Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Botsuana will Dutzende Lizenzen für Elefanten-Jagd versteigern
13.12.2021
Gaborone (dpa) - Für die umstrittene Jagd auf Elefanten will Botsuanas Regierung am kommenden Freitag Dutzende Lizenzen erteilen. «Ja, wir werden eine weitere Jagd-Auktion abhalten», bestätigte Duncan Senyatso, der Direktor der Nationalpark-Behörde, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Für die Lizenz zum Abschuss von insgesamt 83 Dickhäutern können sich nationale und internationale Jäger bewerben - der Erlös soll dem Tierschutz zugute kommen.
Der südafrikanische Binnenstaat hat weltweit einen der größten Elefantenbestände. Als er 2019 sein Elefantenjagdverbot aufhob, löste er damit international Empörung bei Tierschützern aus. Sie blieben diesmal laut Senyatso aus. In Botsuana war 2020 der Abschuss von 287 Dickhäutern genehmigt worden. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia
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Wie eine Jagdzeitung öffentlich auf die Waidgerechtigkeit pfeift
Die Deutschen Jagdzeitung (DJZ) ruft eine tierschutzwidrige, unethische und vor allem ökologisch fragwürdige „bundesweite Fuchsjagdwoche“ aus.
Hierbei wird die Jägerschaft sogar mit Medaillen für bestimmte Errungenschaften gelockt und belohnt. Unter anderem heisst es: „Verpassen Sie also nicht die Chance, der erste Hegemeister dieses unter Umständen irgendwann als Traditions-Veranstaltung bekannten Events zu sein!“. Ausserdem „wird der grösste Fuchsschädel gesucht“. Die Einsendung des grössten Fuchsschädels gewinnt „einen individuell angefertigten Fuchsmuff“ mit von eigens erbeuteten Fuchsbälgen.
Die Umstände und Gründe, unter denen der Fuchs gejagt werden soll, sind aus wildbiologischer, ökologischer, rechtlicher, ethischer und sogar jagdlicher Sicht hochgradig am Ziel vorbeigeschossen. Die Jagd auf Füchse in Deutschland lässt sich weder rechtfertigen, noch ist sie durch eine solche Aktion vertretbar.
Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V. (DJGT e. V.) hat im Januar dieses Jahres eine 51-seitige Arbeit mit dem Titel „Die Fuchsjagd im Jahr 2021 – Zeugnis eines überholten Jagdverständnisses“ veröffentlicht, die die „[…] Unvereinbarkeit mit dem verfassungsrechtlich verankerten Staatsziel Tierschutz […]“ mit Bezug zum hiesigen Fuchs offenlegt. (weiterlesen)

Bild: https://www.planet-wissen.de/natur/tierwelt/tiere_im_wald/pwiederrotfuchs100.html
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Feldhase, Fasan und Ente – nur noch Legende?
Kim Trautmann am 10.12.2021
Das Niederwild ist eine reizvolle Beute und seine Hege für viele von uns eine große Passion! Doch die Besätze von Feldhase, Ente und Fasan sind auch wertvoller Indikator für den Zustand der Habitate aller Tierarten sowie der Artenvielfalt.
Wo lebt der Feldhase? Es gibt kein Niederwild mehr
In Deutschland gibt es kaum noch Hasenbraten, von Ente und Fasan ganz zu schweigen. Stimmt das?
Im Jagdjahr 2020/2021 wurde fleißig gejagt, aber lebt noch Niederwild in unseren Revieren und lohnt die Bejagung? Wir haben uns für Sie angesehen, wo die Besätze noch gut sind und wo die Hege Früchte trägt!
Reiche Beute im Süden?
In Baden-Württemberg erlegten die Waidmänner im letzten Jahr weniger Niederwild als noch im Vorjahr. So wurden 9.260 Stockenten, 6.030 Feldhasen und 853 Fasane erlegt. Damit ist die Entenstrecke im Vergleich zum Vorjahr um 18%, die Hasenstrecke um 6% und die Fasanenstrecke sogar um 42% Prozent zurück gegangen. Die bajuwarischen Nachbarn erlegten hingegen wesentlich mehr Feldhasen als die Württemberger, 48.377 Langohren wurden im zurückliegenden Jagdjahr erlegt, das Fallwild mitgerechnet. Stattliche 8.414 Fasanen kamen zur Strecke und 58.838 Enten. Auch hier ist ein Rückgang zu beobachten: 2019/2020 betrug die Hasenstrecke noch 58.618 Stück, die Ententenstrecke 74.419 und es wurden 15.064 Fasane erlegt. Entscheidend sind für diese Entwicklung sicher mehrere Faktoren. Kleinere Lebensräume, jedoch auch die seltenen Treibjagden im letzten Jahr sind sicher zwei davon. (weiterlesen)

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Erste "bundesweite Fuchswoche": Ballern, was das Zeug hält
Peter Carstens 9.12.2021
Wenn es einen Preis für Gamsbart-Prosa gäbe, dann gehörte die "Deutsche Jagdzeitung" auf die Shortlist. Mit einem Aufruf zum Töten
Wer wissen will, was im deutschen Wald eigentlich los ist, sollte hin und wieder in Blätter wie die "Deutsche Jagdzeitung" (DJZ) schauen. Sagen wir es gleich vorweg: Es wird verblüffend viel getötet. Jedes Jahr weit mehr als eine Million Rehe, zum Beispiel. Aber auch erstaunlich viele andere Tierarten, von denen selten die Rede ist. Darunter mehr als 450.000 Füchse.
Das klingt nach viel, scheint aber irgendwie nicht zu reichen. Anders ist nicht zu verstehen, dass das "erfrischend andere Jagdmagazin für den praxisorientierten Jäger" Waidmänner (und vermutlich auch Waidfrauen) nun zur "ersten bundesweiten Fuchswoche" aufruft. Gemeint ist das natürlich nicht so, dass der Fuchs – für gewaltentwöhnte Städter einfach nur ein schönes Tier – als solcher gewürdigt werden soll. Sondern so: Vom 13. bis zum 19. Dezember soll auf die Rotpelze geballert werden, was das Zeug hält. Den Revieren mit den meisten Opfern – im Verhältnis zur Fläche – winken Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Und Urkunden.
"Waidmannsfreuden" in Wald und Feld (weiterlesen)

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Die zehn häufigsten Fehler auf dem Entenstrich
Jon Nitz, 9.12.2021
Alljährlich fiebert der passionierte Niederwildjäger dem abendlichen Entenstrich entgegen, wo er die Früchte seiner Hege erntet – oder aber auch nicht. Denn viele Punkte gilt es zu beachten, wollen wir uns und unseren Jagdfreunden einige spannende und erfolgreiche Stunden bescheren.
Die Jagd auf dem Entenstrich ist ein herrliches Waidwerk, wenn zum Abschluss nach guter Hundearbeit reichlich Breitschnäbel die Strecke zieren. Für mich ist das Wildbret der Ente nach Rebhuhn und Schnepfe das Beste, was uns das Revier beschert. Doch um an dieses zu gelangen, werden wir folgende Fehler vermeiden:
1. Fehler: Mangelhafte Vorbereitung
Jede erfolgreiche Jagd setzt Revierkenntnis und eine entsprechende Vorbereitung voraus. Insbesondere an längeren Bach- oder Flussläufen oder mehreren Teichen im Revier haben die Enten immer ihre Lieblingsplätze, die sie als Ruhe- oder Äsungsplätze bevorzugen. Ebenso verhält es sich an großen Stillgewässern. Hier müssen eventuell in breite Schilfstreifen Schneisen gemäht werden, um überhaupt Schussfeld zu bekommen. (weiterlesen)

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Niederwild – Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Hartwig Görtler, 8.12.2021
Bilder von riesigen Strecken an Niederwild lassen einen vor Neid erblassen. Dutzende Hasen, jeder Fünfte halb vorgezogen. Fasane in unglaublichen Mengen in Reih und Glied zur Strecke gelegt. Das ist schön – und es sei jedem gegönnt. Zu finden ist das in Deutschland kaum noch. Ganz anders in den großen Niederwildrevieren Europas, in Ungarn. Vielleicht in England. Hier kümmern sich Berufsjäger um den Besatz, setzen aus, um dem Jagdgast das Wild im Herbst vor die Flinte zu treiben. Schön. Es sei jedem gegönnt.
Besatz sichern durch Entnahme
Ganz anders, aber nicht weniger schön ist es da im eigenen Revier, auf einer Bauernjagd. Es kann doch kaum etwas besseres geben, als selbst das Wild zu Hegen und den Besatz über Jahre zu entwickeln um dann abzuwägen, wie viel des Herbstbesatzes man – unter Berücksichtigung des Frühjahrsbesatzes – entnehmen kann. Man entnimmt, um den Fortbestand zu sichern. Etwas, was weder Naturschützer noch Jagdgegner je verstehen werden. (weiterlesen)

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EU-Jagdverbot in Schutzgebieten vom Tisch
Die EU-Kommission wollte Jagd und Fischerei mit Bergbau gleichsetzen und auf 10 % der Landfläche verbieten. DJV und weitere Organisationen haben erfolgreich dagegen protestiert.
09.12.2021
Die Europäische Kommission hat ihr umstrittenes Ziel aufgegeben, auf 10 % der Landfläche der Europäischen Union ein Jagdverbot durchzusetzen. Dies geht aus Verlautbarungen der Kommission zur Anwendung ihrer Richtlinien hervor.
Heftigen Widerstand gegen die Pläne haben im Vorfeld unter anderem Nutzerverbände geleistet. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hatte sich bei der Bundesregierung dafür eingesetzt, die problematische Formulierung zu streichen und über den Dachverband der europäischen Jäger FACE Einfluss genommen.
Der DJV begrüßt das Einlenken der Europäischen Kommission und ruft die neue Bundesregierung auf, die Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie mit Augenmaß umzusetzen. "Schützen durch Nutzen ist ein international anerkannter Leitsatz für erfolgreichen Artenschutz", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Professor Jürgen Ellenberger. (weiterlesen)

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40-jähriges JAGD-&-HUND-Jubiläum verschoben
6.12.2021
Aufgrund der aktuellen Entwicklung rund um die Coronapandemie wird die JAGD & HUND von Anfang Februar 2022 auf Juni 2022 verschoben.
40-jähriges JAGD-&-HUND-Jubiläum verschoben: Europas größter Jagdmesse findet im Juni 2022 statt (Foto: Angela Stutz)
Als neuen Termin für das 40-jährige Jubiläum der JAGD & HUND hat der Veranstalter den 7. bis 12. Juni 2022 festgesetzt. Bereits erworbene Tickets würden ihre Gültigkeit für den neuen Termin behalten. Die Messe für Angelfischerei FISCH & ANGEL pausiert 2022. (weiterlesen)

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Vor der Schutzhundeausbildung steht die Arbeit am absoluten Gehorsam, oder: Was der Jäger von der Schutzhundeausbildung lernen kann
Wer wie ich seine ersten Gehversuche, und das im wahrsten Sinne des Wortes am Schutzhund und dessen Ausbildung startete, reibt sich bei der Betrachtung der Chronologie der Jagdhundeausbildung oft verwundert die Augen.
Edda, wie unsere Schäferhundhündin hieß, wurde angeschafft, als ich gerade 4 Jahre alt war, um auf unseren Betrieb aufzupassen, weil ständig eingebrochen wurde. Edda hatte als einer der letzten Schutzhunde den Nachweis „hieb- und stichfest“ zu sein, erbracht. Eine kleine runde Veränderung der Fellfarbe am Oberschenkel war Zeugnis dieses Ausbildungsschrittes. Man rammte den Hunden damals ein kleines etwa 2 cm langes Messer in den Oberschenkel und der Hund durfte nicht mucken oder den Figuranten loslassen. Zeigte der Hund auch bei körperlichen Schmerzen den Gehorsam, war er „hieb- und stichfest“. Doch für den Dienst in der Polizeihundetaffel fehlte ihr der absolute Gehorsam, sie wurde trotz mehrjähriger Ausbildung ausgemustert. Sie hatte den Figuranten ohne ihn vorher ausgiebig zu verbellen angegangen. Dieser fehlende Gehorsam führte zum Ausschluss aus der weiteren Schutzhundeausbildung.
Der Befehl des Fassen und Loslassens muss binnen Sekunden vom Schutzhund umgesetzt werden. Ein nur geringes Zögern beim Fassen oder ein weiteres Festhalten des Figuranten, obwohl der Befehl des Loslassens gegeben wurde, führen zum sofortigen Ausschluss aus der Schutzhundeausbildung.
Beim Schutzhund muss der Gehorsam immer, auch in der stressigsten Situation, den Schutztrieb überlagern!! (weiterlesen)

Niemals, auch nicht in einer Stressituation, darf der Schutzhund den Kontakt zum Führer abreißen lassen!
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Wer ist der Jagdpächter in meiner Region?
Eine gute Suchmaschinenoptimierung beim Deutschen Jagdportal mit unerwarteten Nebenwirkungen
Immer häufiger rufen hilfesuchende Bürger beim Deutschen Jagdportal an, die mit der Jagd gar nichts zu tun haben. Es sind keine Jäger, die Hilfe bei der Freischaltung Ihres Accounts in der Community der Jagdportals benötigen oder Anzeigenkunden, die eine Beratung beim Schalten einer Kleinanzeige oder beim Eintrag in die Jagddatenbank wünschen.
Eine ständig steigende Anzahl an Notrufen erreichen uns von Bürgern aus ganz Deutschland, die den für ihr Anwesen zuständigen Jagdpächter suchen. Waren es anfangs nur gelegentliche Anrufe, erreichen uns diese Anrufe mittlerweile täglich und das mehrfach.
Durch unsere Suchmaschinenoptimierung erscheint bei Google bei der Angabe der Suchphrase „Jagdpächter“ das Jagdportal auf dem ersten Platz. Das wiederum führt dazu, dass Bürger, die den Jagdpächter in ihrer Region suchen, auf dem Jagdportal landen. Dort erscheint dann auch oben unsere Mobilfunknummer, die eigentlich für Mitglieder unserer Community eingerichtet wurde, um schnelle Hilfe bei Softwareproblemen leisten zu können. Doch mittlerweile dient die Leitung als Kummerkasten von Bürgern, die verzweifelt den zuständigen Jagdpächter in ihrer Region suchen, weil sie ein Wildtier leiden sehen oder es tot im Garten liegt.
Als wir mit unserem unserem Artikel „Vorbildliches Jagdpächterverzeichnis der Gemeinde Schöntal“ auf das Problem aufmerksam machen wollten, ernteten wir aus der Jägerschaft mehr Ablehnung als Zustimmung, wollen doch viele Jagdpächter und Jäger nicht im Internet genannt werden, schon gar nicht mit einer Revierkarte. Schade, da durch eine schnelle Revierpächtersuche oft viel Tierleid erspart werden könnte, geht es bei den Anrufen oft darum, ein Wildtier von seinem Leid zu erlösen. (weiterlesen)


