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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Turbo für die Kitzrettung

Nach dem Artikel zur Wildtierrettung im Futterernteschwerpunkt haben die Redaktion weitere Hinweise zum Ablauf erreicht, die wir gern weitergeben.

12.05.2022

Das Zeitfenster für die Kitz­rettung ist morgens extrem kurz, deshalb kommt es darauf an, dass die wichtige Arbeit schnell und effektiv vorangeht. Dafür nutzen einige Wildretter verschiedene digitale Hilfsmittel, die den Ablauf beschleunigen.

Mäher sind schon gestartet
Machen wir uns nichts vor, in den Niederungslagen mähen die Landwirte bereits, vor allem das Ackergras vor Mais soll nicht zu viel Wasser verbrauchen. Es ist also notwendig, einen möglichst großen Anteil der Mähfläche vor der Mahd abzusuchen.

Digitale Karten in Borken
Ob weit im Voraus oder erst einen Tag zuvor – für die Rehkitzsuche im Kreis Borken können Landwirtinnen und Landwirte die zu mähenden Felder schnell und einfach in dem Drohnen-Programm (UAV) vieler Hegeringe einpflegen.

Sobald der Mähtermin feststeht, sollten sie mit dem Jäger oder der Jägerin zunächst absprechen, welche Flächen mit der Drohne abgesucht werden sollen und auf welchen Flächen das Wild anders vergrämt wird. Spätestens am Abend vor der Mahd muss die Fläche im UAV-Programm angelegt und dem Kitzrettungs-Team Bescheid gegeben werden, da alles für den folgenden Tag geplant werden muss.

Und so geht es:

Melden Sie sich bei den Obleuten in den Hegeringen über die Kitzrettungs-Handynummern.

Den Meldenden wird anschließend ein Link für das UAV-Programm zugesendet.

Nachdem Sie auf den Link klicken, werden Sie aufgefordert, Ihre Kontaktdaten einzugeben.

Anschließend erscheint eine Karte, auf der sich das gewünschte Feld durch Klicken oder Tippen am Feldrand markieren lässt. Durch Gedrückthalten des Markierungspunktes kann die Markierung verschoben werden und durch zweimaliges Klicken kann die Markierung gelöscht werden.

Nun fehlen noch der Feldname und die Angaben zum Feldbesitzer oder zur Feldbesitzerin.

Die Feldanmeldung kann abgesendet werden. Anschließend bekommen Sie eine Bestätigung via E-Mail. Im Folgejahr braucht nur noch der Mähtermin durchgegeben zu werden, da die Fläche bereits im Programm gespeichert ist.

Die ehrenamtlichen Kitzretter und Kitzretterinnen können die Fläche nun bearbeiten. Flugbahn, Überlappung, Startpunkt, Geschwindigkeit und Höhe werden vorher schon eingestellt.

Dann können die Retter der Kitze auf den Feldern zur Tat schreiten. Die Kitze werden meist in Pappkartons an einem schattigen Platz am Rand untergebracht und werden direkt nach der Mahd von den verantwortlichen Personen wieder frei gelassen. Bei einer Kitzrettung in Vreden sind beispielsweise zwei Techniker oder Technikerinnen und mindestens drei Läufer oder Läuferinnen dabei. Neue Interessierte und Engagierte sind immer herzlich willkommen!

Das Programm für das Anmelden und Bearbeiten der Suchaufträge können Drohnenpiloten unter https://www.uaveditor.com/de/ gebührenfrei herunterladen.

Engagement einer Schule (weiterlesen)

 

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Jagdverband drängt auf klare Regeln im Umgang mit Wölfen

11.5.2022
Der Deutsche Jagdverband (DJV) drängt vor der Umweltministerkonferenz auf bundesweit klare Regelungen beim Umgang mit Wölfen. Das Zusammenleben von Menschen, Weidetieren und Wölfen müsse künftig konfliktärmer gestaltet werden, teilte der Verband am Mittwoch mit. «Deutschland hat schon jetzt die weltweit höchste Wolfsdichte, Risse von Pferden, Rindern und Schafen nehmen rasant zu. Es ist höchste Zeit, zu handeln», sagte Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke.

In einem vor der Konferenz veröffentlichten Positionspapier fordert der Jagdverband die Bundesregierung auf, wie im Koalitionsvertrag vereinbart den Bundesländern «ein regional differenziertes Bestandsmanagement» zu ermöglichen. Dazu soll der Wolf nach den Vorstellungen des DJV in das Bundesjagdgesetz aufgenommen und der europäische Schutzstatus des Wolfes herabgestuft werden.

Nach Schätzungen des DJV werden im Frühsommer dieses Jahres insgesamt etwa 2000 Wölfe in Deutschland leben. Die Akzeptanzgrenze für den Wolf sei in einigen Regionen bereits erreicht. Gleichzeitig fehlten geeignete Vergrämungsmaßnahmen. Weidetiere könnten zudem etwa auf Deichen durch immer höhere Zäune nicht ausreichend geschützt werden. Im Sinne der Weidewirtschaft, der Deichpflege und zum Schutz gefährdeter Tierarten dürfe es daher auch kein Tabu sein, künftig Gebiete auszuweisen, in denen sich keine Wolfsrudel dauerhaft niederlassen dürften, teilte der Verband weiter mit.  (weiterlesen)

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Leserbrief – Wölfe schießen statt Herden schützen

von Josef Schuhbauer
7. MAI 2022

Landwirte aus ganz Deutschland versuchen mit der Politik über die zahlreichen Probleme ins Gespräch zu kommen. Zu dem Thema Wolf erreichte uns heute ein Leserbrief von Senn Konrad.

„Die von verantwortungslosen Wildnis-Ideologen betriebene und von ahnungslosen Natur-Freunden beklatschte Ausbreitung der Wölfe bedroht die artgerechte Weidetierhaltung, demoralisiert die Weidetierhalter und entzieht ihnen mittelfristig die ökonomische Grundlage. Wenn es nicht in absehbarer Zeit gelingt, die Zahl der Wölfe deutlich zu reduzieren, wandert ein wichtiger Teil der Tierproduktion in die Ställe oder ins Ausland mit gravierenden Folgen für Natur und Umwelt. Deshalb müssen alle Bemühungen darauf gerichtet sein, so schnell wie möglich so viele Wölfe wie möglich zu schießen.

Die Ausbreitung der Wölfe folgt überall dem gleichen Muster: Plötzlich ist das edle Raubtier da und wird als Erfolg für den Naturschutz willkommen geheißen. Wenn der Wolf Schafe, Kälber oder Fohlen reißt, sind das bedauerliche Ausnahmen. Möglicherweise war es auch gar kein Wolf. Denn eigentlich ist der Wolf ja scheu und bleibt im Wald. Außerdem werden die Weidetierhalter doch großzügig entschädigt. Und überhaupt, was sind denn das für lotterige Zäune? Der Wolf ist zurück, der Wolf steht unter strengem Schutz, und weil das so ist, müssen die Weidetierhalter und die Menschen auf dem Lande wieder lernen, mit dem Wolf zu leben.

In der Regel folgt dann ein Wolfsmanagementplan. Management erweckt den Eindruck, als würde klug gesteuert. Der Wolf hat viele Arbeitsplätze geschaffen. Experten sammeln Kotproben und werten sie aus. Das ganze nennt sich Monitoring. Am Ende stehen umfangreiche Tabellen, aus denen lässt sich eine Wolfspopulation errechnen, die viel mit Manipulation und wenig mit der Realität zu tun hat. Experten schauen sich gerrissene Nutztiere an und schreiben mehrere Seiten voll. Das ganze nennt sich Rissgutachten. Am Ende steht manchmal eine Entschädigung, die gezahlt wird oder auch nicht, die den tatsächlichen Wert eines Tieres für den Halter aber niemals auch nur annähernd ausgleichen kann. Experten erklären dummen Bauern, wie man Zäune baut, davon verstehen wir ja nichts. Das ganze nennt sich Herdenschutz. Am Ende stehen Zäune, die nirgendwo auf der Welt funktionieren und die den Wolf auch hier nur so lange abschrecken, wie die anderen dummen Bauern nicht ebensolche Zäune gebaut haben.

In all diesen Diskussionen kann man sich leicht verzetteln. So gibt es inzwischen abenteuerliche Theorien, wie Nutztiere vor dem Wolf geschützt werden können, und in die verschiedenen Methoden des Herdenschutzes werden Unsummen an öffentlichen und privaten Geldern versenkt. Aber niemand hat bisher einen eigentlich ganz nahe liegenden Versuch unternommen, nämlich die hinter drei Meter hohen Stahlgittern mit Elektrodraht und Unterwühlschutz eingesperrten Wölfe in einem öffentlichen Wildgehege einfach mal ein paar Tage nicht zu füttern und abzuwarten, was passiert. (weiterlesen)

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Polizistenmord Kusel: Prozess gegen mutmaßlichen Polizistenmörder könnte am 21. Juni beginnen

Am 21. Juni soll der Prozess gegen den Mann beginnen, der am 31. Januar bei Kusel zwei Polizisten erschossen haben soll. Mit dem mutmaßlichen Todesschützen Andreas S. soll auch sein Komplize vor Gericht stehen. Den Termin haben die beteiligten Organe der Justiz jedenfalls informell untereinander abgestimmt. Damit scheint auch sicher, dass die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern die beiden Männer anklagen wird. Der Leitende Oberstaatsanwalt Udo Gehring hatte im April mitgeteilt, dass seine Behörde voraussichtlich im Mai über die Anklage befinden wird. Wie nun zu hören ist, könnte die Anklage in der kommenden Woche, spätestens übernächste Woche erfolgen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass das Landgericht Kaiserslautern die Anklage zulassen und das Hauptverfahren eröffnen wird und es damit zum Prozess kommen kann. Am 31. Januar waren bei Ulmet bei Kusel eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Polizist am frühen Morgen gegen 4.20 Uhr aus Jagdwaffen erschossen worden, als die Polizisten zwei Männer beim Wildern stellten. Als dringend tatverdächtig gilt der 38 Jahre alte Andreas S.Er soll beim Wildern einen Helfer gehabt haben, der aber nicht geschossen haben soll. (weiterlesen)

Gerichtsgebäude des Landgerichts Kaiserslautern
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AGDW-Hauptausschuss wählt Prof. Dr. Andreas M. Bitter zum Präsidenten

Der 233. Hauptausschuss der AGDW hat gestern Prof. Dr. Andreas W. Bitter einstimmig zum Präsidenten gewählt. Bitter ist als Professor am Institut für Forstökonomie und Forsteinrichtung an der Technischen Universität Dresden tätig und Vorsitzender von PEFC Deutschland. „Mit Professor Bitter hat die AGDW eine engagierte Persönlichkeit mit außergewöhnlicher Expertise an ihre Spitze gewählt“, sagten die beiden Vizepräsidenten Roland Burger und Josef Ziegler. „Er wird seine umfangreiche Erfahrung aus Wissenschaft, Verbandsarbeit und Waldbewirtschaftung in die Spitzenfunktion unseres Bundesverbandes einbringen können.“ Prof. Bitter war viele Jahre Vorsitzender des Sächsischen Waldbesitzerverbandes und Präsidiumsmitglied der AGDW. Außerdem ist er Waldeigentümer in Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

„Ich freue mich darauf, mich auf Bundesebene für die Interessen der Waldbesitzenden stark machen zu können“, sagte der neue Präsident. „Ein Kernthema wird für mich die Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes sein. Angesichts der Klimakrise braucht der Wald dringend und schnell mehr finanzielle Unterstützung, damit Wiederbewaldung und klimaangepasster Waldumbau gelingen. (weiterlesen)

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NABU: Interaktive Karte zeigt, wo Wölfe in Europa leben

Wo leben derzeit Wölfe in Europa und wie geht es den Tieren? Der Naturschutzbund Deutschland hat eine interaktive Karte über das Wolfsvorkommen in Europa mit einer Übersicht der großen Populationen herausgebracht
Einst zählte der Wolf zu den am weitverbreitesten Säugetieren der Welt. Ganz Europa, weite Teile Asiens sowie Nord- und Mittelamerika zählten zu seinem Verbreitungsgebiet. In weiten Teilen, besonders aber in Westeuropa und Nordamerika, wurde der Wolf durch den Menschen jedoch ausgerottet oder auf wenige, isolierte Vorkommen zurückgedrängt.

Heute gibt es weltweit noch etwa 170.000 frei lebende Wölfe. Die meisten von ihnen sind in Russland, Kanada und Alaska beheimatet. Schätzungsweise 15.000 Wölfe leben in Europa, die zum Teil von einander isoliert sind. Neueste Zahlen für Deutschland (von November 2021) melden 157 Wolfsrudel, das sind 26 Rudel mehr als im Vergleichsraum des Vorjahres. (weiterlesen)

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Jagd: Missachtet die Tierrechtsszene Menschenrechte?

Das afrikanische Community Leaders Network (CLN) kritisiert mehrere deutsche Tierrechtsorganisationen. Der Vorwurf lautet: Missachtung von Menschenrechten. Der Deutsche Jagdverband warnt.

01.05.202

14 Tierrechtsorganisationen, ein Mitglied der Ethik-Gruppe der Weltnaturschutzunion (IUCN) und die Verhaltensforscherin Jane Goodall fordern ein Ende von „Trophäenimporten von der deutschen Bundesregierung“. Das Community Leaders Network (CLN) – ein Zusammenschluss von Gemeindevertretern, Wissenschaftlern und Organisationen aus insgesamt neun südafrikanischen Ländern – übt daran scharfe Kritik. Das CLN fordert alle Nichtregierungsorganisationen und die deutsche Regierung auf, das souveräne Recht der afrikanischen Staaten auf nachhaltige Nutzung ihrer eigenen natürlichen Ressourcen zu respektieren. Deutsche Tierschutzorganisationen haben es kürzlich abgelehnt, CLN-Mitglieder anlässlich eines Deutschlandbesuches im Mai zu treffen. Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) warnen in einer Pressemitteilung vor den negativen Konsequenzen, die die Forderung der Tierrechtsszene für die Menschen und den Artenschutz vor Ort haben.

Nachhaltiges Jagdmanagement habe positive Effekte für den Artenschutz

Dr. Rodgers Lubilo, Vorsitzender des CLN aus Sambia, zu den Forderungen der Tierrechtsszene: "Wir nehmen am 23. Mai an einer Konferenz über Artenschutz, Menschenrechte und nachhaltiger Nutzung in Dortmund teil. Resource Africa, die Organisatoren, haben deutsche Tierrechtsorganisationen eingeladen, ihre Ansichten darzulegen und unsere zu berücksichtigen. Leider lehnen diese Organisationen die Einladung ab. Sie scheinen es vorzuziehen, mit ihrer Regierung über afrikanische Tiere zu sprechen, ohne dass Afrikaner anwesend sind. Doch unsere Rechte und Perspektiven müssen respektiert werden, wenn diese Wildtiere erhalten werden sollen."  (weiterlesen)

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Bleibt der Wolf ohne Regulierung, verschwindet die Weidetierhaltung – Weidetierhalterverbände fordern zum „Tag des Wolfes“ ein Ende der Wolfsromantik

Anlässlich des Tages des Wolfes fordern der Deutsche Bauernverband, die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter und der Bundesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung eine Wolfspolitik ohne weltfremde Verklärung und falsch verstandene Wolfsromantik.

Die Fakten sind eindeutig: Mit einer jährlichen Wachstumsrate des Wolfsbestandes von etwa 30 Prozent und fast 4.000 offiziell bestätigten Rissen von Weidetieren im Jahr 2020 einerseits und einem faktischen Scheitern des Herdenschutzes wird die Weidetierhaltung in Deutschland mittelfristig verschwunden sein, wenn nicht jetzt eine aktive Regulierung des Wolfes vorgenommen wird.

„Die Halter von Schafen, Ziegen, Pferden, Rindern und landwirtschaftlichen Wildtieren auf der Weide akzeptieren es nicht länger, von Umweltpolitikern und -verbänden hingehalten und vertröstet zu werden. Ein Bestandsmanagement ist längst überfällig, ein weiteres Hinauszögern wird zu nicht umkehrbaren Strukturbrüchen in der Weidetierhaltung führen. Wer die biologische Vielfalt im ländlichen Raum fördern, die Nutzung von Grünland sichern und die Kulturlandschaft auch in Zukunft pflegen will, muss den Abschuss auffälliger Wölfe schnell und unbürokratisch genehmigen und den Gesamtbestand des Wolfes regulieren. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Einstieg in ein regional differenziertes Bestandsmanagement auf den Weg zu bringen“, fordert der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken. (weiterlesen)

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KNELL: Wolf ist nicht für jeden eine Bereicherung, sondern kann auch Bedrohung sein

29. April 2022

Freie Demokraten warnen vor einseitiger Betrachtung
FDP fordert professionelleres Monitoring
Populationsstudie zur Vorbereitung eines Bestandsmanagements erforderlich

Wolf ist nicht für jeden eine Bereicherung, sondern kann auch Bedrohung sein (Foto: Jürgen Weber).
Wiebke KNELL, landwirtschafts- und umweltpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat im Hinblick auf den vom NABU ausgerufenen Tag des Wolfes am 30. April vor einer einseitigen Betrachtung des Wolfes gewarnt und und ihre Forderung erneuert, die Voraussetzungen für ein hessisches Wolfsbestandsmanagement zu schaffen. „Nicht jeder empfindet die Rückkehr des Wolfes als Bereicherung, wie sie der NABU in seiner Pressemitteilung zum Tag des Wolfes beschreibt. Menschen, denen ein Wolf im Wohngebiet über den Weg läuft und Weidetierhalter, die ein gerissenes Schaf oder Kalb vorfinden, sehen den Wolf durchaus kritisch oder ängstlich“, erklärt Knell.

Knell appelliert daher an die Landesregierung, das Wolfsmonitoring in Hessen zu professionalisieren: „Die Proben bei Rissverdachtsfällen müssen innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach dem Riss erfolgen und so durchgeführt werden, dass möglichst viele Wolfsrisse auch als solche identifiziert werden.“ Ebenso müssten Problemwölfe, die sich dem Menschen gegenüber auffällig verhalten oder hinreichend geschützte Nutztiere erbeuten, als solche benannt und deren Entnahme angeordnet werden, was auch nach aktueller Rechtslage möglich sei. „Darüber hinaus bedarf es einer Studie zu Wachstum und Größe der hessischen Wolfspopulation, denn für ein Bestandsmanagement braucht es verlässliche Zahlen, die aktuell nicht vorliegen“, sagt Knell. Es gebe zahlreiche Hinweise darauf, dass es mehr Wölfe gebe, als es das Monitoring des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie vermuten lasse.  (weiterlesen)

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EU-Drohnenverordnung: Das müssen Sie bei der Kitzrettung beachten

28.04.2022
Immer mehr Jäger und Jägerschaften setzen Drohnen zur Jungwildrettung ein. Doch für den Einsatz ist einiges zu beachten.

Seit 31. Dezember 2020 gilt in Deutschland die EU-Drohnenverordnung, die die Vorschriften für Fernpiloten in Europa weitestgehend angeglichen hat. Zum Betreiben (Fliegen) einer Drohe (sofern diese im Außenbereich eingesetzt werden, über 250 gr wiegen oder mit Kamera ausgestattet sind) werden stets benötigt:

1. Eine UAS-Betreiberregistrierung (UAS = Unmanned Aircraft System = unbemanntes Luftfahrsystem)
Die Registrierung kann online über die Homepage des Luftfahrbundesamtes (www.lba.de) erfolgen und kostet für natürliche Personen 20,- EUR und für juristische Personen 50,- EUR.

2. Einen Kompetenznachweis für Fernpiloten
Der sogenannte Drohnenführerschein (EU-Kompetenznachweis) in den Klassen A1/A3 („kleiner Schein“) oder A2 („großer Schein“) ist für alle Fernpiloten, die in der offenen Betriebskategorie mit UAS mit einer höchstzulässigen Startmasse von 250g oder mit UAS einen seitlichen Abstand von weniger als 150m zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten mehr fliegen wollen, verpflichtend.   (weiterlesen)

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