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Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

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Wildbret: Wie schmeckt eigentlich Dachsfleisch?

Von David Rutschmann 21.12.2021

In Deutschland erlegen Jäger mehr Dachse als Wildkaninchen. Doch ihr Fleisch kommt kaum auf den Teller. Ein Waldshuter Metzger vergleicht den Geschmack mit Wildschein – unser Autor hat es gekostet.

"Willst du die Spuren eines Autounfalls verwischen?" Diese Antwort erhalte ich, als ich einen Freund frage, ob er Interesse hätte, zu erfahren, wie Dachsfleisch schmeckt. Denn ich habe vor kurzem 500 Gramm Dachsgulasch gekauft – einfach so an der Frischetheke. Ein Zufallskauf bei einem Waldshuter Metzger.

Weil ich mich zu ungewöhnlichen Nahrungsmitteln hingezogen fühle und mir beim Lesen des Etiketts in der Frischetheke zum ersten Mal im Leben bewusst wurde, dass wohl auch Dachse essbar sind. Und auch genießbar, der Metzger vergleicht den Geschmack mit Wildschwein.

Ich sicherte mir 500 Gramm Gulasch. Es sollte allerdings einige Wochen dauern, bis ich in den Genuss des Dachses kam – das Fleisch fror ich auf Anraten des Metzgers ein. Denn Freiwillige in meiner Bekanntschaft zu finden, die bereit sind, Dachsfleisch zu probieren, ist gar nicht so einfach. Ich blicke oft in verdutzte Gesichter. "Du kriegst bestimmt Streifen, wenn du Dachs isst", sagt mir meine Tante.

In Deutschland werden mehr Dachse als Wildkaninchen erlegt (weiterlesen)

 

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Grafenau/Nová Pec: Wölfe töten Jagdhund: "Die Wölfe haben sich nur verteidigt"

20.12.2021

Für große Diskussionen – auch in den sozialen Medien − sorgt weiter der Vorfall in der Nähe von Nová Pec bei Prachatice, wo vor kurzem bei einer Jagd in den Militärwäldern und -gütern Horní Planá ein Wolfsrudel einen Hund auf einer Gesellschaftsjagd getötet hat.

Wie Pavel Hubený, der Direktor des Nationalparks Šumava, am Montag auf Anfrage der Heimatzeitung mitteilte, könnten die Wölfe sich vom jagenden Hund bedroht gefühlt haben. Sie hätten sich nur verteidigt. Sein Amtsvorgänger Jiří Mánek hatte kurz nach dem Vorfall gegenüber den Medien als letzte Konsequenz den Abschuss von Wölfen im Böhmerwald gefordert. Die Wölfe würden immer "selbstbewusster und frecher".

Wohl bedroht gefühlt

Laut Hubený weise dieser Vorfall vielmehr auf das natürliche Verhalten wilder Wölfe hin. "Wie uns das ganze Ereignis beschrieben wurde, befanden sich die Wölfe mitten in der Jagd, wo Jäger und Hunde ringsum waren". Sie hätten sich wohl bedroht gefühlt und ihre letzte Chance bestand darin, den Hund anzugehen, der sie angegriffen hatte.  (weiterlesen)

 

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Immer mehr Frauen machen Jägerprüfung

20.12.2021 (DJV) Berlin

Die Jagd wird weiblicher und jünger, die Zahl der Jagdschüler ohne Vorkenntnisse steigt. Hoch im Kurs steht Wildbret als Motiv. Die Ergebnisse der dritten DJV-Jungjägerbefragung liegen jetzt vor.

Innerhalb eines Jahrzehnts ist der Anteil der Frauen in Jagdschulen von 20 auf 28 Prozent gestiegen. Und sie werden jünger: Das Durchschnittsalter ist im selben Zeitraum von 36 auf 33 Jahre gesunken. Männern liegen konstant bei 35 Jahren. Nach wie vor kommt knapp ein Viertel (23 Prozent) der Jagdschülerinnen und -schüler aus Städten. Einen deutlichen Aufwärtstrend gibt es bei Menschen, die vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gesammelt haben. Ihr Anteil ist seit 2011 von 15 auf 26 Prozent gestiegen. Das sind zentrale Ergebnisse der dritten Jungjägerbefragung nach 2011 und 2017, die der Deutsche Jagdverband (DJV) in Auftrag gegeben hat. An der Umfrage des unabhängigen Instituts IfA Marktforschung Bremer + Partner nahmen zwischen Oktober 2020 und September 2021 knapp 6.500 Jagdschülerinnen und -schüler teil. Das sind etwa ein Drittel aller Prüflinge in diesem Zeitraum.

Gesunde Ernährung ist ein Hauptmotiv  (weiterlesen)

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Der Wohlleben-Studiengang kommt nach Eberswalde

Bearbeitet von Oliver Gabriel  18.12.2021

Vor rund einem Jahr haben Peter Wohlleben und Prof. Pierre Ibisch angekündigt, einen neuen forstlichen Studiengang aufzubauen. „Ökologische Waldbewirtschaftung“ sollte er heißen. Jetzt hat sich die Leitung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) entschieden, ihn in ihr Lehrprogramm aufzunehmen. Das teilte am 15. November das Wissenschaftsmagazin Geo mit, das sich ebenfalls für den neuen Studiengang engagiert.

Zwar waren Wohlleben und Ibisch immer optimistisch, dass es diesen Studiengang tatsächlich einmal geben wird. Aber man reibt sich doch die Augen, dass er nun ausgerechnet nach Eberswalde kommt. Dort hatte sich die Professorenschaft sehr entschieden gegen dieses Studium ausgesprochen.

Im März veröffentlichten die forstlichen Hochschulen in Deutschland darüber hinaus zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine gemeinsame Erklärung. Sie verwahrten sich darin gegen die Unterstellung, dass „die derzeitige Lehre an forstlichen Hochschulen nicht auf einem umfassenden Verständnis von Wäldern als komplexen Ökosystemen beruhe und sich auf die Anlage von Holzäckern und damit die Plantagenwirtschaft beschränke.“

Nicht wenige Beobachter waren damals davon überzeugt, dass der neue Studiengang an den traditionellen forstlichen Hochschulstandorten keine Chance haben würde. War die ganze Aufregung jetzt also nur ein Sturm im Wasserglas?

Neue Impulse sind wichtig    (weiterlesen)

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Sous Vide Garen von Wildfleisch – Lebensmittelsicherheit

Dagh Sommerfeld,  20.12.2021

Sous Vide Garen von Wildfleisch ist ein Trend, der sich seit einigen Jahren immer weiter verbreitet. Da die Anschaffungskosten für die benötigten Gerätschaften immer günstiger werden, sind diese mittlerweile in immer mehr Küchen zu finden. Die Methode kann einen Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit und Produktqualität bei Wildfleisch haben, daher hat sich die „Tierärztlichen Hochschule Hannover“ (TiHo) in einer Veröffentlichung damit beschäftigt und beschrieben worauf man achten sollte.

Sous vide garen von Wildfleisch

Bei der Sous Vide Methode werden Lebensmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 65 °C in Vakuumbeuteln im Wasserbad für sehr lange Zeiträume gegart. Da diese niedrigen Temperaturen jedoch die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) unterschreiten, stellt sich die Frage nach der Lebensmittelsicherheit. Laut BfR soll Fleisch auf eine Kerntemperatur von mindestens 72 °C bei einer Haltezeit von 2 Minuten erhitzt werden. Dies soll das Risiko lebensmittelbedingter Erkrankungen minimieren.

Die Vorteile

Der größte Vorteil des Sous Vide Garens von Fleisch liegt in der präzisen Temperaturkontrolle und schonenden Garung, was besonders zarte Ergebnissen zur Folge hat. Des Weiteren bringen die niedrigeren Temperaturen den Vorteil, dass Fleisch im Kern rosa zu belassen und trotzdem so lange erhitzt zu haben, um das Risiko überlebender Pathogene stark zu minimieren, so die Autoren   (weiterlesen)

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Bergen: Nach Angriff in bayerischem Stall

Autofahrer filmt Wolf in Wohngebiet

17. 12.2021

Wolfsangriff in Chiemgau
Seine Artgenossen reißen Kühe, Ziegen oder andere Nutztiere normalerweise draußen auf der Weide. In der bayrischen Gemeinde Bergen hat sich ein Wolf jetzt aber sogar in einen Stall gewagt und eine Ziege attackiert. Das berichteten die "OVB-Heimatzeitungen". Tags darauf wird ein Wolf sogar im Wohngebiet gesichtet. Ein Autofahrer filmte das Tier. Das Video zeigen wir Ihnen oben!

Bauer aus Bergen bemerkt, dass Tiere unruhig werden

Schon im Oktober – am Wochenende vor Allerheiligen – hatte der Wolf im Chiemgau sein Unwesen getrieben und Schafe getötet. Am Mittwoch wird er von Anwohnern im Gewerbegebiet in Bergen gesichtet. Ein Jungbauer aus der Nähe fährt ins Gewerbegebiet, um nach Spuren zu suchen. Als er auf seinen Hof zurückkehrt, merkt er, dass seine Tiere unruhig werden.
Er macht sich auf den Weg in den Stall – und entdeckt den Wolf. Das Raubtier attackiert gerade eine Ziege. Doch das Licht aus der Taschenlampe des Jungbauern schreckt den Angreifer offenbar auf. Er lässt von dem Tier ab und rennt aus dem Stall, in dem insgesamt 300 Ziegen, Schafe und Rinder gehalten werden. (weiterlesen)

 

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Mehr Jagd für gesunde Wälder

13.12.2021

Bayerns Wälder leiden seit Jahrzehnten unter zu starkem Wildverbiss. Als Folge verkümmern viele junge Bäume. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) fordert deswegen von der Jägerschaft einen waldverträglicheren Wildbestand. (Video ansehen)

Forstministerin Bayerns, Michaela Kaniber

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Neozoen auf dem Vormarsch? Wird die Artenvielfalt gefressen?

Kim Trautmann 14.12.2021

Ob Amphibien, kleine Säugetiere, Bodenbrüter oder seltene Muscheln und Krebse, die Neozoen fressen sich durchs Ökosystem. Waschbär, Marderhund und Co. stellen geringe Anforderungen an Nahrung und Lebensraum, umso mehr werden sie zur Bedrohung für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Doch wie viele der possierlichen Kleinbären werden momentan erlegt? Ist das Niederwild noch zu retten? Wir haben uns für Sie angesehen, wie viele Räuber es tatsächlich gibt.

Neozoen ohne Ende 

Beutegreifer soweit das Auge reicht, haben Ente, Fasan und Feldhase noch eine Chance in der Kulturlandschaft? Die Streckenergebnisse des letzten Jahres sind ganz unterschiedlich ausgefallen, dennoch ist in fast allen Bundesländern ein Anstieg bei den Neozoen festzustellen.

Viele Räuber im Osten- Neozoen

Hatte das Raubwild bis 2012 in Mecklenburg-Vorpommern noch deutlich an Räude, Staupe und Parvovirose gelitten, so sind die Strecken mittlerweile wieder auf einem recht hohen Niveau und steigt weiter. Es gibt viele Marderhunde und auch die Zahl der Waschbären steigt stetig. So wurden im letzten Jagdjahr 7.067 Marderhunde und eine gigantische Strecke von 20.837 Waschbären erlegt. Betrachtet man die Streckenzahlen der letzten Jahre, so fällt auf, dass gerade die Waschbärbesätze explodiert sind. Wildarten wie Ente, Feldhase und Fasan leiden darunter. Ihre Hege und Bejagung erfordert immer größere Anstrengungen.
In Sachsen ist die Zahl der erlegten Marderhunde im Vergleich zum Vorjahr mit 2.398 Stück leicht gesunken. Über die Jahre hinweg steigt die Gesamtstrecke bei den Neozoen jedoch deutlich. Auch Waschbären haben die sächsischen Waidmänner deutlich weniger erlegt. 18.751 Kleinbären kamen zur Strecke, im Jahr zuvor waren es noch 19.628. Auch die Waschbärstrecke in Sachsen steigt ebenfalls stark. Die Zahl der erlegten Minks hat mit 69 Tieren nach langem wieder einen Tiefstand erreicht. In Thüringen werden viele Waschbären erlegt: 13.364 im Jahr 2020/2021. Dafür ist die Zahl der Marderhunde mit 257 deutlich geringer als in den anderen Bundesländern.   (weiterlesen)

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Nach Angriff auf Schafherde - 'Es braucht neue Antworten'

Wölfe: Wie Schäfer, Naturschützer und Politiker die Lage beurteilen

Marc Hagedorn

Vor einer Woche ist passiert, was Hermann Kück befürchtet hat. Vermutlich ein Wolf hat 30 Schafe im Landkreis Osterholz gerissen. „Es war abzusehen“, sagt Kück, „es hat sich seit Längerem abgezeichnet.“ Für den Landkreis Osterholz ist er zwar nicht zuständig, aber der Vorfall wühlt ihn trotzdem auf. Fast zehn Jahre lang war Kück als Wolfsberater im benachbarten Landkreis Cuxhaven tätig. Vor gut zwei Wochen hat der 74-Jährige sein Ehrenamt aufgegeben. „Es war der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr verantworten konnte, weiterhin dabei zu sein“, sagt Kück.

Sein Rückzug hat für viel Aufsehen gesorgt. Kück, der in Lunestedt lebt, ist im Cuxland eine Art Institution. Seit 45 Jahren engagiert er sich im Naturschutz, 2015 hat er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz bekommen. Kück hat mehrere Bücher geschrieben und unzählige Vorträge gehalten, in Schulen, Kindergärten, auf Bürgerversammlungen. In den vergangenen Jahren fast immer nur zu einem Thema: dem Wolf.

Kück hat vermittelt und aufgeklärt. Er hat im Buch „Dunkle Wolken über dem Wolfsparadies“ beschrieben, warum Wölfe sind, wie sie sind, wie sie sich im Familienverband organisieren, wie sie miteinander umgehen und wie mit ihrer Umwelt. „Sehr sachlich“, sagt er, habe er stets über das Verhältnis von Mensch und Wolf referiert.

Inzwischen sagt Kück: „Die Realität hat uns überholt. Der Mensch und der Wolf können keine Freunde sein.“ Er hat in den vergangenen Jahren Dutzende tote Schafe gesehen, gerissen von Wölfen, und kürzlich erst zwei Ponys, die von einem Wolf angegriffen worden waren, „schreckliche Bilder“, sagt er.  (weiterlesen)

Hermann Kück

 

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Der Trend zur Jagd

Katharina Drath aus Beverstedt-Wellen ist Model und Jägerin.

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