Willkommen im Jagdblog des Deutschen Jagdportals

Die traurige Nachricht kam unerwartet. Ein Züchter und Kooperationspartner des VLAB-Habichtskauzprojektes rief in der Geschäftsstelle in Erbendorf an und teilte mit, dass seine beiden erst wenige Tage zuvor geborenen Habichtskäuze nicht mehr am Leben seien. “Wir waren über den Tod der Tiere sehr traurig, beinahe entsetzt”, teilte VLAB-Chef Johannes Bradtka auf der Internetseite des Verbandes mit. “Die wertvollen und seltenen Jungeulen waren nämlich für unser Wiederansiedlungsprojekt fest eingeplant.” Würden noch mehr Tiere sterben? Würde der Projektbeginn vielleicht sogar gefährdet sein?

Doch heute, am 28.Juni 2017, war es dann soweit: Die ersten kleinen sechs Habichtskäuze wurden von den Züchtern, dem Opel-Zoo in Kronberg/Taunus und dem Nationalpark Bayerischer Wald, abgeholt und zur Eingewöhnung in eine geräumige Voliere mitten im Steinwald gebracht. Sobald sie sich an ihren neuen Lebensraum und die ihnen artgemäße Jagd auf Mäuse gewöhnt haben, sollen sie Ende Juli/Anfang August freigelassen werden und sich dann in einem Radius von rund 50 km um das Auswilderungsgebiet verbreiten. Sehr wichtig ist auch, die Jungtiere nicht auf den Menschen zu prägen. Ein Besichtigung der Voliere ist daher nicht möglich. Zwischenzeitlich bringen Helfer des VLAB vierzig Brutkästen für die Vögel an, die von einer Behindertenwerkstatt angefertigt worden waren. Für weitere 30 Kästen hatte der Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten die Verantwortung übernommen.

In den kommenden Jahren sollen weitere junge Käuze den “Pionieren” folgen und irgendwann eine stabile, sich selbst tragende Population begründen. Das wäre eine kleine Sensation. Den bisher gibt es in Bayern nur eine Kleinpopulation im Nationalpark Bayerischer Wald und in dessen Randbereichen mit einem hohen Isolations- und Aussterberisiko. Der von Südosten nach Nordwesten verlaufende nahezu zusammenhängende, nur gering fragmentierte und dünn besiedelte Mittelgebirgskamm entlang desSauwaldes (Donau), Böhmerwaldes, Oberpfälzer Waldes, Steinwaldes, Fichtelgebirges und Thüringer Waldes stellt eine herausragende Ausbreitungsachse für die waldbewohnende Eulenart dar. Eine Ausweitung des Habichtskauzbestandes nach Nordwesten ist daher ein wertvoller Puffer gegen bedrohliche Bestandsschwankungen für dessen Kleinvorkommen im Bayerischen Wald und eine Erhöhung der genetischen Variabilität.

Der Habichtskauz soll als wichtige Leitart für verschiedenste Artengruppen dienen, um die Biodiversität und die Lebensräume der Nordbayerischen Kultur- und Waldlandschaften und im angrenzenden Sachsen, Thüringen und Tschechien zu verbessern. Er ist aber auch eine
hervorragende Schirmart (Umbrella Species), die gefährdeten, jedoch weniger öffentlichkeitswirksamen Artengruppen - beispielsweise Pilzen, Insekten und Moosen - Aufmerksamkeit und Schutz verleihen kann. Das VLAB-Habichtskauzprojekt wird über einen Zeitraum von zehn Jahren mit rund 650 000 Euro Kosten kalkuliert. Es ist außerhalb eines Nationalparks für Deutschland bisher einmalig. Die Wiedereinbürgerung stößt auf breite gesellschaftliche Akzeptanz und wird von zahkreichen Organisationen und Unternehmen unterstützt. Alle natur- und tierschutzrechtlichen Genehmigungen wurden erteilt; die IUCN-Richtlinien (IUCN - International Union of Conservation of Nature, Weltnaturschutzorganisation) für eine Wiedereinbürgerung werden eingehalten. Das Gebiet wurde von namhaften Experten (Dr. Friedrich Buer, Prof. Dr. Jörg Müller) als geeignet beurteilt.

Die Protagonisten

Treibende Kraft:

Johannes Bradtka, Förster und VLAB-Vorsitzender

Johannes Bradtka ist Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Der 60-jährige ist Förster bei der Bayerischen Forstverwaltung. Bevor er zusammen mit dem Dirigenten und Umweltschützer Enoch zu Guttenberg und zahlreichen weiteren Mitstreitern aus ganz Bayern vor zwei Jahren den VLAB als „konservative“ Alternative zu den großen, etablierten Ökoverbänden aus der Taufe hob, war er viele Jahre beim Bund Naturschutz (BN) in Bayern aktiv.

Zusammen mit der Bürgerinitiative „Unser Hessenreuther Wald“ gelang es ihm 2008, eine geplante Autoteststrecke in dem idyllischen Naturgebiet der Nordoberpfälzer Hügellandschaft zu verhindern.
Bradtka ist leidenschaftlicher Naturliebhaber und ausgewiesener Experte für Flechten und Waldnaturschutz und hat einen Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf inne. Sein Lebensmotto stammt von dem chinesischen Philosophen Laotse:

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut."

Porträt im BR-Radio:

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/gruenes-portraet- johannes-bradtka- aus-erbendorf-100.html

Projektleiter:

Andreas Schmiedinger, Diplom-Agrarbiologe und VLAB-Geschäftsführer

Seit 01. Oktober 2015 leitet der 50 jährige Diplom-Agrarbiologe Andreas Schmiedinger die VLAB-Geschäftsstelle in Erbendorf. Nach einem Studium an der Universität Hohenheim bei Stuttgart mit den Schwerpunkten Standortkunde, Waldbau, Pflanzenbau, Ökotoxikologie und Umweltanalytik wirkte der gebürtige Oberfranke bei verschiedensten institutionellen Projekten verantwortlich mit:

Beispielsweise bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Biogeografie der Universität Bayreuth.

Der Agrarbiologe arbeitete als Koordinator an der Umweltstation „Natur-Kultur Fichtelgebirge e.V.“.
Er organisierte im Rahmen der Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplanes für den Naturpark Frankenwald Arbeitskreise mit Behörden und Kommunalvertretern. Als selbstständiger Agrarbiologe widmete er sich vielen Themen und Fragestellungen aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz. Er war auch an einer Reihe wissenschaftlicher Publikationen beteiligt. Für seine Facharbeit „Untersuchungen an Eulengewöllen unter besonderer Berücksichtigung des Sperlingskauzes im Fichtelgebirge“ erhielt er die Ehrenurkunde des Verbandes Deutscher Biologen e.V.

Schirmherr:

Andreas Kieling, Naturfotograf und Tierfilmer

Andreas Kieling, 1959 im thüringischen Gotha geboren, floh 1976 als Sechzehnjähriger aus der DDR.
Er reiste durch Grönland, fuhr mit dem Mountainbike durch den Himalaja, arbeitete als Seemann und Förster. Seit 1990 bereist Kieling als Naturfotograf und Dokumentarfilmer die Welt. Für ihn sind Abenteuer nicht Selbstzweck; sie dienen ihm dazu, das Leben in der Wildnis zu dokumentieren, davon zu lernen, ohne die eigenen Grenzen zu vergessen. Heute ist Andreas Kieling einer der bekanntesten deutschen Tierfilmer; seine Filme wurden vielfach preisgekrönt. Vor allem den großen Grizzlys kam er bei seiner Arbeit besonders nahe. Kaum jemand hat soviel Zeit mit den braunen Riesen verbracht und ist mit den Gewohnheiten und Eigenarten so vertraut wie er. Mehrere Monate im Jahr ist Kieling auf Expeditionen und Drehreisen rund um den Globus unterwegs, vorwiegend in den dünn besiedelten Gegenden Alaskas. Die restliche Zeit lebt Andreas Kieling mit seiner Familie auf einem Bauernhof in der Eifel. Er veröffentlichte Reportagen und Aufnahmen in zahlreichen Tageszeitungen sowie großen Magazinen wie „Geo" und „Stern". Seine Filme werden weltweit über National Geographic Channel ausgestrahlt. Dem deutschen Publikum ist er u.a. durch die ZDF-Serie „Terra X: Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art" bekannt. Für den ARD-Dreiteiler „Abenteuer Erde - Yukon River" wurde er mit dem Panda Award, dem Oscar des Tierfilms ausgezeichnet.

Kieling gehört auch zu den schärfsten Kritikern eines ungezügelten Ausbaus der Windkraft zu Lande und der zum Teil kriminellen Praktiken der „Windmafia“. 2016 veröffentlichte er auf Facebook ein über 1,3 Millionen Mal (Stand Juni 2017) aufgerufenes Video zum „Drama am Himmel“. Dort hält er Vögel, die von Windkraftanlagen getötet wurden, in die Kamera und berichtet über die offenbar absichtliche Zerstörung eines Schwarzstorchnestes, um den Bau von Windräder zu ermöglichen. „Ich bin so wütend, ich könnte kotzen.“

https://www.facebook.com/Andreas.Kieling/videos/10153547311807085/

Johannes Bradtka
Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB)staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung
Registergericht Weiden i.d.OPf | Registernummer: VR 200 146
Hauptgeschäftsstelle D-92681 Erbendorf |Schlossstraße 104 | Tel.: 09682 1831680
https://www.landschaft-artenschutz.de
https://www.facebook.com/landschaftartenschutz/

Hundemeute

 

 

Auf den Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern blüht jetzt die vom Aussterben bedrohte Orchidee in zartem Violett

Klepelshagen, 28. Juni 2017. Zart und unauffällig reckt sich das steifblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) auf der Kienbruchwiese in Klepelshagen der Sonne entgegen. Auf den weißen, winzigen Blütenkelchen ein zartes Leopardenmuster in Violett. Unaufdringlich, aber betörend, verströmt es seinen süßen Duft. Eine Diva, die im Stillen glänzt. Das Tragische an ihrem Schicksal: Während berühmte Verwandte wie die hochgezüchtete Zimmerorchidee (Phalaenopsis) auf Platz drei der beliebtesten Blumen aller Deutschen steht, kämpft das Knabenkraut ums Überleben. Auf der 1,5 Hektar großen Kienbruchwiese der Deutschen Wildtier Stiftung in Klepelshagen wächst die hochbedrohte Sumpfblume in aller Bescheidenheit. Und das nur, weil sich ein Mitarbeiter der Deutschen Wildtier Stiftung liebevoll um die bedrohte Wiesen-Schönheit kümmert.

„Ihr Seltenheitswert und die hohen Lebensansprüche machen diese Orchidee so besonders“, sagt Michael Tetzlaff, Orchideen-Experte und Landschaftspfleger der Deutschen Wildtier Stiftung.

Wie alle Diven dieser Welt hat auch das steifblättrige Knabenkraut hohe Ansprüche. „Das größte Problem aller wilden Orchideen ist das rasante Verschwinden ihrer Lebensräume“, erklärt Michael Tetzlaff. „Das steifblättrige Knabenkraut etwa braucht ausschließlich Feuchtwiesen – und die hat der Mensch längst trockengelegt!“ Auch ein Nährstoff-Überschuss im Boden, der durch Überdüngung in der Landwirtschaft entsteht, macht es den Orchideen schwer. Knabenkraut blüht nur auf einem nährstoffarmen und kalkhaltigen Boden. Außerdem braucht es im Winter nasse und im Sommer trockene „Füße“.

Die Orchidee ist außerdem von der Bewirtschaftung durch den Menschen abhängig. „Steht das Gras zu hoch, wird das Knabenkraut einfach überwachsen – es mangelt ihm dann an Luft und Licht; die Wurzeln verkümmern und die Orchidee stirbt.“ Was früher Schafe und Kühe weggefressen haben, muss heute mühevoll von Hand weggeschnitten werden. Deshalb greift Tetzlaff selbst zur Sense. Das kostet Zeit und Engagement. „Wenn wir uns nicht für das Knabenkraut einsetzen, blüht es im nächsten Jahr nicht mehr.“

Der Lebensraum „Feuchtwiese“ ist wertvoll. Nachhaltig genutzte Flächen in Klepelshagen sichern seltenen Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum. Darunter finden sich viele, die wie das steifblätterige Knabenkraut auf der Roten Liste stehen.

Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
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Über den Jagdgebrauchshundeverband - JGHV

 

Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert: Bauvorhaben und Windkraft stehen künftig über Artenschutz

Hamburg, 23. Juni 2017. Wenn Windkraftanlagen ohne Rücksicht auf geschützte Arten wie Fledermäuse und Rotmilan errichtet werden, kommen sie unter die Räder. Denn Natur- und Artenschutz stören häufig, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Mit der gestern am späten Abend beschlossenen Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hat die Bundesregierung kurz vor der parlamentarischen Sommerpause Tatsachen geschaffen: Auf Betreiben des Bundesumweltministeriums wurde eine Neuregelung beschlossen, die bei Baumaßnahmen wie z.B. von Windkraftanlagen geltendes Gesetz zum Schutz von Arten aufweicht. Viele Arten stehen aufgrund der intensiven Landnutzung in Deutschland ohnehin schon enorm unter Druck - nun verschärft sich die Situation weiter. Tote Adler unter Windenergieanlagen, Feldhamster unter Beton eingeschlossen - in Zukunft kaum mehr ein Problem.

„Wie rücksichtlos diese Ziele verfolgt werden, zeigt die Neuregelung im Rahmen des Paragraph 44 des Bundesnaturschutzgesetzes: „Es wurde mit einem Federstrich gegen Natur- und Artenschutz entschieden“, kritisiert Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Fakt ist: Es ist jetzt legal, wenn z.B. durch den Betrieb von Windkraftanlagen Wildtiere getötet werden!

Besonders der neue Ausdruck der „Signifikanz“ ist problematisch. Erst ab dieser undefinierten Schwelle soll das bisherige Tötungsverbot wirken. Doch wer entscheidet, wie viele tote Tiere signifikant sind? Das geltende EU-Recht für geschützte Arten kennt diesen Begriff ebenfalls nicht.

„Im Interesse der Windkraftlobby setzen sich Bundesregierung und Bundestag mit dieser Entscheidung über das Tötungs- und Verletzungsverbot von Wildtieren hinweg“, bedauert Professor Dr. Vahrenholt. Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren. Der Raum wird knapp. Besonders im windarmen Süden Deutschlands werden die Anlagen daher zunehmend auch in Wäldern gebaut, wo der ökologische Schaden oft beträchtlich ist. Der Tod von Schwarzstorch, Wespenbussard und seltenen Fledermäusen wird nun als unvermeidbar dargestellt und damit quasi legalisiert.

„Wir können nur hoffen, dass dieser ungeheuerliche Angriff auf den Naturschutz in der nächsten Legislaturperiode wieder rückgängig gemacht wird und protestieren aufs Schärfste“, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung.

Die Änderung des Naturschutzgesetzes im Wortlaut:

„….Zudem kann auch für Vorhaben privater Träger die Ausnahmevorschrift des § 45 Absatz 7 Satz 1 Nummer 5 in Anspruch genommen werden, wenn zugleich hinreichend gewichtige öffentliche Belange ihre Realisierung erfordern. Zu diesen Belangen gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien.“

Eva Goris
Pressesprecherin
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Höchste Waldbrandgefahrenstufe in Brandenburg und Bayern / Waldbrand gefährdet Menschenleben und Existenz von Forstbetrieben / Regeln beachten: Kein Feuer machen, Rauchverbot beachten

In Teilen Bayerns und im Südosten Brandenburgs hat der Deutsche Wetterdienst in dieser Woche die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. In weiten Teilen Deutschlands, vor allem im Süden, im mittleren und östlichen Teil, gilt außerdem bereits Stufe 4. „Angesichts anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen sollten Waldbesucher besonders vorsichtig sein“, sagte Alexander Zeihe, Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer. „Waldbrände gefährden sowohl Menschenleben wie auch die Existenz von Waldbauern und privaten Forstbetrieben.“ Zeihe wies darauf hin, dass ein Wald, der durch einen Brand beschädigt oder vernichtet wurde, nicht zu ersetzen ist. „Wälder wachsen über Generationen. Daher braucht es viele Jahrzehnte, bis ein zerstörter Wald wieder nachgewachsen ist.“

Ein großer Teil der Waldbrände ist auf leichtsinniges Verhalten oder sogar Brandstiftung zurückzuführen. Allein in Brandenburg wird bei den 101 Bränden, die im Zeitraum zwischen März und Juni registriert wurden, vermehrt von Brandstiftung als Ursache ausgegangen. Vor diesem Hintergrund weist der Bundesverband der Waldeigentümer die Waldbesucher darauf hin, in Tagen anhaltender Trockenheit besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit walten zu lassen. So solle darauf geachtet werden, beim Spaziergang durch den Wald selbst keinen Brand zu verursachen und etwa Zigaretten zuhause zu lassen.

Der Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer machte bei dieser Gelegenheit deutlich, dass auch im Wald Gesetze und Regeln gelten. Dazu zählt, dass man ein Grillfeuer nur an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen entzünden darf und danach das Feuer ständig kontrollieren muss. Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes muss man einen Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand einhalten. Und ganz wichtig: Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt bundesweit in allen Wäldern absolutes Rauchverbot. Zeihe: „Wer sich an diese Regeln hält, riskiert keinen Waldbrand.“

Außerdem solle man in diesen Tagen besonders aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn der Ansatz eines Brandes entdeckt wird. Dann muss sofort die Feuerwehr alarmiert werden. Alexander Zeihe nennt die Punkte, die die Feuerwehr zur Einschätzung der Lage unbedingt wissen muss: „Nach dem 112-Wählen kommt es auf präzise Antworten auf vier Fragen an: Wo brennt es? Brennen Böden oder Bäume? Sind Menschen oder Gebäude in Gefahr? Von welcher Stelle aus wird angerufen?“ Ist die Feuerwehr an der Brandstelle angekommen, wird sie von ortskundigem Forstpersonal unterstützt.

Mehr über die Waldeigentümer:

www.waldeigentuemer.de

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff

Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer

Claire-Waldoff-Str. 7

10117 Berlin

Fon 030 - 311 66 76 - 25

Mobil 0160 - 140 77 67

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www.waldeigentuemer.de

JGHV Prüfungen

 

Nachdenkliches über den Wolf und seine Beute von Eva Nessenius 

Für viele Wolfsfans verwandelt sich ein fühlendes Lebewesen angeblich automatisch in einen Gegenstand, wenn es vom Wolf angefallen wird. Sie nennen den Gegenstand „Beute“. Eine Beute ist eine Sache. Sie nennen das Tier dann nicht mehr bei seinem Artnamen oder seinem individuellen Namen, sondern sie nennen es „Beutetier“ oder ganz einfach „Beute“.

Sie begründen die behauptete Verwandlung in einen Gegenstand mit seiner Funktion. Kann diese Funktion ein fühlendes Lebewesen denn in einen Gegenstand verwandeln?

Wölfe verspeisen eine Beute lebend

Hier wird eine unsachliche Versachlichung eines fühlenden Wesens vorgenommen, welche mit einer nun eintretenden Funktion innerhalb des Nahrungsnetzes begründet werden soll. Dabei wird die Tatsache einfach ausgeblendet, dass das Tier sehr wohl weiterhin ein fühlendes Lebewesen ist, für das die Tierschutzgesetze gelten.

Ein Landwirt wurde zu € 4000.- Geldstrafe und Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, weil er mit seiner Erntemaschine zwei Rehkitze überfahren hat. Er hatte vergeblich versucht, von einem Jäger Hilfe zu erhalten, der die Ricke mit den Kitzen finden und vertreiben sollte, was diesem aber in Ermangelung eines Vorstehhundes nicht gelang. Der Landwirt wollte nicht aufs Ernten verzichten, fuhr einfach los und überfuhr wissentlich beide Kitze, was er auf keinen Fall hätte tun dürfen, es war ein Verstoß gegen § 17 Abs. 1 und 2 a und b des Tierschutzgesetzes. Dieses Gesetz gilt somit auch für unsere Wildtiere.

Der Landwirt und das Gerichtsurteil:

„Irgendetwas müssen die Wölfe doch fressen, von Salat können sie sich nicht ernähren,“ sagen die Wolfsfans. Das ist wahr. Aber wie kann die Empathie des Menschen aufhören einzig und allein aufgrund einer theoretischen Um-Definition eines Lebewesens zu einem Gegenstand? Kann diese abstrakte Um-Definition das Tierschutzgesetz außer Kraft setzen? Nein, so einfach kann man es sich nicht machen. Das Leid eines Tieres, das bei lebendigem Leibe gefressen wird, kann nicht weggeredet werden, noch kann das Handeln von Personen entschuldigt werden, die solches Leid durch Befürwortung oder Mithilfe bei der Ausbreitung von Wölfen fördern. Wer Wölfe bei uns haben möchte, muss bereit sein, sich dieses Leid mit eigenen Augen anzuschauen, die Schmerzensschreie so eines Tieres auf sich wirken zu lassen, und sich dann zu überlegen, ob er das so akzeptabel findet und seinen Mitmenschen mit dieser Einstellung noch in die Augen schauen kann.

Das Wort „Beute“ benutzen viele entweder in völliger Ahnungslosigkeit oder aber als Ausrede für ihren erschreckenden Mangel an Empathie. Wenn jemand sich so ein Video mit Ton anschaut, kann er laut vor sich hin sprechen „Das ist eben jetzt Beute“, und kann versuchen, mit diesem Wortgebrauch seine Empfindungen zu unterdrücken. So kann man sich selbst belügen.

Wenn ein Landwirt seine Ernte einholen will und wissentlich zwei Rehe überfährt, sind sie keine Beute. Aber welchen Unterschied macht das denn für die Rehe? KEINEN !

Wodurch wird denn das Reh zu einem Gegenstand? Ganz einfach: Durch den Tod. Ein totes Tier hat keine Empfindungen mehr und darf als Beute verwertet werden. Ein lebendes Tier ist kein Gegenstand, sondern ein fühlendes Wesen. Es darf weder angefahren noch lebend angefressen werden. Ein Großraubtier, das seine Beutetiere nicht tötet bevor es sie frisst, ist in Gebieten, in denen Menschen leben und damit konfrontiert werden, inakzeptabel. Ausreden lasse ich nicht gelten.

Eva Nessenius

Für Sammler barocker Jagdszenen ist er ein Begriff: Elias Ridinger. Er wirkte als Maler in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts und fertigte viele Kupferstiche von Jagdszenen der damaligen höfischen Jagd.

Aus Privatbesitz stehen 2 Stiche mit jagdlichen Motiven zum Verkauf. Auf dem einen Bild wird die Jagd vom Ansitz auf Wild dargestellt, auf dem zweiten Bild sieht man eine Jagdhundemeute nach der Jagd. Beide Stiche haben eine Größe von 40 cm x 50 cm  und sind in einem sehr guten Zustand.

Wer Interesse an den Stücken oder auch nur einen einzelnen Stich erwerben will, der möge sich beim Deutschen Jagdportal melden. Die Bilder werden gegen Höchstgebot abgegeben. Erwerber, die die Bilder nachweislich auch der Öffentlicheit zugänglich machen, werden bevorzugt behandelt.
Sie können sich auch vorab bei Herrn Fügner unter 0178 6141856 informieren.

Angebote richten Sie bitte an:

Deutsches Jagdportal
Industriestr.21
71706 Markgröningen
email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Saugatter

 

Saugatter

 

 

 

 

 

 

 

Betrug beim Kauf über das Internet - Tipps zum sicheren Kaufen über Internetplattformen

Vermehrt werden von Betrügern teure Nachtsichtgeräte und hochwertige Optik über ebay und egun zum Kauf angeboten. Wir wollen Ihnen in diesem Beitrag zeigen, auf was Sie beim Kauf über diese Plattformen achten müssen:

1. Seien Sie kritisch, wenn Angebote offensichtlich zu günstig sind.

2. Keine Überweisungen ins Ausland, besonders wenn bei der Artikelbeschreibung eigentlich Deutschland als Standort angegeben ist.

Beispiel 1:
Bei egun oder in diversen Kleinanzeigenportalen findet man die gesuchte Ware zu einem absoluten Schnäppchenpreis. Wenn man dann Kontakt mit dem Verkäufer aufnimmt, so bekommt man oft eine tolle Story zu hören: der Verkäufer ist z.B. gerade im Ausland auf Dienstreise und bittet um Überweisung auf ein ausländisches Bankkonto.
Nach der Überweisung des Geldes wird die Ware nicht zugestellt. Auf Nachfrage reagiert der vermeintliche Verkäufer mit unterschiedlichen Argumenten, um das Ausbleiben zu rechtfertigen (der Artikel konnte nicht zugestellt werden, die Adressangabe war falsch, es gibt Verzögerungen beim Transportunternehmen etc.). Nach einigen Tagen oder Wochen wird nicht mehr auf E-Mails bzw. Rückfragen reagiert. Der überwiesene Geldbetrag ist verloren.

Beispiel 2:
Als Bankverbindung wird eine IBAN angegeben, die nicht mit DE beginnt. Häufig werden von Betrügern z.B. verwendet: GB (Großbritannien), CZ (Tschechien), HU (Ungarn) und NO (Norwegen).

3. Keine Bezahlung über Bargeldtransferdienste (z.B. Western Union, MoneyGram).

4. Vorsicht bei Treuhandservice/Spedition mit Sitz im Ausland
Der vermeintliche Verkäufer gibt einen Wohnsitz im Ausland an. Er schlägt vor, das Geschäft über ein angeblich neutrales Speditions- bzw. Logistikunternehmen abwickeln zu lassen. Dieses soll sowohl den Transport der Ware als auch als Treuhänder für die Zahlung auftreten. In Wirklichkeit gibt es das Unternehmen jedoch nicht.
Der Verkäufer verspricht, die Ware dem Speditionsunternehmen zu übergeben, sobald Sie das Geld an dasselbe Speditionsunternehmen überwiesen haben. Danach soll die Ware versendet werden.
E-Mails und Website des Speditionsunternehmens sind jedoch gefälscht, das Geld fließt direkt an den vermeintlichen Verkäufer. Die gekaufte Ware wird nie ausgeliefert, eine Rückbuchung ist nicht möglich.

5. Mit dem Verkäufer kommunizieren eventuell auch per Telefon.
Welchen Eindruck hinterlässt der Verkäufer ? Überprüfung des Verkäufers per Internetrecherche.

6. Der sicherste Weg bei hochpreisigen Produkten:
Den Artikel persönlich abholen, überprüfen und bar bezahlen.

Wolfgang Rick
www.nachtsichttechnik.info
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Jagdhundrassevereine

Mittwoch, 07 Juni 2017 20:40

Der Regenbogenbock - Wenn der Vater mit dem Sohne

geschrieben von

Eine Jagdgeschichte von Martell Görbi

Gestern war ich das 12x mit meinem Sohn zum Ansitzen, seit über einem Jahr versuchen wir zusammen einen Bock zu erlegen.

Wir hatten auch schon das ein oder andere Mal die Gelegenheit, aber dann saß der Gehörschutz noch nicht richtig oder das Stück stand nicht so, dass man ein sicheren Schuss antragen konnte. Ich erklärte ihm, welche Stücke wir wann schießen dürfen, welches Wild wir in unserem Revier haben, was Hege bedeutet, wie man das erlegte Stück behandelt und wie man es ehrt. Auch Geschichten aus meiner Jugend mussten herhalten um die lange Zeit für einen Siebenjährigen etwas zu verkürzen. Er war schon ziemlich gefrustet, da es nie klappte. Doch gestern konnte ich ihn nochmal dazu bewegen, mit mir mitzukommen.

Also wir alles fertig gemacht, das Auto beladen und raus ins Revier. Da gerade Ferien sind durfte es auch später werden. Um 18 Uhr saßen wir dann bei schönem Sonnenschein. Doch bald darauf fing es an zu stürmen, danach kam ein ordentlicher Regenguss runter und mein Sohn meinte, ob wir nicht lieber gehen sollten, aber ich entschied zu bleiben. Der Schauer war auch zügig vorbei und die Sonne kam wieder hervor und ein schöner Regenbogen kam zum Vorschein, worauf hin mein Sohn meinte, man dürfe sich was wünschen, was er dann auch tat.

Es war ein tolles Gefühl mit meinem Sohn ein Teil der Natur zu sein und ihre ganze Schönheit zu genießen. Dann kehrte innerliche Ruhe ein, es kam die Zeit in der das Wild langsam aktiv wurde. Ein Fuchs machte den Anfang. Er schnürte am Waldrand entlang und dann direkt auf uns zu. Ein herrlicher Anblick den ich gerne mit meinem kleinen Begleiter teilte. Weitere 30 lange Minuten vergingen bis ich am Waldrand eine Bewegung vernahm, ich blickte durch meine Optik und konnte ein Reh ansprechen. Mein Sohn war schon voller Aufregung, sollte es heute klappen, doch ich musste ihn wieder enttäuschen, es war eine Geis. Wir genossen dennoch den Anblick und etwas Zeit verblieb uns noch es war mittlerweile kurz nach neun.

Als wir so die Geiß beobachteten, bemerkte ich noch eine Bewegung am Waldrand, leider versperrten mir viel Äste den vollständigen Blick auf das Stück. Ich schaute durch meine Optik und da war er- unser Bock. Ich gab diese Information sogleich an meinen Cojäger weiter. Sofort kam flüsternd die Frage: "Kannst du schießen?" Diese musste ich leider verneinen da zu viel Äste und hohes Gras einen sauberes Anbringen des Geschosses unmöglich machten. Ich spürte die Anspannung und gleichzeitige Enttäuschung in meinem Nacken. Wir mussten Geduld haben. Ich suchte nach einer Lösung und so setzte ich mich auf den Boden der Kanzel, somit war das Problem der Äste gelöst, jetzt musste der Bock nur noch aus dem hohen Gras wechseln. Ich sagte meinem Sohn wenn ich entsichere musst du dir die Ohren zu halten. Ein leises "ok" kam zurück. Ich war aufgeregter wie bei meinem ersten Stück. Kommt der Bock ? Kann ich schießen ? Müssen wir wieder mit leeren Händen Heim?

Das wichtigste war der sichere Schuss, das der Junge kein unnötiges leid sieht!! Dann trat der Bock auf ca. 80m hervor, stand breit ich entsicherte meinen Stutzen und vernahm eine Bewegung von meinem Sohn. Er hielte sich also die Ohren zu. Der Schuss bricht und die 7x64 verließ den Lauf, ich schaue durchs Feuer und der Bock lag im Knall. Der erste Blick ging dann zu meinem Sohn, der sich immer noch die Ohren hielt. "Hast du getroffen?" war seine erste Frage. "Ja" kam von mir zurück. "Ich will auch mal Jäger werden Papa" sagte er. Was war das für ein Moment einfach unbeschreiblich. Nach einigen Minuten der Stille baumten wir ab und gingen langsam zum Stück. Auf dem Weg nahmen wir die Brüche mit und kamen dann auch gleich am erlegten Bock an. Mein Sohn nahm mich an die Hand und meinte "Mein Regenbogenwunsch hat sich erfüllt" da musste ich schlucken.

Da hat sich der kleine Junge das so sehr gewünscht, dass er sogar seinen Regenbogenwunsch dafür opferte. Er gab dann auch dem Bock den letzten Bissen und bedankte sich bei dem Stück, dass es sein Leben für unser Essen gegeben hat. Wir hielten kurz inne und brachten dann das Stück zum Aufbrechen. Beim Aufbrechen wollte er alles wissen wie was wo heißt wo das Geschoss durchging einfach alles. Wir nahmen uns sehr viel Zeit für alles und er half auch fleißig mit, bis es dann im Kühlschrank war war es 23.30. Es war ein perfekter Tag, den wir beide nie vergessen werden. Und ich bin mega stolz auf meinen Sohn.

Martell Görbi

Freitag, 02 Juni 2017 12:48

Max Götzfried: Ich hätte da mal ´n paar Fragen

geschrieben von

Weil ich gerade das gefühlt mindestens 786. "Wildwolfvideo" gesehen habe: Ich hätte da n paar Fragen:

Ich bin davon überzeugt, dass die rasante Wolfsverbreitung der letzten Jahre künstlich gesteuert war und ist.
Immer wieder gibt es Berichte und Gerüchte um "zugewanderte Wildwölfe", die zB nach einem Autounfall untersucht wurden und mit kanadischen Genen (Respekt vor dieser Laufleistung), vollem Impfschutz (müssen gute Ärzte darunter sein) oder einem hohen Antibiotika-Pegel (wahrscheinlich Kunde einer Hähnchen-Mästerei) aufwarten - anscheindend erstaunt das aber niemanden. Wo werden diese Untersuchungsergebnisse aufbewahrt, werden sie überwacht und veröffentlicht?

Wenn man dann noch die täglich grob geschätzt 10 Facebook-Videos "wilder" Wölfe anschaut, die handzahm hinter Fahrrädern herlaufen oder Straßen durchkämmen, dann frage ich mich immer wieder, warum sich noch nie ein Journalist wirklich, wirklich hinter dieses Thema geklemmt hat. Wo kommen denn zB die vielen Welpen europäischer Park- und Zoowölfe eigentlich in jedem Jahr hin? Existieren hierüber Zahlen und Berichte?

Im Sauerland gibt es einen Riesenaufriss, weil Wisente ein paar Bäume anknabbern, das Projekt ihrer Wiederansiedlung ist gefährdet. Wisente sind genau so wenig ein Neozon wie der Wolf - wenn Letzterer aber Schafe, Rinder und Pferde anknabbert, dann ist das kein allzu großes Thema. Wer verursacht der Allgemeinheit denn mehr Schaden, wer ist denn vom Potential her gefährlicher? Wie kann es sein, dass es spezielle, kostenintensive tiermedizinische Notfallfahrzeuge für Wölfe gibt, die offensichtlich wichtiger sind als die humanmedizinische Versorgung im ländlichen Raum? Wie kann es sein, dass sich ein Jäger strafbar macht, wenn er einen schwer angefahrenen Fuchs NICHT umgehend schmerzersparend tötet, er bei einem Wolf in der gleichen Situation Haus und Hof riskiert, wenn er dem Tier Leid erspart. Statt dessen muss, am besten noch Samstag nachts, ein völlig absurder, elendig langer Behördenapparat in Gang gesetzt werden, an dessen Ende vermutlich ein Wolfsbauftragter und ein Tierarzt entscheiden, ob das seit Stunden im Straßengraben leidende Tier noch lebensfähig ist und zur Erhaltung der Art beitragen kann - um dann eingeschläfert zu werden. Was rechtfertigt diese unterschiedliche Gewichtung?

Und wie kann es sein, dass Rothirsche streng abgegrenzte Gebiete zugewiesen bekommen, bei deren Grenzübertretung sie recht radikal verfolgt werden dürfen - der Wolf aber tun und lassen darf, wo immer und was immer er will? Man hat schon fast das Gefühl, dass die Wolfpaten bei jeder Sichtung applaudierend Schlange stehen wie anno vor nicht allzu langer Zeit an jedem Bahnhof. Aber möchte man mit seiner heißen Hündin an der Leine lieber einem Wolfsrüden oder einem Wisentbullen begegnen? Und sollen Kinder im Wald lieber einen Rothirsch oder einen Wolf von Nahem betrachten können?

Irgendwie werden solche Fragen nie eindringlich genug gestellt -beantwortet würden sie aber ohnehin nicht.

Jagdhundeausbildung

Max Götzfried ist im Hauptberuf Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Frankfurt/Main und begeisterter Saujäger. Sein Artikel erschien erstmalig auf seiner Facebookseite.

Wald 4.0 als zentraler Schwerpunkt auf größter Messe für Holzbe- und -verarbeitung in Hannover / AGDW und Waldbesitzerverband Niedersachsen präsentierten sich mit weiteren Partnern auf Gemeinschaftsstand

Die LIGNA 2017, die vergangene Woche in Hannover stattfand, war für die Waldeigentümer eine wichtige und informative Plattform. „Diese Messe ist jedes Mal ein wichtiger Impulsgeber“, sagte Alexander Zeihe, Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer. „Es gab zahlreiche Gelegenheiten, sich über neue und innovative Technologien zu informieren und den Austausch mit Akteuren aus der Branche zu suchen.“

Die LIGNA ist die weltweit größte Messe für Maschinen, Anlagen und Werkzeuge für die Holzbe- und -verarbeitung. Die AGDW hatte sich dort gemeinsam mit dem Waldbesitzerverband Niedersachsen, dem Deutschen Forstwirtschaftsrat, dem Deutschen Forstverein, mit PEFC und der Versicherungsstelle Deutscher Wald präsentiert. „Gerade für die niedersächsischen Waldbesitzer ist die LIGNA eine hervorragende Gelegenheit, sich mit Branchenkollegen auszutauschen und über neue Entwicklungen zu informieren“, sagte Miriam Kleinschmit, Geschäftsführerin des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen.

Für die forstliche Unternehmerschaft waren der Unternehmer-Pavillon sowie das Freigelände davor besonders interessant. Hier wurden Themen rund um den Wald 4.0 präsentiert. Hierzu zählten die Projekte des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) rund um die Themen Rettungspunkte und Holzlogistik, aber auch die Präsentation neuer Technologien rund um den Drohneneinsatz oder den Harvestercomputer.

Von Interesse für Waldeigentümer und Forstbranche waren aber auch die Sicherheit bei der Holzfällung sowie die Waldbrandbekämpfung. Aus Sicht des AGDW-Hauptgeschäftsführers liegt in der Themenvielfalt die große Stärke der LIGNA. Zeihe: „Die Messe präsentiert die gesamte Bandbreite an aktuellen Themen und Technologien, die für den forstlichen Bewirtschaftungs- und Arbeitsalltag von Interesse sind.“ www.ligna.de

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff

Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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www.waldeigentuemer.de

Jagdhundeausbildung

 

Foto: Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, führt Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, über den Gemeinschaftsstand.

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