Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Entenjagd in Nürtingen: Mit fixierten Flügeln in den Tod
Bei der Ausbildung ihrer Hunde setzen Jäger im Land auf eine umstrittene, in vielen Bundesländern bereits verbotene Methode: die „Prüfung an der geflügelten Ente“.
Nürtingen - Aus Sicht der einen ist es schlicht grausame Tierquälerei. Aus Sicht der anderen ist es eine rechtlich einwandfreie und fachlich absolut notwendige Schulungseinheit, um Jagdhunde entsprechend der deutschen Gesetzgebung „brauchbar“ zu machen. Hinter der „Prüfung an der geflügelten Ente“, die die Gruppe Württemberg des Vereins Deutsch Drahthaar (VDD) am Samstag, 21. Juli, an einem noch nicht näher definierten Gewässer im Raum Nürtingen durchführen will, verbirgt sich eine höchst umstrittene Methode. Mit ihr sollen junge Jagdhunde auf die Suche von krankem oder geschossenen Wasserwild vorbereitet werden und lernen, es zu den Jägern zu apportieren.
Damit die jungen Hunde ihre Prüfung ablegen können und die Enten nicht ihren natürlichen Fluchtinstinkt ausleben und wegfliegen können, werden sie für diese Prüfung flugunfähig gemacht. Dazu wird ihnen nach der so genannten Professor-Müller-Methode eine Papiermanschette über die Flügel gezogen, die sich spätestens nach 30 Minuten auflösen soll. „Die Enten haben also durchaus eine realistische Überlebenschance“, betont die VDD-Prüfungsobfrau Erika Rüdenauer, die die Übung bei Nürtingen organisiert.
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128 ha Eigenjagd / 160 ha Jagd in den Karawanken
Die 128 ha große Eigenjagd liegt in einem Talkessel, teilweise aufgeschlossen mit Forstwegen. Die Jagdhütte wurde liebevoll vor dem Reviereingang gebaut. Der Forst ist gut bestockt und zusammenfassend kann man von einer sehr schönen Gams-, Reh- und Rotwildjagd sprechen. Durch die öffentliche Bundesstraße ist die Jagd sehr gut erreichbar. Auch der Wörthersee ist nur ca. 30 km entfernt. (weiterlesen)

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Den Wolf zum Abschuss freigeben
Sächsische Jäger und Schäfer fordern, dass Tiere geschossen werden dürfen. Bei Niesky trafen sie sich mit dem Ministerpräsidenten und einem Vertreter der Bundesregierung. Das sind die Ergebnisse der Runde:
Bautzen. Unzufriedenheit ist auf beiden Seiten zu spüren. Unzufriedenheit, wie mit dem Wolf in Deutschland umgegangen wird. Die eine Seite sind die vom Wolf betroffenen Jäger, Schäfer und weitere Halter von Nutztieren. Auf der anderen Seite die Politiker in der Region und im Freistaat. Zusammen trafen sie sich auf Einladung von Ministerpräsident Michael Kretschmer und im Beisein vom Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Michael Stübgen (beide CDU), in Kosel bei Niesky zum Gespräch mit den Bürgern. Das sind die wichtigsten Aussagen und Forderungen zusammengefasst. (weiterlesen)

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Wolf: Verbände fordern Rechtssicherheit für Herdenschutzhunde
Der Bundestag will den Einsatz von Herdenschutzhunden vereinfachen und dafür die Tierschutz-Hundeverordnung verändern. Ein Bündnis aus neun Landwirtschafts-, Natur- und Tierschutzverbänden macht dafür nun konkrete Vorschläge. Sie wollen den Einsatz von Herdenschutzhunden rechtssicher machen, ohne das Wohl der Hunde zu gefährden.
„In den deutschen Wolfsgebieten sind Herdenschutzhunde angesichts der Rückkehr des Wolfes für viele Betriebe unersetzlich geworden, weshalb ihr Einsatz rechtssicher möglich sein muss“, so die Verbände. Obwohl Herdenschutzhunde bewährte „Mitarbeiter“ vieler Schäferinnen und Schäfer sind, werde ihr Einsatz durch das geltende Tierschutzrecht unnötig behindert. Es schreibt selbst auf Naturschutzflächen teure Schutzhütten vor, die von den Hunden oft nicht genutzt werden. Auch die Haltung der Hunde hinter Stromzäunen ist verboten, obwohl sie den Herdentieren zusätzlichen Schutz bieten, gerade vor Wölfen. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia
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„Der Wald hat keinen Anwalt“ – Wenn Windkrafträder Tiere töten
Windkraftanlagen im Wald zerschmettern geschützte Greifvögel und bringen Lungen von seltenen Fledermäusen zum Platzen. Nach Empfehlungen aus der Fachwelt richten sich die Erbauer aber trotzdem nicht, sondern treiben die Anlagen weiter in den Wald hinein. Denn im Wald fühlt sich niemand direkt betroffen. Und es zahlt sich außerdem gut aus.
Windräder sind laut – und sie sind nicht gerade das schönste Schmuckwerk für die Landschaft. Deswegen formiert sich immer mehr Widerstand von Anwohnern gegen den Bau von Windenergieanlagen nahe Städten und Dörfern. In den Tiefen des Waldes dagegen stören sie niemanden mit ihrem Lärm und fallen auch weniger ins Auge. Es gibt folglich weniger Protest. Deswegen weichen Projektplaner immer mehr auf den Wald als Windkraftanlagen-Standort aus. (weiterlesen)

Foto: Umweltwatchblog
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Wolfsgeschichten aus Polen und dem Bundestag
In den deutschen Medien spielt der Wolfsangriff auf zwei Kinder und eine erwachsene Frau in Polen nach der Schlagzeilenaufregung der vergangenen Tage keine große Rolle mehr. Dabei verdienen die Erkklärungsversuche ebenso Beachtungwie die jüngste Wolfsabstimmung im Deutschen Bundestag - mit neuen Hiobsbotschaften.
Neue Untersuchungen zeigen: Das Tier, das in Polen zugebissen hat, war eindeutig ein Wolf und kein Mischling. Das haben Veterinäre der Universität Warschau nach ausgiebiger Genanalyse festgestellt. Damit sind Spekulationen beendet, dass ein an Menschen gewöhnter Mischling an den Angriffen Schuld sein könnte. Schon vor der Untersuchung war klar: Das Tier war weder unterernährt noch litt es unter Tollwut.
Nun gibt es neue Erklärungsversuche, bei denen manche Wolfsfans einen roten Kopf bekommen dürften: Der polnische Pro-Wolf-Verein „Wilk“ spricht öffentlich über die Unsitte, Wölfe mit Futter anzulocken. Zum Fotografieren oder auch nur zum Gucken. An solchem Wolfstourismus seien Ausländer beteiligt, auch aus Deutschland. Und die so an Menschen gewöhnten Wölfe seien nicht Täter, sondern Opfer. Wohl Opfer falsch verstandener Tierliebe und – im Fall der Fotografen – von Geschäftemacherei. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia
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Bissiger Wolf war angelockt worden
Der Wolf, der Ende Juni in Polen zwei Kinder angefallen hat, soll für Fototouristen angefüttert worden sein. Das hat die polnische Wolfsforscherin Sabina Nowak dem „Wirtualna Polska“ gesagt. Nahe dem Angriffsort sei eine Stelle, zu der Wölfe mit Ködern gelockt werden.
Der Wolf, der zwei Kinder nahe dem Dorf Przyslup und zwei Wochen zuvor eine Frau gebissen hat, hatte sich wochenlang in der Gegend des Bieszczady-Gebirges bewegt. Er hatte keine Scheu vor Menschen gezeigt. Jäger erschossen ihn nach dem Angriff.
Nowak, die Vorsitzende des „Verbands für die Natur – Wolf“, kritisierte, dass sich in der Region mit einer bereits 700 Tiere starken Wolfspopulation ein Geschäft verbreitet habe. Auf Safaris gebe es bereits Fotografiermöglichkeiten von Bären, Luchsen und Wölfen. Deutsche Fotografen zahlten mehrere tausend Euro dafür. Solche Fotoreisen werden unter anderem von dem Anbieter „Naturblick“ vermittelt. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia
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Keinesfalls zu viel Rotwild – Staat jagt falsch
Eine Studie der TU Dresden legt offen: Rotwildschäden im Erzgebirge entstehen nicht durch erhöhten Bestand, sondern durch die falsche Bejagung des Staates.
Erste Ergebnisse einer von der Hegegemeinschaft Erzgebirge beauftragten Studie der TU Dresden kommen zu der Aussage, dass im Untersuchungsgebiet keinesfalls zu viel Rotwild vorhanden ist. Es werde nach Ansicht von Prof. Dr. Dr. Sven Herzog aber falsch bejagt. Der Wildökologe kritisiert vor allem den zu hohen Jagddruck, die Bejagung auf Wildwiesen sowie die Drückjagden im Januar. Folge der falschen Bejagung seien Schälschäden. (weiterlesen)

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Jagdverpachtung Brandenburg (Landkreis Dahme-Spreewald)
Hochwildjagd mit 750 ha im Spreewald zu verpachten!
Eine Jagdgenossenschaft verpachtet eine 750 ha große Hochwildjagd zum 1.4.2019 neu. Submission ist am 1.11.2018. (weiterlesen)

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Bad Driburger Erklärung
Empfehlungen zur Reduktion von Rotwildbeständen unter Einhaltung des Tierschutzes aus Anlass des 9. Rotwildsymposiums der Deutschen Wildtier Stiftung (2018)
Präambel
Die Verbreitung des Rotwildes in Deutschland ist sehr verschieden: Auf etwa der Hälfte der Fläche darf der Rothirsch per Gesetz nicht leben. In einem weiteren Viertel kommt er aufgrund ungünstiger Lebensraumbedingungen nicht vor. In manchen seiner Vorkommensgebiete ist der Bestand so stark reduziert, dass die Art keine Rudel mehr bilden und damit nicht ihrer Biologie entsprechend leben kann. Hier muss die Population wieder wachsen. In anderen Verbreitungsgebieten ist die Dichte auf großer Fläche aber auch sehr hoch. Sehr hohe Rotwilddichten können regional, z.B. in Großschutzgebieten oder auf Truppenübungsplätzen, toleriert oder sogar erwünscht sein und müssen auch in der Normallandschaft nicht unausweichlich zu untragbaren Schäden in der Land- und Forstwirtschaft führen. Dennoch ist die Gefahr groß, dass sehr hohe Rotwilddichten in unserer Normallandschaft nicht mit den berechtigten Interessen der Landnutzer zu vereinbaren sind. In diesem Fall müssen Rotwildbestände reduziert werden. (weiterlesen)


