Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
- Details
Wildwuchs könnte naturnahe Wiederbewaldung befördern
Bäume statt Ackerland: in vielen Teilen Europas werden landwirtschaftliche Flächen aufgrund von Landflucht und mangelnder Rentabilität aufgegeben. Die EU unterstützt diese Wiederaufforstung nachdrücklich. Eine Methode zur Wiederaufforstung wäre, die Flächen einfach sich selbst zu überlassen, so dass sich sogenannter „spontaner Wald“ aus Wildwuchs entwickelt. Das wäre nicht nur kostengünstig – vermutlich entstehen dadurch auch Wälder, die besonders an ihren Standort angepasst sind.
Solche spontan entstehenden Wälder erforschen derzeit Forscher der Universität Hohenheim in Stuttgart im Verbund mit europäischen Kolleginnen und Kollegen. Was sie ebenfalls bemerken: Die gesellschaftliche Akzeptanz der neuen Wälder fällt von Land zu Land stark unterschiedlich aus. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt „Sponforest“ mit rund 600.000 € und macht es damit zu einem der Schwergewichte der Forschung in Hohenheim. Jetzt veröffentlicht die Fachzeitschrift Annals of Forest Science erste Zwischenergebnisse in einem Sonderband. (weiterlesen)

- Details
Frisches Grün in Treuenbrietzen
Haben die Naturschützer am Ende gar nicht so unrecht? Sie betonen immer wieder, dass man die Schadflächen am besten einfach sich selbst überlässt. Die Natur hilft sich dann schon selbst.
Wenn man sich dieses Foto anschaut, könnte man es fast glauben. Es zeigt einen Bestand des Stadtwaldes Treuenbrietzen in Brandenburg, in dem im Juni 2018 ein großer Waldbrand rund 150 ha Kiefernwald vernichtet hat. In einer benachbarten privaten Waldgenossenschaft kam noch einmal die gleiche Fläche hinzu. Anders als die Privatwaldbesitzer, die ihre verbrannten Bäume komplett geräumt haben, ließ die Stadt ihre Bäume jedoch stehen. (weiterlesen)

- Details
Wisente in Deutschland: Wild auf Bewährung
Europäische Bisons waren in Deutschland ausgestorben, nun zieht eine Herde frei durch Wälder in Nordrhein-Westfalen. Ihr einziger Feind ist dort der Mensch.
Sie dürften eigentlich gar nicht hier sein, doch wenn die Herde nah genug kommt, ist das Mahlen der Kiefer zu hören. Wisente, die europäischen Bisons, waren in Deutschland seit 300 Jahren ausgestorben. Hier aber ragt ein massiver Nacken eines Wisentbullen fast zwei Meter über der Wiese auf, kurz hebt er den Kopf mit den geschwungenen Hörnern, dann schnaubt er und grast weiter. Hinter ihm jagen zwei Kälbchen durch das Unterholz. Ausgerechnet in Nordrhein-Westfalen, Deutschlands am dichtesten besiedelten Flächenland, leben wieder Wisente in freier Wildbahn.
Die Tiere sind damit die größten freilebenden Säugetiere der Bundesrepublik. Und der Beweis dafür, dass der Mensch seine Umwelt nicht nur zerstören, sondern auch retten kann, wenn er will. Sie leben seit 2013 frei im Rothaargebirge im Südosten von Nordrhein-Westfalen, mehr als 20 Tiere gehören inzwischen zu der Herde. (weiterlesen)

- Details
Was Jagdhundeausbilder vom Pferdeausbilder Uwe Weinzierl lernen können
Der Respekt und das Vertrauen des Ausbilders gegenüber dem Tier steht am Anfang jeder Ausbildung und endet nie.. Das gilt für Pferde, Hunde und Menschen gleichermaßen. Ist dieses Vertrauen durch anfängliche Schwierigkeiten zerstört, hilft nur noch der geduldige Ausbilder für "Problempferde und -hunde".
Sensible Tiere, wie der Wallach im anschließenden Video, werden oft zu schnell wegen fehlender Führigkeit von ihren Haltern abgeschrieben. Dabei benötigen sie nur sehr viel mehr Zeit am Beginn, um das notwendige Vertrauen zum Ausbilder aufzubauen, das wir ihnen oft aufgrund fehlender Zeit nicht zugestehen. (weiterlesen und Video ansehen)

- Details
Übern Tisch gezogen
In Deutschland verschärft sich der Konflikt zwischen Forstwirtschaft und Jägern. Vom Ziel, gemeinsame Lösungen für Wald und Wild zu finden, ist man mittlerweile weit entfernt. Stattdessen wittern einige Hardliner unter den Waldeigentümern die Chance, ihre Maximalforderungen durchzusetzen.
Von Felix Höltmann.
Der Wald in Deutschland ist aufgrund von Trockenheit, Stürmen und Schädlingsbefall in einer Extrem-Situation – wir haben in den vergangenen Monaten bereits oft darüber berichtet. Allein in Nordrhein-Westfalen müssen deutlich mehr als 70.000 ha Wald aufgeforstet werden. Der Bund ist bereit, Waldeigentümern dafür viel Geld zur Verfügung zu stellen.
Der Streit eskaliert (weiterlesen)

Fegeschaden an einer Fichtenkultur
- Details
“ZDF.reportage” auf der Spur der Wildschweine in Deutschland
Mainz (ots) – Werden Grenzzäune verhindern können, dass Wildschweine vermehrt aus Osteuropa nach Deutschland kommen? Die “ZDF.reportage: Wilde Sau – Grenzschutz gegen Borstenvieh” begibt sich am Sonntag, 6. September 2020, 17.55 Uhr, auf die Spur der Wildschweine im Nordosten der Bundesrepublik. Der Film von Felix Krüger berichtet unter anderem vom Versuch, die Afrikanische Schweinepest von den deutschen Tierbeständen fernzuhalten. Die “ZDF.reportage: Wilde Sau – Grenzschutz gegen Borstenvieh” steht ab Freitag, 4. September 2020, 9.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.
Aus Angst vor der Afrikanischen Schweinepest soll die Jägerschaft die Schwarzwildbestände dezimieren. Man befürchtet, dass die ansteckende Viruskrankheit auf Hausschweine übertragen wird. Seit die Tierseuche sich von Osteuropa aus der deutschen Grenze bis auf wenige Kilometer genähert hat, ist die Angst bei vielen Bauern groß. Sind ihre Bestände erst infiziert, kann Schweinefleisch kaum mehr exportiert werden. (weiterlesen)
Hier geht es direkt zum Video auf der Mediathek

- Details
EU beschließt Verbot für Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten
Bei der Jagd in und über Feuchtgebieten wird es künftig ein Verbot bleihaltiger Schrotmunition geben. Die EU-Mitgliedstaaten einigten sich heute darauf mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren.
Die EU-Mitgliedstaaten haben heute ein Verbot von bleihaltiger Schrotmunition in und über Feuchtgebieten beschlossen. Auch Deutschland votierte dafür. Damit sollen Bleivergiftungen bei Vögeln und weitere Umweltauswirkungen von Blei minimiert werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) betonte nach der Entscheidung, dass der Beschluss eine Übergangsfrist von zwei Jahren vorsieht
Um ihr Stimmverhalten hatten Landwirtschafts- und Umweltministerium in Deutschland lange gerungen. Das BMEL hatte bei seiner Skepsis gegen das Verbot den Tierschutz vorangestellt und zu Bedenken gegeben, dass Alternativen zur Bleimunition nicht zum unmittelbaren Tod der Tiere führen würden und die Tiere länger leiden würden. (weiterlesen)

- Details
Erntejagd - effektiv und sicher
Erntejagden bieten gute Möglichkeiten
In den Sommermonaten verschwinden die Sauen oft in unübersichtlichen Raps- und Maisschlägen, in denen eine gezielte Bejagung nur schwer möglich ist. Zu allem Übel können die schwarzen Gesellen noch große Wildschäden verursachen, die nicht nur für den Landwirt, sondern auch für uns Jäger ein großes Problem sein können. Was liegt da näher, als zum Zeitpunkt der Ernte die Chancenverhältnisse umzudrehen und mit einer Erntejagd die Gunst der Stunde zu nutzen. Zumal wir Jäger dann auch für den Landwirt sichtbar in Aktion treten und nicht wie sonst alleine bei dunkler Nacht den Sauen nachstellen. Diese psychologischen Effekte nach dem Motto „Der Jäger tut ja was“ dürfen nicht unterschätzt werden und können das Verhältnis zwischen Jäger und Landwirt positiv beeinflussen.
Allerdings häufen sich in dieser Zeit die Meldungen, dass es zu Unfällen kommt, bei denen neben Sachschäden, auch immer wieder Personenschäden zu beklagen sind. Eine Erntejagd stellt eine besondere Situation im Revier dar, die sich von den sonstigen alltäglichen, jagdlichen Abläufen deutlich unterscheidet. Verantwortlich dafür ist, dass wir oft nur kurze Planungszeiträume haben, durch die Erntemaschinen während der Jagd viel Bewegung stattfindet und wir Jäger innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen müssen.
Kommunikation ist das A und O (weiterlesen)

- Details
Wildkatzen - Bedrohte Jäger
Die Europäische Wildkatze sieht der Hauskatze zwar ähnlich, ist aber nicht der wilde Vorfahre unserer Hauskatzen, denn diese stammen von der afrikanischen Falbkatze ab. Im Zoo Neuwied lebt ein Wildkatzen-Pärchen.
Neuwied. Anders als Hauskatzen sehen alle Europäischen Wildkatzen sehr ähnlich aus. Sie haben eine Körperlänge von insgesamt etwa 120 Zentimeter, wovon etwa 25 bis 35 Zentimeter auf den Schwanz entfallen. Mit einem Gewicht von bis zu acht Kilogramm sind sie deutlich schwerer als Hauskatzen. Die Beine sind dicker und die Schnauze breiter. Außerdem ist das Fell der Wildkatze länger und ihr Schwanz ist stark buschig. (weiterlesen)

- Details
Referent*in für Wildökologie & Wildtiermonitoring - Deutsche Jagdverband e.V.
Beschreibung:
Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist eine anerkannte Naturschutzvereinigung und vertritt als bundesweite Dachorganisation rund 245.000 Jäger. Der DJV und seine Landesjagdverbände haben im Jahr 2001 das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) initiiert. In dem bundesweiten Wildtiermonitoring erheben Jäger ehrenamtlich Daten zum Vorkommen, zur Populationsdichte und -entwicklung von Wildtieren.
In Kooperation mit dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein sowie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel führt der DJV zudem das Projekt Tierfund-Kataster durch. Dabei werden Wildunfälle und andere Tierfunde bundesweit einheitlich und standortgenau erfasst sowie wissenschaftlich ausgewertet.
Weitere Informationen zu den Projekten gibt es im Internet unter
www.jagdverband.de/forschung-aufklaerung/wild-monitoring und www.tierfund-kataster.de.
Der DJV sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n:
Referent/in für Wildökologie und Wildtiermonitoring.
Die Vollzeitstelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, eine Verlängerung wird angestrebt.
Zu bearbeitende Themenfelder sind:
Wildtiermonitoring, Wildökologie, Statistik, Datenbanken, Digitalisierung, Arten- und Naturschutz
Ihre Aufgaben: (weiterlesen)


