Willkommen im Jagdblog des Deutschen Jagdportals
Das Jagdsystem in Deutschland und Österreich
geschrieben von Linder, AlbrechtLiebe Jagdblogleser,
am 25. April d. J. habe ich mit meiner Frau an der Tagung des Forum lebendige Jagdkultur e. V. in Speyer unter dem Motto:
„Jagdkultur und Naturwissenschaft“
teilgenommen.
Der erste Vortrag von Dr. Daniel Hoffmann befasste sich mit
„Wildbiologie und Jagdkultur – Auf das Wie kommt es an!“

Dr. Daniel Hoffmann (GCD)
Curriculum Vitae:
- 1996 – 2000 Studium der Biogeographie an der Universität des Saarlandes
- 2000 - 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Trier, Institut für Angewandte Biogeografie
- 2003 Dissertation am Institut für Biogeografie: Populationsdynamik und –entwicklung des Feldhasen in Schleswig-Holstein im Beziehungsgefüge von Klima, Prädation und Lebensraum
- Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Teilzeit) Universität Kiel, Institut für Natur- und Ressourcenschutz
- Seit 2012 Inhaber Institut für Artenschutz und Wildtierforschung (www.iaw-hoffmann.de)
- Seit 2013 Geschäftsführender Direktor der Game Conservancy Deutschland
Der Vortrag in Stichworten:
- Eingriff in die Muttertierklasse bei Schwarzwild und in die Jugendklasse
- Jagd setzt kulturelles Verständnis voraus
- Jagdkultur muss mit dem Wandel der Ökosysteme Schritt halten
- Zählen von Wildtieren in der freien Wildbahn auf jeden Fall erforderlich
- Umgang mit dem Wildbret ist in den letzten 10 Jahren besser geworden, die Wildbret-Hygiene ist dabei ein wichtiger Punkt
- Jagd ist ohne Wildbiologie nicht machbar, z. B. in Kanada gibt es keinerlei Jagdkultur
Unter der Charta der G.C.D. versteht man die Game Conservancy Deutschland G.C.D. Sie wurde 1990 in Anlehnung an die englische Game Conservancy gegründet, um eine ebenso traditionsreiche wie effektive Naturschutzstrategie auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Grundlage dieser Strategie ist es, im Sinne des englischen Leitspruches „Wise Use of Nature“, eine bewirtschaftete Natur mit ökologischen Zielen der Ressourcenschonung und dem Erhalt bzw. der Ausweitung der Artenvielfalt zu verbinden.
Den Zusammenhang ökonomischer und ökologischer Zielsetzungen fasst G.C.D. in seinem Leitmotiv „Lebendige Natur durch nachhaltige Nutzung“ zusammen. G.C.D. steht mit seiner ergebnisorientierten Naturschutzpraxis in einem nicht übersehbaren Gegensatz zum ideologiebefrachteten Naturschutz mancher Verbände.
G.C.D. fördert die wissenschaftliche Basisarbeit um dadurch das Verständnis für eine nachhaltige Nutzung der Natur herbeizuführen und zu kommunizieren. Durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten im In- und Ausland fördert G.C.D. damit das Verstehen in und an der Natur. Durch praxisnahe Freilandexperimente und aufgabenspezifische Sekundäranalysen sollen ökosystemare Abläufe nachgewiesen werden um daraus Handlungsstrategien abzuleiten die dem jeweiligen Wesen der Natur entsprechen. In den vergangenen zwei Dekaden hat G.C.D. eine Vielzahl von Themen aus und für Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei sowie Anleitungen für ökosystemare Nutzungsformen zur Verfügung gestellt. Dazu gehört auch die ökosystemgerechte Jagd, in der Wildlife Management, Tradition und Jagdkultur sowie Tier- und Naturschutz ihre unverzichtbaren Aufgaben und Rollen haben. G.C.D. fördert und unterstützt die Erarbeitung hierfür notwendiger Wissensgrundlagen und Prinzipien die zwingend für eine ökosystemgerechte Jagd erforderlich sind.
Der 2. Vortrag von Jobst Schmidt betraf die
„Jagdkultur und Ethik – Auf das Wie kommt es an!“

Jobst Schmidt, Dipl.-Kfm.
Was hat Wildbiologie mit Ethos zu tun?
Jobst Schmidt berichtet über die Motivation, Begrifflichkeiten, Grundprinzipien des moralisch richtigen Jagens, der Handlungsanweisungen und deren Folgerungen daraus.
Die Handlungsanweisungen aus der griechischen Antike unter Platon = Teilhabe mit den Maslowschen Bedürfnispyramide und unter Aristoteles = Glückseligkeit, Glücksethik – hier ist die Klugheit von Nöten – werden von ihm kurz erläutert.
Bedürfnispyramide nach Maslow:
Maslow hat aus seinem Menschenbild heraus ein Stufenmodell der Motivation (Bedürfnispyramide) entwickelt, welches sich in fünf Stufen unterteilt. Die physiologischen Bedürfnisse (Nahrung, Wärme etc.) sind die grundlegendsten und mächtigsten unter allen: „Die Bedürfnisse, die man gewöhnlich als Ausgangspunkt der Motivationstheorie benützt, sind die sogenannten physiologischen Triebe.“ Danach folgen, sofern die physiologischen Bedürfnisse weitgehend bedient sind, Sicherheitsbedürfnisse. Unter Sicherheitsbedürfnissen (2. Stufe) wird „Sicherheit; Stabilität; Geborgenheit; Schutz; Angstfreiheit; Bedürfnis nach Struktur, Ordnung, Gesetz, Grenzen; Schutzkraft“ verstanden. Als nächstes entstehen soziale Bedürfnisse (3. Stufe). „Wenn sowohl die physiologischen als auch die Sicherheitsbedürfnisse zufriedengestellt sind, werden die Bedürfnisse nach Liebe, Zuneigung und Zugehörigkeit auftauchen […] Im weiteren Verlauf können Bedürfnisse nach Achtung (4. Stufe) und Selbstverwirklichung (5. Stufe) bedient werden. Maslow behauptet, dass es reale psychologische und funktionale Unterschiede zwischen den „höheren“ und „niedrigeren“ Bedürfnissen gebe. Die höheren Bedürfnisse zeichnen zwar den Menschen (im Gegensatz zu, z.B., dem Tier) spezifisch aus, sind aber nicht zwingend zu seinem Überleben notwendig. Die Bedürfnisse können auch nach Defizitbedürfnissen (niedrigen Bedürfnissen) und Wachstumsbedürfnissen (höheren Bedürfnissen) unterschieden werden; Defizitbedürfnisse müssen erfüllt sein, damit Zufriedenheit entstehen kann, die zusätzliche Erfüllung der Wachstumsbedürfnisse bedeutet über Zufriedenheit hinausführendes Glück.
Erst wenn die Defizitbedürfnisse sicher befriedigt sind und sich auf physischer Ebene Zufriedenheit in Form von höherer Lebenserwartung, weniger Krankheit und einer besseren Ernährungssituation einstellt, treten die Achstumsbedürfnisse, die zuvor subjektiv weniger dringlich waren, in den Vordergrund. Ihre Befriedigung wiederum führt zu tieferem Glück, Gelassenheit, Reichtum des inneren Lebens und verstärkter Individualität. Des Weiteren haben die höheren Bedürfnisse und ihre Befriedigung erwünschte bürgerliche und soziale Folgen.
Maslows Bedürfnispyramide ist das wohl bekannteste Entwicklungsmodell, aber schon lange vor ihm wurden ähnliche Einteilungen von Bedürfnissen durch europäische Gelehrte vorgenommen, so vor allem in Lujo Brentanos Versuch einer Theorie der Bedürfnisse(1908). Bereits in der Antike führte Platon aus: "„Das erste und größte aller Bedürfnisse ist aber die Beschaffung der Nahrung um der Existenz und des Lebens Willen... Das zweite dann die Beschaffung einer Wohnstätte, das dritte die von Kleidung und was dahin gehört.“ Darauf aufbauend entwickelt er die Bedürfnisse nach den höherwertigen Gütern Malerei, Stickerei, Gold und Elfenbein, nach Sicherheit, Wissen, Erziehung und Kunst. Obwohl die Bedürfnispyramide ein bekanntes und vielbeachtetes Motivationsmodell ist, ist es aufgrund der stark reduktionistischen Sichtweise vielfacher Kritik ausgesetzt. Siehe dazu Maslowsche Bedürfnispyramide, Abschnitt „Rezeption und Kritik“.
Die Umsetzung von Selbstverwirklichung:
Maslow beschreibt, dass in praktisch allen historischen und zeitgenössischen Theorien der Motivation Bedürfnisse, Triebe und motivierende Zustände allgemein als ärgerlich, irritierend und unerwünscht betrachtet werden. Dagegen lässt sich anführen, dass es eine Vielzahl von idiosynkratrischen (individuell unterschiedlichen) Bedürfnissen gibt, die zur Selbstverwirklichung gehören. Daher sei – laut Maslow – die Theorie „Bedürfnis gleich Ärger“ nicht zutreffend.
Maslow sieht in Menschen ein noch kaum erkanntes, geschweige denn entwickeltes Potential zur Selbstverwirklichung, dessen Entfaltung zu größerer Reife, Gesundheit und Furchtlosigkeit führen würde: „Selbstverwirklichende Menschen, Menschen also, die einen hohen Grad der Reife, Gesundheit und Selbsterfüllung erreicht haben, können uns so viel lehren, dass sie manchmal fast wie eine andere Rasse menschlicher Wesen erscheinen. Doch weil sie so neu ist, ist die Erforschung der höchsten Bereiche der menschlichen Natur und ihrer äußersten Möglichkeiten und Hoffnungen eine schwierige und gewundene Aufgabe. Sie hat für mich eine ständige Zerstörung liebgewordener Axiome mit sich gebracht, die unentwegte Auseinandersetzung mit scheinbaren Paradoxa, Widersprüchen und Zweideutigkeiten, manchmal auch den Zusammenbruch lang etablierter, fest geglaubter und scheinbar unangreifbarer Gesetze der Psychologie.
Oft stellte sich heraus, dass es keine Gesetze waren, sondern nur Regeln für das Leben in einem Zustand milder und chronischer Psychopathologie und Ängstlichkeit, im Zustand der Behinderung und Verkrüppelung und Unreife, den wir nicht bemerken, weil die meisten anderen dieselbe Krankheit haben wie wir.“
Diese - aus Maslows Sicht noch sehr neue - Auseinandersetzung mit der höchsten Ebene menschlichen Seins und das ultimative Verwerfen etablierter Vorstellungen bezüglich unserer psychischen Verfasstheit sind also nötig, um zu wahrer Selbstverwirklichung zu gelangen und sich aus dem Zustand von Unreife, Ängstlichkeit und Krankheit zu befreien.
Erkennen des Seins vs. Erkennen des Defizits: Maslow beschreibt zwei unterschiedliche Modi des Erkennens:
„Im S-Erkennen (Erkenntnis des Seins) tendiert die Erfahrung oder das Objekt dazu, als ein Ganzes, als eine vollständige Einheit gesehen zu werden, losgelöst von den Beziehungen, von der möglichen Nützlichkeit, Zweckmäßigkeit und Angemessenheit. Sie wird wahrgenommen, als wäre sie alles, was es im Universum gibt, als wäre sie das ganze Sein, synonym mit dem Universum. Dies steht im Gegensatz zum Erkennen (Erkenntnis des Defizits), das die meisten menschlichen Erkenntniserfahrungen einschließt. Diese Erfahrungen sind fragmentarisch und unvollständig …“ „Wenn es eine S-Erkenntnis (Erkenntnis des Seins) gibt, muss man dem wahrgenommenen Gegenstand ausschließlich und voll seine Aufmerksamkeit widmen. Das kann man ‚totale Aufmerksamkeit‘ nennen […]“(Vergleiche dazu auch Flow-Erfahrung.) „Da das ganze Sein wahrgenommen wird, gelten alle jene Gesetze, die gültig wären, wenn der ganze Kosmos auf einmal erfasst werden könnte. Diese Wahrnehmung steht in schroffem Gegensatz zur normalen Wahrnehmung. Hier schenkt man dem Objekt Aufmerksamkeit gleichzeitig mit allem anderen, was relevant ist.“ Das Erkennen des Seins entspricht dem ganzheitlichen, humanistischen Welt- und Menschenbild, auf dem Maslows Arbeit basiert.
Erläuterung der Begrifflichkeiten:
Jagdkultur: Waidgerechtigkeit, Brauchtum, Musik, Tradition, etc.
Ethik: Gewisse Kriterien erstellen, die in den angeführten 3 Säulen ausgedrückt werden:

Tierethische Prinzipien:
- Respekt als Jäger vor der Kreatur zeigen – der Mensch ist gut (Ehrfurcht)
- Kurze Jagdzeiten
- Keine Jagd während der Nachtzeit außer Schwarzwild
- Nachsuche mit Jagdhund
- Kein Abschuss von Muttertieren
- Schusswaffe und richtige Munition (bleifrei?)
- Pflicht zur Hege
- Keine Jagd in Notzeiten
- Erlegen nach Alter/Qualität/Gesundheitszustand/Geschlecht – keine Trophäen
Der Jäger hat mit vier Faktoren zu rechnen:
- Er steht im Dialog mit der Bevölkerung – soziokulturell – Gemeinsinn
- Der Forst ist ein Wirtschaftsfaktor – Waldschutz/Schadensminimierung/Wildbret
- Öko-System/Biosphäre = Artenvielfalt, Biotopmaßnahmen, Lebensraum, Jagdstrategien, jagdliche Raumnutzung
- Das Tier in freier Wildbahn
Folgerungen:
- Lehrprinz – Vorbildfunktion
- Bewegungsjagden nicht für Jungjäger (Greenhorn)
- „Waidgerechte“ Munition (bleifrei?)
- Trophäenträger nicht ausschl. bejagen
Den 3. Vortrag erhielten wir von Bernd Krewer zum Thema:
„Jagdkultur – Tradition oder Ballast“

Bernd Krewer
Bernd Krewer (* 1. Juni 1939 in Bitburg), Forstbeamter im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz a. D., Revierleiter eines Rotwild-Kernrevieres in der Südeifel bis 1999 (Kondelwald) im Forstamt Wittlich
Seit 1958 Schweißhundeführer und seit 1969 Züchter von Hannoverschen Schweißhunden Geschäftsführer des Rotwildringes Cochem-Kondel bis 2000. Von 1986 bis 1992 war Bernd Krewer Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher des Jagdgebrauchshundverband (JGHV). 1988 Mitbegründer des Verein Jagd-Beagle. 1997 - 2001 Fachexperte und Mitarbeiter des ehemaligen Spartensenders Seasons. 1994 - 2011 Ständiger freier Mitarbeiter der Zeitschrift Pirsch. Mitglied der JGHV/VDH – Zuchtkommission
Der Stellenwert der Jagdkultur ist zurückgegangen, es wird auch kein Kulturpreis des DJV mehr ausgelobt. Die Tradition der Jagdkultur muss erhalten bleiben. Die Waidgerechtigkeit ist das Grundgesetz des Jägers, so sind heutzutage trotz Gebrauch des Handys aber noch die Jagdsignale erhalten geblieben.
Die 4. Referentin sprach zu
„Epochale Jägerinnen, Funktionen und Positionen in der europäischen Vormoderne“

Maike Anne Schmidt, M. A. (Uni Trier):
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Trier, Lehrstuhl für Geschichtliche Landeskunde
Jagd ist ein adeliges Standesprivileg
Strenge Jagdgesetze und –verbote um die Jagd höfisch zu sichern
Hunting Tristan - Die Geschichte von Tristan und Isolde war einer der einflussreichsten Romanzen im Mittelalter.
Gace von Bigne war das alte Geschlecht der Herren von La Bigne in der Diözese von Bayeux und selbst bietet seinen alten und edlen Herkunft, wie väterlicherseits als mütterlicher Seite.
Im Anschluss ein Auszug aus Diana Poitiers:

Diana als Jägerin
Von einigen Damen wird berichtet, dass sie bereits im ausgehenden Mittelalter und der Renaissance die Hetzjagd aktiv ausübten. Karl der Große (768-814) jagte in Begleitung seiner im „Spreizsitz" reitenden Gemahlin und seiner 6 Töchterauf Wildschwein und Auerochse. Anne de Beaujeu (1460-1522), französische Königin, liebte die Wildschwein- und Wolfsjagd. Sie war eine hervorragende Reiterin und erfolgreiche Hundezüchterin. Ihre berühmteste Schülerin war die schöne Diane de Poitiers (1499-1565), einflussreiche Maitresse von König Henri II von Frankreich, besungen als „erste Jägerin von Frankreich", die "im gleichen Köcher Pfeileder Jagd undder Liebe hatte.".
Er baute ihr das fantastische Jagdschloss Chenonceau an der Loire, wohin sie sich 1559 nach dem frühen Tod ihres Geliebten zurückzog. Eine der berühmtesten Diana-Darstellungen ist das von einem unbekannten Meister stammende Gemälde der makellos schönen Diane de Poitiers als Diana mit dem Hirsch.
Das Bett von Diane de Poitiers ersteigerte Prinz Charles für seine erste Frau, Lady Di, der wohl berühmtesten Diana unserer Zeit. Auch die florentinische Catharina de Medici (1519-1589), Gemahlin von Henri II und Thronfolgerin nach dessen frühen Tod, verbrachte viel Zeit mit Pferden, Hunden und der Jagd. Sie machte in Frankreich den Damensattel populär und ritt mit bis zu 500 Herren beherzt auf den Hetzjagden.
Von Anne Boleyn ( 1501-1536), der unglücklichen zweiten Gemahlin von König
Heinrich VIII von England Wird berichtet, dass sie die Jagd mit dem Boqen liebte.
Diane de Poitiers (1499-1565) "erste Jägerin von Frankreich,
Andre Castelot "Les Chateaux de la Loire" Geneve 1981
IhreTochter, Königin Elisabeth I. von England (1533-1603), ritt noch 50-jährig jeden zweiten Tag auf die Jagd, Königin Isabella von Kastilien (1451-1504), erste Königin Spaniens, soll nicht nur Hasen und Hirsche sondern auch Wildschweine und gelegentlich sogar Bären erlegte haben. Eifrig jagte Liselotte von der Pfalz (1652-1722), Schwägerin König Ludwigs XIV. und Verfasserin von ca. 60 000 Briefen. Viele ihrer Aufzeichnungen berichten von der Jagd. Nichts bereitete ihr mehr Vergnügen, als ihren Schwager, der ihre urwüchsige Kraft schätzte, bei Wind und Wetter behtten auf die Jagd zu begleiten. Die aufwändigen Prunk-Jagdkostüme der Damen des französischen Hofs schaffte sie bald ab.
Die Zugehörigkeit zum Adelsstand war im Mittelalter Voraussetzung für die Jagdausübung der Frau. Selbst Äbtissinnen und Priorinnen gingen gelegentlich ihrer Jagdpassion nach. Von allen Höfen Europas wird zu jeder Zeit über die Lust am Jagen berichtet. Nahtlos geht die Listederjagenden Dianen indie Neuzeit über Von ihnen seien ein paar bekannte Namen erwähnt. Margarete Trappe (1884-1957), deutsch-britische Farmerin und Großwildjägerin am Fuß des Kilimandscharo in Tansania, war Inhaberin der Lizenz als Professional Hunter. Nach der Scheidung von ihrem Mann und der Enteignung 1918 (Veriustder Deutschen Ost-Afrika Kolonien) fast mittelllos, schaffte sie für sich und ihre Familien durch professionelle Führung von Jagdgästen eine neue Existenz auf der berühmte Momella-Farm.
Liselotte von der Pfalz (1652-1722) im Jagdkostüm.
Ein weiterer Auszug über Anna Maria Louisa de Medici (1667-1743), Kurfürstin
Anna Maria de Medici zählt zu den herausragenden rheinischen Persönlichkeiten des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts. Einer alten italienischen Herrscherdynastie entstammend, trug sie als Gemahlin des pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm maßgeblich zum Aufstieg Düsseldorfs zu einer europäischen Kulturmetropole bei.
Anna Maria de Medici wurde am 17.8.1667 als zweites von drei Kindern des toskanischen Großherzogs Cosimo III. (1642-1723) und dessen Ehefrau Marguérite Louise von Orléans (1645-1721) in Florenz geboren. Sie gehörte der bedeutenden Familie der Medici an, die über einen Zeitraum von 300 Jahren die Geschicke der Stadt Florenz und der Toskana bestimmt hatte.
Vielseitig begabt, erfuhr Anna Maria de Medici neben der strengen höfischen Erziehung frühzeitig eine Förderung ihrer ausgeprägten musischen und sprachlichen Talente. In einem zeitgenössischen Bericht heißt es darüber hinaus: „Die Prinzessin gewinnt, je älter sie wird, immer mehr an Liebreiz. Sie ist von großem Wuchs; ihre Haare sind tiefschwarz. Ihre Augen – früher ziemlich ausdruckslos – sprühen voller Leben und Esprit. Sie schreitet sehr graziös, manchmal vielleicht ein wenig hochmütig." Im Gegensatz zu ihrem Vater, der im Ruf eines humorlosen, religiösen Fanatikers stand, genoss Anna Maria, die auch Anteil an den Nöten der einfachen Bevölkerung nahm, hohe Popularität und avancierte bereits in jungen Jahren zu einer Hoffnungsträgerin der krisengeschüttelten Dynastie der Medici.
Zwischen 1683 und 1690 versuchte Cosimo III. zunächst vergeblich, seinen schwindenden politischen Einfluss durch eine Verheiratung seiner Tochter mit einem Angehörigen des europäischen Hochadels zu stärken. Erst im April 1691 gelang ihm nach schwierigen Verhandlungen eine Übereinkunft mit dem pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg. Die Hochzeit wurde am 29.4.1691 mit großem Aufwand, aber in Abwesenheit des Bräutigams im Dom zu Florenz abgehalten.
Am 6.5.1691 begab sich Anna Maria de Medici auf die beschwerliche Reise nach Düsseldorf an den Hof ihres Gemahls, dem sie einige Wochen später in Innsbruck erstmals begegnete. Die zunächst nur aus machtpolitischem Kalkül geschlossene Zweckehe erwies sich seit der ersten Begegnung als Glücksfall für beide Seiten. In zeitgenössischen Berichten wird das harmonische Verhältnis zwischen Johann Wilhelm und Anna Maria stets als das herausragende Merkmal einer Ehe hervorgehoben, die allerdings mit dem Makel der Kinderlosigkeit behaftet war. Die Vorlieben der kunstsinnigen und lebenslustigen Kurfürstin für alle Formen höfischer Repräsentation und Prachtentfaltung teilte sie mit ihrem Mann. Gemeinsam war ihnen auch das ausgeprägte Interesse an den verschiedensten Gattungen der Kunst, als deren Förderer sie sich nachhaltig hervortaten. In ihrer Begeisterung für die Jagd und den Reitsport fand Anna Maria de Medici in Johann Wilhelm einen gleichgesinnten Partner.
Letztes Beispiel der frühzeitlichen Jagdausübung durch adlige Frauen:

Werner von Teufen:
Manessische Liederhandschrift 1320 – Beschreibung der Szene Frau mit Sperber
5. Vortrag von Heinz Staudinger über
„Goethe und die Jagd“
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| Heinz Staudinger | Goethe in Weimar |
Forstmann aus Franken, die meiste Zeit im Spessart tätig, zuletzt als Leiter des Forstamtes Lohr am Main. Befasst sich seit Jahren mit Fragen der Jagd- und Forstgeschichte, vor allem mit bemerkenswerten Gestalten aus Jagd und Wilderei.
Die Ergebnisse seiner Arbeit hat er in den Münchener Forstlichen Forschungsberichten, im Aschaffenburger Jahrbuch und in den Zeitschriften Spessart, Frankenland, Wild und Hund veröffentlicht. Mit seinem Buch über den Spessart-Wilderer Hasenstab hat er eine regelrechte Hasenstab-Welle ausgelöst: Der Bayerische Rundfunk, der Mitteldeutsche Rundfunk und das Bayerische Fernsehen haben wiederholt berichtet, der Stoff ist dramatisiert, ein Rundwanderweg eröffnet und ein Gedenkstein aufgestellt worden. Mit seinem Buch über den alten Diezel hat er die längst fällige Biografie dieses größten deutschen Jagdschriftstellers vorgelegt, dessen Werk unsere Jagd bis auf den heutigen Tag geprägt hat.
Staudinger ist Mitglied im Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverband, im Verein für Deutsche Wachtelhunde, im Arbeitskreis Forstgeschichte in Bayern und im Forum.
„An einem Herbsttag will der Fürst in den Waldungen seines Fürstentums jagen. Als er sich von der jungen Gemahlin verabschiedet, empfiehlt er ihr einen Spazierritt. Dabei sollen der fürstliche Oheim Friedrich und der Hofjunker Honorio die Fürstin geleiten. Der Fürst reitet mit seinem Jagdgefolge aus dem Schloss, und die Fürstin winkt ihrem Gemahl mit dem Schnupftuch. Alsdann begibt sich die Dame in ein Gemach, an dessen Fenster das treffliche Teleskop auf die uralte, halbverfallene Stammburg auf dem Felsgipfel, umgeben von mächtigen Bäumen, gerichtet ist. Die Fürstin verfolgt den Ritt des Gatten durchs Fernrohr und winkt noch einmal mit dem Schnupftuch. Der alte rüstige Oheim kommt mit einem großen Portefeuille voller Zeichnungen. Er denkt nicht an das Losreiten. Wortreich, untermalt mit den Zeichnungen, erläutert er der Gräfin Restaurierungsarbeiten jener Stammburg. Honorio meldet, das Lieblingspferd der Fürstin sei gesattelt. Die Fürstin möchte sich die Burgruine einfach einmal anschauen, jedoch zunächst durch die Stadt reiten, am Jahrmarkt vorbei. Der Oheim mag nicht. Er reite niemals gern durch Markt und Messe. Die Fürstin kennt die Geschichte von dem Jahrmarktsbrande, dem der Oheim einmal knapp entronnen war und setzt sich durch. Honorio nimmt das Sehrohr mit. Man reitet hinab. Das Volk, dicht gedrängt auf dem Markt, findet, dass die erste Frau im Lande auch die schönste und anmutigste sei. Die drei Reiter gelangen an ein größeres Brettergebäude, in dem ein Löwe und ein Tiger zur Schau gestellt werden. Der Löwe brüllt zur Fütterungsstunde, der Tiger hingegen liegt ganz ruhig in seinem Kerker.

Jahrmarkt, links eine Tierbude, 19. Jahrhundert Dresden/Goethe in der Campagna 1787 - Gemälde von Tischbein
Es wird schon Mittag, als die drei Reiter sich dem Zielpunkt ihrer Wallfahrt, der mächtigen Ruine, nähern und von einem Aussichtspunkt in einem Bergwald sowohl die nahe Ruine, als auch die inzwischen entfernte Stadt mit der fürstlichen Residenz erblicken. Der Rest der Novelle spielt in dem Bergwald unterhalb der Burgruine beziehungsweise in der Burgruine selbst. Über der Landschaft liegt eine heitere Stille, wie es am Mittag zu sein pflegt. Honorio schaut durch das Sehrohr nach der Stadt und muss konstatieren, auf dem Markte fängt es an zu brennen. Der Oheim will sofort zurück. Die Fürstin möchte mit Honorio dem Oheim langsam folgen. Honorio hat es auch nicht eilig und empfiehlt dem alten Mann: Reiten Euer Durchlaucht langsam, ich bitte, langsam! in der Stadt wie auf dem Schloss sind die Feueranstalten in bester Ordnung. Der Oheim verlässt den Ort der Handlung, reitet hinab in Richtung fürstliche Residenz, und an seiner Stelle springt der entlaufene Tiger heran. Flieht! ruft Junker Honorio der Gräfin zu. Die prescht davon, aber ihr Pferd stürzt. Der Tiger nähert sich der Gräfin, aber Honorio, ganz ritterlich, bewährt sich auf dem Höhepunkt der Novelle und trifft mit der Pistole das Ungeheuer durch den Kopf. Die Fürstin fordert von Honorio: Gebt ihm den Rest. Aber der Tiger ist schon tot.
Da nahen die Besitzer des Raubtiers, Betreiber einer Wandermenagerie und an der reinlich anständigen, doch bunten und seltsamen Kleidung kenntlich gemacht: eine Wärterin, die Schaustellerfrau, und ein Knabe, der eine Flöte in der Hand hält. Die Wärterin beklagt die Ermordung des Tigers ohne Not. Das Jagdgefolge des Fürsten reitet heran, und der Fürst steht vor dem seltsamen, unerhörten Ereignis. Nun dringt auch noch der Vater des Knaben, bunt und wunderlich gekleidet, zum Fürsten vor und verkündet das nächste unerhörte Ereignis: auch der Löwe ist los. Es stellt sich heraus, die Raubkatze lagert bereits seit einiger Zeit oben in der Burgruine bedenklich im Sonnenschein. Der Vater des Knaben bittet den Fürsten, das große Tier auf seine Art einzufangen. Er will den beschlagenen Kasten heraufschaffen, und der Junge soll das Raubtier mit Flötenspiel zunächst besänftigen. Dann soll es in seinen Kerker gelockt werden. Der militärisch erfahrene Fürst bleibt Herr der Lage. Er blickt nieder auf seine Gemahlin, die, an ihn gelehnt, das Schnupftuch hervorzieht und sich damit die Augen bedeckt. Der Fürst gestattet die wunderliche Löwenfangmethode, gibt Honorio der merkwürdigen Situation angemessene Befehle und verlässt zusammen mit der Fürstin den Ort der Handlung. Die Herrschaften reiten mit dem Jagdgefolge hinab in Richtung fürstliche Residenz. Honorio bleibt befehlsgemäß bewaffnet im felsdurchsetzten Wald auf Wache zurück. Der Junge steigt zur Ruine hinauf und beschwichtigt den Löwen, abwechselnd Flöte spielend und die Friedensbotschaft der Novelle singend:
Löwen sollen Lämmer werden,…
Blankes Schwert erstarrt im Hiebe,…
Der Löwe ist an seinen gefegten Kerkerfußboden gewöhnt. In der „freien Wildbahn“ Fürstentum hat sich ein scharfer Dornzweig zwischen die Ballen eingestochen. Der besänftigte Löwe nähert sich dem Knaben mit einiger Beschwerde, legt ihm die schwere rechte Vordertatze auf den Schoß und lässt sich behandeln. Danach flötet und singt der Knabe weiter:
„Und so geht mit guten Kindern
Selger Engel gern zu Rat,
Böses Wollen zu verhindern,
zu befördern schöne Tat.“
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| Frau von Stein, Geliebte Goethes |
Gartenhaus Weimar von Goethe (Hier hatte er eine kleine Niederwildjagd) |
Honorio, die einzige Person, die durchgängig an oder nahe bei den Orten der Handlung verweilte, kann lächeln und das Gewehr im Schoß ruhen lassen.“
Der 6. Vortrag wurde von Dr. Rolf Roosen (Chefredakteur Paul Parey-Verlag) gehalten:
„Der Hase in Antike und Christentum“

Dr. Rolf Roosen (Paul Parey-Verlag)
Die Hasenfenster in Paderborn und im Kloster Muotathal in der Schweiz, bei denen drei Hasen jeweils zusammen nur drei Ohren haben, die zusammen ein Dreieck bilden, können als Symbol für die Dreifaltigkeit aufgefasst werden, und gehen wohl auf ein altes Symbol für den Lauf und das Vergehen der Zeit zurück. Ebenfalls als Dreifaltigkeitssymbol könnten die drei Hasen angesehen werden, die auf Dürers Holzschnitt von 1497 Die Heilige Familie mit den drei Hasen dargestellt sind und in dem ein Hase dem anderen die Pfote auf die Schulter legt und auf den davonhüpfenden dritten zeigt.
Drei Hasenfenster im Paderborner Dom
Aus der Antike kommt die Deutung des Hasen als Sinnbild von Lebenskraft, Wiedergeburt und Auferstehung. Hier ist die Wurzel für Darstellungen im Zusammenhang mit dem christlichen Osterfest, in dem der Auferstehung Christi gedacht wird. Die in der christlichen Ikonografie ungewöhnliche Darstellung einer Madonna mit dem Jesusknaben, die mit einem weißen Hasen spielt, wie es Tizian in seinem Pariser Bild darstellt, kann hier christologisch gedeutet werden. Zusammen mit dem Korb mit Brot und Wein, einem Sinnbild für den Opfertod Christi, kann diese Darstellung als Hinweis auf die Wiederauferstehung Christi nach dem Tode gelesen werden.
Sprichwörter mit dem „Hasen“:
- Da liegt der Hase im Pfeffer.
- Ein alter Hase sein
- Ein Hasenfuß sein
- Ein Hasenherz haben
- Mein Name ist Hase …
- Viele Hunde sind des Hasen Tod.
- Wissen, wie der Hase läuft
- Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen
Hasen haben kurze Beine, Hasenfuß
Der 6. Vortrag von Prof. Dr. Dieberger beschäftigte sich mit der
„Jagdkultur und Trophäenjagd“

Prof. Dr. Johannes Dieberger
Jagdkultur, Wissenschaft und Ökonomie – all diese drei Dinge gehören zusammen, so Prof. Dieberger. Zu betrachten sind auch Ethik und Ästhetik im Waidwerk.
Prof. Dieberger führte sehr ausführlich vor Augen, wie sich das heute übliche Verhältnis zu den Jagdtrophäen entwickelte. Eindrucksvoll dokumentierte er das vorhandene Wissen zum Thema mit zahlreichen Quellen. Besonders auch aus der unseligen NS-Zeit, sie hat die heute noch in Teilen angewendeten, Beurteilungskriterien für die Trophäen (Hirschgeweih) hervorgebracht. Längst ist erkannt, dass diese dem Trophäenkult nachgebende Jagdkultur viele Probleme schafft und mit der hochgelobten Ökologie und Natur, wofür die Jagd sich zuständig erklärt hat, nichts zu tun hat. Sogar der Wals selbst, das Substrat der Jagd, leidet und dem Trophäenkult. Prof. Diebergers Appell, dass der Abschuss von Wild, welches keine repräsentativen Trophäen hinterlässt, eine höchst sinnvolle Angelegenheit wäre, wurde von einigen, nicht allen, verstanden.
Die Geschichte von Burlei: 300 Kilo schwer, ein 37-Ender der Extraklasse: Die anwesenden bulgarischen Waidmänner sind begeistert und kurze Zeit später überschlägt sich auch die Fachpresse von "Wild und Hund" bis "Jagen weltweit". Ein neuer Weltrekord wird verkündet. So groß, so schwer, so viele Enden am Geweih - ein solches Tier hatte noch keiner vorher erlegt. Doch seit kurzem ist klar: Der von Baron Eberhard von Gemmingen-Hornberg geschossene Hirsch war kein wildes Tier, sondern entstammte einem österreichischen Kleingatter bei Braunau. "Er hieß Burlei, war handzahm und ließ sich von Kindern mit Schokolade füttern", so sein einstiger Besitzer Rudolf Pöttinger.
Nach Recherchen von SPIEGEL TV kaufte Züchter Pöttinger Burlei als Jungtier und zog ihn groß. Im Sommer 2005 verkaufte der Wildzüchter seinen besten Hirsch für 20.000 Euro. Über zwei Strohmänner landete Burlei, der Schokohirsch, schließlich bei dem bulgarischen Jagdunternehmen Elen-Hunting. Dort stapfte der zahme König ziemlich orientierungslos durch die fremden Buchenwälder nahe der Stadt Etropoleder. Es ist mehr als fraglich, ob Burlei die bevorstehende Brunftzeit in dem Revier überlebt hätte. Doch die Bulgaren suchten ohnehin eilig einen zahlungskräftigen Schützen für den kapitalen Streichel-Hirsch.
Der serbische Tierfilmer Toma Ivanovitc erzählte Baron von Gemmingen-Hornberg von der einmaligen Jagdgelegenheit und soll dafür 1000 Euro Provision erhalten haben. Kurz entschlossen flog der adlige Waidmann Ende August zusammen mit dem Filmemacher nach Sofia. Insgesamt 65.000 Euro hat Gemmingen-Hornberg für die bevorstehende waidmännische Hochleistung gezahlt - der Wert von Burlei hatte sich mittlerweile mehr als verdreifacht.
Am 1. September 2005 ging es dann auf zur fröhlichen Jagd. Begleitet von einem Jagdführer und zwei Kamera-Männern schlich der deutsche Adelsmann durchs Unterholz. Auch als der rekordverdächtige Vertreter der sonst so scheuen Gattung Cervus elaphus zutraulich auf der Lichtung weiter äste, als die vier Männer auf ihn zuliefen, wurde der Baron nicht misstrauisch. Er glaubte den Hirsch-Profis von Elen-Hunting und war sicher, dass der Rothirsch wild war. Gemmingen-Hornberg riss seine Luxus-Büchse hoch und schoss Burlei tot.
"Ein Jagderlebnis, das sich im Jägerherzen einnistet"
In der Grünrock-Gazette "Jagen weltweit" veröffentlichte der inoffizielle Weltrekordhalter anschließend stolz einen mehrseitigen Artikel über seinen Weltmeisterschuss. Dabei auch ein Foto, auf dem er hinter dem gewaltigen Geweih in Feldherrenpose in die Kamera grinste. Zitat: "So etwas Gewaltiges hatte ich noch nie gesehen und natürlich nicht annähernd geglaubt, einen solchen Hirsch einmal erlegen zu können." Der Artikel endete mit den Worten: "Doch das Erlegen eines Weltrekord-Rothirsches, wenn auch nur inoffiziell, ist ein Jagderlebnis, das sich tief im Jägerherzen einnistet."
Die Freude währte nicht lange, und heute will der Baron Burlei am liebsten vergessen. Der Weltrekord wurde annulliert. Im Internet war ein Foto von Burlei in einem Wild-Gatter aufgetaucht. Der Baron witterte Betrug und erstattete Anzeige. Er wollte jetzt auch sein Geld von Elen-Hunting zurück haben. Die österreichische Polizei begann zu ermitteln und fand schließlich das 23 Hektar große Gatter in Braunau und konnte beweisen, dass Burlei hier aufgewachsen war. Das imposante Geweih wurde genetisch untersucht. Ergebnis: Der 37-Ender war eindeutig ein Zuchttier. Gemästet mit Kraftfutter und beigemischtem Calcium für das rasante Wachstum. Dem österreichischen Wildzüchter und den beiden Zwischenhändlern konnte allerdings kein krimineller Vorsatz nachgewiesen werden.
So wird der teure Tod des Gattertiers wohl ungesühnt bleiben. Denn von den bulgarischen Waidgenossen sind den Ermittlern weder die Geburtsdaten noch ladungsfähige Anschriften bekannt. Auch die Erinnerung an das gutgläubige Tier wird wohl bald erlöschen. Sein Kilo schweres Geweih hat Baron Gemmingen-Hornberg von einem Bediensteten im Keller seines Schlosses verstauen lassen.
Nun hängt Burlei in der BoKu in Wien:
Den 7. Vortrag hielt Heiko Schwartz
„Vergessene Schätze – Die Deutsche Jagdbibliothek“

Heiko Schwartz, Enkel des Gründers des Verlags
Die Deutsche Jagdbibliothek in Melsungen ist die von der Julius-Neumann-Stiftung betriebene Präsenzbibliothek mit dem Sammelschwerpunkt: deutschsprachige Jagdliteratur. Dazu gehören alle gedruckten Werke einschließlich Loseblattwerke und Periodika mit jagdlichem Inhalt.
Die Deutsche Jagdbibliothek ist jedermann nach Terminvereinbarung zugänglich.
Um das wissenschaftliche Arbeiten vor Ort zu ermöglichen, werden keine Bestände ausgeliehen.
Leben und Wirken von Julius Neumann
Julius Neumann, Gründer des Verlages J. Neumann - Neudamm
Julius Neumann (21.09.1844-30.05.1928) - Berlin
Als königlicher Hofdrucker in Berlin kaufte er 1872, im Alter von 28 Jahren, in der preußischen Provinz Mark Brandenburg ein Wochenblatt mit einer Auflage von rund 200 Stück und erwarb zudem die Druckpresse. Diese war der Grundstein des Verlages J. Neumann aus Neudamm, der sich in der Folge zu einem der größten deutschsprachigen Verlage entwickelte und sich mit den grünen Themengebieten Landwirtschaft, Forst, Fischerei, Jagd und Naturschutz auseinandersetzte.
Spätestens seit der Herausgabe der Deutschen Jägerzeitung (ab 1883) unterstützte Julius Neumann die Jagd auch mit seinem Privatvermögen erheblich. Insbesondere das Hundewesen, das Schießwesen und die Jagdwissenschaft förderte er durch seine Arbeit.
Heute trägt die Julius-Neumann-Stiftung als Dank und Anerkennung seiner Leistungen seinen Namen.
Forum lebendige Jagdkultur e. V. (Dieter Stahmann, Vorsitzender des Forums):
Ziel und Weg - Was ist Jagdkultur ?
Jagdkultur ist die Einbindung der Jagd in eine der allgemeinen Kultur entsprechende Form mit Konzentration auf das seelisch empfundene Jagderlebnis. Zur Jagdkultur gehören moralische Regeln, (Waidgerechtigkeit), traditionelle Rituale (Brauchtum) und die mentale Verarbeitung des Jagderlebnisses, dessen Pflege in Literatur, Kunst und Musik in Geschichte und Gegenwart als besondere Aufgabe des Forums verstanden wird.
Die heutige deutsche Jagdkultur, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffen wurde, ist ethisch ausgerichtet und gründet auf den modernen Wertbegriffen des Tier-, Natur- und Landschaftsschutzes. Dabei wird Wild und Landschaft als eine Einheit verstanden, in der funktionale Anforderungen der Zivilisation zwar berücksichtigt, aber auch kritisch gesehen werden. Aus der Vergangenheit wurden zeitlose Bräuche wie die Jägersprache oder das Jagdhornblasen übernommen und in angemessener Form weiterentwickelt.
Wo steht das Forum in unserer Zeit ?
In einer Zeit des materialistischen Denkens und des unbegrenzten Nutzenstrebens hat die Jagdkultur wie die allgemeine Kultur einen schweren Stand. Die gegenwärtige Tendenz, die Jagd zu einer rationalen und rein funktionell gesehenen Wildbestandsregulierung im Massenbetrieb abzuwerten, zerstört die auf Werte gegründete Achtung vor der Natur und dem Wildtier und lässt für eine geistige Verarbeitung des Jagderlebnisses keinen Raum. Das Forum steht gegen diese Entwicklung und tritt für die Erhaltung der traditionellen Jagdkultur und ihrer Werte als lebendiges Kulturerbe in einer der Zeit angemessenen Form ein.
Forum lebendige Jagdkultur e. V.
Dieter Stahmann – Vorsitzender
Krummackerweg 15, 46562 Voerde
Rottach-Egern, 27.04.2015
Albrecht und Sabine Linder
Jagern mit Ludwig Thoma - Die Geschichte des Rotwildes vor den Toren Tegernsees
geschrieben von Linder, AlbrechtDie nachfolgende Geschichte mit Bildern über die Jagd auf den Großen Hahn im Massiv "Hochkönig" wurde uns freundlicherweise von Herrn Albrecht Linder aus Rottach-Egern am Tegernsee für unsere neue Blogkategorie "Jagdgeschichten" zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Nach unruhiger Nacht auf der Hütte steigen mein Freund und ich in den Hochwald hinauf; wegen der absoluten Finsternis verlassen wir uns auf einen Stahldraht, der uns an den Schirm führt. Es ist halb vier. In einer Stunde wird es dämmern. Ein leichter Wind streicht nach unten. Wir hören das Einfallen des Hahns, seinen Balzgesang. Flattersprünge lassen uns erahnen, wo er sich aufhält.

Ein alter Hahn. Der Schuss ( 57 Meter) durch das Geäst wird schwierig. Überglücklich reicht der Erleger den Letzten Bissen. Beim Abstiegs ins Tal wird das ganze Ausmaß des Vogels deutlich. Welch gewaltige Kreatur!

Der Abstieg ins Tal, wir drehen uns nochmal zum Schirm um.

Unten erwartet uns das einmalige Panorama des Hochkönigs.

Was für ein Morgen! Hahn in Ruh! Ein wirklich Kapitaler. Nur in guten Auerhahnrevieren in Österreich ist die Jagd noch möglich. Alle zwei Jahre ist einer frei, für drei Wochen! Die Jäger halten dafür einen Lebensraum aufrecht, der die Art sichert. Ohne Jäger gäbe es den Vogel nicht mehr. Ein gutes Beispiel für angewandten (und nicht nur herbeigeredeten) Naturschutz!

Der Urhahn soll leben!
Waidmannsheil
Albrecht Linder
Copyright: Bild und Textmaterial Albrecht Linder Rottach-Egern
Es gibt wohl kaum einen Menschen, der die jagdliche Verwendung von Retrievern in Deutschland so sehr beeinflusst hat wie Edgar Wagner.
Dafür gilt ihm unser Dank und ganze Anerkennung.
Eine wahre Geschichte von Edgar Wagner, JGHV-Richter und "Schweiß-Papst", die er für mich kurz vor seinem Tod niedergeschrieben hat.
Für all diejenigen, die sich noch immer nicht so ganz sicher sind, ob der Labrador Retriever als Schweißhund zu gebrauchen ist, veröffentliche ich hier mit der freundlichen Genehmigung von Edgar Wagner und Karin Schock eine wahre Geschichte. Sie handelt von Edgars 1. Schweißerlebnis mit einem Labrador namens Adonis vom Kräherwald - Besitzerin Karin Schock - www.von-riedenberg.de
Es muss 1986 gewesen sein, dass ich vom DRC-LG-Süd, der V2, Veronika Holzer zur ersten RGP in den herrlichen Königlich Bayerischen Auwäldern, Wiesen und Rübenfeldern als Sonderrichter Schweiß eingeladen wurde. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich den "Begriff "Retriever bzw. Labrador“ nur vom Hören sagen und habe deshalb sofort zugesagt. Am Prüfungstag wurden mir 7 (sieben) Retriever auf der 400m Übernachtfährte vorgeführt, wobei ich von einer eindrucksvollen Riemenarbeit zur Nächsten aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam.
Der erste Labi brachte seinen Führer, Baron Erwin von Fürstenberg an der straffen, bereits angelegten Schweißleine eiligst zur Richtergruppe. Ich konnte gerade noch die letzten einweisenden Worte loswerden, da zog die Hündin ihren Führer schon zum Anschuss und ehe wir Richter uns in Bewegung setzen konnten, war das Gespann schon im Busch verschwunden.
Auf mein Rufen zum Anhalten, bekam ich die Antwort aus ca. 50m Entfernung. Wir folgten dem uns bekannten Fährtenverlauf und fanden das Gespann auf der Fährte. Mit der Ermahnung, doch etwas langsamer zu gehen, wurde die Riemenarbeit wieder aufgenommen. Die Hündin folgte der Fährte auf dem Punkt genau, aber wesentlich schneller als wir die Bestätigung für die Fährtentreue eräugen konnten. Das Gespann war natürlich wieder außer Sicht als ich wieder laut halt rufen musste. Als Antwort kam dieses mal, "was wollen sie denn, wir sind doch schon am Stück!".
So und so ähnlich ging es weiter, bis am Schluss ein Fräulein, Karin Schock aus Stuttgart, mit einem ansehnlichen Labrador Rüden namens Aron vorschriftsmäßig mit Hund bei Fuß sich bei der Richtergruppe vorstellte. Absolut fachgerecht wurde der Hund abgelegt, der Anschuss untersucht und der Hund gerecht zur Fährte gelegt. Langsam aber sehr bedacht suchte sich Aron auf der Fährte ein und folgte dem roten Faden mit überzeugenden Sicherheit und Kompetenz. Innerhalb der Richtergruppe warfen wir uns während dieser überzeugenden Arbeit staunende Blicke zu. Wir waren ganz vertieft in der Beobachtung der Arbeit, als das Gespann plötzlich anhielt, die Führerin sich umdrehte und der Richtergruppe ruhigen Blickes

auf "schwäbisch" mitteilte "hier müsste das Stück liegen!".
Zunächst großes Staunen und Sprachlosigkeit über die klare Aussage an die Richtergruppe. Ich als Sonderrichter Schweiß und gleichzeitig Sprecher der Richtergruppe erwiderte "wenn hier das Stück liegen müsste würden wir es wohl auch sehen und bat die Führerin die Suche fortzusetzen.
Karin Schock blieb bei ihrer Behauptung, dass hier Ende sei. Während dieses kurzen Gespräches knackste es im vor uns liegenden Gebüsch und hervor trat der in diesem Revierteil amtierende Förster mit dem Stück Rehwild über der Schulter mit der Aussage: bin mit dem Auto stecken geblieben und musste das Stück zu Fuß hertragen.
Karin ging ganz selbstverständlich eine Riemenlänge zurück bis das Stück am Ende der Fährte abgelegt war und ließ sich von Aron in gewohnter Manier zum Stück führen. Nachdem der Hund genossen gemacht- und die Beute frei gegeben war, fragte ich Karin, wie sie zu der festen Überzeugung kommen konnte, dass das Stück hier liegen muss?
Die Antwort kam ganz trocken "wenn der Fährtenverlauf zu Ende ist, bleibt mein Hund stehen, guckt mir auf die Dasch, was bedeutet, Belohnung abliefern, hier ist Ende".
Total beeindruckt überreichte ich den Bruch mit einer verschämten Entschuldigung. Das war mit ein wesentlicher Beitrag für meine Entscheidung, ein solcher Hund muss her und nach einigen Monaten hielt ANCY von der Whitehall Farm Einzug in die Familie Wagner und seit dem gibt es bei uns nur noch Labi's.
Bildnachweise:
Foto Edgar Wagner - Manuela Kern
Foto Aaron - Karin Schock
Im Andenken an einen großen Hundemann und echten Retriever-Freund "Edgar Wagner" und seinen treuen Gefährten"Falcon"

Portrait eines echten Allrounders
Falcon of Carinthia (12.04.2000 - 25.12.2010)
gewölft am 19.April 2000 im österreichischen Zwinger von Margit und Herbert Plösch, kam der schwarze Labrador über Robert Kaserer in die Hände von Edgar Wagner, Pörnbach.
Seine Eltern Brindlebay Ant und Buttermaed Crusader entstammen englischen Field Trial Linien und wurden beide erfolgreich jagdlich geführt und geprüft. Aber damit genug der Ahnen, es kommt ja doch immer darauf an was man daraus macht…
Im Alter von 9 Monaten begann Falcons Ausbildung zum Vollgebrauchsjagdhund. Bis dahin hatte er eine Grundlage im Gehorsam und am Dummy im Hause Kaserer erhalten. Bei Edgar Wagner wurden nun seine jagdlichen Anlagen getreu Edgars Motto: „tun muß man sie’s lassen“ gefördert.
Die JP/R und die BLP legte Falcon kurz nacheinander im zweiten Jahr ab, parallel dazu auf diversen Workingtests (A und F) und der Dummy A geführt.
Es folgten Falcons erster German Cup 2002, die VPS, die RGP, die RSwP und die SwoR (Schweißprüfung ohne Richterbegleitung) wobei der exakte chronologische Ablauf wohl keine große Rolle spielt.
Er hat drei German Cups (4., 7. und 2.Rang) einen IWT (2004 12. Rang) und diverse hochklassige Workingtests in der Wertung beendet (Bavarian Lion’s Cup, 2xTirolean Cup u.a.).
Nachdem Falcon den Laut- (als Verbeller) und den Härtenachweis erbracht hat, konnte er als einer der wenigen Retriever die Verbandsschweißprüfung ablegen und steht seit 2006 in der Nachsuchenstaffel des bayrischen Jagdverbandes.
Er hat bisher 105 Nachsuchen erfolgreich beendet davon 58 auf Reh, 46 auf Sauen und eine auf Gams.
Den natürlichen Anlagen des Hundes verpflichtet fördert Edgar mit Motivation und der Bestätigung durch „vertrauensbildende Maßnahmen“ die Fähigkeiten seines Hundes ohne Tips und Tricks.
Falcon liefert jeden Tag im Jagdgebrauch den besten Beweis dafür, daß die Präzisionsarbeit eines Spezialisten ihn noch lange nicht zum Fachidioten machen muß.
Ob er nun beim Reviergang Raubzeugschärfe beweist (Katzen innerhalb von Ortschaften „sind brav“), zur Hetze geschnallt seine Wildschärfe (oder besser seinen gesunden Beutetrieb!) beweist, „Abwurfstangerl“ bringt, oder auf Treib- und Buschierjagden Arbeit vor und nach dem Schuß par excellence demonstriert – seine Vielseitigkeit in allen jagdlichen Bereichen ist ein Musterbeispiel für die Brauchbarkeit unserer Retriever.
Diese Fähigkeiten sollten wir weder unseren Hunden absprechen, noch züchterisch verkommen lassen auch wenn der Retriever aufgrund seiner hervorragenden Wesensmerkmale mit Hilfe anderer Argumente gut vermarktet werden kann.
Geschrieben von Julia Enz



Edgar Wagner und Falcon of Carinthia auf der Schweißfährte...
Falcons letzter N A C H S U C H E N B E R I C H T - NR: 105/62
Name des Hundes: Falcon of Carinthia
Rasse: Labrador Retriever
Name des Führers: Edgar Wagner
Anschrift: Dorfstraße 3, 85309 Pörnbach
Nachsuche durchgeführt am: 13.12.10 um 19:30 Uhr, Stehzeit: 01:30Std.
Das Stück wurde beschossen / angefahren am: 13.12.10 um: 18:00 Uhr
Boden u. Geländebeschaffenheit: Wiesenbrache Altholzbestand mit teilweise dichter Fichten Naturverjüngung und angrenzender Nadelholzdickung.
Wetter: -4°C, bewölkt, ca. 20cm hohe Schneedecke
Nach Fehlsuche von anderen Hunden Rasse:
Länge der Riemenarbeit: 90 Schritte
Schussverletzung / Verkehrsunfall: Kastenschuss
Wildart: Schmahlreh, Wildbretgewicht: 16kg, Verk. Preis: 100,00 €
Beschreibung der Nachsuche:
Für den Weihnachtsbraten mußte ich noch unbedingt für einen langjährigen Kunden ein Schmahlreh liefern. Wie es halt immer so ist, das Schmahlreh ist zwar schon lange bestimmt aber es kommt halt nicht zur rechten Zeit an der rechten Stelle. Beim fünften Ansitz, Schnee und eisiger Kälte kam das auserwählte dann doch nach Ende des Büchsenlichtes und stellte sich Brettl breit auf 60 Gänge und der Schuss „zwei Finger hinterm Blatt“ brach , aber das Mündungsfeuer war so grell, dass kein Schusszeichen zu erkennen war. Allerdings war am Anschuss auch kein Anzeichen dafür, dass das Stück im Feuer lag.
Nach zwanzig bangen Minuten am Anschuss zwar geringe Schweiß Spritzer aber in der im Schnee sichtbaren Fluchtfährte auch nicht. Also keine weitere Unruhe verursachen, zurück zum Auto und Falcon von zu Hause holen. Falcon in seiner souveränen Art untersuchte den Anschuss ausführlich und führte mich geraden Weges in den angrenzenden Fichten Altholzbestand mit Meter hoher Naturverjüngung.
Ich folgte am Ende des 12m langen Riemen mit ansteigender Spannung, je weiter wir uns vom Anschuss entfernen... Da - - - plötzlich löst sich die Spannung am Riemen und ich bleibe stehen. Im gleichen Moment höre ich das bekannte Geräusch, wenn Falcon mit seinem starken Fang prüft, ob das Stück noch am Leben ist. Ich warte noch ein wenig und da kommt auch schon der allzeit bekannte Laut meines treuen Gefährten, mit dem er mich schon öfters von weit weit her gerufen hat.
Ich hangle mich am Riemen bis zu meinem Hund, der unter Meter hohem Fichtenjungwuchs am Stück noch immer laut gab. In einer Deckung, in der ich/man ohne Hund das Stück nicht gefunden hätte. Die Kontrolle am nächsten Tag hat nämlich ergeben, dass das Stück auf der ganzen, 90 Schritte langen Fährte keinen Schweiß abgegeben hat, weil das Geschoß zwischen zwei Rippen eingedrungen war und ohne zu öffnen mit einem kleinen Loch wieder ausgetreten war. Glücklich über diesen erfolgreichen Abschluss meines Rehwildabschusses, fuhren wir zum Aufbrechplatz, wo Falcon seinen verdienten Lohn aus meiner Hand genießen durfte.
Leider war dies seine letzte irdische Nachsuch. Am 25. Dezember 2010 entschlief er seelig in meinem Arm in die ewigen Jagdgründe!
Waidmanns Dank für die vielen unzertrennlichen Jahre mit Dir, mein bester Freund!
Edgar Wagner
Die letzte gemeinsame Nachsuche...
Bildnachweise: sämtliche hier gezeigten Bilder wurden mir von Edgar Wagner zur Verwendung überlassen
Weckruf an die Jäger: Jäger im Visier der urbanen Gesellschaft
geschrieben von Stefan FügnerMit freundlicher Genehmigung des Autors, Herr Prof. Dr. Werner Beutelmeyer. Dieser Beitrag wurde in der aktuellen Ausgabe von WAIDWERK veröffentlicht.
Wir danken Herrn Prof. Dr. Werner Beutelmeyer für den interessanten Artikel und wir danken WEIDWERK, Österreichs auflagenstärkstem Jagdmagazin, dass wir die Information teilen dürfen.
Die Entfremdung zwischen Jägern und urbaner Gesellschaft ist unübersehbar. Der moderne Städter hat so seine Zweifel an der Jagd und besonders an den Jägern. Die Haltung: „Die Natur regelt sich selbst“ nimmt immer mehr zu und wird zum Warnruf an die Jagd.
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Prof. Dr. Werner Beutelmeyer market Institut für Markt-, Meinungs- und Mediaforschung, Linz |
Auf der anderen Seite gelingt es den Jägern immer weniger, ihr Tun glaubwürdig zu erklären. Das „Warum braucht es die Jagd?“ ist schwer zu vermitteln. Einerseits herrscht bestenfalls blanke Ahnungslosigkeit beim Städter, wenn es um das Thema Jagd geht, vielfach weicht jedoch das Wissensvakuum massiven Vorurteilen. Und zum anderen hat der Absender Jäger ein gravierendes Glaubwürdigkeitsproblem.
Offenbar gelingt es den Jägern immer weniger, ihr Tun glaubwürdig zu erklären
Zu viele Pannen sind in der Vergangenheit passiert, und meistens war das Krisenmanagement eher schlecht. So mancher Weidmann sieht die heranziehenden Gewitterwolken aber noch nicht, denn der Veränderungsdruck bzw. das Veränderungstempo in Sachen Einstellung zur Jagd ist unterschiedlich. Dort, wo es ländlich zugeht, ist das Tempo der Veränderung deutlich niedriger. So sehen „nur“ 69 % der steirischen Berufsjäger Veränderungen bei der Jagd, dieser Wert liegt bei den Berufsjägern im gesamten Österreich höher (81 %) und unter deutschen Berufsjägern bereits signifikant höher (94 %).
Woher weht der Wind?
Entscheidend ist, woher der Wind weht. Und der kalte Wind, den die Jagd derzeit spürt, kommt aus dem städtischen Bereich. Dieser Städter oder der „urbane Moderne“ wird auch immer mehr zum Freizeitkonkurrenten des Jägers. Es entsteht ein Wettbewerb um die Natur sowie um deren Nutzung in der Freizeit. Die Natur ist dem Städter heilig. Die Werteforschung belegt, wie sehr es eine Renaisance der Natur gibt. Allerdings kennt sich der urbane Moderne nicht mehr so recht aus in der Natur. Sein romantisierender Blick in den Wald ist ein verklärter. Er liebt die Natur, das Wissen über die Zusammenhänge fehlt aber nahezu völlig.
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An praktischer Erfahrung mangelt es ebenfalls weitgehend. Naturschutz gewinnt an Bedeutung und an Glaubwürdigkeit sowie an Spendenvolumen. Naturverbände sind auf dem Vormarsch, und die Jagd befindet sich auf dem Rückzug. Der Jagd ist es nicht gelungen, ihre Naturkompetenz zu vermitteln. Mit anderen Worten: Wenn es um unsere Natur geht, verlässt sich der urbane Moderne nicht auf die Aussagen der Jagd, sondern vertraut eher dem Naturschutz. Noch etwas zeichnet den urbanen Modernen aus: Er ist eine handwerkliche Niete oder, positiver formuliert, ein „Theoretiker“. Dies drückt sich unter anderem auch beim Kochen aus. Fertigprodukte, Zwischendurch-Mahlzeiten und eine „Veganisierung“ der Geistes haltung werden typisch. Mit Fleisch kann er bestenfalls etwas in faschierter Form für die Pasta anfangen, eine Nuss oder ein Karree löst ein gerüttelt Maß an Un sicherheit aus. Nein zu rohem Fleisch und besonders Nein zu Wildfleisch. Damit ist der Weg zur Haltung „Die Natur regelt sich selbst“ geebnet. Und die Jagd beschäftigt sich mit sich selbst, macht rote und grüne Punkte auf Trophäen und beschwert sich über neue Beutegreifer, wie Luchs, Wolf und Bär. Häufig wird die Tradition beschwört. Doch auch die Nachtwächter hatten als Berufsstand vor über hundert Jahren noch Tradition, inzwischen existieren sie nicht mehr. Denn Tradition schützt vor Veränderung nicht. Und den Jägern soll es nicht wie den Nachtwächtern ergehen. Und das Hoffen auf Verbündete, wie die Politik, wird ebenfalls nichts bringen. Denn die „hohe“ Politik wird sich mit den Jägern nicht „anpatzen“ und scheibchenweise die Demontage der Jagd im Sinne des gesellschaftlichen Mainstreams betreiben. Was dabei für die Jagd herauskommt, lässt sich trefflich in den Niederlanden (weitgehende Jagdeinschränkungen) studieren.
Herausforderungen der Jagd
Leo Tuor ist Jäger und rätoromanischer Romanautor in Graubünden. In seiner Jagd-Erzählung „Cavrein“ schreibt er über den Wandel: Der Steinbock: Es gab Jahrhunderte, in denen er böse war und die Menschen in die Abgründe hinunterstieß, und wer einen Steinbock tötete, war ein großer Held. Wer heute einen Steinbock nicht am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und im richtigen Alter tötet, ist ein großer Schuft.
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Weitere Artikel zu diesem Thema finden Sie im Downloadbereich auf der Website WEIDWERK-Online: www.weidwerk.at |
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Der Wandel macht auch vor den Jägern selbst nicht halt. Die Aussagen der österreichischen Berufsjäger über die Jagd zeigen ein zunehmendes Spannungsfeld auf. Der Lebensraum für Wildtiere wird eingeschränkter. Die Herausforderungen der Jagd nehmen zu, und gleichzeitig lässt die Professionalität der „modernen“ Jäger nach. Für die Jagd ist der Megatrend des „Verlusts an handwerklichen Fertigkeiten“ wohl die stärkste Zukunftsherausforderung neben der Verbesserung der Dialogfähigkeit mit der Öffentlichkeit.
Waidmannsheil mit besten Grüßen
DEUTSCHES JAGDPORTAL
Stefan Fügner
Geschäftsführer
Trophäen – Veredelung der besonderen Art
geschrieben von Manuela Kern
Ich habe etwas Besonderes für Sie entdeckt!
Trophäen – Veredelung der besonderen Art
Alfred Wankerl, aus Seebruck in Deutschland veredelt Trophäen einmal anders.
Ich fragte Herrn Wankerl, wie er denn auf diese Idee kam?
Im schönsten und sympathischen bayrischen Dialekt berichtete er mir folgendes:
Ich gehe nicht selbst zur Jagd, aber ich weiß, dass unzählige Krickerl (= in bayrisch für kleine Geweihe) auf den Dachböden oder in Kellern herumliegen.
Aus den vorhandenen Beständen einiger Jäger, die keine Verwendung für die Trophäen der Tiere haben, bekam ich die ersten Gehörne von Rehbock, Gams, Hirsch etc. und daraus erstellte ich in mühe- und liebevoller Kleinarbeit, kunstvoll gestaltete Trophäenbretter, die einen schönen Blickfang bieten.
Damit setze ich der Kreatur ein „kleines Denkmal“ und das bereitet mir viel Freude sagt Herr Wankerl.
Jedes Exemplar ist ein absolutes Unikat und ich gestalte die Trophäen ganz nach den Geschmäckern und Wünschen meiner Kunden.
Passend zur Wohnungseinrichtung, ob frech-farbig, modern oder in dezenterer Ausführung, bietet Herr Wankerl diese veredelten Trophäen an. Vielleicht ist das ja für den einen oder anderen Jäger oder Jägerin eine Alternative zur gewohnt traditionellen Aufmachung?
Ich habe schon öfters gehört, dass nicht alle Ehepartner davon begeistert sind, herkömmlich aufbereitete Trophäen im Wohnzimmer zwischen die edlen Designermöbel zu hängen. Auf diese Art und Weise, bekommt die Trophäe auf einmal einen Designer-Touch.
Die Trophäen / Gehörne von Reh, Gams, Hirsch etc. aus IHREN EIGENEN BESTÄNDEN werden von ihm auf besondere Art und Weise in künstlerischer Form und Optik veredelt. Herr Wankerl erfüllt jeden Gestaltungswunsch.
Selbstverständlich übernimmt er auch gerne die Aufbereitung von Trophäen in ganz klassischer Weise, falls Sie vielleicht selbst nicht die Zeit dazu haben.
Ich finde es wirklich eine schöne Idee und mir gefällt die Aussage, dass er damit der Kreatur ein kleines Denkmal setzt.
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Weitere Bilder und Informationen finden Sie auf unserem Marktplatz Jagd über den folgenden Link: http://www.deutsches-jagdportal.de/portal/index.php/kleinanzeigenmarkt/ad/kunst-antik,86/trophaeen-veredelung-der-besonderen-art,224
Kontaktdaten:
Design und Malerei aus dem Chiemgau
by Alfred Wankerl
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0 86 67 / 87 63 41
NEU!!! "Marktplatz Jagd" - der Jagd-Kleinanzeigenmarkt von DEUTSCHES JAGDPORTAL ist online!
geschrieben von Manuela Kern
Liebe Jägerinnen und Jäger,
seit das Deutsche Jagdportal im Juni 2014 online gegegangen ist, hat sich viel getan!
Wir arbeiten nach wie vor mit Hochdruck daran, Ihnen das informativste und umfangreichste Jagdportal im gesamten Deutschsprachigen Raum zu bieten und die Ideen gehen uns noch lange nicht aus!
Zu den Jagd-Datenbanken, mit denen wir zu Beginn gestartet sind, kam im September der Jagd-Veranstaltungskalender "Treffpunkt Jagd" hinzu.
Seit Mitte Oktober deckt das Deutsche Jagdportal in der Jagd-Datenbank neben Deutschland nun auch Österreich mit alle Bundesländern und den einzelnen Bezirken ab.
HEUTE gehen wir mit dem "Marktplatz Jagd" - einem kostenlosen Kleinanzeigenmarkt für Jäger online!
Ab sofort haben Sie die Möglichkeit, unter der Rubrik "SUCHE" und "BIETE" kostenlos für 14 Tage eine Kleinanzeige mit Bildern einzustellen!
Kleine Kosten entstehen ausschließlich, falls Sie eine der möglichen Zusatzoptionen buchen um Ihre Anzeige besonders hervorzuheben oder eine längere Laufzeit wünschen!
Täglich wird unsere Webseite von rund 1.000 Nutzern besucht!
Auf vielfachen Wunsch, haben wir für Sie mit dem "Markplatz Jagd" die Möglichkeit geschaffen, KOSTENLOS Ihre Gesuche und/oder Angebote zu Jagdmöglichkeiten, zur Revierpacht, rund um den Jagdhund, Revierbedarf, Falkernbedarf, Waffen, Jagdimmobilien, Jagdfahrzeuge und vieles mehr zu veröffentlichen.
Das kostenlose Angebot richtet sich an Privatpersonen. Gewerblichen Anbietern bieten wir Sonderkonditionen. Bitte fragen Sie uns!
Sollten Sie bereits auf "Treffpunkt Jagd" registriert sein, können Sie sich über die gleichen Zugangsdaten auch im Kleinanzeigenmarkt anmelden.
Gefunden und gelesen wird Ihre Anzeige auch von Besuchern, die nicht registriert sind!
Hier können Sie sich gleich anmelden!
Bei Fragen und Wünschen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Wir wünschen allen Verkäufern und Anbietern viel Erfolg beim Verkauf oder bei der Suche und freuen uns über Rückmeldungen.
Waidmannsheil mit besten Grüßen
Ihr Deutsches-Jagdportal Team
Stefan Fügner
Entenjagd mit Labrador Retrievern - ein wunderschöner Jagdtag mit unseren vierbeinigen Jagdhelfern und Freunden...
geschrieben von Manuela KernWie lange so ein Jahr doch sein kann...
Doch endlich ist es wieder soweit, die Entenjagdsaison ist eröffnet!
Die Entenjagd an der Enz im Landkreis Ludwigsburg, gehört für uns jetzt schon seit rund 10 Jahren zum absoluten Jagd-Highlight des Jahres. Doch nicht nur für uns als Hundeführer ist es ein tolles Erlebnis, für unsere Hunde gibt es deffiniv keine schönere Aufgabe als das Apportieren der Enten aus dem fließenden Gewässer.
Von klein auf machen wir unsere Hunde mit der Arbeit am fließenden Gewässer vertraut. Was die Hunde immer als allererstes lernen, ist nichts anderes als: RUHE, SITZEN, WARTEN und BEOBACHTEN. Für die Ausbildung der Welpen und Junghunde ist es natürlich auch eine sehr große Hilfe, dass wir unsere erfahrenen Hunde als gute Vorbilder immer dabei haben. Wir bereiten unsere Hunde mit Dummys während des ganzen Jahres auf die jagdliche Arbeit vor. Was bei einem Dummy nicht funktioniert, das klappt erst Recht nicht bei der Arbeit mit Wild. Der Gehorsam der Hunde steht für uns immer an erster Stelle.
Auf diese Art und Weise lernt schon der Welpe, dass "Sitz" bedeutet sitzen bleiben, warten und aufpassen was passiert, immer wieder geduldig warten und ganz wichtig, die Ruhe bewahren, nicht fiepen! An einer geeigneten Stelle mit einem leichten Einstieg für den jungen Hund fällt Flußaufwärts ein Dummy ins Wasser. Idealerweise ist die Strömung nicht ganz so stark, so dass das Dummy langsam angeschwommen kommt. Sobald das Dummy auf gleicher Höhe ist bekommt der Hund sein Kommando, darf gehen und das Dummy apportieren. So baut man die Aufmerksamkeit des jungen Hundes langsam auf und steigert die Distanzen.
Ist die Ausbildung des Retrievers erfolgreich abgschlossen setzt sich die Wasserarbeit aus vielen kleinen Bausteinen zusammen die wir alle einzeln trainieren und am Ende wie bei einem Puzzle, Teil für Teil zu einem gesamten Ablauf zusammensetzen. Denken wir einmal darüber nach, was wir alles von unseren Hunden verlangen...
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Bildquelle: Manuela und Rainer Kern / Beesley von den Hochangern (4 J. alt) beobachtet und hebt immer wieder die Nase in den Wind...
Das war die Beschreibung der "einfachen" Übung, denn nicht jedes Mal sieht der Hund die Ente auch direkt ins Wasser fallen. Manchmal fallen die Enten aufs Land auf der anderen Uferseite, sie treiben ab oder bleiben irgenwo am Ufer in den Wurzeln der Bäume oder im Treibholz hängen und nicht selten tauchen sie auch ab und beißen sich unter Wasser am Uferrand an den ins Wasser hineinragenden Wurzeln fest. Jetzt wird es anspruchsvoll und genau das ist die Herausforderung für uns und unsere Hunde und es ist genau die Aufabe die wir ständig mit unseren Hunden trainieren. Jetzt geht es um das "Einweisen" des Hundes auf ein nicht sichtiges Stück.
Zu den zuvor bereits beschrieben Aufgaben kommen noch folgende Jobs:
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Im Idealfall nimmt der Hund sofort alle Kommandos an und führt sie aus, doch jeder Hundeführer weiß, dass die Hunde auch gelegentlich ihr eigenes Programm im Kopf haben. Manchmal ärgern auch wir uns kurz darüber, doch dann führen wir uns wieder vor Augen, dass unsere Hunde ganz einfach eine großartige Leistung abliefern. Es ist ja auch nicht selbstvereständlich, dass der Hund seine Beute gerne mit uns teilt und sich nicht damit aus dem Staub macht.
Doch nun wieder zurück zu unserem schönen Jagderlebnistag mit unseren Hunden.
Tagesablauf:
07:30 Uhr - Treffen an der urgemütlichen und urigen Jagdhütte, die mittem im Wald im Jagdrevier liegt. Kleines Frühstück mit Kaffee und Brezeln.
07:45 Uhr - Offizielle Begrüßung und Ansprache des Jagdherren. Informationen zum Ablauf und Regeln, was darf geschossen werden, Fahrgemeinschaften etc.
08:00 Uhr - Abfahrt zur Enz, abstellen der Jäger und Hundeführer, nochmal eine kleine Strategiebesprechung
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Bildquelle: Manuela und Rainer Kern / Beesley wartet auf Ihren Einsatz |
Die Entenjagd fand im Laufe des Tages an verschiedenen Stellen an der Enz statt. Im Laufe des Vormittages wurden 23 Stockenten zur Strecke gebracht und ganz brav von den 3 Labis apportiert.
Forstsetzung sobald ich Zeit habe...
Waidmannsheil
Euer DEUTSCHES JAGDPORTAL Team
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Hinweis: Die aktuelle Situation der Rauhfusshuhnbejagung nach den EU-Richtlinien. Seminararbeit von Albrecht Linder 












