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Pressemitteilungen

Pressemitteilungen (52)

Schmidt: „Sachverständige machen rechtliche Möglichkeit des europäischen Artenschutzrechts einschließlich der Schutzjagd auf Wölfe deutlich!“

Die Mitgliedsverbände des Forums Natur begrüßen es außerordentlich, dass sich der Agrarausschuss des brandenburgischen Landtages in seiner heutigen Anhörung mit den Fragen eines „aktiven Wolfsmanagements“ beschäftigt. Der dabei durch zwei hochrangige Mitarbeiter der schwedischen Naturschutzverwaltung zu erwartende Einblick in ein seit vielen Jahrzehnten etabliertes Wolfsma-nagement, ist ein wichtiger Beitrag für die Debatte in Brandenburg. Der Vorsitzende des Forums Na-tur, Gernot Schmidt, macht mit Blick auf die bereits jetzt vorliegenden schriftlichen Stellungnahmen der Anzuhörenden deutlich, dass die Positionen der brandenburgischen Landnutzer bezüglich der bereits heute bestehenden rechtlichen Möglichkeiten eines „aktiven Wolfsmanagements“ in Schweden offenbar vollumfänglich umgesetzt sind und von der Europäischen Kommission ausdrücklich ge-billigt werden. „Während wir kleinkarierte und in ihrer Emotionalität oftmals nicht zu übertreffende Debatten führen, machen uns die skandinavischen Länder vor, wie ein aktives Wolfsmanagement im rechtlichen Rahmen der für uns alle gültigen FFH-Richtlinie der EU funktioniert“, stellt Schmidt mit Blick auf die Anhörungsunterlagen klar.

Die rechtlichen Auseinandersetzungen in Schweden, so insbesondere das im Dezember 2016 letztinstanzlich gefällte Urteil des obersten schwedischen Verwaltungsgerichtes, hätten hinreichend ge-zeigt, dass eine sogenannte „Schutzjagd auf Wölfe“ vollumfänglich mit der EU Gesetzgebung verein-bar sei. Diese Schutzjagden sind in Schweden und Finnland ein wesentliches Werkzeug beim Herden-schutz, das dann zum Einsatz kommt, wenn andere Maßnahmen versagen oder der mit ihnen ver-bundene Aufwand unverhältnismäßig hoch ist. Dieser Ansatz müsse nun auch die Grundlage in Brandenburg sein, bei der theoretisierende Debatten endlich beendet gehören. „Ein aktives Management auf der rechtlichen Ebene der deutschen Jagdgesetzgebung, muss die Grundlage des weiteren Han-delns sein“, so Schmidt. Dabei gelte es ebenso wie in Schweden eine wildökologische Raumplanung umzusetzen, bei der man beispielsweise in größeren Waldgebieten viel entspannter mit dem Wolf sein könnte, als in Regionen mit Weidetierhaltung.

Gleichzeitig plädieren die Verbände im Forum Natur dafür, den schwedischen Vorschlag aufzuneh-men und zukünftig von Begriffen wie „Wölfen in der Nähe von Menschen“, statt von sogenannten „Problemwölfen“ zu sprechen. Statt sich hinter verniedlichenden Fachbegriffen zu verstecken, müsse es zukünftig darum gehen, dass wir auch in der deutschen Debatte auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Das sich die Wölfe in Brandenburg wieder einem günstigen Erhaltungszustand der Population nähern, wird von den Verbänden im Forum Natur ausdrücklich begrüßt. Wenn dieser Zustand weiterhin bestehen soll, so müssten jetzt die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen für ein aktives und vorurteilsfreies Management dieser Art geschaffen werden. „Hierzu erhoffe ich mir neue Impulse und eine vorurteilsfreie Debatte dieser in der Landespolitik“, so Schmidt abschließend.

Ansprechpartner: Gregor Beyer, Geschäftsführer (+49 151 22655769)

Forum Natur Brandenburg Verband für Schutz und Nutzung der Kulturlandschaft
Am Kanal 16 – 18, 14467 Potsdam Vorsitzender: Gernot Schmidt / Stv: Rüdiger Müller, Henrik Wendorff
Telefon: +49 (331) 58 17 96 60 Geschäftsführer: Gregor Beyer
Telefax: +49 (331) 58 17 96 61
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Unter dem Vorwand des Klimaschutzes soll im Europäischen Parlament am kommenden Mittwoch eine neue Verordnung beschlossen werden, die den Wäldern in Deutschland erheblich schaden wird. „Wir Waldbauern und Förster haben unsere Wälder in dreihundert Jahren zu artenreichen und vielfältigen Lebensräumen entwickelt“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. „Diese Leistung haben Generationen von Waldbauernfamilien eigenverantwortlich und unterstützt durch eine kluge Waldgesetzgebung hierzulande erbracht.“

Jetzt aber will Brüssel die Deutungshoheit über die Wälder an sich reißen und per Verordnung die Waldbewirtschaftung und Holznutzung durch die Festschreibung einer Kohlenstoffbilanz im Wald massiv einschränken. Eine Folge wäre, dass die Artenvielfalt abnimmt, weil Lichtbaumarten wie etwa Eichen, Ahorn und Kirsche ohne Waldpflege durch nachhaltige Nutzung keine Chance gegen dominante Baumarten wie die Buche haben. „Die Waldbesitzer brauchen keinen Nachhilfeunterricht in Sachen Nachhaltigkeit von der Brüsseler Bürokratie“, sagte zu Guttenberg. „Wer derartige Initiativen durchboxt, braucht sich über eine zunehmende Europamüdigkeit nicht wundern.“

Die geplante Brüsseler Verordnung hätte nicht nur massive Auswirkungen auf die Waldbewirtschaftung, sondern auch auf die Holzmärkte. Holz für den Bausektor, für die Möbel- und Papierherstellung, das wegen der Brüsseler Verordnung nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen würde, müsste am Ende aus Ländern importiert werden, die in ihren Wäldern das Nachhaltigkeitsprinzip ignorieren. Zu Guttenberg: „Wir müssen verhindern, dass unser Esstisch bald aus den Urwäldern der russischen Tundra kommt, wo Nachhaltigkeitskriterien eine untergeordnete Rolle spielen.“ Eine solche Verordnung, wie sie am Mittwoch im Europäischen Parlament beschlossen werden soll, fördert den Raubbau am Wald in anderen Ländern.

Für den Hintergrund:
Die LULUCF-Verordnung (Land Use, Land-Use Change and Forestry), die am kommenden Mittwoch im Europäischen Parlament verabschiedet werden soll, soll den Kohlendioxidausstoß und die Kohlendioxidbindung in der Land- und Forstwirtschaft regeln. Bisher waren die EU-Mitgliedstaaten lediglich verpflichtet, über Emissionen, Senken und Maßnahmen Bericht in Brüssel zu erstatten.
Mit der neuen Verordnung soll der Sektor vollständig in den EU-Klimaschutzrahmen bis 2030 integriert werden. In diesem Zusammenhang will die EU die in den Wäldern der EU- Mitgliedstaaten gebundenen Kohlenstoffmengen bilanzieren und festschreiben. Dabei soll die Kohlenstoffbilanz der Land-und Forstwirtschaft neutral sein, das heißt es dürfen keine Nettoemissionen entstehen. Länder wie Deutschland, die über Jahrhunderte ihre im Wald wachsenden Holzvorräte aufgebaut haben, werden damit in der nachhaltigen Nutzung dieser Vorräte eingeschränkt.
Diese Regelung führt dazu, dass Brüssel den Waldbauern in Deutschland vorschreibt, wieviel Holz in den naturnah bewirtschafteten Wäldern genutzt werden darf. Dabei würden die jetzt von der EU vorgeschlagenen Kohlenstoffmengen zu einer massiven Begrenzung der normalen Holzerntemengen in Deutschland führen.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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Zu Guttenberg: Nachhaltige Waldbewirtschaftung hat hervorragende Ökobilanz

Waldbericht 2017 der Bundesregierung gibt umfassenden Überblick über Zustand des Waldes / Auswirkungen des Klimawandels und Stärkung der Strukturen im Kleinprivatwald als große Herausforderungen

„Der Wald in Deutschland ist in einem sehr guten und vitalen Zustand“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, heute in Berlin anlässlich der Verabschiedung des Waldberichts 2017 durch das Bundeskabinett. „Die Waldfläche ist angewachsen, der Bestand an alten Bäumen hat zugenommen, der Holzvorrat ist auf einem Höchststand.“ Gleichzeitig aber gebe es eine Anzahl zentraler Herausforderungen, die von der künftigen Bundesregierung angegangen werden müssten. „Dazu zählen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald, die Sicherstellung der Bewirtschaftung im Kleinprivatwald und die gesellschaftlichen Kosten, die durch die Stilllegung von Waldflächen entstehen“, so der AGDW-Präsident. Zu Guttenberg hatte vor kurzem bereits einen Marshallplan gefordert, der sich der großen strukturellen und organisatorischen Probleme im Kleinprivatwald annehmen soll.

Erfreulich sei, so der AGDW-Präsident, dass der Bericht den Beitrag der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zum Klimaschutz klar benennt: „Besonders wirksam für den Klimaschutz ist es, wenn Holz anstelle von energieintensiven Rohstoffen genutzt wird“, heißt es an einer Stelle. Und: „Bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung entstehen kaum Emissionen.“ Zu Guttenberg: „Die nachhaltige Waldwirtschaft ist der ökologische Wirtschaftszweig schlechthin, sie hat eine hervorragende Ökobilanz.“

Gleichzeitig setzen die Folgen des Klimawandels dem Wald und der Waldwirtschaft deutlich zu: Unwetter, Trockenheit, Waldbrände sowie wald- und holzzerstörende Schädlinge (etwa Borkenkäfer, Kiefernspinner, Eichenprozessionsspinner) zählen dazu. „Die Daten aus der Klimaforschung sprechen eine deutliche Sprache“, sagte zu Guttenberg, „wer den Klimawandel heute noch leugnet und effektiven Pflanzenschutz in die Schmuddelecke schieben will, der ignoriert entweder die Fakten oder lebt hinter dem Mond“.

Neben der positiven Entwicklung zu einem stabilen und vitalen Wald gibt es eine Reihe von Einflüssen, die menschengemacht sind und den Waldökosystemen zusetzen. Der AGDW-Präsident verwies auf beunruhigende Faktoren, die der aktuelle Waldbericht der Bundesregierung auflistet. Dazu würde die Luftverunreinigung zählen z. B. durch hohe Mengen Stickstoff, die Grundwasser und Bäume belasten. Auch die Flächenzerschneidung sei Besorgnis erregend. Denn laut Waldbericht gelten gerade mal 1,3 Mio. Hektar Wald (von insgesamt 11,4 Mio. Hektar) als unzerschnitten. „Auch diese Fakten, die ein dicht besiedeltes Land wie Deutschland ausmachen, dürfen nicht ignoriert werden.“

Der Kleinprivatwald braucht einen Marshallplan, so zu Guttenberg. Der Waldbericht fordert Maßnahmen und benennt bereits bestehende Förderungen etwa über die GAK (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“). Schließlich besteht die Hälfte der Privatwaldfläche – rund 2,7 Mio. Hektar – aus Waldflächen unter 20 Hektar, die schwer zu bewirtschaften sind. Etwa 430.000 Waldbesitzer sind bereits in rund 3.600 forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisiert. „Die bereits existierenden Zusammenschlüsse müssen gestärkt und bei ihrer Professionalisierung unterstützt werden“, sagte der AGDW-Präsident. „Insgesamt braucht der Kleinprivatwald mehr Rückenwind.“

Zahlen und Fakten

Der Wald:

Waldfläche: 11,4 Mio. Hektar (32 Prozent der Landfläche)
Baumarten: Vier Baumarten prägen den Wald: Fichte (25 Prozent der Waldfläche), Kiefer (22 Prozent), Buche (15 Prozent), Eiche (10 Prozent)
Altersstruktur: Die Waldfläche mit alten Bäumen hat zugenommen. Das Durchschnittsalter liegt bei 77 Jahren.
Waldverjüngung: Diese erfolgt zu 85 Prozent natürlich. 13 Prozent der jungen Bäume sind gepflanzt.
Waldbrände: Jährlich werden rund 300 Hektar Wald von Waldbränden geschädigt. Hauptbetroffen sind die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen.

Die Waldeigentümer:

Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald.
Fast die Hälfte (48 Prozent) der 11,4 Millionen Hektar ist Privatwald, der von rund 2 Millionen Waldeigentümern nachhaltig bewirtschaftet wird.
Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 Hektar. Nur 13 Prozent des Privatwaldes gehören zu Betrieben mit einer Größe über 1.000 Hektar.
Die AGDW setzt sich für die Interessen der privaten Waldeigentümer sowie der Körperschaften und Kommunen ein.

 

Das Cluster Forst und Holz bietet rund 1,2 Millionen Menschen in fast 130.000 Betrieben Arbeit und steht für rund 180 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr.
Neue Trends: Dazu zählen die Bestattungswälder oder Ruheforste. Mittlerweile sind Baumbestattungen an rund 500 Standorten möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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Hundemeute

Wie die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit Land- und Forstwirtschaft Deutschlands bedrohtesten Greifvogel schützt

Nein: Er kann nicht Fußball spielen! Obwohl er manchmal, wenn er zu Fuß seine Beute jagt, watschelt wie es einst Maradona tat, hat der Schreiadler rein gar nichts mit Fußball zu tun. Ganz im Gegenteil: Auf den wenigsten Fußballfeldern würden Schreiadler von Mäusen satt werden und überhaupt wäre ihnen der Rummel rund um den Platz viel zu lästig. Trotzdem ist kurzrasiges Grün für ihn überlebenswichtig, denn er jagt gerne auf frisch gemähten Wiesen. Und genau solche Lebensräume hat die Deutsche Wildtier Stiftung in einem Artenschutzprojekt für ihn in den vergangenen Jahren geschaffen. „Durch unser Projekt in Mecklenburg-Vorpommern haben wir fast 450 Hektar Lebensraum im Sinne des Schreiadlers gestaltet“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung und ergänzt: „Das entspricht einer Fläche von etwa 800 Fußballfeldern.“

Um den Schreiadler in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren, hat die Deutsche Wildtier Stiftung seit 2010 gemeinsam mit Land- und Forstwirtschaft erprobt, wie bei der Flächenbewirtschaftung Rücksicht auf den Schreiadler genommen werden kann. Gefördert wurde dieses Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Land Mecklenburg-Vorpommern. „Fast 1 Million Euro wurde in die Verbesserung der Schreiadler-Lebensräume investiert“, sagt Dr. Sandra Balzer vom Bundesamt für Naturschutz, die das Projekt begleitet hat. „Dafür wurden sowohl für das Nahrungshabitat der Schreiadler als auch für den Brutwald mit den Bewirtschaftern Nutzungsänderungen und entsprechende Ausgleichszahlungen vereinbart. Die erprobten Maßnahmen können nun zukünftig auch in anderen Brutgebieten des Schreiadlers in Deutschland angewandt werden“, so Balzer weiter.

Heute werden in den Untersuchungsgebieten im Naturpark Feldberger Seenlandschaft und im Landkreis Rostock insgesamt 149 Hektar Ackerland, 71 Hektar Grünland und 225 Hektar Wald im Sinne des Schreiadlers bewirtschaftet. Ackerkulturen wurden dafür nach der Ernte zum Beispiel für mehrere Jahre in Grünland umgewandelt. Auf diesen Flächen verzichten die Landwirte heute auf chemischen Pflanzenschutz und hohe Düngegaben. Hier leben viele Beutetiere des Schreiadlers und in der niedrigen Vegetation kann er sie erfolgreich jagen und seine Jungen im Sommer satt bekommen. Für den Wald wurde durch das Projekt gemeinsam mit der Landesforst von Mecklenburg-Vorpommern eine Richtlinie entwickelt und umgesetzt, durch die Brutwälder des Schreiadlers forstwirtschaftlich genutzt werden können und gleichzeitig den besonderen Ansprüchen des Schreiadlers genügen.

Hintergrund

Das Projekt mit dem offiziellen Titel „Sicherung und Optimierung von Lebensräumen des Schreiadlers in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde als sogenanntes Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Klara Samariter-Stiftung gefördert und Ende 2016 erfolgreich abgeschlossen. Partner der Deutschen Wildtier Stiftung waren der Naturpark Feldberger Seenlandschaft, das Büro Salix und das Büro natura et cultura. Das Ergebnis des Projektes ist ein Modell, das auf alle noch vorhandenen Brutgebiete in Deutschland übertragen werden kann. Unter anderem haben die Projektpartner auch Vorschläge für eine Schreiadler-gerechte Gestaltung von öffentlichen Förderinstrumenten erarbeitet.

Jagdhundrassevereine

Informationen zu dem Projekt:www.Schreiadler.org

Kostenloses Bildmaterial:www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de und auf Anfrage

Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
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www.DeutscheWildtierStiftung.de

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer!

Die Rehrettung Hegau-Bodensee e.V. kann nun schon auf ihre zweite Saison zurückblicken. Von Anfang Mai bis Ende Juli 2017 konnten 35 Rehkitzen gerettet werden. Darüber hinaus fanden wir bei unseren Einsätzen 25 Muttertieren und 1 Katze. Was für ein toller Erfolg!

Sehr erfreulich ist auch die Tatsache, dass neue Landwirte und Jäger auf uns zugekommen sind und wir neue Flächen überfliegen konnten. Nach jedem Einsatz erfolgte möglichst zeitnah die Mahd und die Landwirte konnten auf unsere Nachfrage hin das „kitzlose“ Mähen bestätigen. Leider gab es eine traurige Ausnahme: hier konnten wir wegen der fortgeschrittenen Morgenstunde und den damit verbundenen hohen Temperaturen zwei Kitze nicht mehr erkennen. So fielen diese leider der Mähmaschine zum Opfer. Liebe Freunde und Förderer, Sie können sich sicher vorstellen, dass dies für uns ein sehr trauriger Moment war.

Bei 40 unterschiedlichen Einsätzen überflogen wir über 400 Hektar Wiesenflächen. Trotz anhaltender Schlechtwetterphasen zu Beginn der Saison konnten wir die Vorjahreszahlen übertreffen. Dies lag nicht zuletzt an der erfreulichen Tatsache, dass wir mit Thomas Bruttel einen zweiten Piloten im Einsatz hatten. Zusammen mit ihm testeten wir eine neue Technik des Herstellers Yuneec, der uns diese zu Testzwecken zur Verfügung stellte. Wir nutzten hierzu jede Gelegenheit und dabei gelang auch der erste Kitzfund der Saison - passend zum Vatertag am 25.Mai.

Unser Projekt bekommt noch immer große Aufmerksamkeit. Besonders hervorzuheben ist ein Fernsehbeitrag im beliebten Haustiermagazin Hund-Katze-Maus bei VOX. Ausführlich wurde über unsere Arbeit berichtet. Daneben wurden einige Zeitungsberichte und zwei Radiointerviews veröffentlicht. So konnten wir wieder viele tausend Menschen über das Leid der Kitze informieren. Alle Beiträge finden Sie auf unserer Homepage im Bereich Medien/News unter: www.rehrettung-hegau-bodensee.de.

Bei der Gründung unseres Vereins war für uns nicht nur die aktive Rehrettung wichtig, sondern auch die Weitergabe unserer Erfahrungen. So hat sich unsere Idee auch in den vergangenen Monaten weiter herumgesprochen. Unsere Funktion als Wissens- und Beratungsplattform macht uns besonders stolz, da wir dadurch viele Personen und Organisationen bei der Anschaffung eigener fliegender Wildretter maßgeblich unterstützen konnten. Ein Beispiel ist die Eselhilfe Merlin in Engen (www.eselinnot.ch). Diese hat sich wegen ihrer großen Wiesen einen eigenen, mit unserem System baugleichen Kopter inkl. Kamera angeschafft. Auch das Engagement des Vereins für Deutsche Wachtelhunde Baden-Württemberg Nord, der gleich zwei Drohnen mit Wärmebildkamera angeschafft hat, ist besonders beeindruckend. Sie konnten mit den beiden Systemen nach eigenen Angaben in dieser Saison über 100 Kitze retten. Unsere besten Glückwünsche und ein herzliches Dankeschön dafür!

Jagdhornbläser

Bundesforstminister Christian Schmidt und AGDW-Präsident zu Guttenberg trafen sich zu Waldspaziergang in Berlin / Strukturprobleme im Kleinprivatwald müssen in den Fokus rücken

„Deutschland braucht einen Marshallplan für den Wald, um den vielfältigen Herausforderungen gerecht zu werden“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, anlässlich eines Waldspaziergangs mit Bundesforstminister Christian Schmidt gestern in Berlin. Der Wald müsse heute einer Vielzahl von Ansprüchen gerecht werden: als Rohstofflieferant, Klimaschützer, Erholungsort und vieles mehr. „Die Ansprüche nehmen ständig zu, daher brauchen wir ein umfassendes Programm, das die strukturellen Probleme benennt und schnell Lösungen umsetzt.“

Zu Guttenberg und Bundesminister Schmidt hatten sich gestern zu einem Waldspaziergang im Grunewald getroffen, um die aktuellen Themen rund um den Wald und die Forstwirtschaft zu diskutieren. „Mein Ziel ist es, unseren Wald zu bewahren und nachhaltig zu nutzen – in einer ausgewogenen Balance zwischen den vielfältigen Ansprüchen unserer Gesellschaft und den Interessen der Waldbesitzer“, sagte der Bundesforstminister. Holz sei der bedeutendste nachwachsende Rohstoff. „Ich setze mich dafür ein, dass mehr Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet wird – zugunsten von Klimaschutz, Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Zu Guttenberg übergab dem Minister am Ende des Spazierganges eine Douglasie. „Die Douglasie hält dem Klimawandel stand. Da sie extreme Wetterlagen wie Hitzeperioden, Trockenheit und Unwetter aushält, sorgt diese Baumart in den Wäldern für Stabilität“, sagte der AGDW-Präsident.

Die große Mehrheit der rund zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland sind Besitzer kleiner Flächengrößen, die ihre Wälder unter anderem in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen nachhaltig bewirtschaften. Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 Hektar. Für den AGDW-Präsident muss die Stärkung des Kleinprivatwaldes daher ein zentrales forstpolitisches Element sein. „Ein Marshallplan für den Wald muss vor allem die Strukturprobleme im Kleinprivatwald in den Fokus nehmen“, sagte zu Guttenberg. Die vielfältigen Leistungen des Waldes für die Gesellschaft könnten nur durch die Bewirtschaftung aktiviert werden. „Hier haben wir aber zunehmend ein Problem.“ Der Schlüssel liege bei den Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen: Derzeitige Hemmnisse müssen identifiziert, auf Bundesebene koordiniert und geeignete, neue Förderinstrumente gefunden werden. „Das ist eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten. Wir brauchen daher vor allem auch ein klares Komitment im Bund, hier koordinierend tätig zu werden“, so zu Guttenberg

Den Waldspaziergang nahm der AGDW-Präsident außerdem zum Anlass, sich am Ende der Legislaturperiode bei Bundesminister Christian Schmidt für sein Engagement für Wald und Forst zu bedanken. Hier sei viel Unterstützung gekommen, so zu Guttenberg, neue Initiativen wie der 1. Deutsche Waldtag seien aus der Taufe gehoben, bereits vorhandene wie die Charta für Holz wiederbelebt worden.

Der AGDW-Präsident hofft, dass die nachhaltige Forstwirtschaft auch in der kommenden Wahlperiode starken Rückenwind bekommt. So müssten etwa die Maßnahmen, die im Klimaschutzplan 2050 und in der Waldstrategie benannt sind, konsequent umgesetzt werden. Die Waldeigentümer würden nicht nur für stabile Wälder sorgen, sondern auch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt, zur Rohstoffsicherung und zur Erholungsfunktion leisten. „Unsere nachhaltige Forstwirtschaft ist nicht nur ein Zukunftsthema, sie nimmt auch international eine Vorbildfunktion ein: wir sind innovativ, zukunftsorientiert und verantwortungsvoll“, sagte zu Guttenberg.

 

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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Deutscher Feuerwehrverband und Waldeigentümer warnen vor Waldbrandgefahr durch Brandstiftung

Brandstiftung und leichtsinniges Verhalten als häufigste Brandursache / Philipp zu Guttenberg und Hartmut Ziebs bitten Waldbesucher um besondere Aufmerksamkeit.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat die Waldbrandstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Die gute Nachricht ist, dass sich die Zahl der Waldbrände im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr fast halbiert hat und um 43 Prozent (2016: 608 Waldbrände; 2015: 1.071) zurückgegangen ist. Dabei wurde mit 232 Waldbränden die größte Anzahl in Brandenburg verzeichnet. Die schlechte Nachricht: Ein großer Teil der Waldbrände ist auf Brandstiftung zurückzuführen.
Daher warnen der Deutsche Feuerwehrverband und die AGDW - Die Waldeigentümer vor dieser Gefahr und rufen die Waldbesucher dazu auf, besonders aufmerksam zu sein. „Waldbrände gefährden Menschenleben - auch das von Einsatzkräften -, und zerstören die Existenz ganzer Familienforstbetriebe“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. „Da Wälder viele Generationen für ihr Wachstum benötigen, braucht es Jahrzehnte, bis ein zerstörter Wald wieder nachgewachsen ist.“
Fast die Hälfte der Waldbrände im vergangenen Jahr ist auf Brandstiftung und leichtsinniges Verhalten zurückzuführen. 158 Waldbrände auf 40 Hektar wurden vorsätzlich herbeigeführt - damit ist die Brandstiftung die häufigste Brandursache. 140 Waldbrände auf 64 Hektar entstanden durch Fahrlässigkeit. „Prävention ist hier wichtig, um den Wald auch für kommende Generationen zu erhalten. Die Feuerwehren arbeiten nicht nur im Einsatzfall eng mit den Forstbehörden und den Waldbesitzern zusammen“, sagte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.
Dass Brandstiftungen auch in diesem Jahr eine Hauptursache für Waldbrände sind, zeigt sich in Brandenburg: Bei den 101 Bränden, die zwischen März und Juni registriert wurden, wird vermehrt von Brandstiftung als Ursache ausgegangen.
Vor diesem Hintergrund warnen die beiden Präsidenten zu Guttenberg und Ziebs vor dieser Gefahr. An Tagen anhaltender Trockenheit sollten Waldbesucher besonders aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn der Ansatz eines Brandes entdeckt wird. Gleichzeitig warnen sie aber auch davor, beim Spaziergang durch den Wald selbst einen Brand zu verursachen.
Zu Guttenberg wies auf die Gesetze und Regeln hin, die im Wald gelten: Dazu zählt, dass man ein Grillfeuer nur an offiziellen Feuerstellen entzünden darf. Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes muss man einen Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand einhalten. Und ganz wichtig: Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt in vielen Bundesländern ein absolutes Rauchverbot im Wald, in einigen Bundesländern gilt das Rauchverbot für das ganze Jahr.
Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes wies darauf hin, dass bei Entdeckung eines Brandes sofort die Feuerwehr alarmiert werden müsse. Hartmut Ziebs: „Wählen Sie den kostenfreien Notruf 112. Die Leitstelle fragt dann nach präzisen Angaben zu Ort und Umfang des Brandes und sendet entsprechend Einsatzkräfte.“ Welche Ausmaße ein Waldbrand einnehmen könne, sei in Portugal wieder deutlich geworden. „Daher ist es wichtig, sich als Waldbesucher verantwortungsbewusst zu verhalten und aufmerksam gegenüber dieser Gefahr zu sein“, sagte Ziebs.

Die Waldbrandstatistik 2016 finden Sie unter:

Wichtig für Waldbesucher: Waldbrandwarnstufen

Vielerorts geben Hinweistafeln Auskunft über die aktuelle Brandgefahr in den Wäldern. Die Gefahrenlage wird in Waldbrandwarnstufen angegeben, die von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis zur höchsten Waldbrandwarnstufe 5 (sehr hohe Gefahr) abgestuft sind. Ab Stufe 3 kann das Verlassen der Wege untersagt werden, ab Stufe 4 können von den Behörden bestimmte Areale sogar ganz gesperrt werden. Damit soll verhindert werden, dass durch fahrlässiges Verhalten ein Waldbrand ausgelöst wird.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer

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Die Deutsche Wildtier Stiftung sagt, warum Rebhuhn-Küken in Deutschland kaum noch Überlebenschancen haben

Hamburg/ Göttingen, 4. Juli 2017. Feld und Wiesen sind zurzeit eine einzige Kinderstube. Als Nesthäkchen aller Tiere kommen jetzt im Juli die Rebhuhn-Küken auf die Welt. Aber während Entenküken oder Jungtauben genug Futter finden, müssen Rebhuhn-Küken schon vom ersten Tag an ums Überleben kämpfen. „Die Küken-Sterblichkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Wildbiologen sind sich da einig: Der Mangel an geeignetem Lebensraum für Brut und Kükenaufzucht ist die Hauptursache für den Rückgang des Rebhuhnbestands in Deutschland. „Europaweit ist die Rebhuhnpopulation seit 1980 um 94 Prozent eingebrochen. Die Küken verhungern schlichtweg“, berichtet Kinser.
Als Nestflüchter folgen Rebhuhn-Küken ihren Eltern auf Schritt und Tritt und lernen so ganz schnell, wo sie ihr Futter finden. Der gerade erst geschlüpfte Nachwuchs lebt fast ausschließlich von tierischem Eiweiß. Vor allem Ameisenlarven stehen auf ihrem Speiseplan, die meist auf lichten Bodenstellen und an Feldrändern zu finden sind. Und genau hier liegt das Problem: Durch die intensive Landwirtschaft gibt es quasi keine offenen Bodenstellen mehr, auf denen Ameisen und andere Insekten existieren. Der häufige Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft gibt den letzten Insekten den Rest.

Damit das Rebhuhn wieder auf die Beine kommt, unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung ein Projekt der Universität Göttingen (siehe Infobox). „In unseren Untersuchungsgebieten legen Landwirte strukturreiche Blühflächen für die Rebhühner an.“, erklärt Projektleiter Dr. Eckhard Gottschalk von der Abteilung Naturschutzbiologie der Universität Göttingen. „Das Besondere daran ist, dass es einen Teil mit älterer Vegetation gibt, in dem die Altvögel genügend Deckung zum Brüten finden, und einen frisch eingesäten, lichten Vegetationsbereich, in dem sich die Küken an Spinnen und Larven satt futtern können“, so Gottschalk weiter. In den frisch eingesäten Bereichen der Blühflächen ist die Insektendichte vier Mal höher als in einem Getreideacker.

Als sogenannte Agrarumweltmaßnahmen werden diese freiwilligen Artenschutzleistungen der Landwirte mit einem finanziellen Ausgleich des Landes Niedersachsen oder durch Projektmittel honoriert. Allerdings: Die öffentlichen Mittel für solche wertvollen Leistungen sind knapp bemessen und nur wenige Landwirte nehmen an Agrarumweltmaßnahmen teil. „Der Löwenanteil der landwirtschaftlichen Förderung wird im Moment per Gießkanne verteilt. Damit wird es keine Trendwende beim Rebhuhn geben“, so Andreas Kinser. „Wir fordern eine gezielte Unterstützung von Landwirten, die bei der Produktion Rücksicht auf Wildtiere nehmen!“

 

Schießstand

Foto: Wikipedia

Meine Damen und Herren, liebe Freunde,

es ist an der Zeit wieder einmal festzuhalten, was uns die Populationsdynamik der Wölfe bisher beschert hat, wieviel dieser Raubtiere nun unser Land unsicher machen.
Dass wir uns dabei nicht auf die offiziellen Zahlen, wenn es die überhaupt gibt, verlassen können, ist von vornherein klar, denn das Verschweigen und Abwiegeln ist System.
Niemand ist in der Lage genaue Zahlen zu nennen. Aber eine annähernde Mindestanzahl zu bestimmen ist notwendig, um die Gefahr zu erkennen, in der sich Deutschland befindet.
Es ist schon ein Unterschied ob sich die Zahl seinerzeit von 50 Tieren auf hundert Tiere verdoppelt hat, gegenüber 2014 wo in einem gleichen Zeitraum 1.000 erreicht wurden, es aber immer noch keine Reaktion darauf gab. Nun wird gar die Marke von 2.000 Wölfen gerissen werden. (warscheinlicher Herbstbestand 2017)

Das sind ca. 200 Rudel/Paare, also 400 Fähen und Rüden.
Welpen ca. 750
Jährlinge im Rudel ca. 550
Wanderwölfe, vor allem 2-jährige, ca. 450
Mortalität, abzuziehen ca. 150

Die Bundesländer tragen wie folgt dazu bei: (jeweils Tiere aller Kategorien)
Sachsen 450
Brandenburg 500
Niedersachsen 400
Sachsen-Anhalt 300
Mecklenburg-Vorpommern 100
Übrige Bundesländer 250, dies sind vor allem Wanderwölfe, vereinzelt auch sesshafte Einzelwölfe. Rudel sind dort noch nicht bekannt.Die nächsten Bundesländer, in denen eine Rudelbildung erwartet wird, sind Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
Die Raubtiere streifen in allen Bundesländern, was Wolfs-Sichtungen, Wildtierrisse, aber auch schon Nutztierrisse bezeugen.
Die Wölfe in Baden-Württemberg stammen mit Sicherheit aus der Population Italien-Frankreich-Schweiz, was wohl auch für Rheinland-Pfalz zutrifft.

Wem diese Zahlen nicht gefallen - wir freuen uns über jede konstruktive Kritik.

Unsere Zahlen haben wir unter Anderem aus der Jägerschaft. Dazu zählen wir auch die Informationen aus
www.wolfszone.de
Rubrik "Fakten und Mythen"
Untergliederungspunkt" Populationsdynamik"

Leider brechen die gut recherchierten Daten 2013 ab. Für die Folgejahre liegt eine Tabelle vor, die auf angenommene jährliche Zuwachsraten von 33% basiert. Dass Wissenschaftler auch höhere Zuwachsraten kennen zeigt die Grafik auf Seite 3.
Unsere Daten zeigen eine Übereinstimmung mit denen von Prof. Hell, Slowakei, einem Land, das sich schon immer mit diesen Raubtieren auseinandersetzen musste. Die Arbeit von Prof. Hell lässt an Kontinuität und Seriosität keine Zweifel gelten. (Prof. Dr. Pavel Hell, *verstorben*, Forstliche Forschungsanstalt Zvolen, schärfster Kritiker der deutschen Wolfspolitik)

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, verfolgen Sie die rote Kurve, die der Populationsdynamik lt. Prof. Hell entspricht, und Sie wissen was in wenigen Jahren auf uns zukommen könnte - nein, zukommen soll, wenn es nach den Verlautbarungen der Ständigen Kommission der Berner Vereinbarung, der EU-Kommission und der Frau Bundesminister für Umweltschutz geht. Sie lehnen jeden Eingriff ab ("Problemwölfe" ausgenommen).
Ihr Ziel, was sie weitgehend verschweigen, ist, dass die Wölfe das Wild so dezimieren sollen, dass auf Dauer die Jagd auf Schalenwild und die Jagd überhaupt, keine Basis mehr hat. Öffentlich verbreiten sie die Lüge, dass die Population bald stagnieren wird, u.a. weil die Großraubtiere keine geeigneten Landschaften und keine Nahrung mehr finden würden.

Man muss sich nur die Landkarte ansehen um festzustellen, dass die Mittelgebirge vom Erzgebirge bis zur Eifel, sowie die Länder Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Rheinland-Pfalz - Gebiete bzw. Länder ohne Wolfsrudel sind. Darüberhinaus bieten die Bundesländer mit Rudeln ebenfalls noch reichlich Platz und Wild.

Man muss wissen, wenn nur das Nahrungsangebot stimmt, ist für die Wölfe alles Andere zweitrangig. Die Gebiete ohne Wolfsrudel bieten für viele Jahre Wild im Überfluss, das bestimmt noch mehr als fünf Jahre reicht. In fünf Jahren kann sich die Zahl der Wölfe verzehnfachen, so wie wir es von 2012 bis 2017 gesehen haben. Nach Adam Riese könnte dann das Jahr 2022 uns einen überreichlichen Segen von 20.000 Wölfen bieten.
In der Hoffnung, dass dies niemals Wirklichkeit wird, verbleibt Ihre

IG Sichere Weidewirtschaft
Sprecher Peter Brandt
Josephinenstr. 3
01069 Dresden
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Die traurige Nachricht kam unerwartet. Ein Züchter und Kooperationspartner des VLAB-Habichtskauzprojektes rief in der Geschäftsstelle in Erbendorf an und teilte mit, dass seine beiden erst wenige Tage zuvor geborenen Habichtskäuze nicht mehr am Leben seien. “Wir waren über den Tod der Tiere sehr traurig, beinahe entsetzt”, teilte VLAB-Chef Johannes Bradtka auf der Internetseite des Verbandes mit. “Die wertvollen und seltenen Jungeulen waren nämlich für unser Wiederansiedlungsprojekt fest eingeplant.” Würden noch mehr Tiere sterben? Würde der Projektbeginn vielleicht sogar gefährdet sein?

Doch heute, am 28.Juni 2017, war es dann soweit: Die ersten kleinen sechs Habichtskäuze wurden von den Züchtern, dem Opel-Zoo in Kronberg/Taunus und dem Nationalpark Bayerischer Wald, abgeholt und zur Eingewöhnung in eine geräumige Voliere mitten im Steinwald gebracht. Sobald sie sich an ihren neuen Lebensraum und die ihnen artgemäße Jagd auf Mäuse gewöhnt haben, sollen sie Ende Juli/Anfang August freigelassen werden und sich dann in einem Radius von rund 50 km um das Auswilderungsgebiet verbreiten. Sehr wichtig ist auch, die Jungtiere nicht auf den Menschen zu prägen. Ein Besichtigung der Voliere ist daher nicht möglich. Zwischenzeitlich bringen Helfer des VLAB vierzig Brutkästen für die Vögel an, die von einer Behindertenwerkstatt angefertigt worden waren. Für weitere 30 Kästen hatte der Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten die Verantwortung übernommen.

In den kommenden Jahren sollen weitere junge Käuze den “Pionieren” folgen und irgendwann eine stabile, sich selbst tragende Population begründen. Das wäre eine kleine Sensation. Den bisher gibt es in Bayern nur eine Kleinpopulation im Nationalpark Bayerischer Wald und in dessen Randbereichen mit einem hohen Isolations- und Aussterberisiko. Der von Südosten nach Nordwesten verlaufende nahezu zusammenhängende, nur gering fragmentierte und dünn besiedelte Mittelgebirgskamm entlang desSauwaldes (Donau), Böhmerwaldes, Oberpfälzer Waldes, Steinwaldes, Fichtelgebirges und Thüringer Waldes stellt eine herausragende Ausbreitungsachse für die waldbewohnende Eulenart dar. Eine Ausweitung des Habichtskauzbestandes nach Nordwesten ist daher ein wertvoller Puffer gegen bedrohliche Bestandsschwankungen für dessen Kleinvorkommen im Bayerischen Wald und eine Erhöhung der genetischen Variabilität.

Der Habichtskauz soll als wichtige Leitart für verschiedenste Artengruppen dienen, um die Biodiversität und die Lebensräume der Nordbayerischen Kultur- und Waldlandschaften und im angrenzenden Sachsen, Thüringen und Tschechien zu verbessern. Er ist aber auch eine
hervorragende Schirmart (Umbrella Species), die gefährdeten, jedoch weniger öffentlichkeitswirksamen Artengruppen - beispielsweise Pilzen, Insekten und Moosen - Aufmerksamkeit und Schutz verleihen kann. Das VLAB-Habichtskauzprojekt wird über einen Zeitraum von zehn Jahren mit rund 650 000 Euro Kosten kalkuliert. Es ist außerhalb eines Nationalparks für Deutschland bisher einmalig. Die Wiedereinbürgerung stößt auf breite gesellschaftliche Akzeptanz und wird von zahkreichen Organisationen und Unternehmen unterstützt. Alle natur- und tierschutzrechtlichen Genehmigungen wurden erteilt; die IUCN-Richtlinien (IUCN - International Union of Conservation of Nature, Weltnaturschutzorganisation) für eine Wiedereinbürgerung werden eingehalten. Das Gebiet wurde von namhaften Experten (Dr. Friedrich Buer, Prof. Dr. Jörg Müller) als geeignet beurteilt.

Die Protagonisten

Treibende Kraft:

Johannes Bradtka, Förster und VLAB-Vorsitzender

Johannes Bradtka ist Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Der 60-jährige ist Förster bei der Bayerischen Forstverwaltung. Bevor er zusammen mit dem Dirigenten und Umweltschützer Enoch zu Guttenberg und zahlreichen weiteren Mitstreitern aus ganz Bayern vor zwei Jahren den VLAB als „konservative“ Alternative zu den großen, etablierten Ökoverbänden aus der Taufe hob, war er viele Jahre beim Bund Naturschutz (BN) in Bayern aktiv.

Zusammen mit der Bürgerinitiative „Unser Hessenreuther Wald“ gelang es ihm 2008, eine geplante Autoteststrecke in dem idyllischen Naturgebiet der Nordoberpfälzer Hügellandschaft zu verhindern.
Bradtka ist leidenschaftlicher Naturliebhaber und ausgewiesener Experte für Flechten und Waldnaturschutz und hat einen Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf inne. Sein Lebensmotto stammt von dem chinesischen Philosophen Laotse:

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut."

Porträt im BR-Radio:

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/gruenes-portraet- johannes-bradtka- aus-erbendorf-100.html

Projektleiter:

Andreas Schmiedinger, Diplom-Agrarbiologe und VLAB-Geschäftsführer

Seit 01. Oktober 2015 leitet der 50 jährige Diplom-Agrarbiologe Andreas Schmiedinger die VLAB-Geschäftsstelle in Erbendorf. Nach einem Studium an der Universität Hohenheim bei Stuttgart mit den Schwerpunkten Standortkunde, Waldbau, Pflanzenbau, Ökotoxikologie und Umweltanalytik wirkte der gebürtige Oberfranke bei verschiedensten institutionellen Projekten verantwortlich mit:

Beispielsweise bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Biogeografie der Universität Bayreuth.

Der Agrarbiologe arbeitete als Koordinator an der Umweltstation „Natur-Kultur Fichtelgebirge e.V.“.
Er organisierte im Rahmen der Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplanes für den Naturpark Frankenwald Arbeitskreise mit Behörden und Kommunalvertretern. Als selbstständiger Agrarbiologe widmete er sich vielen Themen und Fragestellungen aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz. Er war auch an einer Reihe wissenschaftlicher Publikationen beteiligt. Für seine Facharbeit „Untersuchungen an Eulengewöllen unter besonderer Berücksichtigung des Sperlingskauzes im Fichtelgebirge“ erhielt er die Ehrenurkunde des Verbandes Deutscher Biologen e.V.

Schirmherr:

Andreas Kieling, Naturfotograf und Tierfilmer

Andreas Kieling, 1959 im thüringischen Gotha geboren, floh 1976 als Sechzehnjähriger aus der DDR.
Er reiste durch Grönland, fuhr mit dem Mountainbike durch den Himalaja, arbeitete als Seemann und Förster. Seit 1990 bereist Kieling als Naturfotograf und Dokumentarfilmer die Welt. Für ihn sind Abenteuer nicht Selbstzweck; sie dienen ihm dazu, das Leben in der Wildnis zu dokumentieren, davon zu lernen, ohne die eigenen Grenzen zu vergessen. Heute ist Andreas Kieling einer der bekanntesten deutschen Tierfilmer; seine Filme wurden vielfach preisgekrönt. Vor allem den großen Grizzlys kam er bei seiner Arbeit besonders nahe. Kaum jemand hat soviel Zeit mit den braunen Riesen verbracht und ist mit den Gewohnheiten und Eigenarten so vertraut wie er. Mehrere Monate im Jahr ist Kieling auf Expeditionen und Drehreisen rund um den Globus unterwegs, vorwiegend in den dünn besiedelten Gegenden Alaskas. Die restliche Zeit lebt Andreas Kieling mit seiner Familie auf einem Bauernhof in der Eifel. Er veröffentlichte Reportagen und Aufnahmen in zahlreichen Tageszeitungen sowie großen Magazinen wie „Geo" und „Stern". Seine Filme werden weltweit über National Geographic Channel ausgestrahlt. Dem deutschen Publikum ist er u.a. durch die ZDF-Serie „Terra X: Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art" bekannt. Für den ARD-Dreiteiler „Abenteuer Erde - Yukon River" wurde er mit dem Panda Award, dem Oscar des Tierfilms ausgezeichnet.

Kieling gehört auch zu den schärfsten Kritikern eines ungezügelten Ausbaus der Windkraft zu Lande und der zum Teil kriminellen Praktiken der „Windmafia“. 2016 veröffentlichte er auf Facebook ein über 1,3 Millionen Mal (Stand Juni 2017) aufgerufenes Video zum „Drama am Himmel“. Dort hält er Vögel, die von Windkraftanlagen getötet wurden, in die Kamera und berichtet über die offenbar absichtliche Zerstörung eines Schwarzstorchnestes, um den Bau von Windräder zu ermöglichen. „Ich bin so wütend, ich könnte kotzen.“

https://www.facebook.com/Andreas.Kieling/videos/10153547311807085/

Johannes Bradtka
Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB)staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung
Registergericht Weiden i.d.OPf | Registernummer: VR 200 146
Hauptgeschäftsstelle D-92681 Erbendorf |Schlossstraße 104 | Tel.: 09682 1831680
https://www.landschaft-artenschutz.de
https://www.facebook.com/landschaftartenschutz/

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