Willkommen im Jagdblog des Deutschen Jagdportals

Stefan Fügner

Stefan Fügner

Mitbegründer des Deutschen Jagdportals - mehr über Stefan unter TEAM

Mit großer Spannung war der Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erwartet worden. Bei manchen mit eher bangem Blick in Anbetracht der Reichweite, die das neue Gesetz auf die traditionelle Hegejagd haben könnte. Bei anderen hatte sich zuletzt Hoffnung breit gemacht, dass das BJagdG auch grundlegend an den anhaltenden Schalenwildboom angepasst würde – hatte Ministerin Julia Klöckner (CDU) die Bedeutung der Jagd für den Wald zuletzt doch wiederholt betont. Der jetzt vorliegende Entwurf ist allerdings nur ein Schrittchen in Richtung zeitgemäßer Jagd. Es wurde an wenigen Stellen, eher im kosmetischen Bereich, korrigiert. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

-  Jagd, bzw. die „Hege“ soll „eine Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen.“
-  Jagdausbildung: Künftig müssen Jagdschüler mindestens 130 Stunden Ausbildung durchlaufen. Die Inhalte der Jagdausbildung werden neu definiert und die Themen Wildschäden („Grundsätze der       Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern“) und Waldbau („Erfordernisse naturnaher Waldbewirtschaftung und Naturverjüngung“) stärker gewichtet.
-  Büchsenmunition: Es kommt kein Bleiverbot, sondern ein Minimierungsgebot.
-  Nachtzielgeräte werden für die Jagd auf Schwarzwild erlaubt.
-  Tellereisen und Fangeinrichtungen, in denen Greife gefangen werden könnten, werden verboten.
-  An Grünbrücken darf im Umkreis von 250 Metern nicht gejagt werden außer an wenigen Stunden bei Bewegungsjagden.
-  Abschusspläne: Behördliche Abschusspläne für Rehwild entfallen. Jäger und Verpächter bzw. Eigentümer müssen aber Mindestabschusspläne vereinbaren (längstens für drei Jahre). Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, schreibt die Behörde den Mindestabschuss vor, ggf. unter Berücksichtigung des forstlichen Verbissgutachtens.

Alle genannten Änderungen des Jagdgesetzes sind nachvollziehbar. Mit Ausnahme des aufwändigst geänderten §18, in dem Büchsenmunition mit Bleianteilen legal bleiben, obwohl in der Praxis seit Jahren hervorragende bleifreie Geschosse verwendet werden. Dass Tellereisen und Fangenrichtungen für Greife erst im Jahr 2020 verboten werden, zeigt, wie veraltet das Gesetz in weiten Teilen (immer noch) ist.

Die vehemente Forderung von Waldbesitzern, Ökologen und Förstern, das Gesetz „waldfreundlicher“ zu gestalten, wurde nur ansatzweise berücksichtigt. Zwar ist nun endlich festgelegt worden, dass in den Revieren grundsätzlich das Aufkommen von Naturverjüngung ohne Zaun funktionieren muss. Doch wirklich praktisch wird das Gesetz nur in dem Punkt der Abschusspläne für Rehe. Eigenjagdbesitzern und Verpächtern ist es nun möglich, ihre eigenen Vorstellungen vom Rehwildabschuss in ihren Revieren vorzugeben.

Mit den „Hochwild“- Arten befasst sich der Entwurf erst gar nicht. Als wären nicht gerade die meisten Rot-, Sika- und Damwildregionen waldbauliche Krisengebiete, in denen kein naturnaher Waldbau ohne Zaun möglich ist.

Positiv ist die Erweiterung der Jungjägerausbildung um die Lehrinhalte „Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern“, „naturnaher Waldbau und Naturverjüngung“ zu bewerten. Denn es ist erschreckend, über wie wenig Artenkenntnisse viele Jungjäger verfügen. Und Wildschäden im Wald, wie selektiver Verbiss und Entmischung, werden bis heute von kaum einem (Jung-)Jäger erkannt.

Die Erlaubnis, Nachtzieltechnik auf Schwarzwild zu verwenden ist überfällig, wird aber die Wildschweinbestände nicht reduzieren. Hierzu fehlt der Wille in vielen Revieren, in denen Wildschäden keine Rolle spielen oder von solventen Jagdpächtern – quasi als Wildfutter – aus der Portokasse bezahlt werden.

Obwohl die Jagd vor den größten Herausforderungen seit Jahrzehnten steht, wurde die Gelegenheit einer Reform verspielt, obwohl der hauseigene „Wissenschaftliche Beirat Waldpolitik“ dem Ministerium eine „grundlegende Neuausrichtung“ der Jagd angeraten hatte. Doch von einer Neuausrichtung kann keine Rede sein. Zum Beispiel wird der Begriff „Hege“ lediglich um die o.g. Naturverjüngung erweitert. Doch Jungjägern wird in der Ausbildung, wie seit Jahrzehnten, weiterhin die „Wildhege“ eingeimpft. Hier lernt der Jungjäger, wie man die Bestände "artgerecht“ bejagt, u.a., um entsprechende Trophäen zu generieren. Wie Reh- oder Hirschbestände wirksam reduziert werden, lernt der Jungjäger i.d.R. nicht.

Inhaltlich bleiben im Entwurf etliche Themen unberührt, die dringend einer Anpassung bedürfen, u.a. die Liste der jagdbaren Tierarten, die Jagdpachtdauer, Mindestgröße von Eigenjagden oder die Synchronisation der Jagdzeiten - um nur sehr wenige zu nennen. Darüber hinaus wäre es im Jahr 2020 an der Zeit, die jagdlichen Paradigmen des vergangenen Jahrhunderts zu bereinigen und Begriffe wie Hege, Hochwild, Jagdschutz, Weidgerechtigkeit oder Wildbewirtschaftung neu zu definieren. Stattdessen wird die Jagd immer noch damit begründet, dass „Störungen des biologischen Gleichgewichts“ ausgeglichen werden sollen und verharrt somit in der wissenschaftlichen Steinzeit.

Die äußerst zaghafte Novellierung macht klar, dass nachfolgende Regierungen in absehbarer Zeit das Gesetz erneut ändern müssen. Dann vielleicht endlich mit mutigen Entscheidungsträgern, die das Bundesjagdgesetz fit für die Zukunft machen. Bis dahin bleibt es den Reviereigentümern überlassen, ihre Reviere von aufgeschlossenen Jägern zielorientiert bejagen zu lassen, wie es heute schon mancherorts praktiziert wird. Zum Glück steht eine junge, engagierte Jägergeneration in den Startlöchern, die abseits überholter Traditionen bereit ist, die enormen Herausforderungen der Jagd anzugehen. Bislang hinkt das Bundesjagdgesetz mit seinem „Reförmchen“ noch weit hinterher.

Die große Jagd auf Forsthäuser

 

Die absurde behördliche Abschussplanung für Rehe entfällt, wie in NRW bereits 2015, nun bundesweit. Auch die Abschussplanung des immer noch so genannten „Hochwilds“ gehört dringend auf den Prüfstand, was im Entwurf aber nicht thematisiert wird.

 

Die Kolummne erschien erstmalig am 1.August 2020 auf der Seite Wildökologie heute 

 

Gestern meldete die Facebookgruppe "Jagdrevier Verpachtung" das 15.000. Mitglied und ist somit einer der größten Jagdgruppen in den sozialen Medien.

In den letzten Monaten, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, wenn fast täglich Jagdverpachtungen und Begehungsscheine angeboten werden, verzeichnete die Gruppe oft mehr als 100 neue Mitglieder pro Woche. Aber auch jetzt, in der sauren Gurken Zeit des Sommers sind es täglich neue Mitglieder, die sich in der Facebookgruppe eintragen.

Fast 80% der Angebote werden vom Jagdportal eingestellt. Aber es sind immer mehr Jagdpächter , die die Gruppe als preiswerte und vor allem schnelle Kontaktaufnahme zu Jagdmöglichkeitsuchenden nutzen. Aber auch  Jäger und Jungjäger, die eine Jagdmöglichkeut suchen, nutzen das Jagdportal und diese Facebookgruppe zur Suche von Jagdmöglichkeiten.

Für uns ist es erstaunlich, wie viele revierlose Jäger auf der Suche nach einer passenden Jagdmöglichkeit sind. Spannend wird es in diesem Herbst, wenn die Jagdpacht- und Begehungsscheinangebote wieder zahlreich eingestellt werden. Da immer noch 85% der Jäger keinen Facebookaccount besitzen, bleibt die Jagddatenbank des Jagdportals weiterhin das wichtigste Instrument, um Verpächter und Jagdmöglichkeitsuchende zusammen zu bringen. 

Die Vermittlung von Jagdpächtern und Jagdpachtsuchenden wird auch weiterhin im Zentrum der Arbeit des Deutschen Jagdportals stehen. Ein wichtiges Instrument sind auch weiterhin die sozialen Medien mit jagdlichen Schwerpunkten.

 

waidmannsheil

 

Stefan Fügner 

Jagdverpachtung Niedersachsen

Freitag, 17 Juli 2020 14:07

Wenn der achte Monat kommt.....

Jane got a gun …….. treibender Bock Foto: Siegel

 

Wenn der achte Monat kommt,
wird´s im Wald lebendig.
Wie's zu dieser Zeit so frommt,
sind die Böck´ behändig.
Selbst der Spießer kennt sogar
selber kaum noch wieder,
ein Gefühl ganz sonderbar
fährt ihm durch die Glieder.

Zu dem Gabler sprach er dann:
"Mir ist heut so wonnig,
sag mir die Gesinnung an,
alles scheint so sonnig."
"Dafür ist die Liebe gut,
wirst sie schnell erlernen,
dann wird sich der Übermut
auch schon bald entfernen."

In dem alten Eichholz stand
eine gelte Tante,
die wohl keinen Anschluss fand,
weil sie jeder kannte.
Als der Spießer kam vorbei,
den noch keiner warnte,
war ihr der nicht einerlei,
sie ihn gleich umgarnte.

"Kommst recht spät mein lieber Sohn,
möchte mich beschweren,
warte hier recht lange schon,
um Dich zu belehren."
Auch wie flogen sie dahin,
diese Schäferstunden
und die Alte dacht in ihrem Sinn:
"Den hast du gebunden!"

"Hat der Alte nichts bemerkt",
flötete sie leise,
"komme morgen frisch gestärkt,
hin zur breiten Schneise.

Als der junge Bock nach Hause kam,
in den hohen Ginster,
der Alte ihn dazwischen nahm,
und sein Blick war finster.
"Wo hast Du so lang gesteckt,
man hat Dich verraten,
unsern Schild hast Du befleckt,
schäm Dich Deiner Taten."

"Von der Tante komm ich her,
sie hatte viel zu sagen,
sprach von Äsung und noch mehr
und von vergangnen Tagen."
"Bester Sohn, wer dieses glaubt,
den musst Du noch suchen."
Schüttelte das gehörnte Haupt
und begann zu fluchen.

"Die Verdachtsmomente sich
noch zusehends häufen,
denn das merke ich-
Du stehst schwach auf Deinen Läufen!
Denk daran, Dich ruft die Pflicht,
Du musst für den Nachwuchs sorgen,
denn die Welt besteht ja nicht,
nur von heut´auf morgen."

Froh der willkommenen Pflicht
ging er auf die Suche
und im hellen Sonnenlicht
unter einer Buche
stand ein Schmalreh wunderbar,
fast nicht zu bezahlen,
wie´s ein Malerpinsel gar
schöner kann´s nicht malen.

Als er sogleich Feuer fing,
kam es zum Erwiedern.
Was dann weiter vor sich ging,
wolln wir nicht zergliedern.
Doch im Wonnemonat Mai
unter Tannenzweigen
nannten sie der Kitze zwei
stolz ihr Eigen

Jäger! schieß' das gelte Tier,
machts auch keine Freude
damit in dem Revier
niemand Stoff vergeude.
Bist ja auch nicht so,
schwärmst für Mädchen frisch und froh,
wenn sie tausend Wochen.

 

Das Gedicht erschien erstmalig am 1.7.2007  im Jagdblog- das etwas andere Jagdtagebuch

Königs Wusterhausen: Buben böllern Biber tot

Fieldsportsworld GmbH ist ein Start-up-Unternehmen aus Hannover mit dem Schwerpunkt Jagdreisen. Für den Aufbau unserer Onlineplattform suchen wir Mitarbeiter in verschiedenen Positionen, die genauso ehrgeizig und ambitioniert sind wie wir.

Auf unserer Plattform können Jagdanbieter aus dem In- und Ausland ihr Angebot transparent und vergleichbar darstellen. Der Auftritt ermöglicht ihnen effektive Werbung in ihrer Zielgruppe in einem hochprofessionellen Umfeld und einen direkten Kontakt zum Kunden ohne weitere Vermittler. Jagdinteressenten können die Angebote nach zahlreichen Kriterien wie zum Beispiel Reiseland, Wildarten oder Art der Unterbringung filtern und für ihre Entscheidung auch Erfahrungsberichte nutzen. Klingt spannend? Dann bewirb dich bei uns als:

Social Media Manager (m/w/d)

Das erwartet dich bei uns:

Du verantwortest die Contenterstellung und Kommunikation auf unseren Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.
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Du trackst und analysierst unsere Kanäle und passt unsere Texte, Fotos und Videos fortlaufend an.
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Du setzt dich fortlaufend für die Entwicklung und Erweiterung unserer Kanäle ein.

Du beobachtest und bewertest Online Trends.

Das zeichnet dich aus:

Erfahrung im Social Media Management

Abgeschlossenes Studium (Grafikdesign, Kommunikation, Marketing o.ä.) oder vergleichbare Erfahrung – gern auch als Quereinsteiger Gespür für zielgruppenaffine Texte, Fotos und Videos Erfahrung mit Tools für die Contentbearbeitung (z.B. Adobe Premiere Pro, Photoshop)

Konstruktiver Umgang mit kritischen Beiträgen, Lust auf die Atmosphäre und täglichen Herausforderungen in einem Start-Up, Fließende Englischkenntnisse, Kreativität und Selbständigkeit

Was wir dir bieten:

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Willst du unsere Zielgruppen in unseren Social-Media-Kanälen begeistern und Start-up-Mentalität vom ersten Tag an spüren? Dann freuen wir uns über deine Bewerbung!

 

Maximilian Völker | Fieldsportsworld GmbH
Tel: 01 72 - 2 33 23 38 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Königs Wusterhausen: Buben böllern Biber tot

Mittwoch, 15 Juli 2020 11:42

Regeln für die Bockjagd zur Blattzeit

Jahresrückblick Teil I:  Gefilmt

Treibender Bock Ersteller: Michael Westerop 

 

Das Jagen zur Blattzeit ist sicherlich für den Rehwildjäger ein Höhepunkt im Jagdjahr. Ich habe fast alle meine Urlaube immer in die Blattzeit gelegt und durch zahlreiche Jagdtagebucheintragungen eine recht genaue Erfassung der Blattzeiterlebnisse.

Hier meine Erkenntnisse aus vielen Jahren des Jagens zur Blattzeit:

Wetter:

Der Bock liebt die Hitze des Hochsommers, weshalb auch der Höhepunkt der Blattzeit Anfang August - während der Hundstage - stattfindet. Die unerträgliche Hitze scheint den Bock regelrecht anzustacheln und er treibt dann auch tagsüber.
Ist der Monatswechsel Juli/August kühl und nass, verläuft die Blattzeit fast unbemerkt, das Revier wirkt wie ausgestorben.

Blatten:

Bis zum 5. August hat das Blatten noch nie funktioniert, da fast alle Böcke bei einer Ricke stehen. Ich habe einmal geblattet, als ich einen ein Bock vor hatte, der bei einer Ricke stand; er hat nur gelangweilt die Lauscher bewegt. Das Blatten braucht man nicht zu üben, die Böcke springen ab August auch auf ein quietschendes Karrenrad, wenn sie auf der Suche nach einem weiblichen Stück sind. Dabei ziehen sie suchend und völlig geistesabwesend durch den Wald und nehmen oft den Menschen gar nicht wahr.

Ab Anfang August ist jedoch einfach alles möglich. Scheinbar sind alle Regeln des Jagens außer Kraft gesetzt. Die Böcke treiben dann oft auch am Tag und an den unmöglichsten Stellen. Ich habe sie schon inmitten eines Autobahnkreuzes, in den Krautgärten am Dorfrand, oder 10 Meter neben dem mit ohrenbetäubenden Lärm arbeitenden Mähdrescher treiben sehen, wobei sie dabei oft keinerlei Notiz vom Menschen nehmen.

Für die Ansitzjagd gilt:

Morgen- und Abendansitz wie immer.
Tagsüber an den extrem heißen und völlig windstillen Tagen einen Hochsitz besetzen, an dem man in den letzten Monaten weibliche Stücke beobachtet hat. Maximal 2 Stunden sitzen. Wenn kein Keuchen oder Fiepen zu hören ist, abbaumen und zum nächsten Sitz pirschen. Dann geht es im gleichen Zeitraum weiter.
Beobachtet man führerlose Kitze, heißt es aufgepasst: Die Ricke steht nur unweit beim Bock und kommt alle 3-4 Stunden zum Säugen der Kitze zurück. Wenn man Glück hat, begleitet sie der Bock, um sie nicht aus den Augen zu lassen. Auf jeden Fall aber treibt der Bock die Ricke in unmittelbarer Nähe der abgelegten Kitze. Das Hochzeitspaar kann nicht weit sein!

Zwei Blattzeiterlebnisse, die Aufschluss über den "geistigen Zustand" der Böcke zur Blattzeit geben, sind in meinem Jagdtagebuch vermerkt:

Am 2.8.1978 erlegte ich abends um 17.50 einen Knopfbock, der sichtlich nervös auf einer Wiese, immer in den Wald sichernd, erschienen war. Ich brach den Bock auf und da es noch früh am Abend war und ich als Jungjäger ohne Auto und Führerschein auf meine Abholung warten musste, hing ich den Bock unter den Hochsitz und setzte mich wieder auf den selbigen. Kaum saß ich wieder, eine halben Stunde mag vergangen sein, trat an exakt der Stelle, an der der Knopfbock ausgetreten war, ein starker Sechser mit einer Ricke aus. Und es kam noch besser: Sofort fing der Bock genau an der Stelle an, die Ricke zu treiben, wo ich eine halbe Stunde vorher den Knopfbock geschossen und aufgebrochen hatte.
Die Erlegung von 2 Böcken binnen 1 Stunde an ein und der selben Stelle wäre möglich gewesen!

Am 28.7.2001 sitze ich in der Früh auf einer Leiter an einer versteppten Wiese. Dahinter beginnt ein Weizenschlag. Kaum ist es hell, steht vor mir ein Knopfbock im verfilzten Gras und ich erlege ihn. Nachdem ich abgebaumt war und wenige Meter vor meinem Bock stehe, stürmt aus dem vor mir liegenden Weizenfeld sein Rivale und beginnt nur 2 Meter vor dem toten Bock mit gesenktem Haupt an zu plätzen. Von mir nahm er keinerlei Notiz. Erst als ich ihn anschrie: "Mach dich vom Acker, das ist mein Bock!", trollte er sich sich. Wirkliche Scheu aber zeigte er keine.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Ab 25.7. wird es interessant. Man kann den ganzen Tag, auch mittags raus gehen, die Chancen, einen treibenden Bock anzutreffen, sind überall im Revier und zu allen Tageszeiten gleich hoch.
Ob Lärmbelästigung, direkte Ortsnähe oder das Erlegen eines Geschlechtsgenossen, scheinbar gibt es in diesen Tagen nichts, was den Bock davon abhält, seine Angebetete zu treiben.

Eine bestätigende Statistik eines alten Jägers mit über 100 Böcken:
Seine 3 Goldmedallienböcke hat er alle in einer ersten Augustwoche, mittags zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr, bei brütender Hitze erlegt.

waidmannsheil

Euer

stefan

 

Dieser Artikel erschien erstmalig auf dem Jagdblog- das etwas andere Jagdportal am 24.7.2007 

(Das Bild des Herrn Lasse Böckmann wurde gelöscht)

 

Der Influencer und Onlineshopbetreiber Lasse Böckmann verlor seinen Jagdschein, weil  seine Art der Saujagd tierschutzwidrig ist und er sie öffentlich machte

 

Wie sagte unlängst der Publizist Hendik M. Broder über das Internet so schön:“ Das Internet ist ein wenig so wie ein Dixiklo im Wohnzimmer. Es stinkt immer ein wenig“

Bei der momentanen dicksten Sau, die zur Zeit durch die sozialen Medien getreiben wird, wird man sofort an diesen Vergleich von Hendrik M. Boder erinnert. Die Youtubebeiträge des Jagdinfluencers Lasse Böckmann aus dem bayerischen Cham erinnern einen Betrachter doch stark an ein solches schon länger nicht mehr entleertes Dixiklo im Wohnzimmer des deutschen Jagdwesens. Neben Videos, in denen er verschiedene Waffen und die Tötung von Tieren den Internetnutzern näherbringen will, zeigt er martialische Videos von seinen Saujagden. Mittels dieser reißerischen Videos versucht der scheinbar unter pathologischer Geltungssucht leidende Onlineshopbetreiber auf seine Outdoor- und Jagdzubehörprodukte in seinem Onlineshop aufmerksam zu machen. Seinen über 33.000 Mitgliedern seines Youtubekanals präsentiert er sich gerne bei seinen Vorträgen mit Kippe im Mundwinkel.

Herr Böckmann, daran lässt er keinen Zweifel, liebt die Jagd mit der Saufeder, wobei seine Hunde kleinere Sauen aus der Rotte separieren und sich dann in ihnen verbeißen. Klagend vor Schmerzen durch die festgebissenen Hunde weisen sie Herrn Böckmann den Weg und er schreitet zur Tat. Mittels einer Kamera, die auf seinem Kopf fest montiert ist, lässt er seine Fangemeinde am Töten der Sau mittels kalter Waffe teilhaben.

Ob er mit diesen Videos seine Geltungssucht befriedigt oder einfach nur sein Onlinegeschäft ankurbeln will, bleibt dem Zuseher verborgen. Ist aber auch unbedeutend, denn Geltungs- und Profitsucht gehen in der Regel Hand in Hand.

Erschreckend sind die Kommentare seiner Fangemeinde zu den Videos. Ein Großteil seiner Fangemeinde spenden in ihren Kommentaren Herrn Böckmann großes Lob und beenden ihre Kommentare mit „weiter so“.

Nun blieb irgendwann auch den Ordnungsbehörden in Cham das Treiben des Herrn Böckmann nicht verborgen. Man munkelt, ein Jäger aus dem örtlichen Umfeld hatte Anzeige erstattet und so kam, was kommen musste. Herr Böckmann bekam einen Strafbefehl, weil zweifelsfrei auf seinen Videos eine Form der Saujagd dargestellt wird, die mit den tierschutzrechtlichen Vorgaben der Jagd unvereinbar ist. Dem Strafbefehl wurde ein Tagessatz und eine Tageszahl zugrunde gelegt, die den Entzug des Jagdscheins nach sich zog.

Mit seinen Videos wird die Jagd von Herrn Böckmann in einem Licht dargestellt, wie es sich die Mehrheit der Jäger nicht wünschen kann. Jahrelange Öffentlichkeitsarbeit der Verbände wird durch Herrn Böckmann mit Füßen getreten und ad absurdum geführt. Es ist schon bezeichnend, dass nicht die Jägerschaft, sondern die Justiz den Darstellungen der Jagd des Herrn Lasse Böckmann nun die Grenzen aufzeigt.

Aber scheinbar konnte Herrn Böckmann ohne dass es jemanden aus der Jägerschaft störte, sein Unwesen treiben. Erst die Justizbehörden in Cham setzen dem Treiben nun zumindest in Teilen ein Ende. Der Fall Böckmann zeigt, dass die Verbände mit dem Internet kaum zu bewältigenden Herausforderungen  gegenüber stehen. Die Verbände dürfen die  Entwicklung der Jagd nicht alleine den Justizbehörden überlassen. Sollte sich allerdings an der Tatenlosigkeit der Verbände nichts ändern, wird die Jagd als Hobby keine Zukunft mehr haben.

Den Jagdscheinanwärtern und Jungjägern kann ich nur dringend raten, sich einen kompetenten Lehrprinzen zu suchen, damit euch solche Peinlichkeiten erspart bleiben. Den Jägern, die für solche Veröffentlichungen Verständnis haben, sei gesagt, das man als Jungjäger als allererstes lernen muss, welches Wissen niemals das Revier verlassen darf, andernfalls wird man als Jäger scheitern! An diesem Wissen fehlt es erkennbar

Die Jagd verdirbt nicht den Charakter, sie offenbart ihn!

Waidmannsheil

Euer

Stefan

Die Meldung des Onlineportals „Jagderleben“, eine kleine Gemeinde in Baden-Württemberg will nur noch Jagdpachtbewerber, die bei der Bewerbung jünger als 70 Jahre alt sind, bei der Verpachtung berücksichtigen, hat zu einer großen Empörungswelle in den sozialen Medien geführt. Doch hier alleine den Tatbestand der Altersdiskriminierung zu sehen, greift viel zu kurz.

Seit Jahren wird in den Medien ein verbitterter Kampf zwischen Jägern einerseits und Waldbesitzern andererseits über die Höhe der Schalenwildbestände geführt. Während die Waldbesitzer den Abschuss der oftmals regionalen überhöhten Wildbestände fordern, malen die etablierten Jägerschaften sofort die Ausrottung der wiederkäuenden Schalenwildbestände an die Wand.
Verschärft wird diese Diskussion unter dem Aspekt der Kalamitäten in der Forstwirtschaft durch die Borkenkäferplage als Folge immer trockener Sommer. Ohne eine massive Reduktion der wiederkäuenden Schalenwildbestände auf den Käferflächen wird eine natürliche Wiederbewaldung, so die Waldbesitzer, nicht möglich sein.

Ich möchte jetzt diese völlig überflüssige Diskussion nicht weiter anfachen, sondern das Augenmerk ausschließlich auf die erstarrten Strukturen in der etablierten Jägerschaft, insbesondere auf die völlig überalterten Jagdpächter, lenken.

Wie so oft werden in schweren Krisen, und in einer solchen befindet sich die Waldwirtschaft, versäumte Veränderungen wie in einem Brennglas sichtbar.

Vorausschicken möchte ich, dass ich dieses Jahr meinen 45. Jagdschein gelöst habe, mich mittlerweile im jagdlichen Ruhestand befinde und die Jagd heute aus der Perspektive eines außenstehenden passiven Betrachters sehe.

Jagdpachtsystem und die heutigen Reviergrößen sind für ein modernes Schalenwildmanagement unbrauchbar

Die etablierte Jägerschaft, wie wir sie heute vorfinden, ist aus meiner Sicht weitestgehend beratungs- und veränderungsresistent, was sich auch in den nächsten Jahrzehnten nicht ändern wird. Ursache hierfür ist ein völlig überholtes und weitestgehend für ein modernes Wildtiermanagement im Bereich der Schalenwildbejagung unbrauchbares Jagdpachtsystem. Verschärft wurde dieses Problem in den letzten Jahrzehnten dadurch, dass ehemals große Reviere mehrfach geteilt wurden und heute oft gleich mehrere Jäger ein nur noch handtuchgroßes Reviere bejagen.

In diese kleinen Reviere mag die Bejagung von Hase, Fuchs und Fasan noch angehen, für ein effizientes, vor allem für eine moderne Schalenwildbewirtschaftung sind diese Reviere völlig unbrauchbar. Wenn solche Jagdpächter mit einem 250 ha Revier dann auch noch gegenüber einem studierten Forstwirt oder Wildbiologen von einer Schalenwildhege fabulieren, manövrieren sich diese Jagdpächter vollständig in die Gruppe der ahnungslosen Hobbyjäger.

Es fehlt ein jagd- und wildbiologisches Institut in Deutschland

In Österreich, das gerade mal 10% der Bevölkerung Deutschlands umfasst, aber ein vergleichbares Pachtsystem besitzt , gibt es ein jagd- und wildbiologisches Institut an der Universität für Bodenkultur in Wien. Dort begleitet man aufmerksam alle Veränderungen im Jagdwesen und arbeitet Lösungen für die Jägerschaft aus. Deutschland jedoch mit dem 10-fachen an Jägern, hat bis heute kein solches Institut aufzuweisen und es wird wohl auch in den nächsten Jahren kein solches Institut in Deutschland entstehen. Deutlicher kann man die Beratungsresistenz der Jägerschaft, die sich beharrlich weigert, sich ein Fachinstitut zur Seite zur stellen, kaum zum Ausdruck bringen!

Folgt man den Diskussionen in den sozialen Medien, wenn das Thema auf den Begriff Hege kommt, sträuben einem erfahrenen Jäger wie mir spätestens beim dritten Kommentar sämtliche Nackenhaare! Es hat erkennbar noch kein Jäger erkannt, dass es leichter ist, einen Pudding an die Wand zu nageln, als unter Jägern eine einvernehmliche Definition des Begriffs Hege zu finden. Auch konnte mir noch keine einziger Anhänger dieser Hegephilosophie erklären, wie man  bei einer durchschnittlichen Reviergöße von 250 ha in Deutschland Hege betreibt.

Es fehlt in den etablierten Jägerschaften, unabhängig ob man sich mit einem Jagdpächter oder mit einem Begehungsscheininhaber unterhält, fast vollständig an wissenschaftlichen Grundkenntnissen bezüglich des Schalenwildmanagements, stattdessen kaut man seit Jahrzehnten immer noch auf diesem unbestimmten Begriff der Hege herum.
Bei diesen Diskussionen wird das Fehlen eines jagd- und wildbiologischen Instituts in Deutschland allzu deutlich.

Der Jagdpächter spielt Napoleon auf 250 ha - Die Verknappung der Abschüsse als Instrument der Macht

Wenn ich mir die Abschussvorgaben der Jagdpächter, die ich in den letzten 50 Jahre kennen gelernen durfte, - und das waren sehr viele- durch den Kopf gehen lasse, so kann ich einen eindeutigen Trend erkennen:

Je kleiner das Revier, desto größer der Napoleon

Wurde das Revier über die Jahrzehnte immer an den gleichen Jäger verpachtet, entwickeln ich derart komplizierte Abschussvorgaben, die es auch einem erfahrenen Jäger wie mir unmöglich machen, die im Abschussplan vorgegebene Wildmenge zur Strecke zu bringen. Die Vorgaben machen es Jungjägern und unerfahrenen Jägern zudem unmöglich, überhaupt einen dem Jagdpächter genehmen Bock zu erlegen. Sie erlegen irgendwann nichts mehr, um den begehrten Begehungsschein nicht zu verlieren. Diese Jäger, die aus Angst um einen Fehlabschuss nichts mehr erlegen, sind die größten Unruhestifter im Revier! Der willkürliche Begriff Hege mutiert zur Abschussverhindung auf höchstem Niveau. Am Ende des Jagdjahres werden dann die Abschussmeldungen frisiert, dass sich die Balken biegen. ( Jagdvorsteher: "Die Abschussmeldungen meines Jagdpächters haben den Wahrheitsgehalt eines arabischen Frontberichtes") In solchen Revieren zieht sich der Jagdpächter willfährige Vasallen heran, jagdlich sind diese Jäger ohne Jagderfahrung völlig unbrachbar.

Womit wir ganz am Anfang des Artikels angekommen sind: Bei alten Jagdpächtern hat sich eine „Abschussverhinderungsmentalität“ eingeschlichen, mit der es unmöglich ist, angemessene und dem Waldbau zuträgliche Wildbestände zu erreichen.

Um einen Wildbestand zu erzielen, der einen Waldumbau ermöglicht, wie wir ihn dringend benötigen, müssten viele Jagdpächter von ihrem Machtinstrument der willkürlichen Freigabe abrücken und ein Abschussmanagement betreiben, das den Namen auch verdient und die Anforderungen der Waldbesitzer gerecht wird. Davon ist die Mehrheit der Jagdpächter aber noch Lichtjahre entfernt, denn die Jagdpächter werden den Machtanspruch der willkürlichen Abschussfreigabe  nicht freiwillig abgeben. Den Jagdverbänden steht hier eine Mammutaufgabe bevor, wollen sie nicht irgendwann als Verhinderer eines natürlichen Waldumbaus dastehen.
Einzig deshalb hat sich die Gemeinde in Trossingen zu dem harten Schritt des Ausschlusses von über 70 jährigen von der Vergabe der Jagdpacht entschlossen, mit der Mutmaßung der fehlenden Fitness bei über 70 Jährigen hat das nichts zu tun.

Ob die seit Jahrzehnten unter den Abschussvorgaben der alten Pächter gelittenen jungen Jäger eine Veränderung bei der Bejagung einleiten, wenn sie selbst Pächter werden, wage ich aber zu bezweifeln. Auch wenn viele jungere Jäger über die Willkür Ihres  Jagdpächter schimpfen, wer Jahrzehnte unter einem Jagdpächter alter Schule das Jagen gelernt hat, wird es genauso fortführen. Wie hat es F.W. Bernstein so schön erkannt:

„Die größten Feinde der Elche waren früher selber welche“

 

waidmannsheil

 

Euer

 

Stefan 

 

Homeschooling in USA - da steht viel Natur und Jagd auf dem Stundenplan

Die Suche nach einer Jagdmöglichkeit, insbesondere für Jäger/Jungjäger ohne Kontakte in die Jägerschaft, wird für viele Jagdpachtsuchende zu einer größeren Geduldsprobe. Die Jägerschaft verliert viele hoffnungsvolle Jungjäger, weil der Einstieg ins aktive Jagen scheitert.

Nach einigen Jahren der Erfahrung auf dem Gebiet der Vermittlung von Begehungscheinen und Jagdverpachtungen haben wir in der Redaktion festgestellt, dass ein einfacher Post in einer Facebookgruppe über die Suche nach einer Jagdmöglichkeit wenig bis keinen Erfolg verspricht. Nach zahlreichen Gesprächen mit Jagdmöglichkeitsuchenden haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass sich die Suche in der Regel über ein Jahr hinziehen kann, in Gebieten mit einem Jungjägerüberhang noch länger. Der Jagdpächter, der momentan gerade dann einen Begeher/Mitpächter sucht, wenn gerade der Suchende die Anzeige  bei Facebook eingestellt hat, ist eher ein Zufall. Auch variieren die Angebote jahreszeitlich bedingt sehr stark. Zu Beginn der Pachtperiode, im März/April werden Begeher gesucht, in den Sommermonaten herrscht hingegen Flaute.

Doch wir vom Jagdportal möchten, dass irgendwann jeder Pott (Jungjäger) seinen Deckel (Jagdpächter) findet. Deshalb bieten wir allen Mitgliedern der Facebookgruppe „Jagdrevier Verpachtung“  mit mittlerweile über 14.500 Mitgliedern ein erfolgsabhängiges doppeltes Jahresabonnement an. 

 

1. Deine Suchanzeige wird sowohl im Kleinanzeigenmarkt Suche Jagdgelegenheit, als auch in die Jagddatenbank Gesuche Begehungsscheine eingestellt.

2. Die Anzeige wird für ein ganzes Jahr online gestellt.

3. Solltest Du auch im ersten Jahr immer noch ohne Jagdmöglichkeit sein, so kannst Du die Anzeige abermals um ein weiteres Jahr ohne neue Zahlung auf Antrag beim Administrator verlängern.

4. Der Eintrag im Kleinanzeigenmarkt und in der Datenbank kostet einmalig 19,90 Euro inkl. Mehrwertsteuer für Mitglieder der Facebookgruppe „Jagdrevier Verpachtung“ 

und 29,90 für Jäger/Jägerinnen  außerhalb von Facebook. Der Betrag ist vor der Freischaltung zu überweisen

 

Wir möchten aber auch, dass die Anzeigen für Jagdpächter interessant sind,  weshalb wir um aussagefähige Texte bitten. Im Anzeigentext sollten nachfolgende Fragen des Pächters beantwortet werden:

1. Jagdschein seit/Menge der bisherigen gelösten Jagdscheine

2. Zeitrahmen zur Ausübung der Jagd

3. Jagdhund ja/nein 

4. Hegebeitragja/nein, alternativ Revierarbeiten, un der Umkreis, in dem eine Jagdmöglichkeit gesucht wird

5. emailadresse/Mobilfunknummer.

6. Photo wäre nicht schlecht, ist aber nicht Bedingung

 

Die Erfahrung hat gezeigt: Je aussagefähiger der Text, desto häufiger die Anfragen durch Verpächter. „Suche Jagdmöglichkeit 50 km um ... bitte alles anbieten“ bringt nichts und wird auch von uns nicht akzeptiert.

Für diejenigen, die sich nicht anmelden wollen, senden einfach den Text der Anzeige an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Danach  29,90 (19,90 für Facebookgruppenmitglieder) überweisen und wir schalten Dein Gesuch frei.

Wer noch Fragen hat, der ruft einfach an, 0178 6141856, ich stehe zur Rückfragen jederzeit, auch am Wochenende, zur Verfügung.

 

Waidmannsheil

 

Euer

 

Stefan 

 

Banana will bei Freunden bleiben

Immer wieder erreichen das Jagdportal Beschwerden, dass die Datenbank „KJS Kreisjagdverbände/Jägerschaften“ nicht mehr auf dem aktuelle Stand ist. In vielen Kreisjägerschaften hat der Vorsitz gewechselt, die Anschrift stimmt nicht mehr oder Telefonnummer und email sind nicht mehr aktuell. Dies liegt aber nicht an der Administration des Jagdportals, wir benötigen zur Datenpflege auch die Mitarbeit der Jagdverbände, die uns Veränderungen melden. Daran hapert es aber  massiv.

Damit wir die Datenpflege verbessern, benötigen wir Deine Hilfe als internetaffiner Jäger und einfaches Mitglied der örtlichen Jägerschaften.

Um die Problematik der fehlenden Datenpflege zu verdeutlichen, veröffentlichen wir den Eemailverkehr mit einem Mitglied einer Jägerschaft anonymisiert. Ohne diese Zusammenarbeit mit den Jägerschaften veraltet die Datenbank „KJS Kreisjagdverbände/Jägerschaften“ immer mehr.
Deshalb: Prüft, ob die Daten Eurer Jägerschaft und meldet, wenn diese nicht mehr aktuell sind und meldet diese Änderungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , die Administration des Jagdportals dankt es Euch.

 

Beschwerdeemail an die Geschäftsleitung des Jagdportals: 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf Ihrem Portal befindet sich mindestens zwei Einträge, die seit Jahren nicht mehr aktuell sind.
Rubrik: xxx/xxx/Lkr. xxx
Kreisgruppe xxx e.V.
Kreisgruppe xxx / Jagdhornbläser

Aus juristischen Gründen wurde dieser Verein mit einem neuen Titel versehen.
Herr xxx ist der Vorsitzende - gefühlt jetzt dann in der zweiten Periode.
Die meisten Details zu dem neuen Verein lassen sich unter der Website https://xxx.de/ finden.
Die Details zu den Jagdhornbläsern lassen sich hier finden => https://xxx.de/jagdhornblaeser

In diesem Sinne – einfach einmal nachbessern
Gruß,
xxx Mitglied Jägerschaft

 

Antwortschreiben des Jagdportals an das Mitglied der Jägerschaft 

Lieber Herr xxx,
vor einigen Jahren wurden die Datenbanken der Jägerschaften und Jagdhundeverbände bei der Gründung des Jagdportals eingerichtet und die Daten eingepflegt. Dies hat sehr viel Geld gekostet. Wir hofften, durch diesen Service einen Kontakt zu den Jägerschaften aufzubauen und die darauf folgende Datenpflege würde dann mit den Jägerschaften in gemeinsamer Arbeit erfolgen. Die Datenpflege wäre durch uns erfolgt ; Kosten wären den Jägerschaften nicht entstanden.
Die Jägerschaften haben aber bis heute überhaupt kein Interesse ihre Daten auf dem Jagdportal zu pflegen und Änderungen in der Vorstandschaft oder die damit verbundenen Adressänderungen an uns zu melden.
Weder erhalten wir Pressemitteilungen noch Meldungen mit der Bitte um Datenänderung. Das Internet und die damit verbundene Pflege von Daten und das Melden von Vereinsinformationen an Internetportale findet bis heute bei 99 % der Jägerschaften nicht statt. Scheinbar fehlt vielen Jägerschaften bis heute die Erkenntnis, dass wir, das Deutsche Jagdportal, ein reines Internetmedium sind und wir auf eine kontinuierliche Kommunikation mit Jägerschaften angewiesen sind, um die Daten immer aktuell zu halten.
Wird diese Kommunikation verweigert, machen Datenbanken im Internet für Gruppen und Verbände wie Jägerschaften und Jagdhundevereine keinen Sinn.
Kommunikation , ganz besonders im Internet, ist keine Einbahnstraße. Wir haben allerdings die Befürchtung, dass sich diese Erkenntnis in den Verbänden und Vereinen in der Jägerschaft Jagdhundeverbänden so schnell nicht durchsetzt.
Das Internet und die damit verbundenen Arbeiten in den sozialen Medien ist bei den meisten Jägern und deren Verbänden leider noch völliges Neuland. Dies haben wir bei der Gründung des Jagdportals völlig unterschätzt. Wir führen zwar die Arbeit des Jagdportals im Bereich der Jagdnachrichten weiter, aber die Datenpflege in den Datenbanken wurde für Jagd- und Jagdhundeverbände bis auf weiteres eingestellt.
Die Adressänderung Ihres Vereins und des Jagdhornbläsercorps haben wir vorgenommen. Ihrer Bitte, die in den Datenbanken eingestellten veralteten Adressen der Jägerschaften zu überarbeiten, können wir aber nicht Folge leisten, da dafür kein Geld mehr eingeplant ist. Eine Budgetierung zur Datenpflege in den Datenbanken der Jagdverbände und Jagdhundeverbände ist auch in den nächsten Jahren nicht vorgesehen.


Waidmannsheil


Stefan Fügner


Administrator und Mitinhaber

Wolf

Beim Einarbeiten des Rückrufs bei Anblick von flüchtendem Wild stoßen auch erfahrene Hundetrainer an ihre Grenzen

Der Begriff "Anti-Jagd-Training" wird dem Jagdhund nicht gerecht

Immer wieder kommt die Diskussion beim Jagdhundetraining -vor allem bei Nichtjägern- auf das Thema "Antijagdtraining". Für mich ist die Begrifflichkeit „Anti-Jagd-Training“ schon falsch, weil man dem Hund das Jagen nicht abtrainieren kann, ihm aber sehr wohl Gehorsam am Wild beibringen kann, weshalb das Training richtigerweise "Gehorsam am Wild" heißen muss.

Der Grundgehorsam

Zunächst muss man wissen, dass man jagdtriebigen Hunden beim dem "Gehorsam am Wild" vorgeschalteten Rückruftraining nur einen sehr kurzen Aktionsradius einräumen darf. Hier werden die ersten Fehler begangen bzw. schleichen sich Nachlässigkeiten ein, die sich später bitter rächen. Weiß ich um die Jagdtriebigkeit des Hundes, so sollte die „grüne Zone“, in der sich der Hund bewegen darf, anfangs 5 Meter nicht überschreiten, damit ich jederzeit beim Anblick von Wild auf den Hund einwirken kann. Der Brackengrundsatz „Halte Deine Bracke kurz, weit wird sie von alleine“ habe ich mittlerweile auf alle Jagdhunde ausgedehnt und beherzige ihn beim Aufbau des Rückrufes bei allen Hunden, um beim Training "Gehorsam am Wild" nicht wieder von vorne anzufangen.

Der (Pawlowsche) Reflex, der die Hetze auslöst

Beim Einarbeiten des Gehorsams am Wild muss man wissen, dass es nicht das Wild ist, das den Jagdtrieb aktiviert, sondern der Fluchtreflex. Der russische Psychologe und Nobelpreisträger Iwan Pawlow läßt grüßen, denn nur durch die genaue Analyse des Reflexes ist eine Umkonditionierung überhaupt erst erfolgreich möglich. Durch diese in der Regel recht lange Zeitverzögerung vom Erblicken des Wildes durch den Hund bis zum Flüchten macht es mir als Führer möglich, auf den Hund einzuwirken. Trotzdem bleibt natürlich das Einarbeiten des Gehorsams bei sichtig flüchtenden Wild selbst.
Ich präferiere, wie alle erfolgreichen Psychologen, die Konfrontationstherapie. Als Hundeführer heißt das, dass ich keiner Situation ausweiche, sondern alle Situationen, in denen der Hund noch nicht den nötigen Gehorsam zeigt, konfrontativ angehe und den Gehorsam erzwinge. Das gilt bei Wild genauso, wie bei Pöbeleien an Gartenzäunen gegenüber Artgenossen. Allerdings muss das schritt- und stufenweise Vorgehen immer individuell auf den jeweiligen Hund abgestimmt werden. 

Nichts ist schlimmer, als unverhofft auftretende Situationen, in denen ich als Hundeführer nur noch reagieren, aber nicht mehr agieren kann. Deshalb müssen alle Situationen von mir vorsätzlich herbeigeführt werden, damit ich vorbereitet bin und auf den Hund einwirken kann. 

Die Schritte des Einarbeiten des Gehorsams am Wild

Wichtig ist es, den Hund bei der Einarbeitung von Gehorsam in Streßsituationen nicht zu überreizen. Hunde sind als Beutegreifer sehr gut in der Lage, Entfernungen einzuschätzen. Dies mache ich mir in der Form zu nutze, dass ich dem Hund das Wild in großer Entfernung zeige bzw. darauf warte, dass er das Wild wahrnimmt und im Moment der Wahrnehmung sofort streng ein Kommando fordere, das auch unbedingt zu befolgen ist. Nimmt der Hund mich nicht wahr und hat nur Augen für das Wild, habe ich eine zu kurze Distanz gewählt, der Reiz des Wildes ist zu groß. Erst wenn ich es geschafft habe, eine Entfernung zu finden, in der der Hund einerseits das Wild wahrnimmt und andererseits mein Kommando befolgt, habe ich die richtige Distanz mit den Gehorsamsübungen an Wild zu beginnen. Erst wenn der Hund nach dem Befolgen des Kommandos absolute Ruhe zeigt, wird das auflösende Kommando gegeben. Bei allen Übungen arbeite ich mit der Feldleine, um immer auf den Hund einwirken zu können. Mit jedem Befolgen des Kommados in Anblick von Wild reduziere ich die Distanz zum Wild, immer darauf achtend, dass der Hund das gegebene Kommando befolgt und der Hund nach dem Befolgen auch absolute Ruhe behält.
Die gesamte Ausbildung des Gehorsamstrainings am Wild ist eine Umkonditionierung, da der jagdtriebige Hund flüchtendes Wild mit der Hetze verbindet, aber nicht mit Gehorsam. Weshalb der Erfolg sehr stark zeitlich von Hund zu Hund variiert. Der Hund lernt beim Gehorsam am Wild, dass Gehorsam immer gilt, auch beim Anblick des Wildes und dass dieser Gehorsam später auch beim Flüchten von Wild zu befolgen ist. Dieses Training setzt aber gleich mehrere Ausbildungsschritte im Vorfeld voraus.

1. Der Grundgehorsam -begonnen mit der Stubendressur- muss perfekt sitzen

2. Der Führer muss bereits eine starke Bindung zum Hund aufgebaut haben, damit er in der Streßsituation des flüchtenden Wildes auf den Hund erfolgreich einwirken kann.

3. Der Führer kennt die Grenzen der Belastbarkeit des Hundes in Streßsutuationen genau

 

Das Verhalten des Hundes zeigt, ob sich der Erfolg einstellt

Die Halterin (Nichtjägerin) einer Deutsch Drahthaarhündin schickte mir in einer email einmal diesen sehr aussagekräften Trainingserfolg:

"Gestern hat sie was kapiert. Wenn jetzt Enten oder Vögel vor ihr auffliegen, duckt sie sich und schaut sich zu mir um, ich schicke sie dann sofort ins Platz. Wenn sie ganz ruhig ist, gehen wir weiter."

Der Gehorsam muss am Ende über dem sich willenlosen Hingeben des Jagdtrieb des Hundes stehen. Der Hund muss beim Anblick von Wild sofort den Blick zum Führer werfen und ein Kommando fordern, erst dann zeigt er „Gehorsam am Wild“. Erst jetzt ist die Umkonditionierung vom willenlos hetzenden Hund  in einen Hund, der auch  Gehorsam  in Streßsituationen zeigt, abgeschlossen.

 

Waidmannsheil

 

Stefan

 

Hier geht es zu den Trainingsangeboten/Seminarangeboten von Stefan Fügner

 

Jagdlicher Jahresrückblick 2015 – Teil 1: Januar bis März

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