Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Pressemitteilung des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V.. Wildunfälle in Deutschland steigen weiter Hauptursache sind zu hohe Rehwildbestände
Nach Angabe von GDV–Die deutschen Versicherer gab es 2019 295.000 Wildunfälle, etwa 800 pro Tag. Die Schadenssumme beläuft sich auf ca. 3000 € pro Unfall. Die Dunkelzimmer wird mindestens 4 – 5-mal höher geschätzt. Unzählige Autofahrer*innen werden gefährdet. Dem Wild entsteht dadurch viel Leid.
Mit Abstand am meisten Wildunfälle ereignen sich mit Rehwild (fast 203.000), da die Rehwildbestände deutschlandweit sehr hoch sind.
Die volkswirtschaftlichen Schäden haben damit die Einnahmen durch die Jagdpacht in vielen Regionen weit hinter sich gelassen. Umso fragwürdiger ist es, dass viele Revierinhaber ihrer Aufgabe, die Schalenwildbestände anzupassen (BJagdG §1), oftmals nicht nachkommen.
Wildwarnreflektoren sind wirkungslos (weiterlesen)

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Über die Hälfte aller Bewegungsjagden abgesagt
Eine Online-Blitzumfrage ergibt: Etwa 60 Prozent der Bewegungsjagden fallen 2020 wegen der Corona-Pandemie aus. Der DJV fordert Nachbesserungen im Regelwerk der Länder und eine bessere Unterstützung der Wildbretvermarktung.
Mehr als die Hälfte aller Bewegungsjagden fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Dies ergibt eine Online-Blitzumfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Zudem werden die stattfindenden Jagden in zwei Drittel aller Fälle mit weniger Schützen durchgeführt. (weiterlesen)

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Der mittelgroße Wurf - zwischen Wildvernichtungsgesetz und moderner Jagd
Der Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes liegt nun vor. Wenn diese Fassung den Bundestag passiert, dann bringt er für die Jäger und vor allem für das Wild eine Reihe von Veränderungen, die weitreichende Folgen haben werden.
Die Gesprächsrunden zwischen Forst- und Jagdverbänden, die Anhörung einiger ausgewählter Verbände, Diskussionsrunden mit interessierten Abgeordneten eines Koalitionspartners und ein intensiver Briefwechsel zwischen Bundeslandwirtschaftministerium und zahlreichen Organisationen und Bürgern sind beendet. Das Forstministerium von Frau Klöckner legte Anfang November den Entwurf der Novelle zum Bundesjagdgesetz dem Kabinett vor und die Regierung hat diese Vorlage gebilligt.
Das Jagdgesetz soll in drei Bereichen verändert werden: Der jagdlichen Ausbildung, Regelungen zum Einsatz von Jagdmunition und Jagdtechnik und als zentrale Änderung, die Ausrichtung der Jagd an den forstlichen Zielsetzungen von Forstbehörden und Grundbesitzern. Diesem Ziel wurden die Lebensbedingungen und das Lebensrecht von Wildtieren klar untergeordnet. (weiterlesen)

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ASP in Deutschland: Jetzt 164 bestätigte Fälle bei Wildschweinen
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat gestern (18.11.) zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Sachsen und vier weitere ASP-Fälle in Brandenburg bestätigt. Insgesamt gibt es damit jetzt 164 bestätigte ASP-Fälle in Deutschland.
Stand 18. November 2020: Sechs ASP-Fälle in zwei Bundesländern
Aus Meldungen des Nationalen Referenzlabors - dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - geht hervor, dass gestern (18.11.) insgesamt sechs weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen bestätigt wurden. (weiterlesen)

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Tödliche Krankheit für Hirsche: Neuer CWD-Ausbruch in Norwegen
In Norwegen gibt es einen neuen Fall der Chronic Wasting Disease. Erstmals trat die tödliche Krankheit 2016 in Europa auf.
Die gefährliche, immer tödlich verlaufende Prionenkrankheit Chronic Wasting Disease (CWD) breitet sich in Norwegen weiter aus. Wie das Norwegische Veterinärinstitut berichtet, wurde im September bei einem erlegten Rentier auf der Hardangervidda Hochebene, im Süden Norwegens, die gefährliche Erkrankung nachgewiesen. Es ist der erste Nachweis außerhalb der Region Nordfjella, in der 2016 erstmalig CWD festgestellt wurde. Seitdem seien mehr als 100.000 Cerviden in Norwegen auf CWD getestet worden – 20 waren positiv, so das Veterinärinstitut. Allein in Hardangervidda wurden in diesem Jahr 518 Tiere untesucht, von denen bis dahin alle negativ waren. Wie CWD nun dorthin gelangen konnte, ist unklar. In Hardangervidda kommt die größte freilebende Rentierpopulation in Norwegen mit rund 8.000 bis 10.000 Tieren vor. (weiterlesen)

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Lasst die Afrikaner entscheiden!
Ein Video der Initiative Resource Africa fordert ein Ende westlicher Bevormundung in Sachen Jagd. 50 Vertreter wenden sich an europäische Prominente und die Politik. CIC und DJV warnen vor negativen Folgen für Lokalbevölkerung und Wildtierschutz.
In einem Video, das jetzt auch in deutscher Fassung vorliegt, wehrt sich die Initiative Resource Africa gegen eine Bevormundung durch westliche Tierrechtler. Sie fordert ein Ende der Diskriminierung von afrikanischen Strategien zum Schutz von Wildtieren und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Lebensrealität der Lokalbevölkerung. Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) warnen vor den Gefahren solcher Kampagnen für die Artenvielfalt und die Menschen vor Ort.
"Wir haben es satt, dass Menschen weit entfernt, in unserem Namen reden und unsere Erfolge verunglimpfen", sagt die afrikanisch-deutsche Sprecherin in dem Video "Let Africans decide". Weit über 50 Vertreter südafrikanischer Gemeinden – darunter aus Botswana, Zambia, Tansania und Südafrika, Sprecher der CAMPFIRE- und Conservancy-Projekte in Simbabwe und Namibia – kommen in dem Video zu Wort. Es sei enttäuschend, dass Anti-Jagd-Kampagnen enorme Geldsummen einbringen, aber kein Beweis dafür erbracht wird, dass diese zum Schutz von Afrikas Tierwelt und seiner Bevölkerung beitragen, so das Fazit des Videos. Durchschnittlich 50 bis 90 Prozent der wirtschaftlichen Anreize zum Wildtierschutz stammen demnach aus nachhaltiger, regulierter, humaner und wissenschaftlich überwachter Jagd. (weiterlesen)

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Wolfszählung: Datenlücke zur Realität wächst
Im Herbst präsentiert das Bundesamt für Naturschutz die offiziellen Wolfszahlen. Sie unterscheiden sich erheblich von denen des Jagdverbandes. Wir haben untersucht warum.
Mit 23 neuen Rudeln erreicht der Wolfsbestand in Deutschland einen neuen Höchststand. Die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgelegte Zahl liegt nun bei bundesweit 128 Rudeln, 35 Paaren sowie zehn Einzelgängern. Ein Jahr zuvor hatte das Monitoring noch 105 Rudel, 41 Wolfspaare und dazu zwölf Einzelwölfe ergeben.
Obwohl damit auch offiziell die erneute Zunahme der Wolfspopulation bestätigt wurde, wirft der Deutsche Jagdverband (DJV) dem Bundesamt vor, die Ergebnisse seines Monitorings kleinzurechnen. „Im Extremfall“, kritisierte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke, „sind die Zahlen bei Erscheinen schon anderthalb Jahre alt.“ Tatsächlich endete das Monitoringjahr 2019/20 am 30. April. Der Nachwuchs vom Frühjahr wurde also nicht berücksichtigt. (weiterlesen)

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Waldeigentümer werden mit 500 Millionen Euro unterstützt
Bundesministerin Julia Klöckner erlässt Förderrichtlinie – Forstbetriebe durch Waldschäden und Corona stark getroffen – Nachhaltigkeitszertifizierung ist Voraussetzung für Erhalt der Prämie
Die Wälder in Deutschland leiden seit drei Jahren unter Dauerstress. Stürme, Dürre, und ein massiver Befall des Borkenkäfers haben ihm bedrohlich zugesetzt. Den Waldbesitzern auch. Ihre geschädigten Waldflächen müssen sie räumen und wiederbewalden, die Holzpreise sind – verstärkt auch durch die Corona-Pandemie – stark gesunken. Viele Waldeigentümer haben durch die Waldschäden und Verwerfungen auf dem Holzmarkt starke wirtschaftliche Schäden erlitten haben. Es fehlt ihnen an Liquidität.
Das Bundeswaldministerium hat daher mit der Großen Koalition erstmals eine Nachhaltigkeitsprämie für den Wald entwickelt: 500 Millionen Euro, um die Waldeigentümer direkt zu unterstützen. Diese Hilfen können ab Ende der Woche abgerufen werden – die von Bundesministerin Julia Klöckner gezeichnete Förderrichtlinie wird am Freitag im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Waldfläche nach den Programmen PEFC oder FSC. Die Zertifizierung kann bis zum 30. September 2021 nachgereicht werden. Eine Auszahlung der Prämie erfolgt, wenn die Zertifizierung vorliegt.
Wer wie Hilfe erhält: (weiterlesen)

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Wie willkommen sind Wildtiere?
In diesem Interview erläutert Dr. Thomas Petersen vom Institut für Demoskopie Allensbach die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung. Wie finden es die Menschen, dass der Wolf und andere Tiere, die einmal in Deutschland ausgerottet waren, zurückkehren? Sind Städter toleranter gegenüber potenziell gefährlichen Wildtieren als die Landbevölkerung? Wie entscheiden sich die Menschen bei Konflikten zwischen Artenschutz und anderen Interessen?
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Munitionsverkauf unterliegt dem vollen Umsatzsteuersatz
Das FG Münster hat entschieden, dass wenn ein gemeinnütziger Jagdverein Munition zur Verwendung auf der vereinseigenen Schießanlage verkauft, hierfür der volle Umsatzsteuersatz anzusetzen ist.
Regelsteuersatz für den Munitionsverkauf
Vor dem FG Münster klagte ein als gemeinnützig anerkannter Jagdverein, der einen Schießstand für die Ausbildung angehender Jungjäger und für das Schießtraining der Vereinsmitglieder unterhält. Der Schießstand wird auch von Personen, die nicht Vereinsmitglieder sind, genutzt. (weiterlesen)


