Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
- Details
Eigenjagd schon ab 10 Hektar - geht das rechtlich überhaupt?
Christian Teppe 18.02.2022
Das Bundesjagdgesetz gibt für eine Eigenjagd mindestens 75 ha vor. Hat sich das Land Brandenburg beim Entwurf gar verspekuliert?
Unter großem Jubel des ökologischen Jagdvereines schlägt die Landesregierung Brandenburg nun vor, die Größe eines Eigenjagdbezirkes auf 10 ha zu reduzieren. Damit würde sich nicht nur die Anzahl der Eigenjagden vervielfachen, sondern auch die Zahl derer, die dort jagen. Ob es dem als so kritisch beäugten Rehwild damit noch schärfer an die Decke ginge, kann vermutet, jedoch nicht belegt werden.
"Der letzte Befehl gilt"
In der vergangenen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages ist die Novelle des Bundesjagdgesetzes mit ähnlicher Intention, nämlich der noch deutlicheren Schalenwild-Reduktion, gescheitert. Nun liegt der Ball wieder im Feld der Bundesländer, wenn es darum geht, die Vorschriften zu ändern. Schließlich sind Bund und Länder gleichermaßen gemäß Artikel 74 des Grundgesetzes berechtigt, Gesetze im Bereich der Jagd zu erlassen. Dabei gilt nicht der Grundsatz: „Ober sticht Unter“, sondern die jüngste Gesetzeslage ist einzuhalten und bindend. Das kann sowohl das Gesetz eines Bundeslandes, als auch des Bundes sein. Wie beim Militär heißt es also: „Der letzte Befehl gilt.“
So verwirrend das auch für den Rechtsanwender erscheint, so zulässig dürfte es verfassungsrechtlich sein. Das Jagdrecht als Teil des Eigentumsrechts im Sinne des Art. 14 des Grundgesetzes erfährt seine Inhalte und Schranken so durch und aufgrund von Gesetzen.
Eigentumsbeschränkung durch Jagdgesetz (weiterlesen)

- Details
Mangel an Futtertieren - Die Futterküken fehlen
Das Verbot des Kükentötens in Deutschland wird als Erfolg des Tierschutzes gefeiert. Doch für Zoos, Auffangstationen und Falknereien mangelt es jetzt an wichtigen Futtertieren, die nun aus anderen Ländern importiert werden.
17.02.2022
In Deutschland werden pro Jahr schätzungsweise etwa 31 bis 55 Mio. Futterküken von den bundesweit rund 400 zoologischen Einrichtungen, 4000 Zoofachhandlungen und 4000 Falknern benötigt. Bei der Diskussion um das Verbot des Kükentötens, das seit dem 1. Januar in Deutschland gilt, spielten diese Zahlen jedoch kaum eine Rolle. „Das Töten von Küken, um diese an andere Tiere zu verfüttern, wurde explizit nicht als Ausnahme vorgesehen“, sagt Dr. Dominik Fischer. Der Fachtierarzt für Wirtschafts-, Wild- und Ziergeflügel und Kurator am Zoo Wuppertal hatte im Mai 2021 eine Stellungnahme anlässlich der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages zum Thema Kükentöten aus Sicht der Tierhalter verfasst. Er begrüße ein Gesetz, das das unnötige Töten von Tieren beendet, doch müsse auch der Bedarf an tierschutzkonform erzeugten Futtertieren bedacht werden.
Futteralternativen?
Für Hunde und Katzen gibt es Fertigfutter. Diese Vorgehensweise ist bei vielen exotischen Heimtieren, Wild- und Zootieren jedoch nicht möglich. Auch das alleinige Verfüttern von Schlachtnebenprodukten oder Muskelfleisch von Großtieren wie Rindern oder Schafen ist für die meisten Greifvögel und Eulen sowie den überwiegenden Teil der Kleinkatzen, Reptilien und Amphibien wenig geeignet (weiterlesen)

- Details
Der hyperaktive Jagdhund als Teil einer Konsumgesellschaft ohne Chancen auf Heilung
Jeder, der Kinder hat und diese versucht, verantwortungsvoll in unserer wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft groß zu ziehen, kommt um das Thema Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom, auch ADHS oder Zappelphilippsyndrom genannt, nicht herum. Verfolgt man aufmerksam die Publikationen im Internet, stellt man als Jagdhundeausbilder schnell erschreckenden Parallelen zur Jagdhundeerziehung fest. Da aber sowohl bei der Hundeerziehung als auch bei den Kindern keine Erfolge erzielt werden, sondern die Probleme erkennbar nur verlagert werden, muss das Problem wohl ganz woanders zu suchen sein.
Hyperaktivität bei Menschen:
Bei der Eingabe von ADHS als Suchphrase bei google landet man direkt bei www.netdoktor.de/krankheiten/adhs. Diese Seite spricht bei ADHS von einer psychischen Störung, also von einer Art Krankheit, was sich auch in der Unterteilung der Homepage zeigt.
Dort heißt es wörtlich:
„ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sind die Hauptmerkmale. Wird die Störung nicht behandelt, beeinträchtigt sie die schulische und berufliche Leistungsfähigkeit und die sozialen Kontakte. ADHS gehört zu den häufigsten psychischen Störungen in der Kindheit. In vielen Fällen bleibt sie lebenslang bestehen.“
Erkennen Sie als Jagdhundehalter Parallelen zu ihrem Hund?
Ich möchte Sie nun aber ab hier bitten, wenn Sie glauben, dass es sich bei der Hyperaktivität unserer Kinder und Jagdhunde um eine psychische Störung, also eine Art Krankheit handelt, das Lesen dieses Artikels unverzüglich abzubrechen und auf keinen Fall weiterzulesen, weil ich nicht möchte, dass Sie meinetwegen den Glauben an unsere aufgeklärte Gesellschaft verlieren.
Alle anderen Jagdhundehalter, deren Neugier ich geweckt habe, bitte ich, im 2. Schritt nachfolgende Fragen zu beantworten: (weiterlesen)

- Details
Trainiere nie mit Leckerchen - Ein Profi verrät warum!
Wieso ein Training Mit Leckerchen nie wirklich zum Erfolg führt!
- Details
Dortmunder Grüne gegen Jagdreisen
15.02.2022
Die Dortmunder Grünen wollen ein mögliches Verbot von Jagdreisen bei der Messe "Jagd und Hund" in den Westfalenhallen prüfen lassen. Dafür fordern sie in der Sitzung des Dortmunder Rates am Donnerstag (17.02.) ein so genanntes Moratorium.
Westphal an sein Versprechen erinnern
Oberbürgermeister Thomas Westphal habe im Kommunalwahlkampf angekündigt, im Falle seiner Wahl eine Ethikkommission einzuberufen und Jagdreiseangebote auf den Prüfstand zu stellen, erklärten die Grünen. Mit dem Antrag wolle man Westphal an sein Versprechen erinnern. In Zeiten des größten Artensterbens sei Trophäenjagd durch Nichts zu rechtfertigen. Sie stehe im eklatanten Widerspruch zu dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz, mahnen die Rats-Grünen. (weiterlesen)

- Details
Deutscher Jagdrechtstag: Wildschäden: Schadenersatz nur noch für Flächen mit Schneisen?
von Johanna Michel
14.02.2022
Bei Wildschäden in Raps und Mais sollen sich Landwirte stärker beteiligen. Das haben Experten des Deutschen Jagdrechtstags empfohlen.
Nach dem Vorbild einiger Landesjagdgesetze sollte es aus Sicht der Jagdrechtsexperten eine bundesweite Beteiligung der Flächenbewirtschafter geben. Diese Empfehlung sowie Anpassungen bei den Notstandsbefugnissen im Fall von Wolfsangriffen wurden am Mittwoch (09.02.) veröffentlicht.
Der Deutsche Jagdrechtstag hatte seine Empfehlungen bereits im November bei einer vom Deutschen Jagdverband (DJV) und der Deutschen Anwaltakademie unterstützten Tagung in Wernigerode formuliert.
Schneisen als Voraussetzung für Schadenersatz
Die Empfehlung des Deutschen Jagdrechtstags sieht vor, dass Schäden auf einer über drei Hektar großen, zusammenhängen Raps- oder Maisfläche nicht mehr ersetzt werden, wenn es der Geschädigte versäumt hat, auf mindestens drei Prozent der Flächen und spätestens zwei Wochen vor Entstehung des Schades Schneisen anzulegen. (weiterlesen)

- Details
DJV kritisiert Wald-Gutachten
14.2.2022(DJV) Berlin Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik fordert in aktuellem Gutachten vermehrten Abschuss von Schalenwild. DJV warnt vor eindimensionalem Ansatz. Wildbiologische Erkenntnisse müssen berücksichtigt werden.
Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) hat das Gutachten „Die Anpassung von Wäldern und Waldwirtschaft an den Klimawandel“ veröffentlicht. Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert eindringlich eine grundlegende Überarbeitung des Kapitels "Wirbeltiere im Waldschutz". Insbesondere die Handlungsempfehlungen für Wildschäden sind kritisch zu sehen. Das Gutachten lässt leider vernünftige Konzepte vermissen und bedient sich stattdessen alter "Wald-vor-Wild"-Lösungsansätze. Es wird nicht berücksichtigt, dass Wildschäden von vielen Faktoren beeinflusst werden und der Versuch, diese allein durch die Reduzierung des Schalenwildes vermeiden zu wollen, ist nicht zielführend. Das Gutachten lässt damit eine bedauerliche Parallele zum WBW-Gutachten zur Waldstrategie 2050 erkennen, denn es fehlt die Fachexpertise zum Wildtiermanagement.
Waldumbau und Wildtiermanagement (weiterlesen)

- Details
Traumjob Jagdfilmer
Was dürfen Jäger im Internet zeigen und was zeichnet einen guten Jagdfilm aus? Im Rahmen der Jagd & Hund WaidSicht Interviewreihe spricht Jagdfilmer Rouven Kreienmeier @jagenNRW ® über den Werdegang zu seinem Traumberuf Jagdfilmer. Wieso eine gute Kamera alleine nicht ausreicht und warum die Jagd auf der Kippe steht erfahrt ihr in diesem Interview.
- Details
Jagd ist Engagement
Lisa ist Jagdkönigin.
Sie ist Botschafterin der Jagd und repräsentiert das Handwerk 24 Stunden 7 Tage die Woche.
Im Dialog mit Mitmenschen möchte sie das Interesse an der Jagd steigern und der wachsenden Kritik entgegentreten.
Sie möchte Vorbild für andere Jäger sein, aus ihrer Komfortzone herauszutreten und mehr Kommunikation zu wagen.
Nicht rechtfertigen, nicht missionieren – sondern erklären, informieren und begeistern.
- Details
Waschbären-Plage: Freund oder Feind?
Vor einhundert Jahren haben deutsche Geschäftsleute Waschbären aus Nordamerika importiert und Pelzkappen aus ihnen genäht. Unter den Nazis wurden die kleinen Neuankömmlinge sogar im Wald ausgesetzt und zu Freiwild für Jäger erklärt. Und jetzt - kommt die Zeit der Rache: die Waschbären-Plage.

