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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Kahlwild und Hirsch – Verbreitung und Entwicklung des Rotwildes

Kim Trautmann, 23.12.2021

Deutschland zählte einmal zu den rotwildreichsten Regionen Europas. Kahlwild und Hirsche mit unterschiedlichsten Charakteristika in allen Bundesländern reichlich vertreten. Doch was ist von den sanften Riesen noch übrig? Die Landkarte weist einige weiße Flecken auf und das Rotwild ist nicht überall gern gesehener Gast.

Kahlwild und Hirsch - Das Rotwild und seine Verbreitung

Ob in den Donauauen, an Rhein und Mosel oder in Thüringen, das Rotwild war von den Alpen bis nach Mecklenburg heimisch. Viele der zusammenhängenden Waldgebiete, die das Rotwild noch vor zweihundert Jahren zur Verfügung hatte, sind in ihrer früheren Qualität verschwunden. Die Kulturlandschaft macht ihm zu schaffen. So lagen in Baden und Württemberg ehemals einige der größten Brunftplätze Europas, sie sind mittlerweile weg. Wo sie waren, verlaufen heute Kreisstraßen und erstrecken sich Naherholungsgebiete. Rotwild kommt hier nur noch im Großgatter oder gen Allgäu und im Schwarzwald vor.

Wo kommt das Rotwild noch vor?    (weiterlesen)

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Rammelwolle, Perückenbock und Schlüpfertyp - Vom neuen Image der Jagd

22.12.21

Immer mehr Frauen und Stadtmenschen lernen zu jagen. Das sagen neue Zahlen vom Deutschen Jagdverband. Knapp 400.000 Menschen in Deutschland besitzen einen Jagdschein, aber innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Zusammensetzung dieser Gruppe immer stärker geändert. Sagt der Imagewandel der Jagd eigentlich etwas über uns als Gesellschaft aus? Ist dieser stärkere Bezug der Menschen zur Natur und dem Tier bloß Symptom des allgemeinen Nachhaltigkeits- und Naturtrends? Oder auch eine Art Rückkehr zu unseren urmenschlichen Wurzeln als Sammler und Jäger? (Podcast anhören)

 

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Afrikanische Schweinepest  ASP: Wölfe können Verbreitung reduzieren

3.12.2021 

Eine neue Studie zeigt, dass Wölfe dazu beitragen können, die ASP-Virusmenge in der Wildpopulation zu reduzieren.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Wölfe dazu beitragen können, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Wildschweinpopulation zu verringern. Da Wölfe Wildschweine jagen und deren Kadaver fressen, reduzieren sie die Virusmenge in der freien Wildbahn, ohne das Virus selbst zu verbreiten.

Lange spekulierten Forscher, dass Raubtiere wie Wölfe als Vektoren für die Verbreitung des Virus dienen könnten, da sie sich täglich viel bewegen und das Virus weiträumig verbreiten können. Um das zu prüfen, analysierten Forscher der Universität Danzig und der Universität Warschau 62 Wolfskotproben auf das Vorhandensein von ASP-Virus-DNA, die hauptsächlich in Teilen Polens gesammelt wurden, die zu ASP-Zonen erklärt wurden.

Wölfe könnten ASP-Ausbreitung stoppen, indem sie infektiöses Aas fressen   (weiterlesen)

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„Waschbär hat gravierenden Einfluss auf Amphibien“

23. Dezember 2021

Die Goethe-Universität Frankfurt forscht an gebietsfremden invasiven Arten. Das Projekt ZOWIAC umfasst Wildbiologie und Genetik gleichermaßen. Norbert Peter erläutert im DJV-Interview erste Ergebnisse.
Norbert Peter forscht an der Goethe-Universität Frankfurt und ist einer der Leiter des durch die Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten, bundesweiten Großprojektes ZOWIAC. Das steht für Zoonotische und Wildtierökologische Auswirkungen invasiver Carnivoren. Im DJV-Interview erläutert Peter unter anderem, welche Auswirkungen gebietsfremde Arten haben, welche Rolle dabei der Waschbär spielt und wie Jäger das Forschungsprojekt unterstützen können.

DJV: Was ist das Ziel des Projektes ZOWIAC?

Norbert Peter: Das Ergebnis unserer Forschung sind aktuelle, fundierte und abgesicherte Daten auf Bundesebene. Wir untersuchen beispielsweise das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung sowie für Nutz- und Haustiere, das zum Beispiel von Waschbär, Marderhund oder Goldschakal ausgeht.  (weiterlesen)

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Jagd in Wohngebieten – Spezialisten bekämpfen die Wildschweinplage

Die Beschwerden gerade im Herbst und Winter häufen sich. Wildschweinrotten verwüsten Grünflächen, Parks und Gärten bei ihrer Suche nach Futter, sind in Wohngebieten und an Straßen unterwegs und hinterlassen massive Schäden. Die betroffenen Grundstückseigentümer rufen nach den Jägern. Aber die können nur begrenzt helfen. Die Jagd in Wohngebieten ist kompliziert und nicht überall erlaubt. Wir waren mit zwei Jägern unterwegs, die sich auf diese anspruchsvolle Art zu jagen spezialisiert haben. Frank und Daniel Weber brauchen dafür viel Zeit, Geduld, Erfahrung und eine teure Ausrüstung.

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Wildbret: Wie schmeckt eigentlich Dachsfleisch?

Von David Rutschmann 21.12.2021

In Deutschland erlegen Jäger mehr Dachse als Wildkaninchen. Doch ihr Fleisch kommt kaum auf den Teller. Ein Waldshuter Metzger vergleicht den Geschmack mit Wildschein – unser Autor hat es gekostet.

"Willst du die Spuren eines Autounfalls verwischen?" Diese Antwort erhalte ich, als ich einen Freund frage, ob er Interesse hätte, zu erfahren, wie Dachsfleisch schmeckt. Denn ich habe vor kurzem 500 Gramm Dachsgulasch gekauft – einfach so an der Frischetheke. Ein Zufallskauf bei einem Waldshuter Metzger.

Weil ich mich zu ungewöhnlichen Nahrungsmitteln hingezogen fühle und mir beim Lesen des Etiketts in der Frischetheke zum ersten Mal im Leben bewusst wurde, dass wohl auch Dachse essbar sind. Und auch genießbar, der Metzger vergleicht den Geschmack mit Wildschwein.

Ich sicherte mir 500 Gramm Gulasch. Es sollte allerdings einige Wochen dauern, bis ich in den Genuss des Dachses kam – das Fleisch fror ich auf Anraten des Metzgers ein. Denn Freiwillige in meiner Bekanntschaft zu finden, die bereit sind, Dachsfleisch zu probieren, ist gar nicht so einfach. Ich blicke oft in verdutzte Gesichter. "Du kriegst bestimmt Streifen, wenn du Dachs isst", sagt mir meine Tante.

In Deutschland werden mehr Dachse als Wildkaninchen erlegt (weiterlesen)

 

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Grafenau/Nová Pec: Wölfe töten Jagdhund: "Die Wölfe haben sich nur verteidigt"

20.12.2021

Für große Diskussionen – auch in den sozialen Medien − sorgt weiter der Vorfall in der Nähe von Nová Pec bei Prachatice, wo vor kurzem bei einer Jagd in den Militärwäldern und -gütern Horní Planá ein Wolfsrudel einen Hund auf einer Gesellschaftsjagd getötet hat.

Wie Pavel Hubený, der Direktor des Nationalparks Šumava, am Montag auf Anfrage der Heimatzeitung mitteilte, könnten die Wölfe sich vom jagenden Hund bedroht gefühlt haben. Sie hätten sich nur verteidigt. Sein Amtsvorgänger Jiří Mánek hatte kurz nach dem Vorfall gegenüber den Medien als letzte Konsequenz den Abschuss von Wölfen im Böhmerwald gefordert. Die Wölfe würden immer "selbstbewusster und frecher".

Wohl bedroht gefühlt

Laut Hubený weise dieser Vorfall vielmehr auf das natürliche Verhalten wilder Wölfe hin. "Wie uns das ganze Ereignis beschrieben wurde, befanden sich die Wölfe mitten in der Jagd, wo Jäger und Hunde ringsum waren". Sie hätten sich wohl bedroht gefühlt und ihre letzte Chance bestand darin, den Hund anzugehen, der sie angegriffen hatte.  (weiterlesen)

 

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Immer mehr Frauen machen Jägerprüfung

20.12.2021 (DJV) Berlin

Die Jagd wird weiblicher und jünger, die Zahl der Jagdschüler ohne Vorkenntnisse steigt. Hoch im Kurs steht Wildbret als Motiv. Die Ergebnisse der dritten DJV-Jungjägerbefragung liegen jetzt vor.

Innerhalb eines Jahrzehnts ist der Anteil der Frauen in Jagdschulen von 20 auf 28 Prozent gestiegen. Und sie werden jünger: Das Durchschnittsalter ist im selben Zeitraum von 36 auf 33 Jahre gesunken. Männern liegen konstant bei 35 Jahren. Nach wie vor kommt knapp ein Viertel (23 Prozent) der Jagdschülerinnen und -schüler aus Städten. Einen deutlichen Aufwärtstrend gibt es bei Menschen, die vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gesammelt haben. Ihr Anteil ist seit 2011 von 15 auf 26 Prozent gestiegen. Das sind zentrale Ergebnisse der dritten Jungjägerbefragung nach 2011 und 2017, die der Deutsche Jagdverband (DJV) in Auftrag gegeben hat. An der Umfrage des unabhängigen Instituts IfA Marktforschung Bremer + Partner nahmen zwischen Oktober 2020 und September 2021 knapp 6.500 Jagdschülerinnen und -schüler teil. Das sind etwa ein Drittel aller Prüflinge in diesem Zeitraum.

Gesunde Ernährung ist ein Hauptmotiv  (weiterlesen)

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Der Wohlleben-Studiengang kommt nach Eberswalde

Bearbeitet von Oliver Gabriel  18.12.2021

Vor rund einem Jahr haben Peter Wohlleben und Prof. Pierre Ibisch angekündigt, einen neuen forstlichen Studiengang aufzubauen. „Ökologische Waldbewirtschaftung“ sollte er heißen. Jetzt hat sich die Leitung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) entschieden, ihn in ihr Lehrprogramm aufzunehmen. Das teilte am 15. November das Wissenschaftsmagazin Geo mit, das sich ebenfalls für den neuen Studiengang engagiert.

Zwar waren Wohlleben und Ibisch immer optimistisch, dass es diesen Studiengang tatsächlich einmal geben wird. Aber man reibt sich doch die Augen, dass er nun ausgerechnet nach Eberswalde kommt. Dort hatte sich die Professorenschaft sehr entschieden gegen dieses Studium ausgesprochen.

Im März veröffentlichten die forstlichen Hochschulen in Deutschland darüber hinaus zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine gemeinsame Erklärung. Sie verwahrten sich darin gegen die Unterstellung, dass „die derzeitige Lehre an forstlichen Hochschulen nicht auf einem umfassenden Verständnis von Wäldern als komplexen Ökosystemen beruhe und sich auf die Anlage von Holzäckern und damit die Plantagenwirtschaft beschränke.“

Nicht wenige Beobachter waren damals davon überzeugt, dass der neue Studiengang an den traditionellen forstlichen Hochschulstandorten keine Chance haben würde. War die ganze Aufregung jetzt also nur ein Sturm im Wasserglas?

Neue Impulse sind wichtig    (weiterlesen)

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Sous Vide Garen von Wildfleisch – Lebensmittelsicherheit

Dagh Sommerfeld,  20.12.2021

Sous Vide Garen von Wildfleisch ist ein Trend, der sich seit einigen Jahren immer weiter verbreitet. Da die Anschaffungskosten für die benötigten Gerätschaften immer günstiger werden, sind diese mittlerweile in immer mehr Küchen zu finden. Die Methode kann einen Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit und Produktqualität bei Wildfleisch haben, daher hat sich die „Tierärztlichen Hochschule Hannover“ (TiHo) in einer Veröffentlichung damit beschäftigt und beschrieben worauf man achten sollte.

Sous vide garen von Wildfleisch

Bei der Sous Vide Methode werden Lebensmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 65 °C in Vakuumbeuteln im Wasserbad für sehr lange Zeiträume gegart. Da diese niedrigen Temperaturen jedoch die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) unterschreiten, stellt sich die Frage nach der Lebensmittelsicherheit. Laut BfR soll Fleisch auf eine Kerntemperatur von mindestens 72 °C bei einer Haltezeit von 2 Minuten erhitzt werden. Dies soll das Risiko lebensmittelbedingter Erkrankungen minimieren.

Die Vorteile

Der größte Vorteil des Sous Vide Garens von Fleisch liegt in der präzisen Temperaturkontrolle und schonenden Garung, was besonders zarte Ergebnissen zur Folge hat. Des Weiteren bringen die niedrigeren Temperaturen den Vorteil, dass Fleisch im Kern rosa zu belassen und trotzdem so lange erhitzt zu haben, um das Risiko überlebender Pathogene stark zu minimieren, so die Autoren   (weiterlesen)

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