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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Hege in der Genossenschaftsjagd versus Wildtiermanagement im Forst – Ein Besuch im Försterparadies

Immer wieder flammen sie in den sozialen Medien des Internets  zwischen Jägern und Förstern auf: Die ideologisch verbohrten Gegensätze von Hege und Wildtiermanagement, wobei es immer wieder überwiegend die Jäger von Genossenschaftsjagden sind, die die Förster aus den Privat- und Landesforsten des sinnlosen Reduzierens der Schalenwildbestände bezichtigen.
Doch ohne eine genaue differenzierte wildbiologische Betrachtungsweise der beiden sehr unterschiedlichen Biotope, in denen diese beiden Jägergruppen zur Jagd gehen, kommt man hier nicht weiter. Viel zu unterschiedlich sind die Erfahrungen, die Förster als Waldbewirtschafter einerseits und Jäger in der Freizeit ohne Bezug zum Wald andererseits haben.

Auf einen wildbiologischen Rundgang durch zwei sehr unterschiedliche Biotope einer Genossenschaftsjagd und der Jagdfläche eines Landesforstbetriebes, die ich bei meinen täglichen Wanderungen durchstreife, möchte ich Euch heute mitnehmen.

Um meine notwendige Fitness auch im Alter zu erhalten und weil ich kaum einen Tag ohne meinen geliebten Wald auskomme, unternehme ich täglich 5-7 Kilometer lange Wanderungen, auch an Regentagen. Um diese überhaupt absolvieren zu können, verlasse ich schon nach 2 Kilometer die Flur der Genossenschaftsjagd, in der ich wohne und ich laufe dann viele Kilometer durch den die Gemeinde umgebenden Wald des Hessenforst.

Schnellen Schrittes durch die Agrarwüste

Der Unterschied kann kaum polarisierender sein: Aus der Agrarwüste des genossenschaftlichen Jagdbezirks hinein in den Wald des Hessenforst: Die gesamte Fläche besteht aus Deckung durch Naturverjüngung und Nahrung durch Pflanzenvielfalt. Hier fühlt sich unser Wild wohl. 

 

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Erbitterter Streit: Grausam oder sinnvoll: Muss sich die Jagd in Deutschland verändern?

Tierschützer wollen die Jagd am liebsten direkt verbieten, Jäger pochen auf ihren Beitrag zum Natur- und Tierschutz. Wie schlimm ist Jagen wirklich? Eine Bestandsaufnahme.

von Heike Wells  20.1.2022

Tierschützer wollen die Jagd am liebsten direkt verbieten, Jäger pochen auf ihren Beitrag zum Natur- und Tierschutz. Wie schlimm ist Jagen wirklich? Eine Bestandsaufnahme.

Durch das Unterholz streifen knapp ein Dutzend Treiber in neonfarbenen Westen, sie machen Lärm, scheuen das Wild auf. Am Rand des Waldgebietes stehen die Jäger in Position, warten darauf, Reh oder Damwild schießen zu können. Es ist Saison der Treibjagden, die derzeit in ganz Norddeutschland stattfinden – noch bis Ende Januar. Ausschließlich um sich und die Seinen zu ernähren, geht allerdings heutzutage wohl niemand mehr auf die Jagd– jedenfalls hierzulande. Aber warum dann? Und ist die Jagd auf Wildschweine und Wasservögel, auf Rehe, Hirsche und andere noch zeitgemäß?

Genau darüber gehen die Meinungen stark auseinander, insbesondere zwischen der Jägerschaft und vielen Tierschützern. Und in der jüngeren Vergangenheit bot die Absicht der vorherigen Bundesregierung, das Bundesjagdgesetz zu novellieren, Anlass zum erneuten Schlagabtausch. So warf der Deutsche Tierschutzbund in seinem Magazin „Du und das Tier“ unter dem Titel „Ohne vernünftigen Grund erbarmungslos gejagt“ der Jägerschaft vor, „unter dem Deckmantel der Liebe zur Natur“ in Deutschland pro Jahr mehr als vier Millionen Wildtiere zu töten, „in nicht unbeträchtlicher Zahl auf grausame Art und Weise“.

Tierschutzbund und Jagdverband streiten erbittert    (weiterlesen)

 

 

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Job des Tages: Deutsche Jagdverband sucht einen Online-Redakteur (m/w/d) in Berlin

21.01.2022   Der Deutsche Jagdverband, der als bundesweite Dachorganisation rund 250.000 Jäger vertritt, möchte sich in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verstärken. In Berlin wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt daher ein Online-Redakteur (m/w/d) gesucht.

Wer künftig die Stelle erhält, wird eine zentrale Position in der Pressestelle übernehmen - als Teil eines fünfköpfigen Teams. Zentralen Aufgaben sind die Pflege und Weiterentwicklung der Social-Media-Kanäle, der Website und des Intranets sowie die Konzeption und Planung unterschiedlicher Maßnahmen.

Konkret wird man unter anderem auch Online-Events, Messeauftritte, Tagungen, Fortbildungen und Kampagnen entwickeln und betreuen. Mitarbeit an allen Verbandspublikationen wird erwartet. Für den wöchentlichen Newsletter übernimmt man die Redaktionsverantwortung.   (weiterlesen)

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Peta fordert das Verbot der Fuchsjagd für Deutschland

Nachdem eine Bonner Studentenverbindung zur Fuchsjagd eingeladen hat, fordert Peta nun das Verbot der Fuchsjagd in Deutschland.

Jon Nitz 19.1.2022

Die Tierrechtsorganisation Peta fordert ein deutschlandweites Verbot der Fuchsjagd. Als Anlass für diese Forderung nimmt die Organisation eine angesetzt Fuchsjagd der Studentenverbindung Hubertia aus Bonn. Die Jagd in Bornheim-Sechtem wird nun genutzt, um für die Petition zu werben.

Petas Argument für das Verbot

Gemäß Peta gibt es für die Fuchsjagd „keinen Grund“, da es Füchse „nützliche Tiere“ sind. Die Füchse seien wichtiger Bestandteil des Ökosystems, da sie besonders kranke oder schwache Tiere abgreifen und selbst keine Krankheiten übertragen. Die Fachreferentin für Wildtiere bei Peta, Nadja Michler, sagt hierzu außerdem: „Viele Füchse sterben einen langsamen Tod durch Fehlschüsse oder bei der grausamen Fallenjagd“. Des Weiteren bezieht man sich auf ein Verbot in Luxemburg, welches bisher keine Probleme erzeugt habe.

Bonner Jägerschaft zu einem Verbot der Fuchsjagd (weiterlesen)

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Für nachhaltige Waldverjüngung: Mit Drückjagd gegen zu viel Rehwild 

Rehwild frisst gerne die jungen Triebe an kleinen Bäumen. Dieser Wildverbiss gefährdet den nachhaltigen Waldwuchs und die aufgrund des Klimawandels notwendige Waldverjüngung, weshalb der Wildbestand durch Jagd eingedämmt werden soll. Denn zu viel Rehwild gefährdet langfristig einen gesunden Wald, der sowieso mit Klimawandel und Trockenheit zu kämpfen hat. Aktuell gibt es laut Vegetationsgutachten zu viel Rehwild, das heißt, der Wald ist belastet. Um dem entgegenzuwirken setzen Jäger unter anderem die Drückjagd ein, auch Intervalljagd genannt. Wildbiologen sagen, dass diese Art der Jagd stressfreier für das Wild ist als herkömmliche Ansitzjagd. Wir waren bei einer Drückjagd im Staatsforst mit Treibern, Hundeführern und Jägern dabei und haben uns angeschaut, wie so eine Jagd abläuft. 

 

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Praxisratgeber Waldumbau und Jagd

18.1.2022 Das FVA-Wildtierinstitut hat einen Praxis-Ratgeber herausgegeben, der ein konstruktiven Dialog zwischen Forstwirtschaft, Waldbesitz und Jagdausübungsberechtigten ermöglichen soll.

Der Praxis-Ratgeber Waldumbau und Jagd ist eine Einladung, sich dem komplexen Themenfeld rund um Waldumbau, Jagd und Wildverbiss ganzheitlich zu nähern und verschiedene Perspektiven zu betrachten. In kurzen, praxisnahen Kapiteln werden Hintergrundinformationen zur Rolle der Waldwirtschaft, der Jagd und dem Thema Kommunikation und Zusammenarbeit präsentiert. Die Leserinnen und Leser erhalten am Ende jedes Kapitels „Ratschläge“, wie diese Informationen praktisch umgesetzt werden können und wer die Verantwortung für die Umsetzung trägt. Der neue Ratgeber schafft damit eine wissensbasierte Grundlage für einen konstruktiven Dialog zwischen Waldbesitzenden, Waldbewirtschaftenden und Jagdausübungsberechtigten.  (weiterlesen)

https://www.fva-bw.de/fileadmin/publikationen/sonstiges/2021_FVA_Praxis_Ratgeber_Waldumbau_Jagd.pdf

 

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Invasive Arten: Mehr als 100.000 Nutrias erlegt

Nutrias sind nun in ganz Deutschland verbreitet. Einen Beleg für die Ausbreitung der Biberratten liefert der aktuelle Wildjahresbericht.

18.01.2022

Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes wurden in der vergangenen Jagdsaison von April 2020 bis März 2021 zum ersten Mal mehr als 100.000 Nutrias erlegt, 57 Mal mehr als vor 20 Jahren. Für die starke Vermehrung nennt der Jagdverband vor allem zwei Gründe: Die Winter waren milder und die Tiere würden oft von Menschen gefüttert.
Vor fast 150 Jahren wurden Nutrias wegen ihres Pelzes aus Südamerika nach Deutschland geholt und auf Farmen gezüchtet. Nach Angaben des Jagdverbandes kommen sie mittlerweile überall in Deutschland vor, besonders aber im Nordwesten, und bedrohen dort das ökologische Gleichgewicht. (weiterlesen)

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Waffenrechtliche Bedürfnisgrenze für Jagdscheininhaber bei zehn Langwaffen?

Eine Besprechung der Entscheidung des Verwaltungsgericht Gießen vom 28. Oktober 2021.

Ausgangslage und Sachverhalt
Nach § 13 Abs. 1 und 2 WaffG wird ein waffenrechtliches Bedürfnis im Sinne des § 8 WaffG für den Erwerb und Besitz von Langwaffen und zwei Kurzwaffen bei Inhabern eines gültigen Jahresjagdscheines angenommen, wenn die zu erwerbende Schusswaffe nach dem Bundesjagdgesetz in der zum Zeitpunkt des Erwerbs geltenden Fassung nicht verboten ist. Dabei sind die sachlichen Verbote nach § 19 BJagdG als Maßstab heranzuziehen (Gade, WaffG §13 Rn. 17 ff.). Gemäß § 13 Abs. 3 WaffG bedürfen Inhaber eines gültigen Jahresjagdscheines zum Erwerb von Langwaffen keiner Erlaubnis; der Jagdscheininhaber hat lediglich binnen zwei Wochen nach Erwerb einer Langwaffe bei der zuständigen Behörde die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte zu beantragen. Hieraus wurde bislang geschlussfolgert, dass der Erwerb und Besitz von Langwaffen keiner zahlenmäßigen Begrenzung unterliege. Allerdings hat sich in der Rechtsprechung zuletzt bereits abgezeichnet, dass auch für Langwaffen ein unbegrenztes „Sammeln“ oder „Horten“ zu jagdfremden Zwecken nicht mehr vom jagdlichen Bedürfnis umfasst ist (bspw. OVG Lüneburg, B. v. 04.10.2010 – 11 ME 344/10; vgl. bzgl. Sportschützen auch BVerwG, B. v. 19.09.2016 – 6 B 38.16 -, NVwZ-RR 2016, 957). (weiterlesen)

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Jungjägerin oder Jungjäger als Jägerstammtischbeauftragter zum Aufbau eines regionalen Jägerstammtisches auf Kreisebene gesucht

Das Deutsche Jagdportal und der Jagdverein Lehrprinz e.V. organisieren mit Beginn des nächsten Jagdjahres regionale Jungjägerstammtische auf Kreisebene, um revierlose Jägerinnen und Jäger, sowie Jungjägerinnen und Jungjäger mit Pächtern und Jagdleitern zusammenzuführen.

Seit der Einführung unserer Regionalgruppen bei Facebook vor 2 Jahren sind diese zu beachtlicher Größe herangewachsen. Wir vom Jagdportal versorgen diese Regionalgruppen fast täglich mit Jagdnachrichten aus der Region. Doch auch immer mehr Jungjägerinnen, Jungjäger und revierlose Jägerinnen und Jäger nutzen die Gruppen, um in der Region jagdliche Kontakte zu knüpfen. Insbesondere revierlose Jäger, die in ihrer Region nicht fest verwurzelt sind, tun sich bei der Suche nach eine Jagdmöglichkeit schwer und suchen alternative Wege der Kontaktsuche. Unsere regionalen Facebookgruppen haben sich für diese jungen Jäger als feste Institution etabliert.

Diese regionalen Facebookgruppen, von denen mehrere mittlerweile über 3.000 Mitglieder aufweisen, sollen als Netzwerk zur Organisation von Jägerstammtischen auf Kreisebene fungieren und wir wollen ihre Funktion als lokale Jagdvermittlung weiter ausbauen. Hier werden dann die Termine der Stammtische und die Gaststätten, in denen der Stammtisch stattfindet, eingestellt. Das Jagdportal übernimmt die Akquise der Besucher außerhalb von Facebook, die Einladung der Obleute der Kreisjägerschaften, Förster und Jagdpächter, sofern wir sie kennen oder sie bei uns im Jagdportal als Mitglieder geführt werden. Lediglich die örtliche Organisation des Stammtisches mit der Gaststätte und die Terminierung obliegt dem Stammtischbeauftragten, alles andere übernimmt das Jagdportal.  (weiterlesen)

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Artenschutz in Bayern:  Die Wolfsjagd kann beginnen

17. Januar 2022

Das Tier in der Region Traunstein darf von diesem Dienstag an geschossen werden. Doch Naturschützer wollen umgehend gegen die gerichtliche Verfügung klagen. Der Wolf selbst ist seit Wochen verschwunden.

Von Matthias Köpf, Traunstein

 Von diesem Dienstag um Punkt null Uhr an dürfen alle Jäger und Förster entlang dem Alpenrand im südöstlichen Oberbayern den dort umherstreifenden Wolfsrüden mit dem amtlichen Namen GW2425m erlegen - zumindest bis auf Weiteres. Denn gegen die bereits am Freitag angekündigte und am Montagabend erst kurz vor 21 Uhr veröffentlichte Verfügung der Regierung von Oberbayern haben wiederum der Bund Naturschutz (BN) und die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe eine Klage beim Verwaltungsgericht München angekündigt. Der BN will nach eigenen Angaben eine Eilentscheidung beantragen in der Hoffnung, dass das Gericht die Verfügung, mit der die Regierung den ersten Abschuss eines wildlebenden Wolfs in Bayern seit 140 Jahren erlaubt, möglichst schnell wieder einkassiert.

Was nun klingt wie eine Art Wettrennen zwischen Jägern und Klägern, könnte sich aber als gar nicht allzu eilig herausstellen. Dann nämlich, wenn der Wolf längst weitergezogen ist, nachdem er Ende vergangenen Jahres in der Region mehrere Schafe, Ziegen und Wildtiere gerissen hat, von einem Bauern im Ziegenstall angetroffen wurde und sich von einem Augenzeugen beim nächtlichen Durchstreifen des Ortes Bergen filmen ließ. (weiterlesen)

 Foto: Wikipedia

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