Vinaora Nivo Slider 3.x

Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Image Not Found

Kolumne Jagd-Heute: Der Entwurf des Bundesjagdgesetzes – Weder Fisch noch Fleisch

Mit großer Spannung war der Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erwartet worden. Bei manchen mit eher bangem Blick in Anbetracht der Reichweite, die das neue Gesetz auf die traditionelle Hegejagd haben könnte. Bei anderen hatte sich zuletzt Hoffnung breit gemacht, dass das BJagdG auch grundlegend an den anhaltenden Schalenwildboom angepasst würde – hatte Ministerin Julia Klöckner (CDU) die Bedeutung der Jagd für den Wald zuletzt doch wiederholt betont. Der jetzt vorliegende Entwurf ist allerdings nur ein Schrittchen in Richtung zeitgemäßer Jagd. Es wurde an wenigen Stellen, eher im kosmetischen Bereich, korrigiert. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

- Jagd, bzw. die „Hege“ soll „eine Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen.“
- Jagdausbildung: Künftig müssen Jagdschüler mindestens 130 Stunden Ausbildung durchlaufen. Die Inhalte der Jagdausbildung werden neu definiert und die Themen Wildschäden („Grundsätze der Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern“) und Waldbau („Erfordernisse naturnaher Waldbewirtschaftung und Naturverjüngung“) stärker gewichtet.
- Büchsenmunition: Es kommt kein Bleiverbot, sondern ein Minimierungsgebot.
- Nachtzielgeräte werden für die Jagd auf Schwarzwild erlaubt.
- Tellereisen und Fangeinrichtungen, in denen Greife gefangen werden könnten, werden verboten.
- An Grünbrücken darf im Umkreis von 250 Metern nicht gejagt werden außer an wenigen Stunden bei Bewegungsjagden.
- Abschusspläne: Behördliche Abschusspläne für Rehwild entfallen. Jäger und Verpächter bzw. Eigentümer müssen aber Mindestabschusspläne vereinbaren (längstens für drei Jahre). Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, schreibt die Behörde den Mindestabschuss vor, ggf. unter Berücksichtigung des forstlichen Verbissgutachtens.  (weiterlesen)

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Pressemitteilung des Deutscher Bauernverbandes: Schäden durch Wolfsrisse kaum mehr beherrschbar

Angriffe auf Weidetiere nehmen weiter exponentiell zu

Die neuesten Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bewertet der Deutsche Bauernverband (DBV) als Alarmsignal. „Die Zahl der bei Wolfsangriffen getöteten und verletzten Weidetiere nimmt weiter dramatisch und exponentiell zu, 2019 erneut um 40 Prozent“, stellt Bernhard Krüsken, Generalsekretär des DBV, fest. „Es ist nicht akzeptabel, dass diese vorhersehbare Entwicklung von Seiten des Naturschutzes mit Achselzucken hingenommen wird. Die Taktik des Verharmlosens und Verniedlichens der massiven Schäden ist unverantwortlich. Wir müssen jetzt endlich den Einstieg in die ernsthafte Bestandsregulierung beim Wolf finden“, so Krüsken. Nach den Zahlen der DBBW wurden 2019 bei 887 Wolfsübergriffen 2.894 Nutztiere verwundet oder getötet - darunter mehr als 2.500 Schafe und Ziegen, aber auch Rinder und Pferde. „Die ungebremste Ausbreitung der Wölfe in Deutschland ist für die Weidetierhaltung in den betroffenen Regionen verheerend“, mahnt Krüsken. Anders als von Seiten des Naturschutzes behauptet, wächst nicht nur der Wolfsbestand in Deutschland exponentiell, sondern auch die Zahl der Wolfsrisse von Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und landwirtschaftlichen Wildtieren und die daraus resultierenden Probleme für die Weidehaltung.   (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Waldumbau: Schutzmaßnahmen gewinnen an Bedeutung

Dürre, Stürme und Insekten haben in den vergangenen Jahren Deutschlands Wäldern massiv zugesetzt. Nadelholzreinbestände sollen in Mischwälder umgebaut werden. Vermehrt sollen deswegen Rehe und Hirsche erlegt werden. Wissenschaftler sagen: Schutzmaßnahmen wie Wuchshüllen oder Gitter gewinnen an Bedeutung.

Akteure aus Politik, Forstwirtschaft und Naturschutz fordern, dass der Umbau von anfälligen Fichten- oder Kiefernreinbeständen hin zu klimastabilen Mischwäldern möglichst ohne Schutzmaßnahmen gegen Wildtiere funktionieren soll. Sebastian Hein, Waldbau-Professor der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg, erwartet gleichzeitig, dass der Einsatz von Forstschutzmaßnahmen wie dem mechanischen Einzelschutz durch Wuchshüllen sogar zunehmen wird. Im Interview mit dem Deutschen Jagdverband (DJV) erläutert er die Gründe, die für diese Prognose sprechen.

DJV: Die Waldfläche der Größe des Saarlands ist von Dürre, Sturm und Insekten geschädigt. Auf diesen Flächen sollen jetzt klimastabile Mischwälder entstehen. Dafür müssen Bäume gepflanzt werden. Überleben diese gänzlich ohne Schutzmaßnahmen?

Professor Sebastian Hein: In der Waldbewirtschaftung werden verschiedene Schutzmechanismen angewendet. Zäune beispielsweise schützen vor Schäden durch Reh- oder Schwarzwild.

(weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Baden-Württemberg: Investitionshilfen für Schwarzwildbejagung

Im Zuge der effektiven Schwarzwildbejagung eröffnet Baden-Württemberg en Vorantragsverfahren zur Förderung von Bewegungsjagden.

Neue Fördermöglichkeiten zur Unterstützung der Jägerschaft bei einer effektiven Schwarzwildbejagung sind die Inhalte einer aktuellen Verwaltungsvorschrift. Diese sollen die Jägerinnen und Jäger bei der Schwarzwildjagd finanziell unterstützen und im Bereich der Wildbretvermarktung mehr Sicherheit und Kontinuität bringen.

Das Land fördert Revierausstattungen und Dienstleistungen bei den Bewegungsjagden und qualifizierte Beratungsleistungen durch Berufsjäger. Für die oben genannten Fördermaßnahmen sind alle Revierinhaber antragsberechtigt. Im Zuge der Bewegungsjagden auf Schwarzwild werden zudem Hundeführer mit ihren Stöberhunden als auch anerkannte Nachsuchengespanne für ihren Einsatz finanziell unterstützt. Investitionen im Bereich der gesamten Wildbretverarbeitungskette honoriert das Land ebenfalls.

Antragsverfahren

Die Verwaltungsvorschrift ist am 02. April 2019 in Kraft getreten. Die einzelnen Fördermaßnahmen werden vom Land schrittweise erarbeitet und den Jägerinnen und Jägern bekannt gegeben.  (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Forst erklärt – Forstwirtschaft für jeden verständlich

Forst erklärt ist ein Projekt, welches 2020 gegründet wurde. Es soll den Wald mit seinen vielen Gesichtern für alle verständlich und erlebbar machen. Hinter diesem Projekt stecken Jan, Simon und Felix, die sich während ihres gemeinsamen Forststudiums an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen kennen gelernt haben.

Ziel des Projektes ist es, die spannenden und vielseitigen Inhalte im Wald, im Forst und der Natur so aufzubereiten, dass jeder sie verstehen kann. Denn eines ist den Jungs aufgefallen: Es gibt kaum Menschen und Kanäle, die das Wissen rund um Wald und Forst nach draußen tragen. Das wollten sie ändern. Dabei spielt vor allem die Begeisterung für die Natur und für den Wald als Lebens- und Arbeitsraum eine Rolle. So werden im Rahmen des Projektes verschiedenste Plattformen bespielt. Forst erklärt hat es sich zur Aufgabe gemacht, faktenbasiertes Wissen anschaulich darzustellen. Deshalb findet man unter jedem Blogbeitrag auch Quellenangaben. Es soll ja nicht nur bei „Hab ich mal gehört“ und „Das ist halt so“ bleiben.

Zielgruppe: jenseits der forstlichen Welt

Kritik und Feedback werden sehr ernst genommen. Dabei soll der Forst auf eine moderne und niederschwellige Art und Weise präsentiert werden, um besonders eine Zielgruppe jenseits der forstlichen Welt zu erreichen. Wie genau bespielen also die drei jungen Männer verschiedene Plattformen?  (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

ASP in Polen: So ist die Lage

Polen scheint die Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach wie vor nicht in den Griff zu bekommen. Im Westen nimmt die Zahl der Fälle zu.

Die Fallzahl bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist kaum zurückgegangen. Trotzdem sieht Ardanowski Anzeichen, dass die seit 2014 anhaltende Tierseuche in Hausschweinebeständen abflaut. 77 zuvor auffällig gewordene Gemeinden in Polen gelten zurzeit wieder als seuchenfrei.

Laut Polens Landwirtschaftsminister halten alle Betriebe, unabhängig von ihrer Größe, die Maßnahmen zur Eingrenzung der Seuche ein.

Ungelöst: ASP bei Wildschweinen

Die ASP unter Wildschweinen sei laut des Ministers aber nach wie vor ein großes, ungelöstes Problem. Er sieht die Jäger in der Pflicht, die Bestände weiter zu minimieren und das Potential des Übertragens damit zu reduzieren. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Aufschrei nach Jagd von Mutter-Tochter-Gespann - Fleisch hat eben mal gelebt, liebe Eltern!

Kommentar von Lauren Ramoser

Die US-Amerikanerin Beka Garris nimmt ihre kleine Tochter mit auf die Jagd. Die 2-Jährige streichelt tote Kaninchen und kauert mit ihrer Mutter im Unterholz, bis ein Reh in Sicht ist, das geschossen werden soll. Im Netz lösen die Bilder der beiden rege Diskussionen aus. Dabei macht Beka Garris alles richtig – sagt auch die Kinderpsychologin Sabine Kopsch-Werner.

Mutter-Tochter-Gespann auf der Jagd

Der Fall der 31-jährigen Mutter Beka Garris aus dem US-Bundesstaat Ohio sorgt für Diskussionen. Die junge Mutter nimmt ihre 2-jährige Tochter Isabella mit auf die Jagd. Mit Pfeil und Bogen in der Hand und dem Kleinkind in einer Trage auf dem Rücken pirscht sie durch die Wälder und über Felder und jagt Rehe, Hasen und Eichhörnchen, die später auf den Tellern der Familie landen.

Vielen Menschen im Netz gefällt das überhaupt nicht. Sie traumatisiere ihr Kind, Isabella sei viel zu jung dafür, das Jagen sei brutal und unnötig heißt es auf Facebook und in anderen Sozialen Netzwerken. Beka will von der Kritik nichts wissen. Ihr sei es wichtig, dass Isabella in engem Kontakt mit der Natur aufwächst.

Psychologin: Jagd traumatisiert Kinder nicht   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Problem Wildverbiss: Weniger Rehe für mehr Wald? Streit über neues Jagdgesetz

Um den Wald widerstandsfähiger zu machen, sollen zwischen Kiefern und Fichten mehr Laubbäume wachsen. Doch deren Triebe werden von Rehen und anderem Wild gern abgeknabbert. Das bringt Förster und Jäger gegeneinander auf. Kann eine Änderung des Jagdgesetzes helfen?

Berlin (dpa) - Um junge Laubbäume zu schützen und Deutschlands Wälder zu stärken, will die Bundesregierung den vermehrten Abschuss von Rehen ermöglichen.

Doch der Entwurf von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für eine Änderung des Bundesjagdgesetzes stellt bisher weder Förster noch Jäger zufrieden.

Wanderer und Spaziergänger freuen sich, wenn sie ein Reh im Wald entdecken, aus Sicht von Förstern gibt es aber zu viele. Wildverbiss, wie Fachleute sagen, gilt als großes Hindernisse für den "Waldumbau" - das Umwandeln von Monokulturen in Mischwälder. Dies soll Deutschlands schwer geschädigte Wälder widerstandsfähiger gegen Klimawandel und Schädlinge machen. Und das ist dringend notwendig.   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

„Mehr Biofleisch geht nicht“ – das umstrittene Jagd-Fieber der Generation Y

Immer mehr junge Menschen gehen auf die Jagd, darunter viele Frauen. „Angewandten Naturschutz“ und Entschleunigung nennt der Nachwuchs als Motiv – und posiert auf Instagram mit erlegtem Wild. Kritiker sind in Rage.

Thea Grünen ist 23 Jahre alt, als sie zum ersten Mal auf ein Tier schießt. „Auf meiner ersten Jagd, zu der mich Freunde mitnahmen, wurde ich von den älteren Männern noch belächelt und gefragt, ob ich nicht lieber in die Stadt fahren wolle, um mir die Fingernägel machen zu lassen.“ Heute, rund ein Jahr später, weiß Grünen, wie man Tierkrankheiten erkennt, Fährten liest und Wildtieren mit einem Messer die Eingeweide entnimmt.

Lange hat sie nicht gebraucht, um sich in der männlich dominierten Jagd zu behaupten. Ein selbst erlegtes Stück Wild auf dem Teller zu haben sei eine Frage des Respekts, sagt die Düsseldorferin, die eigentlich Personaltrainerin ist. „Fleisch aus dem Supermarkt esse ich heute nicht mehr.“

Grünen ist eine von rund 38.000 Personen, die seit 2010 die Jagdscheinprüfung bestanden haben. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

DFWR zum Referentenentwurf zur Novelle Bundesjagdgesetz

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und AGDW – Die Waldeigentümer fordern, jetzt die Weichen für die Zukunft der Wälder in Deutschland zu stellen. Mischwälder als probate Antwort auf den Klimawandel können nur gelingen, wenn die jagdliche Situation es zulässt. Der vorliegende Referentenentwurf zur Novelle des Bundesjagdgesetzes (BJG) müsse deutlich weiter gehen.

Der Klimawandel mit seinen Folgen stellt den Wald und die Forstwirtschaft vor riesige Herausforderungen. Nicht nur rund 250.000 ha geschädigte Waldflächen müssen jetzt mit einem klimastabilen Mischwald wieder bewaldet werden, sondern auch der Waldumbau muss auf einem Großteil der gesamten Waldfläche ermöglicht und weiter vorangetrieben werden. Dafür sind angepasste Schalenwildbestände eine wesentliche Voraussetzung. Mit der Novelle des Bundesjagdgesetzes müssen nun die Voraussetzungen geschaffen werden, um den Wald in Deutschland und seine vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft zu erhalten. Am 27. Juli hat das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Gesetzentwurf an die Verbände zur Stellungnahme versandt. Die Verbändeanhörung ist für den 28. August angesetzt.    (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)