Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Bärenproblematik in Rumänien – ein Jäger im Interview
Von 2016 bis einschließlich 2019 durften #Braunbären in #Rumänien nicht bejagt werden. Das brachte Probleme mit sich. Wir haben mir einem #Jäger vor Ort darüber gesprochen.
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Neue Erkenntnisse zum Habitatverhalten von Luchsen
von Jörg Fischer 5.2.2022
Die Wahl des Lebensraums ist bei Wildtieren ein Prozess, der auf mehreren Ebenen abläuft: dem Abwägen zwischen Vorteilen wie zum Beispiel einem hohen Vorkommen von Nahrung und Nachteilen wie zum Beispiel dem Einfluss des Störfaktors Mensch. Auf solche Störungen reagieren große Raubtiere mit ihrem hohen Raumbedarf besonders empfindlich. Ein Team um die Naturschutzbiologen Prof. Dr. Marco Heurich und Joseph Premier von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg hat diesen Prozess zur Wahl des Lebensraumes beim Eurasischen Luchs untersucht.
Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in Biological Conservation veröffentlicht. Diese liefern wichtige Informationen für die Erhaltung dieser Tierart in von Menschen dominierten Landschaften. „Durch die Untersuchung können wir das erste Mal das Habitatwahlverhalten einer großen Raubtierart auf kontinentaler Ebene verallgemeinern“, erklärt Heurich.
Großer Datensatz mit Tieren in mehreren europäischen Gebieten (weiterlesen)

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Wilderer wie Andreas S.: „Ein seriöser Jäger würde so nicht vorgehen“
Von Anna Schiller 4.02.2022
Er wird verdächtigt, in Kusel zwei Polizisten getötet zu haben: In der Jagdszene war Andreas S. als Wilderer bekannt. Ein Jäger erklärt, was er nachts im Wald gesucht haben könnte – und woran man Wilderer erkennt.
22 Stück Damwild sollen Andreas S. und sein Komplize auf der Ladefläche ihres Transporters gelagert haben, als sie von der Polizistin Yasmin B. und dem Polizisten Alexander K. kontrolliert wurden. „Das ist ein extremer Fall“, sagt Günther Klein, Sprecher des Landesjagdverband Rheinland-Pfalz. Für eine Jagdnacht wäre das eine ungewöhnlich große Beute: „Ein seriöser Jäger würde so nicht vorgehen.“ Sie hätten die Aufgabe, auf einen gesunden Wildbestand zu achten – die Jagd müsse nachhaltig sein.
Dass Andreas S. nachts Damwild jagen konnte, könnte daran liegen, dass er gut ausgerüstet war. Andreas S. soll Nachtzieltechnik verwendet haben, die in Deutschland für die Jagd verboten ist. Damit konnte er die auch nachts aktiven Tiere im Dunkeln erkennen. Im Vergleich dazu seien etwa Wildschweine deutlich schwieriger zu jagen, sagt Klein. Ein Jäger rechne mit rund 20 Stunden Ansitzzeit auf seinem Hochsitz, nur um ein Wildschwein zu schießen.
Außerdem gelte für Jäger: „Wenn das Tier nicht gut steht, wird auch nicht geschossen.“ Sie achteten darauf, dass Tiere nicht unnötig gequält würden, sagt Klein. „Für uns spielt Jagdethik eine große Rolle.“
Ein Wilderer, der ohne Rücksicht auf mögliche Streifschüsse oder Kollateralschäden an anderen Tieren agiert, kann so in einer Nacht mehr Wild erlegen. Eine Jagdlizenz besaß Andreas S. schon lange nicht mehr. Mehrmals wurde er in den vergangenen Jahren wegen Wilderei angezeigt.
Andreas S. bei Jägern bekannt (weiterlesen)

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Polizistenmord von Kusel - Mit vier Hunden und Militär-Ausrüstung: Jagd-Chef enthüllt, wie Andreas S. wilderte
4.2.2022 Der mutmaßliche Polizistenmörder Andreas S. wilderte seit Jahren im Saarland und Rheinland-Pfalz, daran gibt es kaum noch Zweifel. Wie er dabei vorging, erklärt der Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz.
Gut getarnt im grünen Lodenmantel und mit abgesägter Schrotflinte trieb der mutmaßliche Polizistenmörder von Kusel offenbar in den Revieren an der französischen Grenze sein Unwesen. Das legt eine Sprachnachricht nahe, die Dieter Mahr, der Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz, an seine Jagdgemeinde schickte. In dieser Nachricht, die FOCUS Online vorliegt, erklärt Mahr, dass Andreas S. dabei militärisch ausgerüstet war. Unter anderem nutzte er demnach verbotene Nachtzieltechnik und war sogar mit vier Jagdhunden unterwegs. Wie gerissen Andreas S. in der Vergangenheit vorging, komme nun laut Mahr immer mehr ans Tageslicht: So soll er sogar Jagdeinladungen in fremde Reviere ausgesprochen haben.
Der Sprachnachricht des LJV-Präsidenten zufolge hat Andreas S. früher beim Landesbetrieb Saarforst erlegte Tiere in großer Menge aufgekauft: „Weil sie ihn irgendwie wohl bisschen schräg fanden“, habe Saarforst die Geschäftsbeziehung mit Andreas S. aber beendet.
Jagd-Präsident: „Schießt beiden einfach den Kopf weg“ (weiterlesen)

Der mutmaßliche Polizistenmörder von Kusel betrieb eine Wildhandel
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Kein Schweinezaun durch Schutzgebiete
4.2.2022 Afrikanische Schweinepest: WWF fordert Überprüfung des Zauns an der deutsch-polnischen Grenze
Um der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest entgegenzuwirken, wurde an der Grenze zwischen Deutschland und Polen ein Zaun gebaut. Dieser führt durch zahlreiche Schutzgebiete. Er stellt für Rehe und andere Wildtiere, wie etwa jüngst bei den Überschwemmungen an der Oder, eine unüberwindbare und nicht selten tödliche Hürde dar. Hierzu erklärt Nina Gandl, Wildtierexpertin beim WWF und Projektkoordinatorin für grenzüberschreitenden Artenschutz zwischen Polen und Deutschland:
„Der WWF kann die Sorge vieler Landwirte, insbesondere der Bio-Betriebe vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verstehen. Allerdings wird der Zaun die Einschleppung der Krankheit höchstens verzögern. Verhindern kann er sie nicht. Vor allem da es meist der Mensch ist, der das Virus in Schweinebestände einträgt. Außerdem sind Wildschweine grundsätzlich in der Lage auch massive Zäune zu überwinden, wenn sie zum Beispiel vor Störungen fliehen oder Nahrung erreichen wollen. Für andere Wildtiere stellt der Zaun hingegen eine Barriere auf ihren natürlichen Wanderung dar. (weiterlesen)

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ASP – doch infektiös für Menschen?

Wolfsübergang am ASP Zaun in Brandenburg
3.2.2022 Die ASP ist bekanntlich eine Pandemie – eine Tierseuche, die als sogenannte „Habitat-Seuche“ in Wildschweinen vorkommt und bei nahezu allen befallenen Tieren innerhalb kurzer Zeit zum Tode führt.
Diese Seuche ist natürlich dann eine Katastrophe, wenn sie den Bestand an Hausschweinen bei Züchtern und Haltern oder Veredelungsbetrieben befällt. Zwar breitet sie sich im Gegensatz zu den öffentlichen Verlautbarungen der Behörden und Betroffenen unter Wildschweinen nur langsam aus und befällt keineswegs alle Schweine einer Rotte, die mit einem infizierten Schwein in Berührung kommen. Aber in einem befallenen Hausschweinbetrieb müssen alle Schweine beim Auftreten einer ASP-Infektion gekeult werden.
Bislang wird völlig unbestritten behauptet, das ASP-Virus befalle ausschließlich Schweine. Es sei für andere Tiere völlig ungefährlich, dass Wildbret befallener Wildschweine könne unbedenklich verzehrt werden, und das Virus werde durch andere Tiere wie Ratten, Fliegen oder Krähen nicht übertragen. Die bislang nachgewiesenen Übertragungswege gehen alle auf unvorsichtige oder sogar törichte menschliche Handlungen zurück.
Können Menschen infiziert werden?
Die neuere Entwicklung der ASP legt aber den starken Verdacht nahe, dass diese Seuche jedenfalls für eine ganze Reihe von Menschen doch infektiös ist. Eine Ansteckung, deren Übertragungsweg leider bislang noch nicht gesichert ist, führt erfreulicher Weise nicht zum Tode und nicht einmal zu einer Erkrankung der infizierten Person, aber sie scheint Veränderungen im Gehirn zu erzeugen, die bedenklich stimmen. Gegenwärtig treten – mit dieser Erkenntnis wird man den Übertragungsweg weiterverfolgen können – die Infektionserscheinungen nur bei Personen auf, die beruflich mit der ASP zu tun haben: Verwaltungsbeamte und Verwaltungsangestellte, Kreisveterinäre und Fachpolitiker und dergl. (weiterlesen)
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Vize-Geschäftsführer des Jagdverbands: „Die Dimension des Falls macht fassungslos“
- Die beiden Männer, die im Verdacht stehen, einen Polizisten und eine Polizeianwärterin erschossen zu haben, sollen vorher gewildert haben.
- Doch warum gehen Menschen unerlaubt auf die Jagd? Und was genau versteht man unter Wilderei?
Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband gibt Antworten.
1.2.2022 Berlin/Kusel. Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten in der Pfalz vermuten die Ermittlerinnen und Ermittler, dass die mutmaßlichen Mörder Jagdwilderei vertuschen wollten. Seit Dienstag sind die 32 und 38 Jahre alten Saarländer wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft.
Doch was wird unter Wilderei verstanden? Wie oft kommt sie vor? Und welche Strafen drohen? Torsten Reinwald, der stellvertretende Geschäftsführer und Sprecher des Deutschen Jagdverbandes, gibt im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) Antworten.
Herr Reinwald, warum werden Menschen zu Wilderern?
Das Thema Wilderei ist schwer zu fassen. Deshalb kann man nicht pauschal sagen, was für Leute das machen. Das können zum Beispiel Jugendliche sein, die sich ausprobieren wollen oder eine Mutprobe machen. Das kann ein Autofahrer sein, der das Wild nach einem Unfall mit nach Hause nimmt oder ein Jäger, der in einem fremden Revier jagt, für das er keine Erlaubnis hat. Und das können natürlich auch Leute sein, die das gewerblich machen und das Fleisch verkaufen.
Was versteht man denn genau unter dem Begriff Wilderei? (weiterlesen)

Torsten Reinwald Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes
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Wende im Polizisten-Mord von Kusel? Verdächtiger nennt erstmals Details aus der Tatnacht
03.02.2022, 11:26 Uhr
Von Jennifer Lanzinger
- Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten* geht die Suche nach dem Motiv weiter.
- Zwei ehemalige Angestellte eines der Tatverdächtigen* erheben schwere Vorwürfe (siehe Update vom 2. Februar, 11.40 Uhr).
- Folgt nun die Wende in dem Fall? Einer der beiden Tatverdächtigen hat sich geäußert (siehe Update vom 3. Februar, 9.30 Uhr).
Dieser News-Ticker zu den tödlichen Schüssen in der Pfalz wird fortlaufend aktualisiert.
Update vom 3. Februar, 9.30 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten in Kusel herrscht noch immer Fassungslosigkeit über das wahrscheinliche Motiv. Wollten die beiden Tatverdächtigen tatsächlich ihre Wilderei vertuschen und töteten deshalb zwei junge Polizisten?
Im Gespräch mit Focus Online äußerte sich nun der Strafverteidiger des jüngeren Tatverdächtigen. Strafverteidiger Christian Kessler erklärt demnach, dass die tödlichen Schüsse der 38-Jährige und nicht sein 32 Jahre alter Mandant abgegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch auch weiterhin davon aus, dass die Schüsse von beiden Männern abgegeben worden seien. Der 32-jährige Florian V. hatte sich bereits kurz nach seiner Festnahme gegenüber Ermittlern über das Tatgeschehen geäußert. So habe der 32-Jährige zwar gestanden gewildert zu haben und bei den Schüssen auch vor Ort gewesen zu sein, selbst auf die Polizisten gefeuert will der junge Mann jedoch nicht haben. (weiterlesen)

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Gesucht: Jagdpächter fürs Waldrevier
2.2.2022 - Kolumne Jagd Heute
Derzeit stehen wieder Reviere zur Neuverpachtung an. In NRW ist die Nachfrage so groß, dass nicht selten 20 und mehr Interessenten um die künftige Jagderlaubnis buhlen. Paradiesische Zeiten für Verpächter, sollte man meinen. Doch bei Eigenjagdbesitzern und Jagdgenossenschaften hat sich herumgesprochen, dass die Wiederbewaldung nicht funktionieren wird, wenn Rehe und Hirsche nicht ab sofort „anders“ bejagt werden. Doch wie eine „andere“, sprich intensivere Bejagung genau aussehen soll und auch funktioniert, darüber gibt es in den Jagdgenossenschaften meist keine konkreten Vorstellungen. Bei den Jäger/innen übrigens oft auch nicht. Die meisten gehen davon aus, dass sie für die waldorientierte Jagd geeignet sind, weil sie
- den Jagdschein haben und
- bereit sind, mehr Rehe zu schießen als der Vorgänger.
Was alleine nicht ausreicht. Know-how, viel Zeit und Arbeit, (jagd-) handwerkliches Geschick, viele gute Stöberhunde sowie die Bereitschaft, auch andere im „eigenen“ Revier auf Augenhöhe und ohne Jagdneid mitschießen zu lassen, sind wichtige Bausteine der waldorientierten Jagd. (weiterlesen)

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Polizistenmord: Andreas S. verlor Jagdschein nach Jagdunfall
Kathrin Führes
02.02.2022 Über den Verdächtigen Andreas S. kommen immer mehr Details zum Vorschein – auch zu seiner jagdlichen Vergangenheit.
Fünf Strafanzeigen wegen Wilderei wurden gegen Andreas S. gestellt – alle wurden aus Mangel an Beweisen jedoch eingestellt.
Andreas S. ist kein Jäger! Andreas S. ist ein Wilderer, ein Verbrecher und vermutlich auch ein grausamer Mörder. Ein Mann, der längst keine Waffen hätte mehr besitzen dürfen und dies trotzdem tat. Und das nach ersten Erkenntnissen auch nicht in geringem Umfang. Die Polizei geht davon aus, dass S. in der Vergangenheit „professionell“ und „gewerbsmäßig“ wilderte. S. betrieb einen Wildhandel, ohne jedoch einen Jagdschein oder ein eigenes Revier zu haben. Trotzdem setzte er nach Angaben aus dem Umfeld große Mengen Wildbret um. Neue Ware beschaffte er sich wohl selbst – illegal in den Revieren der Umgebung.
Dieter Mahr Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz erklärt in einer Sprachnachricht, die der Redaktion vorliegt, dass es Gerüchte gab, dass Andreas S. getarnt im grünen Lodenmantel, mit abgesägter Schrotflinte und einer gekürzten Büchse, in den Revieren der Umgebung sein Unwesen trieb. Er soll dabei militärisch ausgerüstet – u.a. mit verbotener Nachtzieltechnik – und mit vier Jagdhunden Strecke gemacht haben. Wie gerissen Andreas S. in der Vergangenheit vorging, komme nun laut Mahr immer mehr ans Tageslicht: So soll er sogar Jagdeinladungen in fremde Reviere ausgesprochen haben. (weiterlesen)


