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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Vier Bundesländer einigen sich auf gemeinsame Waldpolitik

von Jörg Fischer

26.7.2021 Am Freitag, den 23. Juli, unterzeichneten die zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen im sächsischen Werdau eine gemeinsame Erklärung für eine Waldpolitik der Zukunft.

Am vergangenen Freitag haben sich die Umwelt- und Agrarministerinnen und -minister der Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen – Axel Vogel, Dr. Ralf-Peter Weber, Wolfram Günther und Anja Siegesmund – im Werdauer Wald getroffen und vor Ort mit Förstern über Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung klimastabiler Wälder ausgetauscht. Im Anschluss wurde eine gemeinsame Erklärung der vier beteiligten Bundesländer für eine gemeinsame Waldpolitik unterzeichnet, mithilfe derer die Klimaschutzfunktionen der Wälder gestärkt werden sollen.

Siegesmund: „Situation nicht nur in Thüringen dramatisch“    (weiterlesen)

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Im Rheingau-Taunus-Kreis: Erstmals Wolfsnachwuchs in Hessen

In Hessen gibt es erstmals wieder freilebenden Wolfs-Nachwuchs. Das hat das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie jetzt bestätigt. Eine Wildkamera im Rheingau-Taunus-Kreis hat kürzlich zwei Wolfswelpen aufgenommen.

Vier Einzel-Wölfe und eine Familie in Hessen
In Hessen leben damit jetzt vier sesshafte Einzel-Wölfe und eine Wolfsfamilie. Als die Welpen erstmals von der Kamera registriert wurden, waren sie schon etwa drei Monate alt. Möglicherweise hat das Rheingauer Wolfsrudel noch mehr Nachwuchs. (weiterlesen)

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Blattzeit – Sex nach Kalender

23.7.2021   Wenn der erste Rehbock hinter einem Schmalreh herzottelt, reden viele Jäger bereits vom Beginn der Blattzeit. Das ist schlicht falsch. Eventuell beginnt die Brunft, aber selbst das ist nicht sicher. Der JÄGER schreibt für die Biologie von Rehwild und Waidmann. Wir sind schließlich alle triebgesteuert!

Brunft und Blattzeit sind zweierlei. Brunft ist der Zeitraum, in dem die große Mehrheit der Schmalrehe und Geißen paarungsbereit ist. Die höheren Gebirgslagen ausgenommen, ist das von Mitte Juli bis Anfang August. In höheren Lagen verschiebt sich die Paarungsbereitschaft nach hinten. Das heißt jedoch nicht, das erwachsene weibliche Rehe drei Wochen paarungsbereit wären. Ganz im Gegenteil, es sind – in der Regel – nur wenige Tage in diesem Zeitrahmen.

Blattzeit nennen wir eigentlich nur den letzten Abschnitt der Brunftzeit. Das ist die Zeit, in welcher der Jäger früher zum Blatten ging. Gut – aber warum nutzte er nur die letzten Tage? Weil er wusste, dass es sich vorher nicht wirklich lohnt! Dazu müssen wir versuchen, uns in die Jagd unserer Großväter und Urgroßväter hineinzudenken. Das hatte ja mit dem, was wir heute „spielen“, eher rudimentär zu tun. Jagd kam noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend ohne Hochsitz aus.   (weiterlesen)

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Wolf: So können Mischlinge erkannt werden

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt haben es geschafft, eine Methode zu entwickeln, um Wolf-Hund-Mischlinge zu erkennen. Helfen sollen hierbei Umweltproben wie Haare oder Speichelreste.

Das neue Verfahren soll, im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren, deutlich höher auflösend sein und in Zukunft als Standardverfahren dienen, um Hybridisierungsraten in ganz Europa erfassen zu können. In der Studie zeigen die Forscher auch, dass in Deutschland momentan keine erhöhten Anteile von Hundegenen bei Wölfen festgestellt werden konnten.

Wie funktioniert das?

Erstmals seit der Ausrottung des Wolfes 1850 wurden im Frühling 2000 in Sachsen wieder wildlebende Wolfswelpen geboren. "Gerade zu Beginn einer solchen Wiederbesiedlung ist die Wahrscheinlichkeit, dass Wölfe sich mit Haushunden verpaaren, erhöht – schlicht aus Ermangelung einer Auswahl an Geschlechtspartnern oder -partnerinnen der eigenen Art", so Dr. Carsten Nowak vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und Leiter des Programmbereiches Genomisches Biomonitoring am LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik. An der Studie beteiligt ist ein Team aus zehn europäischen Ländern.

Mittels DNA Mischlinge identifizieren (weiterlesen)

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Warum intakte Waldränder jetzt gefördert werden

von Mirjam Kronschnabl-Ritz

19.7.2021 Der Wald ist für viele seiner Besucher das Highlight des Spaziergangs und die meisten Baumarten sind wohlbekannt. Dem Waldrand mit seinen Büschen und Sträuchern wird hingegen oft wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland erklärt, wieso Waldränder zu einem artenreichen Wald dazugehören und von allen, die PEFC-zertifizierten Wald besitzen, gefördert werden.

Ökologisch intakte Waldränder können Hotspots der Artenvielfalt sein, indem sie Insekten, Vögeln und anderen Wildtieren Lebensraum bieten. Sie bremsen zudem Starkwinde aus und schützen somit den Wald vor Sturmschäden. Das wissen auch die Menschen, denen die Wälder gehören und richten ihr Augenmerk auf diesen Schutzmantel. Denn ohne Pflege und gezielte Neupflanzungen droht dieser verloren zu gehen. 2020 hat PEFC Deutschland daher den Schutz und die Förderung von strukturreichen Waldrändern neu in den aktualisierten Standard für nachhaltige Waldbewirtschaftung aufgenommen.

Wie sollte ein Waldrand aussehen?

Zur warmen Jahreszeit tummeln sich viele Insekten am Rand der Wälder. Doch wie sieht eigentlich ein Waldrand aus, in dem sich viele Tier- und Pflanzenarten wohlfühlen? Unterschieden wird zwischen einem Waldsaum, einem Waldmantel sowie einem Waldtrauf. Solche mehrstufigen Waldränder, die vom Boden bis zu den Baumkronen reichen, haben zumeist eine Breite von rund 20 bis 50 m.  (weiterlesen)

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DJV fordert Platz im Krisenstab

19.7.2021 Mit dem Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinbestände hat die Tierseuche in Deutschland die nächste Eskalationsstufe erreicht.

Das Land Brandenburg ist offensichtlich überfordert mit dem Krisenmanagement, so der Deutsche Jagdverband (DJV) in einer Mitteilung. Der Dachverband fordert jetzt endlich, die Jägerschaft in den zentralen Krisenstab Tierseuchen einzubeziehen. Die ASP-Bekämpfung sei eine nationale Aufgabe: „Behörden auf kommunaler, Landes- und Bundesebene müssen dringend effektiver zusammen arbeiten,“ erklärt DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. Die Politik müsse aufhören, den schwarzen Peter über Zuständigkeiten hin und her zu schieben.  (weiterlesen)

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Forstwirte müssen von Wisenten ausgehende Beeinträchtigungen nicht mehr dulden

Pressemitteilung des OLG Hamm vom 15.07.2021

Zwei Forstwirte aus Schmallenberg sind nicht mehr dazu verpflichtet, Beeinträchtigungen ihres Eigentums zu dulden, die von Wisenten ausgehen, die im Rothaargebirge ausgewildert worden waren. Dies hat der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm in zwei heute verkündeten Urteilen entschieden.

Zur Begründung hat der Senat im Wesentlichen ausgeführt, dass die klagenden Forstwirte von dem zum Zweck der Auswilderung und Erhaltung von Wisenten im Rothaargebirge gegründeten Verein verlangen könnten, die Beschädigung der in ihrem Eigentum stehenden Bäume durch die Wisente durch geeignete Maßnahmen zu verhindern.

Die beiden Forstwirte müssten diese Eigentumsbeeinträchtigungen insbesondere nicht (mehr) unter dem Gesichtspunkt dulden, dass es sich bei der Freisetzung der Wisente um eine naturschutzrechtliche Maßnahme – im Sinne von § 65 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) – handele. Denn durch die Wisente würden sie in der Nutzung ihrer Grundstücke unzumutbar beeinträchtigt. Dabei könne zugunsten des beklagten Vereins unterstellt werden, dass die Schäden am Baumbestand der Forstwirte und die damit verbundene wirtschaftliche Belastung unter Berücksichtigung gezahlter Entschädigungen eine Unzumutbarkeit nicht begründen könnten, weshalb es einer Aufklärung der genauen Schadenshöhe durch ein Sachverständigengutachten nicht bedürfe. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia

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Wolf-Hund-Mischlinge sicher erkennen

Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben mit einem europäischen Team eine neue Methode im Fachjournal „BMC Genomics“ vorgestellt, die es erlaubt, Wolf-Hund-Hybriden anhand von Umweltproben, wie Kot, Haaren oder Speichelresten sicher zu erkennen. Die Methode ist deutlich höher auflösend als herkömmliche Verfahren und soll zukünftig als Standardverfahren dienen, welches eine vergleichbare Erfassung von Hybridisierungsraten in ganz Europa ermöglicht. In derselben Studie zeigen die Forschenden, dass Wölfe in Deutschland derzeit keine erhöhten Anteile von Hundegenen aufweisen.

Im Frühjahr 2000 wurden im Nordosten von Sachsen zum ersten Mal – seit der Ausrottung des Wolfes durch den Menschen um 1850 – in Deutschland wieder wildlebende Wolfswelpen geboren. Nachdem in den folgenden Jahren die weitere Etablierung dieser Tierart nur zögerlich verlief, ist seit gut 10 Jahren eine sehr dynamische Ausbreitung zu beobachten. „Gerade zu Beginn einer solchen Wiederbesiedlung ist die Wahrscheinlichkeit, dass Wölfe sich mit Haushunden verpaaren, erhöht – schlicht aus Ermangelung einer Auswahl an Geschlechtspartnern oder -partnerinnen der eigenen Art“, erklärt Dr. Carsten Nowak vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und Leiter des Programmbereiches Genomisches Biomonitoring am LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik. (weiterlesen)

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Brandenburg: Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen in Deutschland entdeckt

Die Schweine stammen aus einem Bio-Betrieb in Spree-Neiße und einer Haltung im Märkisch-Oderland. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, für Schweine meist tödlich.

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland erstmals bei Hausschweinen festgestellt worden. Betroffen sind Bestände in den brandenburgischen Landkreisen Spree-Neiße und Märkisch-Oderland, wie das Verbraucherschutzministerium des Bundeslandes mitteilte. Beide Bestände seien nach den Befunden sofort von den Veterinärämtern gesperrt worden.

Der Betrieb im Landkreis Spree-Neiße hat nach Angaben des Ministeriums 200 Schweine. Sie alle würden getötet und "unschädlich beseitigt", hieß es. Bei dem betroffenen Bestand in Märkisch-Oderland handelt es sich demnach um eine Kleinsthaltung mit nur zwei Tieren. (weiterlesen)

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Forstwissenschaft: Ein Thüringer hat´s erfunden!

Erfurt (agrar-PR) - Die Forstwissenschaft gilt, neben der Jagdwissenschaft, als die älteste angewandte Wissenschaft. Es war der Rudolstädter Carl Christoph von Lengefeld, der in einem Traktat 1745 erstmals den Begriff Forstwissenschaft verwendete und inhaltlich beschrieb
Der Freistaat Thüringen spielt eine besondere Rolle in der Begründung und Entwicklung des deutschen Forstwesens. Vielen bekannt ist der Name Johann Heinrich Cotta (1763-1844), der 1817 die moderne, nachhaltige Forstwirtschaft maßgeblich mitbegründete und damit Weltgeltung erreichte. Erstmals verwendete er den Begriff „Waldbau“ als Kerntätigkeit eines Försters.

1811 eröffnete der in Zillbach gebürtige Thüringer in Tharandt eine private Forstlehranstalt, die 1816 zur königlich-sächsischen Forstakademie erhoben wurde und heute zu den ältesten forstlichen Ausbildungsstätten der Welt zählt. Doch wer denkt, damit den Beitrag Thüringens zum deutschen Forstwesen erschöpfend erhellt zu haben, der irrt. Ein dreiviertel Jahrhundert zuvor hatte der gebürtige Rudolstädter Carl Christoph von Lengefeld (1715-1775), vielen als Schwiegervater Friedrich Schillers bekannt, in seinem Traktat „Den verlohrenen Werth derer Jagd- und Forstwissenschaften“ erstmals den Begriff Forstwissenschaft geprägt und diesen inhaltlich definiert. Seither gilt von Lengefeld als Pionier der Forstwissenschaft. Später hatte Lengefeld, zusammen mit heimischen Forstbeamten, dass erste „Forsteinrichtungswerk“ geschaffen, ein forstliches Planungsgutachten, das in Deutschland bis heute angewendet wird.  (weiterlesen)

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