Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Kitzrettung: Bundesministerium fördert über 900 Drohnen
Kathrin-Fuehres
12.11.2021
Über 900 Drohnen hat das BMEL gefördert. Rund 6.000 Kitze konnten durch den Einsatz in diesem Jahr schon gerettet werden.
Über 900 Drohnen mit Wärmebildkamera zur Jungwildrettung konnten durch das Drohnenprogramm gefördert werden, so das Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) in einer Pressemitteilung. Bereits in diesem Jahr seien schon 196 Drohnen im Einsatz gewesen und konnten damit rund 6.000 Rehkitze vor dem Mähtod bewahren.
Bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung konnten u.a. Kreisjägerschaften von 19. März bis zum 1. September einen Förderantrag für die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkamera zur Jungwildrettung einreichen. (weiterlesen)

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Tod des Hundes – Abschied von einem Freund
Till Quante 8.11.2021
Loslassen und Abschied zu nehmen sind schwer, gehören aber zum steten Kreislauf des Lebens dazu. Egal wodurch ein Hund stirbt, bereits mit Übernahme eines Vierläufers sollte man sich mit seinem Tod auseinandersetzen. Annette Schmitt gibt Hilfestellung.
Psychologen haben herausgefunden, dass für viele der Tod eines Hundes genauso belastend ist, wie der Abschied von einer geliebten Person. Das ist verständlich, denn Mensch und Hund sind über viele Jahre hinweg Gefährten und beste Freunde. Ein Rüdemann wächst durch die gemeinsame Arbeit im Revier mit seinem Vierläufer zu einem eingeschworenen Team zusammen. Aber auch als geliebtes Familienmitglied, das Frau und Kinder zu Hause verwöhnt, nimmt der Jagdgebrauchshund einen wichtigen Platz ein. Deshalb sollte man verstehen, dass die Trauer über den Verlust eines Vierläufers normal ist. Es braucht einfach Zeit, um diesen Abschied zu überwinden.
Abschied nehmen
Da plötzlich alles ganz schnell gehen kann, ist es empfehlenswert, sich frühzeitig mit dem Abschied auseinanderzusetzen und das Unvermeidbare nicht völlig zu verdrängen. Schließlich muss man am Ende trotz aller Trauer und allem Schmerz einen halbwegs klaren Kopf bewahren, um einen beispielsweise bereits leidenden Hund durch die eigene Aufregung nicht noch zusätzlich unnötig zu stressen. (weiterlesen)

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Afrikanische Schweinepest unaufhaltsam in Brandenburg
8.Nov.2021
Zahl der bestätigten Ausbrüche verdoppelt sich in nur fünf Monaten! Die Fläche der Restriktionsgebiete beträgt bereits 454 000 Hektar. Bekämpfung der ASP ist Aufgabe von nationaler Tragweite.
(Michendorf, 08.11.2021) Am heutigen Tag bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den 2000. Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg. Innerhalb von 14 Monaten nach dem Eintrag der ASP in die brandenburgische Schwarzwildpopulation sind insgesamt sechs Landkreise und die Stadt Frankfurt/Oder betroffen. Die Fläche der Kerngebiete, einschließlich der gefährdeten Gebiete beträgt 454 000 Hektar. Die bisher ergriffenen Maßnahmen und die föderale Organisation der Tierseuchenbekämpfung sind an ihre Grenze gestoßen. Die Bekämpfung der ASP gelingt nur, wenn Ausbruchsherde künftig noch schneller ausgemacht und isoliert werden und insbesondere dem einwechselnden Schwarzwild aus Polen Einhalt geboten wird.
„Wir benötigen eine Erhöhung der behördlichen Annahmestellen für Blutproben im Rahmen des ASPMonitorings und die Abgabe muss rund um die Uhr, in gekühlten Briefkästen möglich sein, um den zeitlichen sowie finanziellen Aufwand für uns Jäger zu minimieren”, sagt Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg.
Die Arbeitsabläufe müssen dringend überarbeitet werden und es muss eine bessere Koordinierung aller betroffenen Landkreise erfolgen. „Der Bund und das Bundeslandwirtschaftsministerium müssen endlich Verantwortung übernehmen. Andernfalls wird die ASP-Bekämpfung in Brandenburg und in Deutschland scheitern“, sagt Dr. Wellershoff. (weiterlesen)

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Update: Schlechte Nachrichten von Fellwechsel
5. November 2021
Auf mehrfache Nachfrage stellt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (NRW) bezugnehmend auf die gestrige Meldung in Sachen Fellwechsel folgendes klar:
Der LJV NRW stellt hiermit nochmals klar, dass sich die auf diesem Wege weitergeleitete Information der Fellwechsel Vertrieb GmbH ausschließlich auf die Leerung von Sammelstellen in NRW bezieht. Sie gilt ausdrücklich nicht für andere Bundesländer und die Absprachen anderer Landesjagdverbände mit der Fellwechsel Vertrieb GmbH.
Die Fellwechsel Vertrieb GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein hat nichts mit der Fellwechsel GmbH in Baden-Württemberg zu tun. Die dortige Fellwechsel GmbH des LJV Baden-Württemberg e. V. führt ihre Arbeit unverändert fort. (weiterlesen)

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Klage vor Verwaltungsgericht: Jäger will seine Waffen zurück
Peter Engelbrecht
2.11.2021 Ein Jäger aus Plankenfels klagt vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth gegen das Landratsamt. Er will seine Waffen zurück bekommen, die beschlagnahmt wurden. Den Vorwurf der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit weist der Mann zurück. Er war bei einem größeren Polizeieinsatz im September 2017 in die Schlagzeilen geraten, doch die Vorwürfe einer Frau hatten sich als falsch erwiesen.
Bayreuth - Ein Jäger aus Plankenfels klagt vor dem Verwaltungsgericht in Bayreuth gegen das Einziehen seiner sechs Waffen durch das Landratsamt und fordert die Verlängerung seines Jagdscheins durch die Behörde. Nach Angaben des Klägers gebe es keine Bedenken gegen seine waffenrechtlichen Zuverlässigkeit.
Der 48-Jährige hatte im September 2017 für Schlagzeilen gesorgt, als an seinem Anwesen ein größerer Polizeieinsatz stattgefunden hatte, bei dem auch ein Sondereinsatzkommando beteiligt war. Eine Frau aus der Slowakei hatte gemeldet, dass sie mit einer anderen Slowakin vom Kläger in dessen Wohnung mit Waffen festgehalten und vergewaltigt worden sei. Sie habe entkommen können, während die andere Frau dort noch festgehalten werde. Nach kurzer Festnahme des Mannes stellte sich heraus, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde, und die Frauen sich freiwillig bei ihm aufgehalten hatten. Doch dieser Fall spielte in der Verhandlung keine Rolle. (weiterlesen)

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Riskante Freigabe einzeln anwechselnder Alttiere
von Andreas Kinser
Studie im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung untersucht Risiko für das Verwaisen von Rotwildkälbern auf Bewegungsjagden
Hamburg, 3. November 2021. In diesen Tagen rund um den Hubertustag starten deutschlandweit die Bewegungsjagden auf Schalenwild. In den Revieren mit Rotwildvorkommen stehen die Jagdleiter dann wieder vor der Frage, ob einzeln anwechselnde Alttiere freigegeben werden sollen oder nicht. „Auf der einen Seite müssen ausreichend Alttiere im Verlauf eines Jagdjahres geschossen werden und auf der anderen Seite steht der Muttertierschutz, der sich gerade beim Rotwild durch die etwa einjährige Aufzuchtzeit der Kälber ergibt“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. Um zu ermitteln, wie groß das Risiko von Verstößen gegen den Muttertierschutz auf Bewegungsjagden ist, hat die Deutsche Wildtier Stiftung im vergangenen Jahr eine Studie beim Institut für Tierökologie und Naturbildung in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Fallstudie liegen nun vor. „Etwa ein Drittel der untersuchten erlegten und einzeln anwechselnden Alttiere hat am Ende des Jagdtages wahrscheinlich ein lebendes und entsprechend verwaistes Kalb hinterlassen“, so Kinser.
Analyse der Jagdstrecke der Alttiere
Um die Alttier-Kalb-Zusammengehörigkeiten zu prüfen, wurden auf 15 Bewegungsjagden die Jagdstrecken des Rotwildes vollständig beprobt. Der Gesäugestatus der erlegten Alttiere wurde vor dem Aufbrechen erfasst. „Auf den Jagden wurden insgesamt 73 Alttiere und 148 Kälber erlegt und beprobt“, sagt Olaf Simon, Studienleiter vom Institut für Tierökologie und Naturbildung. Von den Alttieren wurden 18 in einer direkten und korrekten, das heißt verwandtschaftlich tatsächlich zusammengehörigen Dublette erlegt. (weiterlesen)

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Heiliger Hubertus – Mäßige dich!
03.11.2021
Diakon Uwe Groß spricht in der Woche vom 1. bis 6. November ab ca. 6:30 Uhr in der Reihe „Zuspruch“ auf hr2. Hören Sie es sich live im Radio oder auf der Webseite des hr an oder lesen Sie den tagesaktuellen Text hier:
HEILIGER HUBERTUS – MÄSSIGE DICH
Der Herbst war schon immer die Zeit der Jagd. In manchen Kirchen erklingen heute die Waldhörner zum Hubertustag. An Treibjagden durch Hessens Wälder nehme ich zwar nicht teil, aber dem Spektakel in der Kirche schaue ich ganz gerne zu. Da liegen dann Tierfelle von Wildschweinen und Hirschgeweihe vor dem Altar, Jäger in grünen Lodenmänteln und dunklen Hüten blasen dazu Jagd-Signale. Das Ganze wirkt ein wenig wie aus der Zeit gefallen auf mich, aber schön finde ich es irgendwie trotzdem. Die Jäger erinnern damit an den Heiligen Hubertus, dessen Namenstag heute im katholischen Heiligenkalender steht.
Hubertus hat es wirklich gegeben, er hat im siebten Jahrhundert in Belgien gelebt. Die Legende berichtet, dass seine Frau an einem Karfreitag starb und dass Hubertus deshalb in blinder Wut auf die Jagd ging. Plötzlich begegnete ihm ein Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih. Das Kreuz soll zu ihm gesprochen haben: „Hubertus warum verfolgst Du mich? Ich habe dich doch erlöst.“ Der Jäger warf seine Armbrust weg und ging nie wieder zur Jagd, erzählt die Legende. Er änderte sein Leben, wurde Einsiedler – und später sogar Bischof von Lüttich.
Besonders Kinder lieben die Geschichte, vom Hirsch, der überlebt und vom Jäger, der keine Tiere mehr tötet. Und auch wenn manches davon wohl zusammengereimt ist, gibt die Legende mir doch zu denken. Nach dem Tod seiner Frau will Hubertus sich von seinem Leid ablenken. Er sucht Zerstreuung und schießt auf alles, was ihm vor die Armbrust kommt. Doch dann kommt Gott ins Spiel, unterbricht den Blutrausch und macht Hubertus nachdenklich.
Ich kenne sowas ähnliches auch von mir, wenn ich überarbeitet oder einfach schlecht drauf bin, dann habe ich mich manchmal einfach nicht im Griff und sage Dinge, die andere verletzen. Manchmal erschrecke ich dann selbst über mich und kriege mich doch wieder ein. Immer wieder braucht es aber auch die Reaktion eines anderen, der mir einfach sagt: „Jetzt komm mal wieder zu dir.“
Für die Jäger, die Hubertus zu ihrem Schutzpatron gemacht haben, bedeutet die Legende, dass sie sich bei ihrer Jagd im Herbst mäßigen wollen. Sie wollen nur so viele Tiere erlegen, wie es für das ökologische Gleichgewicht im Wald notwendig ist. Das kann ich nachvollziehen und so begreife ich Hubertus für mich weniger als einen Jagdheiligen, sondern vielmehr als einen Heiligen der Mäßigung. Einer der mir sagt: „Schieß nicht übers Ziel hinaus, sondern versuch dich im Griff zu haben.“ (weiterlesen)

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Wiederbewaldung im Einklang mit der Natur
Bearbeitet von Jörg Fischer
2. November 2021
Die Wiederbewaldung von Schadflächen gelingt mit einer Aufforstung. Verstärkt setzen Forstleute aber auch auf Naturverjüngung und Saatverfahren, die allerdings viel waldbauliche Kenntnis und Erfahrung erfordern. Die richtige Beratung ist hier wichtig.
Durch Sturm, Dürre oder Borkenkäfer als Folge des Klimawandels zerstörte Wälder müssen gemäß Thüringer Waldgesetz innerhalb von sechs Jahren wiederbewaldet werden. Dies geschieht einerseits durch Aufforstung mit klimaresilienten Baumarten in Mischung. Andererseits setzen Waldbesitzende aber verstärkt auf alternative Verfahren wie etwa die Naturverjüngung oder die Baumsaat. Um zu wissen, wann welches Verfahren, ggf. sogar kombiniert, am meisten Erfolg verspricht, sind allerdings viele Kenntnisse und Erfahrungen notwendig. Ein vorheriges Beratungsgespräch mit einer Försterin oder einem Förster ist deshalb allen Betroffenen zu empfehlen. Kulturen aus kompletter oder teilweiser Naturverjüngung sind besonders vital – und es lässt sich auf diese Weise möglicherweise sogar Geld sparen.
„Ruhe bewahren“ (weiterlesen)

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Jagdreise: Winterliche Drückjagd in der Eifel
Klaas Niemann am 2.11.2021
Die Eifel kombiniert eine reizende Gebirgslandschaft mit hervorragenden Wildbeständen.
Wen eine Drückjagd in der Heimat reizt, kommt an der Eifel nicht vorbei. Im Westen der Republik gibt es hervorragende Schwarzwild- und Rotwildbestände, die hier flächendeckend bejagt werden können. Begleiten Sie Klaas Niemann auf einer einzigartigen Jagdreise.
Perfekte Gelegenheit
Viele Gegenden Deutschlands bestechen durch ihre jagdlichen Eigenheiten. Eine, die es vielen Jägern besonders angetan hat, ist die Eifel. JÄGER-Autor Klaas Niemann war für uns da – und berichtet exklusiv von einer Drückjagd. Vor mir liegt die Einladung, auf die ich mich schon seit Monaten freue. Drückjagd in der Eifel. Sechs Stunden Anfahrt verheißen eine schlechte Ökobilanz, jedoch mit Sicherheit eine Schneejagd der Extraklasse. Der Wetterbericht sagt Winterwetter aus Richtung Osten an, der Verkehrsfunk Chaos zum Wochenende. Der Allrad ist beladen, das Wischwasser mit ausreichend Frostschutzmittel versehen. Mein Hund spürt die Unruhe und ist schon aufgesessen. Abmarsch! Die Anfahrt ist vom Feinsten. Sämtliche Autobahnen sind dicht, und ich umschlage Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz östlich. Verschneite Fahrbahnen, lange Staus und heftiger Schneefall machen die Anreise erlebnisreich. (weiterlesen)



