Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Test: Schrotpatronen aus Kupfer
Bleifreie Schrotpatronen sind zur Wasserjagd vorgeschrieben. Dabei konnte man bisher unter Weicheisen, Wismut, Zink und Wolfram wählen – jetzt kommt Kupfer neu hinzu. Norbert Klups hat in der letzten Saison mit der RUAG-Neuentwicklung Rottweil Copper Unlimited gejagt.
Jeder Blei-Ersatzstoff in Schrotpatronen hat seine Vor- und Nachteile: Zink kann aus allen Waffen verschossen werden, ist aber durch das geringe spezifische Gewicht (7,29 g/cm3/Blei 11,3) wenig leistungsfähig. Die Reichweite wird damit arg eingeschränkt.
Weicheisen ist mit einem spezifischen Gewicht von 7,89 etwas besser, dafür können diese Patronen ab einer Schrotgröße von 3,25 mm nur aus stahlschrotbeschossenen Flinten verschossen werden. Außerdem sind harte Weicheisenschrote sehr abprallfreudig. (weiterlesen)

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Deutschland versagt beim Artenschutz
Eine zu intensive Landwirtschaft und fortschreitende Flächenversiegelung bedrohen die Artenvielfalt. Laut einem neuen Bericht der Bundesregierung bleibt Deutschland weit hinter seinen Zielen zurück.
Von Nils Klawitter
Deutschland schafft es nicht, die heimische Biodiversität ausreichend zu schützen, obwohl sich die Regierung dazu völkerrechtlich verpflichtet hat. Das geht aus dem aktuellen Indikatorenbericht der Bundesregierung hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Bei 11 von 13 Indikatoren mit konkreten Zielwerten, darunter die Artenvielfalt und der Schutz gefährdeter Arten, liegen die Werte demnach noch »weit« oder »sehr weit« vom Zielbereich entfernt. In einer Einschätzung des Umweltministeriums zum Bericht heißt es, die für die Jahre 2020 und 2030 geltenden Zielwerte könnten »aller Voraussicht nach nicht erreicht werden«.
Der erst jetzt verspätet fertig gewordene Bericht 2019 ist der dritte nach 2010 und 2014. Er informiert über den Zustand und die Entwicklung der Pflanzen, Tiere und Naturlandschaften in Deutschland und soll ein Beitrag sein zur Dekade der biologischen Vielfalt, die die Vereinten Nationen für 2011 bis 2020 ausgerufen haben, um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. (weiterlesen)

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Stadtsauen mit Pfeil und Bogen
So ein Jagdpfeil bringt nicht viel mehr als 100 Joule kinetischer Energie wenn er an der Schwarte eines Wildschweins ankommt und dort seine Arbeit verrichten soll. Trotzdem durchdringt er in der Regel die Kammer selbst grober Sauen und tritt auf der anderen Seite wieder aus. Wie kann das gehen und warum benötigen dann Jagdpatronen zur Saujagd 3.000 Joule und mehr?
Diese und noch einige Fragen mehr müssen wohl auch den verantwortlichen Entscheidungsträgern in Madrid durch den Kopf gegangen sein, als sie begannen, den Einsatz von Pfeil und Bogen zur Bejagung von Schwarzwild im Stadtgebiet von Madrid in Betracht zu ziehen. Als sich die Schäden in den Vorgärten und Grünflächen immer mehr häuften und es zu unheimlichen Begegnungen zwischen Sauen und Bürgern kam, stieg der Druck auf die Behörden weiter. Den Ausschlag gab dann ein „umgedrehter“ Golfplatz. Das Projekt der Bejagung von Schwarzwild im Stadtgebiet von Madrid startete 2011 mit speziell dafür ausgebildeten und geprüften, freiwilligen Bogenjägern.
Knapp 400 Stadtsauen nur in Madrid erlegt (weiterlesen)

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BJV: Maurer zieht Kandidatur zurück und berichtet von Drohungen
Mechtild Maurer wird sich nicht mehr beim BJV als Landesschatzmeisterin zur Wahl stellen. Sie prangert die Umstände im Verband an.
In wenigen Tagen soll die Wahl für das neue Präsidium beim Bayerischen Jagdverband per Briefwahl durchgeführt werden. Nun gibt es neue Entwicklungen: Mechtild Maurer wird bei der kommenden Wahl doch nicht mehr für das Amt als Landesschatzmeisterin antreten. In einem Statement findet Maurer scharfe Worte für die aktuelle Situation im Verband.
So prangert sie in ihrem Statement den Umgang miteinander im heutigen Präsidium an. Er habe einen Tiefpunkt erreicht, ein friedliches und konstruktives Arbeiten "zum Wohle des Verbandes und nicht in der Verfolgung von Einzelinteressen wird auch für das neue Gremium eine sehr große Herausforderung." Auch sie hätte sich in den letzten 1 1/2 Jahren einiges gefallen lassen müssen.
Als Beispiel führt sie einige der Drohungen gegen ihre Person auf. So sei unter anderem gesagt worden:
"Frau Maurer, mir kann nichts passieren, ich habe keine Kinder, ich weiß nicht wie das bei Ihnen ist" (weiterlesen)

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Jagdmediation - Eine Alternative zu staatlichen Gerichten?
Was ist Mediation / Jagdmediation?
Der Begriff Mediation steht für Schlichtung und den Mediator bezeichnet man umgangssprachlich als den Schlichter.
Die Mediation als außergerichtliche Schlichtung kommt aus dem angelsächsischen Raum, wo in einigen Rechtsgebieten die Mediation schon über 50% der gerichtlichen Auseinandersetzungen klärt.
Der Grund, weshalb angelsächsische Gesellschaften die Mediation als Alternative zu staatlichen Gerichten wählen, liegt in einer weit weniger gesetzlich geregelten Gesellschaft. Somit haben Richter dort bei ihrer Entscheidung weit mehr Spielraum, als bei uns in Deutschland.
Um sich aber nicht von der Beliebigkeit einer richterlichen Entscheidung abhängig zu machen, wählt man in den angelsächsischen Staaten immer häufiger den Weg der Mediation als Alternative zum regulären Gerichtsverfahren.
Warum Jagdmediation?
Ein Grundsatz unter Jägern lautet: "Willst Du mit einem guten Freund Streit bekommen, so pachte mit ihm eine Jagd". (weiterlesen)

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Meine Gedanken zur Nutzung der Natur
Dieser Tage lese ich wieder viel den Slogan: Natur ist nicht ansteckend – ich gehe raus. Das ist an sich begrüßenswert. Diese Freizeitbeschäftigung hat uns der Virus noch nicht genommen. Und die Landesgesetze sichern uns in der Regel ein fast uneingeschränktes Betretungsrecht von Wald und Flur, zum Teil sogar ein lückenloses Gewässer Betretungsrecht. Das ist eine tolle Sache. Und so hat die Zahl der verschiedenen Freizeitaktivitäten in der Natur in den letzten Jahren enorm zugenommen.
Wenn ich mich Frühmorgens vor Sonnenaufgang an den Waldrand setze, kann ich den Tag über beobachten, wer die Natur so alles nutzt. Die Rehe springen ab, wenn der erste Jogger mit Kopflampe noch in tiefer Finsternis angestapft kommt und die Natur geschwind nutzt bevor er zur Arbeit geht. Es folgen schnell die ersten Hundespaziergänger, verständlich, der Hund soll nochmal raus, bevor er dann bis zum Feierabend in der Wohnung sein muss. (weiterlesen)

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Jagd und Wald - Rehe als Waldschädlinge: Zoologe erklärt, warum mehr schießen nicht hilft
Rehe sind in Verruf geraten. Sie sollen durch ihre Knabberei den notwendigen Umbau des Waldes hin zu einem artenreichen Mischwald und widerstandsfähigen CO2-Speicher behindern. Ist mehr jagen die Lösung? Nein, meint der Zoologe Josef H. Reichholf
GEO.de: Kürzlich wurde das Bundesjagdgesetz geändert: Es sollen mehr Rehe geschossen werden, um dem Wald zu helfen. Gehen Sie da mit?
Josef H. Reichholf: Nein. Was den Rehen – im Prinzip richtigerweise – unterstellt wird, ist nicht neu. Aber es ist nicht in dem Sinn richtig, dass man mit weiterer Steigerung der Bejagung das Problem lösen könnte. Was in fünfzig Jahren nicht funktioniert hat – trotz steigender Abschusszahlen – wird auch mit der neuen jagdlichen Verpflichtung nicht zu lösen sein.
Mehr jagen ist nicht die Lösung? Woran liegt das?
Das Reh ist seiner Natur nach kein eigentliches Waldtier. Aber die Art der Bejagung hat das Reh so scheu gemacht, dass es praktisch gezwungen ist, Zuflucht im Wald zu suchen. Und je mehr gejagt wird, umso mehr wird diese Scheu gefördert. Die scheuesten Tiere überleben und bleiben in den Wald hinein gedrängt – und gezwungen, sich von dem zu ernähren, was dort wächst. Ich erinnere mich, dass noch in meiner Kindheit und Jugend die Rehe draußen auf den Fluren waren. Ab Herbst sah man Rudel mit bis zu 60 oder 70 Stück.
Gab es damals eigentlich mehr Unfälle mit Wild? (weiterlesen)

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Fehler im Apport bei Jagdhunden
Apport - das Thema Nr.1 neben der Reizimpulskontrolle! Häufig eine Geschichte voller Missverständnisse - hier ein paar Infos zu den top Fehlern!
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Rechtspopulisten im EU-Parlament wollen das Verbot von Bleimunition für die Wasservogeljagd kippen – was machen die Konservativen?
Erneute Unsicherheit bei dem Versuch, Millionen Vögel vor der oft tödlichen Vergiftung zu bewahren
Von Thomas Krumenacker
Das sicher geglaubte Verbot von Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten steht wieder auf der Kippe. Rechtspopulisten und Neofaschisten wollen mit einer Abstimmung im Europaparlament erzwingen, dass die entsprechende EU-Verordnung, durch die in jedem Jahr Millionen Vögel vor einem qualvollen Tod bewahrt würden, nicht in Kraft treten kann. Sie machen sich dabei wissenschaftlich widerlegte Scheinargumente zu eigen, mit denen auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner operiert hat. Eine Entscheidung fällt in der kommenden Woche. Eine Schlüsselrolle haben dabei nun nach Angaben von Umweltverbänden die EU-Parlamentarier von CDU und CSU.
Inmitten zahlreicher Entscheidungen, die aus Sicht von Naturschützern katastrophal für die Biodiversität sind, erschien es wie ein Lichtblick: Nach jahrelangem Ringen und unzähligen Manövern einer einflussreichen Blei-Lobby beschlossen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Sommer, die Verwendung von Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten zu verbieten.
Überraschend wieder auf der Tagesordnung (weiterlesen)

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Pressemitteilung des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V.. Wildunfälle in Deutschland steigen weiter Hauptursache sind zu hohe Rehwildbestände
Nach Angabe von GDV–Die deutschen Versicherer gab es 2019 295.000 Wildunfälle, etwa 800 pro Tag. Die Schadenssumme beläuft sich auf ca. 3000 € pro Unfall. Die Dunkelzimmer wird mindestens 4 – 5-mal höher geschätzt. Unzählige Autofahrer*innen werden gefährdet. Dem Wild entsteht dadurch viel Leid.
Mit Abstand am meisten Wildunfälle ereignen sich mit Rehwild (fast 203.000), da die Rehwildbestände deutschlandweit sehr hoch sind.
Die volkswirtschaftlichen Schäden haben damit die Einnahmen durch die Jagdpacht in vielen Regionen weit hinter sich gelassen. Umso fragwürdiger ist es, dass viele Revierinhaber ihrer Aufgabe, die Schalenwildbestände anzupassen (BJagdG §1), oftmals nicht nachkommen.
Wildwarnreflektoren sind wirkungslos (weiterlesen)


