Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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WAIDMANNSHEIL - Immer mehr junge Menschen interessieren sich für die Jagd
Für die einen ist die Jagd ein Hobby, die anderen hassen es. Doch seit Jahren bekommt die Jagd immer mehr Zuspruch, auch bei jungen Menschen. Jagd-Influencer teilen dabei gerne ihre Leidenschaft mit der Community; nicht bei jedem kommt das gut an.
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Schmachtend bis hocherregt: Hirschrufer röhren um den Titel
Dortmund - Es klingt nach einem kraftstrotzenden und paarungswilligen Prachtexemplar in der Wildnis. Aber es ist kein vierbeiniger Geweihträger, sondern Förster Fabian Menzel aus Bayern, der die Rufe des Hirsches so gut imitiert, dass er am Freitag bei der Dortmunder Jagdmesse den Meistertitel gewinnt - wie schon 2020. „Es war eng”, sagt der 42-Jährige nach der Kür der Deutschen Presse-Agentur. Geübt habe er nicht. „Entweder man kann es oder nicht.”
Menzel setzte sich gegen Mitbewerber aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen durch. Bei der 40. internationalen Messe „Jagd + Hund” überzeugte die Jury auch Thomas Soltwedel (57) aus Mecklenburg-Vorpommern, der Menzel im Stechen unterlag. Den dritten Platz errang Tasso Wolzenburg (56) aus Bad Laasphe bei Siegen in NRW. Alle drei können nun an diesem Samstag (11.6.) zur Europameisterschaft mit fast 40 Teilnehmern aus 12 Ländern um die Wette röhren. (weiterlesen)
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Wildschadenersatz im Wald - Den Wald nicht vergessen
Bei Wildschäden auf Acker- und Grünland muss der Jagdpächter meist die Reparatur übernehmen. Weniger im Fokus standen bisher Schäden an Forstpflanzen. Doch das kann teuer werden.
10.06.2022 von Jürgen Reh, Rechtsanwalt, VJE
Laut Bundesjagdgesetz sind Wildschäden an Grundstücken, die durch sogenanntes Schalenwild, Wildkaninchen und Fasane angerichtet werden, durch die Jagdgenossenschaft zu ersetzen (BJagdG § 29 I Satz 1). Zum Schalenwild zählen beispielsweise Wildschweine sowie Reh-, Rot- oder Damwild. Die Ersatzpflicht für Wildschäden trifft den Jagdpächter, soweit er diese Verpflichtung im Jagdpachtvertrag übertragen bekommen hat. Die Ersatzpflicht betrifft also nach dem Gesetz zunächst einmal die Jagdgenossenschaft.
Wer bei Wildschaden haftet
Ersatzpflichtig sind Grundstücksschäden. Dabei handelt es sich auf Grünland- und Ackerstandorten in aller Regel um den Schaden an der Bodensubstanz und den Ertragsausfallschaden. Nach der Zusatzregelung des § 31 I BJagdG wird diese Ersatzpflicht auch noch auf bereits getrennte, aber noch nicht eingeerntete Erzeugnisse erweitert. Wird also vorübergehend Erntegut bis zur Abholung kurz zwischengelagert, erstreckt sich die Ersatzpflicht auch auf dieses Erntegut – obwohl es sich bei genauerer Betrachtung nicht mehr um einen Grundstücksschaden handelt.
Für Wildschäden im Wald und an Forstpflanzen gilt ebenfalls § 29 I BJagdG als Anspruchsgrundlage für den Ersatz. Denn auch der Wald und die Forstpflanzen sind Bestandteil des Grundstücks. Jeder Geschädigte kann von der Jagdgenossenschaft bzw. vom Jagdpächter Ersatz für Wildschäden verlangen, wenn letzterer den Wildschadensersatz im Jagdpachtvertrag auch für den Wald übernommen hat.
Meistens übernehmen die Jagdpächter den Wildschaden in der Feldflur. Häufig fehlt es aber an einer vollständigen Übernahme des Wildschadensersatzes im Wald und an Forstpflanzen. Folge ist, dass die nach dem Gesetz für Wildschäden verantwortliche Jagdgenossenschaft ein Haftungsrisiko für die Wildschäden im Wald und an Forstpflanzen hat.
Viele Jagdgenossenschaften haben sich darüber noch keine Gedanken gemacht. Denn die bisher vorhandenen Altbestände waren dem Wild „aus dem Äser gewachsen“ und so vor dem Verbiss des Terminaltriebs sicher. Das sieht nach den schwerwiegenden Kalamitätsereignissen der vergangenen Jahre anders aus. Der Wiederaufforstungsbedarf ist enorm, und es ist absehbar, dass es zukünftig zu einer erheblichen Steigerung beim Verbiss kommen wird.
Zukünftig mehr Schäden? (weiterlesen)

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Ungarisch Drahthaar, der etwas ruhigere Vorsteher
Schon immer faszinierte mich die Führigkeit der Ungarischen Vorstehhunde bei meinen Jagdhundeseminaren und mein Wunsch, einmal einen Drahthaar aus Ungarn zu führen, ist in Erfüllung gegangen. Seit 3 Wochen ist sie nun bei mir im Wendland, Mici, die zarte drahthaarige Magyar Vizsla Hündin. Dass sie binnen weniger Tage den fast doppelt so großen Deutsch Drahthaar Rüden Bruno um den Finger gewickelt hatte, erstaunte mich dann doch.
Doch der heutige Morgenspaziergang offenbarte die ganze Stärke dieser Rasse.
Ich laufe gerne mehrere Kilometer in den kühlen Morgenstunden und bei kühlem Nordwind erreichten wir heute morgen eine Koppel, die schon mehrere Jahre aus der Bewirtschaftung genommen ist und nur noch gelegentlich von Pferden beweidet wird. Schon mehrfach stiegen hier am Rand der Koppel auf dem ungemähten Feldweg Rebühner auf, um wenige Meter danach in der von vielen verschiedenen Kräutern bewachsenen Koppel wieder einzufallen. Ich habe sie deshalb Rebhuhnwiese getauft. Kaum hatten wir den Koppeleingang erreicht, stand Mici bei gutem Wind bombenfest vor! (weiterlesen)

Auch als ich neben ihr stand, konnte ich in aller Ruhe Fotos vom Hund machen
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Publikumsmesse: Internationale Jagd-Messe startet
7.6.2022
Dortmund Die europaweit größte Jagdmesse wird 40 Jahre alt. In Dortmund soll bei der sechstägigen „Jagd + Hund“ ein besonders breites Programm locken. Und ungewöhnliche Rufe werden in den Hallen erschallen.
Vorführungen mit Hunden und Greifvögeln und die inzwischen schon fast legendären Meisterschaften im Hirschrufen: Zur 40. internationalen Publikumsmesse „Jagd + Hund“, die am Dienstag in Dortmund begonnen hat, erwartet die Besucher ein breites Jubiläumsangebot, wie Messe und Landesjagdverband NRW betonten. Rund 400 Aussteller aus 31 Ländern zeigen Jagdmode und Tarnkleidung, Ausrüstung wie Nachtsichtgeräte, Jagd- und Sportwaffen oder auch Geländewagen und Hochsitze.
Bei der nach Veranstalterangaben europaweit größten Jagdmesse stehe der Schutz heimischer Wildtiere im Fokus. Rehe, Hasen oder auch Wiesenbrüter legten ihre Jungen und Gelege oft in schützendem hohen Gras ab, hieß es vom Landesjagdverband. Jägerinnen und Jäger suchten Felder und Wiesen ab und retteten so Wildtiere vor dem Mähtod. Die Jagd sei in der Pandemie als systemrelevant eingestuft worden und spiele auch bei dem angesichts des Klimawandels erforderlichen Umbau des Waldes eine wichtige Rolle, schilderte Sprecher Andreas Schneider.
Nach Branchenangaben ist die Jagd weiblicher geworden. Bei der Deutschen Meisterschaft im Hirschrufen tritt am Freitag neben vielen Männern allerdings nur eine Frau an. Am Samstag (11. Juni) messen sich dann die besten Imitatoren Europas bei einer EM. (weiterlesen)

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Liebe Naturschützer: Vernetzt Euch mit den Landwirten!
Deutschland muss nachsitzen was den Artenschutz angeht. Es braucht mehr Schutzgebiete und Verbindungen zwischen ihnen. Doch womöglich liegt das Heil nicht in der Trennung von Schutz- und Nutzfunktion.
Die Welt hat mindestens drei Großbaustellen: Klimakrise, Artenkrise und Ernährungskrise. Das rasante Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten ist für manche die größte Gefahr. Im Wissenschaftsmagazin Science ist jetzt eine Studie erschienen, in der es um die Vernetzung von Schutzgebieten zum Erhalt der Arten weltweit geht. In dem dazugehörigen Ranking belegt Deutschland den 111. Platz von 164 untersuchten Ländern. Fast so mies wie beim Eurovision Song Contest ...
Mit der Studie einher geht die Forderung von Artenschützern, dass Deutschland mehr tun müsse. Zum einen mehr Schutzgebiete ausweisen und zum anderen die Vernetzung sicherstellen. Ich fürchte, das wird nicht funktionieren. Wir brauchen hierzulande stattdessen eine integrierte Landnutzung. Und da kommen wir an Land- und Forstwirten nicht vorbei. (weiterlesen)

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Die Rettung von Rehkitzen ist Greenwashing
31.5.2022
Warum die Bewahrung von jungen Rehen vor dem Tod durch die Mähmaschine nur Kosmetik ist und dem Artenschutz sogar schadet.
Kommentar von Ingrid Hügenell
Landwirte, Jäger und Tierschützer retten Bambis - oh, wie schön, oh, wie süß! Alle sind begeistert, wenn Menschen oder Drohnen im Mai zur Kitzrettung ausschwärmen und darüber ausführlich berichtet wird. Es ist doch eine wirklich gute Sache, die kleinen, niedlichen Rehkitze aus den Wiesen zu holen, damit sie beim Mähen von den großen Maschinen nicht schwer verletzt oder gar getötet werden. Nein, das scheint leider nur so.
Natürlich muss man die Tiere vor dem Mähen in Sicherheit bringen. Alles andere wäre barbarisch. Doch ihre Rettung mit viel Aufwand ist nur Kosmetik. Greenwashing, wenn man so will. Gut gegen den Artenschwund ist sie nicht. Denn sie ermöglicht es den Landwirten, mit der unökologischen Praxis fortzufahren, stark gedüngte Wiesen viel zu früh und viel zu oft zu mähen. Diese Art der Bewirtschaftung führt ja erst dazu, dass die kleinen Tiere in Lebensgefahr geraten. Nicht nur junge Rehe fallen übrigens den Kreiselmähern zum Opfer, sondern auch viele junge Feldhasen, die in ihren Kuhlen, den Sassen, in der Wiese sitzenbleiben statt zu flüchten und gehäckselt werden, ohne dass es groß auffällt. Dabei haben es die Hasen auf intensiv genutzten, eintönigen Standorten ohnehin schwer - weil ihnen die Kräuter fehlen und sie unter dem Einsatz von Pestiziden und Herbiziden leiden. Ihre Zahlen nehmen, anders als die der Rehe, immer weiter ab. (weiterlesen)

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So will Schweden den Wolfsbestand halbieren
30.05.2022
Der schwedischen Regierung sind 400 Wölfe zu viel. Dabei hat Deutschland deutlich mehr Wölfe und das Achtfache an Einwohnern, aber weniger Fläche.
Was in Bayern und Deutschland unmöglich erscheint, scheint im Norden der EU, in Schweden, offenbar kein Problem: Ein aktives Wolfsmanagement. So ist die schwedische Regierung ist der Ansicht, dass der heimische Wolfsbestand zu groß geworden ist. Sie plant daher den Abschuss von bis zu jedem zweiten Tier. Die aktuelle Wolfspopulation wird in Schweden auf etwa 400 Tiere geschätzt. Eigenen Angaben zufolge strebt die Regierung einen Bestand zwischen 170 und 270 Wölfen an, wobei eher das untere Ziel favorisiert wird. Ein entsprechender Vorschlag soll kurzfristig dem Parlament in Stockholm vorgelegt werden.
Wolfsrisse steigen seit 2018 stark
Der schwedische Bauernverband (LRF) steht hinter dem Vorhaben. Nach seiner Einschätzung hat die Zahl der Wolfsrisse in einigen Landesteilen seit 2018 so stark zugenommen, dass insbesondere viele Schafhalter resigniert haben und aus der Weidehaltung ausgestiegen sind. Der LRF-Vorsitzende Palle Borgström wies darauf hin, dass der aktuelle Wolfsbestand längst deutlich über der von der schwedischen Umweltbehörde festgelegten Zahl zum Populationserhalt liege. Die Situation sei aus Sicht der Landwirte einfach nicht mehr tragbar. Insofern sei es zu begrüßen, dass das Landwirtschaftsministerium hier endlich Initiative zeige.
Deutlich mehr Wölfe im kleineren Deutschland (weiterlesen)
Foto: Wikipedia
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ASP-Ausbruch bei Hausschweinen in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg ist am Mittwoch erstmals die ASP in einem Hausschweinebestand festgestellt worden. Agrarminister Hauk bestätigte, dass es sich um ein Kleinbetrieb mit 35 Schweinen handelt.
26.05.2022
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Baden-Württemberg erreicht. In einer am Donnerstagmittag einberufenen Pressekonferenz bestätigte Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk den Ausbruch in einem Hausschweinebestand im Landkreis Emmendingen. In dem Betrieb mit Freilandhaltung waren vom 19. bis 25. Mai nach Angaben von Minister Hauk 16 der 35 Mastschweine verendet.
Zunächst Verdacht auf Futtermittelvergiftung
Zwei verendete Tiere untersuchte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg zur Feststellung der Todesursache. Der Verdacht bestand zunächst auf einer Futtermittelvergiftung. Die Laboruntersuchungsergebnisse gaben dann einen ersten Hinweis auf ASP, den dann das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Mittwochabend bestätigte. Das Landratsamt Emmerdingen hat den ASP-Ausbruch gestern abend amtlich festgestellt und alle Tiere gekeult.
Eintrag noch unklar (weterlesen)

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Tierrechtsszene scheut Dialog mit Afrika
24. Mai 2022
Die Gesprächskultur der Tierrechtsszene ist mangelhaft. Es gibt Petitionen, Demonstrationen und Verbotsforderungen gegen die Jagd. Der Dialog mit Betroffenen wird jedoch verweigert. DJV und CIC fordern auf, sich vor Ort in Afrika ein Bild zu machen.
Anlässlich der Konferenz „Afrika: Artenschutz, nachhaltige Nutzung und Menschenrechte“ am 23. Mai 2022 in Dortmund hat die Organisation Resource Africa (RA) neben renommierten Wissenschaftlern auch Vertreter deutscher Tierrechtsorganisationen eingeladen. Zahlreiche afrikanische Vertreter, Wissenschaftler und Politiker waren zu Gast. Alle eingeladenen Tierrechtsorganisationen sowie Teile der politischen Landschaft haben die Teilnahme an der wissenschaftlichen, faktenbasierten Diskussionsrunde abgesagt. Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisieren, dass Deutschlands Tierrechtsorganisationen lieber über, als mit denjenigen sprechen, die von ihren Anti-Jagd-Kampagnen betroffen sind.
Resource Africa setzt sich weltweit für das Recht ländlicher, afrikanischer Gemeinden ein, selbstbestimmt über die nachhaltige Nutzung eigener natürlicher Ressourcen entscheiden zu dürfen. Hierzu gehört auch die Jagd mit Gästen aus dem In- und Ausland. RA hatte zu der Konferenz in Dortmund eine dreiköpfige Delegation des Community Leaders Network (CLN), ein Zusammenschluss von Gemeindevertretern aus neun südafrikanischen Staaten, eingeladen. Zu den Absagen der Jagdkritiker sagt Dr. Rodgers Lubilo, Vorsitzender des CLN aus Sambia, bei der Diskussionsrunde in Dortmund: „Offenbar scheut man den Dialog mit uns. (weiterlesen)

Maxi Pia Louis, Direktorin NACSO: „Wir fordern Anerkennung für die Leistung unserer Kommunen im Artenschutz.“Maxi Pia Louis, Direktorin NACSO: „Wir fordern Anerkennung für die Leistung unserer Kommunen im Artenschutz.“ (Quelle: Helm/DJV/CIC)


