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Montag, 05 Januar 2026 12:29

Brief an alle Wolfsbefürworter: Hört auf, die Gesellschaft zu spalten! Empfehlung

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Kommt es in den sozialen Medien zu einer Diskussion über die Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland, so werden die Diskussionen mit äußerster Härte geführt. Eine sachliche Diskussion ist kaum noch möglich. Die Beleidigungen und Beschimpfungen haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, die eine normale Diskussion unmöglich macht. Doch mittlerweile hat die Diskussion über das Für und Wider einer Bestandsreduzierung eine Dimension erreicht, die weit über eine normale Diskussion hinausgeht. Eine kleine Gruppe von Naturschützern, die jede Reduktion der Bestände kategorisch ablehnen, erklären Weidetierhalter schlichtweg für unfähig, ihre Tiere vor Wolfsüberfällen schützen zu können. Ihnen wird generell Faulheit vorgeworfen, weil sie keine wolfssichere Gatterung ihrer Weidetiere vornehmen. Und wo man gerade dabei ist, die Landnutzer pauschal für Vollidioten zu erklären, nimmt man alle Jäger gleich mit ins Visier. Hier werden alle Jäger pauschal als Mitglieder einer schießwütigen Lobbygruppe diffamiert, die nichts anderes im Sinn hat, als Jagd auf Wölfe zu machen, weil den Jägern der Wolf als jagdbares Wild noch fehlt. Ganz unverblümt erklärt man der Öffentlichkeit, vom Monitoring nicht mehr erfasste Wölfe wurden von Jägern illegal getötet. Ein anderes verschwinden wird gar nicht in Betracht gezogen.

Um der weiteren Spaltung der Gesellschaft vorzubeugen, mein Brief an alle bedingungslosen Wolfsbefürworter:

 

Liebe Wolfsbefürworter, 

wir Landnutzer und Dorfbewohner kommen sehr gut miteinander klar. Auch wenn es hier auf dem Land mal den einen oder anderen Konflikt gibt, lösen wir den meistens selbst und sind dabei sehr erfolgreich. Aber den Konflikt, den wir seit einigen Jahren nun mit Euch und Eurem überzogenen Wolfsschutz haben, spaltet nicht nur die Landbevölkerung, sondern die gesamte Gesellschaft.

Wir brauchen niemanden, der uns erklärt, wie wir in Einklang mit der Natur zu leben haben. Schon gar nicht von Menschen, die nicht von der Natur leben. Seit uns die große Politik in den Städten vergessen hat, haben wir gelernt, alleine hier auf dem Land klar zu kommen und ihr werdet es kaum glauben, aber es klappt sehr gut auch ohne die Einmischung der Politiker aus den Großstädten. Wir tun etwas, wovon viele Städter nur träumen können, wir versorgen uns mit immer mehr Lebensmittel selbst und auch hier kommen wir dem Ziel, große Teile unserer Nahrung selbst zu produzieren, immer näher. Auch mit unserem Holz trotzen wir hier auf dem Land der Kostenexplosion in den Städten durch hohe Energiepreise.

Wir leben hier seit vielen Jahrhunderten in Einklang mit der Natur. Ohne diese ständigen Kompromisse mit der Natur wäre diese wunderschöne Kulturlandschaft Mitteleuropas nie entstanden, die so viele Städter als Erholungssuchende heute so sehr zu schätzen wissen.

Doch was wir ganz besonders am Leben auf dem Dorf lieben, ist unser stressfreies Leben hier.                                                                                                                                                                                                                                                            Dieses ruhige Leben ohne Existenzängste und ohne die Einmischung von außen möchten wir gerne beibehalten. Die Erfahrung der letzten Jahrhunderte hat gezeigt, dass unser Leben immer dann besonders friedlich verläuft, wenn man uns mit unseren Sorgen alleine lässt und uns erlaubt, die Probleme selbst vor Ort lösen zu dürfen.

Mittlerweile hat die Wolfspopulation in Deutschland in einigen Gebieten unerträgliche Zustände erreicht, Nutztierhalter sind in ihrer Existenz bedroht, Wölfe werden immer häufiger auch den den Randgebieten großer Städte gesichtet.

Auch die Politik sieht mittlerweile ein, dass eine Regulierung der Wolfsbestände unumgänglich ist. Anstatt aber dass Ihr Euch konstruktiv in die Diskussion einbringt, verschärft Ihr seit einigen Wochen die Diffamierung der Landnutzer.

Wir möchten eines klar stellen: Die Nutztierhalter sind nicht zu blöd, wolfssichere Zäune auszustellen und bei den Jägern handelt es sich auch nicht um schießwütige geile Tierquäler. Und ja, wir sind als Landnutzer alle nicht neutral und objektiv, wir sind alle betroffene dieser Situation, was Ihr von Euch nicht behaupten könnt, weil Eure Existenz in der Regel nicht von der Land- oder Naturnutzung abhängt.

Hört auf, der Öffentlichkeit den dummen Weidetierhalter, den schießwütigen Jäger und umweltverblödeten Dorfbewohner zu erklären, der nichts anderes im Kopf hat, als die Natur zu zerstören und den Wolf wieder auszurotten.

Unsere städtischen Gesellschaften ist schon genug gespalten, wir hier auf dem Land lösen unsere Probleme mit tragfähigen Kompromissen. Dies machen wir hier schon seit vielen Jahrhunderten, sind damit sehr gut gefahren und benötigen auch jetzt beim Wolf klare gesetzliche Regelungen, aber keine Einmischung von außen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Stefan Fügner 

 

 

 Jagdverpachtung Niedersachsen

 

Jagdverpachtung Niedersachsen

 

 

Gelesen 369 mal Letzte Änderung am Montag, 05 Januar 2026 21:46
Stefan Fügner

Mitbegründer des Deutschen Jagdportals - mehr über Stefan unter TEAM

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