kommission schlägt vor, bleihaltige Schrotmunition in Feuchtgebieten zu verbieten. Julia Klöckner kritisiert den Vorschlag: Tierschutz dürfe nicht hinter dem Umweltschutz zurückstecken.

Auch das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) habe das Ziel, den Bleieintrag in die Umwelt zu verhindern. Umweltauswirkungen von Blei sollen minimiert werden. Das derzeit aber zur Debatte stehende pauschale Verbot von bleihaltiger Schrotmunition in und über Feuchtgebieten werfe jedoch aktuell gravierende Fragen, wie zum Beispiel eine Tierschutzproblematik, auf.

Umweltschutz nicht auf Kosten von Tierschutz

Studien der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (DEVA) weisen auf das Problem hin, dass durch die vorgeschlagene Alternative Stahlschrot nur eine verzögerte Tötungswirkung eintritt aufgrund des erheblich leichteren Materials. Leichtere Munition birgt das Risiko für das Tier, dass der Schuss nicht unmittelbar zum Tod des Tieres führt, aber stattdessen zu einem langen und schmerzhaften Tod. Das gilt vor allem mit Blick auf schwerere (größere Tiere) invasive Arten wie Kanadagans, Nilgans, Marderhund, Waschbär, die vorwiegend in Feuchtgebieten vorkommen und nach EU- und nationalem Recht an und für sich strikt zu bejagen sind. Für das BMEL ist essentiell, dass bei der Bejagung Tierschutz nicht hintenansteht.

"Es kann nicht akzeptiert werden, wenn ein Tier länger leidet, weil die Tötungswirkung der Munition nicht unmittelbar zum Tod führt und stattdessen das Tier qualvoll verendet." - Julia Klöckner. (weiterlesen)

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Staat und Windwirtschaft gemeinsam gegen Vogelschutz

Unbemerkt von der Öffentlichkeit wird weiter am Abbau von artenschutzrechtlichen Vorgaben für die Windenergiewirtschaft gearbeitet. Es geht wieder einmal um die Abstände von Windkraftanlagen zu Vogellebensräumen und das damit verbundene Tötungsrisiko für Vögel. Bis 2015 wurde von den Umweltministern der Länder versucht, die Veröffentlichung des mehrfach überarbeiteten „Helgoländer Papiers“ (oder auch „Neues Helgoländer Papier“, Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brut­plätzen ausgewählter Vogelarten, Stand April 2015) der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG-VSW) zu verhindern.

Die treibende Kräfte der Verhinderungsversuche kamen u.a. auch aus Niedersachsen, vom damaligen Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis90/Die Grünen). Wenzel ist an der „Bürgerwindgesellschaft Windkraft Diemarden GmbH & Co. KG“ im Landkreis Göttingen beteiligt. Erst als die Presse über die Verhinderungsversuche berichtete, gelangte das „Helgoländer Papier“ in die Öffentlichkeit. Der Wattenrat berichtete 2015 hier.

Das „Helgoländer Papier“ als fachliche Arbeitshilfe hatte bereits Auswirkungen auf die Rechtsprechung zugunsten des Artenschutzes, am bekanntesten wurde dadurch die Greifvogelart Rotmilan; erheblich gefährdet durch Windkraftanlagen ist inzwischen sogar der Mäusebussard. (weiterlesen)

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Waldstrategie 2050 – eine krachende Linke

von Lucas v. Bothmer

In der Jägerschaft sorgte die Waldstrategie 2050 des wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik des BMEL für Entsetzen. In ihr fordern Deutschlands Forstwissenschaftler – durch die Blume – die Aushöhlung des Reviersystems. Was daran alles falsch ist, weiss Lucas v. Bothmer.

Krachende Linke

„Ein zentrales Hindernis für ein effizientes Wildtiermanagement zur Verbesserung der Verjüngungssituation im Wald ist die Tatsache, dass die Jagdausübung vielfach in der Hand von Jägern liegt, die bei der Jagd Entspannung vom beruflichen Alltagsstress und Erholung in der Natur suchen und dem Waldzustand gegenüber der Jagd keinen Vorrang einräumen. Diese Ausrichtung wird durch Lücken in der heutigen Jagdgesetzgebung erst ermöglicht (Ammer et al. 2010). Diese basiert in ihrer Ausrichtung nach wie vor auf Anliegen des Reichsjagdgesetzes aus dem Jahre 1934, das weder wichtige wildbiologische Zusammenhänge, Tierschutzaspekte, Biodiversitätsanliegen noch effiziente Kontrollen der Wildtierbestände kannte, sondern die Hege und den Aufbau attraktiver Wildtierpopulationen anstrebte. Hier muss es zu einer grundlegenden Neuausrichtung kommen, die die heutigen Erkenntnisse des Tierschutzes, der Wildbiologie, der Waldökologie und eines effektiven Wildtiermanagements zeitgemäß und differenziert berücksichtigt.“

– Aus der Waldstrategie 2050, Wiss. Beirat für Waldpolitik, BMEL, Februar 2020

Dieser Absatz bildet die neuesten Erkenntnisse unseres CDU-geführten Bundeslandwirtschaftsministeriums ab. Das war früher mal eine gute Nachricht. Heute ist es eine krachende Linke ins Gesicht von 383.000 Jagdscheininhabern.  (weiterlesen)

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Aufschrei: Cecil-Jäger Palmer tötet seltenes Wildschaf

Nachdem der US-Zahnarzt 2015 den Löwen Cecil erlegte und weltweit einen Shitstorm erntete, steht er nun mit einem mit Pfeil und Bogen getöteten Altai-Argali im Kreuzfeuer der Gutmenschen.

Walter Palmer (60), der 2015 den bis dahin eher unbekannten Löwen Cecil in Simbabwe tötete, erlegte im Jahr 2019 legal ein Altai-Argali Wildschaf.

Wie aber erst jetzt bekannt wurde, war der US-Zahnarzt im August 2019 in der Mongolei unterwegs, um dort eines dieser Wildschafe, die größten dieser Art, zu jagen.
Von Minnesota in die Mongolei
Die Schnecken der Altai-Argali wiegen oft mehr als 20 Kilogramm und sind bis zu 152 Zentimeter lang.
Zusammen mit seinem Freund Brent Sinclair reiste Palmer mehr als 9000 Kilometer von seiner Heimat im US-Bundesstaat Minnesota in die Mongolei.
Laut der britischen "Daily Mail" soll der US-Zahnarzt und sein Kumpel für die Reise circa 90 000 Euro bezahlt haben. (weiterlesen)

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Jagdgedanken im Juli: Ist es schon so weit?

von Bertram Graf v. Quadt

Ich kann es ja selbst kaum noch aushalten! Die Rehböcke benehmen sich höchst unziemlich. Schamlos beinah. Sie frönen dem, dem wir ganzjährig gerne frönen würden, es aber nicht ganzjährig dürfen (aus egal welchen Gründen), zwar noch nicht direkt. Aber sie machen alle Anstalten dazu. Da geht was. Und wenn da was geht, dann müsste ja auch schon was gehen, mit dem Blatt oder dem Blatter, oder so.

„Springen sie bei Dir schon?“ Diese Frage kommt ungefähr genauso iterativ und häufig wie die beliebten Wildkamerabildchen ab Mitte März, die einen Bastbock zeigen („Wie alt wird er wohl sein?“). Beide Fragen sind ungefähr gleich sinnlos, nämlich sehr. Ich möchte keine jagdliche Erziehung voraussetzen, denn die ist Glückssache. Aber eine jagdliche Ausbildung schon, sonst würden wir ja alle wildern. Gut, diese Ausbildung ist heutzutage auch Glücksache, aber lassen wir das mal dahingestellt. Dies gesagt sollten wir alle den Sermon ja kennen, weil wir ihn mal gelernt haben: Rehgaiss bestimmt den Brunftbeginn. (weiterlesen)

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Zukunftskommission Landwirtschaft ohne Jäger

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett beim Agrargipfel die Mitglieder der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ berufen.

In regelmäßigen Abständen soll die vielköpfige Kommission tagen, um Vorschläge für eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Landwirtschaft zu erarbeiten. Der Abschlussbericht soll in einem Jahr vorliegen. 31 Mitglieder wurden für die Themenfelder Landwirtschaft, Wirtschaft und Verbraucher, Umwelt und Tierschutz sowie Wissenschaft ernannt. Mitglieder sind auch die üblichen Verdächtigen wie BUND, NABU, Deutscher Naturschutzring und Greenpeace. Zum Teil sind diese Verbände sogar mehrfach vertreten.

Ein Vertreter der Jägerschaft fehlt. (weiterlesen)

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Türkei: Ministerium gibt Bergziegen von Dersim zum Abschuss frei

Das türkische Forstwirtschaftsministerium will die geschützten und vom Aussterben bedrohten Bergziegen Dersims zur Jagd ausschreiben lassen. „Auch des Kurden Tiere gehören zum Feindbild der AKP/MHP-Regierung“, kommentiert der HDP-Abgeordnete Alican Önlü.

Das türkische Ministerium für Land- und Forstwirtschaft will die geschützten und vom Aussterben bedrohten Bergziegen in der nordkurdischen Provinz Dersim zum Abschuss freigeben. Ein Ausschreibungstermin für die Jagd von siebzehn Tieren in acht Gebieten der Region, darunter Aliboğazı und Salördek, wurde bereits für den kommenden Montag (13. Juli) festgelegt. Tierschutzorganisationen sind alarmiert, Hasan Şen vom Ausschuss zum Schutz des Munzur, der zur Föderation der Dersim-Vereine gehört, sieht in der Entscheidung einen Verstoß gegen die Berner Konvention. „Die Bezoarziege beispielsweise, eine Unterart der Wildziegen in den Bergen von Dersim, die von der Türkei bis Afghanistan verbreitet ist, kommt auch in der östlichen Schwarzmeerregion vor. Dort steht sie unter Artenschutz, hier darf ihr Bestand laut der Jagdkommission des Gouverneursamtes abgeschossen werden – wenn auch ‚nur‘ reguliert‘, wie es im offiziellen Jargon heißt. Dennoch wird durch die geplante Jagdverpachtung das unter anderem auch von der Türkei ratifizierte Berner Artenschutzabkommen missachtet. Behörden wie die Gemeinden, Dorfvorsteherämter und Sicherheitskräfte, die weit reichende Befugnisse zur Überwachung artenschutzrelevanter Aspekte haben, greifen kaum ein.“ (weiterlesen)

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Achtung, kann Parasiten enthalten: Rewe und Edeka rufen Wildschweinfleisch zurück

Der Wildverarbeitungsbetrieb Jagdhaus Rech Markus Bitzen e.K. ruft mehrere Wildschweinfleisch-Produkte einschließlich Innereien zurück. Die Produkte wurden unter anderem bei Rewe und Edeka verkauft.

Wie das Unternehmen mitteilt, könne nicht ausgeschlossen werden, dass Bestandteile eines nicht auf Trichinen untersuchten Wildschweins verarbeitet wurden. Trichinen sind Fadenwürmer, die beim Menschen die Krankheit Trichinellose hervorrufen können. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den Verzehr von rohem Fleisch, welches infektionsfähige Muskellarven enthält. (weiterlesen)

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"Surselva Wolf": Der Wolf ist los

In der Surselva sprengt eine Facebook-Gruppe das Informationsmonopol der lokalen Medien.

Angefangen hat es mit einer Facebook-Gruppe. Surselva Wolf heißt sie, und dort wird seit dem 10. Februar dieses Jahres alles verhandelt, was mit dem Raubtier zu tun hat. Wer den Wolf wann wo gesehen, was er wo angestellt hat. Eröffnet hat die virtuelle Gruppe der Bio-Bauer Silvan Darms. Jeder solle sich ein Bild davon machen können, "was es bedeutet, mit Wölfen zusammenzuleben", sagt der 33-Jährige, denn oft würden Informationen "über unsere 'Mitbewohner'" zurückgehalten. Von den Medien und den Behörden.

Heute hat Surselva Wolf mehr als 1000 Mitglieder, recht viel für eine Region mit gerade mal 21.500 Einwohnern. Die Gruppe ist im Bündner Oberland zu einer eigentlichen Bürgerbewegung geworden. (weiterlesen)

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