Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten
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Novelle des Bundesjagdgesetzes verabschiedet
Es ist die erste größere Novelle des Gesetzes seit 1976. Ziel ist unter anderem, den Wald besser vor Rehen zu schützen und eine gute Balance zwischen Wild und Wald zu schaffen.
Der Gesetzentwurf enthält Regelungen, die es ermöglichen, zu hohe Rehwildbestände nachhaltig anzupassen. Das war das Ergebnis des Nationalen Waldgipfels, den Bundesministerin Klöckner in Folge der außerordentlich großen Waldschäden durch die Extremwetterereignisse der vergangenen Jahre einberufen hatte. Wald und Wild sollen in gemeinsamer Verantwortung der Waldeigentümer und der Jägerschaft in Einklang gebracht werden.
Überhöhte Rehwildbestände sollen auf ein Maß angepasst werden, das das Wachsen junger Bäume ermöglicht. Konkrete Punkte dazu sind:
- Im Bundesjagdgesetz soll die Eigenverantwortung vor Ort gestärkt werden.
- Die behördliche (Höchst-) Abschussplanung für Rehwild soll abgeschafft werden, stattdessen sollen sich die Jagdgenossenschaften beziehungsweise Grundeigentümer und Jagdpächter künftig eigenverantwortlich über einen jährlichen Abschusskorridor für Rehwild im Jagdpachtvertrag verständigen.
- Grundlage für die Einigung sollen Vegetationsgutachten sein, die um eine Lebensraumanalyse des Rehwildes ergänzt werden.
- Wenn die Parteien sich nicht einigen oder die Einigung hinter dem notwendigen Mindestabschuss zurückbleibt, soll die Jagdbehörde die Abschussquote festlegen.
- Wird der Mindestabschuss nicht erreicht, soll die zuständige Behörde anordnen, dass der Jagdausübungsberechtigte den Wildbestand zu verringern hat.
- Regelungen der Länder, die über diese geplanten Änderungen hinausgehen, wie etwa Regelungen über einen Abschussplan, der zu erfüllen ist und der auf Grundlage von forstwirtschaftlichen Gutachten erstellt wurde, bleiben unberührt und somit weiterhin bestehen. (weiterlesen)
Foto: Wikipedia
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Wald geht vor Wild: Kabinett beschließt Gesetzespaket
Gleich drei Gesetze will die Regierung ändern, um den Wald besser zu schützen und die Jagd zu erleichtern. Zugleich soll die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) effizienter werden.
Das Bundeskabinett hat heute ein Paket zur Änderung
- des Jagdgesetzes
- des Naturschutzgesetzes und
- des Waffengesetzes
beschlossen. Die Hauptziele sind ein besserer Schutz des Waldes vor Wildschäden und eine Erleichterung der Jagd von Wildschweinen.
Mit der Änderung des Jagdgesetzes sollen Nachtsicht- und Nachtzielgeräte sowie Infrarotaufheller jagdrechtlich zugelassen werden. Das soll eine effizientere Wildschweinjagd ermöglichen, um die Verbreitung des ASP-Virus einzuschränken.
Verjüngung des Waldes ohne Schutzmaßnahmen als Ziel
Aufgrund der sehr hohen Waldschäden durch Extremwetter und Klimawandel sollen zudem die Regeln für die Abschussplanung von Rehwild angepasst werden. Zu hohe Rehwildbestände sollen nachhaltig reduziert werden, damit klimastabilere Mischwälder aufwachsen können. Eine Verjüngung des Waldes soll „im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen“ möglich werden. (weiterlesen)

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Coronavirus: Probleme für die Jäger - "Wir bleiben auf dem Wildbret sitzen!"
Viele Tiroler/innen sind enttäuscht: Der Jungjägerkurs 2021 musste landesweit wegen der Corona-Situation abgesagt werden.
COVID-19 sorgt aber auch für ein weiteres Problem: Die Jäger bekommen ihre "Ernte" nicht mehr los: Hauptabnehmer wie Gastronomie und Metzgereien können das viele Wildbret nicht mehr verwerten.
Auswirkung auf Abschussplan
Der zweite Lockdown, zugesperrte Gaststätten und ausbleibende Gäste wirken sich auch auf die Jagd in Tirol aus: Die Jägerschaft bekommt für ihr Wildbret kaum noch Abnehmer, wie Bezirksjägermeister Thomas Messner erklärt:
"Die Jäger wissen nicht mehr wohin mit den erlegten Stücken!"
Insgesamt erlegten die Jäger/innen des Bezirks im letzten Jagdjahr rund 9.000 Stück verschiedenster Wildarten im Auftrag des Gesetzgebers. Der Jägerschaft geht es nicht nur um die Erfüllung der behördlich vorgeschriebenen Abschusszahlen oder Trophäen (unter 9000 Stück waren "nur" 2.289 Trophäenträger), geschätzt wird vor allem das regional erwirtschaftete, hochqualitative und gesunde Wildfleisch.
Aber wohin mit dem Fleisch von tausenden Wildstücken? BJM Thomas Messner befürchtet, dass dadurch auch die Abschusszahlen leiden. Der Abschussplan ist eine behördliche Vorgabe zur Erhaltung gesunder und zukunftsweisender Wildbestände und eines gesunden Wirtschafts- und Schutzwaldes. (weiterlesen)

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Erlaubnis: Drückjagden in MV und Thüringen auch unter Corona-Bedingungen möglich
Die Durchführung von Gesellschaftsjagden ist neben NRW auch in Thüringen und MV weiterhin möglich.
In Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen soll trotz neuer Corona-Maßnahmen weiter eine effiziente Bejagung von Schwarzwild zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest stattfinden. Hier die Regelungen im Detail:
MV-Agrarminister Dr. Till Backhaus weist auf § 8 Absatz 2 Satz 1 der neuen Landes-Corona-Verordnung hin. Damit können Drückjagden zur Tierseuchenbekämpfung als Veranstaltung „zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung“ auch weiterhin durchgeführt werden.
Da diese Drückjagden im öffentlichen Interesse und nicht zu touristischen Zwecken durchgeführt werden, gilt für ihre Teilnehmer auch das Beherbergungsverbot in § 4 Satz 1 der Verordnung nicht.
Allerdings habe sich die Landesregierung im Rahmen der Gesamtabwägung aus Gründen des menschlichen Corona-Infektionsschutzes dafür entschieden, erneut ein Einreiseverbot auszusprechen, sagt Backhaus weiter. Hiervon seien jedoch – wie schon im Frühjahr – Eigenjagdbesitzer, Jagdpächter und Inhaber von entgeltlichen Jahresjagderlaubnissen ausgenommen, damit diese ihren jagdrechtlichen gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen können (§ 5 Absatz 9 der Verordnung). (weiterlesen)

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Schweden testet den Wolfsschutz
Zwei Wolfsabschüsse am vergangenen Wochenende . Behörde setzt zum Schutz der Rentiere Hubschrauber ein.
Wie weit geht der Wolfsschutz in der Europäischen Union? Schweden liefert immer neue Beispiele für Sonderwege. Jüngst mal wieder mit einem Wolfsabschuss - per Helikopter, zum Schutz der Weidewirtschaft.
Den aus Osteuropa zugewanderten Wolf ereilte sein Schicksal am vergangenen Samstag im Rentierweidegebiet südlich der nordschwedischen Bergwerksstadt Kiruna. Im Visier hatten die Behörden das Tier schon seit August. Jetzt war das Maß offenbar voll: Am Morgen nach der Abschussverfügung stiegen bewaffnete Staatsbedienstete in den Helikopter, kurze Zeit später war der aus amtlicher Sicht verhaltensauffällige Wolf tot. (weiterlesen)
Foto: Wikipedia
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OÖ JagdTV - Jagdhornbläser und Jagdkultur in Oberösterreich
Zum Hubertus-Tag am 3. November laden wir ein, sich ein paar Gedanken über die Jagd zu machen. Besonders die Jagdkultur wird an diesem Tag normalerweise hochgehoben, heuer mussten viele Hubertusmessen und andere Veranstaltungen abgesagt werden. Wir haben uns deshalb auf die Spurensuche nach der Jagdkultur in Oberösterreich begeben und dabei prominente Stimmen, wichtige Stimmen und wertvolle Töne gefunden…
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Afrikanische Schweinepest: Bayern baut Hunderte Kilometer Schutzzäune
Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest zäunt sich der Freistaat ein. Wildschweine sollen draußen beiben. Für Jäger gibt es besondere Anreize, auf die Tiere zu schießen.
Mit Zäunen von mehreren Hundert Kilometern Länge an den Autobahnen reagiert Bayern auf die Afrikanische Schweinepest. Die Tierseuche hat inzwischen auch Sachsen erreicht. Um ihre Ausbreitung einzudämmen, würden insgesamt etwa 500 Kilometer feste Wildschutzzäune entlang der Autobahnen im Grenzgebiet zu Sachsen, Thüringen und der Tschechischen Republik aufgestellt, sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Dienstag.
Dem Land Sachsen will Bayern zudem 25 Kilometer mobile Zäune zur Verfügung stellen. "Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst", betonte Glauber. Die Baumaßnahmen der Zäune an Bayerns Autobahnen seien fast abgeschlossen und man prüfe weitere Präventionsmöglichkeiten. "Wir wollen bestmöglich vorbereitet sein und schnell reagieren können." (weiterlesen)

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Der ASP national und global den Kampf ansagen
Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) muss gestoppt werden. Das sind die nationalen und globalen Pläne.
Bisher liegen in Deutschland 124 positiv bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen vor - Fundorte waren die Bundesländer Brandenburg und Sachsen. In Deutschland ist der Hausschweinbestand nach wie vor frei von ASP.
Nicht nur durch die Änderungen im Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetz sowie der Schweinepestverordnung soll verhindert werden, dass es zu einer weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kommt.
Für Mittwoch (4. November 2020) hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) erneut den Zentralen Krisenstab „Tierseuchen“ mit Vertretern von Bund und Ländern einberufen, um über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die ASP zu sprechen. (weiterlesen)

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Corona-Beschränkungen: Niedersachsen verbietet Treibjagden
Auch Niedersachsen gab nun die Corona-Regeln für Gesellschaftsjagden bekannt. Jedoch gelten die Regeln nur für Drückjagden.
Am heutigen Dienstag, 3. November, hat auch Niedersachsen seine Regelungen für die Durchführung von Gesellschaftsjagden bekanntgegeben. Drückjagden auf Schalenwild seien dann zugelassen, wenn die „Veranstalter“ (Landesforsten oder private Revierinhaber) die Jagd durch die Landkreise bzw. kreisfreien Städte genehmigt lassen. Weiterhin ist die maximale Teilnehmeranzahl auf 50 Jägerinnen und Jäger begrenzt. Die Daten der Teilnehmer müssen aufgenommen und dokumentiert werden und ein Hygienekonzept muss erstellt werden. (weiterlesen)

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Niedersachsen: Wolf wird in das Jagdrecht aufgenommen
Jetzt ist es amtlich: Der Wolf wird in das niedersächsische Jagdgesetz aufgenommen. Ein wichtiges Signal für Weidetierhalter.
Der Wolf wird in das Jagdrecht aufgenommen - für Weidetierhalter in Niedersachsen ein kleiner Lichtblick. Die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion fordert zudem, die französische Methodik zur Wolfszählung im nationalen Wolfsmonitoring umzusetzen und auch hierzulande eine Untergrenze für die Wolfspopulation festzulegen - ebenfalls nach französischem Vorbild.
In Frankreich werden jährlich etwa 10.000 Schafe von Wölfen gerissen. Laut Nationalem Büro für Jagd und Wildtiere (ONCFS) gibt es geschätzte 430 Wölfe in Frankreich. Seit dem 1. September 2018 ist es zwecks Bestandsregulierung erlaubt, aufgrund der Zuwachsrate jährlich zehn Prozent der Wölfe zu töten. Frankreich strebt bis 2023 eine Zielpopulation von 500 Individuen an. (weiterlesen)
Foto: Wikipedia

