Willkommen im Jagdblog des Deutschen Jagdportals

Jagdhorn

Voller Erfolg für die Waldmärker: Waldfest in der Lüneburger Innenstadt verzeichnete viele Besucher / Buntes Rahmenprogramm weckte starkes Interesse an Waldwirtschaft / Beitrag zu Klimaschutz stand im Mittelpunkt der Veranstaltung

Das Waldfest vergangenen Sonntag in Lüneburg, zu dem die Waldmärker anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums in die dortige Innenstadt eingeladen hatten, war ein voller Erfolg. „Die vielen Besucher an unseren Ständen haben wieder einmal deutlich gemacht: Der Wald und die nachhaltige Waldbewirtschaftung stoßen auf starkes Interesse“, sagte Dr. Markus Hecker, Geschäftsführer der Waldmärker. Gemeinsam mit Partnern wie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., PEFC Deutschland sowie regional ansässigen Unternehmern hatten die Waldmärker zu diesem Waldfest eingeladen.
Ziel des Waldfestes war es, über den Wald und die nachhaltige Waldbewirtschaftung zu informieren. Im Mittelpunkt stand außerdem die wichtige Rolle, die der bewirtschaftete Wald für den Klimaschutz spielt. „Den Beitrag der nachhaltigen Waldbewirtschaftung für den Klimaschutz und für die Stabilität der Wälder müssen wir immer wieder herausstellen“, sagte Alexander Zeihe, Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer. „Die Waldmärker haben deutlich gemacht, wie es am besten geht.“
Die Waldmärker, eine Forstwirtschaftliche Vereinigung bestehend aus rund 2.600 Waldeigentümern, sind Mitglied im Waldbesitzerverband Niedersachsen. Dieser wiederum ist Mitglied im bundesweiten Dachverband AGDW – Die Waldeigentümer.
Das Waldfest hatte ein breites Unterhaltungs- und Mitmachprogramm geboten und gleichzeitig Informationen vermittelt. Dazu zählte eine Rudermaschine, mit der rund 530 Bäume errudert wurden. Diese werden von den Waldmärkern im kommenden Frühjahr im Rahmen einer Pflanzaktion als Klimaschutzwald Lüneburgs vor den Toren der Stadt gepflanzt. Ein Renner war der Bau von Vogelhäusern, den eine regionale Holzbaufirma, die Schenk GmbH, an einem eigenen Stand betreut hatte. Fast 170 Häuschen wurden von den Besuchern gebaut.
Auch die Stände der Landwirtschaftskammer und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) waren gut besucht: Bei der SDW konnten Kinder als „Walddetektive“ Tiere und Pflanzen kennenlernen, bei der Landwirtschaftskammer durch einen Wald zum Anfassen spazieren.
In einem Bühnenprogramm sorgten unter anderen die Jagdhornbläser der Jägerschaft Lüneburg und der Verein Lüneplatt für Abwechslung, der sich um die Pflege der plattdeutschen Sprache sorgt. Außerdem luden Landwirtschaftskammer und Waldmärker zu einem Quiz „Dem CO₂ auf der Spur“ mit Gewinnspiel ein, bei dem Maurice Recht aus Hitzacker das große Gewinnerlos gezogen hatte. Zu gewinnen gab es zwei Übernachtungen im Fünf-Sterne-Hotel „Waldhaus Reinbek“. Und das Museum Lüneburg informierte über das Thema Holzbau und Bauholz, das in der Fachwerkstadt hervorragend zu besichtigen ist.
Fotos vom Waldfest finden Sie im Anhang. Einen kurzen Film finden Sie unter www.waldmaerker.de.
Bildunterschrift Foto Waldfest 3: Dr. Markus Hecker, Geschäftsführer der Waldmärker, mit dem Gewinnspiel-Gewinner Maurice Recht und dem Bürgermeister von Lüneburg, Eduard Kolle.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff

Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Fon 030 - 311 66 76 - 25
Mobil 0160 - 140 77 67
Fax 030 - 311 6676 - 29
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www.waldeigentuemer.de

Jagdhorn

Nur noch 7 Tage, wir können es noch schaffen!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Waldfreunde,

wir planen eine Hörführung für Kinder mit unserem Audioguide.
Der elektronische Wanderführer soll den Kindern auf kindgerechte Art und Weise die Geheimnisse des Sauener Waldes zeigen.

Wie können Sie uns dabei unterstützen und helfen?

Zunächst brauchen wir öffentliche Aufmerksamkeit. Sie unterstützen uns, indem Sie unsere Facebookseite und unsere Beiträge unter folgendem Link teilen:
https://de-de.facebook.com/Stiftung.August.Bier/

Eine Spende für das Projekt „Kinder-Audio-Führung“ ist die weitere Unterstützungsmöglichkeit.

Der Link zur Crowdfunding-Plattform
https://www.kisskissbankbank.com/de/projects/horfuhrung-fur-kinder-durch-den-sauener-wald

bietet Ihnen eine detaillierte Projektbeschreibung.

Unsere Spendensammelaktion per Crowdfunding („kleines Geld von vielen Menschen“) startete am 8. Mai und soll nach 30 Tagen 4.800 € einbringen, um unser Projekt erfolgreich zu verwirklichen.

Wir hoffen, dass Sie unser Anliegen verbreiten und einer von vielen Spendern sein werden. Als Dankeschön für Ihre Unterstützung bieten wir die Teilnahme an Wanderungen unserer Stiftung im Sauener Wald und Exkursionen an, sowie zahlreiche kleine Geschenke.

Es wäre schön, wenn auch mit Ihrer Hilfe die Hörführung für Kinder für den Sauener Wald möglich würde.

Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Fragen.

--
Mit freundlichen Grüßen

Monique Müller
Revierförsterin

vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
des Landes Brandenburg öffentlich bestellter und vereidigter
Sachverständiger für Bestandes- und Bodenbewertung

Mitglied der Gutachterausschüsse der Landkreise Oder-Spree, Frankfurt/Oder,
Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz
*****************************************
STIFTUNG AUGUST BIER
Forst Sauen
Ziegeleiweg 1
15848 Sauen

Telefon: 03 36 72 - 72 759
Telefax: 03 36 72 - 72 760
Mobil: 01 76 - 23 62 18 80
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.stiftung-august-bier.de

 

Jagdhorn

Deutsches Jagdportal:
Liebe Frau Schmidle, zunächst einmal recht herzlichen Dank, dass Sie sich in der Zeit der Kitzrettungen im Mai die Zeit genommen haben, mit uns ein Interview zu führen.
Wann wurde die Rehrettung Hegau-Bodensee e.V. als Verein gegründet und wer waren die Gründungsväter?

Frau Barbara Schmidle:
Der Startschuss für die Rehrettung Hegau-Bodensee e.V. fiel im November 2015. Der Gründung ging jedoch eine mehrmonatige Vorbereitungsphase voran. In dieser Zeit stand insbesondere die Frage der technischen und finanziellen Realisierbarkeit im Mittelpunkt. Dieter Prahl, Dr.Wolfgang Weiss, Andreas Hammer, Susanne Bernhardt, Gisela Lejeune Härtel und meiner Person gelang es schließlich alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Wir sind weder Jäger noch Landwirte und auch nicht im Tierschutz aktiv, hatten aber alle schon mal in unterschiedlicher Weise Erfahrungen mit vermähten Kitzen gemacht. Dies hat uns zu der Idee der Vereinsgründung bewogen.

Deutsches Jagdportal:
Welche Unterstützung erhielten Sie von den Naturschutzverbänden auf regionaler Ebene und von bundesweit agierenden Naturschutzverbänden?

Barbara Schmidle:
Auf der Suche nach Unterstützung hatten wir unseren Focus lediglich auf den regionalen Bauern- und Jagdverband gerichtet. Dies hat sich im Nachhinein als erfolgreiche Strategie herausgestellt, denn die Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten und Rehrettung funktioniert sehr gut.

Deutsches Jagdportal:
Wieviele aktive, bei der Kitzrettung arbeitende Vereinsmitglieder, haben Sie momentan im Einsatz?

Barbara Schmidle:
Derzeit sind rund 10 ehrenamtliche Helfer mit unterschiedlichen Funktionen in die aktive Kitzrettung eingebunden. Im eigentlichen Rettungseinsatz haben wir zwei Teams, die jeweils mit Copter und Wärmebildkamera ausgerüstet sind. Diese Teams bestehen aus dem Piloten, einer Person die die Bilder der Wärmebildkamera auswertet und dem entsprechenden Jagdpächter. Häufig ist auch der betroffene Landwirt zugegen. Alle weiteren Helfer sind für die Koordination der Einsätze verantwortlich und stehen als Ersatzteam zur Verfügung.

Deutsches Jagdportal:
Mit dem zunehmenden Einsatz von Drohnen und Wärmebildkamera rückt ihr Verein in den Mittelpunkt einer völlig neuen vor allem hocheffizienten Tierschutzmaßnahme. Seit wann sind bei Ihnen diese Geräte im Einsatz?

Barbara Schmidle:
Wir setzen die Technik bereits in der zweiten Mähsaison ein und sind über deren Möglichkeiten immer noch begeistert. Es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten, aber unsere technischen Erwartungen wurden weitestgehend erfüllt.

 

Jagdhorn

 

Deutsches Jagdportal:
Wieviele dieser Geräte beabsichtigen Sie in den nächsten Jahren anzuschaffen und ergeben sich durch diese Neuerung neue Tätigkeitsfelder für Ihren Verein?

Barbara Schmidle:
Abhängig von den finanziellen Mitteln des Vereins, planen wir in den kommenden Jahren weitere Systeme anzuschaffen. Unabhängig davon, arbeiten wir aber auch intensiv daran, unsere Erfahrungen mit anderen Interessierten zu teilen, umso die Idee möglichst schnell zu verbreiten. Hierzu möchten wir mit unserer Arbeit erfolgreich beitragen.
Wir können uns vorstellen, dass System künftig auch für andere Zwecke einzusetzen. Anfragen diesbezüglich stehen wir offen gegenüber. In den kommenden Wochen soll beispielsweise ein Test im Bereich der Wasserrettung stattfinden. Aktuell liegt unser Schwerpunkt aber bei der Kitzrettung und damit haben wir alle Hände voll zu tun.

Deutsches Jagdportal:
Diese Drohnen zur Kitzrettung sind in aller Munde. Viele Jäger fragen nach der Bauart der Drohne und der Wärmebildkamera. Können Sie den Jägern, die solche Geräte anschaffen wollen, einige Tipps geben?

Barbara Schmidle:
In vielen Einsätzen konnten wir die Funktionalität des fliegenden Wildretters eindeutig belegen. Somit können wir interessierten Jägern die Anschaffung uneingeschränkt empfehlen. Auch hat die Benutzerfreundlichkeit zugenommen und mit etwas Übung ist die Drohne samt Wärmebildkamera leicht zu bedienen. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass das System derzeit nur in den frühen Morgen – oder Abendstunden sinnvoll verwendet werden kann. Nach unseren Erfahrungen ist der Einsatz bei intensiver Sonneneinstrahlung wenig effizient. Eine gute Kaufberatung ist überdies unerlässlich. Die Wärmebildkamera sollte dabei das entscheidende Systemelement sein. Außerdem werden je nach Einsatzdauer zusätzliche Akkus benötigt. Eventuell ist auch ein zusätzlicher Bildschirm oder Brillen mit entsprechendem Display sinnvoll. Wir nutzen ein System des Herstellers Yuneec(www.yuneec.com ) ca. 4.000,00 Euro und eines von DronExpert für ca. 10.000 € (www.dronexpert.nl). Einige Anbieter bieten auch Schulungsangebot für den Umgang mit dem Copter an. Technische Hilfe oder auch Piloten samt Copter kann man außerdem auch bei Modelsportfreunde finden. Grundsätzlich sollte ein System aber rechtzeitig angeschafft werden, sodass genügend Testflüge möglich sind.

Deutsches Jagdportal:
Die Ergebnisse der bisher geretteten Kitze bei Dohneneinsätzen sprechen eine deutliche Sprache. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, dass Landwirte vor dem Mähen zur Kontrolle durch Drohnen verpflichtet werden. Wie sehen Sie die Kitzrettung in der Zukunft ?

Barbara Schmidle:
Das Problem ist mittlerweile in der Öffentlichkeit angekommen und insbesondere Landwirte, werden sich diesem Thema zukünftig annehmen müssen. Die Copter- und Wärmebildtechnik bietet hierfür eine mögliche Lösung. Zumal die Gerätepreise auch weiterhin fallen dürften. Aufgrund des engen Zeitfensters während der Mähsaison braucht es aber eine erhebliche Anzahl von Systemen um die Wildrettung flächendeckend garantieren zu können. Dies kann aus unserer Sicht nur gelingen, wenn sich weitere Verbände, Institutionen oder Privatpersonen ebenfalls engagieren. Fraglich bleibt aber, ob der Gesetzgeber den Einsatz von Coptern in manchen Bereichen anderweitig regulieren wird.
Für die Zukunft wünschenswert und besonders effizient, wären technische Lösungen, die landwirtschaftliche Maschinen in das bestehende Kitzrettungssystem einbinden könnten. Überlegungen diesbezüglich gibt es schon. Ob und wann dies realisiert werden kann ist aber noch völlig offen.

Deutsches Jagdportal:
Wo können sich Jäger, die auf regionaler Ebene eine ähnliche Institution gründen wollen, informieren?

Barbara Schmidle:
Leider ist uns derzeit keine Stelle bekannt, die zu diesem Thema hinreichend Informationen sammelt oder bereithält. Gerne können Interessierte aber auch zu unserem Verein Kontakt aufnehmen. Hier die Anschrift des Vereins
Herzlichen Dank, dass wir unsere Arbeit im Rahmen dieses Interviews vorstellen durften.
Die Rehrettung Hegau-Bodensee e.V.  http://www.rehrettung-hegau-bodensee.de/

Jagdhorn

Deutsches Jagdportal:
Liebe Frau Schmidle, wir danken Ihnen für dieses Interview

Anlässlich der BraLa hatte das „Forum Natur Brandenburg“ am Freitag, den 26.Mai, zu einer öffentlichen Diskussion -unter Leitung des rbb Moderators Sebastian Schiller- in die Brandenburghalle des Mafz Erlebnisparks in Paaren/Glien eingeladen. Vertreten waren für den Landesfischereiverband Berlin/Brandenburg, Lars Dettmann, für den Landesjagdverband, Dr. Dirk Wellershoff, für den Kreisbauernverband, Jens Schreinicke und für den NABU Brandenburg, Friedhelm Schmitz-Jersch.

Jagdhorn



Schon das Thema „Biber“ sorgte für Zündstoff. Lars Dettmann verwies auf Dammbrüche und Schäden an Deichen, die Ackerflächen, Grünland und Wege schädigten. Dem stimmte Jens Schreinicke zu und erweiterte dies um vielfältige Problemen bei der Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge. Der Vertreter der NABU sah dies anders und vertrat die Auffassung, dass solche „Einzelfälle“ nicht verallgemeinert werden dürften. Strittig war auch die Aussage, dass der Biber für die gewünschte ökologische Wasserregulierung sorge. Dies sollte man besser den Zweckverbänden überlassen, so Schreinicke.

Ferner seien Kormorane für die Teich- und Fischwirte ein ernsthaftes Problem. Bis zu 500 g Fisch benötige jeder Vogel pro Tag. Die Abdeckung von Gewässerflächen mit Netzen sei zwar erfolgreich gewesen, die Kosten von etwa 15.000.- €/ha jedoch nicht vertretbar. Ersatzzahlungen wurden von den Behörden gestrichen, dafür Abschüsse erlaubt. So wurden in 2016 insgesamt 1.300 Kormorane geschossen. Trotzdem betrage die Verlustquote an Fischen bis zu 65% der jeweiligen Bestände. Seit 25 Jahren werde das Problem ohne Erfolg diskutiert, so Lars Dettmann vom Landesfischereiverband. Es bedürfe daher eines grundsätzlichen Umsteuerns im Artenschutz und der damit verbundenen Umweltgesetzgebung.

Das Thema Wolf wurde wie erwartet mit vielen Emotionen diskutiert. Alle Flächen mit Nutztierhaltung zu zäunen, hielt der Präsident des Jagdverbandes, Dr. Dirk Wellershoff, für Irrsinn. In Gegenden mit Nutztierhaltung müssten die Bestände des Wolfes langfristig reguliert werden. Dafür sei die Definition von „Akzeptanzkorridoren“ ein guter Ansatz, da die mittlerweile schon annähernd täglichen Wolfsübergriffe nicht länger hinzunehmen seien. Für den Landesjagdverband könnten weitere Maßnahmen die Besenderung einzelner Tiere mit der Überwachung betroffener Flächen per Internet sein.
Auch der Vertreter des NABU musste schlussendlich einräumen, dass eine weitere Ausbreitung der Wölfe in Brandenburg zwischenzeitlich an ihre Grenzen stoße, da es bereits jetzt zu Revierkämpfen innerhalb der Wolfspopulationen komme. Auch ein in im Publikum anwesender Schafszüchter fand deutliche Worte. Herdenschutzhunde könnten eine Hilfe sein, das eigentlich Problem seien aber die Kosten der Prävention. Dies gelte insbesondere auch für die Zäunungen. Dazu benötige man zusätzliches Personal, was aber außerhalb des finanziell möglichen liege.

Es wurde deutlich, dass es noch ein langer Weg ist, bis sich alle Gruppierungen unter Umständen auf einen gemeinsamen Nenner zu verständigen.
©Text und Bilder: Peter-Claus Neigenfind

Forum Natur Brandenburg Verband für Schutz und Nutzung der Kulturlandschaft
Am Kanal 16 – 18, 14467 Potsdam
Vorsitzender: Gernot Schmidt / Stv: Rüdiger Müller, Henrik Wendorff
Telefon: +49 (331) 58 17 96 60 Geschäftsführer: Gregor Beyer
Telefax: +49 (331) 58 17 96 61
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Internet: www.forum-natur-brandenburg.de

Montag, 29 Mai 2017 14:09

Die Wilddiebe heißen jetzt "Hunter brothers"

geschrieben von

Mit ihren Videos über die Jagd hatten sie es als "Die Wilddiebe" beim Jagdmagazin "Jäger" zu beachtlicher Bekanntheit geschafft. 

Jägerschaft

Doch vor wenigen Wochen kam das plötzliche Aus und seither gehen das Jagdmagazin "Jäger" und die Reilmannbrüder getrennte Wege. Doch auf ihre nicht unbedeutende Fangemeinde vor allem bei jungen Jägern und Jägerinnen wollten die beide Burschen aus Mecklenburg-Vorpommern nun doch nicht verzichten.  Und so setzen sie ihre ambitionierte Filmarbeit unter dem neuen Namen "Hunter brothers" fort.

Auf dem  gleichlautenden  Videokanal Hunter brothers bei Youtube kann man sich nun die neuen spannenden Jagdvideos der beiden jungen Jäger ansehen.

Das Deutsche Jagdportal wünscht den beiden Brüdern viel Erfolg beim Start in die eigene Jagdfilmproduktion und natürlich allzeit

 

Waidmannsheil

 

Das Team des Deutschen Jagdportals

Auf ihrer Frühjahrstagung am 1. April 2017 bei Frankfurt wählte die Deutsche Delegation im CIC ihren Vorstand. Als Delegationsleiter wurden Dr. Wilhelm von Trott zu Solz und als sein Stellvertreter Hilmar Freiherr von Münchhausen wiedergewählt. Als weitere Mitglieder wurden Hannes Siege und Hans-Werner Blöcker neu in den Vorstand gewählt. Schatzmeister blieb Sebastian Krieger.

Als inhaltlichen Schwerpunkt der neuen Amtsperiode wird sich der Vorstand auf das Thema „Auslandsjagd“ konzentrieren. Gemeinsam mit dem Deutschen Jagdverband soll die Bedeutung und Rolle der Jagd im Ausland, insbesondere in Afrika, für den Artenschutz und die ländliche Entwicklung herausgestellt werden. Darüber hinaus wird weiter gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung zum Rotwild in Deutschland und zur Europäischen Agrarpolitik gearbeitet.

Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) ist eine politisch unabhängige Nichtregierungsorganisation und hat weltweit Mitglieder in 81 Ländern.

Jagdmesse

»Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin,
als Erwachsener einer zu bleiben.« (Pablo Picasso)

Die Jagdillustratorin Susanne Weiss im Gespräch mit dem Deutschen Jagdportal

Deutsches Jagdportal:  Was hat Dich in Deiner Jugend dazu bewogen, Illustratorin zu werden?

Susanne Weiss:  Sehr geehrter Herr Fügner, allem voran lassen Sie mich Ihnen herzlich dafür danken, dass ich mich und mein Kunsthandwerk hier auf Ihrem Jagdportal vorstellen darf. Gezeichnet habe ich seit meiner frühesten Kindheit. Ob Hefteinträge, Musikidole oder einschneidende familiäre Erlebnisse, es wurde von mir zeichnerisch festgehalten, was mich umgab und prägte.
Die Malerei zieht sich wie ein roter Faden durch mein gesamtes Leben.

Deutsches Jagdportal: Kannst Du uns kurz Deine Stationen im Leben auf dem Weg zur Jagdillustratorin schildern?

Susanne Weiss:  Ja, gerne. Noch bevor ich die erste Schulschreibschrift erlernte, malte ich die Max und Moritz Bildergeschichte, von Wilhelm Busch, eine Bubengeschichte in sieben Streichen, in mein kleines Schulhelft mit Bleistift. Dieses Heft behüte ich auch heute noch, wie einen Schatz.
Mein erstes Auftragsbild verkaufte ich bereits auf dem Schulhof der Grundschule in Bad Ingelfingen.
Schnell zeichnete sich ab, dass die Bildenden Künste einen wichtigen Stellenwert in meinem Leben einnehmen sollten. Auf mein Abitur im Jahr 1991 und dem Kunstpreis der Studiumabschlussklasse an der staatlichen Johannes Gutenbergschule für Druck und Grafik in Stuttgart, folgten studiumbegleitende Praktikas in Werbeagenturen.
Meine zeichnerischen und kalligrafischen Fähigkeiten waren mir hier stets ein willkommener und hilfreicher Opener für Festanstellung in Starnberg und die daraus resultierende Freiberufliche Tätigkeit in München.  Renommierte Werbeagenturen, Verlage, Bildungseinrichtungen und Privatpersonen gehören bis heute zu meinen Auftraggebern.

Deutsches Jagdportal: Wann bist Du wo am kreativsten?

Susanne Weiss: Da bin ich an keinen Ort und keine feste Zeit gebunden. Kreativ wirken kann ich überall. Ob in Museen, auf Messen, in Kunstklassen, im Grafikatelier der Werbeagenturen oder in meinem wunderschönen Atelier hier im Schloss Niederraunau.  Sobald ich mich in meine Malerei vertiefe, zeichnet sich das Motiv von ganz alleine. Gerne gebe ich Einblicke in meine Arbeitsweise, Zuschauer oder Malschüler behindern mich dabei nicht. Ob zu Live-Paintings als Besuchermagnet für Messen / Events oder Auftragsmalereien auf Leinwand oder Hauswänden, die Illustrationsaufträge sind sehr vielseitig. Jedem Auftragsmotiv schenke ich vollste Aufmerksamkeit.

Deutsches Jagdportal: Welche Menschen motivieren Dich oder geben Dir die Inspiration, etwas zu illustrieren?

Susanne Weiss:  Authentische, charismatische und emphatische Mitmenschen wirken besonders inspirierend auf mich.
So begleite ich regelmäßig (seit knapp drei Jahren) Jäger und Falkner bei Ihrer naturverbundenen Arbeit. Besondere Ereignisse halte ich natürlich im Anschluss zeichnerisch fest. Der Jagdverband Neu-Ulm des  Bayerischen Jagdverbandes und die Falknerei Rau unterstützen mich dabei. Derzeit lerne ich fleißig auf die Jagdprüfung, um im Anschluss den Falknerschein anzugehen.
Die Arbeit mit den Greifen und Uhus bereitet mir große Freude.

Deutsches Jagdportal:  Deine Illustrationen sind sehr Ausdrucksstark. Ist das dem Illustrator in die Wiege gelegt
oder entwickelt sich diese Fähigkeit mit der Zeit?

Susanne Weiss:  Aufgrund meines Grafik-Studiums arbeite ich äußerst konzeptionsstark. Das Motiv entsteht zuerst mit Herz und Kopf. Geduld und Ausdauer sind hierbei grundlegend. Erst dann geht es an die Umsetzung. Kein Bild entsteht nur durch den reinen Zufall, jeder Arbeitsschritt ist höchst konzentriert und resultiert aus meiner langjährigen Erfahrung. Hier halte ich das Zitat vom Meister Pablo Picasso für angebracht: »Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin,
als Erwachsener einer zu bleiben.«

Deutsches Jagdportal:  Seit einiger Zeit rücken immer mehr die Tiere und die Jagd in den Mittelpunkt Deiner Arbeit. Was war der Auslöser für diese Hinwendung zu diesen doch für Illustratoren sehr ungewöhlichen Motiven?

Susanne Weiss:   Auf der Messe - Leben Wohnen Freizeit in Ulm - im Teilbereich Kunstmesse in der Donauhalle habe ich 9 Tage meine Arbeiten ausgestellt und vor Ort gemalt. Zu meinen Besuchern gehörte auch der Jäger und Falkner Herr Rau mit seinem Sibirischen Uhu Ivan.
Das Jahr darauf, standen mir die Beiden Charismaten einen Tag lang Modell an meiner Großleinwand.  Zu meinen Lieblingsmotiven zählen Jagdhunde, Jagdszenen, Falknermotive und besondere Szenen, die ich in Acryl auf Leinwand male oder auch - Journalistisch Zeichne - und diese mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Deutsches Jagdportal:Woher kommen die Anfragen nach Arbeiten der Jagdillustration?

Susanne Weiss:  Begonnen hat alles auf der Hohen Jagd und Fischerei in Salzburg vor drei Jahren.
Zum Fachverlag Weidwerk habe ich Auftragsillustrationen für einen Büchsenmacher und eine Graveurin generiert. Ergänzend zu meiner vor Ort Akquiese auf Messen / Events, präsentiere ich meine Arbeiten natürlich auch ansprechend im Internet.
Weitere Anfragen erhalte ich auf Empfehlungen und auf meinen temporären Vernissagen hier im Schloss.

Deutsches Jagdportal:  Ein Schwerpunkt Deiner Tätigkeit ist die Arbeit mit Kindern. Was fasziniert Dich an diesem
Lehrauftrag?

Susanne Weiss:  Unser Wissen und Können an die nächste Generation weiterzugeben ist wesentlicher Bestandteil für eine gesunde Entwicklung und das Bestehen unserer Menschheit. Die individuelle Entfaltung und der Mut zum eigenständigen Handeln wird geboren und gefördert.
Wir brauchen vor allem Querdenker, mehr mutige Individualisten, um künftige Lösungen und Konzepte zu sichern. Gemeinsam mit meinen Zeichenschülern verdoppeln wir die kreative Energie, die wir dann in einer ausdrucksstarken und faszinierenden Bildaussage festhalten.

 

Deutsches Jagdportal:  Man sieht Dich öfters auf Jagdmessen. Wie ist die Reaktion der oft konservativen Jägerschaft auf Deine Jagdillustrationen, die Du dort ausstellst?

Susanne Weiss:  Ja, man kennt mich schon, fragt sich gezielt nach mir durch, und verweilt bei meinen Live-Paintings schnell mal für ein und zwei Stunden.
Meinen grafischen Zeichenstil liebt man oder hasst man. Ein Zwischendrin gibt es eigentlich nie, und das ist auch gut so, denn nur fotorealistische Abbilder schaffe ich nie, meine Bilder sind lebendig. So beherrsche ich die hohe Kunst der Magischen Augen.
Bei der - En Face Ansicht - folgen die Augen meiner dargestellten Protagonisten beim Vorbeigehen. Ja, das muss man einfach mal gesehen haben. Ob Hunde- oder Pferdezüchter, Deutscher Falknerorden, Schäfer, Büchsenmacher, Graveure, die Presse oder Messeleitung, ist das Interesse geweckt, tauschen wir natürlich unsere Kontaktdaten aus.
Ergänzend führe ich ein Auftragsbuch, in dem blättern die Interessenten und sehen bereits umgesetzte Projekte. Gerade hier entstehen individuelle Bildideen: der Auftraggeber gibt mir z.B. ein Tierportrait, ein Foto als Motivvorlage und ergänzt charakteristische Wesenszüge des Tieres. Dazu benötige ich das Wunschvormat und die Malweise, preislich werden wir uns auch - verbindlich - einig.

Deutsches Jagdportal: Die Jagdmalerei nimmt in der Kunst einen breiten Raum ein. Seit Jahrhunderten widmen sich Künstler der Darstellung der Jagd. Welche Zukunft hat die Jagdmalerei aus Deiner Sicht in unserer schnellebigen Zeit des Internets?

Susanne Weiss:  Seit vielen Jahren verbinde ich die traditionelle Malerei mit der digitalen Welt. So wirken viele Kunstwerke im RGB-Farbmodus
am Computer/Smartphone oder Tablet noch farbintensiver und kontrastreicher, als in gedruckter Form, selbst eBooks sind realisierbar.
Die neuen Medien können das Kunsthandwerk absolut ins rechte Licht rücken!

Deutsches Jagdportal:  Wie sieht Dein Wunschauftraggeber aus und welchen Auftrag würdest Du einmal am liebsten illustrieren?

Susanne Weiss:   Ein Lieblingsprojekt habe ich nicht. Denn die Vielfältigkeit zeichnet mich und meine Arbeiten aus. Ich freue mich über Neues, das gemeinsam mit dem Auftraggeber zu einer Bildidee wächst und realisiert wird. Begleitend pflege ich den Kontakt und kreativen Austausch zu renommierten Künstlern, Tierfilmen und Galeristen.
Es sind bereits Gemeinschaftsprojekte angedacht. Ob Gemeinschaftsbilder, Tierdokumentationen in gezeichneter und gefilmter Form im Vergleich gesetzt, Auftragsillustrationen für Editorials von Magazinen, begleitende Zeichnungen zu Texten von Büchern, Thementafeln oder Lehrmittel, jedem einzelnem Projekt schenke ich vollste Aufmerksamkeit.
Gerne setze ich auch Ihre Idee - bildlich - um.

Deutsches Jagdportal:  Liebe Susanne, wir danken Dir für dieses Interview

 

Sonntag, 14 Mai 2017 21:47

"Raubtierfütterung mit Emma"

geschrieben von

Was wird dem Deutsch Drahthaar nicht alles nachgesagt!

Er ist nur was für eingefleische Jäger, für ein Leben außerhalb der Jagd eher unbrauchbar, grob, er besticht durch Schärfe gegenüber Raubwild und Sauen. Die Liste der Beurteilung einer zugegebenermaßen anspruchsvollen Jagdhunderasse ließe sich beliebig fortsetzen.

Doch alleine mit diesen Charaktereigenschaften wird man dieser Rasse nicht gerecht. Wie rücksichtsvoll diese oft als Grobiane bezeichneten Hunde mit "Rudelmitgliedern" umgehen, zeigt nachfolgendes Video. Ich will gar nicht wissen, wie wenig Hunde derart geduldig auf das von einem Kind zugewiesene Futter warten. Einen besseren Werbefilm für eine Hunderasse kann man gar nicht drehen.

Wir danken dem Deutsch Drahthaarzwinger "vom Sprakeler Holz" für die Übersendung des Videos und Genehmigung der Veröffentlichung.

 

Hamburg, 12. Mai 2017.Die Deutsche Wildtier Stiftung feiert am kommenden Montag im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses im Rahmen eines Senatsempfanges ihr 25jähriges Bestehen. Für den Senat spricht Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Gegründet von dem Hamburger Unternehmer Haymo G. Rethwisch setzt sich die Deutsche Wildtier Stiftung seit einem Vierteljahrhundert für den Natur- und Artenschutz in Deutschland ein. „Es ist nicht gut bestellt um Natur und Wildtiere in Deutschland; die Deutsche Wildtier Stiftung handelt in zahlreichen Artenschutzprojekten und setzt dabei auf Kooperation statt Konfrontation, auf Flächenkäufe statt Blockade“ , sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Das Portfolio an Artenschutzprojekten reicht von besonders bedrohten Arten wie dem Feldhamster und dem Schreiadler bis hin zu Arten, die wie Rothirsche oder Gämse nicht selten sind, aber in unserer Kulturlandschaft zu Konflikten führen.

Die Deutsche Wildtier Stiftung schützt nicht nur einzelne Arten, sondern schafft auf über 5.000 ha Lebensräume durch den Kauf von Wäldern und Offenland. Die Nutzung wird dort entweder ganz eingestellt oder ökologisch und wildtiergerecht gestaltet. So ist das Gut Klepelshagen in Mecklenburg-Vorpommern ein ganz besonderes Modell für ein „Wirtschaften mit der Natur“. „Der größte Artenverlust ist durch die Veränderung der Landwirtschaft erfolgt, durch Verlust von Wiesen und Weiden, Ackerrandstreifen und durch die Intensivierung der Landnutzung“, sagt der Alleinvorstand Fritz Vahrenholt.

Die Deutsche Wildtier Stiftung vergibt alle zwei Jahre den mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis für junge Wildbiologen. Geforscht wird auch zur Wildbiene in Hamburg und in Rheinland-Pfalz zur Wildkatze. „Denn bisher fehlen eine systematische Bestandsaufnahme der Wildbienen für die Hansestadt ebenso wie eine Untersuchung darüber, wie sich Störeinflüsse durch den Menschen auf die scheue Wildkatze auswirken“, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt.

Es gibt auch Erfolge in den letzten Jahrzehnten: Die Zunahme von Kranich, Seeadler oder Uhu sind positive Beispiele. „Nun besteht jedoch die große Gefahr, dass selbst diese Erfolge wieder zunichte gemacht werden“, kritisiert Vahrenholt. „Dass der Rotmilan und der Mäusebussard, aber auch viele hochbedrohte Fledermausarten nun der Energiewende zum Opfer fallen, muss unseren Widerstand hervorrufen“, betont er. „Windkraftanlagen haben in unseren artenreichen Wäldern nichts zu suchen. Wir wehren uns mit den mittlerweile 800 Bürgerinitiativen gegen die Zerstörung wertvollen Waldhabitate“, so Professor Dr. Fritz Vahrenholt.

Umso wichtiger ist es, das Wissen um die bedrohte Natur zu vermitteln. „Die Stiftung sorgt mit dafür, dass Kinder und Jugendliche Natur nicht nur erleben – sie sollen sie lieben lernen“, sagt der Alleinvorstand. Dem Stifter Haymo G. Rethwisch war es stets ein wichtiges Anliegen, der Naturentfremdung entgegenzuwirken. Alice Rethwisch, die Ehefrau des 2014 verstorbenen Stifters, hat in Mecklenburg-Vorpommern das Schullandheim Haus Wildtierland in Gehren eröffnet. Um Natur für viele Menschen erlebbar zu machen, ist die Stiftung Mitveranstalter des Darßer NaturfilmFestivals, auf dem der deutsche NaturfilmPreis vergeben wird. Im Rahmen des Senatsempfanges zum Festakt im Rathaus wird der Siegerfilm des Jahres 2016 – „Magie der Moore“ – gezeigt.

Jenifer Calvi
Pressereferentin

Deutsche Wildtier Stiftung
Christoph-Probst-Weg 4
20251 Hamburg
Telefon 040/ 9707869-14
Fax 040/9707869-99
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Deutschlands blühende Landschaften brauchen die Weidetierhalter!

Die Wiederbesiedlung Deutschlands mit Wölfen bereitet allen Weidetierhaltern große Sorgen,seien es Hobby- oder auch Berufsweidetierhalter. Deutschlandweit gibt es offiziell ca. 70 Rudel, das sind etwa 700 Tiere. Monitoringdaten aus dem gesamten Bundesgebiet zeigen,dass Wölfe sich bei uns – wieder – etablieren. Die Zahlen nehmen bei 5,4 aufgezogenen Welpen (TU Dresden) je Rudel und Jahr vehement zu. Auch der Förderverein der Deutschen
Schafhaltung (FDS) rechnet damit, dass die Wölfe sich bei reichlich vorhandenem Nahrungsangebot weiter rasant vermehren und ausbreiten. In einigen Regionen, wie beispielsweise klein-parzellisierten Mittelgebirgslandschaften oder auf langgezogenen Deichen, könnten die hiesigen Schafhalter ihre Tiere nicht nur schwer, sondern gar nicht davor schützen, von Rudeln angegriffen und gerissen zu werden. Wo der Wolf lebt, wird es keine Weidetierhaltung und keine Trockenrasenlandschaften mehr geben. Ein Schutz der Tiere ist dort kaum möglich.

Der FDS wird sich weiterhin und mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Schafhalter (Weidetierhalter) und im Besonderen die Haupterwerbsschäfer die Grundlage ihres Lebensunterhaltes nicht verlieren, damit auch in Zukunft die besonderen Leistungen in der Landschafts- und Deichpflege und beim Erosionsschutz sichergestellt werden können. Diese werden offensichtlich gerade wieder entdeckt und neu wertgeschätzt. Die Vielfalt unserer
Kulturlandschaft soll erhalten bleiben, dazu braucht es die Weidetierhalter und ihre Tiere - und zwar lebendig!

Die Schafhalter sind aufgrund der knapp bemessenen Gewinne aus der Schafhaltung außerstande, die finanziellen Aufwendungen hierfür zu tragen. In jedem Fall stehen vorbeugende Maßnahmen an erster Stelle, um das Risiko einer Konfrontation beim Nebeneinander von Raub- und Weidetieren von Vorneherein möglichst gering zu halten. Gerade die Schafe in ihrer Vielfalt fördern und schützen die Biodiversität auf besonders nachhaltige Weise. Die Gesellschaft ist gefordert, diesen Artenschutz im Ganzen zu unterstützen. Zu den bedrohten Arten zählt nicht der Wolf, aber so manche Schafrasse, und nicht zuletzt die Vielfalt an Pflanzen und Tieren in den speziellen Naturräumen, die durch unsere Schafe erhalten werden.

Der Artenschutz des Wolfes und die Landschaftspflege mit landwirtschaftlichen Nutztieren und insbesondere die seit Jahren bekannten Brennpunkte müssen schnellstmöglich gemeinsam und nicht nur auf dem Rücken der Weidetierhalter gelöst werden. Den zuständigen Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Denn Tierschutz bedeutet schließlich und endlich auch: Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere vor Verletzungen durch Raubtiere. In einer Kulturlandschaft mit „großen Beutegreifern“ ist ihre Zukunft nicht zu sichern.
Wir stellen hiermit auch die Frage, wie es zu so einem solchen, von der Wissenschaft kaum berührten, bravem aber recht weltfremdem Wunsch kam?

Die Zusammenfassung des 2013 publizierten Manifestes der IUCN/SSC über das Einbürgern von Raubtieren in die Kulturlandschaften Europas, enthält eine realitätsfremde und nicht auf Erfahrung und Wissenschaft gestützte Politik.

Deshalb führen der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e. V. (FDS) und die Weidetierhalter Nordost- Niedersachen (WNON) diese deutschlandweite Aktion
durch:

Mahn- und Solidarfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung der Wölfe!

Hier die Termine für Freitag der 12.05.2017 ab 19.00 Uhr:

In Sachsen Am Inselteich, 02627 Radibor

In Hessen auf dem Betrieb von Torsten Möller in Röhrda (Neterhöhe)

In NRW bei Alexander Hemmen auf dem Hemmenhof

Buschweg 8 in 53773 Hennef Lückert

In Niedersachsen bei Klaus Müller auf dem Eulenhof

Achterdeich 1B, 21435 Stelle, Landkreis Harburg

Außerdem in Nuddelhof 10, 27389 Fintel Landkreis ROW

Zwischen Amelinghausen und Etzen B 209 auf der Weide an der Reithalle Landkreis Lüneburg

19.30 Uhr Brockhimbergen Nr.1 in 29584 Himbergen und ab 19.30 Uhr in Növenthien (Dorfplatz) Landkreis Uelzen

Delmenhorst ab 19.30 Uhr Adelheider Str. Ecke Ollenstraße 26

Am Dorfgemeinschaftshaus in 29693 Bierde Beginn 19.30 Uhr

49424 Goldenstedt Am Hartensbergsee Beginn 19.30 Uhr

 

Förderverein der Deutschen Schafhaltung e. V.

www.wir-lieben-schafe.com

Vorstand: Wendelin Schmücker, Gerd Dumke, Maik Gersonde

Geschäftsführer: Dr. Stefan Völl

Claire-Waldoff-Str. 7

10117 Berlin

Telefon: 030 319 04 540

Fax: 030 319 04 549

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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